Ich spreche von Immobilien Investments mit Neubau Projekten in ganz Deutschland.
Das waren sicherlich keine Start-ups, es wurden 3stellige Millionensummen ge crowd funded.
Und? Lass Dich doch nicht von den Beträgen beeindrucken oder davon was andere machen!
Ich bitte mir doch auch Zeit aus und rechne auch ggf. mühsam nach, wenn mir ein Bankverkäufer (aka Bankberater) ein Versicherungsprodukt als Anlage empfiehlt, das irgendwas mit öffentlichen Indizes oder gar Hausindizes/„Aktienkorb“ (du hast keine Ahnung nach welchen Regeln das zusammengesetzt wird) zu tun hat um möglicherweise phantastische Renditen zu erzielen, die nach Abzug von Provisionen und Verwaltungskosten bestenfalls einem Geldwechsel gleichkommen. Bei den meisten solcher Vorschläge konnte ich bisher feststellen, dass das so, wie es (möglicherweise vereinfacht) erklärt wurde, nichtmal in der Vergangenheit geklappt hätte. Und natürlich kommt dann bei raus: nicht machen.
Bei Crowdfunding im Immobilienbereich treten doch z.T. UGs oder Firmen mit 20K Eigenkapital und 5K Jahresgewinn an und wollen 5 Mio finanzieren.
Die fallen doch schon um, wenn die Gebühren für das Kreditarrangement - ob Bank oder Plattform - fällig werden! Von Erwerbsnebenkosten ganz zu schweigen (sowas wird grundsätzlich nicht über Bankkredite finanziert!).
Und dann gibt es ja noch Objektgesellschaften, die Teil einer Gruppe sind. Da sollte man sich auch einmal die gesamte Gruppe anschauen - nicht das plötzlich der große Gesellschafter ein Problem hat.
Entscheidend ist: Wenn Du Dein Geld nicht Spenden oder ein Produkt vorfinanzieren sondern Rendite machen wolltest:
Was bist/warst Du rechtlich bzw. was sollst/solltest Du sein?
Gibt doch nur 2 Wege:
a) man ist am Eigenkapital beteiligt, d.h. Gesellschafter oder Mezzanine, dann trifft einen Gewinn & Verlust.
Dann braucht es aber auch Stimmrechte, am besten Sperrminorität. Das macht Sinn, wenn kein oder wenig Eigenkapital im Zielunternehmen.
Unter 10% mit öffentlicher Beteiligung (PPP) oder wenigstens 25% (Sperrminorität) bei privaten Gesellschaftern schaue ich mir sowas garnicht erst an.
Wenn es trotzdem interessant ist:
a.1) Ausgestaltung der Stimmrechte prüfen, ggf. Einstieg oder Übernahme des Projektes/der Firma
a.2) Beobachten und bei Insolvenz einsteigen
a.3) Es komplett sein lassen.
Und je nach Ausgestaltung gibt es für die _Investition_ bei Startups auch noch staatliche Zuschüsse!
INVEST – Zuschuss für Wagniskapital
www.bafa.de
b) man ist am Fremdkapital beteiligt, d.h. Kreditgeber.
Dann braucht es Sicherheiten. Und zwar welche, die auch funktionieren, d.h. verwertbar sind. Nicht etwa 50% oder mehr erstrangig im Grundbuch für die Bank und der Sicherheitspuffer der Bank für den dusseligen Rest. Dann kommt Zwangsversteigerung mit Zuschlag ab 50%, die Bank ist zufrieden und der Rest schaut in die Röhre.
Übrigens ist die Darstellung der Sicherheiten über den Kreditverlauf essentiell für eine Finanzierung. Wenn das fehlt: FINGER WEG!
Was übrigens garnicht geht, ist Kredite zu geben und dann mit Ansage nur noch mit Verlust zu partizipieren.
Und alle sind sie insolvent und das Geld ist weg, Anleger erhalten keinen Cent und die Plattformen weisen jede Haftung ab.
Kassieren aber schön Provision für jede Vermittlung...
An die Plattformen kommst Du nur wg. Beratungsfehler - und das auch nur, wenn überhaupt eine Beratung angeboten wurde und stattgefunden hat und du nicht von vornherein darauf verzichtet hast.
An die Schuldner ggf. bei Mezzanine über Prospekthaftung. Ob das bei Insolvenz was nützt oder einfach nur RA-Kosten produziert, steht auf einem anderen Blatt.