Bahn-Sammelthread

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heinz963

Erfahrenes Mitglied
05.05.2014
918
763
HAM
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derweilst in ganz Deutschland


da wird öffentlich oder Bahn fahren doch megaattraktiv
insbesondere für Frauen und Kinder und insbesondere in Städten

da wird der Trend, den eigenen SUV zu nehmen, anstatt ÖPNV oder Bahn, sicherlich nicht kleiner werden
insbesondere für Frauen und Kinder, in Städten
Schau dir die relativen Zahlen doch einmal an. Wir sprechen hier von 0,000017 Gewaltdelikten pro Person (und das in Leipzig, d. h. dem Bahnhof mit der höchsten Anzahl an Gewaltdelikten). Und zwar nicht IM Bahnhof, sondern AM Bahnhof. Das betrifft also auch die Gewaltdelikte, falls sich die Junkies am Frankfurter Bahnhof gegenseitig auf die Nase hauen. Oder in Leipzig die Hooligans.

Traurig, dass die Medien so sehr auf eine kleine Anfrage der AfD anspringen und solche haltlosen Überschriften wählen.
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
26.682
12.600
irdisch
Es gibt, spätestens seit dem Ukraine-Krieg, sehr viel mehr gescheiterte Existenzen an deutschen Bahnhöfen, darunter eher so Schlägertypen und Knastpublikum, es gibt auch sowas wie Favelas, wo Leute in Holzkisten unter Brücken wohnen in Deutschland. Und es gibt Drogensüchtige, die aggressiv sind, Crack und synthetisches Zeug nehmen. Diese Szene lungert geballt an Großstadtbahnhöfen rum und als Fahrgast kriegt man das einseitig ab. Es geht mit Methadon-Ausschank los und schon kommen die überregional zur Essensausgabe. Ich finde nicht, dass das nur ein statistischer Effekt ist. Da wird ein gesellschaftliches Problem einseitig auf Bahnfahrgästen abgeladen, weil das so wohl bequem ist?
 
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heinz963

Erfahrenes Mitglied
05.05.2014
918
763
HAM
Ich verstehe jeden, der sich dadurch belästigt fühlt. Aber die tatsächlichen Zahlen sagen etwas ganz anderes: Obdachlose greifen seeeeeehr selten normale Passagiere an. Und Junkies prügeln sich in erster Linie mit anderen Junkies. Die Angst vor einem gewalttätigen Angriff an einem deutschen Bahnhof ist genauso irrational wie die Angst davor, mit dem Flugzeug abzustürzen.

Ich bin 150-200x im Jahr am Hamburger Hauptbahnhof, der bekanntermaßen einen recht schlechten Ruf hat. Ich habe dort noch nie Ärger gehabt und auch noch nie mitbekommen, dass es Ärger gegeben hätte. Einzige Ausnahme: Zwischen Fußballfans, aber auch dort waren keine normalen Passagiere beteiligt; und es hatte nichts mit Obdachlosen oder Junkies zu tun. In Hamburg ist das Problem der Busbahnhof, dort sind wirklich ein Haufen seltsamer Gestalten unterwegs. Ist aber natürlich nur meine individuelle anekdotische Evidenz.
 
Zuletzt bearbeitet:

Fjaell

Erfahrenes Mitglied
19.05.2010
1.253
1.321
Ich denke auch, dass man hier tiefer in die Erhebung solcher Statistiken eintauchen müsste. Zum einen gibt es unterschiedliche Herangehensweise bei der Bestreifung der Bahnhöfe und Verfahren zur Anzeigenbearbeitung (Wiederholungsanzeige/Tateinheit/Tatmehrheit usw.) in den Bundesländern. Wäre also schon mal interessant, wie sich die Zahlen in 'Angezeigt' und 'Eigenfeststellung' aufteilen. So ist das alles zu einfach und zu platt.

Subjetiv gefühlt bin ich in den Bahnhofsumfeldern von Essen, Dortmund, Frankfurt, München oder auch Nürnberg unsicherer als in Leipzig oder Berlin. Aber so was hängt natürlicher auch vor der eigenen Person (Geschlecht, Alter, Größe), aber zum Beispiel auch von den baulichen Gegebenheiten (Gänge, Wege, Unterführungen, Ausleuchtung, Sauberkeit usw.) der Bahnhöfe ab.

Generell bin ich aber auch der Meinung, dass sich hier vieles verschlechtert hat und vor allem 'internationaler' geworden ist. Meine Verständnisgrenze ist da sehr eng gesteckt. Und ich bin froh, dass ich weder Polizist bin noch bei einer privaten Security mein Geld verdienen muss.
 

Exit Row

Reguläres Mitglied
23.06.2025
46
79
Ich verstehe jeden, der sich dadurch belästigt fühlt. Aber die tatsächlichen Zahlen sagen etwas ganz anderes: Obdachlose greifen seeeeeehr selten normale Passagiere an. Und Junkies prügeln sich in erster Linie mit anderen Junkies. Die Angst vor einem gewalttätigen Angriff an einem deutschen Bahnhof ist genauso irrational wie die Angst davor, mit dem Flugzeug abzustürzen.

Ich bin 150-200x im Jahr am Hamburger Hauptbahnhof, der bekanntermaßen einen recht schlechten Ruf hat. Ich habe dort noch nie Ärger gehabt und auch noch nie mitbekommen, dass es Ärger gegeben hätte. Einzige Ausnahme: Zwischen Fußballfans, aber auch dort waren keine normalen Passagiere beteiligt; und es hatte nichts mit Obdachlosen oder Junkies zu tun. In Hamburg ist das Problem der Busbahnhof, dort sind wirklich ein Haufen seltsamer Gestalten unterwegs. Ist aber natürlich nur meine individuelle anekdotische Evidenz.
Ich bin ähnlich oft am Frankfurter Hauptbahnhof, der einen wohl noch schlechteren Ruf hat. Nie Probleme gehabt. Wenn man den Bahnhof verlässt und sich in den Bereich Taunusstraße/Niddastraße bewegt, kann man natürlich unfassbares menschliches Elend sehen. Aber selbst die bleiben unter sich. Gleiches galt für die Junkies in der B-Ebene (die dort aber kaum noch rumhängen).

Pro Fahrgast hat der Frankfurter Hauptbahnhof auch im bundesweiten Vergleich gar nicht viele Gewaltdelikte (zumal die allermeisten dieser Delikte unter Junkies, Fußball-Hooligans oder gegen Polizisten begangen werden; die wenigsten dieser Delikte haben überhaupt einen "normalen" Fahrgast als Geschädigten). Siehe dazu etwa hier: https://frankfurt.t-online.de/regio...vergleich-so-oft-kommt-es-zu-gewalt-2025.html
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
26.682
12.600
irdisch
Bin neulich mal abends aus dem Theater gekommen und am Düsseldorfer Hbf eingestiegen. Da lief man durch ein Junkie-Spalier. Schon auf dem Hinweg war gegenüber Razzia, also angenehm ist das nicht. Der Fußweg zum Theater (Tanzhaus NRW) führte an der Drogenhilfe vorbei, die Straßen dort (unter einer düsteren Bahnbrücke) war voll ge..p und so weiter. Das ist zu kleinteilig aufgeteilt. Das ganze Milieu müsste man an einer Stelle überwachen und in Schach halten und vertreiben. Bahnhöfe sind keine Drogenbörse. Kein Autofahrer würde sich sowas bieten lassen, was man als Fahrgast mitmacht.
 

bacchus85

Erfahrenes Mitglied
20.01.2018
725
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HAJ
Ich hab auch eine Anekdote vom Hannoverschen Hbf.

Da stand ich an einem Samstag-Morgen auf dem Bahnsteig und habe auf meinen ICE gewartet, da kam so eine berauschte Drogentante an und hat einen anderen Fahrgast vollgelabert, dass er ein Mörder sei. Er hat es zuerst ignoriert, sie kam aber immer näher. Er ging weg, sie schreiend hinterher.

Andere Reisende riefen währenddessen die Polizei, die waren zum Glück in unter 1 Min da. Die haben die gepackt und mitgenommen (Zitat "Ach Julia, wir hatten dir doch einen Platzverweis erteilt. Was machst du denn schon wieder?")

Maximal unangenehm. Und natürlich hab ich mich gefragt: was wäre passiert wenn die jetzt plötzlich ein Messer gezückt hätte?
 
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Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
2.267
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Schau dir die relativen Zahlen doch einmal an. Wir sprechen hier von 0,000017 Gewaltdelikten pro Person (und das in Leipzig, d. h. dem Bahnhof mit der höchsten Anzahl an Gewaltdelikten). Und zwar nicht IM Bahnhof, sondern AM Bahnhof. Das betrifft also auch die Gewaltdelikte, falls sich die Junkies am Frankfurter Bahnhof gegenseitig auf die Nase hauen. Oder in Leipzig die Hooligans.

Traurig, dass die Medien so sehr auf eine kleine Anfrage der AfD anspringen und solche haltlosen Überschriften wählen.
mir persönlich ist all das Schöngerede und Verleugnen egal, ich selber fahr sowieso so gut wie nie Bahn oder Öffis

als Advocatus Diaboli kann ich aber durchaus nachvollziehen, wenn es insbesondere im weiblichen Umfeld immer stärkere Ablehnung gibt, Öffis, Bus, Bahnen und Züge zu benutzen
das folgt nur dem, was man in amerikanischen Großstädten schon seit Jahren/Jahrzehnten kennt
 

heinz963

Erfahrenes Mitglied
05.05.2014
918
763
HAM
mir persönlich ist all das Schöngerede und Verleugnen egal, ich selber fahr sowieso so gut wie nie Bahn oder Öffis

als Advocatus Diaboli kann ich aber durchaus nachvollziehen, wenn es insbesondere im weiblichen Umfeld immer stärkere Ablehnung gibt, Öffis, Bus, Bahnen und Züge zu benutzen
das folgt nur dem, was man in amerikanischen Großstädten schon seit Jahren/Jahrzehnten kennt
Dann warst du schon lange nicht mehr in den USA. Dort ist es noch einmal sprunghaft schlimmer geworden.
 

Lutz1

Erfahrenes Mitglied
21.12.2016
1.528
1.194
Weiß jemand wie es sich rechtlich verhält, wenn die letzte Verbindung des Tages verpaßt wird. Dann gibt es im Navigator noch die Option den Rest mit 1:10 Stunde Fahrtzeit mit nem Bus zum ziel zu kommen, anstatt wie gebucht 25 min mit der Bahn. Bin ich verpflichtet den Bus zu nehmen, oder Hotel auf Bahnkosten und nächsten morgen mit dem Zug weiter zum Ziel?