Elektromobilität (aus dem Tesla-Aktie-Thread)

ANZEIGE

Peanutbutter

Erfahrenes Mitglied
12.02.2020
3.123
3.758
ANZEIGE
Wie kommst du denn auf diese Preise?

IONITY gibt es z.B. für 0,39€ je kWh bei einer Gebühr von 10€ im Monat. Auch bei TESLA kann man über die Supercharger Mitgliedschaft (10-12€ im Monat oder ca. 100€ im Jahr für Fremdfabrikate) günstig Strom "tanken", auch wenn es zugegebenermaßen nicht mehr ganz sei einfach ist da die Preise je nach Standort und Uhrzeit variieren können. Aktuell z.B. hier an der nächsten Station 0,46€ je kWh.
Ad Hoc sind es 70 Cent bei Ionity. Klar, kann ich auch ein Abo für 12 Euro im Monat abschließen um dann für 39 Cent zu laden. Dann nur noch ein Abo für Hamburg um für 49 Cent AC zu laden und dann noch ein Abo für jede weitere Stadt...

Merkst selbst oder? Das ist einfach Rosinen rauspicken. Ich will nicht 5 Abos haben die mich im Monat 50 Euro zusammen kosten um 10-20 Cent besser tanken zu können. Ich zahle doch auch an der Tankstelle keine 10 Euro monatlich damit ich Benzin für 2 Euro bekomme statt 3,50? Wie kommt es dass es bei Ladesäulen OK sein sollte?

Und es gibt sehr viele ladesäulen für mehr als 1 Euro pro kwh, wenn man die falsche Ladekarte dran hält.


Nö jetzt wird das kein Argument mehr sein.

Aber zum Thema "Tarifdschungel" möchtest du dich mal mit der Bandbreite von Benzin/Diesel Preisen in DE befassen? Da spricht doch auch keiner von "Dschungel" nur weil der Sprit an der nächsten Tanke 20Cent weniger kostet. Diesel aktuell zwischen 2,129 und 2,499 bei mir in Berlin 10KM Umkreis. Dschungel? Eher Angebot & Nachfrage oder Wettbewerb.
Da nimmst du wahrscheinlich jetzt eine Dorftankstelle und eine Tankstelle an der Autobahn dazu. Das ist natürlich Quatsch.
 

Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
9.926
637
Da nimmst du wahrscheinlich jetzt eine Dorftankstelle und eine Tankstelle an der Autobahn dazu. Das ist natürlich Quatsch.
Nein das sind alles Tankstellen die von mir aus 10 KM entfernt sind, keine liegt an der Autobahn, alles in Berlin. Ganz untern eine Tanke bei Kaufland, ganz oben eine Esso Tanke in Grunewald.
 

Peanutbutter

Erfahrenes Mitglied
12.02.2020
3.123
3.758
Nein das sind alles Tankstellen die von mir aus 10 KM entfernt sind, keine liegt an der Autobahn, alles in Berlin. Ganz untern eine Tanke bei Kaufland, ganz oben eine Esso Tanke in Grunewald.
Ja dann halt anders: Das sind also Unterschiede von 20%.

Ich wünschte mir es gäbe bei Ladesäulen unterschiede von NUR 20%. Wir reden bei Ladesäulen von 100% Unterschiede je nach Ladekarte oder Abomodell.
Verstehe nicht wie du das schön reden willst?
 

SleepOverGreenland

Megaposter
09.03.2009
22.620
15.298
FRA/QKL
Ad Hoc sind es 70 Cent bei Ionity. Klar, kann ich auch ein Abo für 12 Euro im Monat abschließen um dann für 39 Cent zu laden. Dann nur noch ein Abo für Hamburg um für 49 Cent AC zu laden und dann noch ein Abo für jede weitere Stadt...

Merkst selbst oder? Das ist einfach Rosinen rauspicken. Ich will nicht 5 Abos haben die mich im Monat 50 Euro zusammen kosten um 10-20 Cent besser tanken zu können. Ich zahle doch auch an der Tankstelle keine 10 Euro monatlich damit ich Benzin für 2 Euro bekomme statt 3,50? Wie kommt es dass es bei Ladesäulen OK sein sollte?

Und es gibt sehr viele ladesäulen für mehr als 1 Euro pro kwh, wenn man die falsche Ladekarte dran hält.
Mit der EWE.Go Karte zahlst du maximal 0,62€ je kWh. Und das auch bei sehr vielen Stadtwerken oder "exotischen" Anbietern.

Ja, ich bin bei dir. Das ist alles noch eher suboptimal. Aber ich finde man kann sich ganz gut damit arrangieren.
 
  • Like
Reaktionen: marcus67

Rantala

Erfahrenes Mitglied
19.12.2016
439
733
Den Tarifdschungel bereinigen und weitere Infrastruktur bereitstellen sollte erst mal Priorität haben. Die Weiterentwicklung der Autos, die zunehmend massentauglicher werden (siehe BMW und die Chinesen) passieren gerade sowieso.

Das ist der Schlüssel.
Wobei ich die Infrastruktur noch deutlich relevanter sehe als den Tarifdschungel.
Zugegeben: Der ist am Anfang nervig. Aber binnen kürzester Zeit hat man da eigentlich auch fix ein Portfolio in der Tasche mit dem man
quasi alles abdeckt.
Dennoch ist es natürlich nervig. Ohne Frage.

Beim Thema Reichweite werden wir in den nächsten 2 Jahren sicher enorme Fortschritte sehen.
Und dann ist dieses Scheinargument für alle Vertreter (scheinen ja die E Gegner durchgängig zu sein) auch obsolet.
 

ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
6.089
4.700
Ich habe jetzt nicht recherchiert, welche Anbieter es in HH gibt, aber mit einer Grundgebühr von 10-15€ im Monat gibt es DC Anbieter wo man dann unter 0,40€ kommt.
Nützt dir null, wenn die Lader nicht vor deiner Haustür oder in der Umgebung sind, was für 80+% aller Mieter zutrifft. Die Lebensrealität ist eben eine andere.

Im Wohnblock, wo ich damals aufgewachsen bin, war ich letztes Jahr zu Besuch. Im Umkreis von 2km keinerlei Lader, außer zwei auf einer Tankstelle. Es leben dort ingesamt 30x12 Mietparteien aller couleur, gut bürgerlich. Stadtrand mit Grün. Selbst wenn von diesen 360 Parteien, nur jede zehnte (!) ein (!) Fahrzeug vollelektrisch betreiben will, sind das 36 Fahrzeuge. Weder gibt es die Lader, noch die Infrakstruktur im Netz, noch die Netzleistung. Und das ist EIN Punkt von Hunderttausenden, wo es nicht funktioniert. In Großstädten funktioniert es noch weniger, selbst in Berlin nicht, trotz viel ÖPNV (der fährt zwar nicht pünktlich und ausreichend, aber das ist selbstverschuldet, frisst aber auch eine Milliarde Zuschuss im Jahr).
 

Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
9.926
637
Ja dann halt anders: Das sind also Unterschiede von 20%.

Ich wünschte mir es gäbe bei Ladesäulen unterschiede von NUR 20%. Wir reden bei Ladesäulen von 100% Unterschiede je nach Ladekarte oder Abomodell.
Verstehe nicht wie du das schön reden willst?
Naja da sind wir dann wieder bei den Mehrkosten pro gefahrener Kilometer, die 20% beim Diesel können mehr ausmachen als 100% beim eAuto. Mein Diesel braucht 16Liter/100KM/Stadt mein eAuto kommt mit 14kWh klar. Da siegt der Stromer immer.
 

ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
6.089
4.700
Das habe ich doch exakt so geschrieben. Eigenheim + EAuto ist beste Kombi. Aber Eigenheim in der Stadt zu haben ist purer Luxus und eigentlich gibt es den Markt für Eigenheime für normale Menschen in Städten nicht mehr.


Ja, das ist das Problem. Ich wette trotzdem mit dir dass sich mehr Leute für ein EAuto entscheiden würden wenn die Ladesäulen genauso reguliert wären wie die Benzinpreise. Dabei sind die ja nicht mal toll reguliert. Aber seit ich Auto fahre hat sich der Spritpreis von 1 Euro/L auf (Kurz vor Irankrieg) 1,70 erhöht. Das sind für 20 Jahre doch ganz normale Steigerungen. Strompreis hingegen - wie gesagt - wilder Westen. Innerhalb von 5 Jahren von 20-30 Cent die kwh auf 50-70 Cent.
Wenn man eine richtige Emobilität Politik fahren wollen würde, würde man einfach sagen "Für die nächsten 5 Jahre muss AC einfach 39-49 Cent kosten" fertig. Damit kann man planen.
Aber jedes mal eine neue Ladekarte bestellen, weil die Alte die Preise um 50% erhöht hat, da hat doch niemand Bock drauf. Es nervt.


Wie gesagt - Habe ich doch auch geschrieben. Jeder sollte Stromer kaufen wenn er Möglichkeit hat zu laden zu Hause. Als Laterneparker macht das nicht ganz so viel Sinn, solange Politik nicht mal was macht.


HH Energie war so super im Ausbau und einheitlich 29 Cent. Das ist der Hammer. Dann wollte Hamburg selbst "Miete" für die Ladesäulenplätze, da ist es auf 49 Cent gegangen und letztes Jahr hat HH Energie dann diese Abo Modell eingeführt für 59 Cent oder 49 Cent wenn man 5 Euro bezahlt im Monat.

Es geht auch nicht darum dass es eventuell irgendwelche Anbieter gibt die für (sind wir ehrlich) kurze Zeit es mal für 40 Cent anbieten. Ich bin durch mindestens 15 Ladekarten durch und 10 verschiedene Apps in 5 Jahren nur weil jede paar Monate ein neuer Anbieter kurzfristig günstiger ist. Würde ich das meinen Eltern empfehlen und sagen "Ja Eauto ist toll, ihr müsst nur selbst sehr viel im Netz gucken wo es gerade am günstigsten ist mit welcher Karte und Gnade euch Gott wenn ihr mal die falsche Karte an der Ladesäule verwendet und dann 90 Cent kwh + 30 Cent/Minute zahlen müsst. Passiert halt"

Das ist weiterhin kacke.
Die Vorstellung das Energiekonzerne nicht (mehr) am Strom verdienen wollen, als bisher an Öl und Gas (Kernkraft habt ihr ja nicht mehr) ist eh Träumerei. Nicht umsonst sind Total, Aral, Saudico, etc etc. und mein Arbeitgeber groß in den Stromhandel, Stromerzeugung und EE eingestiegen.

Es sind Aktienunternehmen, sie müssen das maximale an Gewinn rausholen, sie sind ihren Aktionären gegenüber verpflichtet. Wenn es eine Möglichkeit gibt, anstatt 29 Cent zu nehmen, wenn es auch 59 Cent oder ein Euro ist, dann wird das gemacht, was auch sonst?
 

ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
6.089
4.700
Vor allem muss die Infrastruktur sinnvoll erweitert werden. Irgendwo in die Pampa zig-Ladesäulen hinzustellen bringt nichts. Die optimalen Ladestellen für die breite Masse ohne Lademöglichkeit zuhause wären Schnelllader auf Supermarktparkplätzen und AC-Lader auf Firmenparkplätze.
Das geht mit euer Strominfrastruktur schlicht nicht. Die Vorstellung, wir ziehen ein paar Kabel und stellen Lader auf, funktioniert so nicht. Nicht umsonst würde euer Netzausbau rund weitere 650 Milliarden kosten; ihr habt euch schlicht verrannt.
An beide Orte muss jeder Arbeitnehmer eh hin und dort kann geladen werden während das Auto eh nur rumsteht. Es ist dann nicht notwendig irgendwo extra zum Laden zu fahren und dort zu warten.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Kauf dir einen Porsche, die können das. Ist aber kein Traum bei den Ladeverlusten.

Gibt's doch alles. Mal wieder so eine Diskussion wo Du keine Ahnung vom Thema hast.


Mit einer Ladekarte hast Du einen festen Preis, egal wo, egal zu welcher Zeit.
Falsch. Das stimmt in dieser Absolutheit nicht.
Du weisst immer ganz genau was es kostet und es ändert sich auch nicht täglich.


Das stimmt halt aber leider. Es gibt viele Möglichkeiten sehr günstig E-Auto zu fahren, nicht jeder kennt sie, aber auch nicht jeder kann sie bekommen.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Naja da sind wir dann wieder bei den Mehrkosten pro gefahrener Kilometer, die 20% beim Diesel können mehr ausmachen als 100% beim eAuto. Mein Diesel braucht 16Liter/100KM/Stadt mein eAuto kommt mit 14kWh klar. Da siegt der Stromer immer.
Welcher Diesel braucht 16Liter? Selbst mein Porsche Macan hat nicht so viel verbraucht. Und welches BEV braucht 14 kWh? Was ist das für ein Vergleich?
 
  • Like
Reaktionen: Luftikus

Peanutbutter

Erfahrenes Mitglied
12.02.2020
3.123
3.758
Naja da sind wir dann wieder bei den Mehrkosten pro gefahrener Kilometer, die 20% beim Diesel können mehr ausmachen als 100% beim eAuto. Mein Diesel braucht 16Liter/100KM/Stadt mein eAuto kommt mit 14kWh klar. Da siegt der Stromer immer.
Auch hier vergleichst du gerade wieder einen extrem Spritschluckenden SUV (Wahrscheinlich?) und einen extrem sparsamen Elektro.

Mein Hybrid hat einen Verbrauch von 6 Litern und gegenüber einer 49 Cent khw Ladesäule ist das nicht so Schwarz auf Weiß.

Aber wollte eigentlich nicht so ein riesen Thema aufmachen. Ich bin absolut Pro Eauto und würde gerne wieder zurück. Außerdem finde ich es absolut genial dass die Chinesen auf den deutschen Markt preschen um endlich mal ein wenig Markbewegung zu haben. Aber auch hier macht Deutschland ja alles um die China Eautos nicht günstig anbieten zu können. Wie man es dreht und wendet, Deutschland hat an sich kein Interesse an Emobilität...
 

Simineon

Erfahrenes Mitglied
23.03.2013
7.225
6.120
FRA
Ich bin absolut Pro Eauto und würde gerne wieder zurück.
Naja, dann ist doch die Frage, warum du davon weggegangen bist.
Ich bin Laternenparker und habe jetzt auch noch, immer noch, ein eFahrzeug und auch für meine +1 haben wir ein eFahrzeug bestellt und freuen uns drauf. Solange ich nicht 20 physische Ladekarten mit mir herumschleppen muss, sondern "nur" 20 verschiedene Apps und mir Chargeprice auch immer den vernünftigsten Preis anzeigt bin ich fein damit.
 
  • Like
Reaktionen: marcus67

Michael54431

Erfahrenes Mitglied
17.01.2018
1.181
458
STR
Auch hier vergleichst du gerade wieder einen extrem Spritschluckenden SUV (Wahrscheinlich?) und einen extrem sparsamen Elektro.
Er vergleicht ja explizit die Nutzung in der Stadt. Da braucht ein E eben sehr wenig (die 14 kwh sind da schon sehr viel) und ein Verbrenner eben sehr viel (16l sind da aber eher der Wert eines Benziners, außer der Touareg V12 TDI, der liegt da auch noch drüber :D ).
 

Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
9.926
637
Welcher Diesel braucht 16Liter?
W163 400er , 8 Zylinder Diesel der auch als Flugzeugmotor eingesetzt wurde, die 16 Liter sind freundlich gerechnet.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Auch hier vergleichst du gerade wieder einen extrem Spritschluckenden SUV (Wahrscheinlich?) und einen extrem sparsamen Elektro. Wenn
Es ist unerheblich was ich miteinander vergleiche, ich will damit nur klar machen "Es kommt darauf an".

Das Thema hängt weder von Spritpreis noch vom Strompreis ab, sondern davon was die wie benutzt. Wenn du identische Fahrzeuge als Verbrenner und als eAuto vergleichst dann wird im Verbrauch das eAuto immer günstiger sein, bei jedem der möglichen Preise in DE.

In den USA ist das (war das) letztes Jahr noch anders da war der Benziner günstiger.
 
  • Haha
Reaktionen: Luftikus

Frank N. Stein

Erfahrenes Mitglied
04.04.2020
9.720
15.812
der Ewigkeit
EXTREME VERLUSTE
Autozulieferer ZF schreibt erneut tief rote Zahlen

ZF ist einer der weltweit größten Automobilzulieferer.
Das Unternehmen leidet wie viele andere unter der schwachen Konjunktur und der mauen Nachfrage – vor allem nach E-Autos.
Dieser rote Faden zieht sich wie ein Krebsgeschwür weiter durch die Gesellschaft:
Wer auf eine Erfolgsstory bei Steckerwägelchen setzte, verliert Image, Reputation, Zukunft und Milliarden.
Das bourgoise Meinungskartell zeugte schon immer von bildungsbürgerlicher Überheblichkeit, jetzt werden überall die Quittungen ausgestellt.

Mors certa, hora incerta
 
  • Like
Reaktionen: Calzone_Zone

Micha1976

Erfahrenes Mitglied
09.07.2012
7.213
5.123

ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
6.089
4.700
Klar, deswegen stehen die(se) Lader überall (an hunderttausenden Standorten) in der ausreichenden Anzahl und Leistung und das Stromnetz hat weder Redispatch, noch Ausbausorgen. Von der fehlenden Ausbauleistung in der Erzeugung reden wir mal gar nicht erst.

Dieses hübsche Prospekt ist eine hübsche Absichtserklärung. Ganz toll, sieht gut aus.

Augen auf die Realität bitte. Realitätscheck gab es in der Fakt ist-Sendung, die symptomatisch für Deutschland ist.

Im Übrigen wird demnächst ein Kostenschock beim Strompreis auf euch zukommen, LNG wird knapp:

 
  • Haha
Reaktionen: Micha1976

odie

Erfahrenes Mitglied
30.05.2015
9.261
6.026
Z´Sdugärd
Wie sollen Verwaltungsvorschriften Rechtskraft erlangen, wenn das zugrunde liegende Gesetz keine Rechtskraft erlangt hat. Wenn der Bundespräsident ein Gesetz nicht unterschreibt, ist das gesamte (!) Gesetzgebungsverfahren nichtig.
"Das trifft...meines Wissens....SOFORT in Kraft"
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Der Kanal gibt interessante Einblicke in die Lebens- und Klima- und Umweltschutzrealität in China.
Das DU und der "China Rapper" auch nur mit dem Finger auf der Landkarte kennen, weil es zu gross ist um es nicht zu kennen. Wer einmal im Pauler in Shanghai gesessen ist der kennt automatisch China...
 

ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
6.089
4.700
"Das trifft...meines Wissens....SOFORT in Kraft"
Beitrag automatisch zusammengeführt:


Das DU und der "China Rapper" auch nur mit dem Finger auf der Landkarte kennen, weil es zu gross ist um es nicht zu kennen. Wer einmal im Pauler in Shanghai gesessen ist der kennt automatisch China...
Vielleicht solltest du dir den "Rapper" nochmal genau ansehen. Kleiner Hinweis: Er ist in China sehr, sehr, sehr bekannt. Wir auch daran liegen, dass er auf Chinesisch und Deutsch rappt.

Aber gut, mein Mandarin ist ausbaufähig, aber ich lerne erst seit acht Monaten. Dafür kann ich ein paar andere Sprachen ganz gut.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

ThoBPe aka selbsternannter Chuck Norris ist Allmächtig.
Nein. Das wäre Blasphemie.
Da erblassen selbst alle Götter dieser Erde vor Neid. :rolleyes:
Nö. Nur der ein oder andere im VT.
 

SleepOverGreenland

Megaposter
09.03.2009
22.620
15.298
FRA/QKL

ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
6.089
4.700
Wurde mir gestern erst aus den USA berichtet bzw. habe ich das vor kurzem dort selbst erlebt. Läuft bei der MAGA-Fraktion ;-)
Nun, ich sehe das jeden Tag und kann da nicht bestätigen.

Meanwhile bei euch:


Zitat:
Alle starren auf den steigenden Ölpreis. Doch für Deutschland ist die Eskalation bei den Gas-Notierungen ein noch größeres Problem. WELT zeigt, warum wir hier besonders verwundbar sind – und was das für Verbraucher bedeutet.

Im Iran-Krieg schauen die meisten reflexartig auf den Ölpreis. Brent liegt bei knapp 113 Dollar pro Barrel, kostete an der Börse zeitweise 120 Dollar – das sind die Schlagzeilen. Doch für Deutschland ist eine andere Zahl mindestens genauso entscheidend:

Der Strompreis mit Lieferung in einem Jahr ist bereits auf fast 100 Euro je Megawattstunde geklettert – den höchsten Stand seit Anfang 2025. Zum Vergleich: In der Zeit vor der Krise schwankte der Preis für Elektrizität im Großhandel jahrelang zwischen 30 und 50 Euro.

Hinter der aktuellen Verdopplung des Strompreise steckt nicht Öl, sondern Gas.

Denn Deutschland heizt nicht nur überwiegend mit Gas. Gas bestimmt auch maßgeblich, was der Strom kostet. Und hier zeigt sich jetzt die gefährliche Kombination aus steigenden Gaspreisen, hausgemachten Fehlern in der Energiepolitik und einer Verwundbarkeit, die andere Länder so nicht haben.

Die Gaspreise sind für Neukunden bereits um mehr als 20 Prozent gestiegen, wie das Vergleichsportal Verivox meldet. Ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bezahlte im Februar 2026 im bundesweiten Durchschnitt im günstigsten Gastarif mit zwölfmonatiger Preisgarantie rund 8,2 Cent pro Kilowattstunde. Aktuell liegt das günstigste Angebot im Bundesschnitt bei rund 9,9 Cent pro Kilowattstunde – ein Kostenplus von rund 21 Prozent innerhalb weniger Wochen.

Grund dafür sind die stark gestiegenen Großhandelspreise für Erdgas infolge des Iran-Krieges. Am niederländischen Handelsplatz TTF, der als maßgeblicher Referenzmarkt für Europa gilt, bewegte sich der Preis vor Beginn der Kampfhandlungen zwischen 30 und 32 Euro je Megawattstunde. Zwischenzeitlich kletterte er in der Spitze auf gut 74 Euro und damit auf weit mehr als das Doppelte. Aktuell notiert Erdgas im Großhandel bei rund 64 Euro je Megawattstunde – rund 100 Prozent über dem Vorkriegsniveau.

Allein am Donnerstag schossen die Preise an einem Tag um bis zu 35 Prozent in die Höhe. Der Grund: Angriffe auf Energieinfrastruktur im Persischen Golf, die nicht nur Öl-, sondern auch Gasanlagen treffen. Früher hatten die langfristigen Lieferverträge mit Russland dem deutschen Gasmarkt noch stabile und vergleichsweise günstige Preise beschert. Seit Russland seine Lieferungen per Pipeline eingestellt hat, hängen die Preise hierzulande direkt vom Weltmarkt ab, auf dem die meist kurzfristig arrangierten Flüssiggas-Lieferungen per Tankschiff dominieren. Die Gaspreise folgen daher sofort Weltmarkt-Notierungen, obwohl der Brennstoff in Europa physisch gar nicht knapp ist.

Katar: Der Super-GAU für den LNG-Markt

Der Angriff des Iran auf das Emirat Katar sorgte deshalb für eine enorme Preisspitze auch am europäischen Handelsmarkt. Eine iranische Rakete hat laut QatarEnergy „umfangreiche Schäden“ am Ras-Laffan-Komplex verursacht, der die weltweit größte Flüssiggas-Anlage beherbergt. Mehrere LNG-Anlagen seien von Raketen getroffen worden, was erhebliche Brände und weitere umfangreiche Schäden verursacht habe, teilte das Unternehmen mit. Auch die Pearl-Anlage von Shell, ein Gas-to-Liquids-Werk, wurde beschädigt.

„Während wir das Ausmaß der Schäden noch nicht kennen, sprechen wir wahrscheinlich von Monaten an Reparaturarbeiten“, sagte Anne-Sophie Corbeau, Forscherin am Center on Global Energy Policy der Columbia University dem Finanzdienst Bloomberg. „Im schlimmsten Fall könnte Ras Laffan 2026 nicht wieder anlaufen.“

Das wäre ein Desaster. Zwar kaufen vor allem asiatische Länder das LNG aus dem Nahen Osten, aber jede längere Störung der Lieferungen würde die globale Angebotsbilanz schrumpfen lassen – und die Preise weltweit auf hohem Niveau halten. Nicht umsonst sind auch die Erdgas-Futures in den USA, ebenfalls ein großer LNG-Exporteur, um bis zu 6,5 Prozent gestiegen.

Auch in Abu Dhabi wurden die Habshan-Gasanlagen nach dem Abfangen von Raketen, die auf die Anlage und ein Ölfeld zielten, heruntergefahren. Fallende Trümmer hatten den Shutdown ausgelöst. In Kuwait trafen Drohnen zwei Ölraffinerien. Die Brände in den Anlagen Mina Al-Ahmadi und Mina Abdullah konnten zwar gelöscht werden, doch die Attacken zeigen: Die Energieinfrastruktur der gesamten Region ist unter Beschuss.

„Die jüngste Angriffswelle auf Energieinfrastruktur am Golf unterstreicht nur die düsteren Aussichten für die Versorgung aus der Region für die kommenden Monate“, sagt Florence Schmit, Energiestratege bei der Rabobank.

Warum Deutschland besonders verwundbar ist

Doch während andere Länder sich gegen solche Schocks besser abgesichert haben, steht Deutschland vergleichsweise ungeschützt da. Das Problem ist nicht nur die Abhängigkeit von Gas – sondern vor allem, wie Deutschland sein Gas beschafft.

„Die Hälfte des Gasmarktes ist bei uns vom Spotmarkt abhängig“, sagte Michael Lewis, Vorstandsvorsitzender des größten deutschen Gas-Importeurs Uniper, auf der Energieklausur des Wirtschaftsrates der CDU in Berlin. „Japan hat deutlich mehr langfristige Verträge und kann jetzt sogar noch überschüssige Mengen verkaufen.“
Das ist der Kern des Problems. Deutschland hat den Gaseinkauf mit Vertragslaufzeiten von 15 oder 20 Jahren zurückgefahren, weil die frühe, schon für 2045 geplante Dekarbonisierung des Landes gegen den Bezug fossiler Brennstoffe mit diesem Zeithorizont sprach. Verschlimmert wurde die Lage durch die Tatsache, dass schon Ende der 2030er Jahre nicht mehr genug CO₂-Zertifikate verfügbar sein werden, die der Industrie die Nutzung von Erdgas erlauben würden.
Die Folge: Deutschland kauft Gas überwiegend am Spotmarkt – und zahlt jetzt den Preis für diese Strategie. Angesichts der aktuellen Gaskrise sagte Lewis in Berlin: „Deutschland braucht mehr Langfristverträge.“

Doch selbst wenn Deutschland jetzt langfristige Verträge abschließen wollte, gibt es ein weiteres Problem: die europäische Regulierung. Klimapolitische Vorgaben der Europäischen Union würden „immer mehr zum Problem“, sagte Lewis. Konkret sprach er die sogenannte Methan-Verordnung der EU an, die von Gaslieferanten Maßnahmen gegen Erdgas-Emissionen und Berichtspflichten verlangt.
„Lieferanten von außerhalb wollen sich von uns nicht regulieren lassen“, sagte Lewis. Uniper werde deshalb nicht müde, von Brüssel eine Entschärfung der Methan-Verordnung zu fordern. Doch solange diese Regulierung besteht, werde es schwerer, neue Lieferanten zu finden – gerade in einer Krisensituation.

Wie Gas den Strompreis bestimmt

Für Verbraucher ist die Gaspreis-Entwicklung aber nicht nur wegen der Heizkosten relevant. Entscheidend ist die Verbindung zum Strompreis. Denn Strom wird nach dem sogenannten Merit-Order-Prinzip gehandelt – der „Reihenfolge der Leistung“. Das bedeutet: Es kommt darauf an, welches Kraftwerk zuletzt zur Deckung der Nachfrage zugeschaltet werden muss.

Zunächst speisen Anlagen mit niedrigen Grenzkosten wie Wind- und Solarparks Strom ins Netz. Sie produzieren zu aktuellen Kosten von fünf bis zehn Euro je Megawattstunde. Reicht das nicht aus, folgen Braun- und Steinkohlekraftwerke. Erst wenn auch diese Kapazitäten nicht genügen, kommen Gaskraftwerke zum Einsatz.

Und genau diese Gasturbinen sind besonders teuer. Sie laufen oft nur in Spitzenzeiten und müssen ihre Fixkosten über wenige Einsatzstunden refinanzieren. Hinzu kommen kurzfristige Schwankungen beim Gaspreis – wie sie derzeit zu beobachten sind. Das jeweils teuerste Kraftwerk, das zur Deckung der Nachfrage benötigt wird, setzt dann den Börsenpreis für alle.

Das führt dazu, dass die kurzfristigen Strompreise an der Energiebörse EEX derzeit sehr volatil sind. Während der Strom um die Mittagszeit ohne Steuern 0 Cent je Kilowattstunde kostet, werden nach Sonnenuntergang 24 Cent fällig. Verbraucher, die einen flexiblen Vertrag haben, müssen rund 22 Cent an Steuern und Gebühren aufschlagen, um den Endverbraucherpreis zu errechnen. Die meisten Verbraucher haben jedoch langfristige Verträge, und da lässt sich auch die wackelige Energielage ablesen. An der Strombörse kostete Strom mit einem Jahr Lieferung zwischenzeitlich mehr als 100 Euro je Megawattstunde, umgerechnet zehn Cent je Kilowattstunde. „Strom wird ja ein oder zwei Jahre mit Forwards gehandelt. Bleibt es beim Zacken von wenigen Wochen, merkt man davon nächstes Jahr wenig. Allerdings darf das nicht lange so bleiben“, sagt ein Energieexperte.

Gas: Bestandskunden noch sicher, Neukunden zahlen drauf

Beim Gas ist die Energiekrise bereits angekommen. „Bestandskunden müssen vorerst keine Gas-Preiserhöhungen befürchten. Die Sorge vor einer länger anhaltenden Schließung der Straße von Hormus und die aktuell hohen Großhandelspreise sorgen jedoch dafür, dass die Neukundenpreise nun deutlich anziehen“, sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. „Verbraucher sollten daher ihren aktuellen Vertrag prüfen – und wenn möglich das derzeit oft noch günstige Preisniveau für die kommende Heizsaison sichern. Aktuell liegen die Neukundenpreise immer noch auf dem Niveau des Vorjahres.“ Storck gibt noch einen weiteren Tipp: „Selbst wenn der Vertrag noch einige Zeit läuft, viele Anbieter erlauben den Wechsel bis zu zwölf Monate im Voraus.“

Die Politik ist alarmiert. Die Angriffe des Iran auf Ölanlagen und Gasfelder auf der Arabischen Halbinsel bereiten auch der Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche Sorge, wie sie vor dem CDU-Wirtschaftsrat sagte. Die Situation sei jedoch mit der Ukraine-Krise vor drei Jahren nicht zu vergleichen: Anders als damals gebe es keine physische Öl- und Gasknappheit in Europa.

Die Freigabe von Mengen aus der nationalen Rohölreserve in den Markt kommentierte Reiche deshalb kritisch: „Der gewünschte Effekt hat sich nicht materialisiert“, sagte Reiche. „Der Preis für Rohöl der Sorte Brent bleibt hoch, weil es sich bei der Freigabe eben nicht um ein Preis-Instrument handelt, sondern um ein Mittel zur Bekämpfung von Knappheiten.“

Der Ölpreis hänge hauptsächlich von der Nutzung freier Produktionskapazitäten in Saudi-Arabien ab und der Frage, ob die Straße von Hormus frei sei oder nicht. Kurzfristig werde nun die innerarabische Pipeline stärker ausgelastet, was eine leichte Entlastung bringe. Zudem gebe es Gespräche zwischen den Konfliktparteien, die gegenseitigen Angriffe auf Gas- und Ölanlagen einzustellen.

Wie geht es weiter?

Die Märkte rechnen derzeit nicht mit einem schnellen Ende des Konflikts. „Der Markt unterschätzt immer noch und preist nicht vollständig das Risiko ein, wie schnell das eskalieren könnte“, sagte Haris Khurshid, Chief Investment Officer bei Karobaar Capital gegenüber Bloomberg. Für Deutschland bedeutet das: Die Verwundbarkeit ist hausgemacht.

Zu wenig langfristige Verträge, zu viel Spotmarkt-Abhängigkeit, zu viel EU-Regulierung, die neue Verträge erschwert. Solange sich das nicht ändert, wird jede geopolitische Krise Deutschland härter treffen als andere Länder.

Und solange Gas den Strompreis bestimmt, zahlen am Ende alle Verbraucher die Rechnung – egal ob sie mit Gas heizen oder nicht.
 
  • Like
Reaktionen: Alfalfa