Entlastungspaket 9 Euro Ticket ÖPNV und Zeitkarten

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red_travels

Reisender
16.09.2016
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Am Ende entsteht ein Zielkonflikt: möglichst günstiges Ticket oder ordentliches Angebot. Ohne mehr Geld geht beides kaum. Und wie so oft trifft es zuerst die, die ohnehin schon ein dünnes Angebot haben.. Ob in Hamburg die Linie 5 im 5 statt 2,5‑Minuten-Takt fährt ist was anderes als wenn in Kleinmühltal der Bus nur noch drei Mal statt stündlich fährt und im Nachbarort der moderne On-Demand-Shuttle gegen den klassischen Schulbus getauscht wird.

vielleicht sollte die Politik noch etwas mehr Geld in die E-Mobilitätsförderung stecken...

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" rund 14 Prozent der gesamten Stadtbusflotte von ca. 35.000 Fahrzeugen."


https://www.pwc.de/de/pressemitteil...h-die-transformation-bleibt-ein-kraftakt.html


 
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MFox

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10.06.2016
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eBusse kosten das 1,5x bis doppelte wie die Dieselbusse und sind damit oft genau eines der großen Ursachen für die Finanzierungsprobleme. Die Mehrkosten lassen sich teilweise durch Förderprogramme decken, dennoch bleibt ein erheblicher Kostensprung bei den Unternehmen bzw. häufig kommunalen Anteilseignern. Und auch wenn die VUs privat sind, geben die natürlich ihre Mehrkosten an die Mobilitätsbesteller weiter. Das die Fördergelder größtenteils auch Steuergelder oder aus anderen staatlichen Einnahmen stammen ist ja auch klar. Hinzu kommen zudem nicht unerhebliche Investitionen in die Infrastruktur auf den Betriebshöfen.

Kurzgesagt kann man von den Mehrkosten noch lange Diesel fahren, wenn man nur die Anschaffung betrachtet... bei den laufenden Kosten relativiert sich das jedoch zunehmend. Mittelfristig dürfte sich das Verhältnis weiter zugunsten der eBusse verschieben.

Aktuell passiert zudem ziemlich viel, und gerade in den letzten Monaten kommen fast nur noch eBusse auf die Straße. Viele Betriebe sind darüber nicht unglücklich, gerade bei den zuletzt hohen Kraftstoffkosten 🙂 Auch wenn Kraftstoffpreise teilweise abgesichert werden und auch Strom möglicherweise langfristig nicht auf dem Niveau bleiben wird. Das Kostenthema und Finanzierung ÖPNV/SPNV war auch ohne Energiekrise zuletzt schon sehr präsent.

Ist eigentlich ein ganz spannendes Thema und gar nicht mal soooo unähnlich zu den Yieldthemen hier im Vorum. Vielleicht sollte man mal Sitzplatzreservierungen im Stadtbus verkaufen... :LOL:
 

red_travels

Reisender
16.09.2016
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eBusse kosten das 1,5x bis doppelte wie die Dieselbusse und sind damit oft genau eines der großen Ursachen für die Finanzierungsprobleme. Die Mehrkosten lassen sich teilweise durch Förderprogramme decken, dennoch bleibt ein erheblicher Kostensprung bei den Unternehmen bzw. häufig kommunalen Anteilseignern. Und auch wenn die VUs privat sind, geben die natürlich ihre Mehrkosten an die Mobilitätsbesteller weiter. Das die Fördergelder größtenteils auch Steuergelder oder aus anderen staatlichen Einnahmen stammen ist ja auch klar. Hinzu kommen zudem nicht unerhebliche Investitionen in die Infrastruktur auf den Betriebshöfen.

hätte man vor 10 Jahren bereits mehr dafür getan, wäre man heute gar nicht in der Situation, dass man wegen der Ölkrise jammert... gerade im Öffentlichen Bereich sollte man als Vorreiter für den Umstieg gelten und eine dortige Förderung macht deutlich mehr Sinn als die ans Einkommen gekoppelte Förderung in Privathaushalten.

Steuergelder sollten nicht in Spahns Taschen enden sondern der Allgemeinheit dienen... und dazu gehört auch die saubere Mobilität, die nun auch die Luftqualität in den Städten und Gemeinden erheblich steigert.


https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2026/015-schnieder-foerderung-elektrobusse.html

in Osnabrück beschreibt man das übrigens ganz gut https://www.stadtwerke-osnabrueck.de/swo-mobil/bus/elektrobusse

Die Anschaffung der eCitaros wird im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr“ mit insgesamt 5,17 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert. Fördermittel dieser Maßnahme werden auch im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) im Programm NextGenerationEU bereitgestellt. Das Projekt wird darüber hinaus durch das Bundesland Niedersachsen über die LNVG mit 1,75 Millionen Euro kofinanziert. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt. Mit den neuen E-Solobussen wächst auch das "Osnabrücker E-Gefühl" weiter an, denn der „E-Anteil“ unserer Busflotte steigt damit auf satte 94 Prozent: Von insgesamt 86 eigenen Bussen sind dann nur noch fünf mit Diesel unterwegs.

Osnabrück gilt bei der Umstellung auf einen elektrisch betriebenen ÖPNV bundesweit als Vorreiter. Dies hatte seinerzeit die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag zum „Bestand und Förderung von Elektrobussen“ mitgeteilt. Demnach ist Osnabrück beim Verhältnis von Flottengröße zu E-Bussen führend. Zudem gehört Osnabrück zu den Städten, die die Systemumstellung am schnellsten vorantreiben. Mit insgesamt 62 Fahrzeugen seit Ende 2021 verfügen die SWO Mobil über eine der größten E-Gelenkbusflotten Deutschlands und bedient alle fünf MetroBus-Achsen als Rückgrat des Osnabrücker Busliniennetzes komplett elektrisch.

Der Systemwechsel von Diesel- auf Elektrobusse ist ein zentraler Baustein für einen attraktiven Nahverkehr sowie eine nachhaltige mobile Zukunft in Osnabrück.
 
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MFox

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10.06.2016
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hätte man vor 10 Jahren bereits mehr dafür getan, wäre man heute gar nicht in der Situation, dass man wegen der Ölkrise jammert... gerade im Öffentlichen Bereich sollte man als Vorreiter für den Umstieg gelten und eine dortige Förderung macht deutlich mehr Sinn als die ans Einkommen gekoppelte Förderung in Privathaushalten.
Sicher nicht falsch, aber welche Reichweiten hatten denn europäisch, markttaugliche eBusse vor 10 Jahren so?

Wie gesagt, das Finanzierungsproblem ist unabhängig von der aktuellen Ölkrise.
 

Batman

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Hamburg
Das ist doch auch einer der Gründe warum Verkehrsbetriebe teilweise schon kooperieren:
 
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Biohazard

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29.10.2016
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Ich wollte gerade das D-Ticket über die DB App buchen, allerdings missfallen mir die Verifizierungsmöglichkeiten. Den Onlineausweis habe ich nicht und ich möchte Verimi auch keinen Zugriff auf mein Onlinebanking gewähren. Warum reicht hier kein normales online Identverfahren? :(
 

geos

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23.02.2013
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Es wäre sehr hilfreich, wenn Du erwähntest, bei welchem Anbieter Du es versucht hast. Hinweis: es gibt vermutlich eine dreistellige Anzahl von Anbietern und entsprechend viele unterschiedliche Prozesse.
 

eham

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22.03.2023
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NRW
Ich wollte gerade das D-Ticket über die DB App buchen, allerdings missfallen mir die Verifizierungsmöglichkeiten. Den Onlineausweis habe ich nicht und ich möchte Verimi auch keinen Zugriff auf mein Onlinebanking gewähren. Warum reicht hier kein normales online Identverfahren? :(
Geht das nicht einfach im DB Navigator? Oder als Chipkarte bei deinem nächstgelegenen Verkehrsverbund bestellen.
 

geos

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23.02.2013
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DB sind diejenigen, die eine solche Kontoverifikation möchten (vielleicht mittlerweile noch ein paar andere ebenso).
Von wenigen Ausnahmen abgesehen besteht keine Relevanz, ob man bei dem Anbieter aus einem nahen oder einem weit entfernten Verkehrsverbund bestellt.

Vielleicht hilft diese (sicher unvollständige) Übersicht ein wenig:
 

Biohazard

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29.10.2016
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Ausweis schon abgelaufen?
Nein, aber ich habe die Onlinefunktion nie eingerichtet.
Es wäre sehr hilfreich, wenn Du erwähntest, bei welchem Anbieter Du es versucht hast.
Sorry, habe ich ergänzt. Deutsche Bahn via DB App.
Geht das nicht einfach im DB Navigator?
Siehe oben. Nach der Eingabe der Daten kommt der Hinweis auf Verimi und dass Zugriff auf das Onlinebanking benötigt wird.
Oder als Chipkarte bei deinem nächstgelegenen Verkehrsverbund bestellen.
Das ist dann die Alternative. Muss ich bei meinem Verkehrsverbund allerdings offline beantragen. Ich wühle mich mal durch die Liste von geos.
 

geos

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23.02.2013
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Ich habe schon z.B. bei der BVG in Berlin online bestellt für Kunden, die in einen ganz anderen Bundesland wohnen, ebenso bei der VAG in Nürnberg.
Falls Du eine Chipkarte möchtest, solltest Du auf Versandzeiten und ggfs. auch Bestellfristen des jeweiligen Anbieters achten.
Woher kommt eigentlich die Vorstellung, dass man unbedingt zu "seinem" Verkehrsverbund müsse? :)
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Siehe oben. Nach der Eingabe der Daten kommt der Hinweis auf Verimi und dass Zugriff auf das Onlinebanking benötigt wird.
Ist ein alter Hut. Daher würde ich dies auch keinem Kunden empfehlen, solange es kundenfreundlichere Alternativen zuhauf gibt:

 
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Biohazard

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29.10.2016
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Ok, ich konnte es lösen. Sorry für die "Aufregung". :D

D-Ticket in der DB App ausgewählt und beim Verifizieren den E-Ausweis ausgewählt. Zuvor hatte ich schon die Verimi App heruntergeladen. In der DB App wurde mir dann ein sechstelliger Code angezeigt, den habe ich bei Verimi hinterlegt, meinen E-Ausweis via NFC gescannt (vorher muss ich die vor n Jahren vergebene PIN des E-Ausweises eingeben) und dann war es fertig.

Hatte also nichts mit der von assoziierten Onlinefunktion des E-Ausweises zu tun sondern war schnell und einfach erledigt.
 
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geos

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23.02.2013
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Das war doch die Onlinefunktion des Ausweises???

Bei vielen anderen Anbietern wäre das gar nicht notwendig gewesen, plus Du wärst nicht auf die DB App zur Nutzung des Deutschlandtickets angewiesen (und hättest Dich nicht bei Verimi registrieren müssen).
 

mbraun

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09.07.2011
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geos

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23.02.2013
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Diese Aussage ist vollkommen unspezifisch. Da steht gar nichts fest. Welche Energiepreise sind gemeint? Wie werden die Preissteigerungen ermittelt? Da ist so viel Gestaltungsspielraum drin.

Wer noch eine aktuelle Lektüre zum Thema möchte (auch wenn man keinen Journalisten braucht, um zu verstehen, dass da nicht wirklich etwas festgelegt worden ist):

 

Arminius

Erfahrenes Mitglied
05.09.2010
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ESS
Wurde hier schon erwähnt, dass die Trassenpreise von einem EU-Gericht gerade "kassiert" wurden? Ich finde das ja höchst unterhaltsam, dass die Bundesregierung jetzt nicht mehr Fernverkehrs- und Cargokunden zum Subventionieren des SPNV zwingen kann.

Zur Erklärung: Die "Trassenpreisbremse" sorgte dafür, dass Fernverkehr und Cargo im Vergleich zum Nahverkehr ihre Trassen teurer bezahlen mussten. Damit ist jetzt Schluß und bei den privaten Güterbahnen knallen gerade, u.a. auf Grund der zu erwarteten Rückzahlungen, die Sektkorken. Bei der Staatsbude wohl eher nicht, da "linke Tasche, rechte Tasche"

Die Folge: Trassen für Nahverkehrszüge werden teurer, somit zahlen die Aufgabenträger mehr für den bestellten Nahverkehr...Dürfte nicht gerade für günstigere Tickets sorgen.

Klasse, wenn dem Staat seine Marktmanipulationen schön nach hinten losgehen.