Luftfahrt in Deutschland im Niedergang

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Loungepotato

Erfahrenes Mitglied
02.12.2016
5.356
7.928
Der RE verbindet halt nicht „Nürnberg HBF“, sondern eine ganze Region mit dem MUC. Daher die vielen Stops.
Es bräuchte eben beides. Wegen mir mit einem Express-Zug oder notfalls Bus vom RE1-Stop Pfaffenhofen an der Ilm zum MUC, idealerweise aber mit einer Verlegung der Strecke Ingolstadt-München über den MUC.
 

LINDRS

Erfahrenes Mitglied
03.04.2013
1.889
2.454
DRS
Gerne beides - kannst ja Mal mit Argumenten kommen.
Nein, kann er nicht. Alles, was über die inflationäre Verwendung von Begriffen wie „Buntschland“ und das Setzen von Idioten-Smileys unter sämtlichen Beiträgen hinausgeht, überfordert den User intellektuell. Damit innerhalb von vier Jahren fast 10k Beiträge zu erstellen ist allerdings anerkennenswert.

Ich freue mich jedenfalls über weitere sachliche Auseinandersetzungen und folge deinen Ausführungen zum Transrapid. Das Konzept taugt einfach nicht.
 

Loungepotato

Erfahrenes Mitglied
02.12.2016
5.356
7.928
Beisst euch bitte nicht am TR fest. Es geht um eine zügige Anbindung des MUC and München und Nürnberg, das geht auch mit der traditionellen Schiene, wenn man nicht überall hält und eine halbwegs sinnvolle Trassenführung findet.

Noch besser wäre aber ein Elektro-Flieger NUE-MUC, der zeigt, dass sowas geht.
 

Loungepotato

Erfahrenes Mitglied
02.12.2016
5.356
7.928
Ich hatte es schonmal geschrieben: wenn das politisch gewollt wäre hätte man es längst gemacht. Ist es aber nicht.
Eine Priorität Nordbayern vernünftig an die Welt anzubinden zeigt sich leider weder bezüglich NUE noch der Verbindung zu MUC.

Man scheut zudem auch den Widerstand der Betroffenen gegen Infrastrukturprojekte wie neue Bahnstrecken.
 

rorschi

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
10.277
3.744
ZRH / MUC
Es gab doch mitten in meiner München-Zeit im Jahr 2008 eine gescheiterte Volksabstimmung (oder wie die Deutschen das nennen, ich durfte ja nicht abstimmen), wo euch insbesondere von der $PD, von der sich die Stadt jetzt endlich befreit hat, vorgelogen wurde, dass im Falle des Scheiterns des Transrapids eine Express-S-Bahn errichtet würde. Eine richtige Bahnverbindung von der Innenstadt zum Flughafen gibt es heute, 18 Jahre später, noch immer nicht.

Ich möchte mir nicht vorstellen, was diese "S-Bahn" bei einem Besucher, der meint, Deutschland sei zivilisiert und "hochentwickelt", für einen ersten Eindruck des Landes abgibt.
 

Alfalfa

Erfahrenes Mitglied
23.01.2022
8.224
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Ich hatte es schonmal geschrieben: wenn das politisch gewollt wäre hätte man es längst gemacht. Ist es aber nicht.
Die gleichen, die dir zustimmen, haben oben dem Gegenteil zugestimmt. Lustiges Völkchen hier. Und weil man einem lustigen Völkchen nicht die Perlen zum Freßchen gibt, gibt es auch keine gute Anbindung. Punkt. Dabei wäre es fast völlig egal, wie oben ja schon geschrieben, ob Schnellzugstrecke ohne Halt oder TR. Aber TR muß eben langfristig gesehen werden. Dann wäre er auch für die Strecke gut. Und gleich weiter nach Nue. Welch innovatives Zukuntfskonzept, zwei Tech Zentren und ein Weltflughafen, verbunden innerhalb von 30 Min. Wahrscheinlich aber zuviel des Guten für die Michls.
 

juliuscaesar

Megaposter
12.06.2014
25.240
23.417
FRA
Ich möchte mir nicht vorstellen, was diese "S-Bahn" bei einem Besucher, der meint, Deutschland sei zivilisiert und "hochentwickelt", für einen ersten Eindruck des Landes abgibt.
Der „zivilisatorische“ Eindruck der 45min S-Bahn vom MUC in die Innenstadt kann besser sein, als die 12min vom FRA zum Frankfurter Hauptbahnhof und Weiterreise von dort.
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
27.340
13.205
irdisch
Als es kein deutsches Steuergeld mehr gab, war der Transrapid sofort tot. Tolles Zukunftskonzept. Eine Steuergeld-Melkkuh ohne Aussicht auf Erfolg.
 
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Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
2.553
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Eine Priorität Nordbayern vernünftig an die Welt anzubinden zeigt sich leider weder bezüglich NUE noch der Verbindung zu MUC.

Man scheut zudem auch den Widerstand der Betroffenen gegen Infrastrukturprojekte wie neue Bahnstrecken.
Nordbayern ist über die gut ausgebaute A3 nahezu "perfekt" an die Welt angebunden
natürlich über FRA, anstatt MUC
 
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Langstrecke

Erfahrenes Mitglied
31.08.2013
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LEJ
Vor zwei Monaten durfte ich mit der Bahn den Zug von Halle nach München nutzen.
Die Fahrzeit war mit unter drei Stunden kurz und ging flott. Zum MUC ging es weiter mit der SBahn. Die Fahrzeit Betrug rund 40 Minuten. Die SBahn war fast leer, so mein Eindruck und dass die meisten Paxe sich haben bringen lassen oder die Parkplätze nutzten. Weshalb sind die Münchner Verkehrsbetriebe gemeinsam mit der DB nicht in der Lage, diese Strecke mit durchfahrenden Bahnen zu bedienen, bzw diese im Wechsel fahren zu lassen. Bei einer vernünftigen Taktung kann das funktionieren.
 

schwerelos

Reguläres Mitglied
16.03.2026
62
99
Weshalb sind die Münchner Verkehrsbetriebe gemeinsam mit der DB nicht in der Lage, diese Strecke mit durchfahrenden Bahnen zu bedienen, bzw diese im Wechsel fahren zu lassen. Bei einer vernünftigen Taktung kann das funktionieren.
Nein, kann es nicht. Es ist ein Kopfbahnhof am Münchner Flughafen. Die gut 10 min, die es dauert, dort einen Schnellzug wie einen ICE umzudrehen, würde die Strecke für S-Bahnen komplett blockieren.

Es ist auch keine Trasse da, um eine S8 zu überholen. Die S8 hat ja durchaus eine Daseinsberechtigung über den Flughafen hinaus. Ein ICE müsste hinter der lokal erforderlichen S-Bahn hinterherschleichen.

Ich bin nicht aus Bayern. Aber ganz depp sind die dort ja auch nicht, die werden schon ein paar Mal durchgespielt haben, ob du einen ICE über den Münchner Hbf zum Flughafen verlängern könntest oder einen IC vor Regensburg am MUC halten zu lassen... ;)
 
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rorschi

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
10.277
3.744
ZRH / MUC
Es ist auch keine Trasse da, um eine S8 zu überholen. Die S8 hat ja durchaus eine Daseinsberechtigung über den Flughafen hinaus. Ein ICE müsste hinter der lokal erforderlichen S-Bahn hinterherschleichen.

Ich bin nicht aus Bayern. Aber ganz depp sind die dort ja auch nicht, die werden schon ein paar Mal durchgespielt haben, ob du einen ICE über den Münchner Hbf zum Flughafen verlängern könntest oder einen IC vor Regensburg am MUC halten zu lassen... ;)
Es wurde während einigen Monaten "durchgespielt", als die S1 ausfiel und vor der planmäßigen S8 eine schnelle ebensolche zum Ostbahnhof fuhr (in der Gegenrichtung mit symmetrischem Fahrplan). 4 Züge in voller Länge haben am Flughafen Platz, davon 2 am Bahnsteig.

Dass die Deutsche Bahn sonst je irgendwo ein Konzept durchgespielt hat, wage ich als seit 4 Jahren täglicher Benutzer der Schweizer Bahn zu bezweifeln. Man findet in Deutschland für alles eine Begründung, wieso etwas nicht geht. Ich selber merke es vor allem bei der Eisenbahn.

Für eine dauerhafte Einrichtung einer Express-S-Bahn muss man natürlich etwas Geld in die Hand nehmen. Das hat man dem Wähler ja auch "versprochen", wenn man auf den Transrapid verzichtet. Seither sind 18 Jahre übers Land gezogen...
 

schwerelos

Reguläres Mitglied
16.03.2026
62
99
Dass die Deutsche Bahn sonst je irgendwo ein Konzept durchgespielt hat, wage ich als seit 4 Jahren täglicher Benutzer der Schweizer Bahn zu bezweifeln.
Ich schrieb nichts von Deutsche Bahn..mein Bezug waren explizit die Bayern.
Und die haben in Bezug auf die Flughafenanbindung schon so einiges durchgespielt. Obligatorische "in 10 Minuten!!" Referenz ;)
 
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MANAL

Erfahrenes Mitglied
29.05.2010
15.489
11.891
Dahoam
Man scheut zudem auch den Widerstand der Betroffenen gegen Infrastrukturprojekte wie neue Bahnstrecken.
Sieht man ja gut am Nordzulauf des Brenner-Basistunnels im Raum Rosenheim. Die C$U traut sich hier nicht ihre eigenen ländlichen Wählerkreise sowas zuzumuten und behindert den Ausbau aktiv.

Als es kein deutsches Steuergeld mehr gab, war der Transrapid sofort tot. Tolles Zukunftskonzept. Eine Steuergeld-Melkkuh ohne Aussicht auf Erfolg.
Läuft halt wenn man lobbyhörige Parteien und Politiker hat. Jahrelang hat die FDP hier gute Lobbyarbeit geleistet. Und nachdem wir die endlich los sind muss man sich unsere aktuelle Wirtschaftsministerin anschauen...

Die S-Bahn München ist DB und nichts anderes...
Der Nahverkehr in Bayern (zu dem die S-Bahn München gehört) wird durch den Freistaat Bayern (=C$U) bestellt. Die Infrastruktur liegt in der Hand der Deutschen Bahn (InfraGo) und letztendlich Bundeseigentum. Nur drückt sich bei diesen Konstrukten jeder um die Verantwortung und wir haben einen Dönerminister der nur fordert statt mal vor seiner eigenen Haustüre zu kehren.

Nein, kann es nicht. Es ist ein Kopfbahnhof am Münchner Flughafen. Die gut 10 min, die es dauert, dort einen Schnellzug wie einen ICE umzudrehen, würde die Strecke für S-Bahnen komplett blockieren.
Statt der dämlichen zweiten Tiefstbahn-Stammstrecke wäre ein Fernbahntunnel mit 4-6 unterirdischen Gleisen am Hauptbahnhof und ohne weitere Bahnhöfe in der Innenstadt deutlich sinnvoller gewesen. Der Südring wäre vom Fernverkehr entlastet worden und man hätte ihn so problemlos für eine Ring-S-Bahn-Linie ertüchtigen können und der durchgehende Fernverkehr verliert nicht soviel Zeit in München. Alleine das Kopfmachen dauert 5-10 Minuten und der Südring ist auch deutlich langsamer als wenn man auf einem Fernbahntunnel die Stadt unterquert hätte. Zudem hätte man die Option gehabt vom Ostbahnhof auf der S8-Trasse Fernzüge aus Westen schnell zum Flughafen fahren zu lassen. Dann hätte man den Flughafen an das Fernverkehrsnetz anschließen können. Zwar nicht optimal aber es wäre dann ähnlich wie in VIE oder GVA wo man die entsprechenden Verbindungen aus der Stadt noch zum Flughafen verlängert.
Aber leider ist dank der grandiosen C$U mit ihrem zweiten Stammstrecke der Zug dafür abgefahren.

Es wurde während einigen Monaten "durchgespielt", als die S1 ausfiel und vor der planmäßigen S8 eine schnelle ebensolche zum Ostbahnhof fuhr (in der Gegenrichtung mit symmetrischem Fahrplan). 4 Züge in voller Länge haben am Flughafen Platz, davon 2 am Bahnsteig.
Interessant wäre es ob es möglich wäre am Flughafenbahnhof statt einer langsamen S8 die Garnitur zu teilen in einen zweiteiligen Expresszug ohne Halt bis zum Ostbahnhof und einem einteiligen "Schleicher" der an allen Milchkannen stehenbleibt. Der Expresszug fährt unmittelbar vor dem Schleicher los und dem sollte doch die 20 Minuten Puffer zum vorherigen Schleicher bis zum Ostbahnhof reichen um ungestört und ohne Halt durchzufahren. Der Schleicher fährt los wenn der Expresszug am Besucherpark vorbei ist und hält dann wie bisher an jeder Milchkanne.
Ob das funktioniert weiß ich nicht, aber ich bin sicher die Gemeinden Ismaning und Unterföhring würden alles tun um zu verhindern, dass Expresszüge bei ihnen durchfahren. Ist ja das typische System in Deutschland, dass man gute Sachen für die Mehrheit verhindert weil eine Minderheit sich benachteiligt fühlt. Irgendwelche Gründe findet man schon wenn man etwas verhindern will.