Was aber den östlichen Kulturenkreis geschuldet ist, der egal ob hoch oder runter, JEDEN Knopf drückt und meint das es dann schneller geht.
Nein, in dem Fall nicht. Es drückt halt in Stoßzeiten auf jeder Etage jemand für den Aufzug und wenn der in Etage 11 bereits voll ist, kann zwischen 10 und 1 niemand mehr zusteigen. Stilvoll war aber, dass der Aufzug nach jedem Halt stoisch "Sorry to keep you waiting" von sich gab.
Besonders lustig übrigens das deutsche Ehepaar auf Etage 1, das offensichtlich schon länger auf den Aufzug wartete, damit Schakkeline die ca. 20 Treppenstufen bis ins EG nicht laufen musste. Bei Ankunft des Aufzugs brach diese dann in unflätigste Gossensprache aus, während ihr Heinz-Horst einen Ehestreit vom Zaun brach, dass man längst im EG wäre, wenn man die Treppe genommen hätte. Der Aufzuginhalt konnte das in Ruhe verfolgen, weil selbstverständlich jemand in der Lichtschranke stand und die Tür wiederholt nicht zuging.
Das alles in einem Hotel, das einem vor Ankunft zweimal eine Infomail schickte, in der deutlich darauf hingewiesen wurde, dass a) ein Check-In vor 15 Uhr absolut ausgeschlossen sei (was nach Berichten anderer Reisender auch so war) und man b) zwischen 15 und 16 Uhr beim Check-In bitte mit längeren Wartezeiten rechnen müsse (warum wohl?).
Die sich übrigens dann bei mir ins quasi Unermessliche zu steigern drohten, weil vor mir in der durchaus beeindruckenden Schlange ein Talahon mit seiner Prinzessin einchecken wollte, er aber nur "My Englisch not good" sprach und das Check-In Personal kein Deutsch im Sortiment hatte. Der Wunsch, alles mit nur Bares ist Wahres zu zahlen, dann aber auch eine Barkaution hinterlegen zu müssen, führte zu slapstick-artigen Geschehnissen. Auch so basale Begriffe wie "elevator" oder "no parking garage" waren nicht zu vermitteln. Insofern Kudos an Mitbürger, die im Ausland mit Brusthaar im Wind auftreten, obwohl sie dort nur mit Händen und Füßen kommunizieren können.