Zinsen im Keller, Inflation recht hoch - Wie sichert ihr euer Vermögen?

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Wie ist Eure Einschätzung zum 'Gesundheitszustand' des EUR?

  • Der EUR wird in der EU noch sehr lange Bestand haben.

    Abstimmungen: 273 64,7%
  • Der EUR ist für mich klinisch tot und ich erwarte früher oder später eine Währungsreform.

    Abstimmungen: 90 21,3%
  • Sparen bzw. eine Flucht in Sachwerte ist für mich unausweichlich.

    Abstimmungen: 125 29,6%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    422
  • Diese Umfrage wird geschlossen: .

schwerelos

Aktives Mitglied
16.03.2026
206
296
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Es hat in den letzten 10 Jahren viele Ereignisse gegeben, die nan so nicht für moeglich gehalten hat.
Das ist ein Allgemeinplatz. Wenn angeblich alles möglich ist, kann genauso die Einlagensicherung wertlos werden. Ein sachliches Argument sieht anders aus.

Ich denke, wer wirklich in Deutschland 2 Mio. € Cäsh auf'm Girokonto braucht, weil es so viel ständige Ausgaben für Unterhalt, Angestellte usw. hat, der fängt nicht wie ihr an, wegen Einlagensicherung 20 Bankbeziehungen zu unterhalten, LOL! Dessen Vermögensverwalter wird sagen, schau nach Rating, schau nach Leistungen, (ggf.) schau nach Kosten. Wer mit so viel Cäsh will schon 7 min bei der Comdirect oder DKB in der Warteschleife hängen wie Ottonormalverbraucher, wenn er mal schnell per Tel Geld anweisen will oder sonstiges tun?

Diese ständigen "Tipps" zur Einlagensicherung bleiben unsubstantiiert.
 
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Erfahrenes Mitglied
20.10.2020
3.813
4.249
Wer mit so viel Cäsh will schon 7 min bei der Comdirect oder DKB in der Warteschleife hängen wie Ottonormalverbraucher, wenn er mal schnell per Tel Geld anweisen will oder sonstiges tun?

Wir leben in unterschiedlichen Welten. In meiner gibt es Apps und Onlinebanking zum „schnell mal Geld anweisen“, statt Telefon-Warteschleifen bei Dir.
 
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DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
19.111
18.236
IAH & HAM
Das ist ein Allgemeinplatz. Wenn angeblich alles möglich ist, kann genauso die Einlagensicherung wertlos werden. Ein sachliches Argument sieht anders aus.

Viele Lebensweissheiten sind Allgemeinplaetze.

Ich denke, wer wirklich in Deutschland 2 Mio. € Cäsh auf'm Girokonto braucht, weil es so viel ständige Ausgaben für Unterhalt, Angestellte usw. hat, der fängt nicht wie ihr an, wegen Einlagensicherung 20 Bankbeziehungen zu unterhalten, LOL!

Wie kommst Du auf die absurde Idee, dass ich 20 Bankverbindungen wegen Einlagesicherung halte? Ich habe momentan Konten bei 5 Banken in Deutschland, alle aus unterschiedlichen Gruenden. Meine gesamte Sichteinlagen verteilt auf diese Geldinsttute betraegt ueblichweise deutlich weniger als 100,000 Euro, weil ich mein Geld lieber investiere, die liquide Reserve in Geldmarktfonds oder kurz laufende Anleihen.


Dessen Vermögensverwalter wird sagen, schau nach Rating, schau nach Leistungen, (ggf.) schau nach Kosten. Wer mit so viel Cäsh will schon 7 min bei der Comdirect oder DKB in der Warteschleife hängen wie Ottonormalverbraucher, wenn er mal schnell per Tel Geld anweisen will oder sonstiges tun?

Was willst Du mit diesem Allgemeinplatz mtteilen? Ich kann Dir nur sagen dass ich bei keiner meiner Banken, darunter 2 Direktbanken, jemals laenger als 1 Minute in der Warteschleife gehangen habe. Ueberweisungen fuehre ich aber elektronisch aus

Diese ständigen "Tipps" zur Einlagensicherung bleiben unsubstantiiert.

Welchen “Tipp” moechtest Du substantiert haben?
 

schwerelos

Aktives Mitglied
16.03.2026
206
296
Wir leben in unterschiedlichen Welten. In meiner gibt es Apps und Onlinebanking zum „schnell mal Geld anweisen“, statt Telefon-Warteschleifen bei Dir.
Das ist doch wieder unsachlich. Als ob mir das nicht bekannt sei und als ob ich und HNWI das nicht nutzen würden.

Aber wie gesagt, ich habe punktuell beruflich mit dem oberen Ende des Retail-Marktes zu tun und da erwartet man gewissen persönlichen Service, auch vor Ort und per Telefon. Das ist nicht das Segment, wo die fehleranfälligen Apps und Webseiten einer DKB das Maß aller Dinge darstellen.

Ohne irgendjemandem zu nahe zu treten zu wollen, aber wenn man ein entsprechendes Einkommen und Vermögen hat, dann will man mehr und hat auch wichtigeres Risiko zu managen als die Obergrenze bei den Einlagensicherungen. Risiken bei liquiden Mitteln managt man da durchaus genau, aber die Einlagensicherung ist eben in dem Umfeld kein signifikanter Risikotreiber.

Wie geschrieben, ohne irgendjemandem persönlich zu nahe treten zu wollen, aber für mich entstehen hier Bilder, die mir etwas widersprüchlich erscheinen.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
19.111
18.236
IAH & HAM
Das ist doch wieder unsachlich. Als ob mir das nicht bekannt sei und als ob ich und HNWI das nicht nutzen würden.

Aber wie gesagt, ich habe punktuell beruflich mit dem oberen Ende des Retail-Marktes zu tun und da erwartet man gewissen persönlichen Service, auch vor Ort und per Telefon. Das ist nicht das Segment, wo die fehleranfälligen Apps und Webseiten einer DKB das Maß aller Dinge darstellen.

Ohne irgendjemandem zu nahe zu treten zu wollen, aber wenn man ein entsprechendes Einkommen und Vermögen hat, dann will man mehr und hat auch wichtigeres Risiko zu managen als die Obergrenze bei den Einlagensicherungen. Risiken bei liquiden Mitteln managt man da durchaus genau, aber die Einlagensicherung ist eben in dem Umfeld kein signifikanter Risikotreiber.

Wie geschrieben, ohne irgendjemandem persönlich zu nahe treten zu wollen, aber für mich entstehen hier Bilder, die mir etwas widersprüchlich erscheinen.
Ohne @CX777 zu nahe zu treten, aber ich habe nicht den Eindruck dass er zuu diem Kreis zaehlt. Und um seine Frage ging es. Nur darum.

Es ging nicht darum, was irgendwelche UHNWI, die Du angeblich kennst, denken. Natuerlich macht es einen Unterschied, ob man 500 Millionen oder 500 Tausend an Vermoegen hat, wie man bestimmte Risiken bewertet. Wenn jedoch der UHNWI sein Gesamtvermoegen als Tagesgeld bei der Chase halten wuerde, dann wuerde ihn / sie die Frage des Klumpenrisikos vermutlich auch beschaeftigen.
 

Dönertier

Erfahrenes Mitglied
21.05.2024
1.775
1.673
Eine Frage an die, die ihr Depot bei der ING haben: Kann ich unter dem gleichen Account A mehrere Sub-Depots eröffnen? Danke
 

makrom

Erfahrenes Mitglied
05.09.2016
1.838
1.002
Heute mal ein richtig teurer Tag, und das anscheinend ohne nennenswerte Ereignisse.
So wie es in den letzten Wochen lief, kann man das sicher leicht verkraften, aber ich merke in letzter Zeit schon, wie unglaublich schwierig es ist, die Marktentwicklung sinnvoll einzuschätzen.
Klar gibt es im Nachhinein immer unzählige Leute, die eine Erklärung haben, ist nur leider sehr schwierig, jemanden von denen zu finden, die es schon immer gewusst haben, die auch jetzt wissen, was wohl passieren wird.

Ein Bekannter von mir zog nach der Erholung Anfang April seine ganze Altersvorsorge aus dem Markt ab, gab anhand der Weltlage ja auch sehr naheliegende Gründe, weshalb das eine gute Idee sein könnte.
Aber auch wenn ich ebenfalls eine gewisse Nervosität verspürte, hielt ich mich stoisch an das mMn wichtigste Credo für Kleinanleger "don't try to time the market", was sich in diesem Fall als absoluten Glücksgriff erwies. Den Spruch hat ja praktisch jeder Investor schon gehört, und für die meisten ist er auch nicht kontrovers. Aber es ist faszinierend, auf welch vielfältige Art er sich äußert und inwiefern viele Überlegungen letztendlich doch eine Art von Market Timing sind. Meiner Wahrnehmung nach fällt das vielen Leuten ziemlich schwer, dies zu erkennen, was sie zu ziemlich unglücklichen Entscheidungen führen kann. Auch ich ertappe mich immer wieder dabei, so wie ich z. B. neulich darüber nachgedacht habe, ob nun ausgerechnet nach dem drastischen Anstieg mit viel Potential für Überbewertung wirklich ein guter Zeitpunkt wäre, um meinen jährlichen Steuerfreibetrag in die freiwillige schweizerische Altersvorsorge zu stecken.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
19.111
18.236
IAH & HAM
Heute mal ein richtig teurer Tag, und das anscheinend ohne nennenswerte Ereignisse.

??? Die US MAerkte sind noch geschlossen und die Europaeischen Indizes sind 0,5% up.


So wie es in den letzten Wochen lief, kann man das sicher leicht verkraften, aber ich merke in letzter Zeit schon, wie unglaublich schwierig es ist, die Marktentwicklung sinnvoll einzuschätzen.
Klar gibt es im Nachhinein immer unzählige Leute, die eine Erklärung haben, ist nur leider sehr schwierig, jemanden von denen zu finden, die es schon immer gewusst haben, die auch jetzt wissen, was wohl passieren wird.

Eigentlich ganz einfach. VOR der Krise ein gut diversifiziertes Portflio bauen, die Krise aussitzen, und weiter machen......

Ein Bekannter von mir zog nach der Erholung Anfang April seine ganze Altersvorsorge aus dem Markt ab, gab anhand der Weltlage ja auch sehr naheliegende Gründe, weshalb das eine gute Idee sein könnte.

Er wird am Ende den richtigen Zeitpunkt zum Widereinstieg verpassen. 24 Monate Liquididatesbedarf halten, mehr nicht.
 

makrom

Erfahrenes Mitglied
05.09.2016
1.838
1.002
??? Die US MAerkte sind noch geschlossen und die Europaeischen Indizes sind 0,5% up.
So ganz hab ich es auch noch nicht nachvollzogen, liegt evtl. am Handelsplatz der ETFs, aber die roten Positionen bilden fast alle US-Indizes ab, und das über mehrere Broker verteilt. Sind alles ETFs mit mind. 10-stelligem Volumen, wird daher kaum an schlechtem Tracking liegen.
Eigentlich ganz einfach. VOR der Krise ein gut diversifiziertes Portflio bauen, die Krise aussitzen, und weiter machen......
Klar, aber alleine schon nach "vor der Krise" und "aussitzen" zu handeln, ist ja schon eine Form von Market Timing. Für die momentane Phase könnte man sowohl gute Begründungen finden, dass wir in einer Krise sind, als auch, dass wir sehr gute Marktaussichten haben. Insb. die anstehenden großen IPOs haben Potential für sehr viel Volatilität, halt in beide Richtungen.

Er wird am Ende den richtigen Zeitpunkt zum Widereinstieg verpassen. 24 Monate Liquididatesbedarf halten, mehr nicht.
Dieser Zeitpunkt war schon der Moment, an dem er verkauft hatte, da es seither fast eine reine up slope war, mittlerweile ca. +10%. Er hat eine der größten Rallies verpasst und das völlig ohne einer zu dem Zeitpunkt offensichtlichen Fehleinschätzung gefolgt zu sein.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
19.111
18.236
IAH & HAM
So ganz hab ich es auch noch nicht nachvollzogen, liegt evtl. am Handelsplatz der ETFs, aber die roten Positionen bilden fast alle US-Indizes ab, und das über mehrere Broker verteilt. Sind alles ETFs mit mind. 10-stelligem Volumen, wird daher kaum an schlechtem Tracking liegen.

OK, das war die leichte Korrektur gestern

Klar, aber alleine schon nach "vor der Krise" und "aussitzen" zu handeln, ist ja schon eine Form von Market Timing.

Nicht wirklich. Man baut sich halt ein diverses Portfolio mit Aktien, Festverzinslichen, Gold, gegebenfalls Discount Zertifiakten, das das persoenliche Risiko / Chancen Profil reflektiert. Wer alles in die Fabolous Seven (e.g. MSCI World) ballert, und sich uber die Gewinne freut, der darf auch nicht jammern wenn es zur Korrektur kommt.... Und wenn man sein Portfolio gut aufgestellt hat, mit genug Liquiditaetsreserve, dann ist es einfach Krisen auszusitzen.


Für die momentane Phase könnte man sowohl gute Begründungen finden, dass wir in einer Krise sind, als auch, dass wir sehr gute Marktaussichten haben. Insb. die anstehenden großen IPOs haben Potential für sehr viel Volatilität, halt in beide Richtungen.

Im Grunde irrelevant.

Dieser Zeitpunkt war schon der Moment, an dem er verkauft hatte, da es seither fast eine reine up slope war, mittlerweile ca. +10%. Er hat eine der größten Rallies verpasst und das völlig ohne einer zu dem Zeitpunkt offensichtlichen Fehleinschätzung gefolgt zu sein.

Genau das!
 
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makrom

Erfahrenes Mitglied
05.09.2016
1.838
1.002
OK, das war die leichte Korrektur gestern
Bin mir nicht sicher, was das war, aber gab heute wohl tatsächlich einen recht auffälligen Pre Market Dip (~1%), der sich allerdings offenbar schnell wieder eingefangen hatte.
Screenshot 2026-06-04 at 18.21.26.png
Nicht wirklich. Man baut sich halt ein diverses Portfolio mit Aktien, Festverzinslichen, Gold, gegebenfalls Discount Zertifiakten, das das persoenliche Risiko / Chancen Profil reflektiert. Wer alles in die Fabolous Seven (e.g. MSCI World) ballert, und sich uber die Gewinne freut, der darf auch nicht jammern wenn es zur Korrektur kommt.... Und wenn man sein Portfolio gut aufgestellt hat, mit genug Liquiditaetsreserve, dann ist es einfach Krisen auszusitzen.
Ja gut, wenn du meinst, dass man sich durch Diversifizierung gegen Krisen abhärten soll, ist dagegen natürlich nichts einzuwenden. Das Market Timing fängt eher dann an, wenn man beurteilt, ob man in einer Krise ist und sein Investitionsverhalten davon abhängig macht.


Im Grunde irrelevant.

Seh ich ja genau so, aber ist es nur meine Bubble, dass Leute nicht danach handeln? Bei Gesprächen über Finanzen gab es in einigen Runden in den letzten Wochen kaum ein anderes Thema als SpaceX, Antrpopic etc., und das nicht mit Investment Bankern, die eine Horde von Analysten in der Hinterhand haben, sondern einfach Leute, die ihr Privatvermögen irgendwo unterbringen wollen.
Darunter wird es dann vmtl. einige üppige Gewinner oder Verlierer geben, aber letztendlich haben sie alle das Gegenteil von einer auf Medianrendite ausgerichteten Strategie verfolgt, die eigentlich für Privatanleger so sinnvoll ist.
 

Buckyball

Erfahrenes Mitglied
07.09.2017
616
322
NYC/EDI
Bei Gesprächen über Finanzen gab es in einigen Runden in den letzten Wochen kaum ein anderes Thema als SpaceX, Antrpopic etc., und das nicht mit Investment Bankern, die eine Horde von Analysten in der Hinterhand haben, sondern einfach Leute, die ihr Privatvermögen irgendwo unterbringen wollen.
Nur Idioten diskutieren mit Leuten und deren moechtegern Privatvermögen :doh:
 
Zuletzt bearbeitet:

Flying Lawyer

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
7.362
5.801
Das Market Timing fängt eher dann an, wenn man beurteilt, ob man in einer Krise ist und sein Investitionsverhalten davon abhängig macht.
Ich habe ein Depot, das seit Ende 2008 unverändert und zu 90% aus ETFs besteht und damit habe ich jede Krise einfach ausgesessen. Zunächst aus steuerlichen Gründen, danach aus Opptunitätsgesichtspunkten. Dieses Depot hat sich in der Zeit etwa um den Faktor 3,5 entwickelt. Jede "Investitionsentscheidung", die ich nach "Market Timing" getroffen habe, hat zu weniger guten Ergebnissen geführt. Meinen Bankern gefällt es nicht, sie verdienen weniger.
 

Buckyball

Erfahrenes Mitglied
07.09.2017
616
322
NYC/EDI
Ich habe ein Depot, das seit Ende 2008 unverändert und zu 90% aus ETFs besteht und damit habe ich jede Krise einfach ausgesessen. Zunächst aus steuerlichen Gründen, danach aus Opptunitätsgesichtspunkten. Dieses Depot hat sich in der Zeit etwa um den Faktor 3,5 entwickelt. Jede "Investitionsentscheidung", die ich nach "Market Timing" getroffen habe, hat zu weniger guten Ergebnissen geführt. Meinen Bankern gefällt es nicht, sie verdienen weniger.
Hier aehnlich, man darf sich eben nicht Pipi in die Hosen machen wenn es mal 20% runter geht, was schon extrem war.
Beitrag automatisch zusammengeführt:
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
19.111
18.236
IAH & HAM
Bin mir nicht sicher, was das war, aber gab heute wohl tatsächlich einen recht auffälligen Pre Market Dip (~1%), der sich allerdings offenbar schnell wieder eingefangen hatte.
Anhang anzeigen 341357

Ja gut, wenn du meinst, dass man sich durch Diversifizierung gegen Krisen abhärten soll, ist dagegen natürlich nichts einzuwenden. Das Market Timing fängt eher dann an, wenn man beurteilt, ob man in einer Krise ist und sein Investitionsverhalten davon abhängig macht.




Seh ich ja genau so, aber ist es nur meine Bubble, dass Leute nicht danach handeln? Bei Gesprächen über Finanzen gab es in einigen Runden in den letzten Wochen kaum ein anderes Thema als SpaceX, Antrpopic etc., und das nicht mit Investment Bankern, die eine Horde von Analysten in der Hinterhand haben, sondern einfach Leute, die ihr Privatvermögen irgendwo unterbringen wollen.
Darunter wird es dann vmtl. einige üppige Gewinner oder Verlierer geben, aber letztendlich haben sie alle das Gegenteil von einer auf Medianrendite ausgerichteten Strategie verfolgt, die eigentlich für Privatanleger so sinnvoll ist.
Bei den IPOs ist es eigentlich immer so, dass Du als Privatanleger nur dann den Zuschlag bekommst, wenn es “unattraktiv” ist. Insofern ist abwarten bis der erste Hype vorbei ist, und man das Geschäftsmodell versteht, sicherlich die rationale Option.
 

ozymandias1

Erfahrenes Mitglied
01.01.2012
479
684
Ich habe ein Depot, das seit Ende 2008 unverändert und zu 90% aus ETFs besteht und damit habe ich jede Krise einfach ausgesessen. Zunächst aus steuerlichen Gründen, danach aus Opptunitätsgesichtspunkten. Dieses Depot hat sich in der Zeit etwa um den Faktor 3,5 entwickelt. Jede "Investitionsentscheidung", die ich nach "Market Timing" getroffen habe, hat zu weniger guten Ergebnissen geführt. Meinen Bankern gefällt es nicht, sie verdienen weniger.
Glückwunsch: Faktor 3,5 im 18 Jahren entsprechen ca. 7,2% jährlich. Das ist super und Du liegst vermutlich oberhalb der meisten, aber wohl auch immer noch ein bis zwei Prozent unter 100% MSCI World. Ich bin auch nur passiv in ETFs unterwegs, sorge mich um die USA-Dominanz in den großen Welt-ETFs und mische daher schon lange Europa und EM bei. Besonders EM hat dieses Jahr sehr ordentlich aufgeholt, aber auch mein Mix ist immer noch schlechter als es die reine Gewichtung nach Börsenkapitalisierung (d.h., MSCI World, o.ä.) gewesen wäre.
 
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Hotel

Erfahrenes Mitglied
20.10.2020
3.813
4.249
Er wird am Ende den richtigen Zeitpunkt zum Widereinstieg verpassen. 24 Monate Liquididatesbedarf halten, mehr nicht.

Ich habe mal eine Analyse über den optimalen Einstiegszeitpunkt gelesen. Habe das irgendwo rumliegen, darf es aber nicht veröffentlichen.

Für sehr langfristige (20 Jahre) Geldanlagen gilt:

1. Der Einstiegszeitpunkt ist absolut irrelevant für die Rendite
2. Nicht gemanagte Geldanlagen (ETF,…) schlagen sich sehr überwiegend besser als gemanagte Geldanlagen (z.B. aktiv gemanagte Fonds)

Die Erkenntnis daraus für den Privatanleger mit 1 Mio€ kann nur sein, einfach mal z.B. 70% in einen ETF, 20% in eine Immobilie, und 10% in physisches Gold (keine Zertifikate) zu stecken, das laufen zu lassen/ periodisch nachzukaufen und sich ansonsten den schönen Themen im Leben zu widmen.
Wer mehr Vermögen hat, was vererbt werden soll, muss aus meiner Sicht mit dem größten Teil raus aus der EU-Gerichtsbarkeit, um das Klumpenrisiko „EU Stabilität“ auszuschalten.

Klar gab es viele die voll auf Bitcoin oder Nvidia oder Rheinmetall spekuliert haben, und mehr Rendite erziehlt haben. Die ganzen anderen, die wenig verdient haben oder Verlust gemacht haben, stehen halt nicht im Licht bzw. halten den Mund.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
19.111
18.236
IAH & HAM
Ich habe mal eine Analyse über den optimalen Einstiegszeitpunkt gelesen. Habe das irgendwo rumliegen, darf es aber nicht veröffentlichen.

Für sehr langfristige (20 Jahre) Geldanlagen gilt:

1. Der Einstiegszeitpunkt ist absolut irrelevant für die Rendite
2. Nicht gemanagte Geldanlagen (ETF,…) schlagen sich sehr überwiegend besser als gemanagte Geldanlagen (z.B. aktiv gemanagte Fonds)

Meine Aussage soll dazu kein Widerspruch sein. Das funktioniert aber nur, wenn man, wie ein langfristiger Anleger, sein Portfolio in Ruhe laesst. Der hier angesprochene Fall, wo jemand “aus Panik” sein Porfolio im April liquidiert hat, hat nun 2 Moeglichkeiten:

1. Er steigt jetzt wieder in den Markt ein, und hat 10% Rendite verspielt
2. Er wartet mit dem Einstieg, weil er auf fallende Kurse hofft, mit dem Risiko, dass der Markt in den naechsten 10 Monaten noch einmal 10% zulegt und der Einstieg noch teurer wird.


Die Erkenntnis daraus für den Privatanleger mit 1 Mio€ kann nur sein, einfach mal z.B. 70% in einen ETF,

Zumindest 20% wuerde ich in liquiden Mitteln halten, am besten Bonds guter Qualitaet mit kurzer und mittlerer Laufzeit.

20% in eine Immobilie,

Das verstehe ich nicht. Meinst Du 200,000 als Eigenkapital für eine eigengenutztes Haus / Wohnung? Als Vermieter mit einer Wohnung aufzutreten halte ich für wenig sinnvoll.

und 10% in physisches Gold (keine Zertifikate) zu stecken,

Zertifikate wie EUWAX sind deutlich guenstiger, haben steuerlich die gleichen Vorteile wie physisches Gold und tragen weniger Risiko (Emitentenrisiko versus Diebstahl). ausser man will etwas “Flucht-Gold” haben sehe ich den Grund nicht es physisch zu halten.


das laufen zu lassen/ periodisch nachzukaufen und sich ansonsten den schönen Themen im Leben zu widmen.

Agree!

Wer mehr Vermögen hat, was vererbt werden soll, muss aus meiner Sicht mit dem größten Teil raus aus der EU-Gerichtsbarkeit, um das Klumpenrisiko „EU Stabilität“ auszuschalten.

Für die Erbschaftssteuerfrage ist der Wohnsitz relevant, egal wo das Vermoegen angelegt ist. Ausser Du willst zum Steuerbetrug animieren verstehe ich den Rat nicht. Ob meine Aktien / ETFs ein Sondervermoegen bei einr Europaeischen Bank sind, oder bei einer Schweizer, macht wenig Unterschied.

Klar gab es viele die voll auf Bitcoin oder Nvidia oder Rheinmetall spekuliert haben, und mehr Rendite erziehlt haben. Die ganzen anderen, die wenig verdient haben oder Verlust gemacht haben, stehen halt nicht im Licht bzw. halten den Mund.

Agree
 

tripleseven777

Erfahrenes Mitglied
27.06.2016
5.878
7.077
DTM
Ich war Ende Mai für eine Woche im Urlaub und habe gar nicht in diesen Thread geschaut. Es waren ein paar interessante Beiträge dabei. Danke, dafür!
Ein Austausch ist absolut nicht verkehrt.

Bitte nicht vergessen:
KI-Zitat:
„In Deutschland halten gut 12 Millionen Menschen (etwa 17,2 % der Bevölkerung ab 14 Jahren) Wertpapiere wie Aktien, Aktienfonds oder ETFs. Die durchschnittliche Depotgröße liegt bei etwa 34.900 Euro. Die tatsächliche Aktienquote im Portfolio ist stark altersabhängig und liegt beispielsweise bei jungen Erwachsenen (21–24 Jahre) im Durchschnitt bei rund 43 %.“

Wenn man also bereits ein Depot besitzt und sein verfügbares Kapital z.T. investiert, dann hat man schon nichts falsch gemacht. Andere machen gar nichts oder leben schlicht „von der Hand in den Mund“, da bleibt dann leider nichts zum Investieren. Die Bandbreite ist in dieser Hinsicht in D sehr groß.
 

Hotel

Erfahrenes Mitglied
20.10.2020
3.813
4.249
Zumindest 20% wuerde ich in liquiden Mitteln halten, am besten Bonds guter Qualitaet mit kurzer und mittlerer Laufzeit.

Es ist sinnlos, von z.B. 1 Mio Vermögen 200k voll liquide zu halten. Fall notwendig wären ETF Anteile schnell verkauft.

Das verstehe ich nicht. Meinst Du 200,000 als Eigenkapital für eine eigengenutztes Haus / Wohnung? Als Vermieter mit einer Wohnung aufzutreten halte ich für wenig sinnvoll.

Vermögen muss sinnvoll diversifiziert werden. Ein Teil davon in Immobilien. Egal ob selbst bewohnt oder vermietet.


Zertifikate wie EUWAX sind deutlich guenstiger, haben steuerlich die gleichen Vorteile wie physisches Gold und tragen weniger Risiko (Emitentenrisiko versus Diebstahl). ausser man will etwas “Flucht-Gold” haben sehe ich den Grund nicht es physisch zu halten.

Gold ist eine Absicherung gegen den totalen Crash des Staates. Und da war es zumindest in der Vergangenheit deutlich cleverer, ein Säckchen bekannte Goldmünzen (Krügerrand,…) zu besitzen, statt Papier-Zertifikate welche Goldbesitz verbrieft haben. Mit dem Papier konnte man das halbe Schwein nicht kaufen, mit physischem Gold schon…


Für die Erbschaftssteuerfrage ist der Wohnsitz relevant, egal wo das Vermoegen angelegt ist. Ausser Du willst zum Steuerbetrug animieren verstehe ich den Rat nicht. Ob meine Aktien / ETFs ein Sondervermoegen bei einr Europaeischen Bank sind, oder bei einer Schweizer, macht wenig Unterschied.

Du verstehst leider nicht, dass der deutsche Staat in der letzten Zeit alle paar Jahrzehnte gecrasht ist. Und z.B. Liechtenstein nicht.

Es geht nicht um Steuerbetrug (ich zahle alle anwendbaren Steuern ans deutsche FA). Es geht nur darum, für den Fall des Crashes des deutschen Staates Vermögen außerhalb des Zugriffs der EU zu haben.
 

Flying Lawyer

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
7.362
5.801
Glückwunsch: Faktor 3,5 im 18 Jahren entsprechen ca. 7,2% jährlich. Das ist super und Du liegst vermutlich oberhalb der meisten, aber wohl auch immer noch ein bis zwei Prozent unter 100% MSCI World. Ich bin auch nur passiv in ETFs unterwegs, sorge mich um die USA-Dominanz in den großen Welt-ETFs und mische daher schon lange Europa und EM bei. Besonders EM hat dieses Jahr sehr ordentlich aufgeholt, aber auch mein Mix ist immer noch schlechter als es die reine Gewichtung nach Börsenkapitalisierung (d.h., MSCI World, o.ä.) gewesen wäre.

Ich bin relativ Euroland-lastig, weil ich bei der aufgrund der 2009 anstehenden Gesetzesänderung zur Besteuerung von Kursgewinnen notwendig werdenden Strukturierung des Depots in 2008 dem USD nicht getraut habe, der in den Jahren davor gegenüber dem EUR (seit Sommer 2000 bei 1 EUR = 0,95 USD bis Sommer 2008 bei 1 EUR = 1,56 USD) massiv an Wert verloren hatte. Retrospektiv wäre es besser gewesen, mehr in den amerikanischen Bereich zu gehen, aber wenn man vom Rathaus kommt, ist man immer schlauer. So habe ich damals auf 50% Euroland (davon 2/3 DAX), 15% USD, 10% Emerging Market und einiges an weltweiten, aber durchaus auch Euroland lastigen, Themen-ETFs gesetzt.

Das Depot ist unverändert geblieben, weil es lange (bis 31.12.2017) die Regelung gab, dass Kursgewinne aus vor 2009 erworbenen Anteilen steuerfrei blieben und ich berufsrechtlich ohnehin nur in Fonds und ETFs investieren durfte. Neue Papiere hätten also eine weitaus bessere Performance hinlegen müssen, als diese Altbestände und Einzelwerte hatten sehr hohe Compliance Anforderungen, die jede schnelle Entscheidung ausgeschlossen haben.

In den Jahren danach, als ich berufsrechtlich wieder durfte, habe ich einige Aktienpositionen überlegt mit richtigen oder falschen Überlegungen gekauft. Vonovia (Wohnen müssen die Leute immer, liegt 20% im Minus), EON (Strom braucht es auch immer, liegt 150% im Plus), Amazon (da kaufen wir selbst fast alles, liegt 400% im Plus), VW (Hat mein Opa schon gehabt, liegt 30% im Minus), Bayer (Chemie geht immer, liegt wieder bei +/- Null), Porsche (würde nie einen fahren, andere schon, liegt 50% im Minus), Rheinmetall (hidden Champion und die Russen geben keine Ruhe, liegt 500% im Plus). Daneben habe ich eine mittlere sechststellige Position in der Vemögensverwaltung einer Privatbank gegeben, die sich nicht schlecht, aber auch nicht entschieden besser als mein mehr passiv verwaltetes Hauptdepot darstellt.

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