Zinsen im Keller, Inflation recht hoch - Wie sichert ihr euer Vermögen?

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Wie ist Eure Einschätzung zum 'Gesundheitszustand' des EUR?

  • Der EUR wird in der EU noch sehr lange Bestand haben.

    Abstimmungen: 273 64,7%
  • Der EUR ist für mich klinisch tot und ich erwarte früher oder später eine Währungsreform.

    Abstimmungen: 90 21,3%
  • Sparen bzw. eine Flucht in Sachwerte ist für mich unausweichlich.

    Abstimmungen: 125 29,6%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    422
  • Diese Umfrage wird geschlossen: .

schwerelos

Aktives Mitglied
16.03.2026
206
296
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Schön, dass Du übersehen hast, dass Bargeld heute keinen eigenen Materialwert hat. In der Umgebung des Turmes von Babel hast Du Dein Kamelsteak mit Edelmetall-Münzen bezahlt…
Trifft den Nagel auf den Kopf!

Wenn du einen Kredit vergeben hast, tauschtest du Silber (bzw. Getreide) heute gegen mehr Silber (bzw. mehr Getreide) zu einem zukünftigen Zeitpunkt. Und Liquidität bedeutete Silber unterm Kopfkissen oder beim Tempel deines Vertrauens.
 
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Erfahrenes Mitglied
20.10.2020
3.813
4.249
Darum geht es doch in meinem Punkt nicht. Wenn ich kurzfristig Geld brauche, und ich das genau dann feststelle wenn der Markt um 20% eingebrochen ist, dann bi ich froh wenn ich meine Aktien nicht verkaufen muss.

Du verstehst unverändert das ganze Prinzip nicht. Vielleicht kann es jemand anderes erklären.
 
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Flying Lawyer

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
7.361
5.801
Schön, dass Du nicht weißt, dass Einstiegs/ Ausstiegs-Zeitpunkt bei langfristiger Geldanlage egal sind ;).
Er weiss es sehrwohl und der Rat ist genau richtig. Man braucht Liquidität, für den Fall dass man Geld in der Zeit braucht, wenn Märkte gerade crashen. Genau darauf bezog sich das, jedes hier langsam übliches Bashing ist fehl am Platz. Und ich kann das bestätigen: Ich habe eine Cash (Festgeld) Quote, dies es mir erlaubt, (a) unser Personal, unsere Häuser und unseren Lebensstil mindestens ein Jahr aufrecht zu erhalten, ohne dass ich an irgendein im Grundsatz (aber gerade im Moment nicht) besser laufendes Sparschwein ran muss und die es mir (b) erlaubt, in dem Moment nachzukaufen, wenn Herr Trump oder Herr Putin wieder irgendwelchen Murks macht.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Du meinst die Mär, dass z.B. Investments in ETFs auf jeden Fall steigen werden, unabhängig vom Einstiegszeitpunkt?

Das ist auf 50 Jahre gerechnet statistisch richtig. Wenn ich allerdings heute kaufe, morgen maschiert Putin in Polen ein und die Kurse crashen und übermorgen brauche ich Cash, dann habe ich bei zu hohrer Investitionsquote ein Problem, wenn ich Cash brauche.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
19.108
18.232
IAH & HAM
Du verstehst unverändert das ganze Prinzip nicht. Vielleicht kann es jemand anderes erklären.
Ich verstehe das schon ganz gut. Mach Dir mal keine Sorgen, ich lebe ausschliesslich von Kapitalertraegen und etwas Vermietung...

Was Du aber scheinbar nicht begreifst ist dass Deine generelle Aussage zwar in der Summe stimmen mag, wenn die Haltedauer nur lang genug ist, aber es für den Einzelnen selbstverstendlich etwas ausmacht ob der Kurs beim Verkauf der Aktien 20% hoeher oder niedriger liegt. Und “unvorhergesehene” Ausgaben haben die Eigenschaften, dass man den Zeitpunkt nicht bestimmt. Ich habe immer 12-24 Monate Geldbedarf in sehr liquider Form.
 
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Erfahrenes Mitglied
20.10.2020
3.813
4.249
Er weiss es sehrwohl und der Rat ist genau richtig. Man braucht Liquidität, für den Fall dass man Geld in der Zeit braucht, wenn Märkte gerade crashen.

Ich verstehe das schon ganz gut. Mach Dir mal keine Sorgen, ich lebe ausschliesslich von Kapitalertraegen und etwas Vermietung...

Du meinst die Mär, dass z.B. Investments in ETFs auf jeden Fall steigen werden, unabhängig vom Einstiegszeitpunkt?

Ihr versteht das Grundprinzip nicht, sorry.

Wenn ihr einen Jahresbedarf (!) Geld flüssig haltet (z.B. Tagesgeld), ist die Rendite ungefähr der Inflationsausgleich.

Wenn ihr dasselbe Geld z.B. in einen ETF mit 8% p.a. im langjährigen Mittel steckt, müsst ihr vielleicht dann an die Anteile ran, wenn die Anteile nach einem Jahr gerade 20% im Minus sind.

Bis hierhin sind wir uns vermutlich einig.

Aber statistisch gesehen ist es ebenso wahrscheinlich, dass die Anteile 28% im Plus sind, wenn ihr ran müsst.
Und nur das zählt in einem Gesamt-Anlageportfolio. Mindestens mein Anlage-Portfolio verträgt das Risiko, dass ich mal 50k€ mit Verlust verkaufen muss, bei gleichzeitig höherer Gewinnchance.
 
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CX777

Erfahrenes Mitglied
05.03.2017
380
966
Geht es jetzt wieder ins Crashprophetentum über oder was soll uns so ein Vergleich bringen? Schau, das mit dem Anlagehorizont ist ja vermutlich eher nicht so dein Thema, aber lass uns doch in festen Abständen in 10, 20, 30 oder 40 Jahren schauen wie es so gelaufen ist und vielleicht dämmert dir bereits, dass Ausgangslagen durchaus verschieden sein können...

Genau das Gegenteil ist der Fall. Durch meine Mini-ETFs lerne ich schließlich, wie und warum sich der Markt bewegt. Dass ich daraus derzeit keinen nennenswerten Gewinn ziehe, sollte klar sein. Wenn du nach der Fahrschule gleich mit einem Porsche unterwegs warst und ohne Schramme mittlerweile ein echtes Sammlerobjekt in deiner Garage hast, Glück und Glückwunsch. Mein Ansatz ist da ein anderer. Deswegen sichere ich mir über die einfache Taktik u.a. aus Tagesgeld und hoher Sparquote genügend Liquidität, um zu einem für mich günstigen Zeitpunkt - der vielleicht nie kommt oder sich am Ende als ungünstig heraustellt - diese Liquidität insb. in weitere Aktien und ETFs breiter zu streuen. Die Inflation spielt derzeit auch keine Rolle, da es so und so jeden Monat mehr wird und ich die großen Inflationstreiber größtenteils umgehen oder minimieren kann.

Und genau das passt zu meinen Bedürfnissen. Ändern die sich auch in Zukunft nicht wesentlich, was sich insbesondere in monatlich benötigte Mittel übersetzen lässt, wüsste ich nicht, was daran falsch sein sollte. Will ich ab morgen nur noch Business fliegen und Teilzeit arbeiten, funktioniert das natürlich nicht mehr. Oder für dich übersetzt: ändere Anlage- in Ausgaben-/Bedürfnishorizont und du begreifst vielleicht, was ich meine.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
19.108
18.232
IAH & HAM
Ihr versteht das Grundprinzip nicht, sorry.

Wenn ihr einen Jahresbedarf (!) Geld flüssig haltet (z.B. Tagesgeld), ist die Rendite ungefähr der Inflationsausgleich.

Wenn ihr dasselbe Geld z.B. in einen ETF mit 8% p.a. im langjährigen Mittel steckt, müsst ihr vielleicht dann an die Anteile ran, wenn die Anteile nach einem Jahr gerade 20% im Minus sind.
Bis hierhin sind wir uns vermutlich einig.

Aber statistisch gesehen ist es ebenso wahrscheinlich, dass die Anteile 28% im Plus sind, wenn ihr ran müsst.

Deine Ausfuerungen haben einen Denkfehler.

Dem Depot wird permanent Liquiditaet zugefuehrt (Dividenden, Zinsen, Verkäufe, Maturity of Bonds, Auslauf von Zertifikaten....), welche reinvestiert werden. Du gehst in Deinen Ausfuehrungen von einem gechlossenen Systhem aus. Meine “Reserve” wird hingegen aus dem Cash Flow meines Portfolios finanziert. Und damit waere die Haltedauer beim Verkauf für ausergewoehnliche Umstande nicht notgedrungen 1 Jahr, sondern koennte gegebenfalls nur wenige Tage / Woche nach dem Kauf sein.

Und natuerlich ist es auch sinnvoll Cash zu haben, um wie @Flying Lawyer schon geschrieben hat, “Gelegenheiten” auszunutzen

Und nur das zählt in einem Gesamt-Anlageportfolio.

Das ist ja davon unberührt, der Grossteil meines Depots ist ja investiert.

Mindestens mein Anlage-Portfolio verträgt das Risiko, dass ich mal 50k€ mit Verlust verkaufen muss.

Meins auch, ich moechte es trotzdem vermeiden, wobei ich auch nicht von 50,000 Euro spreche.
 

dplane

Erfahrenes Mitglied
04.01.2017
2.101
2.058
Durch meine Mini-ETFs lerne ich schließlich, wie und warum sich der Markt bewegt.
Relativ kühne Aussage.

Deswegen sichere ich mir über die einfache Taktik u.a. aus Tagesgeld und hoher Sparquote genügend Liquidität, um zu einem für mich günstigen Zeitpunkt - der vielleicht nie kommt oder sich am Ende als ungünstig heraustellt - diese Liquidität insb. in weitere Aktien und ETFs breiter zu streuen.
Das sind am Ende auch wieder nur viele Worte für market timing. Es wird nicht gelingen.

Dieses überbordende Sicherheitsmantra garniert mit Fehlinformationen ist einfach mit der Hauptgrund, weshalb es um die Finanzbildung in unserer Gesellschaft so schlecht bestellt ist und wahrlich nichts, was man zukünftigen Generationen immer reflexartig vorhalten sollte.
 
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CX777

Erfahrenes Mitglied
05.03.2017
380
966
Wir kommen sowieso nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Wenn dplane mit (allgemeingültiger) Finanzbildung gleichzusetzen ist, können wir ja einen erfolgsbasierten Beratervertrag abschließen. Dürften wir beide was davon haben. ;)

Da vor zwei Seiten das Thema hohes Krypto-Investment ebenfalls durchaus kritisch beäugt wurde (und mit hoher Finanzbildung "solche Extreme abnehmen") eine kleine Anekdote aus meinem Bekanntenkreis. Ein ehemaliger Schulkamerad aus Abizeiten ist über Jahre monatlich all in in den Bitcoin gegangen. Seit drei Jahren Privatier, der vor Lachen nicht in Schlaf kommt und wahrscheinlich über deine Anlagestrategie und den Anlagehorizont genauso so müde wie du über meine lächelt. Es gibt immer einen, der es (vermeintlich) besser weiß und/ oder einfach ein glückliches Händchen hatte. Du bist zufrieden, ich bin es, wo ist das Problem? ;)
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
19.108
18.232
IAH & HAM
Relativ kühne Aussage.


Das sind am Ende auch wieder nur viele Worte für market timing. Es wird nicht gelingen.

Dieses überbordende Sicherheitsmantra garniert mit Fehlinformationen ist einfach mit der Hauptgrund, weshalb es um die Finanzbildung in unserer Gesellschaft so schlecht bestellt ist und wahrlich nichts, was man zukünftigen Generationen immer reflexartig vorhalten sollte.

Bei allem Respekt, die Ausfuehrungen von @CX777 lassen mehr finanzielle Reife durchblicken, als Deine sehr einseitigen Maximierungs-Praeferenzen. Wenn alle MEnschen in unserer Gesellschaft fianziell so gut haushalten wuedren wie er (??), dann haetten wir weniger Armut, weniger Ueberschudlingen, weniger Privatinsolvenzen. Kudos!
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Wenn dplane mit (allgemeingültiger) Finanzbildung gleichzusetzen ist, können wir ja einen erfolgsbasierten Beratervertrag abschließen.

Schlechte Idee!
 
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dplane

Erfahrenes Mitglied
04.01.2017
2.101
2.058
Du bist zufrieden, ich bin es, wo ist das Problem? ;)
Ich hab weder mit Dir im Allgemeinen, deiner Strategie oder etwaigen Glücksrittern, die im Casino alles auf rot setzen, irgendein nennenswertes Problem. Würde Letzteres allerdings nicht unbedingt als Strategie titulieren.
 

CX777

Erfahrenes Mitglied
05.03.2017
380
966
Bei allem Respekt, die Ausfuehrungen von @CX777 lassen mehr finanzielle Reife durchblicken, als Deine sehr einseitigen Maximierungs-Praeferenzen. Wenn alle MEnschen in unserer Gesellschaft fianziell so gut haushalten wuedren wie er (??), dann haetten wir weniger Armut, weniger Ueberschudlingen, weniger Privatinsolvenzen. Kudos!
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Schlechte Idee!

Irgendwo in der Mitte dürfte die Wahrheit liegen. ;) Das Zusammenhalten vom "Klimpergeld" füllt zwar beständig das Säckel, aber ehrlicherweise würden wir wahrscheinlich noch größere Probleme mit unserer Wirtschaft bekommen, wenn es mir jede(r) gleichtäte. Kein Auto bspw. = keine direkten und indirekten Steuereinnahmen, keine Wertschöpfung durch fehlende Nachfrage - angefangen vom Händler, der Werkstatt, über Tankstellen, Ausflugsfahrten am Wochenende zum nächsten Weinfest im Unstrutal bis zum Imbiss an der Autobahnraststätte - und auch keine Substitution durch anderweitige vergleichbar große Ausgaben im Konsum- und damit Produktions- und Dienstleistungsbereich. Von den Flugreisen als einzigen echten Luxus mal abgesehen.

Mein Wohnumfeld gehört nach grober Schätzung nichtmal unbedingt zur Mittel- und erst recht nicht zur Oberschicht. Bringe ich den Müll raus, ist die große blaue Tonne trotzdem keine drei Tage nach der letzten Leerung bereits voll mit Amazon-, DHL- und irgendwelchen Lieferdienst-Verpackungen. Die Menschen bringen ihr kleines Geld in den Wirtschaftskreislauf, dem ich mich so gut es geht entziehe. Zusammen mit einem zumindest für die Region recht guten Gehalt fühle ich mich quasi schon wie einer aus den oberen Zehntausend, der sich alles kaufen kann, was er mag. Denn das kann ich. Und der Weg zu höheren Renditen bei einer breiter gestreuten und risikoreicheren Anlagestrategie ist ja nicht verbaut, sondern wird eben nur noch nicht beschritten.
 

CX777

Erfahrenes Mitglied
05.03.2017
380
966
Dabei vergisst du, dass das Geld immer weniger wert wird

Die Zahl auf dem Konto wird größer - aber die zukünftige Kaufkraft des Ersparten (pro Euro) geringer.

Den Thread soll jetzt auch nicht mit meiner Geschichte gekapert werden. Ich bin mir dessen bewusst, deswegen lese ich auch gern hier mit und versuche aus den Tipps und Tricks das zu herauszufiltern, was am Ende passen könnte. Wenn es schon an realen Personen im Umfeld mangelt, mit denen mal die Karten auf den Tisch legen und eine echte Strategie ausarbeiten könnte. Also alles gut. :)
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
19.108
18.232
IAH & HAM
Irgendwo in der Mitte dürfte die Wahrheit liegen. ;) Das Zusammenhalten vom "Klimpergeld" füllt zwar beständig das Säckel, aber ehrlicherweise würden wir wahrscheinlich noch größere Probleme mit unserer Wirtschaft bekommen, wenn es mir jede(r) gleichtäte. Kein Auto bspw. = keine direkten und indirekten Steuereinnahmen, keine Wertschöpfung durch fehlende Nachfrage - angefangen vom Händler, der Werkstatt, über Tankstellen, Ausflugsfahrten am Wochenende zum nächsten Weinfest im Unstrutal bis zum Imbiss an der Autobahnraststätte - und auch keine Substitution durch anderweitige vergleichbar große Ausgaben im Konsum- und damit Produktions- und Dienstleistungsbereich. Von den Flugreisen als einzigen echten Luxus mal abgesehen.

Mein Wohnumfeld gehört nach grober Schätzung nichtmal unbedingt zur Mittel- und erst recht nicht zur Oberschicht. Bringe ich den Müll raus, ist die große blaue Tonne trotzdem keine drei Tage nach der letzten Leerung bereits voll mit Amazon-, DHL- und irgendwelchen Lieferdienst-Verpackungen. Die Menschen bringen ihr kleines Geld in den Wirtschaftskreislauf, dem ich mich so gut es geht entziehe. Zusammen mit einem zumindest für die Region recht guten Gehalt fühle ich mich quasi schon wie einer aus den oberen Zehntausend, der sich alles kaufen kann, was er mag. Denn das kann ich. Und der Weg zu höheren Renditen bei einer breiter gestreuten und risikoreicheren Anlagestrategie ist ja nicht verbaut, sondern wird eben nur noch nicht beschritten.

So war das nicht gemeint. Mein Pubkt ist, dass es wuenschenswert waere wenn jeder so gut wie Du seine Einnahmen und Ausgaben verstehen wuerde, und beides in den Einklang bringen kann

Wer nur auf die Einnahmenseeite schaut der macht was falsch. Ich habe einen deutlich luxerioeseren Lebensstil als Du, lassse mein Geld aggressier arbeiten, und schlafe dennoch gut und weiss das ich fianziell abgesichert bin.
 

CX777

Erfahrenes Mitglied
05.03.2017
380
966
So war das nicht gemeint. Mein Pubkt ist, dass es wuenschenswert waere wenn jeder so gut wie Du seine Einnahmen und Ausgaben verstehen wuerde, und beides in den Einklang bringen kann

Wer nur auf die Einnahmenseeite schaut der macht was falsch. Ich habe einen deutlich luxerioeseren Lebensstil als Du, lassse mein Geld aggressier arbeiten, und schlafe dennoch gut und weiss das ich fianziell abgesichert bin.

Ich hab an deinem Punkt, den ich schon verstanden habe, zugegebenermaßen etwas vorbeiphilosophiert. Und zum Abschluss zu deinem letzten Absatz (bleiben wir etwas offtopic bei der Philosophie). Da würde ich dir im Zusammenhang mit dem Begriff des luxuriösen Lebensstils widersprechen wollen. Ohne diesen zu kennen bzw ihn einfach anhand deiner Beiträge im Forum zu skizzieren, dürfte man wohl zu dem Ergebnis kommen, dass darunter mehrere Häuser oder Wohnungen mit entsprechender Einrichtung, vermutlich meist First- und Businessclassflügen und guter, hochpreisiger Kost im Kühlschrank verstanden werden kann. Nur als abgeleitete Beispiele.

Und genau das bedeutet für mich eben keinen Luxus, da ich im Streben danach eben auf sehr hohe Einnahmen angewiesen wäre und mein Ansatz dafür schlicht nicht ausreichen würde. Gehen wir mal eine Etage tiefer und schauen in mein berufliches Umfeld, wo das Einkommen vergleichbar ist, aber meist zwei Autos, ein Haus und viel "drumherum" bezahlt werden wollen, ist der Lebensstil bei den Kollegen zwar objektiv gesehen vielleicht luxuriöser als meiner, am Ende aber doch anstrengender und mit den wirtschaftlichen und sozialpolitischen Aussichten - bis zur Rente ists noch sehr lang - ist die mögliche Fallhöhe weit höher als meine. Wünscht man natürlich keinem.

Die Bückware bei Aldi jedenfalls, qualitativ nicht schlechter als das Markenzeug im Rewe, werde ich mir immer leisten können. Genauso wie meinen Ecofirstflug Richtung Südamerika, wo ich dann mit zwei Rucksäcken wochenlang durchs Land ziehe und in einfachsten Unterkünften mein Anfängerspanisch aufpoliere. Weit weg von den eingezäunten Luxusherbergen. Das ist für mich Luxus. Und ich würde behaupten: den haben so nicht viele.

Ich glaube zusammengefasst, wir beide sind derzeit mit unseren Ansätzen und Lebensstilen ganz fein. ;)
 

schwerelos

Aktives Mitglied
16.03.2026
206
296
Re: Market-Timing

Es ist heute durchaus strittig unter Experten, ob sich der Markt timen lässt. Es gibt Nobel Memorial Prices in Economics sowohl auf der Pro- als auch auf der Contra-Seite und auch bekannte Praktiker auf beiden Seiten.

Bitcoin wird von manchen als dauerhafte Blase angesehen, wo es selbst nach über einem Jahrzehnt keine Markteffizienz zu beobachten gibt.

Auch scheint es manchen der New Kids an der Wall Street (Citadel, Jane Street usw.) zu gelingen, den Markt systematisch zu schlagen.

Davon abgesehen: Selbst wenn Märkte effizient sein sollten und Timing mir keine Übergewinne verschaffte, ist Liquidität dennoch wichtig.

Warum z.B. festverzinsliche Staatsanleihen, wo sich der Kurs nach unten bewegt, wenn die Marktzinsen steigen, kurzfristig verkaufen? Bis zu Fälligkeit muss der Kurs (angenommen, das Ausfallrisiko ist vernachlässigbar) wieder auf par steigen. Deshalb würde ich bei solchen Kursverlusten doch eher auf Cash/Cash-naher Geldmarkt zurückgreifen als auf Anleihen oder einen Anleihen-ETF.

Und auch sonst halte ich viele illiquide Produkte, z.B. geschlossene Immobilienfonds (nicht börsengehandelt, aus praktischer Sicht vor Liquidierung des Fonds nicht veräußerbar) oder Alts (da wäre ich aktuell von Redemption Caps u.a. von Partners Group betroffen, wenn ich aussteigen wollte).

Und bei Aktien/Aktien-ETF: Ich bin Experte und sehe die Argumente für Markteffizienz. Dennoch würde ich es i.d.R. vermeiden wollen, im Kurstief, in dem KGV's und andere KPI's komplett im Keller sind, Buchverluste zu realisieren - so tief verwurzelt ist mein Glauben an Fama und French im Jahre 2026 nicht mehr.

Auch gab es punktuell Zeiten, wo eigentlich hochliquide Investmentd plötzlich illiquide wurden (z.B. kurz nach Ausbruch der GFC).

Ergo: Natürlich braucht man Cash und Cash-nahe Produkte im Portfolio, um unvorhergesehene Ausgaben (z.B. wenn sich ein nicht versichertes Risiko materialisiert) ohne größere Wertverluste stemmen zu können.

Im Gegensatz zum Glauben mancher VFT'ler ist die Welt nicht Schwarz oder Weiß. Ich kann sagen, dass ich es für höchst ineffizient halte, dass manche 30% ihres Portfolios und mehr in Tages- und Festgeld stecken.

Aber 5-15% Liquidität (Pi mal Daumen, je nach persönlichen Präferenzen, Alter, Risikobereitschaft) braucht es wohl schon.

EDIT: Und ja, gerne auch "Butter bei die Fische". Ich würde aktuell meine Aktienpositionen nicht substantiell aufstocken wollen aus Markttiming-Erwägungen. Zwar scheint der Markt aktuell noch Risiken zu absorbieren etwa bei den neuen IPO's, aber die letzten Tage haben gezeigt, dass die Einschläge näher kommen und das aktuelle Bewertungsniveau ist im historischen Vergleich nunmal extrem hoch.. Hinzu kommen geopolitische Risiken (Iran...), ein kritischer Wechsel bei der Fed (Warsh), möglicherweise große sektorale Verschiebungen aufgrund von AI etc. Aktuell verkaufen? OK. Groß kaufen? Nein. -> Genau das ist Market Timing.

EDIT: Die Behauptung, der Einstiegszeitpunkt spiele auf Sicht von 25+ Jahren keine Rolle, ist Humbug und umfassend empirisch widerlegt. Er tut es. Nur leider ist es so, dass die meisten Menschen ein Arbeitseinkommen über ihr Leben haben, dass wie ein umgedrehtes U aussieht mit Plateau zwischen 40-50 Jahren, weshalb sie nur begrenzte Möglichkeiten haben, ihre Einstiegszeitpunkte zu beeinflussen...

Zusammenfassung: hier bin ich ausnahmsweise nicht einer Meinung mit @Hotel - ich empfinde es als waghalsig, zu suggerieren, Aktien-ETF seien liquide, den Markt timen kann man nicht, deshalb reicht das als "Liquidität".
Wie oben länger ausgeführt, halte ich einen gewissen Versuch, Aktienkäufe zumindest nahe empfundenen Marktextremen zu timen durchaus für sinnvoll (Stichwort "irrational exuberance").
Außerdem halte ich nicht nur Aktien ETF, sondern auch Anleihen, geschlossene Fonds usw., wo entweder Timing explizit eine Rolle spielt (bei der AAA Anleihe besteht das Zinsänderungsrisiko nur vor Fälligkeit) oder wo es definitiv Illiquidität gibt wie bei Anteilen an geschlossenen Fonds.
 
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Hotel

Erfahrenes Mitglied
20.10.2020
3.813
4.249
Die Menschen bringen ihr kleines Geld in den Wirtschaftskreislauf, dem ich mich so gut es geht entziehe.

Sofern Dein Geld bei der Bank und nicht unterm Kopfkissen liegt: Dein Geld ist dann im Wirtschaftskreislauf, aber halt überwiegend nicht bei Dir sondern woanders.

Finanzielle Freiheit und Bildung hat zwei Seiten:

•Einnahmen
•Ausgaben

BTW: Das hat sich bei mir im Laufe der Zeit grundlegend gewandelt:

Am Anfang war bzw. musste ich Sparbrötchen sein, wegen mickriger Einnahmenseite. Angebote gekauft, viel selbst rumgewerkelt um so wenig wie möglich Dienstleister bezahlen zu müssen. Beispiel: Wohnung immer selbst gemalert/ tapeziert, mit riesigem zeitlichen Aufwand.

Jetzt ist mein privater Verbrauch beim Kontostand völlig egal, aber Einnahmen-Schwankungen schlagen durch. Die Wohnung malere ich nur dann selbst, wenn es mir Spaß macht.
 
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makrom

Erfahrenes Mitglied
05.09.2016
1.838
1.002
Re: Market-Timing

Es ist heute durchaus strittig unter Experten, ob sich der Markt timen lässt. Es gibt Nobel Memorial Prices in Economics sowohl auf der Pro- als auch auf der Contra-Seite und auch bekannte Praktiker auf beiden Seiten.

Bitcoin wird von manchen als dauerhafte Blase angesehen, wo es selbst nach über einem Jahrzehnt keine Markteffizienz zu beobachten gibt.

Auch scheint es manchen der New Kids an der Wall Street (Citadel, Jane Street usw.) zu gelingen, den Markt systematisch zu schlagen.

Davon abgesehen: Selbst wenn Märkte effizient sein sollten und Timing mir keine Übergewinne verschaffte, ist Liquidität dennoch wichtig.

Warum z.B. festverzinsliche Staatsanleihen, wo sich der Kurs nach unten bewegt, wenn die Marktzinsen steigen, kurzfristig verkaufen? Bis zu Fälligkeit muss der Kurs (angenommen, das Ausfallrisiko ist vernachlässigbar) wieder auf par steigen. Deshalb würde ich bei solchen Kursverlusten doch eher auf Cash/Cash-naher Geldmarkt zurückgreifen als auf Anleihen oder einen Anleihen-ETF.

Und auch sonst halte ich viele illiquide Produkte, z.B. geschlossene Immobilienfonds (nicht börsengehandelt, aus praktischer Sicht vor Liquidierung des Fonds nicht veräußerbar) oder Alts (da wäre ich aktuell von Redemption Caps u.a. von Partners Group betroffen, wenn ich aussteigen wollte).

Und bei Aktien/Aktien-ETF: Ich bin Experte und sehe die Argumente für Markteffizienz. Dennoch würde ich es i.d.R. vermeiden wollen, im Kurstief, in dem KGV's und andere KPI's komplett im Keller sind, Buchverluste zu realisieren - so tief verwurzelt ist mein Glauben an Fama und French im Jahre 2026 nicht mehr.

Auch gab es punktuell Zeiten, wo eigentlich hochliquide Investmentd plötzlich illiquide wurden (z.B. kurz nach Ausbruch der GFC).

Ergo: Natürlich braucht man Cash und Cash-nahe Produkte im Portfolio, um unvorhergesehene Ausgaben (z.B. wenn sich ein nicht versichertes Risiko materialisiert) ohne größere Wertverluste stemmen zu können.

Im Gegensatz zum Glauben mancher VFT'ler ist die Welt nicht Schwarz oder Weiß. Ich kann sagen, dass ich es für höchst ineffizient halte, dass manche 30% ihres Portfolios und mehr in Tages- und Festgeld stecken.

Aber 5-15% Liquidität (Pi mal Daumen, je nach persönlichen Präferenzen, Alter, Risikobereitschaft) braucht es wohl schon.

EDIT: Und ja, gerne auch "Butter bei die Fische". Ich würde aktuell meine Aktienpositionen nicht substantiell aufstocken wollen aus Markttiming-Erwägungen. Zwar scheint der Markt aktuell noch Risiken zu absorbieren etwa bei den neuen IPO's, aber die letzten Tage haben gezeigt, dass die Einschläge näher kommen und das aktuelle Bewertungsniveau ist im historischen Vergleich nunmal extrem hoch.. Hinzu kommen geopolitische Risiken (Iran...), ein kritischer Wechsel bei der Fed (Warsh), möglicherweise große sektorale Verschiebungen aufgrund von AI etc. Aktuell verkaufen? OK. Groß kaufen? Nein. -> Genau das ist Market Timing.

EDIT: Die Behauptung, der Einstiegszeitpunkt spiele auf Sicht von 25+ Jahren keine Rolle, ist Humbug und umfassend empirisch widerlegt. Er tut es. Nur leider ist es so, dass die meisten Menschen ein Arbeitseinkommen über ihr Leben haben, dass wie ein umgedrehtes U aussieht mit Plateau zwischen 40-50 Jahren, weshalb sie nur begrenzte Möglichkeiten haben, ihre Einstiegszeitpunkte zu beeinflussen...

Zusammenfassung: hier bin ich ausnahmsweise nicht einer Meinung mit @Hotel - ich empfinde es als waghalsig, zu suggerieren, Aktien-ETF seien liquide, den Markt timen kann man nicht, deshalb reicht das als "Liquidität".
Wie oben länger ausgeführt, halte ich einen gewissen Versuch, Aktienkäufe zumindest nahe empfundenen Marktextremen zu timen durchaus für sinnvoll (Stichwort "irrational exuberance").
Außerdem halte ich nicht nur Aktien ETF, sondern auch Anleihen, geschlossene Fonds usw., wo entweder Timing explizit eine Rolle spielt (bei der AAA Anleihe besteht das Zinsänderungsrisiko nur vor Fälligkeit) oder wo es definitiv Illiquidität gibt wie bei Anteilen an geschlossenen Fonds.
Niemand zweifelt an, dass Market Timing möglich ist, die entscheidende Frage ist, ob man dazu als Privatanleger besser in der Lage ist als institutionelle Investoren mit ihrem ganzen Wissen und Reaktionsfähigkeit.
Natürlich haben auch diese Wissenslücken und Fehleinschätzungen, aber wenn man danach handeln will, sollte man schon klare Anhaltspunkte haben, hat, dass dies für ein konkretes Investment der Fall ist.