Zinsen im Keller, Inflation recht hoch - Wie sichert ihr euer Vermögen?

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Wie ist Eure Einschätzung zum 'Gesundheitszustand' des EUR?

  • Der EUR wird in der EU noch sehr lange Bestand haben.

    Abstimmungen: 273 64,7%
  • Der EUR ist für mich klinisch tot und ich erwarte früher oder später eine Währungsreform.

    Abstimmungen: 90 21,3%
  • Sparen bzw. eine Flucht in Sachwerte ist für mich unausweichlich.

    Abstimmungen: 125 29,6%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    422
  • Diese Umfrage wird geschlossen: .

schwerelos

Aktives Mitglied
16.03.2026
206
296
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Niemand zweifelt an, dass Market Timing möglich ist, die entscheidende Frage ist, ob man dazu als Privatanleger besser in der Lage ist als institutionelle Investoren mit ihrem ganzen Wissen und Reaktionsfähigkeit.
Wenn du mein Post genau liest, habe ich nichts Anderes behauptet. Ich schrieb, Player wie Jane Street oder Citadel könnten den Markt systematisch schlagen.

Ich wehrte mich aber gegen die irrige Behauptung ein paar Posts weiter oben im Thread, dass Market Timing keine Rolle spiele, wenn der Anlagezeitraum sehr lang ist.
Dagegen argumentierte ich, dass es selbst nach 25 Jahren EX POST noch signifikante Unterschiede zwischen unterschiedlichen Kohorten von Sparern gibt.
Wenn man soziale Marktwirtschaft zukunftsfähig machen will, könnte das ein interessanter Aufsatzpunkt sein. (Kompensation von den Kohorten, die großes Pech gehabt haben; aber ansonsten marktkonformere Ausrichtung).
 

Flying Lawyer

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
7.361
5.801
Gewachsen sind meine Ausgaben schon in den letzten Jahren. Ich lebe sehr gut.
Trotzdem spielen die Ausgaben keine Rolle für den Kontostand.
Das ist aber auch normal. Seitdem ich privatisiere kommen die Überweisungen aus London und USA nicht mehr und man lebt halt von passivem Einkommen und der Substanz. Dank des Aktienmarktes sehe ich im Moment aber keinen Abfall, nur eine geringere Steigerung.
 
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Flying Lawyer

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
7.361
5.801
Und ich finde es merkwürdig wenn die Ausgaben gar nicht mit den Einnahmen wachsen.
So war aber mein Leben zwischen 35 und 45. Junger Partner, voll im Saft, jedes Jahr mehr verdient und keine Chance irgendwas substantielles auszugeben, da mit dem Beruf und sonst nicht verheiratet und ein großer Teil des Lebenswandels über Hotels und Flugzeuge lief, die der Mandant bezahlte. Geld konnte ist erst richtig ausgeben, nachdem ich Familie hatte.
 

KingOfTheRoad

Reguläres Mitglied
12.05.2019
87
54
Deute ich die Posts einiger Insassen richtig, wonach aktuell ein akzeptabler Zeitpunkt für eine (Teil-)Realisierung ist?

Ein befreundeter Vermögensverwalter (primär im Kundensegment balanced/werterhalt tätig mit Kundschaft > 60 Jahre) hat diesen Schritt kürzlich vollzogen.

"Time in the market..." etc. ist bekannt und wurde in den letzten Tagen hinlänglich diskutiert. Das muss nicht wiederholt werden.
 

Hotel

Erfahrenes Mitglied
20.10.2020
3.813
4.249
Und ich finde es merkwürdig wenn die Ausgaben gar nicht mit den Einnahmen wachsen.

und man lebt halt von passivem Einkommen und der Substanz. Dank des Aktienmarktes sehe ich im Moment aber keinen Abfall, nur eine geringere Steigerung.

Ich habe @DFW_SEN auch so verstanden, dass er gemeint hat:

Er findet es merkwürdig, dass ich die C-Klasse nicht abstoße und mir keinen Lambo zulege, wenn ich genug Kohle ranschaffe. Meine 150m2-Wohnung in sehr guter Altstadt Lage nicht gegen 600m2 Haus tausche. Mit reicht aber das was ich habe.

Ich selbst arbeite noch paar Jahre, auch um geistig fit zu bleiben. Müsste ich nicht.
 
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DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
19.106
18.224
IAH & HAM
So war aber mein Leben zwischen 35 und 45. Junger Partner, voll im Saft, jedes Jahr mehr verdient und keine Chance irgendwas substantielles auszugeben, da mit dem Beruf und sonst nicht verheiratet und ein großer Teil des Lebenswandels über Hotels und Flugzeuge lief, die der Mandant bezahlte. Geld konnte ist erst richtig ausgeben, nachdem ich Familie hatte.
Am Ende war diese Zeit aber nicht als eine “Investition” darin, dass Du heute den Lebenswandel fuehren kannst, den Du jetzt hast.

Und ich vermute (!) dass Du auch schon mit 40 in einer schoenen Wohnung gelebt hast, in Deiner freien Zeit in guten Restaurants gegessen hast, ein paar Luxusguter gekauft hast.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
19.106
18.224
IAH & HAM
Ich habe @DFW_SEN auch so verstanden, dass er gemeint hat:

Er findet es merkwürdig, dass ich die C-Klasse nicht abstoße und mir keinen Lambo zulege, wenn ich genug Kohle ranschaffe. Meine 150m2-Wohnung in sehr guter Altstadt Lage nicht gegen 600m2 Haus tausche. Mit reicht aber das was ich habe.

Nein so meine ich das nicht. In keinster Weise. Ausser es ist Dein Traum einen Lambo zu fahren oder in einem 600m2 Haus zu leben.

Es geht darum das Geld dafuer auszugeben woran Du, Deine Familie, Deine Freunde Spass haben. Einfach nur Geld auf der Bank zu horten ist kein Selbstzweck.


Ich selbst arbeite noch paar Jahre, auch um geistig fit zu bleiben. Müsste ich nicht.

Daran ist ja nichts Verwerfliches, allerdings solltest Du Dir ueberlegen was Du machst um geistig und koerprerlich Fit zu bleiben, wenn Du nicht mehr arbeitest, wie Du Deine Zeit für Dich sinnvoll nutzt.
 
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berlinerjunge

Erfahrenes Mitglied
07.05.2010
807
705
good old THF
Nein so meine ich das nicht. In keinster Weise. Ausser es ist Dein Traum einen Lambo zu fahren oder in einem 600m2 Haus zu leben.

Es geht darum das Geld dafuer auszugeben woran Du, Deine Familie, Deine Freunde Spass haben. Einfach nur Geld auf der Bank zu horten ist kein Selbstzweck.
Wie meinte schon mein Wi Prof: "Tilgen ist Konsumverzicht" .. meine Erweiterung: "sparen auch"
 

Flying Lawyer

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
7.361
5.801
Und ich vermute (!) dass Du auch schon mit 40 in einer schoenen Wohnung gelebt hast, in Deiner freien Zeit in guten Restaurants gegessen hast, ein paar Luxusguter gekauft hast.
Du wirst lachen. Ich habe bis 48 Jahre in der 58qm Wohnung in der Vorstadt aus der Referendarzeit gewohnt (5 Minuten zur Autobahn, 10 zum ICE Bahnhof und 15 zum Flughafen), die ich mit 28 für 120k DM mit Hilfe meiner Eltern gekauft hatte.

Mehr brauchte ich mit 150 Hotelnächten, wahrscheinlich 250 Reisetagen (Daytrips nach Frankfurt, London und Berlin oder auch mal New York) und 18 Stunden Arbeitsstunden täglich nicht. Status damals LH HON, BA Gold und AB Platinum und jeweils Topstatus bei Hilton, Starwood und IHG.

Restaurants brauchte ich privat ehr die Altbierkneipe nach dem Büroabend in Düsseldorf als „gute Restaurants“ und ja, mein Luxusgut war eine Lange No. 1 für damals rd. 20k EUR und meine Kleidung von Schneidern in Hong Kong und Bangkok. Für jeden Tag der Woche einen Anzug und da das Gewicht fluktuierte, auch in unterschiedlichen Größen. Das in 2000 gekaufte 3er Coupé habe ich 23 Jahre später erst verkauft. War auch wenig gefahren. Und das war es. Der Rest ging in die Rücklagen.

In der Zeit hätte ich seriös keine Familie haben können, weil ich mich nicht nach meinem Familienbild drum kümmern konnte, dafür habe ich aber gut siebenstellig verdient.

Großer Unterschied zu vielen meiner verheirateten damaligen Lae Firm Partner in der gleichen wirtschaftlichen Situation: Die haben vor dieser Karriere auf Vermögensstand „null“ geheiratet, ihre Familie für ihre Abwesenheit von Frau und Familie dort mit teuren Häusern, Luxusauto und was weiß ich entschädigt, aber sich in der Karriere zwangsläufig von Frau und Familie entfremdet und sich dann auf dem Peak der Karrriere scheiden lassen, nur um die Hälfte des Vermögens abzugeben.

Meine beste wirtschaftliche Investition war ganz trocken betrachtet und under the given circumstances, dass ich beim Standesamt erst mit über 50 „Ja“ gesagt habe. Ob der Lebenslauf alles in allem so gut oder ideal war, weiß ich nicht. War auch nicht das Ergebnis eines ausgeklügelten Businessplans, sondern mehr der Lauf der Dinge. Aber es gibt heute eine riesige Unabhängigkeit, die mir alles erlaubt, was ich möchte (wobei „alles“ aber weiterhin von der langen eher sparsamen Erfahrung geprägt ist)
 

berlinerjunge

Erfahrenes Mitglied
07.05.2010
807
705
good old THF
Du wirst lachen. Ich habe bis 48 Jahre in der 58qm Wohnung in der Vorstadt aus der Referendarzeit gewohnt (5 Minuten zur Autobahn, 10 zum ICE Bahnhof und 15 zum Flughafen), die ich mit 28 für 120k DM mit Hilfe meiner Eltern gekauft hatte.

Mehr brauchte ich mit 150 Hotelnächten, wahrscheinlich 250 Reisetagen (Daytrips nach Frankfurt, London und Berlin oder auch mal New York) und 18 Stunden Arbeitsstunden täglich nicht. Status damals LH HON, BA Gold und AB Platinum und jeweils Topstatus bei Hilton, Starwood und IHG.

Restaurants brauchte ich privat ehr die Altbierkneipe nach dem Büroabend in Düsseldorf als „gute Restaurants“ und ja, mein Luxusgut war eine Lange No. 1 für damals rd. 20k EUR und meine Kleidung von Schneidern in Hong Kong und Bangkok. Für jeden Tag der Woche einen Anzug und da das Gewicht fluktuierte, auch in unterschiedlichen Größen. Das in 2000 gekaufte 3er Coupé habe ich 23 Jahre später erst verkauft. War auch wenig gefahren. Und das war es. Der Rest ging in die Rücklagen.

In der Zeit hätte ich seriös keine Familie haben können, weil ich mich nicht nach meinem Familienbild drum kümmern konnte, dafür habe ich aber gut siebenstellig verdient.

Großer Unterschied zu vielen meiner verheirateten damaligen Lae Firm Partner in der gleichen wirtschaftlichen Situation: Die haben vor dieser Karriere auf Vermögensstand „null“ geheiratet, ihre Familie für ihre Abwesenheit von Frau und Familie dort mit teuren Häusern, Luxusauto und was weiß ich entschädigt, aber sich in der Karriere zwangsläufig von Frau und Familie entfremdet und sich dann auf dem Peak der Karrriere scheiden lassen, nur um die Hälfte des Vermögens abzugeben.

Meine beste wirtschaftliche Investition war ganz trocken betrachtet und under the given circumstances, dass ich beim Standesamt erst mit über 50 „Ja“ gesagt habe. Ob der Lebenslauf alles in allem so gut oder ideal war, weiß ich nicht. War auch nicht das Ergebnis eines ausgeklügelten Businessplans, sondern mehr der Lauf der Dinge. Aber es gibt heute eine riesige Unabhängigkeit, die mir alles erlaubt, was ich möchte (wobei „alles“ aber weiterhin von der langen eher sparsamen Erfahrung geprägt ist)
Wer wird später mal erben, wenn Du und Partner nicht mehr sein sollte? Was hoffentlich erst in einigen Jahrzehnten ein ernsthaftes Thema wird!
 

Flying Lawyer

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
7.361
5.801
Wer wird später mal erben, wenn Du und Partner nicht mehr sein sollte? Was hoffentlich erst in einigen Jahrzehnten ein ernsthaftes Thema wird!
Meine auch hier im Forum mehrfach bemühten Kinder? Ich bin männlich und konnte auch noch mit über 50 zum Bevölkerungswachstum beitragen.

Aber sei versichert, in diesem Lebenslauf war die Planung der Erbschaft ebenso nicht Teil eines Businessplans. Er war einfach so wie er ist, selbst die Berufswahl im engeren Sinne war so nicht geplant, sondern ergab sich aus dem Merger einer deutschen Anwaltskanzlei mit einer internationalen Anwaltskanzlei. Meine ersten Prozesse 1992 habe ich vor dem Amtsgericht Ratingen und dem Amtsgericht Düsseldorf geführt. Wäre damals unvorstellbar gewesen, dass ich vier oder fünf Jahre später als Partner einer großen internationalen Kanzlei arbeiten würde.
:)
 
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knusper

Erfahrenes Mitglied
27.02.2019
532
624
Das kommt dann vermutlich darauf an wie "frei" du finanziell bist. Wir haben uns jetzt eine zweite, ausdrücklich nicht als Investment geplante, Wohnimmobilie gekauft. Zum Einkommen trägt die nichts bei - sie kostet nur. Dafür habe ich die Freiheit Lust und Laune problemlos von DE nach ES (oder zurück) zu wechseln.
Also haben dich beide Länder bei den Eiern wenn sie es drauf anlegen.

An die anderen Privatiers hier:
Wie regelt ihr eure Entnahmen? Feste Strategie (welche?) oder nach Bauchgefühl?
 
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Flying Lawyer

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
7.361
5.801
Also haben dich beide Länder bei den Eiern wenn sie es drauf anlegen.
Dafür gibt es DBAs, internationales Erbrecht und anderes. Das ist nun wirklich kein Thema, erst recht nicht in Europa.
An die anderen Privatiers hier:
Wie regelt ihr eure Entnahmen? Feste Strategie (welche?) oder nach Bauchgefühl?
Ich denke nicht drüber nach. Wenn mein Vermögen weiter 4 bis 6 Prozent im Jahr abwirft, denn kann ich gar nicht so alt werden, wie ich alt werden müsste, um Alles zu versaufen. Und hier gibt es einen guten Spruch von Udo Jürgens: Das schöne daran, wohlhabend (er hat reich gesagt) zu sein, ist nicht dass man alles kaufen muss, sondern dass man weiß, dass man man es kaufen könnte. Und sei versichert: Wenn man aus der sprichwörtlichen Arbeiterklasse kommt, dann hat man es weiter nicht gelernt, hat erarbeitetes Geld zu verschleudern.
 

Hotel

Erfahrenes Mitglied
20.10.2020
3.813
4.249
An die anderen Privatiers hier:
Wie regelt ihr eure Entnahmen? Feste Strategie (welche?) oder nach Bauchgefühl?

Vermögen durch Anzahl der verbleibenden Lebensmonate teilen. Inflation und Wertsteigerung erstmal nicht berücksichtigen.
Nicht mehr als das Geld ausgeben.
Dazu noch die Renten etc.

Beispiel:
1Mio€ Vermögen
Rente 1000€
Mann Alter 60, Lebenserwartung gut gewarteter Mann ca. 90
Monatlich zum Beginn nicht mehr als 2700€ + 1000€ Rente verbrauchen.

Wenn mein Vermögen weiter 4 bis 6 Prozent im Jahr abwirft, denn kann ich gar nicht so alt werden, wie ich alt werden müsste, um Alles zu versaufen.

Das wäre nach Steuern der sichere Inflationsausgleich, aber nicht viel mehr extra.
 

Flying Lawyer

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
7.361
5.801
Das wäre nach Steuern der sichere Inflationsausgleich, aber nicht viel mehr extra.
Mehr brauche ich auch nicht. Mein Sohn ist durch schenkungssteuerfreie Schenkungen so versorgt, dass er auch ohne Erbe bis 30 durch die Ausbildung kommt. Es kommen bei mir diverse Annuities (das würde man hier als Betriebsrenten bezeichnen) aus dem UK und den US und es gibt doch nun keinen Grund Vermögen nicht zu verbrauchen. Dafür ist es da. Nebenbei: Wer nur 1000 EUR Rente bezieht wird kaum 1 Million Vermögen haben. Das passt nicht zusammen. Und Steuern? Mit ein bisserl vernünftiger Planung zahlst Du auch noch weniger als 25% Steuern auf Kapitalerträge.
 
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Hotel

Erfahrenes Mitglied
20.10.2020
3.813
4.249
Nebenbei: Wer nur 1000 EUR Rente bezieht wird kaum 1 Million Vermögen haben. Das passt nicht zusammen.

Habe ich gerade so gesehen, als ich mal ausnahmsweise eine Rechtsdienstleistung erbracht habe. Selbstständiger, wenig in DRV eingezahlt, 1 Mio angespart. Wobei 1 Mio € mit ü60 nicht viel ist.

Insgesamt denke ich, dass die Menschen mit ü60 eher deutlich weniger, oder deutlich mehr als 1 Mio€ angespart haben.
 

Hotel

Erfahrenes Mitglied
20.10.2020
3.813
4.249
Kennt jemand von Euch zufällig diesen Vogel (nein, Max ist es nicht)?

 

Flying Lawyer

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
7.361
5.801
Habe ich gerade so gesehen, als ich mal ausnahmsweise eine Rechtsdienstleistung erbracht habe. Selbstständiger, wenig in DRV eingezahlt, 1 Mio angespart. Wobei 1 Mio € mit ü60 nicht viel ist.

Insgesamt denke ich, dass die Menschen mit ü60 eher deutlich weniger, oder deutlich mehr als 1 Mio€ angespart haben.
Da stimme ich Dir zu. Ü60 als Arbeitnehmer ist die Luft dünn, es sei denn, man zählt selbst genutztes Wohneigentum und Rentenansprüche dazu. Ü60 als Freiberufler ist in der Regel rentenversichert, aber auch hier entweder deutlich mehr oder deutlich weniger an Vermögen. Bleiben die GmbH Gesellschafter-Geschäftsführer, die neben den Einzelkaufleuten auch die einzigen sein dürften, die nicht wirklich rentenversicherungspflichtig sind. Wenn sie schon mal die übliche Insolvenz hingelegt haben, könnte es dünne sein. Aber sich sehe mich jetzt selbst: Verkammerter Beruf, also rentenversicherungspflichtig mit Höchstbeiträgen und in der Potenz mehr als eine Million - ich rechne eigentlich nicht. Zum Glück.
 
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DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
19.106
18.224
IAH & HAM
An die anderen Privatiers hier:
Wie regelt ihr eure Entnahmen? Feste Strategie (welche?) oder nach Bauchgefühl?

Ich denke nicht darueber nach. Jedes Jahr am 1.1. mache ich einen “Kassensturz", bisher war immer mehr da als im Vorjahr. Meine Depots bei der Vermoegensverwaltung ruehre ich nicht an, ich lebe aus dem Cash Flow der von mir selbst gemanagen Depots.

Nebenbei: Wer nur 1000 EUR Rente bezieht wird kaum 1 Million Vermögen haben. Das passt nicht zusammen.

Bei mir schon. (wobei ich bisher noch garkeine Rente bekomme, aber wenn ich sie mit 63 beziehen wuerde, waere es nur unwesentlich mehr als 1000 Euro. Aus der Social Security in den USa kommt vielleicht noch einmal der gleiche Betrag.
 
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Flying Lawyer

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
7.361
5.801
Bei mir schon. (wobei ich bisher noch garkeine Rente bekomme, aber wenn ich sie mit 63 beziehen wuerde, waere es nur unwesentlich mehr als 1000 Euro. Aus der Social Security in den USa kommt vielleicht noch einmal der gleiche Betrag.
Wie kriegst Du das hin so wenig zu bekommen? Mein 401(k) soll nach drei Jahren Tätigkeit für ein US Unternehmen am Ende meiner Karriere ab 65 schon aktuell (bin 62) berechnete jährliche 19.392 USD abwerfen. Und das gleiche soll aus dem Defined Benefit Plan kommen. Beides leider in Deutschland zu versteuern. Meine deutsche Versorgung beim Versorgungswerk der RAe hier im Lande konnte ich mit erheblichem versicherungsmathematischem Abschlag von ca. 1/3 mit 61 beziehen (und die Beitragszahlung einstellen), dazu kommt mit 65 noch eine UK Versorgung für 20 Jahre Tätigkeit da (wird im UK versteuert und ist damit steuerfrei) und eine Versorgung aus dem deutschen Versorgungswerk der Presse (ist eine Alt-Lebensversicherung und daher mit dem dann vorhandenen Vermögensstamm steuerfrei), was ich vor allem 30 Jahre lang mit meinen Tantiemen und Bibliotheksvergütungen der VG Wort für meine Publikationen gefüttert habe. Auch alles nicht geplant, aber hat sich so ergeben. Und da ich als privatisierender Rechtsanwalt sehr gut und sehr gerne Schiedsrichterämter annehmen kann, wird auch immer "nachgefüllt".
 
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Reaktionen: HAM76 und Rungisalf