Es ist weder (...) noch ein wirklich nennenswerter Aufwand.
sehe ich etwas anders. Auf den ersten Blick der wichtigste Begleiter unterwegs, wenn man kein besonderes Profil hat: EWE Go.
Dann kann man noch, EnBW und ADAC/ARAL dazu nehmen, wenn man will, um mit wenig Aufwand an deren eigenen Säulen zu sparen.
Bis dahin ist es noch einfach.
Aber für AC? Ich brauche einen okayen Preis in Köln, und keine Blockiergebühr. Wir müssen hier teilweise über Nacht laden (tagsüber gibt es zu viele Verbrenner-Fahrer, die zu viel Abgase abbekommen haben und aus dem Steckerauto-Zeichen rauslesen, dass das "nur kurz ne halbe Stunde zum Bäcker"-Parkplatz heißen soll), und weder möchte ich mir sonntags um 6.45 Uhr den Wecker stellen, noch eine dreistellige Summe im Jahr an "Parkgebühren" bezahlen.
Diesen Anbieter, aktuell mblty, suche ich im Schnitt 1x pro Jahr neu. Ich habe inzwischen (soviel zur Umweltfreundlichkeit) einen 3cm dicken Stapel an alten Ladekarten von Anbietern, deren Tarife es nicht mehr gibt.
Und dann will man aber auch mal auf Reisen AC laden, am liebsten auch über Nacht. mblty hat an der Stelle zum Glück nur "geht oder geht nicht", aber kein Preischaos. Ich hoffe sehr (auch wenn ich den Konzern dahinter nicht mag), dass das Angebot Bestand hat, aber z.B. in den Niederlanden funktioniert die Karte gar nicht. Ohne Backup geht's also nicht.
EWE Go und die anderen sind für mehrstündiges AC-Laden nur eine absolute Ausnahme (teurer Strompreis + teure Blockiergebühr). Bei Octopus/Electroverse und UTA gehen die Preise meistens, aber ohne Blick in die App möchte ich auch nur ungerne einsetzen.
Es sind aber nicht nur die Preise, sondern auch die unterschiedlichen Regelungen bei der Blockiergebühr. Mal ab 2, mal ab 3, mal ab 4 Stunden. Mal nachts ausgenommen. Mal 12 Euro gedeckelt je Ladevorgang. Ich habe aber auch schon die KIA Charge-Karte als "keine andere wurde akzeptiert" in einer Großstadt verwendet, dass das Ding ungedeckelte 7,20 Euro ab der 2. Stunde kostet habe ich erst auf der 330 Euro-Rechnung gesehen(*)
(* To be fair: Säule beim Ausstecken abgestürzt, die hat den Ladevorgang erst intern abgeschlossen, als am folgenden Montag später jemand von den Stadtwerken das Ding rebootet hat. Nach nur 3 Monaten diskutieren hab ich das Geld wiederbekommen, aber seit dem weiß ich, dass man die KIA-Charge-Karte wirklich nur als absolutes Backup nutzen kann, deren Blockiergebühr war ungedeckelt und unverschämt).
Und ganz kleingedruckt: Es ist ein Firmenauto. Ich möchte auch Kolleg*en überzeugen. Bei mblty könnten fremde gar nicht laden (geht nur per App), meine Frau und ich haben getrennte Accounts (mehrere Geräte pro Account geht nicht), jede 10. Rechnung kommt nicht zuverlässig nach dem Ladevorgang per E-Mail, und dann müssen wir beide in unseren Apps nachgucken und den Beleg runterladen, weil es keinen Web-Zugang für die die Buchhaltungs-Kollegin gibt. So richtig rund ist auch das nicht.
Ich bin großer Fan der E-Mobilität. Aber das ist Murks.