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Sicherlich alles richtig. Bleibe aber bei meiner These: sowas kann gebaut werden, ohne daß es gleich kaputt gehen muß.Der Punkt den ich zu überbringen versucht habe (gut möglich, dass ich schlecht im Kommunizieren bin) war, dass du nicht alle Punkte 100% in nem dry-run testen kannst. - Die zugrundeliegenden Rolltreppeneigenschaften (Motor, Getriebe, Handläufe, Treppenstufen, Rampenbleche, Kugellager) sind jetzt nicht unbedingt so unterschiedlich und identisch zu anderen Rolltreppen-Projekten. Aber halt die Einbausituationen.
Fängt damit an, dass die Wärme anderweitig abtransportiert werden muss, ggf. irgendwelche Wärme-/Kälte-Leitungen ungünstig verlaufen, es im Gebäude zu irgendwelchen Schwingungen kommt, die wider Erwarten für Probleme sorgen. Oder dass Menschen sich möglicherweise auf den Rolltreppen erleichtern oder hinkotz** und es aufgrund der Einbausituation irgendwo hinläuft wo es nicht soll. Ebenso lange Haare oder Bendel die sich aufgrund der speziellen Einbausituation möglicherweise ungeplant irgendwo verheddern können oder dass die Reinigungslumpen eine ungünstige Faserkonsistenz haben, die - auch wenn sie nicht direkt auf den Rolltreppen eingesetzt werden - möglicherweise für Issues sorgen können. Oder halt Menschen treten in einer Steigung / einem Gefälle auf die Rolltreppe und sorgen somit für eine spezielle Lastsituation die so nicht erwartet worden ist.
Das alles findet du nur im Realbetrieb heraus. - Zusätzlich kommt die schon genannte Baustellensituation oder halt irgendwelche Schutzfolien die nicht ordentlich / nicht überall abgezogen wurden und jetzt für Probleme sorgen und dergleichen und dann halt auch Komponenten die möglicherweise erst nach nen paar Wochen Betrieb auf sich aufmerksam machen. Trotz aufwändigster Kontrollen kannst du auch nicht jede kalte Lötstelle sofort sicher finden.
Last but not least sind Rolltreppen heute im Wesentlichen digital gesteuert und überwacht. D.h. du hast überall Technik, die Signale von der analogen in die digitale Welt konvertieren muss (und umgekehrt). - Wenn du da jetzt zwei Bauteile hast, und das eine bewegt sich signaltechnisch am unteren Toleranzlimit, während das andere eher Signale am oberen Toleranzlimit erwartet, wird das auch nicht ganz problemfrei verlaufen. - Das alles muss sich halt erst einschleifen bzw. ist's auch manchmal notwendig, dass du da Komponenten brauchst, die zueinander passen müssen und ggf. manchmal auch tauschen musst bis es passt.
Du kannst durchaus sehr viel testen (und ich bin auch überzeugt davon, dass dort Tests durchgeführt worden sind). - Letztlich ist es nahezu egal, wie viel Efforts und Budget du dort rein steckst. Am Ende hast du immer noch den Faktor Mensch der so nicht zu 100% standardisiert ist und den du so nicht zu 100% testen kannst.



