Ruanda: Zwischen Game Drive und Regenwald passt immer ein Genozid-Museum

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schlepper

Erfahrenes Mitglied
31.08.2016
4.931
6.579
FRA
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Eigentlich pflege ich in den Berichten mangels Zeit nur meinen Eisenbahn-Faden, bei wenig frequentierten Zielen mache ich aber hin und wieder eine Ausnahme, so auch hier. Bei einem Austausch über kommende Reisen mit Mitforist @unseen_shores ließ dieser verlauten, Ruanda besuchen zu wollen. Afrika ist noch nie so ganz oben auf meiner Liste gewesen, die Aussicht, nicht allein reisen zu müssen und einen Großteil der Planung jemand anderes überlassen zu können, dazu ein Land zu besuchen, welches nicht viele auf dem Radar haben, veranlasste mich, Beitrittsverhandlungen aufzunehmen, und da ich meine mehrfach auf anderen Reisen unter Beweis gestellten Fahrkünste in die Waagschale warf, konnte der User gar nicht anders, als dieses Abenteuer gemeinsam mit mir durchzuführen. Die Reise fand Anfang Februar dieses Jahres statt, die Anreise absolvierten wir gemeinsam, aber in getrennten Reiseklassen.

Donnerstag, Tag 1

Ich werde von +1 zum FRA chauffiert, einen kleinen Koffer gebe ich auf, Siko ist schnell erledigt. Der Kollege reist mit dem Zubringer aus LEJ an, aufgrund seiner Verspätung trifft er gerade zu Boardingbeginn ein. Der Nachtflug nach Addis Abeba steht an.

ET 707 FRA - ADD A359

In der Exit Row lässt sich der Flug ertragen. Den Stempel bei der Einreise gibt es erst, als wir dem Grenzbeamten ein Random Hotel nennen, eine Tagesbesichtigung mit Weiterflug um 16:00 Uhr ohne Hotel liegt weit außerhalb seiner Vorstellungskraft.

Freitag, Tag 2

Das nächste Taxi ist uns, und wo kann es schon hingehen? Na klar, wir steigen am Bahnhof wieder aus. Hier entsteht offensichtlich ein neues Quartier, um zum Bahnhofsgebäude zu kommen, müssen wir erstmal einen Bauzaun etwas öffnen, im Bahnhof selber fährt zwar nichts, aber das Cafe ist geöffnet, ein paar Leute laufen hier rum und am einstigen Bahnsteig sind noch ein paar Meter Gleise liegen geblieben, auf denen ein paar Fahrzeuge auf bessere Tage hoffen.

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In einem der Waggons ist ein Blumenladen untergebracht, das Cafe im Gebäude stellt ein paar Fotos aus, wir trinken erstmal einen Kaffee.
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Nach dem Kaffee ziehen wir weiter, hier noch ein paar Außenansichten, unklar, ob das Bahnhofsgebäude innerhalb des neuen Komplexes erhalten bleibt, ich nehme es aber an, sonst hätte es man zu Baubeginn mit abreißen können.
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Wir laufen weiter durch die Stadt vorbei am Präsidentenpalast, Ethnologischen Museum, Parks. Fotos habe ich aber eigentlich nur davor gemacht. In die Station der aufgeständerten S-Bahn-Linie komme ich nicht rein, mal ist es die Wasserflasche im Rucksack, mal der Fotoapparat.
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Minibus-Station
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Durch eine weitläufige Parkanlage, an der noch viel gebaut wird, oder sagen wir, zumindest viel Staub aufgewirbelt wird.
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Langsam meldet sich der Hunger und wir lassen uns im Außenbereich eines vielversprechend aussehenden Restaurants nieder und widmen uns Burger, Steak-Sandwich und Bier. Danach geht es mit dem Taxi zurück zum Flughafen, wo ich großzügig in die beste Lounge von ADD eingeladen werde, wir sind inzwischen beide ziemlich müde. Im nächsten Hüpfer habe ich die komplette Exit-Row für mich.

ET 817 ADD - KGL B38M

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Einreise ereignislos, die Übernahme des Mietwagens zieht sich über 50 Minuten, der Kollege füllt Formulare aus und druckt diese aus, ohne dass ein Sinn erkennbar ist. Dadurch kommen wir erst im Dunkeln los, so etwas abgerocktes wie diesen Toyota RAV4 ist mir auch noch nicht untergekommen. Das vom Kollegen rausgesuchte Martin Aviator Hotel gehört zweifelsohne zu den besseren Adressen der Flughafenunterkünfte, dennoch frage ich mich, ob ich bei der Auswahl der Etablissements nicht doch ein Auge drauf haben sollte. Wir ziehen im Dunkeln nochmal los und versuchen unser Glück in einem gastronomischen Betrieb, das frittierte Hähnchen ist leider ungenießbar, aber die Fritten machen auch satt und das Mützig-Bier schmeckt. Gute Nacht!
 
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schlepper

Erfahrenes Mitglied
31.08.2016
4.931
6.579
FRA
Das war jetzt Absicht, oder ?
Ganz nebenbei mal den Prototypen aus Ungarn abbilden und ohne weiteren Kommentar posten. 😉
Asche auf mein Haupt, hatte mir gar keine Gedanken um das Material gemacht, reiche die Infos hier aber nach. Bei dem Straßenbahnwagen handelt es sich um einen Prototypen aus Ungarn, der aber letztlich nicht zum Einsatz kam, weil chinesische Firmen bei der Ausschreibung zum Zuge kam, ein chinesischer Kredit war vielleicht nicht ganz unbeteiligt.

Siehe auch http://www.tram2000.com/Addis-Abeba_(ET)/start_addis-abeba_fahrzeugpark_0960.htm
 

schlepper

Erfahrenes Mitglied
31.08.2016
4.931
6.579
FRA
Samstag, Tag 3

Das Frühstück besteht aus einem Obstteller, gekochtem Ei und Toastbrot. Danach geht es auf die Straße, einmal durch Kigali durch und dann Richtung Westen. Es ist Berufsverkehr und das Verkehrsmittel der Wahl ist ganz offensichtlich das Moped-Taxi, der Reiseführer kann vielleicht ein passendes Foto beisteuern? Als wir aus der Stadt raus sind, gibt es auf jeden Fall Landschaft und Aussicht.
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Erster Stop ist nach etwa 80km das Nyange Genozid Memorial.
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Wir erhalten eine Führung, die Gedenkstätte ist aber nicht sehr groß und noch nicht vollständig ausgebaut. Die Erinnerung an den Völkermord, der im Jahr 1994 begann, ist im Land allgegenwärtig. Was wirklich weit außerhalb meiner Vorstellungskraft liegt, ist der Umstand, dass die Menschen ihre Nachbarn größtenteils mit Macheten niedergemetzelt haben, also direkt an den Opfern dran waren und die "Erledigung" doch harte körperliche Arbeit darstellte. In welchem Blutrausch muss man versetzt sein, um das (über Stunden und Tage) zu vollbringen?

Nach der Führung schauen wir uns noch die Kirche, welche hinter dem Gelände steht, an.
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Ein Blick ins Innere:
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In den winzigen Ort haben wir auch kurz geschaut, weil wir langsam Hunger verspürten, aber mangels Angeboten sind wir dann erstmal weitergefahren.
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In einem der nächsten Orte halten wir an einem Imbiss, es gibt Kaffee und frtittierte, gefüllte Teigtaschen. Den Grill entdecke ich leider erst, nachdem wir satt sind. Außerdem kommen wir mit einem jungen Paar ins Gespräch, die hier mehrere Wochen mit dem Fahrrad unterwegs sein werden, Respekt.
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Auf der restlichen Strecke machen wir noch zwei Fotostopps, hier sehen wir einen Fjord des Kivu-Sees, unser heutiges Tagesziel.
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Nach einigem Suchen finden wir unseren Vermieter, gebucht ist eine Unterkunft direkt am See, von der ich offensichtlich keine aussagekräftigen Fotos gemacht habe, deshalb hier mal behelfsweise ein Bild von StreetView:
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Nach dem Zimmerbezug ziehen wir zu Fuß in das Zentrum von Kibuye los, Geldbeschaffung und Abendessen stehen auf dem Programm. Weit kommen wir nicht, nach ein paar hundert Metern beginnt es zu tröpfeln wir wir unterbrechen erstmal in der überdachten Poolbar des Delta-Hotels.
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Nach ein paar Getränken hat der Regen aufgehört und wir setzen unsere Wanderung fort, vorbei am Umweltmuseum.
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Kivu-See
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Militärstreifen sieht man hier im Grenzgebiet immer wieder, auf der gegenüberliegenden Seite des Sees liegt die Demokratische Republik Kongo.
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Château Le Marara, auch eine Unterkunft direkt am See, warum wir nicht hier logierten, erschließt sich mir bis heute nicht.
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St.-Pierre-Kirche, Tausende Tutsi suchten hier 1994 vergeblich Schutz, dient heute ebenfallls als Genozid-Memorial.
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Erste Kreuzung in Kibuye, die heute eigentlich Karongi heißt.
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Nach der erfolgreichen Bargeldbeschaffung kehren wir im Kivu Coffee Cup zum Essen ein.
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Den Rückweg müssen wir im Dunkeln antreten, es sind aber noch viele Leute unterwegs. Den Absacker nehmen wir im bereits bekannten Delta Hotel ein.
 
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schlepper

Erfahrenes Mitglied
31.08.2016
4.931
6.579
FRA
Sonntag, Tag 4

Mich hat es erwischt, ich fühle mich hundeelend, zum Frühstück schaffe ich mit Mühe ein halbes Omelett, danach verziehe ich mich wieder ins Bett, wo ich auch den Tag verbringe. Gegen Abend wird es besser. Mein Mitstreiter unternimmt zwei Streifzüge in der Umgebung, deshalb gebe ich die Bühne jetzt mal ab.
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unseen_shores

Erfahrenes Mitglied
30.10.2015
9.981
16.746
Trans Balkan Express
Eigentlich pflege ich in den Berichten mangels Zeit nur meinen Eisenbahn-Faden, bei wenig frequentierten Zielen mache ich aber hin und wieder eine Ausnahme, so auch hier. Bei einem Austausch über kommende Reisen mit Mitforist @unseen_shores ließ dieser verlauten, Ruanda besuchen zu wollen. Afrika ist noch nie so ganz oben auf meiner Liste gewesen, die Aussicht, nicht allein reisen zu müssen und einen Großteil der Planung jemand anderes überlassen zu können, dazu ein Land zu besuchen, welches nicht viele auf dem Radar haben, veranlasste mich, Beitrittsverhandlungen aufzunehmen, und da ich meine mehrfach auf anderen Reisen unter Beweis gestellten Fahrkünste in die Waagschale warf, konnte der User gar nicht anders, als dieses Abenteuer gemeinsam mit mir durchzuführen. Die Reise fand Anfang Februar dieses Jahres statt, die Anreise absolvierten wir gemeinsam, aber in getrennten Reiseklassen.

Dann mal los:

Mein Verhältnis zu Afrika ist (zu Unrecht) ambivalent. Mein letzter Besuch im subsaharischen Afrika war im Jahr 2001, also vor einem Vierteljahrhundert, als ich u.a. am Ruanda-Tribunal in Arusha Prozesse beobachtet und für die Diss. geforscht habe. Eine Weiterreise aus Arusha nach Kigali wäre damals nicht ohne Weiteres möglich gewesen, außerdem lagen die wesentlichen Dokumente in Arusha, ein Teil der Angeklagten des Völkermordes war ebenfalls bereits in Arusha und die Zeugen nahmen die beschwerliche Reise nach Tansania auf sich.

Später habe ich für eine Menschenrechtsorganisation noch an der Proessbeobachtung im so genannten FDLR-Prozess sowie einem Völkermordprozess gegen einen Ruander vor dem OLG Frankfurt mitgewirkt. Protokolle von Prozesstagen lesen und auswerten erhöhten jedoch nicht unbedingt die Reisebereitschaft.

Ruanda stand dennoch immer auf dem Zettel, aber nicht auf der Prio-Liste in den Top 3.

Einen gewissen Zwang zur Priorisierung gab es dann, als sich die M&M-Meilen-Tabelle geändert hat. Deshalb schnell noch im Frühjahr 2025 einen Flug gebucht und einen Mitreisenden, mit dem ich gerne unterwegs bin, gefunden. Meine Frau wird schon eifersüchtig.

Etwas nervös wurde ich im Januar als es bei der Online-Visum-Vergabe Probleme gab. Eigentlich hatte ich mich nie negativ über die Kagame-Regierung geäußert. Freunde von mir, die immer näher an Ruanda dran waren als ich, bestätigten mir, dass sie nie Probleme mit dem Visum hatten. Ich hatte die gesamte Kommunikation mit der Visa-Antragstelle ausgedruckt, die mit empfohlen hatten, den Sachverhalt einfach bei der Einreise vorzutragen.

Dank geschickter Reiseklassen-Wahl war ich der erste am Einreiseschalter. Es lief echt geschmeidig. Ich musste nur an einem anderen Schalter den Zahlungsnachweis vorlegen, wieder zurück zum Ausgangsschalter und zack war ich im Land. Nichts im Vergleich zu Äthiopien, wo der junge Mann am Schalter trotz Visum uns nicht ins Land gelassen hätte, wenn wir ihm nicht ein Fantasiehotel genannt hätten, in dem wir für unseren fünfstündigen Aufenthalt nächtigen wollten. Glücklicherweise wissen wir als fleißige Forenleser, dass es ein Raddison in Flughafennähe des ADD gibt. Ruanda: 1, Äthiopien: 0.

Ein äthiopisches Hotel haben wir nie von innen gesehen. Eine Liebe zu Addis kann man wahrscheinlich erst im zweiten Anlauf entwickeln.

Samstag, Tag 3

Das Frühstück besteht aus einem Obstteller, gekochtem Ei und Toastbrot. Danach geht es auf die Straße, einmal durch Kigali durch und dann Richtung Westen. Es ist Berufsverkehr und das Verkehrsmittel der Wahl ist ganz offensichtlich das Moped-Taxi, der Reiseführer kann vielleicht ein passendes Foto beisteuern?

In etwa so?

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Die Rolle als Beifahrer weiß ich sehr zu schätzen, Man kann dumme Witze reisen und aus dem Fenster fotografieren. Leider kann man nicht mit bremsen, falls doch einmal eine Gasflasche aus einem voraus fahrenden LKW fällt.

Zum Tag am Kivu-See im nächsten Beitrag.
 

unseen_shores

Erfahrenes Mitglied
30.10.2015
9.981
16.746
Trans Balkan Express
Dann Tag 4 am Kivusee.

Mitforist @Hene hatte mir im Vorfeld bestätigt, die Gegend um den Kivusee sei sicher. Ruanda zahlt seine Sicherheit damit, dass es immer wieder im Kongo interveniert und dort Milizen unterstützt, um die Konflikte aus dem Land zu halten. Außerdem wird Paul Kagame verdächtigt, Kommandos nach Südafrika und andere Nachbarländer zu schicken, um Hutu-Politiker ermorden zu lassen. Kurz nach unserer Reise eskalierte die Situation auf der kongolesischen Seite wieder. In Ruanda spürt man nichts, alles tiefenentspannt. Und meist ist man der einzige Mzungu.

Das Land selbst ist stabil, man hat den Eindruck der Konflikt ist überwunden. Ein Punkt, ist die Umbenennung der Städte und Provinzen. Das macht die Orientierung schwierig, wenn man aus früherer wissenschaftlicher Betätigung noch die alten Ortsnamen kennt.

Im ganzen Land gibt es Völkermordgedenkstätten. Allerdings wollte ich es mit Besichtigungen nicht übertreiben, wenn ich nicht alleine unterwegs bin. Deshalb wurde das ein oder andere Mal auf unserer Reise Flora und Fauna ins Besichtigungsprogramm der Reise eingebaut, übrigens absolut lohnenswert.

Willkommen im Land der 1000 Hügel. Dass man leicht schwächeln kann, hat die letzte Rad-WM in Kigali gezeigt, bei der viele Fahrer krankheitsbedingt ausgefallen sind

Nun war ich unvermutet alleine mit der Pflanzenwelt konfrontiert. Auf eine Bootsfahrt verzichtete ich, stattdessen zunächst eine kleine Wanderung.

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Resultat. Kivu-See ist ein Muss.

Danach ging es ins Naturkundemuseum.

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Hack für Sparfüchse: Wenn man sich die Affen nur auf dem Foto oder ausgestopft anschaut, spart man 1.200 Dollar.

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Das Naturkundemuseum wird auch vom Land Rheinland-Pfalz gefördert. Rheinland-Pfalz ist das Partnerland von Ruanda.

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Im Museumscafé hatte ich eine Glückssträhne im Café bein Kaffee servieren, die ich ausgiebig ausnutzte.

Danach zurück in die Unterkunft, dem Mitreisenden noch etwas Wasser bringen. Glücklicherweise ging es ihm besser.

Die Eglise St. Pierre wurde bereits erwähnt. Sie war mein Nachmittagsprogramm.

Der Völkermord begann am 6. April 1994, als in Kigali das Flugzeug des ruandischen Präsidenten und Leni Riefenstahl-Liebhabers Juvénal Habyarimana abgeschossen wurde. Unmittelbar danach errichteten Hutu im ganzen Land Kontrollpunkte und massakrierten Tutsi, die man damals noch an einem Eintrag im Personalausweis identifizieren konnte.

Gleich am Anfang wurden belgische Blauhelme getötet, was die internationale Gemeinschaft dazu veranlasste, aus Ruanda abzuziehen.

Besonders perfide, auch Tutsi, die sich in Kirchen versammelten, wurden im Frühjahr 1994 getötet. Ein solcher Platz war die Kirche St. Peter in Kibuye.

Der Völkermord wurde beendet, nach dem die RPF um Paul Kagame Kigali drei Monate nach Beginn des Mordens Kigali eroberte. Man kann das Ganze gut in Romeo Dallaires Buch „Shake Hand With the Devil“ nachlesen.

Die Frtanzosen sind nicht wohl gelitten. Ruanda wechslte von der französischen in die englische Sprache. Auch die katholische Kirche hat einen schweren Stand, in die Lücke stoßen evangelikale Freikirchen.

Ein paar Eindrücke von der Kirche "St. Pierre".

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schlepper

Erfahrenes Mitglied
31.08.2016
4.931
6.579
FRA
Montag, Tag 5

Ich bin zwar noch etwas wacklig auf den Beinen, aber das Frühstück schmeckt bereits wieder und so können wir kurz nach 9 aufbrechen, Richtung Süden entlang des Kivu-Sees. Als erstes muss ich mal nachreichen, was ich zu Beginn des Berichts versäumt habe, den Stand des Genozid-Museums/Gedenkstätte-Zählers, der steht im Moment bei 2 (Nyange, St. Pierre Kirche)

Hier ein Bild von unterwegs:
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Nach einer guten halben Stunder erreichen wir eine weitere Gedenkstätte, das Ngoma / Mugonero Genocide Memorial. Diese können wir nur von außen besichtigen, nebenan bedindet sich das Hospital Mugonero.
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Der berühmte Kongo Nil Trail verläuft hier lang (https://congoniletrail.com)
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Wir fahren weiter.
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Die Trucks kommen oft bunt aber untermotorisiert daher.
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Arbeiter auf einem Reisfeld.
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Zwischenstopp in Tyazo, wo mein Mitstreiter Nachschub an Bargeld besorgt.
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Markttreiben
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Weiter geht es, wir fahren erstmal am Abzweig zu unserem Tagesziel vorbei, gilt es doch eine weitere Gedenkstätte zu besichtigen. Die Ausschilderung in Ruharambuga passt, aufgrund der Wegbeschaffenheit lassen wir unseren Mietwagen stehen und gehen zu Fuß weiter.
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Eine Gedenkstätte finden wir nicht (wie zähle ich das jetzt?), aber wir kommen an einer Schule vorbei und erregen durch undere bloße Anwesenheit einige Aufregung, mein Begleiter genießt sichtlich die Huldigungen seiner noch jungen Anhänger.
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Aber irgendwann legt sich die Aufregung wir treten den Rückweg an.
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In jedem Ort gib es eine Kreuzung mit zahlreichen Moped-Taxis.
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Auf dem Rückweg halten wir noch kurz auf dem Viehmarkt-
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Unsere Unterkunft kurz vor dem Eingang des Nyungwe Nationalpark befindet sich einen knappen Kilometer von der Hauptstraße entfernt, der Weg ist fordernd.
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Hier gibt es auch ein Restaurant, jedoch nur alkoholfreie Getränke und so laufen wir zurück an die Straße, wo wir in einem Hotelrestaurant erstmal hiesige Kulturgüter begutachten wollen. Die Aussicht geht auch hier in Ordnung.
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Kurz bevor wir das Restaurant erreichen geht ein Platzregen nieder, die vielen Leute, die zu Fuß auf der Straße unterwegs sind, fangen an zu laufen, aber die meisten trotzdem mit einem Lächeln im Gesicht.
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Nach dem zweiten Bier beschließen wir, der Bequemlichkeit halber auch das Abendessen hier einzunehmen.
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Danach treten wir den Rückweg an, zum Glück hat der Regen aufgehört.

Museums/Gedenkstätten-Zähler 3
 
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unseen_shores

Erfahrenes Mitglied
30.10.2015
9.981
16.746
Trans Balkan Express
Nach einer guten halben Stunder erreichen wir eine weitere Gedenkstätte, das Ngoma / Mugonero Genocide Memorial. Diese können wir nur von außen besichtigen, nebenan bedindet sich das Hospital Mugonero.
Anhang anzeigen 351466

Aufgrund der Umbenennungen der Orte und Provinzen ist es etwas kniffelig, die Geschichte der Orte herauszufinden und richtig zuzuordnen.

Der neue Name des Ortes Kibuye, in dem wir übernachtet haben, ist Karongi.

In der Nähe, aber mit unserem Auto schwer erreichbar, befindet sich noch Biserso, wo die Tutsi während des Völkermordes versucht haben, Widerstand zu leisten.

Das angefahrene Mugenoero-Memorial befindet sich am Rand des Krankenhauses, das von Siebentags-Adventisten betrieben wird. Die STA lieferte die Tutsi während des Völkermordes aus:


Die beteiligten Priester wurden später vom Ruanda-Strafgerichtshof verurteilt.

Eine Gedenkstätte finden wir nicht (wie zähle ich das jetzt?), aber wir kommen an einer Schule vorbei und erregen durch undere bloße Anwesenheit einige Aufregung, mein Begleiter genießt sichtlich die Huldigungen seiner noch jungen Anhänger.

"Ruanda sucht den Super-Mzungu". Die Kinder hatten viel Spass.

Die Gedenkstätte war da, nur geschlossen.

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Grund der Wanderung war allerdings nach meiner Erinnerung die in einem alten Reiseführer beschriebene Park-Information, die es allerdings in unserem Universum nicht gab. Stattdessen eine Marienstatue.

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Dass es mit der Info nichts werden würde, war relativ schnell klar. Aber wir brauchten Gewissheit.

Wir waren sicher die einzigen Touristen auf Jahre.

Unsere Unterkunft kurz vor dem Eingang des Nyungwe Nationalpark befindet sich einen knappen Kilometer von der Hauptstraße entfernt, der Weg ist f

Hier gibt es auch ein Restaurant, jedoch nur alkoholfreie Getränke und so laufen wir zurück an die Straße, wo wir in einem Hotelrestaurant erstmal hiesige Kulturgüter begutachten wollen. Die Aussicht geht auch hier in Ordnung.

Das gewählte Hotel wurde von evangelikelen Christen betrieben, daher das Alkoholverbot.

Der Nachbar hieß uns aber mehrfach gerne willkommen.

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Es war regnerisch und der Heimweg dunkel.

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Luftikus

Megaposter
08.01.2010
28.405
14.151
irdisch
So merkwürdig einem das leere Museum dort erscheint, es ist ja wohl richtig, sich nicht diesem Gewalt-Wahnsinn zu ergeben und moralisch mit einer Gedenkstätte gegenzuhalten.
 

schlepper

Erfahrenes Mitglied
31.08.2016
4.931
6.579
FRA
Dienstag, Tag 6

Heute frühstücken wir bereits gegen 7, weil wir früh los wollen. Wir fahren rein in den Nyungwe Nationalpark, es gibt hier zwei Visitor Center, wir steuern das zweite an, weil es das größere ist und hier mehr Aktivitäten angeboten werden.
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Touren sind hier ausschließlich mit einem Guide gestattet, wir entscheiden uns für den Umuyove-Trail in Kombination mit dem Canopy-Walk, bezahlen 295,- USD pro Person, bekommen einen Guide zugeteilt und los geht es. Gegen eine weitere Gebühr wären auch noch Gepäckträger mitgekommen, die unsere Rucksäcke getragen hätten.
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Der Canopy-Walk erreichen wir bereits im ersten Drittel der Strecke.
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Aussicht von der Hängebrücke.
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Ein Wasserfall ist auch dabei.
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Unterwegs erhalten wir immer wieder Erläuterungen von unserem Guide.
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Auch an Baumriesen, die man in Gänze gar nicht auf's Bild bekommt, passieren wir.
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Nach 3,5 Stunden sind wir zurück am Visitorcenter und haben 5,6 km zurückgelegt.
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Der Regenwald war sehr beeindruckend, ließ sich gut laufen, jetzt haben wir uns aber erstmal einen Snack verdient.
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Ein Abstauber ist auch am Start.
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Auf dem Rückweg nehmen wir noch zwei Mitarbeiter mit und setzen sie im nächsten Ort ab, unweit von hier ist auch der Abzweig zu unserer Unterkunft.
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Wir lassen den Tag mit einigen Kulturgütern in der Chimpanzee Lodge ausklingen, nehmen uns auch noch etwas mit in die Unterkunft, wo wir heute Abend dinieren. Wir entscheiden uns beide für Sambaza, das sind kleine frittierte Sardinen, ich fand es nicht ganz so lecker. Der Schlummertrunk danach schmeckt aber.
 

schlepper

Erfahrenes Mitglied
31.08.2016
4.931
6.579
FRA
Mittwoch, Tag 7

Wie gehabt sitzen wir um 7 beim Frühstück, danach packen wir unsere Sachen und fahren los, erstmal wieder zum Visitor-Center.
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Heute buchen wir eine Monkey Tour, es werden 180,- USD pro Person fällig. Der Guide steigt mit in unseren Mietwagen und lotst uns zum Einstieg eines Weges. Wir laufen etwa 10 Minuten in den Wald hinein, bis wir an einer Baumgruppe ankommen, in deren Wipfel sich eine Gruppe Colobus-Affen aufhält. Hier vor Ort ist ein weiterer Ranger, der die Gruppe im Auge behält und ihr ggf. folgt, um den Standort durchgeben zu können, damit die die Guides wissen, wohin sie mit den Touristen gehen müssen. Was für ein Zufall, dass die Gruppe sich immer im Bereich von Wegen aufhält und somit von Touristen erreichbar ist... Egal, die nächste Stunde verbringen wir mit der Beobachtung der Tiere, wobei die Bäume schon recht hoch sind, also nicht wirklich Details erkennbar sind.
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Hier noch ein Exemplar beim beherzten Sprung von einer Baumkrone zur anderen.
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Dann treten wir den Rückweg an und kurz nach 11 sind wir wieder am Visitor-Center, heute entscheide ich mich für das Club-Sandwich.
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Bei der Weiterfahrt sichten wir eine Gruppe Paviane.
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Im weiteren Verlauf gibt es immer wieder tolle Motive.
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Das Fahrrad ist ein vielgenutztes Transportmittel.
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Auf dem Weg zu unserem Tagesziel biegen wir ab, Zwischenstopp am Murambi Genocide Memorial.
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Wir erhalten wie gehabt eine Führung, nach einem Raum mit Schautafeln folgen Baracken mit Hinterlassenschaften (Kleidung und persönliche Gegenstände) sowie Gebeine der 1994 Ermordeten. Das und die Schilderungen unseres Guides gehen mir heute ziemlich nahe, ich verspüre langsam eine gewisse Sättigung. Bitte die Details zu dieser Stätte hier nachlesen, ist wirklich heftig.

Massengrab auf dem Gelände
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Hier wurde nach dem Zuschütten des Massengrabs ein Volleyballfeld angelegt.
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Nach dem Ende der Führung tragen wir uns noch ins Gästebuch ein und hinterlassen eine Spende.
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Danach setzen wir unsere Fahrt Richtung Huye fort.
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In Huye angekommen beziehen wir unser Quartier Zebra Domus Inn, nach einer Dusche wechseln wir zum Pool und widmen uns den Kulturgütern, einer wagte sich sogar ins Wasser. Das Abendessen nehmen wir auch hier ein, leider ist nicht notiert, worauf die Wahl fiel.

Gedenkstättenzähler: 5
 
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Hopper

Erfahrenes Mitglied
29.04.2010
3.681
3.163
grounded
Vielen Dank für den sehr interessanten Reisebericht zu diesem sehr interessanten und sehr exotischen Ziel. Ich musste erst einmal bei Google nach Maps suchen und dann nach Kigali. Schon was anderes als etwa die momentanen Reiseberichte mit dem Volkswagen zum Fußballspiel, die ein anderer User mit seinem account gerade erstellt =;. Ein paar Worte zu Kosten, Sicherheit, kommt-man-mit-englisch-weiter usw. würden mich freuen.
 

unseen_shores

Erfahrenes Mitglied
30.10.2015
9.981
16.746
Trans Balkan Express

Heute buchen wir eine Monkey Tour, es werden 180,- USD pro Person fällig. Der Guide steigt mit in unseren Mietwagen und lotst uns zum Einstieg eines Weges. Wir laufen etwa 10 Minuten in den Wald hinein, bis wir an einer Baumgruppe ankommen, in deren Wipfel sich eine Gruppe Colobus-Affen aufhält. Hier vor Ort ist ein weiterer Ranger, der die Gruppe im Auge behält und ihr ggf. folgt, um den Standort durchgeben zu können, damit die die Guides wissen, wohin sie mit den Touristen gehen müssen. Was für ein Zufall, dass die Gruppe sich immer im Bereich von Wegen aufhält und somit von Touristen erreichbar ist... Egal, die nächste Stunde verbringen wir mit der Beobachtung der Tiere, wobei die Bäume schon recht hoch sind, also nicht wirklich Details erkennbar sind.

Wie bereits erkennbar war, der Park ist ein Paradies für Affen und Schlangen. Auch der Fan von interessanten Schildern kommt auf seine Kosten:

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Affen hätten wir auch ohne die Tour gesehen:

Anhang anzeigen DSC09332.JPG

Das Vormittagsprogramm war wesentlich angenehmer als das am frühen Nachmittag.

Huye ist das ehemalige Butare. In diese Proivinz ging es als Nächstes:

Auf dem Weg zu unserem Tagesziel biegen wir ab, Zwischenstopp am Murambi Genocide Memorial.

Wir erhalten wie gehabt eine Führung, nach einem Raum mit Schautafeln folgen Baracken mit Hinterlassenschaften (Kleidung und persönliche Gegenstände) sowie Gebeine der 1994 Ermordeten. Das und die Schilderungen unseres Guides gehen mir heute ziemlich nahe, ich verspüre langsam eine gewisse Sättigung. Bitte die Details zu dieser Stätte hier nachlesen, ist wirklich heftig.

Heftig ist eigentlich noch untertrieben. Für Kambodscha-Reisende, heftiger als Choeung Ek und Tuol Sleng. Durch wissenschaftliche Beschäftigung mit struktureller Gewalt und NGO-Arbeit in diesem Bereich bin ich eigentlich recht hart im Nehmen. Ich habe mir auch die ein oder andere Zeugenaussage im Gerichtssaal des Ruanda-Strafgerichtshofs und des Jugoslawienstrafgerichtshofs angehört und selbst an Bosnienfällen gearbeitet, so dass mich eigentlich nichts mehr schocken kann.

In der Gedenkstätte gab es auch einen Raum über forensische Beweise, ich habe etwas genauer hingeschaut. Fotos gibt es jedoch keine von mir.

Die besichtigte Stelle war die einzige in Ruanda, die wie ein Konzentrationslager mit Registrierung der Inhaftierten funktionierte. Hier war mal jemand besser vorbereitet, als der Ex-Üräsident mit der Leni Riefenstahl VHS-Kassetensammlung. Das Perfide daran war, dass die französischen Blauhelme während des Völkermordes ihr Lager dort hatten. Direkt an den Volleyballfeldern, die sie auch nutzten.

Unserer lieber Mitreisender @juliuscaesar konnte uns diesmal leider nicht begleiten, hatte aber ein "glückliches Händchen". Als wir aus dem Lager kamen, teilte er mit, dass Lviv und Ivano-Frankivsk, wo wir beide gelegentlich unterrichten, unter Drohnenbeschuss sind. Ich schrieb sofort einer gemeinsamen Bekannten in der Ukraine, wie es ihr geht. Sie schickte mir Fotos aus dem Seminarraum, gerade als die Drohnen über die Stadt pfiffen. Der Tag war gelaufen.

Gedenkstättenzähler: 5

Diese heutige zählte definitiv dreifach. Die folgenden beiden Tage sollten gedenkstättenfrei bleiben. Entsprechend wurden klassische Museumsrouten geplant, dazu später. Denn eigentlich wollen wir ja Werbung für Ruanda machen.

Antworten zu den Kosten folgen auch. Ich muss nur noch einmal nachschauen.
 
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Karl Langflug

Erfahrenes Mitglied
22.05.2016
3.710
3.919
Ja, seufz, dieser Genozid gehört zum Schlimmsten. Ich hätte jetzt behauptet, dass niemals zuvor in so kurzer Zeit so viele Menschen abgeschlachtet wurden. Wer hart im nehmen ist, es gibt einen Spielfilm, der eine wahre Geschichte nachspielt. "Shooting dogs". Er spielt in einer Schule, in welche Tutsis flüchteten und in welche sich UN-Soldaten zum Schutz einquartierten. Hutu-Milizen umstellten die Schule.

An der Erstellung des Filmes beteiligten sich Überlebende. Der Befehlshaber der UN-Soldaten, ein Belgier, versuchte sich im realen Leben das Leben zu nehmen, weil er mit seinen Schuldgefühlen nicht klar kam, obwohl er "nur" Befehle befolgte. Ich weiss jetzt gar nicht, wie es mit ihm weiterging, hat er nicht sogar ein Buch geschrieben?

Auf jedenfall maximal traurige Handlung und aus meiner Warte absolut sehenswert, aber eben auch verstörend zu sehen, wie schnell Nachbarn/Menschen in die tiefsten moralischen/humanen Abgründe versinken können.

Und nun zum wichtigen. Danke fürs mitnehmen, reise gerne mit.
 

unseen_shores

Erfahrenes Mitglied
30.10.2015
9.981
16.746
Trans Balkan Express
So merkwürdig einem das leere Museum dort erscheint, es ist ja wohl richtig, sich nicht diesem Gewalt-Wahnsinn zu ergeben und moralisch mit einer Gedenkstätte gegenzuhalten.

Es ist eher eine Gedenkstätte als ein Museum. Kleine Gedenstätten mit Gebeinen gibt es über das ganze Land verteilt. So bekommt man einen Eindruck über den Umfang der Gewalt. Die Gedenkstätten dienen eher den Angehörigen (so es noch welche gibt) und als Mahnung für die Dorfbewohner. Es gab ja in den Orten noch eine Gacaca-Gerichtsbarkeit, in denen das Dorf über die Täter zu Gericht gesessen hat. Dazu später.

Daneben gibt es fünf oder sechs große Gedenkstätten, die größte in Kiagali, die sehr stark besucht wird. Wir waren aber abseits unterwegs und im Land gibt es kaum Touristen, nur in den Parks und in Kigali trifft man einige. Außerdem haben zwei österreichische Radfahrer unseren Weg gekreuzt.

Vielen Dank für den sehr interessanten Reisebericht zu diesem sehr interessanten und sehr exotischen Ziel. Ich musste erst einmal bei Google nach Maps suchen und dann nach Kigali. Schon was anderes als etwa die momentanen Reiseberichte mit dem Volkswagen zum Fußballspiel, die ein anderer User mit seinem account gerade erstellt =;. Ein paar Worte zu Kosten, Sicherheit, kommt-man-mit-englisch-weiter usw. würden mich freuen.

Ach, ich finde den Bericht des Mitforisten ganz unterhaltsam, ein bißchen zu viel Autokram, aber das Thema ist spannend (meine Frau war mal in der aktiven Fanszene der Jena-Frauen).

Mitforist hene war 2020 in Ruanda und hat uns mit wertvollen Tipps versorgt.

Rwanda lohnt. Straff organisiertes Land und man kann in wenig Zeit viel sehen und machen, ohne am Komfort zu sparen. Falls Du Tipps brauchst, sag Bescheid. Ich war Anfang 2021 da und habe trotz Corona in knapp zwei Wochen Folgendes geschafft:

24h Quarantäne nach Covid-Test am Flughafen
1 Tag Schimpansen-Tracking im Gishwati NP
3 Tage Vulkanbesteigung und Gorilla-Tracking im Volcanoes NP
3 Tage Wandern auf dem Nile Congo-Trail
1 Tag Strandurlaub am Kivu-See
1 Tag Blitzsafari im Akagera-NP
am Abreisetag Genocide Memorial in Kigali
dazwischen gefühlt 5 PCRs (und andere Tests) hier und da

Einen Reisebericht hat er auch verfasst.


Auf mehrtägige Wanderungen haben wir allerdings verzichtet.

Sicherheit (auch gefühlt) kein Problem, man wehrt alle Konflikte von den Landesgrenzen ab, weil man militärisch im Kongo aktiv ist. Keine Kriminalität. Der Straßenverkehr ist etwas gewöhnungsbedürftig.

Auf einen Sprung in den See habe ich verzichtet, ansonsten wird noch Malariaprophylaxe empfohlen.

Kosten: Sagen wir so. Zehn Tage mit der Chefin in Südtirol im Mai waren auf jeden Fall teurer.

Für mich Hinflug mit ET gebucht, Rücklfug mit TK. Alles noch nach alter Meilentabelle. Aber auch die 70.000 Meilen die jetzt abgerufen werden, sind absolut in Ordnung.

Die Safari (Bericht folgt) 195 EUR p.P. Das Hotel in Huye z.B. 29 EUR über booking.com. Ich buche bei mehrtägigen Reisen immer konsequent bei booking, um den Überblick nicht zu verlieren, wo ich wann seien muss (Ausnahme Kettenhotels mit Status). Zwei Nächte am See knapp 100 EUR, das legendäre Flugfhafenhotel 63 EUR. Am teuersten war die Übernachtung am Ende in Kigali. Hier habe ich aber den Preis nicht zur Hand.

Teurer wären Gorilla- oder Schimpansenführungen gewesen, 1.200 bzw. 600 Dollar. Beide Affenarten hatten aber kein Interesse an uns. Außerdem sind Schimansen hinterhältige Miestviecher.

@cas_de Dein Like zur Frage deute ich so, dass Dich die Preise auch interessieren. Es wäre sicher ein cooles Reiseziel für Sohnemann und Dich, wenn man die Memorials weglässt und sich auf die Tier- und Pflanzenwelt konzentriert, einfach in kurzer Zeit zu bereisen.
 

schlepper

Erfahrenes Mitglied
31.08.2016
4.931
6.579
FRA
Bevor es hier weitergeht noch ein Hinweis auf Tag 7, den ich inzwischen in den reservierten Post reingepackt habe, dieser entstand durch einen unbeabsichtigten Doppelpost.


Donnerstag, Tag 8

Erster Programmpunkt nach dem Frühstück ist das Ethnographische Museum, welches auf einem großzügigen Areal zu finden ist.
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Vom Inneren habe ich keine Fotos gemacht. Nach unserem Besuch fahren wir weiter, Tagesziel ist die Hauptstadt, erster Zwischenstopp ist das Kings Palace Museum in Nyanza.
https://royalnyanza.com/what_to_dos/kings-palace-museum/
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Wir erhalten eine Führung und sehen auch einige dieser Hütten von innen.
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Auf einem Teil des Geländes werden Watussirinder gehalten.
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Der Ort sowie die Umgebung wirken sehr gepflegt, im Erscheinungsbild schon anders als die übrigen Dörfer, die wie sonst gesehen habe, leider habe ich kein Bild von einem Straßenzug zur Hand. Dafür gibt es auch hier wieder Aussicht.
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Wenn wir schon hier sind, dann statten wir dem Kwigira-Museum auch einen Besuch ab. Das Museum befindet sich auf dem Rwesero-Hügel. Das Gebäude wurde ursprünglich als neuer Palast für König Mutara III Rudahigwa errichtet. Er starb jedoch 1959, bevor er den Palast beziehen konnte. Später diente das Gebäude unter anderem staatlichen Institutionen und zeitweise als Kunstmuseum. Das Kwigira Museum in Nyanza ist weniger ein klassisches Museum mit alten Kunstgegenständen, sondern erzählt vor allem, wie Ruanda sich nach 1994 gesellschaftlich und wirtschaftlich neu aufgebaut hat. Die Ausstellung erklärt ruandische Ansätze wie Umuganda (gemeinschaftliche Arbeit), Ubudehe (gemeinschaftliche bzw. soziale Unterstützung) und Agaciro (Eigenständigkeit und nationale Würde). Fotos, Texte und multimediale Elemente zeigen, wie diese Konzepte zur Entwicklung des Landes beigetragen haben. Mein Begleiter interessiert sich am meisten für die Gacaca-Gerichte. Dabei handelte es sich um gemeinschaftsbasierte Gerichte, die zur Aufarbeitung von Verbrechen im Zusammenhang mit dem Genozid von 1994 eingesetzt wurden. Im Kwigira Museum werden solche Ansätze im größeren Zusammenhang der ruandischen„Homegrown Initiatives“ dargestellt.

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Danach fahren wir zum Flughafen Kigali, wo wir unseren Wagen abgeben. Die Mitarbeiterin können wir davon überzeugen, dass der nicht erfasste Schaden nicht von uns stammt und die Kaution wird direkt zurück gebucht. Mit dem Taxi fahren wir zum Radisson, welches wir für die nächsten drei Tage haben werden. Nachdem wir uns frisch gemacht haben, ziehen wir los.
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Rathaus
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Fußgängerzone
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Die Dunkelheit bricht herein, da die kommende Nacht kurz werden wird, essen wir in einem afrikanischen Restaurant und begeben uns zurück ins Hotel. Die Betten sind eine Wohltat, nach einer Woche auf überwiegend viel zu dünnen und durchgelegenen Matrazen.
 

unseen_shores

Erfahrenes Mitglied
30.10.2015
9.981
16.746
Trans Balkan Express
Tag 8, schon? Wie die Zeit vergeht!

Wir waren pünktlich im Völkerkundemuseum. Auch nach Beginn der Öffnungszeiten tat sich wenig. Eine Reinigungskraft drehte einsam ihre Runden und wir mussten uns bei einem Wachmann im Gästebuch registrieren. Die Räume waren bereits geöffnet, nur Karten konnten wir noch keine kaufen. Als die Dame, die die Tickets verkaufte, kam, hatten wir eigentlich bereits alles gesehen. Sie belehrte uns noch über das Fotografierverbot im Inneren des Hauses. Zu spät.

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Das Museum war ein „Geschenk“ der Belgier. Der Bau ist interessant, die Ausstellungsdidaktik nicht auf dem neuesten Stand. Es beschäftigt sich u.a. mit dem Brauen von Bananen-Bier (entdeckt haben wir auf unserer Reise keins). Ich würde sagen, das Museum war kein Muss. Daher besser vom Nationalpark bzw. vom Murambi Genocide Center direkt weiter nach Nyanza. Dort kann man ggf. die Landschaft zu Fuß erkunden.

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Das Kwigira-Museum war tatsächlich spannend, da es alternative Konfliktlösungsmechanismen beschreibt. Gacaca ist allerdings tatsächlich in der Kritik, weil grundlegende Menschenrechtsstandards nicht eingehalten werden. Nach dem Völkermord musste man irgendwie die überfüllten Gefängnisse leer bekommen. Ich empfehle dazu die Werke von Gerd Hankel. Die enthalten weniger Lobhudelei. An einem Samstag im Monat ist landesweiter Subbotnik angesagt. Ob dieser tatsächlich so gut angenommen wird, wie im Museum beschrieben weiß ich nicht. Zu DDR-Zeiten haben wir uns vor solchen Veranstaltungen ja eher gedrückt. Ich gehe aber davon aus, dass der Gruppendruck recht hoch ist. Das Land ist jedenfalls sehr sauber, das Plasiktütenverbot ist wahrscheinlich ein wichtiger Faktor.
 
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unseen_shores

Erfahrenes Mitglied
30.10.2015
9.981
16.746
Trans Balkan Express
Je weiter wir in Richtung Kigali kamen, umso dichter wurde der Verkehr. Der letzte Teil der Strecke dauerte so seine Zeit.


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Auf unserem Spaziergang durch Kigali kamen wir noch am Hotel des Mille Collines vorbei. Der Manager des Hotels Paul Rusesabagina beschützte während des Genozids ca. 1.200 Menschen. Die Geschichte wurde verfilmt. Rusesabaginas Schicksal war tragischer als ein Hollywood-Film. Er gründete eine Kagame-kritische Partei und wurde bei einem Flug von Burundi in die UAE im Jahr 2020 nach Kigali entführt und zu einer mehrjährigen Haftstrafe wegen angeblicher terroristischer Aktivitäten verurteil. Mit Kagame legt man sich besser nicht an. Dies ist die dunkle Seite im afrikanischen Musterland. Im Jahr 2023 durfte Rusesabagina nach Intervention der USA das Land verlassen. 20260212_175117.jpg

Kigali verfügt über eine kleine Fußgänger-/Radfahrerszone.

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Auch auf den Straßen begegnet man Radfahrern: Bergab einfach, Bergauf nicht jedermanns Sache. Wir befinden uns im Land der 1000 Hügel.
 
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schlepper

Erfahrenes Mitglied
31.08.2016
4.931
6.579
FRA
Bevor es hier weitergeht, kurz der Hinweis auf die Ergänzungen des Tag 8 meines Mitstreiters, welche inzwischen im reservierten Post Platz gefunden haben.

Freitag, Tag 9

Der Wecker klingelt viel zu früh, aber es hilft nichts, wir quälen uns aus den Federn und sind kurz vor 5 in der Hotellobby. Die georderten Frühstückpackages sind natürlich nicht bereit, aber sie werden jetzt noch schnell zusammengestellt. Unser Guide ist pünktlich und so brechen wir in östliche Richtung auf. Gebucht ist eine Safari im Akagera Nationalpark, welcher sich im Osten des Landes an der Grenze zu Tansania befindet. Unser Jeep bietet fünf Gästen Platz, wir werden das Fahrzeug heute aber mit niemanden teilen müssen. In Kayonza, welches wir nach knapp zwei Stunden Fahrt erreichen, machen wir einen Stopp, Kaffee, Frühstück, Toilettengang, dann geht es weiter. Am Parkeingang findet eine Kontrolle der Permits statt.
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Nach wenigen Minuten Fahrt haben wir die erste Begegnung.
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Kurz darauf halten wir am Visitor Center, wo wir eine Sicherheitseinweisung erhalten, außerdem gibt es noch einen Souvenirshop, auf einer Tafel werden die Sichtungen der letzten Tage festgehalten.
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Weiter geht es, diese Gruppe Flusspferde lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.
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Die nächste Sichtung ist eine Pavian-Gruppe.
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Die ersten Giraffen aus der Ferne.
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Eine Gruppe Impalas beim Chillen.
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Bei diesen beiden Nashörnern bleibt es bei der Ansicht von hinten.
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Die nächsten Flusspferde.
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Noch eine Gruppe Hornträger.
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Dann erreichen wir den Rastplatz für die Mittagspause.
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Vom Gebäude weg schaut man auf den See, kann man aushalten.
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Es gibt Kulturgut und Mittagessen.
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Mit übriggebliebenen Pommes lassen sich ein paar Webervögel für ein Foto anlocken.
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Wir fahren weiter, als nächstes präsentieren sich nochmal Impalas aus der Nähe.
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Wieder Giraffen von weitem, ob das wohl auch aus Nähe noch klappt?
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Na klar!
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Zebras treffen wir nochj.
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Und nochmal Nashörner.
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Na ja, und auch der Chef zeigt sich zum Schluss, wenn auch auf dem Rücken liegend im Gestrüpp versteckt.
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Ein letzter Stopp bevor wir den Park verlassen, endlose Weite.
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Kurze Zeit später macht unsere Achse merkwürdige Geräusche, unser Fahrer hält an, um sich die Sache anzuschauen. Eine Sensation, das halbe Dorf kommt zusammengelaufen.
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Da ich von Technik keine Ahnung habe, mache ich derweil ein paar Fotos von der Szenerie.
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Wir setzen unsere Fahrt fort, doch noch bevor wir die Hauptstraße erreichen, ist das Geräusch wieder da. Wir können nur noch mit etwa 20 km/h fahren. Im nächsten Ort hält unser Fahrer an, so kommen wir nicht nach Kigali. Wir haben Glück, obwohl wir schon recht spät sind, sind wir nicht die letzten Rückkehrer aus dem Nationalpark, es hält ein weiterer Jeep, der noch Plätze frei hat, und so kommen wir mit nur einer Stunde Verspätung an unserem Hotel gegen 20:00 Uhr an. Wir stellen unsere Rucksäcke ab, und gehen in der Nähe des Hotels im Ikigai essen. Mit der Ausbeute der Safari sind wir zufrieden.

Edit: Hier noch die Route unserer Fahrt, ich hatte in Kayonza gestartet/gestoppt, weil sich hier der Kreis schließt.
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