Der Zug von Hamburg-Dammtor nach Basel rauscht einfach am Bahnhof Uelzen vorbei. Per Durchsage entschuldigt sich der Zugchef – und erklärt, wie es dazu kommen konnte.
Irritierte Fahrgäste im ICE75 von Hamburg nach Basel: Der Schnellzug ist am Montagnachmittag einfach am Bahnhof Uelzen vorbeigefahren, ohne anzuhalten. Der Zugchef erklärte, was passiert war – und lud alle betroffenen Passagiere als Entschädigung auf ein Freigetränk ein.
Planmäßig hätte der Zug um 15.08 Uhr in Uelzen halten sollen. Doch stattdessen rauschte der InterCity Express einfach an dem hübschen Hundertwasser-Bahnhof vorbei – große Aufregung unter den Fahrgästen.
Hatte der Lokführer schlicht vergessen, dass in der beschaulichen Kleinstadt südlich von Hamburg ein Halt vorgesehen war? Der Zugchef griff zum Mikrofon und erklärte seinen Kunden, was los war: „Die Lokführer haben ihren eigenen digitalen Fahrplan, den sie abzuarbeiten haben“, hallte es aus den Lautsprechern, „und da war aus irgendwelche Gründen Uelzen nicht mit eingepflegt.“
Er wolle damit „in aller Deutlichkeit“ den Triebfahrzeugführer entlasten: „Irgendwo ist ein Fehler passiert, das machen Menschen manchmal.“
Angesichts von täglich mehr als 300.000 Halten von Zügen an Bahnhöfen in Deutschland seien solche Fälle sehr selten, sagt ein Bahnsprecher auf MOPO-Anfrage. „In dem konkreten Fall handelte es sich um menschliches Versagen.“
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Die Umsteigeempfehlung des Zugchefs: in Celle aussteigen und mit dem Metronom zurück nach Uelzen. Aber vorher noch im Wagen 10 vorbei: Dort gebe es für alle, die in Uelzen aus- oder umsteigen wollten, ein Freigetränk nach Wahl.