Neue SKCHG/INVOL Regeln?

ANZEIGE

rcs

Gründungsmitglied
Teammitglied
06.03.2009
27.893
5.852
München
ANZEIGE
Und genau da ist der Punkt: es gibt gar keinen Rechtsanspruch bei nur 5 Minuten umbuchen zu dürfen, insofern wird es für LH nicht teurer wenn Passagiere einen Anwalt beauftragen wollen um das durchzusetzen.

Da könnte ich mir gut vorstellen, dass die Invol Policy geändert wird und zB auf -1 Stunden/ + 3 Stunden minimum abgeändert wird um in etwa EU 261/2004 zu entsprechen. Hier ist ein Bereich wo LHG Sachen erlaubt, die sie gar nicht müssten.
In Deutschland gibt es ja nicht nur die EU/261, sondern auch das BGB. Die Herleitung von Ansprüchen aus der EU/261 ist gemeinhin recht einfach da größtenteils klar verständlich ausformuliert, aber es gibt eben auch einschlägige Urteile nach deutschem Recht die mithin genauso relevant sind. Daher wird das Minimum nach der EU/261 in Deutschland als Minimum nicht ausreichen.

ABER: Weder SQ („Das ist ein LH/M&M-Ticket, das fassen wir nicht an“) noch LH/M&M („Mittlerweile gibt es leider keine Prämienplätze mehr auf der nächtlichen SQ-Langstrecke“) waren willens, mich wieder zurück auf die von mir ursprünglich gebuchte SQ-Langstrecke zu buchen.
Die Lage an sich ist hier ja glasklar, da die EU-Fluggastrechte ausschließlich zwischen Fluggast und ausführender Airline gelten. LH/M&M ist hier zu Recht raus, wenn keine Prämienplätze frei sind, das Thema ist zu 100% im Verantwortungsbereich von SQ.
 

bender1057

Erfahrenes Mitglied
07.02.2010
907
3.384
ANZEIGE
300x250
Die Lage an sich ist hier ja glasklar, da die EU-Fluggastrechte ausschließlich zwischen Fluggast und ausführender Airline gelten. LH/M&M ist hier zu Recht raus, wenn keine Prämienplätze frei sind, das Thema ist zu 100% im Verantwortungsbereich von SQ.
Vollstes Verständnis. Aber gäbe es das Problem nicht umgekehrt genau so?

- Angenommen, jemand bucht bei SQ einen Krisflyer-Prämienflug, der unter anderem das Segment FRA-SIN (mit LH780) enthält.
- Anschließend wird irgendein anderer Flug seiner Buchung gestrichen, so dass er automatisch auf eine komplett andere Verbindung umgebucht wird.
- Er würde aber gerne weiterhin auf dem ursprünglich gebuchten LH780-Flug fliegen (der nicht gestrichen wurde).
- Wenn er bei Krisflyer anruft, wird ihm gesagt: "Es tut uns leid, mittlerweile gibt es auf LH780 keine Prämienplätze mehr".
- Wenn er bei LH anruft, wird ihm gesagt: "Es tut uns leid, Sie haben ein Krisflyer-Ticket, das fassen wir nicht an".

Für mich als Laie ist das Ganze irgendwie "suboptimal" ausgestaltet..