Amen. 1986 war so ziemlich alles schlechter als heute. Außer, dass man selber jünger war und ggf. mehr Haare und weniger Bauch hatte. Und das ist genau das Problem - die menschliche Erinnerung blendet halt die negativen Sachen irgendwann aus.
Lebenserwartung, Gesundheitsversorgung, Kriminalität, Umwelt, Wohnqualität, Verkehrssicherheit, Internet, Einkommen, Arbeitszeit, vereintes Deutschland, vereintes Europa, Frauenrechte, Minderheitenschutz - also ich möchte unter keinen Umständen wieder 1986 leben.
Die Statistik des BKA mag sicherlich stimmen. Nur sieht die Realität auf der Straße meiner Meinung nach anders aus: mehr Messerdelikte und mehr sexuelle Übergriffe. Das sind Fakten!
Nein, eben nicht. Es sind gefühlte Fakten. Aber jede Statistik
und das eigene Erleben sprechen dagegen. Nur wenn man denen nicht glaubt und man sich stattdessen auf irgendwelche Propaganda in (sozialen) Medien verlässt, ist halt die eigene Wahrnehmung, Risikobewertung und Entscheidungsfindung massiv verschoben.
Ihr labert nach iwelchen random Zahlen und nach Hören Sagen.

Was euch fehlt ist Erfahrung und ihr habt NULL Ahnung über D anno 1986. Spielt euch aber auf als wüßtet ihr, wie damals die Stimmung war.
Also ich
erinnere mich an die aufgezählten negativen Aspekte.
Was die Menschen von Land und Zukunft erwartet haben.
Atomtod, Waldsterben, den Iwan, Fortschrittsangst, Sauren Regen, dass einem ein Starfighter auf den Kopf fällt, Öl alle, genereller Weltschmerz. Alles schrecklich, wir werden alle sterben.
Wer war noch mal dafür, der stärksten Oppositionspartei die politische Existenzberechtigung abzusprechen?
Man sollte aus der Geschichte gelernt haben, wie wichtig politische Opposition für eine Demokratie ist.
Die AfD ist nicht bloß eine Oppositionspartei (das ist sie rein definitorisch natürlich auch), aber sie will in erster Linie das demokratische System und den Rechtsstaat zerstören. Und damit hat sie in der Tat keine Existenzberechtigung, sondern ist von eben jenem wehrhaften (!) Rechtsstaat konsequent zu bekämpfen. Übrigens wärst Du mit Deinem Migrationshintergrund als einer der ersten betroffen von der angestrebten "millionenfachen Remigration".