Expedition Nr. 29 oder Thailand, wie ich es schon kenne

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Nitus

Erfahrenes Mitglied
04.04.2013
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MUC
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Vielen Dank lieber Nitus für die immer sehr guten Berichte. Für uns geht’s in 2 Tagen über Singapur nach Khao Lak und wir freuen uns auf ein paar Tage am Strand. Eine persönliche Frage (hoffe nicht zu persönlich): habt ihr einen so guten Stoffwechsel oder macht ihr im Hintergrund so viel Sport oder verzichtet in Deutschland, dass ihr es euch in den Urlauben Essens und trinktechnisch so gut gehen lassen könnt?

Naja, weder stoffwechseltechnisch noch sportlich sind wir da irgendwie besonders unterwegs. Gerade nach der Ankunft in Thailand ist die (Vor)freude auf die verschiedenen Leckereien so groß, dass wir manchmal ein wenig das Maß verlieren. Das hat sich aber mittlerweile relativiert. Und tatsächlich essen wir zu Hause deutlich weniger und leichter.

Nachdem wir hier unter uns sind, kann ich Dir ein Geheimnis verraten: das Schreiben erstklassiger Reiseberichte benötigt so viel Energie, daß der arme Nitus damit zu kämpfen hat, nach so einem Urlaub nicht untergewichtig zu sein.

Und nachdem ich die Energiezufuhr hier mittlerweile ein wenig gedrosselt habe, lassen prompt auch die Updates im Reisebericht auf sich warten. ;)

Der 'frittierte Schweinebauch' counter läuft für diese Reise heiss. Nix Höhlen, nix Buddhas. :unsure:

Höhlen kommen eventuell noch, Buddhas ganz sicher. Bin gerade am Flughafen in Bangkok und warte auf meinen Flug nach Chiang Mai. Bei der Rundreise östlich von Chiang Mai werden ArFr und mir sicherlich einige Buddhas begegnen. Und mein Bedarf an Schweinebauch ist mittlerweile auch erstmal gestillt, daher bitte den Zähler von Schweinebauch schonmal auf Buddhas umstellen!

Statt Tempel dieses Mal Hotels. 😀

Ja, Hotelwechsel hatten wir bisher tatsächlich relativ viele und das wird sich die weitere Reise kaum ändern.

Wir weiter oben geschrieben bin ich nun auf dem Weg zu ArFr für die gemeinsame Nordthailandrundreise. Weitere Updates werden hier demzufolge wahrscheinlich auch noch etwas auf sich warten lassen. Wird dann wohl doch eher ein Reisebericht im Nachhinein.
 

Nitus

Erfahrenes Mitglied
04.04.2013
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MUC
Tag 8 - Weiterhin entspanntes Leben auf Koh Mak

Während unsere +1en noch schlummerten, trafen @skyfly und ich uns bereits wieder frühzeitig zum Frühstück. Heute war es gegen 8 Uhr schon deutlich voller als am Vortag. Dennoch erhielten wir fix die morgendliche Etagere mit Obst und Gebäck.

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Ich wählte die Eggs Benedict, die hier ganz ordentlich schmeckten und vor allem mit viel Salatbeilage an den Tisch kamen.

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Als wir dann irgendwann zu viert am Tisch saßen, sollten es für mich noch die Pfannkuchen mit Banane sein, die jedoch eine so große Portion waren, dass ich diese am Tisch verteilte.

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Noch beim Frühstück kamen wir mit einem Paar aus Konstanz ins Gespräch, die gerade Inselhopping betrieben. Wir tauschten ausgiebig unsere Erfahrungen mit Koh Mak und den umliegenden Inseln aus. Auf dem Weg zurück zu unserem Bungalow sprach uns dann ein Familienvater aus Niederösterreich an. Er fragte, ob wir wüssten, wie man sich gegen die lästigen Sandfliegen schützen könne. Wir erklärten, dass da die normalen Anti-Mücken-Mittel halbwegs wirken würden, die Sandfliegen aber gerade auf Koh Mak ziemlich lästig seien. Wir erfuhren dazu, dass er mit seiner Familie zuvor im Inselinneren von Koh Mak im "Dschungel" übernachtet hätte. Nachdem sie allerdings nachts eine riesige Spinne mitten im Zimmer entdeckt hätten, wäre ein Wechsel in eine etwas zivilisiertere Unterkunft hierher notwendig geworden.

Auf unserem Zimmer machten wir uns wenig später strandfertig und relaxten am ebensolchen.

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Auch badeten wir ausgiebig, was bei dem perfekten Wetter und der kaum vorhandenen Strömung ein Traum war.

Gegen Mittag kehrten +1 und ich wieder zurück in das Hotelrestaurant, wo es für mich heute Reisbandnudeln mit einer Hackfleischsauce sein sollten.

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Nachdem wir den Nachmittag am Strand weiter (fast) nichts getan hatten, ging es am Spätnachmittag zum Ao Kao Beach. Wir riefen erneut den Taxifahrer, der uns bereits am Vortag sicher gefahren hatten, und trafen nach einigen Minuten Fahrt am wunderschönen Strand im Südwesten der Insel ein.

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Mit unseren Freunden kehrten wir im Krua Tonhom Restaurant für ein Abendessen ein.

Wir starteten mit Frühlingsrollen und warteten anschließend den Sonnenuntergang ab.

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Anschließend musste mal die Toilette aufsuchen, welche hier mit traditioneller Handspülung funktionierte.

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Zurück am Platz hatte uns in der Zwischenzeit das bestellte Abendessen erreicht. Es gab (im Uhrzeigersinn von 12 Uhr beginnend) Garnelen mit Ei und Curry (Kung pad phongaree), gebratenen Reis mit Garnelen, Larb Muh (scharfer nordostthailändischer Salat mit Schweinehackfleisch) und Hähnchen mit Cashewnüssen, das gefühlt in jedem Restaurant in Thailand komplett anders interpretiert wird.

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Nachdem wir gemeinsam noch etwas getrunken hatten, rollerten die Beiden heim, während wir noch einen Moment auf unser Taxi zurück zum Hotel warten mussten.
 

DUS_Flieger

Erfahrenes Mitglied
18.11.2012
744
161
DUS
Auch von mir vielen Dank für die immer sehr informativen und amüsanten Reiseberichte.

Dazu zwei aktuelle Infos:

Seit Ende Dezember 2025 müssen die aufladbaren Rabbit Wertkarten registriert, also mit dem Reisepass verknüpft werden, Guthaben verbrauchen geht noch, aufladen nicht mehr - weder an den Schaltern noch an den Automaten. Man erhält die Fehlermeldung "invalid".
Die Registrierung ist nur in dem Rabbit Büro in der BTS Station Phaya Thai möglich! (vor der "Schranke"). Neue aufladbare Karten können ebenfalls nur noch dort erworben werden. Einzelfahrscheine sind wie bisher üblich erhältlich.

Es gibt ja mittlerweile etliche SuperRich Filialen. Wechselkurse sind nicht gleich, der spread für Euro liegt zwischen 0.20 und 0.40. Mit 0.20 sehr günstig die Filiale in Phaya Thai, neben den Ticket-Automaten des Flughafen Express Zuges!
Auch sehr günstig ist Value+ (spread 0.25) im Basement des Helix, EmQuarter (Phrom Pong).
 
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Reaktionen: Meilenhai und Nitus

Simineon

Erfahrenes Mitglied
23.03.2013
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FRA
Hähnchen mit Cashewnüssen, das gefühlt in jedem Restaurant in Thailand komplett anders interpretiert wird.
oh ja, auf einer Reise vor längerer Zeit begab es sich, dass ein Mitreisender mich ansprach, warum ich in jedem Restaurant Hähnchen mit Cashewnüssen bestellen würde, immer das gleiche sei doch langweilig.
Ich meinte nur, er solle das Essen mal fotografieren und mit den nächsten Hähnchen mit Cashewnüssen vergleichen .... noch heute können wir über die Bilder lachen.

Same same ... but different.
 

Nitus

Erfahrenes Mitglied
04.04.2013
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MUC
Tag 9 - Hotelwechsel auf Koh Mak

Wie an den Vortagen war ich erneut deutlich vor +1 wach und machte mich so noch vor 8 Uhr auf den Weg zum Restaurant der Anlage, wo ich heute als erster Gast des Tages eintreffen sollte.

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Nach und nach trafen @skyfly und unsere +1 ein. Wir genossen ein ausgedehntes Frühstück bei wieder bestem Wetter.

Zurück auf dem Zimmer packten wir unsere Sachen und genossen noch etwas die Aussicht. Trotz Buchung zahllose Monate im Voraus waren hier für unsere Wunschtermine nur drei Nächte buchbar, sodass ich nach einer alternativen Unterkunft gesucht hatte, in welcher wir unseren Aufenthalt auf Koh Mak fortsetzen könnten. Gegen kurz vor 12 Uhr mittags trafen wir dann mit unserem Gepäck an der Rezeption ein, um die Rechnung zu bezahlen.

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Wir blickten noch einmal zurück auf den schönen Strand hier.

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Für 12 Uhr war unsere Abholung durch die nächste Unterkunft, der Little Moon Villa, geplant. Tatsächlich fand sich ein eher wortkarger Fahrer am Seavana ein, der sich später auch als Gärtner der Little Moon Villa herausstellen sollte. Er verlud unser Gepäck auf einen Golfwagen und fragte, ob es in Ordnung sei, wenn er noch einen Stopp an der lokalen Postfilliale einlegen würde, da er ein Paket abholen müsste. Natürlich hatten wir nichts dagegen, zumal ich so nach einer eher kurzen Fahrt unweit unserer bisherigen Unterkunft so ein Foto des dortigen Piers machen konnte.

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Auch wenn unser Fahrer auffällig langsam fuhr, konnten wir gute zehn Minuten später im Norden der Insel in unserer nächsten Unterkunft begrüßt werden.

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Etwas überrascht waren wir, dass wir bereits die gewünschten Speisen zum Frühstück am Folgetag auswählen sollten.

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Anschließend wurden wir mit dem Golfwagen den steilen Weg hinauf zu unserem ganz oben in der Anlage gelegenen Bungalow gefahren.

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Wir waren von der Großzügigkeit unserer Unterkunft sowie der Aussicht positiv überrascht.

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Nachdem sich einerseits etwas Hunger bei uns einstellte und andererseits das Restaurant "Maruey Kitchen", bei welchem wir während unseres letzten Aufenthaltes auf der Insel hervorragenden Schweinebauch mit Thai-Basilikum gegessen hatten, nur knappe 15 Fußminuten entfernt befand, spazierten wir dorthin, allerdings nicht ohne @skyfly, der noch nicht umgezogen war, bescheid zu geben.

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Gemeinsam aßen wir jeder eine Portion super leckeren Schweinebauch mit Thai-Basilikum.

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Während unser Freund mit einem Motorroller zurück fuhr, spazierten +1 und ich an zahlreichen Gummibäumen zurück zu unserer neuen Unterkunft.

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Wir erkundeten unsere Anlage ein wenig, die jedoch aufgrund ihrer geringen Größe nicht viel zu bieten hatte, und deren Strand auch eher dreckig und mit viel Unrat versehen war.

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In der Ferne konnten wir eine Boonsiri-Fähre erkennen.

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Kurz vor dem Sonnenuntergang trafen wir unsere Freunde in der Banana Sunset Bar, zu der wir uns von dem bekannten Taxifahrer hatten fahren lassen. Die Beiden hatten uns dank rechtzeitiger Ankunft gute Plätze gesichert.

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Bei einem Long Island Icetea verfolgte ich den Sonnenuntergang.

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Wir blickten auf den Strand, von dem wir den Sonnenuntergang am Vortag beobachtet hatten.

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Aber dann war es Zeit, den heutigen Sonnenuntergang zu verfolgen.

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Anschließend begaben wir uns zu unserem Lieblingsrestaurant auf der Insel, dem Koh Mak Seafood.

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Dank frühzeitiger Reservierung gab es wieder einen Platz direkt am Wasser.

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Das Essen sollte uns erneut nicht enttäuschen.

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Nach dem Essen nahmen wir einen riesigen Tintenfisch wahr, der seine Runden um das Restaurant zog.

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Und nach einer Taxifahrt auf den letzten Metern vor unserem Bungalow entdeckten wir dann noch zwei korpulierende Kröten.

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PS: Wir sind vor zwei Tagen zurück in München gelandet und ich habe fast schon ein schlechtes Gewissen, den Reisebericht so lange unterbrochen zu haben, aber fehlte tatsächlich die Zeit, um Euch auf dem Laufenden halten zu können. Dies werde ich nun nachholen und würde mich freuen, wenn Ihr mir / uns auch nachträglich folgen würdet.
 

Nitus

Erfahrenes Mitglied
04.04.2013
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Tag 10 - Inselleben

Tatsächlich waren wir heute relativ früh wach. Auf dem nachfolgenden Foto kann man den Grund vielleicht trotz der aufgezogenen Vorhänge erahnen.

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So schön die Aussicht aus unserem Bungalow und auch vom Bett aus war, so schlecht konnte man das Schlafzimmer verdunkeln. Wie man erkennen kann, verdunkelten die Vorhänge kaum, und beim Oberlicht hatte man auf Abschattungsmöglichkeit direkt verzichtet.

Dies reihte sich ein in eine lange Liste von Unzulänglichkeiten ein, die ich bei einer Unterkunft, die umgerechnet gute 140€/Nacht aufruft, nur schwer akzeptieren kann. Die Außentür des Bungalows ließ sich nicht verriegeln, da Schloß und Schließblech einfach nicht zueinander passten. Das bodentiefe Fenster bzw. die Schiebetür vor der Badewanne ließ sich gar nicht verriegeln und jederzeit von innen und außen aufschieben. Der Zimmersafe war weder an der Wand angedübelt noch irgendwie mit den Möbeln verbunden.

So waren die Erwartungen bzgl. des Frühstücks eher gering. Tatsächlich fanden wir das Omelette jedoch ganz in Ordnung, Kürbis und Salatbeilage passten und das gebratene Stück Hähnchenfleisch sättigte. Die getoastete Scheibe Brot überraschte, da es ein gar nicht schlechtes Sauerteigbrot zu sein schien, was hier offenbar selbst gebacken wurde.

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Da wir jedoch nicht wirklich satt wurden, bestellte +1 kostenpflichtig etwas von der Gebäckauslage am Tresen. Die Zimtschnecke wurde mit reichlich Frischkäse bestrichen serviert, was wohl den eher trockenen Zustand des Backwerks kaschieren sollte.

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Nach dem Frühstück spazierten wir noch etwas umher und ich fotografierte eine halbfertige Konstruktion, deren Sinn mir nicht so recht einleuchtete.

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Den Vormittag verbrachten wir mit schönster Aussicht auf unserer Terrasse mit Lesen, Handy- und Laptopnutzung.

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Gegen Mittag wechselten dann auch @skyfly und sein +1 hierher, nachdem die Beiden ebenfalls ursprünglich keine durchgehende Buchung im ersten Hotel erhalten hatten. Ich begutachtete ihren Bungalow, der interessanterweise einen ziemlich anderen Grundriss hatte als unserer.

Gegen Abend sollte es gemeinsam erneut zum Ao Kao Strand gehen, wo wir zwei Abende zuvor auch einen tollen Sonnenuntergang beobachtet hatten. Unsere Freunde nutzten wieder ihre Motorroller, wir hingegen riefen wieder den uns vertrauten Taxifahrer.

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Wir trafen uns an der Baanyai Beach Bar.

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Hier schien fast dauerhaft "Happy Hour" zu sein, zu der es eine umfangreiche Auswahl an Cocktails zum Preis von 220 THB für Zwei gab.

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Unsere "Blue Hawaii" fanden wir erstaunlich gut gemischt.

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Ein weiteres Highlight war der "Passionfruit Mojito".

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Ganz besonders gefiel uns dann die "Pina Colada", die offenbar aus tiefgefrorenen Ananasstücken und mit viel cremiger Kokosnussmilch und Alkohol im Standmixer zubereitet wurde, sodass diese erstaunlich süffig und cremig schmeckte.

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Nachdem die Sonne untergegangen war, begaben wir uns raus aus dem Schatten und setzten uns nah ans Wasser.

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Wir blickten auf unsere großartige Strandbar.

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Für das Abendessen begaben wir uns zu viert zu Mong Kitchen, welches sich ein paar Hundert Meter entfernt befinden sollte.

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Es sollte knusprigen Schweinebauch, frittierten Fisch mit Currysauce, Hähnchen mit Cashewnüssen, ein helles Curry sowie Massaman Curry mit Roti geben.

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Nitus

Erfahrenes Mitglied
04.04.2013
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Tag 11 - Essen, Trinken, Strand, Trinken und Essen

Auch wenn wir heute aufgrund der frühen Helligkeit in unserem Zimmer wieder ähnlich früh wach wurden wie am Tag zuvor, konnten wir uns erst um kurz vor 9 Uhr aufraffen, den steilen Betonpfad zum Frühstücksrestaurant hinab zu gehen.

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Zu dieser Uhrzeit war es erwartungsgemäß etwas voller und die meisten Tische im kleinen Cafe waren belegt, sodass wir uns nach draußen setzten.

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Wohlwollend nahm ich die leere Flasche "Monkey's Schwarzwald Dry Gin" zur Kenntnis, die hier zu Dekorationszwecken eingesetzt wurde.

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Wenig später erhielten wir das am Vortag ausgewählte Essen, das wir genauso gewählt hatten wie für das Frühstück am Vortag. Da wir aber genauso wie am Vortag nicht satt wurden, sollte es auch heute ein kostenpflichtiges Stück Backwerk sein. Der frisch erwärmte Brownie war tatsächlich sehr gut, zumal zwei weitere schwarze Kaffees kostenlos dazu serviert wurden.

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Beim Bezahlen des Brownies kam ich mit einem Paar aus Wien ins Gespräch. Auch sie befanden, dass hier Preis und Anspruch ein wenig von der Realität entfernt waren. Grundsätzlich schienen sie aber ebenso wie wir mit dem Urlaub im Allgemeinen sehr zufrieden zu sein.

Den Vormittag verbrachten wir auf unserem Balkon / unserer Terrasse. Ich musste online ein paar Dinge erledigen und schrieb auch an diesem Reisebericht. Dies fiel bei der wundervollen Aussicht auf das Meer und den blauen Himmel sehr leicht. Auch probierte ich mit @skyfly hier im Wasser zu baden, was sich aber aufgrund des trüben Wassers nicht so perfekte anfühlte.

Gegen frühen Nachmittag brach ich dann mit +1 zu Fuß auf, um erneut eine perfekte Portion mit Thaibasilikum gebratenen knusprigen Schweinebauch genießen zu können.

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Gesättigt riefen wir den uns mittlerweile vertrauten Taxifahrer, um uns direkt vom Restaurant zur Baanyai Strandbar zu fahren, wo wir uns am Vortag so wohl gefühlt hatten.

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Wir hatten tolle Plätze direkt am Meer, sodass wir zusammen mit unseren Freunden im Meer planschten.

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Direkt mit Beginn der Happy Hour um 16 Uhr sollten es dann auch wieder Passionfruit Mojito und Pina Colada sein.

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Eine gute Stunde später machten wir uns ganz langsam für den Sonnenuntergang bereit.

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Es sollte aber noch eine Weile dauern, bis der Feuerball hinter den Hügeln verschwand.

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Anschließend stand ein Location-Wechsel an. Unsere Freunde nutzten wieder ihre Motorroller für ihren Weg zu unserem gemeinsamen Lieblingsrestaurant, dem Koh Mak Seafood. Wir mussten hingegen einen Moment auf unseren Taxifahrer warten.

Nachdem wir unsere Sitzplätze am selben Tisch (mit irritierenderweise den selben anderen Gästen am Nachbartisch) wie beim letzten Besuch eingenommen hatten, bestellten wir wieder reichlich. Los ging es mit Jakobsmuscheln mit "Nam Prik Pao" (gegrillter Chilipaste):

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Es folgten Garnelen mit Bambusgemüse, das fast ein wenig zu fad war:

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Der mit Ananas und Cashews gebratene Reis durfte hier einfach nicht fehlen:

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Es sollten dann noch ein grünes Curry, das in dieser typischen Feuerschale serviert wurde, und gebratener Wasserspinat sein:

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+1 hatte es bei den letzten Besuchen hier schon gejuckt, das Sashimi von einer lokalen Muschelart zu probieren. @skyfly zeigte sich interessiert, wohingegen sowohl sein +1 als auch ich eher skeptisch blieben. Schön angerichtet war es:

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Als Letztes erreichte uns der frittierte Fisch, diesmal kein Standard-Seebarsch sondern eine lokale Fischart, mit reichlich frittiertem Knoblauch:

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Überflüssig zu erwähnen, dass wir mehr als satt wurden.

Beim Verlassen des Restaurants schauten wir uns die Muschelart, die heute als Sashimi auf unserem Tisch gelandet war, noch genauer an.

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Während unsere Freunde bereits mit ihren benzinbetriebenen Motorrollern auf dem Heimweg waren, mussten wir kurz warten. Eine Angestellte des Restaurants sollte uns kostenfrei mit einem Golfwagen zurück zu unserer Unterkunft fahren. Wir lernten, dass sie gebürtig aus Rayong kommen würde. +1 und sie hatten eine rege Unterhaltung, der ist mal wieder nur in Teilen folgen konnte.
 

Nitus

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04.04.2013
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Tag 12 1/2 - Zurück auf's Festland

Erneut hatten wir uns zu einem gemeinsamen Frühstück mit unseren Freunden verabredet und erneut sollte es ein Tisch im Freien (aber auch im Schatten) sein.

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Wie schon die Tage zuvor konnten wir nicht ganz ausblenden, dass das Meer direkt vor der Anlage nicht so schön war. Hier hatte man offenbar mehrere abgeholzte Palmen im Meer verklappt, die sich aber irgendwie nicht wegbewegen wollten.

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Zur Feier des Tages - heute war Heiligabend - gab es selbstgebackene Weihnachtskekse, die sowohl einzeln als auch zusammen in Plastiktütchen verpackt waren, und ziemlich gut schmeckten, wie wir herausfinden sollten.

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Auf dem Rückweg zu unserem Bungalow entdeckte +1 einen Hundertfüßer, der jedoch bereits geköpft bzw. unschädlich gemacht war.

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Zurück auf dem Zimmer packten wir unsere Sachen und relaxten ein wenig, bevor wir uns gegen 12 Uhr zur Rezeption begaben. Wir checkten aus und konnten wenig später auf den Sitzbänken auf der nicht überdachten Ladefläche eines Pickups Platz nehmen, der uns zusammen mit einem anderen Paar zum Ao Nid Pier fahren sollte. Die Dame war uns u.a. am Vorabend aufgrund ihrer enormen Reibeisenstimme aufgefallen. Wir kamen ins Gespräch und tatsächlich befand man, dass das Koh Mak Seafood das beste Restaurant der Insel sei, und erinnerte sich auch an uns als Gäste am Nachbartisch. Sie käme gebürtig aus Newcastle, würde aber nun mit ihrem französischstämmigen Partner in London leben. Beide würden nach der Fährüberfahrt direkt zum Flughafen BKK gebracht, wo sie am Abend noch mit BA direkt nach London fliegen würden.

Um 12:15 waren wir am Ao Nid Pier offenbar die ersten Passagiere für die Fähre um 13 Uhr.

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Der Check-in-Schalter von Boonsiri wirkte improviert, arbeitete aber effizient und konnte uns Bordkarten bzw. Tickets ausdrucken sowie Aufkleber mit dem Reiseziel "Trad" für T-Shirt und Koffer übergeben.

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Ich hielt die Umgebung sowie die thailändischsprachige Übersichtskarte der Insel ebenso wie die Aussicht und den Blick auf das Koh Mak Seafood Restaurant fest.

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Nach und nach trafen weitere Passagiere am Pier ein, wenngleich es nicht wirklich voll werden sollte. Unsere Fähre war dazu auch schon in Sichtweite.

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Nachdem das Reisegepäck der Passagiere verladen war, wurde gegen 12:45 das Boarding gestartet. Wir konnten mit als erste Passagiere an Bord gelangen und uns schattige Plätze mit Ausblick sichern.

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Erneut fast auf die Minute pünktlich legten wir ab.

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Gute 40 Minuten später wurde die Anlegestelle am Festland sichtbar.

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Beim Aussteigen stand bereits das Transportvehikel für den Transfer zur Boonsiri-Geschäftsstelle bereit.

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Die Abfahrt verzögerte sich jedoch, da eben jenes britisch-französisches Paar, das mit uns von der Little Moon Villa zum Ao Nid Pier gefahren war, sich sehr unsicher war, wo ihr Fahrer sie abholen würde. Nach längerem Zögern waren sie gerade zu uns in den Sammeltransfer gestiegen, da hielt ein Pickup neben uns. Tatsächlich war dies ihr Transfer, sodass sie nun wieder ausstiegen und um das Abladen ihres Gepäcks baten, was einen Moment dauerte.

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Wenig später konnten wir die kurze Fahrt genießen.

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Am Boonsiri-Gelände angekommen, konnten wir unseren Yaris-Mietwagen weiterhin im Schatten stehend vorfinden. Nachdem wir unser Gepäck verladen hatten, konnten wir nach einer kurzen Kontrolle unseres vorab gekauften Parktickets erfolgreich vom Gelände des Fährunternehmens fahren.

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Nur ein kleines Stück entfernt hatten +1 und ich unabhängig voneinander ein gut bewertetes Seafood-Restaurant gefunden, zu welchem ich uns nun lenkte. Die Lage direkt am Meer war gut, zumal wir fast freie Auswahl der Sitzplätze hatten.

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Die Speisekarte war dazu rein auf Thailändisch, was uns sehr erfreute.

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Wir blickten auf die Umgebung...

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... lokale Fischerboote ...

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... und die kambodschanische Bergwelt, die uns daran erinnerte, dass es hier glücklicherweise auch ohne offiziellen Waffenstillstand sehr ruhig geblieben war.

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Wenig später wurden frittierte Seebarsch-Stücke mit einem pikanten Salat von unreifer Mango serviert:

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Dazu eines meiner Lieblingsgericht: "Gung ob wunsen" = Garnelen mit Glasnudeln gebacken

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+1 freute sich insbesondere auf eine lokale Garnelenart:

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Selbstredend wurden wir wieder satt.
 

Nitus

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Tag 12 2/2 - Zwischenübernachtung in Rayong oder billigster Biergarten

Gestärkt machten wir uns auf die Autofahrt zurück in Richtung Bangkok. In der Provinzhauptstadt Trat ließen wir den überschaubaren Tank unseres sparsamen Mietwagens auffüllen, um ca. drei Stunden nach dem Mittagessen in der Provinzhauptstadt Rayong bzw. am dortigen Central-Einkaufszentrum mit dem daneben befindlichen Hilton Garden Inn Hotel anzukommen.

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Die gut sechs Stunden Autofahrt zwischen Bangkok und dem Fährpier von/nach Koh Mak wollten wir auf der Rückfahrt ebenso hälftig unterbrechen wie auf der Hinfahrt. Mit Ankunft am Abend musste es nun auf der Rückfahrt kein Resort in Strandnähe sein, sodass ich das ebenso günstige wie neue Hilton Garden Inn Rayong gewählt hatte, das wenig idyllisch direkt neben der Schnellstraße lag.

Schon vor unserer Ankunft hatte mich das Haus per E-Mail informiert, dass heute am heiligen Abend ein besonderes Weihnachtsbüffet in der Rooftop-Bar angeboten würde, weswegen auch der Rooftop-Pool gesperrt sei. Das schien dann wohl auch der Grund gewesen zu sein, warum es schwierig war, einen freien Parkplatz am Hotel zu finden.

Während wir eincheckten schien die lokale High-Society sich auf den Weg zum Weihnachtsbüffet in der Rooftop-Bar zu machen, denn war es etwas wuselig in der Lobby. Die freundliche Mitarbeiterin checkte uns währenddessen zwar professionell ein, musste aber eingestehen, dass wir kein Upgrade erhalten hätten. Ich fragte nach, ob man wirklich kein besseres Zimmer für ein Hilton-Honors-Diamond-Member hätte. Sie tippte länger auf ihrer Tastatur und meinte schließlich, dass sie uns einen Corner-Room anbieten könnte, was wir dankend annahmen.

Das Zimmer war dann auch nicht nur ansprechend eingerichtet sondern auch vom Platz ausreichend bemessen.

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Das Badezimmer hingegen war eher eng. Dazu suggerierte der Notausgangsplan, dass unser Corner-Room zumindest in Bezug auf die Zimmergröße kein wirkliches Upgrade war.

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Der nächtliche Ausblick aus dem Zimmer war dazu eher enttäuschend, mit Blick auf den örtlichen BigC-Supermarkt mit angeschlossener B-Quick-Filiale, sowas wie dem thailändischen A.T.U.-Pendant.

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Besser war der dank Corner-Room seitliche Blick, wo man nicht nur auf das Central-Einkaufszentrum blickte sondern auch auf einen kleinen Nachtmarkt und einen thailändischen Biergarten.

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Nachdem +1 auf Koh Mak von Sandfliegen malträtiert worden war und sich nach einem entsprechenden Biss an seiner Ferse mittlerweile eine sehr unangenehme riesige Blase gebildet hatte, führte uns unser erster Weg vom Hotel in das benachbarte Einkaufszentrum, um in einer Drogerie Medikamente, Desinfektionsmittel und Verbandmaterial zu kaufen, nachdem ihm eine befreundete Ärzte eine Einkaufsliste diktiert hatte.

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Entsprechend versorgt machten wir uns anschließend auf, den Nachtmarkt neben dem Hotel und dem Einkaufszentrum zu erkunden.

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Am Stand, wo es u.a. knusprigen Schweinebauch gab, konnte ich natürlich nicht vorbei gehen.

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Mit fettig-salzigem Essen bewaffnet machten wir uns auf zum Chang-Biergarten.

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Es hätte zwar Fassbier gegeben, aber wie in Thailand nicht unüblich war dies äußerst ambitioniert bepreist. Im Gegenzug wurden fünf große Dosen Chang-Bier im Eiskübel für nur 300 THB (gut 8 Euro) offeriert, sodass die Wahl darauf fallen sollte. Dazu erklärte die freundliche Bierdame, dass man ungeöffnete Dosen kostenlos gegen kältere Exemplare austauschen dürfe.

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Zu dem kalten Industriebier gab es Live-Musik.

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Somit sollte es für uns nicht bei einem Eimer bleiben.

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Für weitere Grundlagen sollten es dazu ein Nudeltopf und ein Dessert aus schwarzem Klebereis und Kokosnussmilch sein.

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Der Weg zur Blasenentleerung führte übrigens in die Tiefgarage, wo sich aber tatsächlich sehr ordentliche Toiletten befinden sollten, wenngleich das Schild mit ห้องน้ำ allein auf Thailändisch beschriftet war.

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Die zweite Band des Abends sollte definitiv keine schlechtere Musik bieten.

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Überrascht, was einem hier geboten wurde, machten wir uns kurz vor Mitternacht ziemlich bierseelig auf den Rückweg.

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Nitus

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04.04.2013
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Tag 13 1/2 - Diamond Air Rayong

Als ich irgendwann nach 8 Uhr die Vorhänge aufzog, bot sich ein unerwartet schöner Ausblick auf die entfernte Bergwelt, die einen die Schnellstraße vor dem Hotel fast vergessen ließ.

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Als ich meinen Blick schweifen ließ, konnte ich das hässliche Gebäude des gegenüberliegenden BigC-Supermarktes jedoch nicht ausblenden.

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Dazu konnte ich auf den Nachtmarkt und Biergarten blicken, der heute früh deutlich leerer wirkte als vor gut acht Stunden.

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Das dank Hilton-Honors-Status kostenlose Frühstück überraschte sowohl von Auswahl als auch Qualität positiv.

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Auf der Terrasse gab es dazu eine Eier- und Suppenstation.

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Das dort bestellte Omelette war solide.

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Beim Frühstück war ich der einzige Weiße. Neben zwei chinesischen Arbeitskollegen, die sich unangenehm lautstark miteinander unterhielten, schienen hier sonst nur thailändische Gäste einzukehren. Die Lage des Hilton Garden Inn suggerierte aber auch eher Geschäftsreisende (Rayong ist einer der wichtigsten Industrie- und vor allem Petrochemiestandorte Thailands.), Durchreisende oder Einheimische auf Heimatbesuch.

Nachdem wir uns ausreichend gestärkt hatten, legten wir noch einen Stopp auf der Dachterrasse ein, um den dortigen Pool zu begutachten, der am Vorabend aufgrund eines Weihnachtsdinners gesperrt war.

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Von hier blickten wir auf die Schnellstraße in Richtung Bangkok, die wir wenig später selbst befahren würden.

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Richtung Süden konnte man sowohl den Golf von Thailand erkennen als auch die diversen Raffinerien, die die Kraftstoffversorgung Thailands sicherstellen.

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Zurück auf dem Zimmer nahmen wir uns ausreichend Zeit, mal wieder unsere Sachen zu packen und uns für die Weiterreise frisch zu machen. Nach dem Check-Out trafen wir um kurz vor 11 Uhr an unserem Mietwagen ein, der gerade noch im Schatten stand.

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Nach nur wenigen Minuten Autofahrt in Richtung Bangkok drehte ich jedoch an einem U-Turn, um zum "Air Diamond Café & Resort Rayong" zu gelangen, das auf der anderen Seite der Schnellstraße lag.

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Hier hatte man die HS-TND, einen ausgemusterten Airbus 340-600 der Thai Airways mit Taufnamen "Phetchaburi", in ein Café verwandelt.

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+1 stellte sich direkt am Ticketschalter an, wo man für 150 THB pro Person Zugang inklusive einem eisgekühlten Freigetränk erhalten konnte.

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Ich hingegen studierte die technischen Daten.

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+1 überreichte mir wenig später meine Bordkarte, die sich nur in der "Ticketnummer" von seiner unterschied.

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Anschließend ging es die Treppe hinauf.

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Wir schauten kurz ins Cockpit, wo man offenbar Einiges zurückgebaut hatte.

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Auch das sonstige Innere des Flugzeugs hatte man stark umgebaut. Die Galleys und Klassentrenner schienen alle ausgebaut und der Innenraum wirkte teilweise nicht mehr ganz wie ein Flugzeug. +1 tauschte nichtsdestotrotz unsere Bordkarten gegen die vorbestellten Getränke.

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Tatsächlich hatte man ein Sammelsurium an verschiedenen Flugzeugsitzen angehäuft. Wir ließen uns natürlich auf den modernsten hier verfügbaren Business-Class-Sitzen nieder.

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Supercool wäre es natürlich gewesen, wenn die Sitze mit Strom versorgt gewesen wären, sodass man die Sitzpositionen hätte verstellen können. Auch eine wie auch immer geartete Nutzung der Monitore des IFE hätten wir toll gefunden, aber ein wenig lieblos wirkte die Ansammlung verschiedener Sitze hier schon.

Nachdem wir unsere Getränke ausgetrunken hatten, gingen wir nochmal zurück ins Cockpit, wo +1 ungewollt das Steuerhorn aus seiner Verankerung nahm.

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Wir inspizierten die diversen Instrumente und Schalter.

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Schließlich begaben wir uns langsam zum Heck des Flugzeugs.

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Ich hielt den A340-600 noch von der anderen Seite fest.

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Und entdeckte noch eine B777-200, die ehemalige HS-TJG, die hier ebenfalls ausgestellt war.

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+1 hingegen interessierte sich mehr für einen Durian-Händler, der sich auf dem Gelände von "Diamond Air" befand.

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Aus dem Kühlschrank sollte es ein Filetstück dieser unangenehm riechenden Frucht sein, das ausgewogen und entsprechend berechnet wurde.

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+1 verzehrte dieses mit einem sehr zufriedenen Gesichtsausdruck, während ich mich nochmal auf dem Areal umschaute, wo es neben den beiden Widebodies auch noch ein kleinere Flugzeuge zu sehen gab.

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Nitus

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04.04.2013
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Tag 13 2/2 - Parkroyal Suites und Izakaya

Kurz vor 12 Uhr mittags verließen wir den Flugzeugpark und ich lenkte uns nach einem U-Turn wieder in Richtung Bangkok. +1 checkte mittels Google Maps, ob die Autobahn 7 oder der Bang-Na-Expressway die kürzere Fahrt versprach. Wie üblich sollte Letzteres der Fall sein, sodass in Chonburi das Wechseln von der 7 auf die 34 anstand, was mit ein bisschen Warterei in kleineren Staus einherging.

Im Stadtgebiet Bangkok folgten wir der Mautstraße, bis uns Google Maps auf der Höhe des neuen "One Bangkok" Areals zum Abfahren bewegte. Durch dieses riesige Neubaugebiet passten jedoch die bei Google Maps hinterlegten Straßendaten und Navigationshinweise nicht mehr zur Realität. Wir folgten dem vorausfahrenden Fahrzeug, bis +1 einen Sicherheitsmitarbeiter von "One Bangkok" nach dem Weg zur Withayu bzw. Wireless-Road fragte. Mit dessen Hinweisen konnten wir wenig später auf die uns bestens vertraute Straße biegen, mussten jedoch lange auf die nächste Grünphase warten, um die Rama-IV-Straße zu überqueren und so auf die North Sathorn Road zu gelangen.

Ein ganzes Stück hinter dem Kronos Office Building, in welchem sich die örtliche Hertz-Filiale befindet, nahm ich einen U-Turn, um so zu einer Tankstelle zu gelangen, wo wir unseren Yaris volltanken lassen sollten. Anschließend schoben wir uns durch den sehr zähen Bangkoker Verkehr, um irgendwann auf das Gelände des Kronos Gebäudes zu fahren. Auf der Rückseite konnten wir den Wagen abstellen und erhielten sehr schnell die Bestätigung, dass Alles in Ordnung sei.

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Die Versuche, hier ein Taxi zum Hotel zu bekommen, schlugen wiederholt fehl. Jedes von +1 herangewunkene Taxi verlangte einen deutlich überzogenen Preis. So nutzten wir die Grab-App, die zwar einen halbwegs fairen Preis bot, aber eine längere Wartezeit auf einen Wagen erforderte.

Als Hotel hatte ich für eine Nacht das Parkroyal Suites Bangkok gebucht, denn zum Einen bot Parkroyal eine Online-Zahlung mit GHA-Discovery-Dollar an. So konnte ich bei Buchung im Juli bereits meine im Oktober verfallenden D$ für einen Aufenthalt im Dezember sichern. Und zum Anderen brauchte ich noch (neben NH) zwei weitere GHA-Marken zum Statuserhalt. Dazu offeriert Parkroyal GHA Titanium Gästen kostenloses Frühstück.

Kurz vor der Ankunft am Hotel realisierte ich jedoch, dass sich das Parkroyal Suites in der Nana-Hölle befand, was mir zuvor bei der Buchung gar nicht so richtig bewusst geworden war. Entsprechend war das Klientel in der Hotellobby.

Nach kurzer Wartezeit waren wir an der Reihe und man wusste zu verkünden, dass wir als GHA Titanium ein Upgrade auf das beste Zimmer bzw. die beste Suite des Hauses bekommen würden. Nachdem die Zimmerpreise hier zwischen den verschiedenen Kategorien nur einen sehr geringen Unterschied aufwiesen, hatte ich auch tatsächlich die drittbeste Kategorie gebucht und auf die bei GHA ziemlich konsistente Upgrade-Erfahrung für Titaniums um zwei Kategorien gesetzt. Die erhaltene "One Bedroom Premier Suite" wirkte sehr großzügig.

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Die Aussicht war seitlich durch das benachbarte Novotel etwas eingeschränkt, aber wir konnten u.a. auf das JW Marriott blicken, wo wir beim letzten Bangkok-Aufenthalt genächtigt hatten und die Lage mitten in Nana auch schon schwierig fanden.

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Ich hielt den Rettungsplan fest, um mich daran zu erfreuen, dass wir tatsächlich das größte Zimmer / die größte Suite erhalten hatten, wenngleich der Unterschied zu den anderen Zimmern laut Plan nicht wirklich gravierend ausfiel, was den nicht sonderlich großen Preisunterschied zwischen den verschiedenen Kategorien erklärte.

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Wenig später hielten wir das Haus von außen fest.

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Vor der anstehenden Nordthailandrundreise mit zahlreichen Hotelwechseln wollte ich gerne meine bislang angesammelte Dreckwäsche gewaschen haben. So suchten wir eine Reinigung in der Nähe des Parkroyals auf. Die erste angesteuerte Reinigung rief 100 THB/kg auf, was nicht nur mir zu teuer vorkam. Als +1 meinte, dass wir uns noch bei der Konkurenz umsehen würden, antwortete die ältere Dame, dass diese ebenso 100 THB/kg kosten würde. Eine kurze Recherche bei Google Maps bestätigte dies. Ich ärgerte mich ein weiteres Mal, eine Übernachtung in Nana gebucht zu haben. Hier galten Touristenpreise. Nichtsdestotrotz gab ich die 3kg Dreckwäsche hier ab, da der Aufpreis zu den eigentlich üblich Preisen zu verschmerzen war.

+1 hatte für den Nachmittag und Abend seine eigene Planung. Ich hingegen suchte mir etwas abseits des touristischen Zentrums eine Garküche, wo ich eine ordentliche Nudelsuppe zu mir nahm.

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Anschließend faulenzte ich etwas, bevor irgendwann gegen Abend sich der Hunger wieder bemerkbar machte. Ich wählte ein gut besuchtes Izakaya, wo ich am Tresen noch einen Platz erhaschen konnte. Erst hier nahm ich wahr, dass dieses Izakaya ein etwas freizügiges Manga-Motto hatte, was mich aber ob der sehr ansprechenden Speisekarte so gar nicht stören sollte.

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Schnell erhielt ich mein 1,15l-Glas Asahi.

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Wenig später traf das Thunfisch-Sashimi ein.

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Die Sushis mit geflämmtem Lachs trafen auf einem interessant geformten Brettchen ein.

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Wenig später kamen dann auch die gegrillten Spieße mit durchwachsenem Bauchfleisch, Enoki-Pilzen im Speckmantel und Leber an den Tisch, die mich endgültig satt machen sollten.

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Als ich neben mir auf den Pass schaute, musste ich feststellen, dass man hier tatsächlich ein leicht obszönes Motto ziemlich konsequent durchzog.

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Als ich dann am späten Abend zurück auf dem Zimmer eintraf, fand ich ein Begrüßungsschreiben und eine Tüte frittierter Bananenchips vor.

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+1 traf wenig später ein, sodass wir gemeinsam müde ins Reich der Träume finden sollten.
 

Nitus

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04.04.2013
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Tag 14 - Faulenzen, Essen und Trinken in Bangkok

Wir hatten sehr gut geschlafen. Als ich gegen 8:30 die Vorhänge öffnete, grüßte uns wieder ein wolkenloser Himmel.

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Beim (für GHA Titanium kostenlosen) Frühstück sollte es im Parkroyal Suites Bangkok eher enttäuschend zugehen. Es gab wenig Auswahl und sonderlich ansprechend wirkten die dargebotenen Speisen auch nicht, sodass ich auf Fotos verzichtete. Dazu verkehrten hier merkwürdige Gäste. Sowohl einen Schlafanzug als auch durchschwitzte Funktionskleidung hielten andere Gäste offenbar für akzeptable Kleidung in einem öffentlichen Restaurant. Die Krönung stellte jedoch ein Chinese dar, der mit dem Löffel von seinem Platz aus dem Warmhaltebehälter mit gebratenem gemischtem Gemüse nur Brokkoliröschen herausfischte, wobei unklar blieb, ob der Löffel zuvor am Tisch genutzt wurde. Dazu meinte der Hotelmanager dass sein tägliches Briefing mit seinen Direct Reports am besten im Frühstückrestaurant während der Frühstückszeiten erfolgen sollte. So ein ungemütliches, schlechtes und chaotisches Frühstück hatte ich (insbesondere in Thailand und Bangkok) selten erlebt, sodass wir nicht wirklich viel aßen, bevor wir uns zurück auf das Zimmer begaben.

+1 hatte wieder Termine und ich für heute keinen wirklichen Plan. So begab ich mich auf die Pool-Etage.

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Ich war irritiert, dass das örtliche Pissoir mit einer Dusche kombiniert war.

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Ich suchte mir einen Platz am Ende des Pools, nur um wenig später festzustellen, dass die Sonne hier knallte.

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So wechselte ich wenig später auf die andere Seite und beobachtete einen gemäß Akzent vermutlich US-amerikanischen Familienvater, der seinen beiden Söhnen anscheinend das Schwimmen beibringen wollte. Der eine Sohn war sehr unerschrocken und stellte sich meiner Einschätzung nach sehr gut an. Sein Bruder hingegen fühlte sich sehr unwohl und schrie das halbe Hotel zusammen, als sein Vater ihn mit der Schwimmhilfe alleine im Wasser ließ. Ich erinnerte mich an meine eigenen Traumata, die bei den Versuchen, mir das Schwimmen beizubringen, entstanden waren. Kurzzeitig wollte ich den augenscheinlich übermotivierten Familienvater darauf hinweisen, die Ängste seines Sohnes doch vielleicht etwas ernster zu nehmen, entschied mich dann aber doch dafür, nicht der Oberlehrer sein zu wollen. Glücklicherweise verschwanden die Drei auch relativ schnell wieder, sodass ich ebenso wie die anderen beiden alten weißen Ausländer die Ruhe am Pool genießen konnte.

Zurück auf dem Zimmer entdeckte ich im Kühlschrank, dass wir offenbar bereits am Vortag zwei Portionen kalten Thai-Tee und etwas Obst erhalten hatten.

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Nachdem uns das Frühstück so gar nicht satt und glücklich gemacht hatte, überlegten wir, zum Mittagessen ein Hotel-Mittags-Büffet zu maximieren. So suchte ich bei Eatigo nach einer entsprechenden Option und buchte mit 50% Rabatt das Mittagsbüffet im nicht sonderlich weit entfernten Westin-Hotel. Zu Fuß machten wir uns dorthin auf.

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Im um kurz nach 13 Uhr ziemlich leeren Restaurant erhielten wir einen schönen Platz am Fenster und bekamen stetig unsere Wassergläser kostenlos aufgefüllt. Ich startete am Sushi-Büffet.

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+1 war für die Meeresfrüchte dankbar.

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Während des Essens kam übrigens der Hotelmanager, der sich anschließend mit verschiedenen Mitarbeitern zum Mittagessen im Hotelrestaurant traf, auf uns zu und fragte, ob Alles recht sei, was wir bestätigten.

Auch die sonstigen Speisen sahen allesamt gut aus und schmeckten ebenso.

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Hier konnte ich dann auch das erste mal Stücke eines traditionell zubereiteten Truthahns probieren, welcher mir jedoch leider einfach zu trocken und fad schmecken sollte.

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+1 hingegen maximierte die Meeresfrüchte sehr gut.

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Wir waren schon satt und bedienten uns noch etwas am umfangreichen Nachtischbüffet, da kam ein kleiner asiatischer Junge im Vorschulalter in das Restaurant und rannte auf und ab, ohne dass seine Eltern auch nur irgendwo zu entdecken gewesen wären. Nachdem die Restaurantmitarbeiter dies reaktionslos hingenommen hatten, verharrte der Dreikäsehoch einen Moment vor der Pizzastation und griff auf einmal beherzt nach einem Stück Pizza, von dem er es in der Hand haltend gerade abbeißen wollte, da kam eine Mitarbeiterin und erklärte ihm auf Englisch, dass er dies nicht nehmen dürfe. Der Junge legte das Stück zurück und verschwand. Zu meiner Irritation wurde das von dem Jungen intensiv angelangte Stück von den Mitarbeitern nicht etwa entfernt, sondern lag weiter neben den anderen Pizzastücken.

Davon ab war das generell eine von Auswahl und Geschmack recht gute Völlerei, wenngleich ich beim Zahlen einerseits irritiert war, dass die 10% Service Charge und 7% Steuern nicht auf den um 50% rabattierten Preis sondern den vollen Preis berechnet wurden. Derartige Tricksereien sind ja in Thailand leider nicht selten. Dazu wollte man hier anders als im Rain Tree Cafe des Athenee Hotels unseren dank Eatigo rabattierten Besuch nicht mit Bonvoy Punkten belohnen.

Zurück im Parkroyal packten wir unsere Sachen und checkten aus, da für heute wieder ein Hotelwechsel geplant war, u.a. um eine weitere GHA-Hotelmarke für die Statusverlängerung mitzunehmen.

Wir liefen ein ganzes Stück vom Hotel zur MRT-Station Sukhumvit, um von dort mit der U-Bahn zwei Stationen in nördlicher Richtung bis zur Haltestelle Phra Ram 9 zu fahren.

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Hier checkten wir dann im Avani Ratchada ein, das wir knappe sieben Jahre zuvor noch als Grand Mercure Bangkok Fortune mit Accor-Diamond-Status besucht hatten. Diesmal hatte ich über GHA gebucht und wir erhielten als GHA Titanium ein Upgrade um erwartungsgemäß genau zwei Kategorien. Aus der gebuchten Besenkammer auf hohen Etagen wurde so eine Junior Suite auf einer mittleren Etage. Einen Zugang zur Executive Lounge bekamen wir dennoch nicht, denn dieser würde nur gewährt werden, wenn man die jeweilige Zimmerkategorie, die einen Lounge-Zugang einschließt, auch buchen würde und nicht auf diese upgegradet würde. +1 versuchte noch mit seinem Charme da eine Ausnahme zu erwirken, was natürlich nicht fruchten sollte. Das Zimmer war für eine Juniorsuite auch erstaunlich klein und unspektakulär.

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Zu unserer Begrüßung stand frisches und getrocknetes Obst bereit.

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Selbst mit den 50D$, die ich erst kürzlich zu meinem Geburtstag erhalten hatte und die zeitnah verfallen würden, als Rabatt fühlte sich diese Buchung irgendwie nicht so richtig gut vom Preis-Leistungs-Verhältnis an.

+1 hatte wieder Termine und wollte sich später mit Freunden treffen. Ich faulenzte etwas, bevor ich mich für den Abend mit @skyfly verabredet hatte, der mit seiner besseren Hälfte nun auch wieder zurück in Bangkok war. Ich schlug als Treffpunkt das Brewave Gaysorn Amarin vor, wo ich beim letzten Thailandurlaub verschiedene Craft-Biere probiert hatte. Wir trafen uns an der BTS-Station Chit Lom, bevor es ein erstes Craft Bier auf der Terrasse des Brewave sein sollte.

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Einerseits bot die Bierkarte nicht sonderlich viele neue Bierentdeckungen und andererseits war die Live-Musik unangenehm laut, sodass man sich kaum unterhalten konnte.

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So wechselten wir irgendwann zur Rooftop-Bar des Radisson Blu Plaza Hotel, wo die Beiden nächtigten und die Biere mit deren Rabatt von 20% nicht teurer waren als im Brewave. Dazu war die Aussicht von hier einfach wundervoll.

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Ehrlicherweise war das Craft Bier hier auch nicht schlechter.

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Bei der tollen Aussicht musste ich direkt wieder bekannte Häuser identifizieren. Ich erkannte das Sheraton Grande Sukhumvit, wo wir zwei Jahre zuvor in Bangkok übernachtet hatten.

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Und auch das Conrad, wo diese Thailandreise startete, konnte ich erkennen.

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Bierseelig verabschiedete ich mich irgendwann von @skyfly, um mich in Richtung von +1 zu begeben. Gegen Mitternacht kehrten +1 und ich noch in einer Garküche ein, wo es eine Portion fettiger Reis mit Hähnchen sein sollte, welcher mit Blutpudding und viel sehr zarter Leber sowie der superleckeren Chili-Knoblauch-Sojasauce und etwas Hühnerbrühe serviert wurde.

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Nitus

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04.04.2013
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Tag 15 1/2 - Von Bangkok nach Chiang Mai und weiter nach Lampang

Gegen 8:20 war die Nacht für uns vorbei und ich zog die Vorhänge auf, um mal wieder mit einem anderen Ausblick auf Bangkok zu blicken.

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Das Frühstück des Avani Ratchada war eher durchwachsen. Die Speisenauswahl und Qualität waren noch in Ordnung, aber der kleine Frühstücksbereich hinter der Lobby platzte aus allen Nähten und man saß viel zu dicht neben anderen Gästen, die zu einem großen Teil aus einem sehr großen asiatischen Land stammten, in welchem die Tischsitten deutlich rustikaler ausfallen als in Thailand oder Westeuropa.

Dazu hatte ich mit Schmerzen in meinem linken Bein zu kämpfen, vermutlich weil ich zwei Tage zuvor tolpatschig, wie ich manchmal sein kann, gestürzt war. Die Nacht war ich immer wieder aufgewacht und konnte keine Schlafposition finden, in welcher es wirklich angenehm war. So machte ich mich nach dem Frühstück zu einer Apotheke in einer Parallelstraße auf, die laut Google Maps bereits am frühen Morgen geöffnet hatte, um mich mit Ibuprofen-Tabletten einzudecken, die glücklicherweise für Linderung sorgen sollten.

Anschließend packte ich meine Sachen und verabschiedete mich temporär von +1, denn heute würden sich unsere Urlaubswege für 1,5 Wochen trennen. Für mich sollte es nämlich nach Nordthailand gehen, um mit meinem lieben Arbeitskollegen und Freund ("ArFr" in diesem Reisebericht genannt) aus Düsseldorf gemeinsam für 12 Nächte die Region östlich von Chiang Mai zu erkunden. +1 würde die Zeit in seiner Heimatstadt Ubon Ratchathani mit Familie und Freunden verbringen.

Vom Hotel waren es nur wenige Schritte zur MRT-Haltestelle "Phra Ram 9", die mit Werbung für "Bulgaria Yogurt" verziert war. Wer würde in Europa nicht Bulgarien sofort mit Joghurt verbinden?

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Eine Haltestelle bzw. wenige Minuten später wechselte ich an der MRT-Haltestelle Phetchaburi von der U-Bahn zum ARL (Airport Rail Link) der staatlichen Eisenbahn von Thailand.

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Statt hier eine Fahrkarte kaufen zu müssen, konnte man nun auch hier allein mit dem Scannen einer Kreditkarte Zugang zu den Gleisen erhalten. Allerdings klappte dies beim ARL nicht ganz so perfekt wie bei der MRT. Nur ein Zugang war für Kreditkartenzahlungen vorgesehen und dieser war dauerhaft geöffnet, da man offenbar das Kreditkartenterminal nicht mit den Zugangskontrollen verbinden konnte. Eine Mitarbeiterin wachte daher darüber, dass man auch brav seine Kreditkarte scannte, bevor man die dauerhaft geöffnete Schranke passierte.

Wenig später wartete ich dann auch schon am Gleis der Haltestelle Makkasan auf den Zug, der wenig später eintreffen und mich in gut zwanzig Minuten zum Flughafen fahren sollte.

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Dort angekommen waren noch zahlreiche Rolltreppen zu nehmen, um vom Untergeschoss auf die oberste Etage des Flughafens zu gelangen, wo sich die Check-in-Schalter befanden. Mein Ziel war, wie schon so oft, der Schalter B09 für *G-Kunden auf Inlandsflügen von TG.

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Wie bei jedem Besuch war dieser Schalter bei meinem Eintreffen nicht frei und ich musste kurz warten, bevor ich meinen Koffer abgeben konnte, wenngleich die Wartezeit wie üblich nicht wirklich lang war.

Anschließend ging es in Richtung der Abfluggates für Inlandsflüge. Dort scant man erst seinen Boardingpass und lässt anschließend von einem Mitarbeiter Namen zwischen Bordkarte und Pass abgleichen, wenngleich das ja auch schon beim Check-in erfolgt war. Als Nächstes ging es mit einer Rolltreppe nach unten.

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Ca. 20 Minuten nach Ankunft am Flughafen BKK betrat ich so die Thai Airways Domestic Lounge, die ein nur wenig spektakuläres Neujahrsmenü offerierte.

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Spannender fand ich, dass es mal Som Tam (Papayasalt) und Saigrok Isarn (nordostthailändische leicht fermentierte Wurst) gab.

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Ich suchte mir einen Platz im sehr leeren "Außenbereich" der Lounge mit Ausblick auf die Zufahrtsstraße zum Abflugbereich des Flughafens.

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Hier genoss ich dann den Papayasalat, der jedoch leider etwas zu durchgezogen schmeckte, und die nordostthailändische Wurst, die kalt nicht so gut schmeckte, wie ich erhofft hatte.

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Außerdem schrieb ich wieder etwas am Reisebericht, bevor ich eine gute Stunde nach Eintreffen in der Thai Airways Lounge diese verließ. Ich sehnte mich nach einem Bier und bei TG gibt es in der Domestic Lounge leider keinen Alkohol. Ich wollte eigentlich mit meinem Priority Pass der Amex Platinum die Coral Lounge besuchen, wo es frisch gezapftes Fassbier gegeben hätte, aber diese war leider voll mit einer Warteschlange davor.

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So spazierte ich ein Stück weiter zurück in Richtung der Rolltreppe, von der ich gekommen war, um bei der Miracle Lounge vorbei zu schauen. Tatsächlich war diese nicht ganz so voll und es gab keine Warteschlange, sodass dies nun mein erster Besuch in diser Lounge werden sollte, die ein etwas lieblos vom öffentlichen Bereich abgetrennter Wartebereich war.

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Dafür schien mir hier die Speisenauswahl etwas besser zu sein als in der TG-Lounge.

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Dazu gab es hier kühles thailändisches Dosenbier. Ich wurde satter und zufriedener.

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Kurz vor dem auf der Bordkarte genannten Boardingzeitpunkt begab ich mich dann zur Sicherheitskontrolle, die sich im Bereich für Inlandsflüge des BKK leider hinter dem Lounges befindet, aber die selten Wartezeit erfordert. Ich war schon etwas enttäuscht, dass das Gate für meinen Flug TG110 nach Chiang Mai ein Busgate war, aber dann gab es auch noch eine Durchsage, dass das Boarding sich aufgrund eines zu spät gelandeten Flugzeuges verzögern würde.

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Während der Wartezeit beobachtete ich, wie verschiedene Touristen erfolglos versuchten, Getränke an einem Automaten zu kaufen. Einer italienischen Dame erklärte ich noch, dass sie statt Google Pay lieber eine reale Kreditkarte verwenden solle, da Google Pay in Thailand oftmals nicht akzeptiert wird.

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Irgendwann meldete sich ein dem Akzent nach US-amerikanischer Held zu Wort, der sich lautstark beschwerte, dass man das Priority-Boarding offenbar beendet hätte, ohne dass alle Business-Passagiere inklusive ihm geboardet seien. Glücklicherweise erklärte ein anderer Passagier ihm bereits, dass bisher nur Passagiere mit eingeschränkter Mobilität geboardet wurden und wohl kaum alle Business-Class- und Status-Passagiere in den einen Minibus gepasst hätten, mit dem der eine Rollstuhlfahrer samt Begleitung nun transportiert wurde.

Wenige Momente später gab es dann die Erlösung für alle unruhigen Status- und C-Paxe, denn nun wurden auch diese geboardet.

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Der Vorteil, als Status- oder Businesspassagier als Erster boarden zu dürfen, schwindete jedoch ein wenig, nachdem der Bus auch für weitere Passagiere mit genutzt wurde. 15 Minuten später konnte ich meinen Fensterplatz im hinteren Teil des A320 einnehmen, der meinem Eindruck nach relativ neue Sitze erhalten hatte.

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20 Minuten später rollten wir zur Startbahn.

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Nochmal 15 Minuten später konnte ich dann aus der Luft auf die mir wohlbekannte Abfahrt von der Autobahn 7 zum Flughafen BKK blicken.

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Nach weiteren 15 Minuten erhielt ich meine Snacktüte, auf der "lecker" in vier verschiedenen thailändischen Dialekten geschrieben war.

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Hauptbestandteil war in eine blaue Tortilla gewickeltes Teriyaki-Hähnchen mit Sesamdressing. Die verschiedenen in Thailand als INS angegebene Zusatzstoffe schreckten mich erst etwas ab, aber der Hunger bzw. Appetit trieb es hinein.

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Kurz nachdem ich den Snack verschlungen hatte, entdeckte ich den Zusammenfluss der Flüsse Ping und Nan in Nakhon Sawan, die dort den Chao Phraya bildeten, und welchen ich vor 1,5 Jahren besucht hatte.

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Fast pünktlich erfolgte die Landung in Chiang Mai.

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Auf den Koffer musste ich zwar noch einen Moment warten, aber ArFr war tatsächlich auch noch unterwegs, um mich vom Flughafen abzuholen. Tatsächlich hatte mein guter Freund und Arbeitskollege nach seiner Ankunft ein paar Tage vor unserer Ankunft in Thailand erst etwas Bangkok erkundet, bevor er in abgelegenen Regionen der Provinz Surat Thani in Südthailand unterwegs war. Die letzten Tage hatte er von Chiang Mai aus erneut Pai besucht, um dann den Mae Hong Song Loop zu vervollständigen und Mae Hong Song und u.a. den Doi Inthanon zu besuchen.

Nachdem ich kurz vor dem Terminalgebäude gewartet hatte, hielt ArFr dann mit seinem angemieteten Yaris vor mir, sodass ich meinen Koffer einladen und ihn begrüßen konnte. Auch wenn es erst seine dritte Thailandreise war, hatte er sich schon sehr an den lokalen Straßenverkehr gewöhnt und lenkte uns sicher aus dem leicht chaotischen Stadtverkehr von Chiang Mai hinaus.

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Er folgte der Beschilderung nach Lampang bzw. eigentlich den Navigationsanweisungen seines Handys, die uns aber genau dorthin bringen sollten.

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Die Strecke kam mir tatsächlich vertraut vor, nachdem dies vor 1,5 Jahren auch ein Teil der Strecke war, die ich von Chiang Mai auf dem Weg nach Sukhothai zurückgelegt hatte. Als Beifahrer konnte ich heute aber besser die Sehenswürdigkeiten unterwegs fotografieren als auf meiner Reise alleine damals.

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Nach insgesamt gut 1,5 Stunden Fahrt trafen wir schließlich am gebuchten Hotel, dem "The Space Hotel", im Zentrum von Lampang ein.

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Der Check-in verlief problemlos, wenngleich man wieder Bargeld als Pfand hinterlegen musste, um offenbar Nichts auf dem Zimmer zu klauen oder zu verwüsten. Mein Zimmer bot ausreichend Platz.

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Das Bad war auch absolut in Ordnung, wenngleich die Duscharmatur ziemlich verkalkt war.

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Nicht nur als Telekommunikationsingeneur war ich sehr überrascht, dass ich auf meinem Zimmer einen eigenen WLAN-Router hatte, dieser aber keinen Ethernet-Uplink hatte sondern offenbar eine DSL-Leitung. Tatsächlich musste sich der Router nach dem Einstecken der Zimmerkarte eine ganze Weile erst synchronisieren und ich fragte mich, ob das Hotel einen eigenen DSLAM betrieb oder tatsächlich von 3BB für jedes Zimmer eine eigene Kupferdoppelader übergeben bekam.

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Dazu irritierte mich der Ausblick aus meinem Zimmer etwas.

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Und ich fragte mich leicht sorgenvoll, warum man Ohropax auf dem Nachttisch bereitgelegt hatte.

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Nitus

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Tag 15 2/2 - Lampang Winter of Memories

Nachdem wir uns kurz auf unseren Zimmern eingerichtet und etwas frisch gemacht hatten, spazierten wir am Abend los, um die Stadt Lampang zu erkunden. Wir stoppten an einem lokalen Markt.

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Wir hielten an einem Stand, wo ein flüssiger Teig mit Wasserdampf gestockt wurde. Die Füllung, die mit den sehr weichen und feuchten Blättern umwickelt wurde, konnten wir zwar nicht wirklich identifizieren, aber zusammen mit dem frittierten Knoblauch schmeckte das schon sehr gut.

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Ein Stück hinter dem Markt passierten wir die lokale Feuerwache, wo u.a. deutsches Gerät vorgehalten wurde.

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So richtig hatten wir keinen Plan, was wir eigentlich am Abend besuchen wollten. So waren wir froh, dass wir eher zufällig in der Nähe des Uhrenturmes von Lampang eine Feierlichkeit bzw. zahllose Lichtinstallationen vorfanden.

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Auch gab es hier eine Bühne, wo ein sehr junges Mädchen seine Klavierspielfähigkeiten unter Beweis stellte.

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Wir hörten kurz zu und schauten uns dann weiter um.

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Tatsächlich schien auch der traditionelle Uhrenturm der Stadt für das Winterfest geschmückt zu sein.

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Schließlich lernten wir, dass es sich bei der Lichtinstallation um den "Lampang Winter of Memories" handelte.

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Neben den diversen LED-Licht-Installationen "schneite" es hinter dem Schild, was jedoch Seifenschaum zu sein schien. Wir spazierten etwas durch die durchaus ansprechende Winter-LED-Landschaft, die den Einheimischen viele Selfie-Motive bot.

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Neben den Lichtinstallationen gehörte auch ein kleiner Rummel und ein Markt mit vielen Essensständen zum Winter der Erinnerungen. Das Riesenrad fiel eher klein aus mit vor allem sehr beengten Kabinen, in denen ich Rückenschmerzen und klaustrophonische Attacken bekommen hätte. Aber da waren viele einheimische Familienväter deutlich tapferer.

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Ein weiteres Highlight war die Möglichkeit, Haustiere zu füttern.

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Wir schauten uns dann auch noch die diversen Speiseangebote an.

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Da wir noch in einem richtigen Restaurant zu Abend essen wollten, schlugen wir nicht zu. Als wir dann jedoch einen Stand sahen, der mit seinen überdimensionalen Abluftröhren auffiel und dazu die nordostthailändische Wurst anbot, wurden wir schwach.

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Wir wählten eine kleine Portion der traditionellen (nicht sauer fermentierten) Variante, die jedoch vom Geschmack relativ schüchtern war.

Nach diesem Appetithäppchen spazierten ArFr und ich vorbei an Tempeln, um zum Fluss zu gelangen, wo wir bei Google Maps einige interessante Restaurants entdeckt hatten.

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Nachdem wir den Fluss und die schön beleuchtete Brücke ausreichend gewürdigt hatten, entschieden wir uns für das unweit der Brücke direkt am Fluss gelegene Mont Wang Restaurant. Nachdem der große Restaurantbereich bereits voll war, erhielten wir einen Platz eine Etage tiefer aber dafür direkt am Fluss.

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Ich orderte selbstbewusst auf Thailändisch ein mir bis dato unbekanntes lokales scharfes Rindfleischgericht, gebackene Shiitakepilze und "Gaeng Hang Leh" (ein nordthailändisches sehr würziges Curry mit zart geschmortem Schweinefleisch), was mir den Respekt der sehr quirligen und kommunikativen Bedienung einbrachte, die ziemlich gut Englisch sprechen konnte, und über die ArFr und ich bis zum Schluss rätseln sollten, ob es eine echte Frau war.

Als von ihrem Kollegen das erste Gericht an den Tisch gebracht wurde, wunderte ich mich etwas, dachte jedoch, dass es sich um das mir unbekannte scharfe Rindfleischgericht handeln müsste.

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Nach dem Probieren waren wir uns jedoch einig, dass es eindeutig Schweinefleisch war, wenngleich in einer extrem leckeren Zubereitungsart. Tatsächlich handelte es sich um die nordthailändische Variante von "Larb Muh", dem eigentlich aus dem Nordosten Thailands stammenden sehr beliebten Schweinefleischsalat, die der Nachbartisch bestellt hatte und die fälschlicherweise bei uns gelandet war. Wir entschuldigten uns bei unserer sehr extrovertierten Bedienung, den Salat nicht nur probiert sondern aufgrund des sehr guten Geschmacks in kürzester Zeit vertilgt zu haben. Sie lachte und meinte, dass wir diesen aber zusätzlich bezahlen müssten. Dazu wollte sie wissen, ob uns der Salat nicht zu scharf gewesen wäre, was wir verneinten, wenngleich uns Beiden ein wenig der Mund brannte.

Als Nächstes kamen die mit viel Sauce oder Lackierung gebackene Shiitakepilze an den Tisch, die ArFr zu meiner Überraschung bald besser gefielen als mir.

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Kurz darauf erreichte uns das eigentlich bestellte gegrillte Rindfleisch mit einer lokalen Chilisauce, was uns ebenfalls sehr gut schmecken sollte.

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Das Hightlight - da waren wir uns Beide einig - war jedoch das "Gaeng Hang Leh". Dieses äußerst würzige nordthailändische Curry, in welchem Schweinefleischstücke solange geschmort waren, dass diese im Mund zerfielen, war von Textur und Geschmack einfach perfekt.

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Nach dem Essen sollte es noch etwas Bier für uns sein, wobei wir mehr und mehr mit der sehr gut englischsprachigen Bedienung shakerten. Irgendwann machten wir uns dann jedoch auf den Weg zurück zum Hotel.
 

Nitus

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Tag 16 1/3 - Lampang zu Fuß

Mit ArFr hatte ich mich für 8:30 zum Frühstück verabredet. Als ich ihm kurz vor 8:30 per WhatsApp schrieb, antwortete er nur, ich solle schonmal alleine zum Frühstück aufbrechen. Leichter gesagt als getan, denn rund um die Rezeption im Erdgeschoss konnte ich kein Frühstücksrestaurant finden. Ich muss wohl ziemlich hilflos gewirkt haben, denn eine Thailänderin, die hier wohl auch Gast war, fragte mich, ob sie helfen könnte, was sie dann auch tat. Man musste den langen Flur vorbei an allen Zimmern im Erdgeschoss entlang laufen, um zum Frühstückrestaurant zu gelangen.

Hier war es ziemlich voll. Ich übergab meinen beim Check-in erhaltenen Gutschein für ein Frühstück für zwei Personen sowie die beiden Gutscheine für zusätzliche kostenlose Eierspeisen an die Mitarbeiterin, die direkt fragte, welche Eierspeisen ich wünschte. Wenn man schon solche separaten Gutscheine für Eierspeisen anbot, erwartete ich diese als Highlight, sodass ich direkt zwei Omelettes orderte. Was für ein Fehler, denn diese schmeckten merkwürdig süß und waren wahrlich kein Highlight. Dafür gab es ein überraschend gutes Angebot an verschiedenen warmen thailändischen Speisen. Dazu standen neben einer Kanne Filterkaffee zwei baugleiche Kaffeevollautomaten bereit, wenngleich einer mit "Black Coffee only" und einer mit "Cappuccino only" beschriftet war.

Ich wurde satt und als ich beim zweiten schwarzen Kaffee aus dem entsprechenden Kaffeevollautomaten angekommen war, schrieb ich ArFr, ob ich noch mit ihm rechnen könnte oder den Platz im Frühstücksrestaurant aufgeben sollte. Letzteres war seine Wahl, sodass ich auf dem Rückweg zum Zimmer mal an seiner Tür klopfte und fragte, was los sei. Er hätte die schlimmste Nacht seit Langem gehabt, denn plagte ihn nicht nur Durchfall sondern wohl auch Erbrechen. Es schien eine ordentliche Lebensmittelvergiftung zu sein.

Nachdem er schon wieder Richtung Toilette musste, spazierte ich gute zehn Minuten zum nächstgelegenen 7-Eleven. Auf dem Weg fielen mir bereits einige Kutschen auf, für die die Stadt Lampang offenbar bekannt ist.

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Bei 7-Eleven kaufte ich für ArFr Wasser, Cola, trockene Kekse und Kohletabletten, die ich ihm wenig später auf sein Zimmer brachte. Wir vereinbarten, dass ich erstmal alleine die Stadt zu Fuß erkunden würde, und wir gegen Mittag mal schreiben würden, ob man doch noch was gemeinsam unternehmen könnte.

Auf meinem Fußweg vom Hotel in Richtung Uhrenturm entdeckte ich einen Haltepunkt für Kutschen.

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Ich lief die Bunyawat Straße entlang.

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So erreichte ich irgendwann den Wat Suan Dok.

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Nach einigen Fotos spazierte ich weiter und erreichte einen Straßenmarkt.

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Kurz darauf traf ich am City Pillar Shrine ein.

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Ich schaute mir noch das Nachbargebäude an.

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Auf der anderen Straßenseite lag der Wat Bun Wat Wihan Tempel, dessen blutroten Außenmauern mich anzogen.

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Auch bzw. gerade hier verkehrten zahlreiche Pferdekutschen.

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Ich schaute mich im Tempel um und unspizierte mal sowohl die Wandmalereien genauer als auch die Sammlung von Buddhafiguren.

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Schließlich schien ich den zentralen Startpunkt für die Rundfahrten in Pferdekutschen gefunden zu haben.

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In direkter Nähe lag das Museum von Lampang, das ich besuchen sollte.

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Man lernte, dass Lampang ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen und Ethnien war. Nordthailändische Bergvölker, Burmesen, Zentralthailänder aber auch Europäer sollen sich hier im Zentrum des Holzhandels getroffen haben.

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Es waren traditionelle Felsmalereien ausgestellt, die mich an die Malereien in +1s Heimatprovinz Ubon Ratchathani erinnerten.

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Bereits auf der Fahrt von Chiang Mai hierher hatten ArFr und ich wahrgenommen, dass es entlang der Straße viele Porzellanhändler gab. Hier lernte ich nun, dass die Region für ihre reichen Kaolinitvorkommen bekannt war, was das viele Porzellan erklärte.

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Anschließend machte ich ein Foto von einer Übersichtkarte der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Lampangs.

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Ich versuchte zu verstehen, was das Besondere am Lampang-Akzent sei, zumal auch Sprachbeispiele der verschiedenen lokalen Dialekte anhören konnte. Erwartungsgemäß musste ich aber realisieren, dass meine Thailändischkenntnisse noch nicht ausreichen, um diese Nuancen richtig wahrnehmen oder differenzieren zu können.

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Warum u.a. eine Musikkassette der Scorpions hier ausgestellt war, konnt ich nicht ganz nachvollziehen.

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Dafür fand ich die Sammlung thailändischer Telefonkarten als ehemaliger Sammler deutscher Telefonkarten deutlich interessanter und staunte ehrlicherweise, dass man in Thailand offenbar auch Telefonkarten verwendet hatte.

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Auch die Sammlung an Schreibmaschinen fand ich nicht uninteressant.

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Nitus

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04.04.2013
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Tag 16 2/3 - Tempel in Lampang

An thailändischen Schreibmaschinen finde ich weiterhin die Tastatur faszinierend, die ja durchaus auch der bei heutigen Handys verwendeten Tastatur für thailändische Sprache entspricht, aber die irgendwie auf den ersten Blick immer ungewohnt wirkt.

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So langsam näherte ich mich dem Ende der Ausstellung um Mueseum von Lampang und passierte noch zwei Touristenvehikel, wovon jedoch nur eines in Originalgröße war.

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Ich spazierte weiter zum Amok Turm, der vor gut 200 Jahren erbaut wurde.

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Auf dem weiteren Weg passierte ich den Wat Sri Goet Tempel.

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Schließlich erreichte ich nach etwas Fußweg die Brücke, die den Übergang zur Altstadt darstellen sollte, und überquerte diese.

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Auf der anderen Seite des Wang Flusses war mein nächstes Ziel der Wat Tamaoh Tempel.

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Das Tempelgelände schien bei meinem Besuch verwaist bis auf ein Motorrad, das vor einem Gebäude parkte. Der offensichtliche Besitzer des Motorrads sprach mich an und fragte, woher ich käme. Nachdem ich erklärte, aus Deutschland zu kommen und in Thailand herumreisen zu würden, bot er an, mir den Tempel näher zu bringen, wenngleich unklar blieb, in welcher Beziehung er selbst zu dem Tempel stand.

Er führte mich herum und erklärte, dass der Tempel im burmesischen Stil erbaut sei, da dieser durch einen Burmesen, der durch den lokalen Holzhandel reich geworden wäre, gegründet wurde.

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Laut den Erklärungen meines privaten Tempelführers, der wirklich viel erzählen konnte, wären insbesondere die Smaragdbuddhas ganz typisch für burmesische Tempel.

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Er führte mich in den Gebetsraum des Tempels. Hier erkannte auch ich, dass die Schriften auf den Bildern an der Wand burmesisch war.

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Dazu gab es Bilder des Tempelgründers.

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Ich schaute mich noch etwas in dem Gebetsraum um.

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Offenbar war der zufällig getroffene Herr sehr dankbar, seine extrem guten Englischkenntnisse bei einer sehr ausführlichen Führung nutzen zu können. Irgendwann wurde es mir jedoch fast unangenehm, seine Zeit solange für eine Privatführung durch alle Winkel des Tempels in Anspruch zu nehmen. Ich versuchte daher irgendwann, vorsichtig durchblicken zu lassen, dass mein Informationshunger gestillt sei, und verabschiedete mich extrem dankbar von ihm.

Eigentlich hätten das heute fast schon genug Tempeleindrücke sein können, aber spazierte ich weiter, nun zum Wat Pratu Ton Phueng Tempel.

Nachdem bei dem sehr sonnigen Wetter ich jedoch nach Flüssigkeit dürstete, kehrte ich schräg gegenüber des Tempels erstmal in einem Café für einen Eiskaffee ein. Währenddessen schrieb ArFr mir, dass es ihm besser gehen würde und er gerne noch etwas erkunden würde. Ich schickte meine Position und einige Minuten später traf er mit dem Mietwagen am Tempel ein, den wir erstmal gemeinsam erkunden sollten.

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Das Tempelareal wirkte relativ vollgestellt, was aber durchaus einen gewissen Charme hatte.

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Anschließend fuhr ArFr uns zum Wat Phra Kaew Don Tao Suchadaram Tempel, wo für uns jeweils ein 50 THB Eintritt fällig wurde.

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Die Tempelanlage war schon wirklich sehr schön.

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Während wir uns umschauten, wurden wir von einem Thailänder angesprochen, der hier zahlreiche Fotos mit einer professionelle Kamera machte. Er sei Blogger und würde viel über Lampang in den Social Media schreiben. Tatsächlich konnte er mit vielen Hintergrundinformationen aufwarten, die er uns ausführlich schilderte. So erklärte er uns u.a., wie es die britische Krone in diesen Tempel geschafft hätte.

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Ähnlich wie beim Tempelbesuch zuvor waren diese freundlich gemeinten Hintergrundinfos eigentlich unbezahlbar, aber ab einer gewissen Detailtiefe und Menge an Informationen reichte es uns eher oberflächlich Reisenden dann auch. Wir bedankten uns daher sehr aufrichtig bei dem Herrn, der uns noch seinen Facebook-Kontakt gab, bevor ich sowohl die filigranen Arbeiten als auch die große Goldstupa festhielt.

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Nitus

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Tag 16 3/3 - EGAT-Museum oder Kohle in Thailand ist nachhaltig

Ursprünglich hatten wir für den Tag geplant, einen Kohletagebau samt Museum und renaturiertem Umland etwas außerhalb der Stadt Lampang zu besuchen. Nachdem ArFr den Vormittag unpässlich war, sollte es ja anders kommen. Nun gegen Mittag wollten wir dies aber nachholen. Da mein Magen jedoch nach Essen gelüstete, hielt ich auf der Fahrt durch eher dünn besiedeltes Gebiet Ausschau nach einer Garküche. Irgendwo im Niemandsland erspähte ich die mir bekannten Buchstaben "ก๋วยเตี๋ยว" (Guay Tiew = Nudelsuppe) und ich bat ArFr zum Halten. Der (leider nicht fotografierte) Laden war sehr sehr einfach und hier aßen wohl auch sonst nur die Bewohner des kleinen umliegenden Dorfes, die uns tatsächlich etwas ungläubig anschauten. Die wenig später erhaltene Nudelsuppe war jedoch nach meinem Geschmack.

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ArFr schaute mir beim Essen zu und wollte seinen Verdauungstrakt noch schonen.

Nach ein bisschen weiterer Fahrt entdeckten wir Schilder, die einerseits das örtliche Kohlekraftwerk und andererseits einen botanischen Garten ausschilderten. Das eigentlich avisierte Tagebaumuseum wurde auf keinem Schild erwähnt. Irgendwann fanden wir einen Parkplatz, auf dem bereits zahlreiche Autos abgestellt waren. Nachdem unser Yaris gut von ArFr eingeparkt war, spazierten wir in die Richtung, wo wir das Museum vermuteten. Unterwegs konnten wir bereits einige riesige Exponate begutachten.

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An einer für Autos geschlossenen Durchfahrt sollten wir uns auch als Fußgänger in eine Liste eintragen. Ein Eintrag sollte jedoch für uns zwei genügen, sodass ich meinen Namen, Nationalität Deutschland, Telefonnummer und Personenzahl 2 zusammen mit der Ankunftszeit vermerkte. Anschließend erreichten wir schließlich das "Mae Moh Mine Museum".

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Wir waren guter Dinge, denn offenbar erfüllte das Museum die Kriterien des "Tourist Attraction Standard".

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Am Empfang wurden wir auf thailändisch mit der Frage begrüßt, ob wir Thailändisch sprechen könnten, was ich mit "ein bisschen" beantwortete. Schon prasselten wie ein Wasserfall Informationen auf mich ein. Und ein weiteres Mal musste ich uns mit den selben Daten wie kurz zuvor in eine Liste eintragen. Dafür blieb hängen, dass der Besuch kostenlos sei und in wenigen Minuten im Kino des Museums ein Film laufen würde. So begaben wir uns in das (für thailändische Kinos nicht unüblich) extrem heruntergekühlte Kino, wo bereits einige thailändische Familien auf die Filmvorführung warteten. Es lief ein glücklicherweise englischsprachig untertietelter Film, der einerseits darauf einging, wie die Kohlevorkommen vor über 100 Jahren entdeckt wurden, und man irgendwann begann, diese für eine Energieunabhängigkeit zu erschließen. Block für Block wird hier offenbar seit Jahrzehnten Kohle für den Energiebedarf des thailändischen Nordens verstromt. Wörter wie "sustainable" im Zusammenhang mit Kohlestrom schienen zwar etwas kurios, aber das Museum wird ja von der staatlichen EGAT (Energy Generation Authority of Thailand) betrieben.

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Nachdem die Maskottchen dann noch ausführlich erklärt hatten, was einen Alles in der Ausstellung erwarten würde, konnten wir diese dann erkunden.

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Den Prozess der Kohleverstromung konnte ich mir auch ohne LED-unterstützte Darstellung vorstellen. Lieber wäre ich nach draußen auf die Aussichtsplattform gegangen, um auf den eigentlichen Tagebau zu blicken, aber war die Tür nach draußen verschlossen.

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Aber seitlich konnte man auch aus dem Museum auf den Tagebau blicken, der ähnlich wie in Garzweiler nicht so richtig schön aussah.

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Auf dem Rundgang des Museum passierten wir irgendwann ein 4D-Kino, das aber aktuell keine Vorstellungen bot.

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Irgendwie blieb das Museum ein wenig hinter den Erwartungen zurück. Wir spazierten daher etwas in den Außenanlagen umher, um nochmal detaillierte Blicke auf den Abbau der Kohle werfen zu können.

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Dabei entdeckten wir dann auch das vermeintliche Highlight der Anlage, eine Wiese, auf der man mit geliehenen Pappkartons hinunter rutschen konnte.

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Wir schauten uns noch etwas um, denn wurde ja auch ein botanischer Garten versprochen.

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Mittels Google Maps fanden wir heraus, dass es in der Umgebung noch mehr Sehenswertes geben sollte, sodass ArFr uns dorthin lenkte. Der Sonnenblumengarten war jedoch leider geschlossen.

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Zu unserer Überraschung fanden wir weiter oben auf einem Anhöhe tatsächlich noch einen weiteren Garten, der sogar noch einen Sky Walk bereithalten sollte.

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Die Aussicht von hier oben war nicht schlecht.

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In Summe waren wir jedoch ein wenig enttäuscht, was wir nach der länglichen Autofahrt hier vorgefunden hatten. Wir entschlossen uns daher, zurück nach Lampang zu fahren. ArFr wollte gerne den dortigen Bahnhof besichtigen, sodass wir dorthin aufbrachen.

Neben dem Bahnhofsgebäude war eine alte Dampflok ausgestellt.

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Wir hatten gutes Timing bewiesen, denn gerade, als wir am Gleis eintrafen, fuhr ein Zug aus Bangkok ein, der nach einem kurzen Halt noch weiter nach Chiang Mai fahren würde.

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Nachdem der Zug abgefahren war, schauten wir uns noch ein wenig um.

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Wohlwissentlich über die langen Fahrzeiten der thailändischen Eisenbahn staunte ich dennoch, dass die Fahrt von Chiang Mai nach Bangkok offenbar zwischen gut 10 und bis zu 14 Stunden dauern würde.

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Auf unseren Hotelzimmern ruhten wir uns anschließend etwas aus, bevor wir am Abend zu Fuß den örtlichen Nachtmarkt erkundeten.

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Der Nachtmarkt war unglaublich lang und ebenso gut besucht. ArFr gönnte sich nur etwas Obst, wohingegen ich bei verschiedenen Nudeltaschen als auch einer Portion Pad Thai zugriff. Ich muss aber wohl so hungrig gewesen sein, dass ich nicht mehr ans Fotografieren gedacht hatte.

Nachdem wir den Nachtmarkt in eine Richtung komplett erkundet hatten, drehten wir um, nur um wenig später aufgrund der ernormen Menschenmassen zu entscheiden, über eine Parallelstraße des Nachtmarktes zurück zu laufen. Wir kehrten noch in einem Biergarten in der Nähe des Restaurants vom Vortag ein, bevor es müde zurück ins Hotel ging.
 

Nitus

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Tag 17 - Zipfelmützentempel

Anders als am Vortag klappte heute die Verabredung mit ArFr zum Frühstück. Wo ich die Eierspeisen trotz entsprechenden Gutscheinen aufgrund meines Erlebnisses am Vortag ausschlug, bestellte ArFr sich ein Omelette und fand dies offenbar deutlich besser als ich am Vortag. Ich hingegen erfreute mich am Tagesgericht, Makkaroni mit süßer Tomatensauce und Hackfleisch.

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Irgendwann entdeckte ich, dass es als weiteres Tagesgericht "Khao Man Gai" (fettigen Reis mit Hähnchenfleisch) gab, wovon einige Minuten nach meiner Bestellung eine Portion an meinen Platz kam.

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Das Frühstück war hier schon gut. So waren wir recht satt, als wir eine Weile später aus dem Hotel im Zentrum Lampangs auscheckten. Eigentlich wollten wir heute von der Stadt Lampang in die südöstlich gelegene Stadt Phrae fahren, aber hatten wir einen außergewöhnlichen Tempel entdeckt, der jedoch ca. 60 Kilometer nördlich von Lampang einen ziemlichen Umweg bedeutete. Nachdem wir uns einig waren, genug Zeit und Interesse zu haben, lenkte uns ArFr dorthin. Die Fahrt verlief größtenteils über eine offenbar relativ neue Straße mit zwei Spuren pro Fahrtrichtung, auf der wir uns jedoch die meiste Zeit ziemlich einsam fühlten.

Nachdem wir irgendwann abgebogen waren, konnten wir in der Ferne den Wat Chaloem Phra Kiat (Wat Phra Phutthabat Sutthawat) Tempel erkennen, der für seine auf Berggipfeln installierten Stupas berühmt ist.

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Nachdem ArFr den Mietwagen eingeparkt hatte, begaben wir uns zum Ticketschalter. Dort konnten wir Eintrittskarten lösen, die aus drei Komponenten bestanden: Nationalparkgebühr, Fahrkarte für den Transfer nach oben und einer Tempelgebühr

Tatsächlich mussten wir mit immer mehr und mehr weiteren Gästen darauf warten, dass eine Armada von Pickups neben dem Ticketschalter eintraf. Irgendwann durften sich alle wartenden Besucher unkoordiniert auf die verschiedenen Pickups verteilen, die anschließend im Konvoi den schmalen und teilweise sehr steilen Weg nach oben fuhren. Man musste sich schon gut festhalten, zumal sich irgendwann die Heckklappe unseres Pickups von selbst öffnete. Aber alle Passagiere nicht nur unseres Pickups sollten wohlbehalten oben ankommen.

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Das Schild, das einen Fußweg von 840 Metern zur Pagoda ankündigte, nahmen wir noch entspannt zur Kenntnis.

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Ca. 5 Minuten später wies jedoch ein größeres Hinweisschild daraufhin, dass der weitere Aufstieg ziemlich anstrengend sei.

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In Erwartung eines Tempelbesuches war ich mal wieder nur mit Sandalen unterwegs, denn das normalerweise beim Besuch von Templen notwendige Ausziehen von Schuhen fällt halt mit Sandalen einfach leichter als mit festen Schnürschuhen. Aber hier schienen Sandalen nun die schlechtere Wahl zu sein. Dennoch ignorierte ich die Warnhinweise vor Ort und machte mich mit ArFr, der festes Schuhwerk trug, auf den Fußweg weiter nach oben.

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Die Aussicht auf das Umland wurde nach und nach immer besser, wenngleich der Aufstieg schon kräftezehrend war.

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Nach einer halben Stunde sollten wir den weiteren Aufstieg jedoch geschafft haben und trafen an einem Aussichtspunkt ein.

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Von hier konnte man u.a. auf den Parkplatz der Tempelanlage blicken.

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Dazu schauten wir hinauf zu einer Stupa, zu der es steile Treppen nach oben gab.

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Da nur eine limitierte Personenzahl dort oben bzw. auf dem Weg dorthin erlaubt war, mussten wir eine Weile warten, bevor wir die teilweise etwas wackelige Treppe nach oben erklimmen konnten. Die Aussicht von noch weiter oben war auf jeden Fall nochmal besser.

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Das Highlight war aber sicher der Blick zurück auf die Tempelanlage hier oben auf den Berggipfeln.

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Nachdem wir das letzte Stück wieder zurück nach unten geklettert waren, schauten wir zurück auf die Treppenkonstruktion, die wir kurz zuvor genutzt hatten.

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Anschließend begaben wir uns auf der anderen Seite nach oben zur Hütte unterhalb der vielen Verzierungen auf den Bergspitzen.

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Von hier konnte man die vor Ewigkeiten errichteten Monumente aus nächster Nähe betrachten.

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Auch hatte man von hier einen tollen Blick auf den Aussichtpunkt, den wir eine Weile zuvor besucht hatten.

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Nachdem wir die Aussicht ausreichend genossen hatten, begaben wir uns auf den Abstieg, der mir mit meinen Sandalen wieder etwas schwerer fiel als ArFr mit seinem für diesen Ausflug angemessenen Schuhwerk.

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Mit zahlreichen anderen Besuchern warteten wir schließlich auf die Pickups für die Fahrt zurück zum Parkplatz. Es dauerte eine Weile, bis nach und nach zahllose Pickups vor Ort eintrafen und irgendwann zum Einsteigen aufgerufen wurde.

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Tatsächlich war die Zuordnung von Besuchern zu Pickups nicht vorhanden, sodass man loslief, bis man irgendwann einen Pickup erreichte, in welchem es noch ausreichend Platz gab. Dafür verlief die Fahrt nach unten ohne Zwischenfälle und sicher.

Nachdem sich kurz vor 14 Uhr langsam etwas Hunger einstellte, besuchten wir ein Restaurant direkt neben dem Parkplatz. Leider wurde der bestellte mit Thaibasilikum gebratene Schweinebauch mit normalem Schweinefleisch aufgefüllt, aber erwartete ich an dieser Touristenattraktion auch keine wirklich gute Küche.

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Schräg gegenüber sollte es noch ein Eiskaffee sein, bevor wir ein letztes Mal zurück blickten auf die zuvor besuchten Sehenswürdigkeiten oben auf dem Berg.

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Auch wenn es noch weiter von dem eigentlichen Tagesziel, der Provinzhauptstadt Phrae, entfernt war, fuhren wir weiter Richtung Norden, um noch den Chae Son Wasserfall mitzunehmen.

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Wie üblich mussten wir eine Touristengebühr in Höhe von 200 THB pro Person zzgl. 30 THB für das Auto entrichten, um das Areal befahren zu dürfen. Danach parkten wir den Wagen und machten uns zu Fuß auf den Weg zum Wasserfall.

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Ich hielt noch die Informationen zu den verschiedenen "Etagen" des Wasserfalls fest.

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Die Ausläufer des Wasserfalls wirkten verheißungsvoll.

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Nitus

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Tag 17 2/2 - Wasserfall, heiße Quellen mit Eiern und Ankunft in Phrae mit Grillvöllerei

Wir nahmen kurz die Sicherheitshinweise wahr.

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Und schon hatten wir einen tollen Ausblick auf den untersten Teil des Wasserfalls.

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Uns überraschten die zahlreichen Fische, die es hier gab.

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Eigentlich war ich von der Erkundung des von ArFr Zipfelmützentempels genannten Tempels am Mittag etwas erschöpft, aber dennoch erklommen wir die Stufen, um mehr Aussichten zu erhalten.

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So erreichten wir irgendwann die 3. Ebene "Tad Rung".

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Wir blickten zurück zum Startpunkt der Wasserfallerkundung.

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Aber es sollte noch weiter nach oben gehen.

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Irgendwann erreichten wir das 6. Level "Wang Krok" und entschieden uns, nach etwas Verschnaufpause und Aufsaugen der Umgebung wieder zum Ausgangspunkt zurück zu kehren.

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Neben dem Abstieg über diverse Treppen mussten wir auch noch erneut einen längeren Fußweg, den wir zum Eingang des Wasserfalls bereits auf dem Hinweg in Kauf genommen hatten, zurück meistern. Kurz vor dem Jahreswechsel war es hier so voll Einheimischer, dass der Parkplatz am Wasserfall gesperrt war und wir entsprechend in der Nähe der Einfahrt des Nationalparks parken mussten.

Irgendwann erreichten wir einen Markt auf dem Nationalparkgelände.

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Ein Stück weiter waren die Thermalbäder ausgeschildert.

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Bei dem sonnigen und sehr warmen Wetter war uns jedoch nicht wirklich danach, in heißem Thermalwasser zu baden. So ließen wir die Bäder links liegen, bewegten uns aber dennoch vorbei bzw. über verschiedene natürliche Thermalwasserbecken.

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Hatten wir uns auf der Autofahrt hierher gewundert, warum es vor Händlern, die rohe Eier in geflochtenen Körbchen verkauften, nur so wimmelte, fanden wir hier die Antwort. Es schien ein Highlight zu sein, hier rohe Eier in dem heißen Thermalwasser gar zu kochen.

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Schilder informierten sowohl über die Wassertemperatur als auch über die empfohlene Garzeit.

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Wir staunten über die zahllosen Becken mit heißem Thermalwasser und insbesondere auch die teilweise sehr großen Mengen an Eiern, die die Einheimischen hier garten.

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Dazu fiel mir mal wieder auf, dass die thailändische und englische Sprache so unterschiedlich sind, denn kam es zu kruden Übersetzungen.

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Da wir keinen Appetit auf gekochte Eier hatten, verzichteten wir darauf, selbst welche zu garen, fanden es aber durchaus unterhaltsam, dem Spektakel zuzuschauen.

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Gegen 16 Uhr beschlossen wir jedoch, uns so langsam in Richtung unserer nächsten Hotelunterkunft zu begeben. Die Fahrt führte uns erst zurück in Richtung der Provinzhauptstadt Lampang, in der wir die zwei Nächte zuvor zugebracht hatten. Über die Schnellstraße am östlichen Stadtrand verließen wir die Stadt jedoch ebenso schnell wieder, wie wir diese wieder erreicht hatten. Anschließend befuhren wir die Straße, die uns am Vortag zu den Kraftwerken und dem Tagebau gebracht hatte, bogen jedoch nicht dorhin ab sondern setzten die Fahrt in Richtung der Provinz und Provinzhauptstadt Phrae fort.

Nach in Summe fast drei Stunden Autofahrt, die ArFr gut gemeistert hatte, trafen wir am gebuchten Hotel, dem Phoomthai Garden Hotel, ein. Wir wurden freundlich begrüßt und erhielten zügig unsere Zimmerschlüssel. Hotel und vor allem mein Zimmer wirkten jedoch schon sehr in die Jahre gekommen und etwas karg, wenngleich es sauber war.

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Nachdem wir Beide mittlerweile ziemlich Hunger hatten, stand nun die Restaurantsuche im Vordergrund. Im direkten Umfeld des Hotels schien es da so rein gar Nichts zu geben. ArFr erklärte sich daher bereit, auf ausufernde Alkoholbegleitung zum Abendessen zu verzichten, um uns mit dem Mietwagen fahren zu können. Unsere Wahl fiel auf das จาร์ อา น่า หมูกระทะ (Char Ah Na Muh Krata = Grillrestaurant, in welchem man All-you-can-eat-Style rohes Fleisch über heißen Kohlen am Platz selbst grillt), das ich mit dem Suchbegriff "หมูกระทะ" (Muh Krata für entsprechende Grillrestaurants) bei Google Maps gefunden hatte.

Das Restaurant befand sich gegenüber einer Schönheitsklinik und bot ausreichend Parkplätze. Dafür wirkte der Laden von Gebäude und Einrichtung ziemlich einfach. Wir waren erwartungsgemäß die einzigen Ausländer, nahmen aber dennoch Platz und bekamen wenig später unsere glühenden Kohlen.

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Auf den Behälter mit den glühenden Kohlen wurde schließlich ein Aufsatz gesetzt, das zwar nicht wirklich fest aufsaß, aber sowohl Grillen als auch Garen in der bereitgestellten Brühe ermöglichte.

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Vor lauter Hunger vergass ich jedoch die wichtige Regel, dass man das Rost mit Schweinefett erstmal vorbereiten muss. So backte unser Grillgut nicht nur an dem Edelstahlaufsatz fest sondern hinterließ auch starke Röstaromen auf diesem. Ich organisierte ein Stück Schweinefett und versuchte so nachträglich für problemloses Grillen zu sorgen.

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Leider war dies jedoch zu spät, denn das Grillrost war irgendwann schwarz. Wir baten um ein frisches Rost, das wir direkt mit ausreichend Speckstücken erstmal gut einfetteten.

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Anschließend ging das Grillen viel besser und auch die Brühe bekam richtig Geschmack, sodass das Gemüse sehr würzig wurde.

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So machte das Grillen Spaß und wir sorgten abwechselnd für Nachschub vom Büffet, das tatsächlich auch etwas einfach wirkte, zumal wir uns ein ganz bisschen fragten, ob hier die Kühlkette sichergestellt war.

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Irgendwann sollten wir dann gesättigt sein, zahlten die überschaubare Rechnung und kauften auf dem Rückweg zum Hotel noch einen Schlummertrunk, den wir gemeinsam neben der Hotellobby einnahmen, wo bei unserem Check-in noch eine größere Gruppe westlicher Motorradfahrer saßen, die wohl für eine frühe Weiterfahrt schon längst auf ihren Zimmern verschwunden waren.
 

Nitus

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Tag 18 1/2 - Tempel in Phrae

Tatsächlich war es heute morgen bei ca. 15°C ein wenig frisch, als ich kurz auf den Balkon meines Hotelzimmers trat. Überraschenderweise sorgten die frischen Temperaturen auch für etwas Nebel.

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Auf das Frühstück war ich bereits gespannt und sollte nicht enttäuscht werden. Neben u.a. Es gab zahlreiche thailändische und vor allem nordthailändische (warme) Speisen. Ich freute mich besonders über Khao Soi, jene sehr würzige Nudelsuppe, die hier sehr gut schmeckte.

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Ausreichend gestärkt brachen wir etwas später auf, die Stadt Phrae zu erkunden. Unser erstes Ziel sollte ein Museum sein, das sich jedoch nur als nach Bedarf geöffnetes Weltkriegs-Museum herausstellte. An der Tür war eine Rufnummer angeschlagen, unter der man sich melden sollte. Wir schauten kurz durch die Fenster in das Museum und prüften die Details auf Google Maps, um danach für uns zu entscheiden, dass wir nicht so sehr darauf brannten, dass für uns extra jemand herkommen und das Museum aufschließen müsse.

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Nach einem kurzen Fußmarsch erreichten wir den Tempel Wat Sawan Niwet.

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Bereits der Außenbereich war aufwändig gestaltet.

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Wir betraten eine Gebetshalle, von der dann ein Eingang zu einer Art künstlichen Höhle abging. Eine in dieser befindliche Verkäuferin von Zeremonienartikeln winkte uns herein.

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Auch wenn die "Höhle" in einer riesigen Halle lag, gefiel uns die Weitläufigkeit und schöne Gestaltung und farbliche Ausleuchtung.

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Folgte man der Beschilderung für den Rundgang, gelangte über eine Treppe auf das Dach der Höhlentempelhalle, wo man durch den Schlund eines buddhistischen Fabelwesens zurück einen anderen Teil der Höhle erreichte.

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Da es interessanterweise in dem Tempelgebäude ein Cafe gab, sollte es vor dem Weiterziehen erstmal ein Eiskaffee für uns sein. Überraschenderweise verstand der Mitarbeiter kein Thailändisch, was er uns auf Englisch mitteilte. Dennoch bereitete er ordentlichen Eiskaffees zu.

Wir ließen uns Zeit, unsere Kaltgetränke auszutrinken, und beobachteten das rege Treiben in dem Gebetsraum, wo immer wieder einheimische Familien eintrafen, um den Mönchen Spenden zu übergeben und im Gegenzug gesegnet wurden. Etwas skurril fanden wir, dass die gespendeten Reissäcke und prall mit verschiensten Lebensmitteln und Alltagsgegenständen gefüllten Eimer nach der Segnungszeremonie von einem Tempelmitarbeiter zurück zum Verkaufsstand gebracht wurden, wo die nächsten Gläubigen diese offenbar wieder käuflich erwerben konnten. Das traditionelle Spenden von Lebensmitteln, um das asketische Leben der Mönche zu ermöglichen, schien sich ein wenig in modernes Fundraising gewandelt zu haben, aber irgendwie muss ja auch dieser riesige Tempel unterhalten werden.

Das nächste Ziel sollte der schräg gegenüber gelegene Tempel Wat Chom Sawan sein.

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Der Tempel bestand aus viel Holz.

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Interessanterweise waren hier verschiedene frühe Webstühle ausgestellt.

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Wir schauten uns nach dem Verlassen des Hauptgebäudes noch etwas auf dem Areal um.

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Erst beim Verlassen des Tempelgeländes nahmen wir ein Hinweisschild wahr, das ein paar Hintergründe vermittelte und auf den Seiten weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt listete.

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Wir fuhren ein Stück mit dem Auto, um in einem anderen Teil der Stadt nun mit dem Wat Phong Sunan den dritten Tempel des Tages zu erkunden.

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Nitus

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Tag 18 2/2 - Noch mehr Tempel

Tatsächlich hatten wir den Tempel mal wieder fast für uns alleine, sodass wir uns noch ein wenig weiter umsahen.

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Anschließend spazierten wir ein paar Meter weiter zum heute vierten Tempel des Tages, dem Wat Luang, dem ältesten Tempel Phraes, aus dem 14. Jahrhundert.

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Noch ein Stückchen besuchten wir dann auch noch den Wat Sri Chum und somit Tempel Nr. 5 des Tages.

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Eine ältere Dame, die offenbar sowas wie die Hausmeisterin des Tempels war, grüßte uns und meinte, dass wir ihr folgen sollten. Sie schloss uns ein zwei Gebäude auf, die wir somit besuchen konnten.

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Nach ein paar Fotos bedankten wir uns bei der netten Dame und machten uns zurück auf den Weg zum Auto, wollten vor unserer Weiterfahrt aber noch das Khum Vongburi Museum besuchen, ein altes Haus im Kolonialstil.

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Es wurde ein überschaubares Eintrittsgeld fällig, bevor wir das Haus betreten konnten.

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Fast zeitgleich mit uns traf eine thailändische Familie ein. Die beiden Söhne waren erstaunlich kontaktfreudig und sprachen uns in einem perfekten Englisch an. So fanden wir heraus, dass sie aus Bangkok seien und dort auf eine internationale Schule gehen würden. Vom Benehmen und Sprache her wirkten sie so gar nicht wie typisch thailändische Schulkinder, waren aber nicht minder sympathisch und lustig. Der Ältere der Beiden war dann jedoch entsetzt, nachdem ich ihn "Little Man" bezeichnete und mit 12 zu jung geschätzt hatte, da er bereits 14 Jahre alt sei. Er erklärte uns noch ein paar Details zur Geschichte des Hauses und ich fühlte mich etwas merkwürdig, da er ein deutlich flüssigeres und besseres Englisch sprach als ich. So setzten wir irgendwann die weitere Erkundung alleine fort.

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Schon auf dem Weg zur Museumsvilla hatten wir ein lokales Café entdeckt, vor dem viele Gäste gewartet hatten. Da wir Lust auf Kaffee und Kuchen hatten, stellten wir uns an und konnten relativ schnell bestellen.

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Anschließend suchten wir uns einen Platz im großem Garten.

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Es sollte allerdings eine halbe Stunde dauern, bis wir Getränke und die gewählten Tortenstücke bekamen.

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Die lange Wartezeit hatte sich aber gelohnt, denn schmeckte mir mein Stück Pandan-Kokosnusscreme-Torte ebenso wie ArFr sein Stück Schokoladentorte.

Als wir dann gezahlt hatten und den Garten bzw. das Café verließen, bedankte man sich überschwänglich vom Nachbartisch. Dort saß offenbar die Inhaberin zusammen mit ein paar Freundinnen. Und sonderlich viele Ausländer schienen sich nicht hierher zu verirren.

Auch wenn es morgens und gerade nachts mit Temperaturen unter 20°C recht frisch wurde, waren es tagsüber eher 25-30 °C. Der viele Sonnenschein heute sorgte dann dazu dafür, dass wir gegen Nachmittag nach dem vielen Spazieren und den vielen Tempeln eine Pause einlegen wollten. Zurück am Hotel entschied ich mich daher, den Hotelpool auszuprobieren.

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Das Wasser sah überraschend klar und sauber aus, war jedoch relativ frisch. Da mir etwas Abkühlung gut gefiel, hielt ich es dennoch eine ganze Weile im Pool aus. Außerdem konnte man zusehen, wie etwas abenteuerlich aus einem an einem Kran hängenden Korb eine Lichterkette auf dem Dach des Hotelgebäudes angebracht wurde.

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Kurios schien auch das Schild mit den Wasserwerten, denn schien die Werte bereits über zwei Wochen alt zu sein.

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Nachdem ich mich auf einer der beiden Sonnenliegen ausruhte, kam ArFr dazu. Wir schauten gemeinsam eine ganze Weile zu, wie thailändische Kinder mehrerer Familien im Pool planschten. Die Kinder waren allesamt mit Neoprenanzügen bekleidet, die das kühle Wasser wohl erträglicher machten, wenngleich der eigentliche Grund in Thailand für das Tragen von Neoprenanzügen der Schutz vor der Sonne ist.

Für unser Abendessen hatten wir uns das Heng Pochana ausgesucht, da es einerseits bei Google Maps sehr gut bewertet war und andererseits zwischen Hotel und der für den Abend avisierten Bar lag.

Nachdem wir seit dem Frühstück nur jeder ein Stück Torte gegessen hatten, waren wir mittlerweile durchaus hungrig und trafen bereits um kurz vor 18 Uhr im Restaurant ein, während man gerade erst öffnete und sich noch auf die Kunden vorbereitete. Parallel traf eine Gruppe von vier Thailändern ein, die direkt eine umfangreiche Bestellung aufgaben. Uns überreichte der Mitarbeiter wortlos die rein thailändischsprachige Speisekarte und einen Schreibblock. Es dauerte natürlich wieder, bis ich die Speisekarte komplett erfasst, mich mit ArFr abgestimmt und unsere Wahl auf einen Zettel gekritzelt hatte.

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Allerdings hatten wir auch viel Zeit, denn der Mitarbeiter war in der Küche verschwunden und war nicht mehr gesehen. Irgendwann brachte er die ersten Gerichte zu dem Tisch der Vierergruppe, verschwand aber direkt auch wieder in der Küche. Hungrig, wie wir waren, überlegten wir daher nach einer halben Stunde Wartezeit, vielleicht das Restaurant zu wechseln, hatten aber noch keine Alternative ausgewählt. Da kam dann schließlich der Mitarbeiter zu uns und schien überrascht, dass ich die Bestellung auf den Zettel geschrieben hatte. Er las die Bestellung vor und verschwand wieder in der Küche.

Eine Dreiviertelstunde nach unserer Ankunft erreichten uns dann die Fischstücke, die mit Sellerie, Ingwer und Frühlingszwiebeln gebraten waren.

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Ein paar Minuten später kam dann auch der mit "Kana"-Gemüse gebratene knusprige Schweinebauch an den Tisch.

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Weitere fünf Minuten kamen dann mit scharfen Kräutern gebratene Wildschweinstücke zu uns, die erwartungsgemäß teilweise ziemlich zäh waren, aber in kleinen Stücken mit der würzigen Mischung dennoch gut essbar waren.

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Satt und zufrieden spazierten wir weiter, denn hatten wir bei Google Maps herausgefunden, dass es eine Straße mit mehreren gut bewerteten Bars geben würde. Wir wählten die Beach Bar und waren um 19:20 noch fast die ersten Gäste. So konnten wir einen Sitzplatz neben einer großen Vertiefung in der Bar Platz nehmen, die man wohl früher mit Wasser und/oder Sand gefüllt hatte.

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Es sollten einige Biere werden, zumal sich die Bar nach und nach füllte und es zeitweise Live-Musik gab. Um 23:30 musste es noch etwas sonnengetrocknetes und anschließend frittiertes Schweinefleisch sein, um dem Bier etwas entgegen zu setzen.

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Wenig später spazierten wir dann auch durch das nächtliche Phrae zurück zu unserem Hotel.
 

Nitus

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Tag 19 1/2 - Wasserfall & Tempel außerhalb von Phrae

Nachdem wir am Vortag bereits die Sehenswürdigkeiten der Stadt Phrae erkundet hatten, sollte es heute nach dem Frühstück etwas raus aus der Stadt gehen. Nach längerer Autofahrt wurde die Zivilisation immer weniger und wir gefühlt die einzigen Autofahrer im stark bewaldeten Gebiet links und rechts neben der Straße. Irgendwann sollten wir den Choeng Thong Wasserfall erreichen und unseren Yaris als einziges Auto auf dem Parkplatz abstellen.

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Die Schilder waren schon etwas verblichen und wir fragten uns, ob es in dieser Einsamkeit wohl wirklich einen Wasserfall zu besichtigen gab.

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Wir folgten der Beschilderung.

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Irgendwann erreichten wir ein Häuschen, aus dem normalerweise das Eintrittsgeld kassiert würde. Hier war dieses jedoch unbesetzt. Ein älterer Herr, der in der Nähe Laub fegte, kam jedoch auf uns zu, begrüßte uns auf thailändisch und erklärte in Landessprache, dass der Eintritt heute frei sei. Ob dies dem heutigen Silvestertag oder der allgemein geringen Andrang geschuldet war, konnten wir leider nicht herausfinden. Wir setzen auf jeden Fall die Erkundung fort.

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Nach einer Weile erreichten wir eine Bambusbrücke.

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Nachdem wir jedoch weder auf unserer noch der gegenüberliegenden Seite einen Weg erkennen konnten, der uns für ein weiteres Erkunden des Wasserfalles akzeptabel schien, sollten wir uns hier zur Umkehr entscheiden, genossen aber noch ein wenig den Ort.

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Wir kehrten zurück und sahen am Parkplatz eine Übersicht über die verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Umgebung, wenngleich wir mittels Google Maps herausfinden sollten, dass die Distanzen schon weit waren.

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Wir hielten noch den Strom fest, der unter der Brücke neben dem Parkplatz vom Wasserfall kommend floss.

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ArFr hatte einen weiteren Wasserfall bei Google Maps entdeckt, der etliche Kilometer bergauf direkt neben der Hauptstraße liegen sollte. Ich willigte ein, dorthin zu fahren, wenngleich wir Beide bei immer enger werdender und belaubterer Straße zweifelten, ob das eine gute Idee war, durch diese menschenleere Region zu fahren. Nach fast einer halben Stunde teilweise sehr langsamer Autofahrt hatten wir angeblich das Ziel erreicht. Ich konnte auf den Überresten eines Schildes "Nang Fah Wasserfall" lesen.

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Wir versuchten, den Weg zum Wasserfall zu finden, entschieden aber relativ schnell, dass es uns hier zu abgelegen war. Auf der Fahrt hierher kam uns kein einziges Auto entgegen, wir hatten keinen Mobilfunkempfang mehr und der weitere Fußweg sah auch nicht so aus, als würden hier regelmäßig Wasserfallbesucher herkommen.

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So fuhren wir die Straße zurück, die wir gekommen waren. Nachdem wir den zuvor besuchten Wasserfall passiert hatten, gab es langsam wieder etwas mehr Infrastruktur. Wir hielten an einem Restaurant neben der Straße, um uns dort Eiskaffees zu gönnen und auf den Strom zu blicken, den wir offenbar schon neben dem besuchten Wasserfall bewundert hatten.

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Auf der weiteren Fahrt zurück Richtung der Stadt Phrae bogen wir wieder von der Hauptstraße ab, diesmal um zum Doi Leng Aussichtspunkt zu gelangen.

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Ich entdeckte vor Ort eien Mobilfunkstation, die als Mobilfunkingenieur direkt mein Interesse fand.

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Auch waren wir neugierig auf den örtlichen Tempel, den man über eine Treppe erreichen konnte.

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Konnte man vom Aussichtspunkt Blicke auf die Bergwelt genießen, so blickte man vom Tempel eher auf die Ebene und in der Ferne auf die Stadt Phrae.

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Wir schauten uns noch etwas den Tempel an, der offenbar auch viele hier lebende Burmesen anzog, denn nahm ich fast mehr burmesische als thailändische Sprache war.

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Nitus

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Tag 19 2/2 - Happy New Year 2569

Während wir zurück zum Auto spazierten, waren wir uns einig, dass wir etwas zum Mittagessen finden könnten. Ich hatte ein gut bewertetes Restaurant gefunden, wo man direkt am Fluss sitzen konnte, was allerdings hier bei unzähligen Restaurants das Highlight war.

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Auch wir erhielten einen Tisch direkt am Wasser, nachdem wir eine wackelige Brücke überquert hatten.

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Wieder gab es eine rein thailändischsprachige Karte und einen Block. ArFr wollte nur eine kleine Portion gebratenen Reis mit Schweinefleisch. Ich hingegen entschied mich für "süße Leber" und Papayasalat nach thailändischer Art.

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Während wir auf unser Essen warteten, genossen wir das Baden unserer Füße im Wasser und das Treiben um uns herum. Gerade für die vielen Kinder war das hier wohl ein Riesenspaß.

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Eine gute Stunde nach Abgabe unseres Bestellzettels traf dann auch endlich der gebratene Reis für ArFr ein.

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Weitere zehn Minuten später kamen dann auch die von mir gewünschten Gerichte an unseren Platz.

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Leider hatte sich die Warterei nicht wirklich gelohnt. Die Leber war relativ zäh und im Papayasalat schwamm ein fermentierter Krebs, wie er in Papayasalat laotischer Art gehört, aber nicht in die thailändische Art, die ich aufgrund meiner Abneigung von Krebsfleisch in jeder Art bestellt hatte. Ich pickte daher nur etwas und aß entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten nicht auf.

Wir blickten noch etwas auf das sehr unterhaltsame Treiben der Kinder hier, bevor wir zahlten und aus zurück zum Auto begaben.

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Nach ein paar Minuten Autofahrt sollte es dann ein weiterer Tempel sein. Der Wat Phra That Cho Hae Phra Aram Luang war gut besucht.

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Als nächstes Ziel hatten wir den Phae Mueang Phi Nationalpark auserkoren, in welchem sich ungewöhnliche Felsformationen befanden, die sich aufgrund besonderer Gesteinszusammensetzungen durch Erosion ergeben hatten.

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Etwas erschöpft begaben wir uns anschließend zurück zum Hotel, wo wir uns für den Abend frisch machen und etwas ausruhen sollten.

Für den Silvesterabend hatten wir nichts Besonderes geplant und wollten den Jahreswechsel in der Beach Bar verbringen, mit der wir am Vorabend sehr zufrieden waren. Für das Abendessen davor wollten wir ein Restaurant in deren Nähe wählen, das wir am Vortag bereits gesehen hatten.

Auf dem Weg dorthin waren wir bereits überrascht, dass das am Vortag gewählte Restaurant heute geschlossen hatte. Ebenso hatte auch leider das avisierte Restaurant heute am Silvestertag geschlossen. Wir suchten nach Alternativen und fanden bei Google Maps nichts in der Nähe. Wir spazierten umher und fanden irgendwann ein sehr ansprechend wirkendes Restaurant. Leider waren jedoch alle Tische belegt und es warteten auch schon zahlreiche weitere Gäste. Etwas frustriert über das am Silversterabend eingeschränkte Restaurantangebot und unsere nicht erfolgte Reservierung in einem der wenigen geöffneten Restaurants entschieden wir uns, im Nudelsuppenimbiss gegenüber der Beach Bar zu essen. Leider erfuhren wir hier, dass man noch nicht geöffnet hätte. Unsere vermutlich sichtbare Enttäuschung wahrnehmend empfahl man uns jedoch die Beach Bar, wo es auch Essen gäbe.

So nahmen wir heute wieder als fast erste Gäste Platz und fragten nach Bier und der Speisekarte. Zu meiner Überraschung las sich die Speisekarte gar nicht schlecht und auch das Essen sollte wirklich ziemlich solide sein.

Zuerst erreichten uns der scharf-saure Glasnudelsalat mit Schweinehackfleisch und knuspriger Schweinebauch mit viel frittiertem Koblauch, was Beides sehr gut schmeckte und zum Bier passte.

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Wenig später kamen auch die kleinen frittierten Hackfleischbällchen, die als frittierter nordostthailändischer Schweinefleischsalat bezeichnet waren, und entsprechend würzig schmeckten, an den Tisch.

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Dazu gab es noch im Teigmantel frittierte Garnelen. Wir waren sehr zufrieden.

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So leerten wir eine 660ml-Bierflasche nach der Anderen.

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Die Beach Bar füllte sich nach und nach. Irgendwann fuhren zwei ältere weiße Ausländer mit Motorrädern vor und nahmen ebenfalls in der Bar Platz. Nach jeweils einem Getränk fuhren sie auch schon wieder von dannen. Interessanterweise kamen sie eine Weile später zurück, setzten sich an denselben Tisch, an welchem sie zuvor saßen, und bestellten erneut Getränke.

Hatte ich bisher das Gefühl, dass Phrae sehr abseits typischer touristischer Pfade lag, waren wir umso irritierter, als irgendwann noch ein weißer Ausländer in der Beach Bar auftauchte, der allerdings die ganze Zeit in seine Actioncam sprach. Er bestellte sich ein Getränk, saß alleine und unterhielt sich dauerhaft mit seiner Kamera.

Schließlich sollte es Mitternacht werden und tatsächlich wurde rund um die Bar ein wenig Feuerwerk gezündet.

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Der Typ mit seiner Kamera hatte sich mittlerweile alleine etwas abseits nach draußen begeben, sich einen mitgebrachten Schnapps eingeschenkt, etwas Feuerwerk entzündet und filmte sich dabei, wie er vor dem Feuerwerk seinen Schnapps trank und seinen Social-Media-Followern ein frohes neues Jahr wünschte. Dies wirkte so peinlich, dass nicht nur ArFr und ich uns über ihn amüsierten sondern auch die beiden anderen weißen Ausländer, sodass ich auf diese zuging und wir ins Gespräch kamen.

Die Beiden kamen aus Frankreich und unternahmen eine Motorradtour durch Nordthailand. Nachdem nur einer von den Beiden halbwegs Englisch sprach, wechselte ich in meinem ziemlich angetrunkenen Zustand übermütig ins Französische. Eigentlich ist mein Schulfranzösisch ziemlich eingerostet, aber alkoholisiert schien es zu gehen. In Phrae wären sie nur auf der Durchreise und wollten am Folgetag einen See mit einer Fähre überqueren und sich dann auf den Weg nach Chiang Mai machen. Man käme aus Lyon, sodass ich natürlich von dem Lyon-Trip berichten musste, der +1 und mir so gut gefallen hatte.

Nach mehr als genug Bier verabschiedeten ArFr und ich uns von den Beiden und machten uns wieder zu Fuß auf den Rückweg zum Hotel. Wir passierten u.a. ein Haus, vor dem zahlreiche Thailänder saßen, Alkohol tranken und Essen in Brühe garten. Ich wünschte im Vorbeigehen auf thailändisch ein frohes neues Jahr und direkt wurden wir eingeladen, dazu zu kommen. Ich überlegte kurz, aber ArFr und ich waren uns dann doch einig, dass es schon spät und mehr als ausreichend Alkohol war. Wir bedankten uns für die Einladung, wünschten nochmal ein frohes neues Jahr und zogen weiter, bevor es der erste Schlaf in 2026 bzw. 2569, wie dieses Jahr in Thailand bezeichnet wird, sein sollte.
 
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Nitus

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Tag 20 1/2 - Höhle mit buntem Licht und riesiger Buddha

Nachdem wir den dritten in Folge gut im Poomthai Garden Hotel gefrühstückt hatten, verabschiedeten wir uns am ersten Tag des Jahres gegen 9:30 von diesem Hotel.

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Auch wenn das Tagesziel eigentlich die Hauptstadt Phayao der gleichnamigen Provinz war, nahmen wir für weitere Sehenswürdigkeiten mal wieder einen Umweg in Kauf. ArFr lenkte unseren Mietwagen daher in die Richtung der Provinz Nan, wenngleich wir noch in der Provinz Phrae blieben. Unser erstes Ziel des Tages sollte die Pha Nang Koi Höhle sein, die auch als Höhle des farbigen Lichtes bezeichnet wird.

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Der Zugang war ohne Eintritt möglich. Wir mussten uns allerdings zwischen zwei Wegen zum Höhlenzugang entscheiden.

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Wir wählten den etwas längeren Weg, da wir uns davon einen etwas leichteren Aufstieg versprachen.

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Wir blickten noch kurz zurück...

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... und hatten dann schon die letzten Stufen zum Höhleneingang erreicht.

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Hatte ich mir vor dem Eintreffen noch vorgestellt, dass das farbige Licht möglicherweise ein Naturschauspiel hätte sein können, erkannten wir hier, dass es eine bunt ausgeleuchtete Höhle war.

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Wir betraten die Höhle, welche einen gut ausgebauten langen Weg bot.

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Natürlich war die örtliche Religion überall präsent.

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Am Ende des Weges gab es nochmal besonders viele Buddhafiguren und einen Weg nach draußen, von dem man jedoch angeblich nicht ohne Weiteres zurück zum Eingang gelangen könnte. Wir probierten es auch nicht.

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Wir hielten nochmal den Ausblick vom Ende der Höhle in die Richtung fest, aus der wir gekommen waren, bevor wir den Weg zurück liefen.

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Erst nachdem wir die Höhle verlassen hatten, entdeckten wir ein Schild, das die verschiedenen Sehenswürdigkeiten in der Höhle ausschilderte.

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Auf dem Weg zum Parkplatz fiel uns ein Minibus aus, aus dem frischer Kaffee verkauft wurde, sodass wir zuschlugen.

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Auch entdeckten wir einen kleinen Markt, wo große Bündel mir unbekannten Gemüses oder Grases angeboten wurden. Ich fragte mich noch, wofür das Dargebotene gut sein solle, da versuchte mir eine Verkäufgerin dies auf Thailändisch zu erklären und machte eine Geste, die so aussah, wie Tiere zu füttern. Dann las ich nochmal die Beschriftung des Verkaufsstandes und verstand. Wir kauften zwei verschiedene Sorten für kleines Geld und folgten der Beschilderung zu den Tiergehegen.

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Das Füttern klappte besser als gedacht.

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Nachdem wir Alles verfüttert hatten und uns auf den Rückweg zum Auto machten, fragten die gut gelaunten Verkäuferinnen, ob es Spaß gemacht hätte, was wir bejahten.

Ein weiterer Umweg nun in eine andere Richtung sollte der Tempel Wat Phra That Pu Chae sein, dessen riesigen Buddha man schon aus der Ferne sehen konnte.

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Nachdem wir die Zufahrt gefunden hatten, trafen wir dann am eigentlichen Tempelgebäude ein, das noch ein Stück von der riesigen Buddhafigur entfernt war.

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Wir schauten uns ein wenig um.

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Und schließlich fuhren wir dann noch mit dem Auto zur großen Buddhafigur.

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Nitus

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04.04.2013
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Tag 20 2/2 - Weitere Abstecher oder merkwürdiger Empfang in Phayao

Nach dem Tempel fuhr ArFr uns nun in Richtung unseres eigentliches Tagesziels, der Provinzhauptstadt Phayao. Allerdings bogen wir unterwegs rechts ab, um noch den Mae Yom Nationalpark zu besuchen. Dies stellte sich allerdings einerseits als ziemlicher Umweg heraus und andererseits schien der Nationalpark sehr abgelegen zu sein, denn die letzten ca. 10 Kilometer gab es nur noch Natur, keine Siedlungen und keine anderen Menschen mehr.

Irgendwann passierten wir dann eine Schranke, an der wir die Nationalparkgebühr für Ausländer und unser Auto bezahlen mussten. Anschließend war es nur noch ein kleines Stückchen, bis wir einen Parkplatz finden konnten.

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Wir erkundeten etwas die Umgebung, die offenbar gar nicht so viel zu bieten hatte, wenngleich idyllisch wirkte.

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Wir gingen hinunter zum Wasser und überquerten über eine leicht wackelige Brücke den Fluss.

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Von der anderen Seite hatte man den Campingplatz und die beiden buchbaren Unterkünfte im Blick. Viel mehr gab es hier auch leider nicht.

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So richtig hatte sich der Abstecher nicht gelohnt. Dazu hatten wir hier nichtmal Mobilfunkversorgung, um nun den nächsten Stopp auszuwählen. ArFr lenkte uns daher erstmal in die Richtung zurück, aus der wir gekommen waren. Nachdem wir nach etlichen Kilometern wieder etwas Mobilfunkempfang hatten, planten wir unsere Weiterfahrt. Wir wählten die 1154, die größtenteils durch unbesiedeltes Gebiet führte und teilweise ziemlich mit Laub bedeckt war. Irgendwann bogen wir dann jedoch auf die 103, die in beide Richtungen jeweils zweispurig ausgebaut war und deutlich mehr Verkehrsaufkommen hatte.

Am Ende der Straße 103 hätten wir rechts nach Phayao auf die 1 biegen müssen, entschieden uns aber für einen weiteren Umweg, sodass ArFr nach links auf die 1 bog. Einige Kilometer später erreichten wir den Tempel Wat Chong Kham, der laut Google Maps direkt neben der Hauptstraße lag. ArFr fuhr auf das enge Tempelareal und konnte einen Parkplatz finden. Wir schauten uns um. Die bei Google Maps zuvor gesehenen und erwarteten Gebäude konnten wir hier jedoch in natura nicht finden. Wir fanden heraus, dass die weiteren Gebäude offenbar noch ein Stück entfernt waren. Ich hielt dann kurz ein Gebäude neben dem Parkplatz fest, bevor ich ArFr zum eigentlichen Ziel lotste.

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Wenige Minuten später hatten wir einen großen Parkplatz und eine Übersichtskarte erreicht, die das Areal erklärte.

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Das Highlight schien das Phra Maha Chedi Putthakhaya zu sein.

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Das Gebäude wirkte schon von außen imposant. Innen gab es eine unglaublich große Sammlung an verschiedensten Buddhafiguren.

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Wir überlegten noch, ob wir auch die weiteren Gebäude auf dem Tempelareal erkunden sollten, hatten heute aber eigentlich schon genug Sehenswürdigkeiten gehabt und waren dazu etwas hungrig. So entschieden wir, nun endlich ohne weitere Umwege in Richtung unserer Unterkunft für die folgenden zwei Nächte zu fahren. Lediglich im Bereich der Kreuzung der 1 mit der 103, von der wir gekommen waren, hielten wir Ausschau nach einem späten Mittagessen.

Am ersten Nudelsuppenrestaurant, an dem wir hielten, rief man uns auf thailändisch direkt entgegen, dass man ausverkauft sei. Beim nächsten Restaurant hätte es verschiedene Optionen gegeben, aber wir entschieden uns beide mal wieder für Khao Soi mit Hähnchen.

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Gegen 17:20 trafen wir dann schließlich an der gebuchten Unterkunft in Phayao ein, dem Phalangkhwamsuk Resort. Die Bilder und Bewertungen dieser sehr neuen kleinen Anlage hatten uns bei unserer Reiseplanung sehr gefallen, sodass ich ArFr und mir zwei Zimmer über Agoda gebucht hatte.

Vor Ort waren wir jedoch irritiert, denn gab es keine Rezeption. Es gab ein Café, bei dem wir uns nicht sicher waren, ob es zur Hotelanlage gehörte. ArFr blieb mit unserem Gepäck erstmal am Eingang stehen, während ich in der Anlage nach einem Mitarbeiter suchte. An einem der Bungalows traf ich auf eine Mitarbeiterin, die zwar kein Englisch sprach, aber auf meine thailändische Aussage, dass wir gerne einchecken wollten, antwortete, dass sie das übernehmen würde. Sie fragte, wie viele Zimmer wir reserviert hätten. Ich antwortete, dass wir zwei Zimmer reserviert hätten. Sie schaute etwas irritiert und meinte, dass sie aber nur noch einen freien Bungalow hätte. Ich ging nicht minder irritiert zurück zu ArFr.

Die Mitarbeiterin folgte mir und rief ihre Chefin bzw. die Besitzerin der Anlage an und stellte das Handy auf laut. Die Dame am anderen Ende konnte glücklicherweise gut Englisch sprechen. Sie erklärte, dass sie keine Buchung auf meinen Namen hätte und bis auf ein Zimmer ausgebucht sei. Ich erklärte, dass ich jedoch eine Buchungsbestätigung von Agoda auf meinen Namen hätte, in welcher zwei Zimmer bestätigt wären. Ich buchstabierte ihr nochmal meinen Namen und gab die Agoda-Bestätigungsnummer durch. Sie war sichtlich bemüht und meinte nach einer Weile, dass sie meine Buchung gefunden hätte. Dazu erklärte sie, dass ich ja auch schon für den kompletten Aufenthalt bezahlt hätte. Sie wechselte zurück auf thailändisch und unterhielt sich mit der Mitarbeiterin. Ich hörte etwas mit Stornierung, "kein Zimmer", "alle Hotels am Neujahrswochenende voll" und wurde nicht besser gelaunt.

Über einen längeren Zeitaum ließ man uns im Ungewissen, was nun passieren würde. ArFr und ich begannen daher selbst, über unsere Handys nach alternativen Übernachtungsmöglichkeiten im Zentrum von Phayao zu suchen. Tatsächlich waren an diesem Wochenende nach dem Neujahr viele Hotels ausgebucht. Wir fanden jedoch noch freie Zimmer in einem einfachen Hotel, dessen Bewertungen und Bilder uns aber akzeptabel erschienen.

Irgendwann erschien eine Thailänderin, die wohl ebenfalls eine Buchung für das Phalangkhwamsuk hatte. Ihr wurde jedoch erklärt, dass sie kein Zimmer bekommen könnte, da man überbucht sei und sie ja auch noch nicht bezahlt hätte. Die Dame wirkte sichtlich irritiert, fügte sich aber ihrem Schicksal. Anschließend fragte ich die Mitarbeiterin auf thailändisch, was denn nun mit unserer Buchung sei. Sie erklärte, dass wir unsere Zimmer bekommen würden, denn schließlich hätten wir ja bereits bezahlt. Sie meinte jedoch, dass wir allerdings noch etwas warten müssten, da sie die Zimmer noch putzen müsste. Ich antwortete, dass wir gerne warten würden, wenn sich das mit den Zimmern geklärt hätte, und es vielleicht ein kühles Bier gäbe. Kurz darauf kam die Dame mit zwei kühlen Flaschen Chang-Bier für uns zurück, die wir mit Blick auf den Garten und die Umgebung genossen.

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Wir waren erfreut, wunderten uns aber, dass die vermeintliche Reinigungskraft wenig später selbst eine angebrochene Flasche Chang-Bier in der Hand hielt und damit zum Zuprosten auf uns zukam. Sie schien dazu keine wirkliche Lust darauf zu haben, unsere Zimmer zeitnah fertigzustellen, sondern begann Smalltalk. Schnell konnte ich glücklicherweise klarstellen, dass ich vergeben und ohne +1 unterwegs sei. Sie erklärte mir auf thailändisch, dass sie gerne mit ArFr zum Abendessen gehen würde. ArFr war mittlerweile ziemlich genervt und ich erklärte ihr, dass wir mal schauen müssten. Dazu fragte ich dezent, was denn nun mit den Zimmern wäre. Sie verschwand erstmal wieder, um wenig später erneut mit Smalltalk anknüpfen zu wollen. Ich erklärte freundlich, dass wir erschöpft seien und uns auf die Zimmer freuen würde. Sie übergab mir dann ein Registrierungsformular und verschwand wieder in einem Bungalow.

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Einige Momente nachdem ich das Formular u.a. mit dem Hinweis, dass unsere Buchung aus zwei Zimmern bestehen würde, ausgefüllt hatte, meinte die Mitarbeiterin, dass das erste Zimmer bezugsfertig sei. Ich überlies ArFr dieses und wartete weiter.

Eine halbe Stunde später war dann auch mein Zimmer soweit. In der Zwischenzeit hatte ArFr mir dann noch erklärt, dass vor seinem Zimmer nicht nur die eine angebrochene Bierflasche der Mitarbeiterin stand, sondern zusätzlich noch zwei Leere. Ich hingegen war froh, endlich meine Unterkunft beziehen zu können.

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Das viele Holz gefiel. Dazu war mein Bungalow sehr geräumig. Allerdings fehlte für meinen Geschmack eine Sitzgelegenheit. Als ich mich dann frisch machen wollte, musste ich darüber hinaus feststellen, dass es weder Toilettenpapier noch Handtücher gab, sodass es ein kurzes und einfaches Frischmachen wurde. Auf dem Weg zum Abendessen sagte ich daher der Mitarbeiterin bescheid, mir doch bitte Handtücher auf's Zimmer zu bringen. ArFr hatte zwar auch kein Toilettenpapier auf dem Zimmer aber wenigstens Handtücher.

Wir waren uns einig, heute wieder "Muh Kata" zu essen, also selbst am Platz gegrilltes Fleisch. Noch während ich auf mein Zimmer gewartet hatte, hatte ich entsprechende Restaurants bei Google Maps gesucht. Zwei kamen für mich in die engere Wahl. Da Beide jedoch an entgegengesetzten Enden der Stadt lagen und die negativen Erfahrungen bei der spontanen Restaurantsuche am Vortag nachhallten, versuchte ich Beide telefonisch zu erreichen, um zu fragen, ob man heute am Neujahrstag geöffnet hätte. Bei einem Restaurant landetete ich nur auf der Voicemail und beim Anderen ging keiner ran. Gemeinsam entschieden wir uns, zum "Fah Sai Moo Kratha & Seafood" aufzubrechen. ArFr bestellte uns per Grab-App einen Wagen, der uns dann tatsächlich vor einem rappelvollen Restaurant abladen sollte.

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Einerseits etwas unsicher, wie das hier genau funktionierte, und andererseits weil wir keinen freien Tisch fanden, gingen wir zur Kasse, wo ich auf thailändisch vorsichtig fragte, ob man einen Tisch für zwei hätte. Tatsächlich wurden Mitarbeiter losgeschickt, einen freien Tisch für uns zu finden. Der Kassierer, der offenbar der Chef war, ließ es sich dann nicht nehmen, uns persönlich zu einem freien Tisch zu führen, den ihm die Mitarbeiter gemeldete hatten. Gerade wollte eine thailändische Gruppe diesen Tisch einnehmen, da erklärte der freundliche Mann, dass dieser leider schon an uns vergeben sei.

ArFr bediente sich zuerst am Büffet, bevor auch ich dieses erkundete.

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Neben Saucen und etwas Gemüse landete genug Fleisch auf unserem Tisch. Dazu hatten wir es diesmal beherzigt, ausreichend fetten Schweinespeck oben auf das Rost zu legen und mit diesem erstmal das ganze Rost abzureiben.

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Bei den Mengen, die wir grillten, war es aber unvermeidbar, dass das Rost wieder schwarz wurde. Dafür sollten Nudeln und Gemüse, die wir in der mittlerweile ziemlich fettigen Brühe garten, unheimlich viel Geschmack bekommen.

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Gegen 21:30 waren die Mägen zwar sehr voll, aber weder wollten wir bereits ins Bett noch hatten wir genug Bier für den Abend getrunken. So wechselten wir in die benachbarte Bar Chamchuri, die tolle Live-Musik bot.

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Gegen Mitternacht fanden wir dann den Weg zurück zum Hotel, wo ich leider weiterhin keine Handtücher auf meinem Zimmer vorfinden sollte.
 
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