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Tag 15 - Von Bangkok nach Phuket, Marke Nr. 6 und interkulturelle Erfahrung
Heute standen wir etwas früher auf und trafen bereits vor 8 Uhr im Frühstücksrestaurant ein, sodass wir wieder einen schönen Platz im Außenbereich direkt am Fluss erhalten sollten, von wo wir u.a. die Flussexpressboote beobachten konnten, mit denen ich gestern selbst unterwegs gewesen war.
Während wir unser Essen genossen, hörte ich hinter mir eine ältere Dame in sehr schlechtem Englisch ihre Sitznachbarn am nächsten Tisch ansprechen. Sie fragte, woher man käme. Nachdem sie die Frage mehrfach wiederholen musste, da ihr extremer französischer Akzent erst unverstanden blieb, wurde irgendwann "Philadelphia" geantwortet. Die Französin antwortete mit weiterhin unüberhörbarem französischen Accent: "Philly, how nice. I have been there."
Ich hatte den Eindruck, dass die vier US-Amerikaner nicht wirklich auf Konversation mit der Französin aus waren, denn stiegen sie kaum auf die leicht aufgezwungene Unterhaltung ein. Die Dame erklärte anschließend ungefragt, wie schön Thailand sei. Sie hätte einen Geheimtipp eines wundervollen Strandes. Ungefragt zeigte sie Fotos von einem Strand auf ihrem Handy und sagte "Karon" mit einem unglaublichen Akzent. Sie buchstabierte anschließend den Namen von Karon mehrfach sehr laut in einem Mischmasch aus Französisch und Englisch, der den US-Amerikanern offenbar deutlich peinlicher war als der Dame selbst. Irgendwann erkannte sie dann aber doch, dass die Vier aus Philly sie mehrheitlich ignorierten, und trat den Rückzug an.
+1 sprach die super freundliche Bedienung, die sich bisher gut um uns gekümmert hatte, auf die extrovertierte Französin an. Uns wurde erklärt, dass die Dame schon mehrfach aufgefallen sei. Sie würde auch die Tauben füttern, die man so mühevoll versuchen würde zu vertreiben. Die Dame hätte erklärt, dass wenn Menschen essen würden, Tiere und Vögel das auch tun sollten. Ich hatte das Gefühl, dass man die Schrulligkeit dieser Dame, die hier wohl mehrere Wochen wohnen würde, akzeptiert hatte, zumal sie ja auch keinem weh tat.
Nachdem wir uns von unserer sehr freundlichen Bedienung verabschiedet hatten, packten wir unsere Sachen, checkten aus und wartete auf den per "Grab"-App gerufenen Wagen. Laut Bellboy gäbe es aufgrund des thailändischen Neujahrsfestes eine Knappheit an Taxen, was dann auch den sehr hohen Preis erklärte, den die App für die überschaubare Fahrt vom Royal Orchid Sheraton Bangkok zur BTS- und ARL-Haltestelle Phaya Thai aufrief. Wenigstens traf der Wagen nach nur kurzer Wartezeit ein, wobei sich das "Grab" als reguläres Taxi herausstellte.
Der Fahrer wirkte unfreundlich, fuhr aber ordentlich und dennoch zügig. Er hatte interessanterweise das Taxameter aktiviert, das zum Fahrtende nur einen Bruchteil des in der App aufgerufenen Preises anzeigte. Tatsächlich wurden mir die vorher avisierten 192 THB statt der knapp 80 THB laut Taxameter belastet, aber im Endeffekt waren beide Preise erschwinglich und wir waren froh trotz Taximangel zeitnah vom Hotel zur Haltestelle des Airport Rail Links gekommen zu sein.
Über eine Rolltreppe konnten wir mit unseren beiden schweren großen Koffern leicht zur BTS-Haltestelle Phaya Thai gelangen und von dort die Verbindung zur gleichnamigen ARL-Station nehmen. Durch Auflegen der Kreditkarte an der speziellen Kreditkarten-Durchgangskontrolle wurden dann die 45 THB pro Person für die Fahrt zum Flughafen Suvarnabhumi abgebucht. Und zu unserer Freude stand am Gleis direkt ein Zug bereit und wartete auf seine Fahrgäste, die noch nicht besonders zahlreich eingetroffen waren. Keine fünf Minuten nach unserer Ankunft mit dem Taxi konnten wir so in einem relativ leeren Abteil des Airport Rail Link Platz nehmen.
25 Minuten später konnten wir aus dem Zug bereits das Flughafengebäude in der Ferne erkennen.
Am Flughafen war das Gepäck am *G-Domestic-Schalter von Thai Airways schnell abgegeben. Auch sollte unsere Frage nach Plätzen am Notausgang mal wieder positiv beschieden werden, sodass wir entsprechende Bordkarten erhielten. Anschließend begaben wir uns zur Bordkartenkontrolle für Inlandsflüge. Ich nahm ein ausländisches Paar wahr, dass auf die biometrische Kontrolle zulief. Sowohl er als auch sie legten ihre Bordkarten auf den Scanner und wunderten sich, dass die Zugangskontrollen sich nicht öffneten. Auch wiederholte Versuche klappten nicht, sodass ich mich wunderte, ob sie sich vielleicht tatsächlich für die biometrische Kontrolle angemeldet hatten und es ein Problem gab, oder ob sie einfach nicht verstanden, sich an den falschen Schaltern angestellt zu haben, was wahrscheinlicher schien. Wir hingegen konnten den manuellen Abgleich unserer Namen zwischen Bordkarte und Pass relativ schnell absolvieren und waren somit keine Viertelstunde nach Ankunft mit dem ARL im Untergeschoss des Flughafens bereits auf dem Weg zum Abflugbereich für die Inlandsflüge.
Zuerst sollte für uns ein Besuch der Thai Airways Lounge anstehen, wo wir uns Beide wieder über Papayasalat und nordostthailändische Wurst freuten.
Auch war ich für eine Portion Reismehlnudeln mit grünem Hähnchencurry sehr dankbar.
Und schließlich probierte ich ein Stück Kuchen.
+1 hingegen genoss das saisonale Angebot der Lounge.
Während ich dann etwas am Reisebericht schrieb, traf eine offenbar zusammenreisende Gruppe von sechs französischsprachigen Kanadiern in der Lounge ein, die sich direkt neben uns setzten und die ich an ihren Aeroplan-Anhängern am Handgepäck als Kanadier identifizierte. Leider unterhielt man sich extrem laut untereinander. Dies kombiniert mit dem in der TG-Lounge fehlenden Alkohol sorgte dann dafür, dass wir nun den üblichen Wechsel von hier zur Coral Lounge antraten, wo es ein Federbräu für mich und ein Signature-Cocktail für +1 sein sollte.
Obwohl die Coral-Lounge deutlich voller war, konnte ich hier dennoch gut bis kurz vor Boardingbeginn am Reisebericht schreiben, bevor es noch schnell eine Portion Rinderbäckchen sein sollte, die jedoch so zäh waren, dass man sie kaum essen konnte.
Anschließend passierten wir die Sicherheitskontrolle und trafen wenige Minuten vor dem offiziellen Boardingbeginn am Gate B5 für unseren Flug TG215 nach Phuket ein, wo die HS-TXH bereits beladen wurde.
Ich hatte gerade ein paar Fotos gemacht, da wurde schon das Priority-Boarding gestartet. Wenige Minuten später konnte ich schon aus dem Flugzeug gen Osten auf die Taxiways und Startbahn blicken.
Marginal verspätet erfolgte das Pushback. Hatte ich gehofft, dass wir direkt neben der Ostbahn diese auch für den Start nutzen würden, erfolgte jedoch ein längeres Taxiing, um zur Westbahn zu gelangen.
Kurz vor uns startete ein A330 der Condor für einen Flug von Bangkok nach Sanya in China, was ich überraschend fand aber was wohl eine übliche Rotation zu sein scheint.
Von der Startbahn konnte ich schließlich auf Flugzeuge von US-Bangla und Air Cambodia, die meiner Meinung nach tatsächlich ein wenig das Design von Thai Airways kopierten, blicken.
Kurz nach dem Start wurde der Snack verteilt, bei dem es sich wieder um den lila Teriyaki-Hähnchen-Wrap handeln sollte.
Danach brach ich mit meinen Gewohnheiten und starrte nicht den ganzen Flug aus dem Fenster. Nachdem mir die eineinhalb Folgen der ersten Staffel von "White Lotus", die ich auf dem Thai-Airways-Flug von München nach Bangkok kurz vor der Landung geschaut hatte, so extrem gut gefallen hatten, hatte ich in Thailand ein HBO-Abo abgeschlossen, das hier zugegebenermaßen mit 199 THB/Monat deutlich günstiger bepreist ist als daheim, und mir die Folgen für's Offline-Schauen auf mein Handy geladen. So sah ich nun die zweite Folge zu Ende, bevor ich kurz vor der Landung in Phuket dann doch wieder aus dem Fenster starren und fotografieren musste.
Wir landeten aus westlicher Richtung.
Schnell erreichten wir die Parkposition und war eine Fluggastbrücke mit dem Flugzeug verbunden. Beim Aussteigen nahm +1 wahr, dass oben in der Gepäckablage eine uns unbekannte Tablettenbox vor seinem Handgepäck lag. Er vermutete, dass diese aus der Tasche des offenbar ebenfalls homosexuellen asiatischen Paares vor uns gefallen sein musste. Am Gepäckband sahen wir die Beiden wieder und +1 fragte, ob die Tablettenbox ihnen gehören würde. Man bedankte sich sehr und hatte offenbar noch gar nicht wahrgenommen, dass diese aus dem eigenen Rucksack gefallen war. Wir lernten, dass die Beiden aus Singapur kamen, wenngleich ein Teil des Paares gebürtig aus Japan stammte, man in Bangkok Songkran gefeiert hätte und nun noch etwas Erholungsurlaub in Phuket machen wollte, bevor es zurück in den Stadtstaat gehen würde. Nachdem unsere Koffer auch hier wieder als Priority-Gepäck unter den ersten ausgeladenen Gepäckstücken waren, verabschiedeten wir uns von dem sympathischen Paar und verließen den Sicherheitsbereich.
Am uns wohlbekannten Sixt-Mietwagen-Schalter des Flughafens Phuket stand glücklicherweise niemand an, sodass wir direkt bedient wurden. Nach dem Überreichen von Pass, Führerschein und Kreditkarte gab es die frohe Kunde, dass wir statt dem gebuchten Toyota Yaris einen Toyota Altis erhalten würden, was tatsächlich eines der wenigen Mietwagen-Upgrades in Thailand sein sollte.
Tatsächlich war das Raumgefühl in einem Altis schon deutlich besser als in einem Yaris.
Fast genau 50 Minuten sollte die Fahrt vom Flughafen Phuket bis zum Courtyard Phuket Town in der Altstadt der Provinzhauptstadt Phuket fernab der touristischen Strände dauern.
Mit diesem Aufenthalt sollte Marke Nr. 6 auf dieser Thailandreise eingeloggt werden. Dazu sollte es ein Upgrade auf eine Suite auf der zweithöchsten Zimmeretage geben, welche jedoch etwas merkwürdig geschnitten war.
Der Ausblick ging okay.
Wir schauten kurz am Hotelpool vorbei.
Anschließend spazierten wir zu einem kleinen Markt, an welchem es zahlreiche einfache Restaurants gab.
Wir wählten ein Restaurant, wo uns insbesondere die sehr freundliche Mitarbeiterin überzeugte. Wir starteten mit Muscheln, die tatsächlich sehr frisch waren.
Wenig später erreichten uns Garnelen mit Chili und Knoblauch sowie das südthailändische blättrige Gemüse mit Ei gebraten.
Und schließlich sollte es noch ein Seebarsch sein, der in Chili, Knoblauch, Sellerie und Zitronensaft gegart wurde. Hier waren irritierenderweise auch noch Tomatenstücke dabei, die unserer Meinung aber nicht wirklich zu dem Gericht passten.
Wir wurden satt und in Summe hatte es auch gut geschmeckt. +1 organisierte noch einen kleinen Nachtisch.
Interessant wurde jedoch, dass am Nachbartisch 14 junge Chinesen Platz nahmen, die kein Thailändisch und auch nur marginales Englisch sprachen. Nachdem die Speisekarte hier Bilder bot, konnte aber dennoch bestellt werden. Dazu irritierte mich, dass immer wieder andere Chinesen dieser Gruppe aufstanden, um im nahegelegenen 7Eleven Bier oder bei einem Getränkestand Smoothies zu kaufen, um dies an den Tischen des Restaurants zu konsumieren. Ohne Zustimmung des Restaurantpersonals ist sowas in Thailand eigentlich absolut unüblich, aber mitunter kannte man die lokalen Gepflogenheiten nicht bzw. konnte man sich deren Existenz wohl nicht vorstellen.
Eigentlich wollten wir schon gezahlt haben, aber bin ich ja ein kleiner Voyeur, wenn es um das Zusammentreffen verschiedener Kulturen geht. So orderten wir noch ein Bier, um zusehen zu können, wie die Chinesen ihr thailändisches Essen genießen würden. Die Mitarbeiter brachten ungefragt Stäbchen statt Gabel & Löffel. Die Gruppe erkannte schnell, dass die wenigen bestellten Gerichte sie nicht satt machen würden, und orderten nach. Die Tischmanieren unterschieden sich erwartungsgemäß von denen der Thailändischen oder Deutschen, aber man schaffte es dennoch oder gerade deswegen ziemlich gut, an den Krebstieren und sonstigen Speisen nichts Essbares zurück zu lassen.
Nachdem die Gruppe gezahlt hatte, kamen wir mit der Angestellten, die sowohl uns als auch die Gruppe bedient hatte, tiefer ins Gespräch. Sie erklärte, dass chinesische Gruppen mitunter anstrengend seien, da diese bei der Rechnung penetrant nach einem Rabatt fragen würden. Sie hätte lediglich 40 THB Rabatt auf die für eine 14-köpfige Gruppe ohnehin überschaubare Rechnung gegeben. +1 meinte, dass sie hätte gar keinen Rabatt geben sollen, denn sowas müsste man doch vor der Bestellung vereinbaren. Ich ergänzte, dass es doch dreist sei, Bier und sonstige Getränke von außerhalb mitzubringen. Typisch thailändisch entgegnete uns die Mitarbeiterin, dass es halt Chinesen seien.
Wir zahlten unsere Rechnung, übrigens ohne nach einem Rabatt zu fragen, und begaben uns zurück zum Hotel, wo wir schnell und gut in den Schlaf finden sollten.
Heute standen wir etwas früher auf und trafen bereits vor 8 Uhr im Frühstücksrestaurant ein, sodass wir wieder einen schönen Platz im Außenbereich direkt am Fluss erhalten sollten, von wo wir u.a. die Flussexpressboote beobachten konnten, mit denen ich gestern selbst unterwegs gewesen war.
Während wir unser Essen genossen, hörte ich hinter mir eine ältere Dame in sehr schlechtem Englisch ihre Sitznachbarn am nächsten Tisch ansprechen. Sie fragte, woher man käme. Nachdem sie die Frage mehrfach wiederholen musste, da ihr extremer französischer Akzent erst unverstanden blieb, wurde irgendwann "Philadelphia" geantwortet. Die Französin antwortete mit weiterhin unüberhörbarem französischen Accent: "Philly, how nice. I have been there."
Ich hatte den Eindruck, dass die vier US-Amerikaner nicht wirklich auf Konversation mit der Französin aus waren, denn stiegen sie kaum auf die leicht aufgezwungene Unterhaltung ein. Die Dame erklärte anschließend ungefragt, wie schön Thailand sei. Sie hätte einen Geheimtipp eines wundervollen Strandes. Ungefragt zeigte sie Fotos von einem Strand auf ihrem Handy und sagte "Karon" mit einem unglaublichen Akzent. Sie buchstabierte anschließend den Namen von Karon mehrfach sehr laut in einem Mischmasch aus Französisch und Englisch, der den US-Amerikanern offenbar deutlich peinlicher war als der Dame selbst. Irgendwann erkannte sie dann aber doch, dass die Vier aus Philly sie mehrheitlich ignorierten, und trat den Rückzug an.
+1 sprach die super freundliche Bedienung, die sich bisher gut um uns gekümmert hatte, auf die extrovertierte Französin an. Uns wurde erklärt, dass die Dame schon mehrfach aufgefallen sei. Sie würde auch die Tauben füttern, die man so mühevoll versuchen würde zu vertreiben. Die Dame hätte erklärt, dass wenn Menschen essen würden, Tiere und Vögel das auch tun sollten. Ich hatte das Gefühl, dass man die Schrulligkeit dieser Dame, die hier wohl mehrere Wochen wohnen würde, akzeptiert hatte, zumal sie ja auch keinem weh tat.
Nachdem wir uns von unserer sehr freundlichen Bedienung verabschiedet hatten, packten wir unsere Sachen, checkten aus und wartete auf den per "Grab"-App gerufenen Wagen. Laut Bellboy gäbe es aufgrund des thailändischen Neujahrsfestes eine Knappheit an Taxen, was dann auch den sehr hohen Preis erklärte, den die App für die überschaubare Fahrt vom Royal Orchid Sheraton Bangkok zur BTS- und ARL-Haltestelle Phaya Thai aufrief. Wenigstens traf der Wagen nach nur kurzer Wartezeit ein, wobei sich das "Grab" als reguläres Taxi herausstellte.
Der Fahrer wirkte unfreundlich, fuhr aber ordentlich und dennoch zügig. Er hatte interessanterweise das Taxameter aktiviert, das zum Fahrtende nur einen Bruchteil des in der App aufgerufenen Preises anzeigte. Tatsächlich wurden mir die vorher avisierten 192 THB statt der knapp 80 THB laut Taxameter belastet, aber im Endeffekt waren beide Preise erschwinglich und wir waren froh trotz Taximangel zeitnah vom Hotel zur Haltestelle des Airport Rail Links gekommen zu sein.
Über eine Rolltreppe konnten wir mit unseren beiden schweren großen Koffern leicht zur BTS-Haltestelle Phaya Thai gelangen und von dort die Verbindung zur gleichnamigen ARL-Station nehmen. Durch Auflegen der Kreditkarte an der speziellen Kreditkarten-Durchgangskontrolle wurden dann die 45 THB pro Person für die Fahrt zum Flughafen Suvarnabhumi abgebucht. Und zu unserer Freude stand am Gleis direkt ein Zug bereit und wartete auf seine Fahrgäste, die noch nicht besonders zahlreich eingetroffen waren. Keine fünf Minuten nach unserer Ankunft mit dem Taxi konnten wir so in einem relativ leeren Abteil des Airport Rail Link Platz nehmen.
25 Minuten später konnten wir aus dem Zug bereits das Flughafengebäude in der Ferne erkennen.
Am Flughafen war das Gepäck am *G-Domestic-Schalter von Thai Airways schnell abgegeben. Auch sollte unsere Frage nach Plätzen am Notausgang mal wieder positiv beschieden werden, sodass wir entsprechende Bordkarten erhielten. Anschließend begaben wir uns zur Bordkartenkontrolle für Inlandsflüge. Ich nahm ein ausländisches Paar wahr, dass auf die biometrische Kontrolle zulief. Sowohl er als auch sie legten ihre Bordkarten auf den Scanner und wunderten sich, dass die Zugangskontrollen sich nicht öffneten. Auch wiederholte Versuche klappten nicht, sodass ich mich wunderte, ob sie sich vielleicht tatsächlich für die biometrische Kontrolle angemeldet hatten und es ein Problem gab, oder ob sie einfach nicht verstanden, sich an den falschen Schaltern angestellt zu haben, was wahrscheinlicher schien. Wir hingegen konnten den manuellen Abgleich unserer Namen zwischen Bordkarte und Pass relativ schnell absolvieren und waren somit keine Viertelstunde nach Ankunft mit dem ARL im Untergeschoss des Flughafens bereits auf dem Weg zum Abflugbereich für die Inlandsflüge.
Zuerst sollte für uns ein Besuch der Thai Airways Lounge anstehen, wo wir uns Beide wieder über Papayasalat und nordostthailändische Wurst freuten.
Auch war ich für eine Portion Reismehlnudeln mit grünem Hähnchencurry sehr dankbar.
Und schließlich probierte ich ein Stück Kuchen.
+1 hingegen genoss das saisonale Angebot der Lounge.
Während ich dann etwas am Reisebericht schrieb, traf eine offenbar zusammenreisende Gruppe von sechs französischsprachigen Kanadiern in der Lounge ein, die sich direkt neben uns setzten und die ich an ihren Aeroplan-Anhängern am Handgepäck als Kanadier identifizierte. Leider unterhielt man sich extrem laut untereinander. Dies kombiniert mit dem in der TG-Lounge fehlenden Alkohol sorgte dann dafür, dass wir nun den üblichen Wechsel von hier zur Coral Lounge antraten, wo es ein Federbräu für mich und ein Signature-Cocktail für +1 sein sollte.
Obwohl die Coral-Lounge deutlich voller war, konnte ich hier dennoch gut bis kurz vor Boardingbeginn am Reisebericht schreiben, bevor es noch schnell eine Portion Rinderbäckchen sein sollte, die jedoch so zäh waren, dass man sie kaum essen konnte.
Anschließend passierten wir die Sicherheitskontrolle und trafen wenige Minuten vor dem offiziellen Boardingbeginn am Gate B5 für unseren Flug TG215 nach Phuket ein, wo die HS-TXH bereits beladen wurde.
Ich hatte gerade ein paar Fotos gemacht, da wurde schon das Priority-Boarding gestartet. Wenige Minuten später konnte ich schon aus dem Flugzeug gen Osten auf die Taxiways und Startbahn blicken.
Marginal verspätet erfolgte das Pushback. Hatte ich gehofft, dass wir direkt neben der Ostbahn diese auch für den Start nutzen würden, erfolgte jedoch ein längeres Taxiing, um zur Westbahn zu gelangen.
Kurz vor uns startete ein A330 der Condor für einen Flug von Bangkok nach Sanya in China, was ich überraschend fand aber was wohl eine übliche Rotation zu sein scheint.
Von der Startbahn konnte ich schließlich auf Flugzeuge von US-Bangla und Air Cambodia, die meiner Meinung nach tatsächlich ein wenig das Design von Thai Airways kopierten, blicken.
Kurz nach dem Start wurde der Snack verteilt, bei dem es sich wieder um den lila Teriyaki-Hähnchen-Wrap handeln sollte.
Danach brach ich mit meinen Gewohnheiten und starrte nicht den ganzen Flug aus dem Fenster. Nachdem mir die eineinhalb Folgen der ersten Staffel von "White Lotus", die ich auf dem Thai-Airways-Flug von München nach Bangkok kurz vor der Landung geschaut hatte, so extrem gut gefallen hatten, hatte ich in Thailand ein HBO-Abo abgeschlossen, das hier zugegebenermaßen mit 199 THB/Monat deutlich günstiger bepreist ist als daheim, und mir die Folgen für's Offline-Schauen auf mein Handy geladen. So sah ich nun die zweite Folge zu Ende, bevor ich kurz vor der Landung in Phuket dann doch wieder aus dem Fenster starren und fotografieren musste.
Wir landeten aus westlicher Richtung.
Schnell erreichten wir die Parkposition und war eine Fluggastbrücke mit dem Flugzeug verbunden. Beim Aussteigen nahm +1 wahr, dass oben in der Gepäckablage eine uns unbekannte Tablettenbox vor seinem Handgepäck lag. Er vermutete, dass diese aus der Tasche des offenbar ebenfalls homosexuellen asiatischen Paares vor uns gefallen sein musste. Am Gepäckband sahen wir die Beiden wieder und +1 fragte, ob die Tablettenbox ihnen gehören würde. Man bedankte sich sehr und hatte offenbar noch gar nicht wahrgenommen, dass diese aus dem eigenen Rucksack gefallen war. Wir lernten, dass die Beiden aus Singapur kamen, wenngleich ein Teil des Paares gebürtig aus Japan stammte, man in Bangkok Songkran gefeiert hätte und nun noch etwas Erholungsurlaub in Phuket machen wollte, bevor es zurück in den Stadtstaat gehen würde. Nachdem unsere Koffer auch hier wieder als Priority-Gepäck unter den ersten ausgeladenen Gepäckstücken waren, verabschiedeten wir uns von dem sympathischen Paar und verließen den Sicherheitsbereich.
Am uns wohlbekannten Sixt-Mietwagen-Schalter des Flughafens Phuket stand glücklicherweise niemand an, sodass wir direkt bedient wurden. Nach dem Überreichen von Pass, Führerschein und Kreditkarte gab es die frohe Kunde, dass wir statt dem gebuchten Toyota Yaris einen Toyota Altis erhalten würden, was tatsächlich eines der wenigen Mietwagen-Upgrades in Thailand sein sollte.
Tatsächlich war das Raumgefühl in einem Altis schon deutlich besser als in einem Yaris.
Fast genau 50 Minuten sollte die Fahrt vom Flughafen Phuket bis zum Courtyard Phuket Town in der Altstadt der Provinzhauptstadt Phuket fernab der touristischen Strände dauern.
Mit diesem Aufenthalt sollte Marke Nr. 6 auf dieser Thailandreise eingeloggt werden. Dazu sollte es ein Upgrade auf eine Suite auf der zweithöchsten Zimmeretage geben, welche jedoch etwas merkwürdig geschnitten war.
Der Ausblick ging okay.
Wir schauten kurz am Hotelpool vorbei.
Anschließend spazierten wir zu einem kleinen Markt, an welchem es zahlreiche einfache Restaurants gab.
Wir wählten ein Restaurant, wo uns insbesondere die sehr freundliche Mitarbeiterin überzeugte. Wir starteten mit Muscheln, die tatsächlich sehr frisch waren.
Wenig später erreichten uns Garnelen mit Chili und Knoblauch sowie das südthailändische blättrige Gemüse mit Ei gebraten.
Und schließlich sollte es noch ein Seebarsch sein, der in Chili, Knoblauch, Sellerie und Zitronensaft gegart wurde. Hier waren irritierenderweise auch noch Tomatenstücke dabei, die unserer Meinung aber nicht wirklich zu dem Gericht passten.
Wir wurden satt und in Summe hatte es auch gut geschmeckt. +1 organisierte noch einen kleinen Nachtisch.
Interessant wurde jedoch, dass am Nachbartisch 14 junge Chinesen Platz nahmen, die kein Thailändisch und auch nur marginales Englisch sprachen. Nachdem die Speisekarte hier Bilder bot, konnte aber dennoch bestellt werden. Dazu irritierte mich, dass immer wieder andere Chinesen dieser Gruppe aufstanden, um im nahegelegenen 7Eleven Bier oder bei einem Getränkestand Smoothies zu kaufen, um dies an den Tischen des Restaurants zu konsumieren. Ohne Zustimmung des Restaurantpersonals ist sowas in Thailand eigentlich absolut unüblich, aber mitunter kannte man die lokalen Gepflogenheiten nicht bzw. konnte man sich deren Existenz wohl nicht vorstellen.
Eigentlich wollten wir schon gezahlt haben, aber bin ich ja ein kleiner Voyeur, wenn es um das Zusammentreffen verschiedener Kulturen geht. So orderten wir noch ein Bier, um zusehen zu können, wie die Chinesen ihr thailändisches Essen genießen würden. Die Mitarbeiter brachten ungefragt Stäbchen statt Gabel & Löffel. Die Gruppe erkannte schnell, dass die wenigen bestellten Gerichte sie nicht satt machen würden, und orderten nach. Die Tischmanieren unterschieden sich erwartungsgemäß von denen der Thailändischen oder Deutschen, aber man schaffte es dennoch oder gerade deswegen ziemlich gut, an den Krebstieren und sonstigen Speisen nichts Essbares zurück zu lassen.
Nachdem die Gruppe gezahlt hatte, kamen wir mit der Angestellten, die sowohl uns als auch die Gruppe bedient hatte, tiefer ins Gespräch. Sie erklärte, dass chinesische Gruppen mitunter anstrengend seien, da diese bei der Rechnung penetrant nach einem Rabatt fragen würden. Sie hätte lediglich 40 THB Rabatt auf die für eine 14-köpfige Gruppe ohnehin überschaubare Rechnung gegeben. +1 meinte, dass sie hätte gar keinen Rabatt geben sollen, denn sowas müsste man doch vor der Bestellung vereinbaren. Ich ergänzte, dass es doch dreist sei, Bier und sonstige Getränke von außerhalb mitzubringen. Typisch thailändisch entgegnete uns die Mitarbeiterin, dass es halt Chinesen seien.
Wir zahlten unsere Rechnung, übrigens ohne nach einem Rabatt zu fragen, und begaben uns zurück zum Hotel, wo wir schnell und gut in den Schlaf finden sollten.