Thailand Episode Nr. 30 oder ich brauche mehr Marken!

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Nitus

Erfahrenes Mitglied
04.04.2013
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MUC
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Tag 6 - Marke 3 und Nachtmarkt bei den Locals

Ich war sehr gespannt auf das Frühstück im Muse. Leider gefiel mir dies jedoch ähnlich wie das Speisenangebot zur Happy Hour am Vortag deutlich schlechter als die entsprechenden Angebote im Renaissance zuvor. Sowohl Auswahl als auch Qualität waren im Muse nicht auf dem selben Niveau. Ehrlicherweise hat es im Muse aber auch deutlich weniger Zimmer und tatsächlich nahm ich nur überraschend wenig andere Frühstücksgäste wahr. Immerhin gab es Egg Benedict, wenngleich auch dieses eher Mittelmaß war.

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Ich überlegte, ob ich den am Vormittag im Schatten liegenden Hotelpool heute nutzen sollte. Aber so richtig gefiel mir der Pool auch heute nicht, sodass ich mich lieber etwas in meiner Suite ausruhte, am Reisebericht schrieb und online einige Sachen erledigte.

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Als sich dann gegen Mittag der Hunger so langsam zurück meldete, spazierte ich zum Restaurant Sanguan Sri, das zwei Querstraßen entfernt lag und welches wir bereits mehrfach besucht hatten. Es ist ein sehr traditionelles Restaurant mit in meinen Augen sehr guter Küche. Neben einer allgemeinen Speisekarte werden jeden Wochentag andere Gerichte zusätzlich als Tagesgericht angeboten. Auch wenn ich erst gegen 13:15 eintraf, und man um 15 Uhr schon schloss, hoffte ich darauf, noch das rote Curry mit gegrillter Ente und den scharf-sauren Salat von knusprigem Schweinebauch, die Beide heute auf der Tageskarte standen, bekommen zu können. Leider musste mich die freundliche Bedienung enttäuschen, denn diese beiden Gerichten waren bereits ausverkauft. Sie empfahl u.a. das grüne Curry mit Hähnchen und einen scharf-sauren Salat mit Streifen vom Schweinenacken, was ich entsprechend Beides bestellte.

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Beides war sehr lecker und ich wurde mehr als satt. So spazierte ich langsam zurück zum Muse Hotel, um dort wieder meinen Koffer zu packen. Ursprünglich wollte ich heute den nächsten Hotelwechsel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigen. Da mir aber von dem kurzen Spaziergang zum Mittagessen schon wieder so heiß war und ich hätte mindestens einmal umsteigen müssen, entschied ich mich gegen den lokalen ÖPNV und bestellte mir ein "Grab". Nachdem der Check-Out schnell erledigt war, musste ich noch kurz warten, bevor ein Fahrer mich mit seinem BYD Atto am Hotel abholte.

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Die Fahrt zum W Bangkok (Marke 3 diese Reise) dauerte ungefähr eine Viertelstunde. Ich prüfte während der Fahrt in der Bonvoy-App, ob es bei einer Studio Suite geblieben war, die dort seit zwei Tagen als Upgrade angezeigt wurde. Anders als beim Muse änderte sich das einmal erhaltene Upgrade im W nicht. Am W wurde ich freundlichst begrüßt und man erwähnte sowohl meinen Titanium-Status als auch den Fakt, dass ich ja erst vor drei Monaten hier übernachtet hätte. Insofern verwunderte es auch nicht, dass man mir dann tatsächlich die Zimmerkarten für eine Studio Suite auf der zweithöchsten Zimmeretage überreichte. Ich machte mich neugierig auf den Weg und war froh über das im Vergleich zum letzten Aufenthalt größere und höher gelegenere Zimmer.

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Ich hielt die vertraute Aussicht fest und freute mich, von hier oben einen noch bessere Blick auf den in der Ferne sichtbaren Chao Phraya Fluss zu haben.

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Da es mich mittlerweile wirklich an Abkühlung gelüstete und ich den Pool des W sehr mag, brach ich nach einem kurzen Einrichten auf dem Zimmer dorthin auf.

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Gegen frühen Abend begab ich mich zurück auf mein Zimmer. Gerade als ich an meiner Zimmertür eintraf, war ein Mitarbeiter im Begriff, diese zu öffnen. Er hätte ein Begrüßungsschreiben und einen Obstteller in der Hand, welche er anschließend auf meinem Tisch platzierte.

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Leicht hungrig aß ich etwas von dem Obst und verschwand anschließend unter der Dusche. Als ich aus der Dusche zurück kam, fiel mir auf, dass irgendwann 6 zusätzliche Wasserflaschen auf das Zimmer gekommen sein müssen. Es gab bereits Zwei im Bad, Zwei am Bett und Vier neben der Minibar, was vollkommen gereicht hätte, zumal ich ja alleine unterwegs war. Ich erinnerte mich, dass +1 beim letzten Aufenthalt im W mal nach zusätzlichem Wasser gefragt hatte. Dies muss man sich dann wohl vermerkt haben.

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Gegen 18 Uhr verließ ich dann das Hotel in Richtung der BTS-Haltestelle Saint Louis, von wo aus ich zurück auf das W blickte.

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Ich fuhr 6 Haltestelle mit der Silom-Linie gen Westen bis zur Haltestelle Talat Phlu, wo ich bisher noch nie gewesen war. Tatsächlich war dies auch das erste Mal nach all meinen Thailand-Reisen, dass ich die Silom-Linie über den Chao Phraya Fluss und so weit westlich genommen hatte.

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Ich ließ mich von Google Maps leiten, um zu dem vorab ausgewählten Nachtmarkt zu gelangen. Dennoch musste ich irgendwie herausfinden, was der beste Ausgang von der BTS war.

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Ich befand, dass die Umgebung jetzt nicht sonderlich schön war mit ihren riesigen Betonbauten, denen etwas Indivdualität fehlte. Dennoch spazierte ich die Hauptstraße gen Norden.

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So traf ich dann irgendwann am First One Night Market Talat Phlu ein, den ich mir irgendwie größer vorgestellt hatte.

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Ich spazierte umher und erkundete das Angebot.

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So richtig umgehauen hatte mich das Angebot nicht, wenngleich ich erfreut war, einen Stand zu finden, wo Khao Soi, jene sehr würzige Nudelsuppe aus dem Norden Thailands angeboten wurde. So bestellte ich gleich eine Portion.

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Nachdem ich den Markt komplett abgelaufen war, wählte ich eine der verschiedenen Möglichkeiten zum Bierkonsum. Ein freundlicher Mitarbeiter kam direkt auf mich zu und erklärte in passablem Englisch, dass ich mir Essen auf dem Nachtmarkt kaufen und hier verzehren könnte. Ich antwortete, dass ich erstmal satt sei aber ein Bier wünschte.

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Ich beobachtete das Treiben vom Parkplatz bis zum Nachtmarkt. Mir fiel auf, dass ein Parkwächter die beiden Parkplätze mit Ladesäulen verteidigte, damit diese für E-Autos frei blieben.

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Als Gegenpol zum E-Auto tauchte irgendwann ein A6 aus der ersten Baureihe auf, der daheim wohl schon ein H-Kennzeichen erhalten hätte.

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Bei der Bestellung der zweiten Flasche Chang wurde ich informiert, dass ich nach 5 Flaschen eine sechste Flasche gratis bekommen würde. Nachdem eine große Bierflasche hier 0,62l beinhaltet, wollte ich dieses Angebot besser nicht wahrnehmen und ließ es nach drei Flaschen gut sein.

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Bevor ich den Rückweg zum Hotel antrat, suchte ich noch nach einem salzig-fettigen Snack, um das Bier zu kontern. Bei dem Stand mit den nordostthailändischen Würstchen wurde ich fündig und kaufte zwei Spieße. Ich wählte die Variante mit Glasnudeln.

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Nach etwas Fußweg und dem Überqueren mehrerer Fußgängerampeln war ich zurück an der BTS-Haltestelle Talat Phlu.

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Die BTS, die wenig später einfuhr, war erfreulich leer, sodass ich wieder ohne Probleme einen Sitzplatz bekommen sollte.

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Nachdem ich 6 Haltestellen zurück nach Saint Louis gefahren war, hielt ich erneut das W fest.

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Nitus

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04.04.2013
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Tag 7 1/2 - Wat Tha Phra & Khlong Bangluang

Das Bett im W war wirklich riesig, insbesondere für mich alleine, sodass ich wirklich gut schlief. Dazu war mir erst später aufgefallen, dass auf der Seite, auf der normalerweise +1 schläft, noch ein drittes besonders hartes Kissen lag. Auch dies dürfte sich das W offenbar bei unserem letzten Aufenthalt gemerkt haben.

Ich hatte mir dafür vom letzten Aufenthalt im W gemerkt, dass das Frühstücksbüffet wirklich gut war. So freute ich mich schon auf das qualitativ gute Essen. Ich wählte ein Curry, zudem Roti angeboten wurden.

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Auch bestellte ich Eggs Benedict, die hier definitiv welche von der besseren Sorte waren.

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Nach dem Frühstück brach ich mit der BTS-Silom-Linie wieder nach Talat Phlu auf, wo ich ja bereits am Vorabend zum Nachtmarkt hingefahren war.

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In Talat Plu lief ich ein Stückchen denselben Weg, den ich auch am Vorabend entlang gegangen war, hielt jedoch noch deutlich vor dem Nachtmarkt an einer Bushaltestelle.

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Ich musste noch eine ganze Weile warten, bis der nächste Bus der Linie 57 eintraf.

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Der älteren Fahrkartenverkäuferin an Bord teilte ich mein Reiseziel mit, was sie sogar auf Anhieb verstand. Ich zahlte die 15 THB und nahm Platz. Einige Haltestellen später gab sie mir ein Zeichen, dass die nächste Haltestelle Meine sei, was ich parallel auch über Google Maps verfolgt hatte.

Nachdem ich ausgestiegen war, erklomm ich direkt die nächstgelegene Fußgängerbrücke, von der ich bereits das Eingangstor meines ersten Ziels des Tages erkennen konnte.

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Die Straßenseite gewechselt und in die Seitenstraße eingebogen waren es noch einige Hundert Meter, bis ich schließlich den Tempel Wat Tha Phra erreicht hatte.

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Auf dem Gelände gab es ein Gebäude, welches einen historischen Tempel beherbergt. Die Reste des alten Tempels wurden mit einem viel größeren modernen Tempel umbaut.

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Gerne schaue ich mir in thailändischen Tempeln die Wandmalereien an, denn dort kann man machmal sehr interessante Szenen erkennen.

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Tatsächlich schien man hier auch den Bau des Tempels dokumentiert zu haben.

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Schließlich begab mich in das Innere der Überreste des ursprünglichen Tempels.

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Nach dem Tempelbesuch ging ich zurück, überquerte wieder die Straße, um in der Nähe der Bushaltestelle, an der ich zuvor ausgestiegen war, Khanom Krok zu kaufen, jene leckeren thailändischen Pfannkuchen mit Kokospuddingfüllung.

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Anschließend bog ich in die nächste Seitenstraße ein und ging westwärts.

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Entlang der Straße säumten sich ältere mittelhohe Wohnhäuser, die jeweils im Erdgeschoss kleinere Geschäfte oder Betriebe beherbergten.

Nach ca. einem Kilometer erreichte ich die Bang Chak Tempel Gemeinschaft, ein touristisch erschlossenes Viertel, das von mehreren Khlongs (Wasserkanälen) bzw. dem Khlong Bangluang durchzogen ist.

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Die Lage wirkte malerisch, wenngleich bei aufziehenden Wolken die Bilder nicht ganz so perfekt wurden.

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Ich hatte dieses Ziel fälschlicherweise als recht abgelegenen Geheimtipp vermutet, aber schnell erkannte ich, dass es hier ein sehr großes touristisches Angebot gab und Touristen verschiedenster Länder minibusweise herangekarrt wurden.

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Ich schaute mich dennoch noch ein wenig um.

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Nitus

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Tag 7 2/2 - Tempel, Marke Nr. 4 und kuriose Leute

Obwohl mir eigentlich schon sehr heiß war, der Schweiß am ganzen Körper entlang lief und die Sonne stark schien, setzte ich meinen Fußweg weiter fort. Nach ca. einer halben Stunde erreichte ich unter Anleitung von Google Maps das erste Hinweisschild auf den "Wat Pak Nam Phasi Charoen".

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Ein paar Schritte weiter konnte ich den riesigen Buddha bereits im Hintergrund erkennen.

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Tatsächlich waren hier noch einige weitere Tempel ausgeschildert, aber ich wollte erstmal den großen Buddha besuchen.

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Gute fünf Minuten später stand bzw. saß ich dann auch schon am Fuße des Buddhas.

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Für diesen außergewöhnlichen Tempel nicht ganz verwunderlich gab es neben zahlreichen Thailändern auch viele Touristen. Überraschend fand ich jedoch, dass man hier kein Eintrittsgeld verlangte oder deutlicher nach Spenden fragte bei diesem Touristenandrang.

Ich spazierte weiter, um den Chedi zu besuchen.

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Nach dem Erklimmen der Treppe musste man vor dem Betreten des Gebäudes seine Schuhe ausziehen und in einen bereitgestellten Beutel tun, den man mit sich tragen sollte. Im Gebäude ging es dann noch drei Stockwerke zu Fuß nach oben.

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Ich betrat den Balkon, von dem man auf den Rücken des großen Buddhas blicken konnte.

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Auch konnte man hier auf den benachbarten Tempel "Wat Khun Chan" blicken.

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Anschließend verließ ich das Gebäude, schlüpfte zurück in meine Sandalen und ließ mich von Google Maps zum benachbarten Tempel leiten.

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Von einer Brücke blickte ich nochmal zurück auf den Wat Pak Nam Phasi Charoen und dann auf den Wat Khun Chan.

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Ich spazierte ein wenig im Wat Khun Chan umher.

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So langsam war mir jedoch nicht nur zu heiß, sondern setzte auch noch etwas Hunger ein. Ich begab mich zu Fuß in Richtung der BTS-Haltestelle und hielt dabei Ausschau nach einem Restaurant bzw. einer Garküche. Nach einer Weile las ich auf thailändisch Werbung für "Giauw", also gefüllte Teigtaschen abgeleitet von den japanischen Gyoza. Da konnte ich nicht wiederstehen und bestellte eine Nudelsuppe mit diesen Teigtaschen und Allerlei vom Schwein.

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Gestärkt und mit aufgefüllten Elektrolyten spazierte ich weiter die Straße entlang, bis ich irgendwann auf Google Maps bemerkte, dass ich schon ein ganze Weile zuvor hätte abbiegen müssen, um zur BTS-Haltestelle Wutthakat zu gelangen. Ich prüfte, wie ich nun ohne zurücklaufen zu müssen, am besten zur BTS gelangen könnte. Die kürzeste Alternative führte durch einen weiteren Tempel, dem "Wat Nak Prok", sodass ich mir diesen kurz ansah.

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Ca. eine halbe Stunde nach Verlassen der Garküche traf ich somit an der BTS-Haltestelle Wutthakat ein, von wo ich nochmal auf den Tempel mit dem riesigen Buddha blicken konnte.

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Nach sieben Haltestellen war ich zurück in Saint Louis und wenig später im W, wo ich mal wieder meine Sachen für den nächsten Hotelwechsel packte. Beim Check-Out wurden mir dann zwei Getränkegutscheine überreicht mit dem Hinweis, dass ich diese noch nicht eingelöst hätte. Man fragte, ob ich dies nun noch tun wollte. Ich fragte mich, wie ich hätte Gutscheine einlösen sollen, von deren Existenz ich bis dato nicht einmal etwas wusste, lächelte aber freundlich und lehnte ab.

Ich rief mir wieder ein "Grab", das tatsächlich nach wenigen Minuten vorfuhr, und mich anschließend vom W zum aloft Bangkok Sukhumvit 11 fuhr. Dass mir die Gegend rund um Nana deutlich weniger gefallen würde als die Gegenden um das Renaissance, das Muse oder das W, war mir klar, aber ich war von dem Touristenrummel und den zahllosen Bars, in welchen sich ältere Farangs mehr oder weniger mit Bardamen amüsierten, nicht wirklich begeistert, als sich meine Fahrt zum aloft dem Ende zuneigte. Aber was tut man nicht Alles für den Bonvoy-Statuserhalt?

Positiv überrascht war ich, dass das aloft eine eigene Vorfahrt hatte, wo mich mein Fahrer abseits des fließenden Verkehrs im Schatten absetzen konnte. Dazu stand direkt ein Mitarbeiter parat, der sich um meinen Koffer kümmerte. Er begleitete mich zum Empfang, wo ich freundlich begrüßt wurde.

Hatte ich in der App erst ein Upgrade auf einen "Breezy Room, Stadtblick, obere Etagen" gesehen, stand kurz vor der Ankunft nun ein "Loft Room" ohne weitere Erklärungen darin. Während die Mitarbeiterin meinen Pass kopierte und die Check-in-Formalitäten erledigte, tauchte neben mir ein weiterer Gast auf, der eine zweite Mitarbeiterin sehr gernervt fragte, ob sein Zimmer denn nun endlich bezugsfertig sei. Ich staunte, da es bereits 16 Uhr war. Die Dame erklärte, dass er sich noch etwas gedulden möge, da man sein Zimmer prüfen würde, damit für ihn Alles in Ordnung sei. Der Herr zog sehr genervt ab und ich fragte mich, was mir nun blühte. Tatsächlich erhielt ich aber direkt eine Zimmerkarte für ein Zimmer auf der zweithöchsten Etage des Hotels. Entweder hatte ich Glück oder wurden hier Statusgäste bei der Zimmervergabe priorisiert.

Der Mitarbeiter, der mir bereits an der Vorfahrt meinen Koffer abgenommen hatte, begleitete mich und verwickelte mich direkt in ein Gespräch, nachdem er bemerkt hatte, dass ich etwas Thailändisch spreche. Wir unterhielten uns über thailändische Fluggesellschaften und Inlandsflüge, nachdem er zuvor gefragt hatte, wo es als Nächstes für mich hingehen würde. Nachdem ich mich mit einem kleinen Trinkgeld für den Kofferservice bedankt hatte, inspizierte ich mein Zimmer, das mich durchaus an das aloft in Stuttgart erinnerte, was das einzige andere aloft ist, das ich jemals besucht hatte.

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Ich vermutete, dass der Unterschied zwischen den verschiedenen Zimmerkategorien (abeits der wenigen Suiten des Hotels) hauptsächlich in der Etage und dem Ausblick bestand. Mein Ausblick war in Ordnung, wenngleich ich mit Blick auf das JW Marriott mich lieber dorthin gewünscht hätte, wenn es schon ein Aufenthalt in Nana sein sollte.

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Nachdem ich mich kurz eingerichtet hatte, verließ ich das Hotel auch schon wieder.

Gegen Abend besuchte ich ein vertrautes Izakaya. Erst einmal sollte es ein 1,15l-Glas Asahi sein.

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Dazu bestellte ich mir eine Portion Lachs-Sashimi, rohe Thunfischwürfel in thailändischem Larb-Dressing und Yakitori-Spieße mit jeweils Hähnchenleber, Enoki-Pilzen mit Speck und Schweinebauch.

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Als ich aufgegessen hatte, wurde mir als kostenloser Biersnack ein Schälchen frittierte kleiner Fische serviert.

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Auch wenn mir der Anblick des Snacks nicht so ganz behagte, wollte ich nicht unhöflich sein und probierte. Tatsächlich schmeckten die frittierten Fischchen gar nicht schlecht.

Schon direkt nachdem ich meinen Tisch belegt hatte, waren mir zwei offenbar sehr angetrunkene Thailänder aufgefallen, die sich lautstark unterhielten bzw. eher nur wenige Worte an den Kopf warfen. Erst dachte ich, dass man sich streiten würde, aber das war wohl nicht der Fall. Deren Tisch sah danach aus, dass man bereits viel konsumiert hatte und vorher auch zu viert gewesen war. Einer der Beiden, der deutlich beleibter war, fing an zu weinen und wurde von dem Anderen getröstet, der jedoch einige Zeit später verschwinden sollte. Die Bedienungen hatten schon die ganze Zeit mit Unbehagen auf die Beiden und insbesondere den emotionaleren Typen geschaut.

Irgendwann stand der beleibte Typ auf, konnte sich kaum auf den Beinen halten und kam in meine Richtung. Er zeigte auf den freien Stuhl mir gegenüber und fragte, ob er sich setzen dürfte. Ich bejahte dies, sodass er Platz nahm und direkt in sich zusammensackte. Ich fragte auf thailändisch, ob es ihm gut gehe, was er damit beantwortete, dass es ihm gut gehe. Dann fragte ich, ob er betrunken sei. Da wurde er fast ein wenig ungehalten, musste aber wohl doch einsehen, dass er es war.

Zwei Mitarbeiterinnen bauten sich neben uns auf und fragten mich, ob ich an einen anderen Tisch wechseln wollte. Ich sagte, dass das schon okay sei und der arme Mann ja auch freundlich wirkte. Die andere Mitarbeiterin legte dem Thailänder die Rechnung vor. Gute 15.000 THB, also gute 400 Euro, sollte der Mann zahlen. Er sagte recht lapidar, dass er nicht bezahlen könnte, da er nicht ausreichend Geld dabei hätte. Die Mitarbeiterinnnen, die mittlerweile ungehaltener wurden, erklärten, dass er auch mit Karte, Thai-QR-Payment oder Banküberweisung zahlen könnte. Dies ignorierte der Mann und versuchte, jemanden anzurufen. Nachdem er die angerufene Person erreicht hatte, übergab er sein Handy nach wenigen Worten an die Mitarbeiterin, die erklärte, dass eine größere Rechnung zu bezahlen sei. Offenbar überwies der Angerufene den offenen Betrag aus der Ferne und somit war das Thema erledigt. Der in meinen Augen schon maximal betrunkene Herr wollte danach ein Bier haben, was ihm aber verwehrt wurde. Damit zog er sich dann von meinem Tisch zurück und setzte sich wieder an den Platz, an welchem er bei meiner Ankunft in dem Izakaya gesessen hatte. Ich hingegen bezahlte auch und machte mich auf den Rückweg zum Hotel.

Nachdem ich in Nana aus dem BTS-Skytrain ausgestiegen war, lief ich die Sukhumvit Soi 11 in Richtung des aloft. Auf ungefähr halber Strecke sprach mich ein Asiate, den ich auf ein Alter von ca. 30 geschätzt hätte, in sehr flüßigem Englisch mit US-amerikanischem Akzent an. Er fragte mich, wo denn die Soi 11 sei. Ich fühlte mich ein wenig an Loriots Pappa ante Portas erinnert ("Können Sie mir sagen, wie ich zur Schinkelstraße komme?" - "Ja, Schinkelstraße ..." - "Das ist hier die Schinkelstraße.") und antwortete, dass dies bereits die Soi 11 sei.

Daraufhin fragte der Typ, wo denn hier die beste Party sei. Dazu erklärte er, dass er eigentlich Thailänder sei, aber in den USA lebend schon lange nicht mehr in Thailand gewesen wäre. Ich antwortete mit einigem Unverständnis, dass er als Thailänder hier falsch sei, da dies eine Touristenhölle sei. Er meinte, dass es hier gute Partys gäbe. Ich empfahl, dass er sich eher nach Thonglor, Ekkamai oder Saphan Kwai begeben sollte, denn hier gäbe es nur Touristenabzocke, Bardamen, Ladyboys und Ausländer, die genau beides Vorgenannte suchen würden.

Er erwiderte Unverständnis und fragte, warum ich denn dann hier sei. Ich erklärte, dass ich auf einem Statusrun hier sei und eine Nacht im aloft bräuchte, das allerdings dummerweise in Nana liegen würde. Er nickte anerkennend und lief wenig später enthusiastisch in die nächstbeste Bar.

Ich hingegen begab mich auf mein Hotelzimmer, auf dem von dem ganzen Trubel drumherum nichts zu hören war.
 

Mai-Thai

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21.08.2019
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904
Friedrichshafen
@Nitus Ich werde im Mai auch im Renaissance sein, hast du zufällig von der Happy Hour am Abend die Cocktailkarte fotografiert? Mich interessiert immer schon im voraus, was die einzelnen Hotels so an Auswahl haben... :)
 

Nitus

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04.04.2013
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Tag 8 - Von Bangkok nach Ubon Ratchathani

Dafür dass mir das Hotel von allen bisherigen Häusern dieser Reise am wenigsten gefiel und @Sabine_Muc mit dem geringen Platzangebot nicht unrecht hat, hatte ich ziemlich gut geschlafen. Entsprechend gut gelaunt
machte ich mich auf zum Frühstück. Vom Aufzugvorraum auf der 31. Etage hielt ich vorher aber noch die Aussicht in nördlicher Richtung fest.

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Vom Frühstück hatte ich hier im aloft nicht allzu viel erwartet. Umso überraschter war ich von der doch großen Auswahl und gar nicht so schlechten Qualität der Speisen.

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Nach dem Frühstück schaute ich mir kurz den Hotelpool an, der jedoch prall in der Sonne lag.

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Zurück auf dem Zimmer schrieb ich ein wenig am Reisebericht, bis ich gegen Mittag zum Flughafen Suvarnabhumi aufbrach. Eigentlich wollte ich ein "Grab" vom aloft bis zur ARL-Haltestelle "Makkasan" nehmen und von eben dort mit dem Airport Rail Link zum Flughafen. Da es aber schon wieder sehr heiß war und ich ohnehin auf ein "Grab" warten musste, entschied ich mich den Wagen gleich bis zum Flughafen zu bestellen. Da gegen Mittag kein Stau mehr herrschte, sollte ich so ca. 40 Minuten nach Abholung am Hotel schon an der Vorfahrt vor dem Flughafen BKK eintreffen.

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Schnell hatte ich die Thai-Airways-Checkin-Schalter für Inlandsflüge wiedergefunden. An den Schaltern für *A-Gold- und Staff-Check-In war jedoch eine überraschend große Schlange. Nachdem mich eine Mitarbeiterin fragte, ob ich Goldkarteninhaber sei, schickte sie mich daher nach meiner positiven Antwort an die abgesperrten regulären Schalter, wo nur zwei Personen vor mir waren.

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Als ich an der Reihe war, meinte der Mitarbeiter, dass ich als Goldkarteninhaber auch hätte die Gold-Schlange nehmen können. Ich zeigte auf die große dort anstehende Gruppe und meinte, dass man mich bewusst zu ihm geschickt hätte. Er nickte. Ich fragte, ob er einen Platz am Notausgang für mich hätte, was sehr zu meiner Freude bestätigt wurde. Nachdem ich dann meinen Koffer abgegeben und meine Bordkarte entgegen genommen hatte, machte ich mich auf den Weg zum Abflugbereich für Inlandsflüge.

Vor den Bordscannern staute es sich, da auch hier eine große Gruppe relativ überfordert schien, sich einerseits auf mehrere Scanner zu verteilen und andererseits den QR-Code korrekt auf die Lesefläche zu legen. Irgendwann war dann auch diese Hürde geschafft, sodass ich zu einer Mitarbeiterin gelangen konnte, die akribisch die Übereinstimmung meines Namens zwischen Bordkarte und Reisepass sicherstellte. Und schon ging es runter zum Abflugbereich.

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Bereits eine Viertelstunde nach Ankunft am Flughafen hatte ich die Domestic Lounge von Thai Airways erreicht.

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Ich suchte mir ein ruhiges Plätzchen außerhalb des eigentlichen Lounge-Bereiches.

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Hier war ich mal wieder fast alleine und hatte viel helles Tageslicht. Ich bediente mich am Büffet und freute mich vor allem über Papayasalat und nordostthailändische Würstchen.

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Als 2. Gang sollte es dann noch eine Portion Hähnchen in chinesischer Fünf-Gewürz-Mischung sein.

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Satt schrieb ich am Reisebericht, bis es mich nach etwas Bier gelüstete. Nachdem die Thai-Domestic-Lounge keinen Alkohol anbietet, wechselte ich dank Amex Priority Pass in die nahe gelegene Coral Lounge, wo ich direkt ein Federbräu bestellte.

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Ich schrieb weiter am Reisebericht und sollte mein Bierglas stetig durch das sehr zuvorkommende Lounge-Personal aufgefüllt bekommen. Kurz vor der auf der Bordkarte angegebenen Boarding-Zeit gönnte ich mir nochmal etwas zu essen.

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Das Hähnchen mit öligem Reis nach Hainan-Art und zugehöriger Chili-Knoblauch-Sojasauce schmeckte sehr lecker.

Ohne nennenswerte Wartezeit absolvierte ich anschließend die Sicherheitskontrolle vor den Bus-Gates B7 bis B9 und traf somit vier Minuten vor kommuniziertem Boarding-Beginn am Gate ein B8 für meinen Flug in +1s Heimatstadt Ubon Ratchathani ein.

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Es sollte allerdings noch zehn Minuten dauern, bis das Boarding tatsächlich startete. Als erster Passagier machte ich mich auf den Weg zum Bus.

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Nach einer kleinen Busfahrt wurde der A320 auf seiner etwas abgelegenen Parkposition erreicht.

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Ich erfreute mich an dem großzügigeren Platzangebot in der Notausgangsreihe, wenngleich die beiden Plätze neben mir noch belegt werden sollten.

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Es sollte noch etwas dauern, bis der sehr gut gebuchte Flug fertig geboardet war.

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Während des Fluges gab es mal wieder das Teriyaki-Hähnchen-Wrap, das eigentlich ganz gut schmeckt.

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Insbesondere kurz vor der Landung verfolgte ich angestrengt die vorbei ziehenden Landschaften.

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Fast zehn Minuten vor der Zeit erfolgte die Landung am Flughafen von Ubon Ratchathani.

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+1 hatte mir geschrieben, dass ich ihm texten sollte, sobald ich meinen Koffer habe. Tatsächlich wurde das Priority-Gepäck auch an diesem Provinzairport als Erstes ausgeliefert, sodass ich nicht wirklich lange warten musste. Anschließend schrieb ich +1, der mich wenige Minuten später mit dem elterlichen SUV direkt vor dem Flughafengebäude aufsammelte.

Diesmal hatte ich das Sunee Hotel für meinen Aufenthalt in Ubon gewählt. +1 brachte mich dorthin und war überrascht, dass ich eine Royal Suite auf der elften und damit höchten Hoteletage erhielt. Tatsächlich hatte ich aufgrund der überschaubaren Preise in diesem Hotel genau solch eine Suite gebucht.

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Von meinem Zimmer hatte ich u.a. Aussicht auf den Sunee Wasserpark, welchen man wohl auch Schaumpark hätte nennen können.

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Nachdem wir uns eingerichtet hatten, fuhr +1 uns zum Elternhaus, das nur wenige Minuten vom Hotel entfernt lag. Meine Schwiegereltern begrüßten mich herzlichst und die Freude, uns in persona wiederzusehen war beiderseitig.

Meine Schwiegermutter hatte gegrillten Fisch gekauft, den es zusammen mit einer von ihr gekochten Bittermelonensuppe gab.

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Danach sollte es Mangos geben, die mein Schwiegervater gekonnt schälte und in Stücke schnitt.

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Gegen 20 Uhr fuhren +1 und ich zurück zum Hotel, denn neben diesem findet täglich ein Nachtmarkt mit angeschlossenem Biergarten statt. Wir wählten das Angebotspaket (drei Flaschen Chang zum Preis von 240 THB) und hatten entsprechend einen entspannten Abend.

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Als Snacks zum Bier kaufte +1 eine Weile später erst eine Portion sonnengetrocknetes Rindfleisch ...

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... und dann nochmal eine Weile später eine Portion knusprigen Schweinebauch.

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Nitus

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04.04.2013
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@Nitus Ich werde im Mai auch im Renaissance sein, hast du zufällig von der Happy Hour am Abend die Cocktailkarte fotografiert? Mich interessiert immer schon im voraus, was die einzelnen Hotels so an Auswahl haben... :)

Leider hatte ich die Cocktailkarte nicht explizit fotografiert. Auf einem Foto, das ich in der Lounge gemacht hatte, ist die Karte zumindest teilweise sichtbar, wenngleich extrem unscharf. Zumindest kann man erahnen, dass es verschiedene klassische und Signature Cocktails gibt. ;)

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Nach aktueller Planung sollten wir aber Ende nächste Woche nochmal im Renaissance sein. Habe mir schon einen Reminder gesetzt, dann die Karte explizit zu fotografieren.

Ansonsten sind Cocktails in Hotellounges nicht immer die beste Wahl. Diese Zeilen schreibe ich gerade aus dem Royal Orchid Sheraton Bangkok. Gestern Abend musste +1 auf seinen Negroni eine halbe Stunde warten, weil die beiden Barmixer in der Lounge mit den Getränkewünschen nicht hinterher kamen. Mein Singha hatte ich glücklicherweise deutlich schneller.
 

Nitus

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Tag 9 - Ein sehr ruhiger Tag in Ubon Ratchathani

Wir hatten relativ lange geschlafen und trafen erst gegen 9:30 zum Frühstück im Hotelrestaurant ein. Es war sehr voll und wuselig und nur mit Mühen konnten wir noch einen freien Tisch für zwei Personen finden. Dafür gefielen die vielen thailändischen warmen Gerichte, die hier neben Eierspeisen, Obst und etwas Brot angeboten wurden. Ein Highlight waren die frisch zubereiteten Fladen aus Klebereismehlteig, mit denen eine gut gewürzte Hackfleischfüllung umwickelt wurde.

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Nachdem es in Ubon mit 40°C nochmal etwas heißer war als in Bangkok, blieb ich den Vormittag im Hotel und nutzte die Zeit, um etwas am Reisebericht zu schreiben. Gegen frühen Nachmittag schaute ich am Hotelpool vorbei, der jedoch in der prallen Sonne lag.

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Später besuchte ich mit +1 den Foodcourt des Sunee Einkaufszentrums. An einem Stand mit verschiedenen fertigen Gerichten wurden wir fündig.

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Für mich sollte es Schweinebauch in einer süßen Sauce sowie Hackfleisch mit Thai-Basilikum geben. +1 hatte hingegen Hackfleisch mit salzigem Ei und frittierten Fisch gewählt.

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Gegen Nachmittag fand ich dann ein schattiges Plätzchen am Pool.

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Von dort konnte man die in Ubon startenden Flugzeug beobachten.

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Erst gegen Abend verließ ich den Komplex mit Hotel und Einkaufszentrum, um gemeinsam mit +1 und seiner Schwester an den Fluss zum Abendessen zu fahren. +1 hatte ein Restaurant gewählt, das für seine gegrillten Garnelen berühmt ist. Dazu saß man in urigen Hütten.

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Die Beiden bestellten ein Kilogramm gegrillte Garnelen und ein halbes Kilo gegrillten Tintenfisch.

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Es sollte auch gebratenen Wasserspinat und gebratenen Reis geben.

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Satt fuhren wir noch zum Nachtmarkt am Flussufer, welcher um kurz vor 22 Uhr sich jedoch bereits in Auflösung befand.

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oliver2002

Indernett Flyertalker
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Nitus

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Tag 10 - Nochmal ein ruhiger Tag in Ubon mit einem schönen Abendssen in großer Runde

Auch zu einer etwas früheren Uhrzeit als am Vortag war es erneut sehr sehr voll im Frühstücksrestaurant. Wir fanden später heraus, dass das Sunee Hotel externen Gästen einen Besuch des Frühstückbüffets für 100 THB pro Person (bzw. sogar für nur 300 THB für vier Personen) anbietet. Dafür war das Gebotene auch wirklich gut, sodass ich wieder gut satt wurde.

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Aufgrund von Außentemperaturen um die 40°C blieb ich den Vormittag im Hotel und schrieb wieder am Reisebericht. Gegen Mittag stillte ich meinen leichten Hunger im Foodcourt neben dem Hotel mit einer Portion Nudeln mit gegrillter Ente.

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Auf dem Rückweg zum Hotel stoppte ich und schaute mir an, wie Tänze zum Neujahr aufgeführt wurden.

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Gegen späten Nachmittag traf +1 ein und wir aßen gemeinsam im Foodcourt. Diesmal sollte es für mich eine Portion "Pad Si Eeuw" sein, mit Sojasauce gebratene breite Reisbandnudeln.

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Beim Flanieren entdeckte +1 eine Süßigkeit aus schwarzem Klebereis und Kokosnuss, die er schon lange nicht mehr gegessen hatte. So wurde direkt eine Portion erstanden.

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Am Abend stand dann ein Treffen mit +1s Schulfreunden in einem der Restaurants von einem der Schulfreunde an. Obwohl wir eigentlich auch schon etwas zu spät waren, waren wir dennoch die ersten, die am Restaurant eintrafen.

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Ich studierte die Getränkekarte und war überrascht über die Vielfalt internationaler Biere.

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Preislich waren die jedoch etwas ambitionierter als das Hausbier Budweiser, sodass ich mich für einen 3-Liter-Bierturm entschied, wenngleich ich mir nicht sicher war, ob und wer da mittrinken würde.

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Nach und nach trafen die Freunde, teilweise mit ihren Familien, ein, sodass wir irgendwann zu 20 Leuten waren. Tatsächlich fanden sich noch deutlich mehr Biertrinker, sodass es nicht bei nur einem Turm von drei Litern bleiben sollte. Dazu wurde wirklich viel Essen bestellt, denn jeder schaute mal in die Karte und bestellte etwas.

Sehr gut gefiel mir direkt das erste Gericht, das in meine Nähe kam: Schweinefleisch mit scharfen Gewürzen

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Aber natürlich freute ich mich noch mehr über knusprigen Schweinebauch, der hier mit Chili und frittiertem Knoblauch wirklich sehr lecker war:

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Auch aus einer würzigen Suppe mit Instantnudeln erhielt ich ein Stück Schweinebauch, nachdem zwei dieser würzigen Suppen mit allerlei Einlage an die riesige Tafel gekommen waren.

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Das südthailändische Curry mit Schweinefleisch und Kürbisstücken war wirklich sehr würzig.

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Dagegen waren die gebratenen Nudeln regelrecht fad.

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Das Pad Thai war dafür eines der Besseren.

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Tatsächlich bot der Abend noch viel mehr Gerichte, aber einerseits konnte ich nicht alle probieren und wollte auch nicht alle fotografieren, da man sich schon ein wenig über mich und meine Essensfotoleidenschaft etwas amüsierte.

Davon ab wurde viel gelacht und auch ich konnte mit meinem immer weiter zunehmenden Thailändischkenntnissen und den teilweise guten Englischkenntnissen mancher Schulfreunde von +1 an einigen Unterhaltungen teilnehmen. Ein wirklich kurzweiliger Abend!
 

cas_de

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@oliver2002: ich hab den Überblick verloren - wo steht der Schweinebauch-Zähler aktuell? 😁

Während der Schweinebauchzähler gefühlt und stetig steigt, verharrt der Höhlentempelzähler (sofern ich nichts überlesen habe) weiterhin bei null.

Ich sende ein "guten Appetit" nach Thailand und stelle die Frage, warum Du, lieber @Nitus, Dich nicht auf das Experiment mit dem Weihenstephaner Weizenbock bei 40 Grad eingelassen hast? Besser als 3 Liter Budweiser, getreu dem alten Motto:

American Beer is like having sex in a canoe - fucking close to water
 

Nitus

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04.04.2013
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Während der Schweinebauchzähler gefühlt und stetig steigt, verharrt der Höhlentempelzähler (sofern ich nichts überlesen habe) weiterhin bei null.

Ich fürchte auch, dass der Höhlentempelzähler weiterhin bei Null verharren wird. Bisher habe ich keine besucht und da wir uns nun im Strandurlaubteil der Reise befinden, werden da wahrscheinlich auch keine mehr dazu kommen. Dafür habe ich auch heute morgen schon beim Frühstück dafür gesorgt, dass dem Schweinebauchzähler bald schwindelig wird. ;)

Muss jetzt nur noch ein paar Tage Rückstand im Reisebericht aufholen.

Ich sende ein "guten Appetit" nach Thailand und stelle die Frage, warum Du, lieber @Nitus, Dich nicht auf das Experiment mit dem Weihenstephaner Weizenbock bei 40 Grad eingelassen hast? Besser als 3 Liter Budweiser, getreu dem alten Motto:

American Beer is like having sex in a canoe - fucking close to water

Weizenbock bei dem Wetter muss nicht sein, zumal die Preise für importiertes (richtiges) Bier hier ziemlich hoch sind. Da hat dann doch der Sparfuchs in mir gesiegt und ab dem dritten Glas merkt man gar nicht, dass es eigentlich Budweiser ist. ;)
 

Nitus

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04.04.2013
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Tag 11 - Und wieder ein entspannter Tag in Ubon

Auch heute Morgen war das Frühstück wieder ein kleiner Kampf, denn war es wieder sehr voll. Erfreulicherweise gab es jedoch täglich wechselnde Gerichte, sodass ich wieder zufrieden und satt wurde.

Nachdem ich wieder am Reisebericht geschrieben hatte, brachen wir gegen Mittag auf, um das Café eines guten Freundes von +1 zu besuchen. Jener Freund hatte die Bäckerei und das Café zusammen mit seinem Partner von seinen Eltern übernommen und komplett renoviert. Wir waren bei einem früheren Aufenthalt in Ubon schonmal hier und mir gefiel der Laden.

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Insbesondere die italienische Siebträgermaschine einer kleinen Manufaktur fand aufgrund ihrer Holzverzierungen mein Interesse.

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Ich sah mir das Angebot der hausgemachten Backwaren an.

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Ich wählte einen Kokosnusskuchen und +1 ein Gebäck, das "Lady" genannt wurde und das in seiner Jugend in Ubon wohl sehr populär war. Dazu sollten es Eiskaffees für uns sein.

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Nachdem +1 sich länger mit dem befreundeten Inhaberpaar unterhalten hatte, erhielt ich zu meiner Überraschung eine Tüte mit Backwaren zum thailändischen Neujahr. Das war mir regelrecht unangenehm, da wir unsererseits keine Präsente dabei hatten.

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Anschließend verbrachten wir etwas Zeit mit +1s Eltern, bevor wir vom Elternhaus zusammen mit +1s Schwester zum Einkaufen aufbrachen. Sie steuerte "makro", die thailändische Version der Metro an, für welche man in Thailand jedoch keinen Gewerbeschein benötigt.

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Als Erstes fielen uns Wasserpistolen für 199 THB das Stück auf.

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Nachdem die von +1 vorab bei Shopee (thailändische Variante von eBay bzw. AliExpress) online gekauften akkubetriebenen Wasserpistolen nicht wirklich funktionierten, legten wir direkt eine dieser Exemplare hier unseren Einkaufswagen.

Ansonsten fühlte ich mich tatsächlich ein bisschen wie in einer deutschen Metro-Filiale mit all den Hochregalen und Produkten in Großpackungen.

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Insbesondere die Abteilung für Bier und alkoholische Getränke begeisterte mich.

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Mein Schwiegervater bat darum, ihm einen Karton Thai-Whiskey mitzubringen. Somit war es an mir, mittels Dreisatz das bessere Angebot zu ermitteln.

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Dazu landeten noch einige Mitbringsel, viel Trinkwasser für +1s Familie und noch ein paar Sachen im Einkaufswagen, bevor meine Schwägerin uns sicher zurück fuhr und wir gemeinsam die diversen Einkäufe ausluden und im Haus verbrachten.

Etwas später brachen wir dann mit den Eltern zu unserem Lieblingsrestaurant in Ubon auf, dem Reissuppenrestaurant Santi, wo ich mit der Familie bereits mehrfach gut gegessen hatte.

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Gemeinsam gingen wir die Speisekarte durch und bestellten eigentlich viel zu viel.

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Als Erstes kamen die von mir gewünschten Entenstücke in chinesischer Fünf-Gewürz-Mischung an den Tisch.

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Es folgten Stücke vom Schweinedarm und eine Suppe mit Tofu, Seetang und Hackbällchen.

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Danach wurde der scharf gebratene Wasserspinat serviert, der hier wirklich besonders gut schmeckte.

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+1 und die Familie hatten sich besonders auf das leicht unangenehm riechende Gemüse gefreut, das mit Ei und Süßwurst gebraten serviert wurde.

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Es folgte noch Stücke vom Wildschwein, das mit scharfen Gewürzen gebraten wurde und das typischerweise etwas zäh ist.

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Als dann noch ein ganzer frittierter Fisch serviert wurde, merkten wir endgültig, dass wir zu viel bestellt hatten.

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Denn zusätzlich hatten wir auch noch Stücke einer anderen Fischsorte bestellt, welche mit Krachai, Thai-Basilikum und grünem Pfeffer sehr lecker gebraten waren.

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Und zum Abschluss sollte es natürlich auch noch eine Portion frittierter Schweinebauch mit Salz und Chili werden, was ebenso natürlich mein Highlight sein sollte.

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Auch wenn +1 und ich noch mit Freunden in einem Desserrestaurant verabredet waren, hatte sich meine Schwiegermutter gewünscht, als Familie gemeinsam auch noch in einem speziellen chinesisch inspirierten Dessertrestaurant einen Nachtisch zu uns zu nehmen. So fuhren wir ein Stücken, um eben jenes Desserrestaurant zu erreichen.

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Wir studierten die Speisekarte.

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+1 und seine Schwester erhielten ihr Sesameis mit verschiedenen Beilagen ebenso zeitnah wie meine Schwiegereltern ihre warme Kokosnuss- bzw. Sojamilch mit Einlagen.

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Ich hingegen musste noch etwas warten, bis ich eine große Schale mit feinstem Schnee aus Kokosnussmilch bekam, zu der ich Pandangelee als Beilage gewählt hatte.

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Im Mund zerfiel der Schnee direkt und schmeckte dezent nach Kokosnuss, war leicht cremig und nur bedingt süß. War ein sehr erfrischendes leckeres Dessert, zu dem die aromatisch schmeckenden Geleestücke gut passten.

Nachdem wir Alle aufgegessen hatten, fuhr meine Schwägerin +1 und mich zum nächsten Dessertrestaurant, wo einige von +1s Schulfreunden schon auf uns warteten. Meine Schwäger und Schwiegereltern hingegen fuhren zurück nach Hause.

Da mir der Kokosnusseisschnee so gut geschmeckt hatte, sollte es hier gleich noch eine Portion sein, diesmal mit Sesammochis und Mandelblättern. Wieder schmeckte es super, wenngleich zwei von diesen Desserts doch vielleicht etwas viel sein sollten.

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Es gab wieder viele Unterhaltungen. Als dann das Restaurant gegen 22 Uhr schloss, verabschiedeten wir uns von den Freunden und brachen zum Hotel auf.
 

Nitus

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Tag 12 - Songkran, das thailändische Neujahrsfest, 1. Tag

Heute war früheres Aufstehen angesagt, da es gegen 8:30 am Hotel losgehen sollte. So hatte ich im Gegenzug ein etwas enspanteres Frühstück erwartet, aber auch gegen 7:45 war es wieder extrem voll und wuselig im Frühstücksrestaurant des Sunee Hotels. Dennoch war ich irgendwann gut satt.

Nachdem dann die Abholung am Hotel fast pünktlich erfolgte, lenkte uns meine Schwägerin in Richtung der Nachbargemeinde Warin Chamrap, wo wir das Neujahrsfest mit einem Familientreffen im Haus der Witwe eines älteren leider schon verstorbenen Bruders meiner Schwiegermutter beginnen wollten. Wir hielten jedoch erst einmal am Frischmarkt von Ubon Ratchathani, wo +1 und ich +1s Mutter folgten, um aus Blüten gefertigte Halsketten zu kaufen.

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Nach dem Einkauf bekamen +1 und ich direkt jeder eine dieser wohlriechenden Ketten umgehangen. Anschließend setzten wir die Fahrt fort. Bereits um kurz nach 9 Uhr morgens marschierte ein Neujahrsumzug durch Warin Chamrap, weswegen der Querverkehr immer wieder unterbrochen wurde.

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Ein Stück weiter hielten wir, um Eiswürfel zu kaufen, die ich später am Haus aus den Beuteln in den großen Eiswürfelbehälter der Tante geben durfte. Mit dem großen Wiedersehen der Geschwister, Tanten, Cousinen und Cousins, etc. gab es dort ein ziemliches Geschnatter. Ich achtete darauf, alle ältere Personen mit gefalteten Händen und "Sawasdee krub" zu begrüßen und allen jüngeren Personen deren Grüße entsprechend zu erwidern.

Schnell wurde der Tisch bzw. die Tische gedeckt und es sollte bereits um 10 Uhr etwas zu essen geben. Ich hätte mir das ja fast denken können, aber hatte ich dennoch nicht damit gerechnet, so kurz nach dem Frühstück schon wieder essen zu müssen. Eigentlich war ich noch gar nicht hungrig, aber aus Höflichkeit aß ich die mir vorgesetzte Nudelsuppe mit Allerlei vom Schwein, zumal die Suppe auch wirklich lecker war und mir sogar mal die "Luk Chin Muh", also die Schweinefleischbällchen, schmeckten, denn diese waren nicht so zäh und gummiartig, wie diese sonst meistens ausfallen, sondern angenehm fluffig.

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Das scharfe Curry mit den Reismehlnudeln hingegen schlug ist aus, wenngleich ich später auch der Höflichkeit halber einen Löffel probierte und die Tante für ihre Kochkunst lobte. Nach dem Essen wurden die umfangreichen Reste portioniert, in Tüten verpackt und verteilt.

Eine Stunde nach dem Essen stand dann die typische Zeremonie zum thailändischen Neujahr an: das Ehren der Älteren sowie ihnen alles Gute wünschen und ihnen dabei symbolisch mit parfümierten Wasser die Hände übergießen und waschen, was diese dann auch erwiedern

Hierbei wird generell immer streng die Altershierarchie eingehalten. Zuerst durfte sich die Tante, die hier wohl die Älteste war, setzen und meine Schwiegereltern knieten bzw. hockten vor ihr, um ihr die Hände zu waschen und ihr alles Gute zu wünschen. Nachdem die Tante ihnen dies erwiedert hatte, setzten sich meine Schwiegereltern daneben und in absteigender Reihenfolge waren dann die anderen Geschwister und irgenwann deren Kinder dran.

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Auch ich erhielt irgendwann das Zeichen, dran zu sein, und wünschte den Älteren alles Gute, wusch ihnen die Hände und nahm selbige Wünsche entgegen. Nach mir war dann meine Schwägerin dran.

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Irgendwann war dann auch die kleine Tochter eines Cousins von +1 an der Reihe und bekam diese thailändische Tradition schon als Kleinkind beigebracht.

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Nachdem wir gemeinsam etwas aufgeräumt hatten und sich erste Gäste verabschiedet hatten, fuhren wir in einem etwas kleineren Kreis zu einem nahegelegenen Tempel, um dort den Verstorbenen der Familie zu Gedenken.

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An dem Tempel parkte auch ein Wagen mit einer großen Figur aus Wachs, welcher wohl für das jährlich stattfindende Kerzenfest in Ubon aufbewahrt wurde.

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+1 brachte Blütenketten an den Urnengräbern der verstorbenen Familienmitglieder an, welche sich im Sockel des das Hauptgebäude der Tempelanlage umgebenenden Zaunes befanden.

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Anschließend wurden auch diese Orte mit dem parfümierten Wasser übergossen.

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Auch standen in einem Zelt zahlreiche Buddhafiguren bereit, die man ebenso mit Wasser, in welchem sich Blüten befanden, "waschen" konnte, was Alle entsprechend taten.

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Nachdem das Thermometer wieder um die 40°C meldete und die Sonne erbarmungslos schien, kühlten wir uns kollektiv in einem gut klimatisierten Café bei Eiskaffee bzw. -tee ab.

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Anschließend fuhren wir zurück nach Ubon. Unterwegs konnte man schon einigen Thailändern beim Beginn der Wasserschlacht zusehen, die ebenfalls zum thailändischen Neujahrsfest gehört.

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Zurück am Hotel faulenzte ich etwas am und im Pool.

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Gegen frühen Nachmittag gab es dann mal wieder eine Stärkung im Foodcourt neben dem Hotel.

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Gegen 17:30 verließen +1 und ich das Hotel und warteten auf ein "Grab", das uns vom Hotel zu Freunden von +1 bringen sollte, wo wir feiern bzw. an der Wasserschlacht teilnehmen wollten. Direkt vor dem Einkaufszentrum neben dem Hotel wurde auch schon mit Wasser um sich geworfen.

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Die "Grab"-App zeigte an, dass wir noch einige Minuten warten müssten. Wir hielten etwas Abstand zu den Feiernden hier, um selbst nicht nass zu werden, schauten aber dem Spektakel voller Vorfreude zu. Überraschenderweise kam dann ein Thailänder mit einem Plastikbecker Bier auf mich zu, übergab mir diesen, stellte sich als General Manager des Einkaufszentrum vor und wünschte ein frohes neues Jahr. Ich bedankte mich überschwänglich und wünschte ebenso ein frohes neues Jahr. Als ich dann mein Bier ausgetrunken hatte und den Becher in den Mülleimer werfen wollte, rief der GM "No No!" und kam mit einer Flasche Bier, aus der er meinen Becher auffüllen wollte, auf mich zu. Ich erklärte, dass unser Wagen gleich eintreffen würde und ich keine Zeit mehr für ein zweites Bier hätte, ich das aber super nett fände.

Aufgrund des dichten Verkehrs, der vor allem aus Fahrzeugen bestand, die an der Wasserschlacht teilnahmen, setzte uns unser Fahrer ein Stück entfernt von dem Haus einer guten Freundin von +1 ab. Von dort bahnten wir uns dann halbwegs trockenen Fußes den Weg zu den Freunden.

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Am Haus der Freundin angekommen, gab es nach der Begrüßung direkt Bier und ein paar Snacks.

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Dazu wurde gegrillt ...

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... und direkt daneben mit Wasser um sich geworfen.

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Die üblichen Verkehrsregeln schienen während Songkran nicht zu gelten.

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Diesmal hielten wir uns eher im Hintergrund und schauten dem Spektakul nur zu. Dazu kümmerte man sich gut um uns, denn immer wieder wurde das Bier aufgefüllt und weitere Snacks gereicht.

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Irgendwann wurden dann Eiswürfel angeliefert.

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Diese waren zum Großteil jedoch nicht zum Kühlen von Getränken gedacht, sondern zum starken Herunterkühlen des Wassers, mit dem man auf andere Personen zielte.

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Während wir dabei zusahen, wie die Kinder von +1 Freunden immer nasser wurden und auch selbst viel Wasser austeilten, sollte es für uns jeder eine sehr gute Nudelsuppe mit den für Ubon typischen Klebereismehlnudeln sein.

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Generell schien dieses Jahr etwas weniger los zu sein, was ein Freund von +1 auf die aktuell hohen Spritpreise schob. So war es bereits gegen 22:30, als der Ehemann einer Freundin diese abholte sowie +1 und mich zum Hotel brachte. Tatsächlich hatten wir auch bereits genug getrunken.

Nachdem wir aber sahen, dass die Party neben dem Hotel noch in vollem Gange war, entschieden wir uns, für noch ein letztes Bier dorthin zu gehen.

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Nachdem wir schon halbwegs trocken geworden waren, versuchten wir, den Bereich, auf welchen mit Wasserkanonen geschossen wurde, zu meiden, tanzten aber dennoch mit.

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Noch vor Mitternacht waren wir dann allerdings im Bett verschwunden, denn am Folgetag stand die Rückreise nach Bangkok bereits relativ früh am Morgen an.
 

Nitus

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Tag 13 1/2 - Von Ubon zurück nach Bangkok oder Marke Nr. 5

Aufgrund der anstehenden Rückreise nach Bangkok war die Nacht heute noch früher vorbei als am Vortag. Gegen 6:45 war das Frühstücksrestaurant dann auch tatsächlich mal nicht so wuselig wie all die Tage zuvor. So konnte ich mich in Ruhe stärken, wenngleich der Hunger so früh noch nicht wirklich groß war.

Beim Check-Out war ich etwas irritiert, da man sagte, dass Alles erledigt sei. Tatsächlich hatte ich das Hotel über hotels.com mit Zahlung im Hotel gebucht. Beim Check-in wollte niemand eine Kreditkarte sehen bzw. wurde keine Zahlung verlangt. Ich fragte daher ungläubig nach, ob wirklich Alles erledigt sei, da ich bisher nicht gezahlt hätte. Die junge Angestellte nickte und meinte, Alles sei erledigt. Ich wunderte mich und vermutete, dass man die Übernachtungskosten dann wohl automatisch über die bei hotels.com hinterlegte Kreditkarte abwickeln würde, und verabschiedete mich.

Mein Schwiegervater war bereits gegen 7:15 vor dem Hotel vorgefahren, sodass wir nun zusteigen konnten. Die Fahrt zum Flughafen von Ubon Ratchathani dauerte nicht lange, sodass wir uns wenig später von meinen Schwiegereltern verabschieden und den Weg zum Thai-Airways-Check-in meistern konnten.

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Schnell waren die Koffer abgegeben. Unsere Anfrage nach Plätzen am Notausgang oder alternativ in der ersten Economy-Reihe konnte leider nicht erfüllt werden, da der Flug angeblich ausgebucht sei. Aber erhielten wir jeder einen 150THB-Gutschein für die beiden Black Canyon Coffee Filialen am Flughafen als Lounge-Ersatz.

Es war das erste Mal, dass ich in Ubon eine längere Warteschlange vor der Sicherheitskontrolle erlebt hatte. Aber tatsächlich gingen im Abstand von nur wenigen Minuten gleich drei Maschinen verschiedener Fluggesellschaften nach Bangkok.

Nachdem wir die Sicherheitskontrolle passiert hatten, stellten wir uns bei der Black Canyon Coffee Filiale im Sicherheitsbereich an, um unsere Gutscheine einzulösen. Kostenlos konnten wir jeder einen Eiskaffee erhalten, dazu reichten die in Summe 300 THB auch noch für einen Brownie und eine Packung Ananastörtchen.

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Wir suchten uns einen Sitzplatz, um unsere Kaffees zu genießen. Als ich dann meine E-Mails checkte, fand ich gleich mehrere leicht kryptische E-Mails in meinem Posteingang vor, die mir das Sunee Hotel über hotels.com geschickt hatte. Ich sollte bitte zur Rezeption kommen, um meinen Aufenthalt zu bezahlen. Der Einfachheit halber rief +1 das Hotel an, wo man erklärte, dass mein Aufenthalt nicht bezahlt sei. +1 erklärte, dass ich genau darauf hingewiesen hätte, und wir nun mittlerweile im Sicherheitsbereich des Flughafens seien und kaum mehr zurück zum Hotel für eine Zahlung kommen könnten. Die Person am anderen Ende der Leitung war offenbar überfordert und bat uns, das Hotel im LINE-Messenger zu unseren Kontakten hinzuzufügen, was wir probierten, aber nicht klappte.

Ich schrieb dann irgendwann sehr genervt dem Hotel über hotels.com zurück, dass das mit dem Messenger nicht funktionieren würde und sie mir doch einfach ihre Bankverbindung zukommen lassen sollten. Einige Minuten später erhielt ich diese und konnte den offenen Betrag überweisen. Dennoch war ich etwas genervt, denn hätte ich lieber mit Kreditkarte gezahlt, aber war es auch ein wenig meine Schuld, vor Ort nicht nachdrücklicher um Klärung gebeten zu haben, warum man glaubte, dass Alles erledigt sei.

Nachdem dieses Thema nun erledigt war, fanden wir uns kurz vor der angegebenen Boardingzeit am Gate ein.

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Nachdem die Maschine pünktlich aus Bangkok nach Ubon gekommen war, startete das Boarding nahezu pünktlich, wobei gleichzeitig mit dem Boarding von mobilitätseingeschränkten Personen, Familien mit kleinen Kindern, Business Class Gästen und Statuspassagieren begonnen wurde.

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Von meinem Fensterplatz konnte ich das Verladen des Gepäcks beobachten, wobei ich einen unserer Koffer erkannte.

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Sehr pünktlich verließen wir die Parkposition, rollten die Startbahn bis zum Ende, drehten dort und hoben wenig später ab. Ich blickte noch einmal auf Ubon, bevor es mit direktem Kurs Richtung Bangkok ging.

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Als Snack wurde diesmal ein Kokosnussdessert gereicht, das ganz gut schmeckte.

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Kurz nach der Landung bemerkte ich, dass wir uns an den Gates für Inlandsflüge vorbei bewegten, sodass ich schon mit einer Busankunft rechnete. Tatsächlich wurde das Flugzeug an einem Gate im internationalen Bereich des Flughafens Suvarnabhumi geparkt, denn als Nächstes stand für unsere Maschine ein Flug nach Hongkong an.

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An der Gateposition ging es für die Passagiere erst durch eine Fluggastbrücke Richtung Terminal und dann eine Treppe runter, wo bereits ein Bus wartete.

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Der Bus fuhr uns dann ein ganzes Stück am Terminal entlang, wo er dann wendete, um uns direkt gegenüber der Parkposition des Flugzeuges, mit dem wir aus Ubon gekommen waren, am Zugang für ankommende Inlandspassagiere abzusetzen.

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Bei unserem Eintreffen am Gepäckband wurden aber entgegen der Anzeige noch keine Gepäckstücke ausgeliefert.

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Dies sollte aber wenig später starten, zumal unsere drei Koffer erfreulicherweise unter den Ersten waren. Das priorisierte Bereitstellen des Gepäcks von Statuspassagieren klappt in Thailand meiner Erfahrung nach erstaunlich zuverlässig, was ich von Deutschland leider nicht behaupten kann.

Wir machten uns auf den Weg in das Untergeschoss, wo wir den Airport Rail Link ins Stadtzentrum von Bangkok nehmen wollten. Mittlerweile ist der Zugang hier auch ohne Ticket sondern alleine durch Auflegen einer Kreditkarte möglich. Anders als bei der MRT ist dies jedoch nicht an allen Zugangsschleusen möglich sondern nur an einer, die dauerhaft geöffnet ist. Ein Mitarbeiter steht daneben, um aufzupassen, dass dort auch nur die Passagiere durchgehen, bei denen das separat ein Stück vor dem Durchgang montierte Kartenterminal erfolgreich gepiept hat.

Als wir am Gleis eintrafen, stand ein Zug bereit, der schon halbwegs gefüllt war. Ergo konnten wir ohne Wartezeit zusteigen, aber leider keinen Sitzplatz ergattern.

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Wir fuhren bis zur Endhaltestelle Phaya Thai, wo wir zum Verlassen der Station erneut unsere Kreditkarte auflegen mussten. Anschließend suchten wir ein Taxi, da wir für die nächsten zwei Nächte mit dem Royal Orchid Sheraton ein Hotel gebucht hatten, das mit den schienengebundenen öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht zu erreichen war. Bereits das erste von +1 heran gewunkene Taxi war bereit, uns nach Taxameter dorthin zu fahren. Lediglich das Verstauen unserer drei großen Koffer war nicht ganz trivial, nachdem in den Kofferraum, in welchem thailändische Taxen fast immer einen großen Gastank installiert haben, nur ein Koffer passte. Der Zweite landete auf dem Beifahrersitze und der Dritte zwischen +1 und mir.

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Die Ankunft im Royal Orchid Sheraton, und damit der 5. Marriott-Marke diesen Urlaub, war underwhelming. Vor dem Hotel war weit und breit kein Bellboy zu sehen, sodass wir unsere drei großen Koffer selbst vom Taxi in die Lobby bringen mussten. Deutlich ärgerlicher fand ich dann den Hinweis, dass der Gartenpool aktuell geschlossen sei. Üblicherweise kenne ich das, dass man solche Einschränkungen bereits Tage vor Ankunft per E-Mail kommuniziert mit einem entsprechenden Kompensationsangebot, was hier jedoch nicht der Fall war.

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Dass man uns bei unserer Ankunft gegen 11:30 noch kein Zimmer geben konnte, fand ich schade, war aber natürlich in Ordnung, zumal ich unsere frühe Ankunft vorab auch nicht angekündigt hatte. Man brachte uns in die Lounge auf der 27. Etage und avisierte, dass wir ca. eine halbe Stunde später unser Zimmer erhalten sollten. Mit der Info und vor allem den genialen Ausblick von der Lounge auf den Chao Phraya Fluss wurde ich nun versöhnlich.

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Man hatte u.a. einen perfekten Blick auf das Icon Siam Einkaufszentrum und die Songkran-Feierlichkeiten davor.

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Dazu studierte ich die Status-Benefits des Hauses.

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Nach ca. 45 Minuten erhielten wir schließlich die Zimmerkarten für unseren "Executive Room" auf der Club-Etage. Das Zimmer war nicht wirklich groß und schon recht abgewohnt, aber hatten wir Letzteres bei diesem Haus erwartet.

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Das Highlight des Royal Orchid Sheraton ist und bleibt allerdings der Ausblick, der auch von unserem Zimmer einfach super war und den man von einer Couch vor dem Fenster wunderbar genießen konnte.

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Mittlerweile waren wir hungrig geworden und die Suche nach einem Restaurant für das Mittagessen begann. Auf der Taxifahrt zum Hotel war mir kurz vor Ankunft am Hotel das "Krua Je Ngor" aufgefallen, ein laut Google Maps recht gutes Restaurant mit chinesisch-thailändischer Seafood-Küche. +1 war direkt einverstanden, sodass wir uns zu Fuß auf den Weg machten, welcher sich bei der Hitze jedoch länger anfühlte, als erwartet.

Wir wählten Wasserspinat, der hier ein "Signature Dish" ist. Die Strünke wurden längs halbiert oder geviertelt und dann offenbar deutlich sanfter gegart, als in der thailändischen Küche üblich. Es schmeckte, aber so ganz nachvollziehen konnte ich den Aufwand und den Status "Signature Dish" nicht.

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+1 wählte ein intensiv riechendes Gemüse, das zusammen mit Glasnudeln und Garnelen gebraten wurde.

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Ich hatte mich für Fischstücke mit viel Knoblauch und scharfen Gewürzen sowie Thaibasilikum entschieden, was richtig gut schmeckte.

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Und schließlich sollten es noch mit Glasnudeln gebackene Garnelen sein.

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Auf dem Rückweg gelüstete es uns nach etwas Kaffee. In ehemaligen Lagerhallen gab es neben interessanten Concept Stores und Kunstgalerien auch ein Café, wo wir einkehrten.

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Zurück im Hotel genossen wir den Ausblick auf die Skyline Bangkoks vom Flug vor unserem Zimmer. Man konnte das Mahanakorn-Gebäude gut erkonnen und bei genauerem Hinsehen auch das W-Hotel erkennen, wo ich eine Woche zuvor übernachtet hatte.

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Nitus

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04.04.2013
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Tag 13 2/2 - Songkran Teil 2 oder es wurde nass in Silom

Nach einer kurzen Pause machten wir uns startklar für das Wasserfest bzw. die Wasserschlacht auf der Silom-Straße, was die Größte ihrer Art gewesen sein dürfte. Wir schlüpften in Badehosen sowie Oberteile aus Synthetik, die anders als Baumwolle Feuchtigkeit nicht aufnehmen würden. Dazu hatte +1 vorab über Shopee (asiatisches eBay-Pendant) zwei elektrische Wasserpistolen gekauft. Nachdem die Akkus geladen waren, setzten wir diese in die Wasserpistolen und füllten diese mit Wasser. Vor dem Hotel suchten wir dann ein Taxi, das uns nach Taxameter bis kurz vor die Partymeile fahren sollte. An der Kreuzung Surawong - Naradhiwas Rajanagarinda setzte uns der Taxifahrer ab. Wir spazierten die Naradhiwas Rajanagarinda Straße Richtung Silom Straße hinunter, vorbei an zahlreichen Essens- und Getränkeständen. Schließlich bogen wir in die Silom Straße, wo es direkt voll wurde.

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Auch wenn wir uns noch vor der offiziellen Partymeile befanden, war es schon sehr voll und es wurde von allen Seiten mit Wasser gespritzt. Langsam bewegte sich die Masse zu den Metalldetektoren, die hier ebenso wie in thailändischen Einkaufszentren oder U-Bahn-Stationen eher Placebo waren. Die Silom Straße war auf dem Stück von Naradhiwas Rajanagarindra Straße bis Rama IV Straße für den Straßenverkehr gesperrt und man konnte sich hier nur zu Fuß fortbewegen, wobei auch dies nur in eine Richtung je Straßenseite, um totales Chaos zu vermeiden.

Zum Glück hatte +1 auch Handyschutzhüllen bestellt, die einerseits zwar das Wasser abhielten, aber andererseits es dennoch erlaubten, das Handy inklusive Kamera zu nutzen.

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Am Straßenrand konnte man neben Getränken und Snacks auch Wasser zum Auffüllen seiner Wasserpistolen erwerben. Dazu spritzten gerade die Wasserverkäufer ihrerseits stark in die feiernden Massen bzw. nutzten Schüsseln voller eiskaltem Wasser, um es gezielt in Richtung einzelner Personen zu werfen. Schnell waren wir komplett nass, was bei den Temperaturen von knapp 40°C aber sogar angenehm war. Unangenehm war, wenn einem ein starker Strahl kaltes Wasser direkt ins Gesicht und die Augen traf.

Gerade zu Beginn war die Menschenmenge noch überschaubar bzw. es konnte locker spaziert werden. Am Straßenrand gab es jedoch immer wieder Aufbauten, wo DJs auflegten, Künstler live auftraten und/oder Wasserkanonen größere Wassermengen abfeuerten.


In der Nähe der BTS-Haltestelle Sala Daeng wurde es voller und dichter.

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Wir marschierten bis zum Ende des abgesperrten Bereiches und entschieden uns, an der Kreuzung mit der Rama IV Straße zu drehen, um um die Wasserschlacht auf der Silom Straße auch auf der anderen Seite mitzunehmen. Das Vorankommen war mittlerweile sehr langsam und immer wieder landeten größere Mengen eiskaltes Wasser auf uns. Auch wir verspritzten mit unseren Wasserpistolen reichlich Wasser. Vor dem Park Silom Gebäude traten wir aus der Menschenmenge aus, nahmen die Rolltreppe nach oben, um einen guten Blick auf den Umzug und die Wasserschlacht zu haben.

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Es gab auch eine Live-Berichterstattung von hier.

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Ein kleines Stück sollte es ein Auffüllen der Wasserpistole sein.

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So waren wir für die Pepsi-Bühne gerüstet.

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Als wir in Summe gut zwei Stunden nach dem Eintreffen an der Silom die Partymeile in beide Richtungen abgelaufen hatten, war mein Bedarf an Wasserschlacht gedeckt. Insbesondere die teilweise harten Wasserstrahlen, die mich mehrfach im Ohr oder den Augen trafen, verleideten mir irgendwann den Spaß ein wenig. +1 hingegen wollte gerne noch eine Runde durch die Wasserschlacht laufen. So verabschiedeten wir uns nahe dem Ort, wo wir hier gestartet waren.

Nachdem ich triefnass davon ausging, dass mich kein Taxi (zumindest ohne signifikanten Aufpreis) in dem Zustand zum Hotel fahren würde, lief ich die ca. 30 Minuten zu Fuß zum Royal Orchid Sheraton. Die ersten paar Hundert Meter trafen mich immer wieder noch ein paar Wasserstrahlen, aber dann konnte ich endlich trocknen. Eigentlich wäre ich fast trocken am Hotel angekommen, wenn nicht kurz vor dem Hotel noch eine Gruppe mit Wasser um sich werfen musste und mich dabei traf. Bis zur Lobby war aber das Meiste wieder abgetropft.

Zurück im Zimmer duschte ich und war nach dem Abtrocknen nach Stunden endlich wieder richtig trocken.

Gegen 18:30 traf ich dann in der Club Lounge ein, wo ich mich mit u.a. einem grünen Curry stärkte. Der Hunger war nach der Wasserschlacht durchaus vorhanden. Dazu sollte es das ein oder andere Bier werden.

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Zu meiner Überraschung traf +1 nur ca. eine gute halbe Stunde später in der Lounge ein. Der Akku seiner Wasserpistole hätte nicht mehr viel länger durchgehalten und ohne funktionierende Wasserpistole hätte es in Silom nicht so viel Spaß gemacht. So konnten wir gemeinsam die Club Lounge, die auch oder gerade am Abend eine tolle Aussicht bot, maximieren.

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Nach Ende der Happy Hour spazierten wir noch zum nahe gelegenen 7Eleven, um einen Schlummertrunk zu kaufen. Dabei fielen uns zwei junge Männer auf, die sich hatten eine Weißweinflasche im 7Eleven geben lassen und die per Videocall auf portugiesisch mit einem dritten jungen Mann berieten, ob man diese Flasche nun kaufen sollte. Man entschied sich dafür. Nachdem die Beiden offenbar ebenfalls im Royal Orchid Sheraton logierten, spazierten diese nur wenige Schritte vor uns zurück dorthin, wobei mir auffiel, dass Beide keine Schuhe sondern die kostenlos vom Hotel bereitgestellten dünnen Sandalen trugen. Hatte ich noch nie erlebt, dass Leute diese Schlappen auch außerhalb des Hotels trugen.
 

Nitus

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04.04.2013
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Tag 14 1/2 - Chao Phraya

Nachdem wir bei unserem letzten (und eigentlich auch ersten) Aufenthalt im Royal Orchid Sheraton Bangkok seinerzeit während der Pandemie mit dem Frühstück nicht ganz so zufrieden waren, waren wir heute sehr gespannt, wie das Angebot sein würde. Positiv war bereits, dass wir Plätze im Außenbereich direkt am Flußufer erhalten konnten. Nachdem das Hotelgebäude zu dieser Uhrzeit noch Schatten spendete, war es bei bereits gut 30°C definitiv aushaltbar. Dazu konnten wir das Hotelshuttle beim Ablegen beobachten.

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Auch eine lokale Fähre verkehrte direkt neben dem Hotel.

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+1 kam vom Büffet, das uns diesmal tatsächlich überzeugen sollte und an welchem sich auch Crews von KLM und ITA bedienten, mit u.a. einer Mangopflaume zurück.

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Auf dem Foto mag man die Größe dieser Frucht vielleicht etwas überschätzen, aber tatsächlich war diese kleine Frucht erstaunlich lecker und schmeckte tatsächlich wie die Kreuzung aus einer Pflaume mit einer Mango. Für mich sollte es heute eine Nudelsuppe zum Frühstück sein.

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Da es auf dem Fluß viel zu beobachten gab, ließen wir uns mit dem Frühstück zeit.

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Zum Abschluß sollte es noch eine Portion Obst mit vielen Mangopflaumen sein.

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Am Nachbartisch hatte sich ein junger Chinese nicht weniger am Büffet bedient, allerdings waren seine Augen offenbar größer als sein Magen, denn ließ er reichlich auf den Tellern zurück. Im Außenbereich lagen an jedem Tisch extra Hauben bereit, mit denen man seine mit Essen gefüllten Teller abdecken sollte, wenn man den Platz verlassen würde, damit die zahlreichen am Fluss vorhandenen Tauben sich nicht auf das Essen stürzten. Dies tat der Chinese jedoch nicht, sodass direkt eine Armada von Tauben an dem von ihm zuvor belegten Tisch landete und in den üppigen Speiseresten pickte. Die Mitarbeiterinnen waren sichtlich genervt und verscheuchten die Tauben, bevor die nun rund um den Tisch verteilten Speisereste aufgesammelt und entsorgt wurden.

Wir hatten die am Büffet gewählten Speisen komplett vertilgt und verabschiedeten uns wenig später von der für unseren Tisch zuständigen Mitarbeiterin, die uns freundlichst bedient hatte.

Anschließend schauten wir kurz am einzigen geöffneten Hotelpool vorbei, der uns jedoch nicht wirklich überzeugen konnte.

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+1 wollte etwas das Fitnessstudio des Hotels besuchen. Ich hingegen wollte in der Lounge etwas am Reisebericht schreiben. Um kurz vor 11 Uhr traf ich in der Lounge ein und suchte mir ein Plätzchen mit Ausblick flussaufwärts.

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Das Frühstück wurde im Hotelrestaurant bis 10:30 angeboten. In der Lounge hingegen konnte man auch bis 11 Uhr frühstücken, wenngleich das Angebot tatsächlich deutlich eingeschränkter wirkte. Man fragte mich, ob ich noch etwas essen wollte und bot proaktiv Eierspeisen an. So konnte ich nicht umhin, in der Lounge noch zwei Egg Benedict zu genießen.

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Dabei wurde ich ungewollt Zeuge eines Gesprächs einer Lounge-Mitarbeiterin, die mir vorher schon als etwas biestig aufgefallen war, und einem jungen japanischen Gast und seiner jungen thailändischen Begleitung. Er hätte hier heute nicht frühstücken dürfen, da er eigentlich keinen Lounge-Zugang besäße. Man hätte ihn nur am Vortag aus Kulanz in der Lounge frühstücken lassen, da er so spät zum Frühstück im Hauptrestaurant erschienen war, dass es dort schon kein Frühstück mehr gegeben hätte. Lounge-Zugang würde 1.500 THB pro Person kosten, den man ihm eigentlich berechnen müsste. Ob gespielt oder real herrschten Sprachbarrieren. Seine Belgeitung versuchte, zu vermitteln. Wie das Ganze ausging, bekam ich nicht mehr mit. Aber warum man einen Tag kulant ist und am Folgetag nach dem Frühstück in der Lounge unkulant ist, verstand ich nicht wirklich, aber konnte mir ja auch egal sein.

Ich verbrachte viel Zeit in der Lounge, um einigen Fortschritt beim Reisebericht zu erzielen und auch einige Sachen online zu erledigen, zumal dies bei der schönen Aussicht auf den Fluss besonders gut gelang. Gegen Nachmittag brach +1 alleine auf, da er wieder etwas zu erledigen hatte. Ich überlegte, was ich heute noch tun sollte. Nachdem ich dem Treiben auf dem Fluss heute so lange zugesehen hatte, wollte ich auch selbst auf dem Fluss unterwegs sein. So verließ ich das Hotel und lief die wenigen Schritte zum "Si Phraya" Pier des Chao Phraya Express Boat, welches sich direkt neben dem Hotel befand.

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Anders als ich dies aus der Vergangenheit in Erinnerung hatte, wurde der Fahrpreis für das Boot hier direkt am Pier erhoben. Ich zahlte die 25 THB, erhielt ein Ticket ausgedruckt und musste noch ca. zwanzig Minuten warten, nachdem ein Boot mir kurz vor meinem Eintreffen am Pier vor der Nase weggefahren war.

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Obwohl "Si Phaya" erst die dritte Haltestelle der Linie war, war das Boot beim Eintreffen schon gut gefüllt.

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Ich konnte jedoch tatsächlich noch einen Sitzplatz ergattern.

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Einige Minuten später ging es vorbei am berühmten Tempel Wat Arun.

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Ein wenig irritiert war ich über die beiden Touristen hinter mir. Man trank ganz ungeniert Bier auf dem Boot, obwohl in Thailand einerseits der Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit generell als auch durch Schilder auf den Flußbooten im Speziellen untersagt ist. Obwohl Einer der Beiden, die ich auf Ende 20 bis Anfang 30 geschätzt hätte, dem Anderen viel über Thailand erklärte und so tat, als wäre er der absolute Thailandkenner, schien sie das Alkoholverbot nicht im Geringsten zu interessieren, denn wurden wenig später die nächsten Dosen Leo-Bier aus dem Rucksack geholt, geöffnet und getrunken.

Dazu war ich verwundert, dass ich einerseits die Unterhaltung der Beiden halbwegs verstand, andererseits ihre Sprache jedoch nicht sicher identifizieren konnte. Erst dachte ich, dass man Niederländisch, das ich halbwegs beherrsche, sprechen würde, aber sowohl Sprachmelodie als manche Worte klangen ganz anders. Ich dachte an Flämisch, wobei ich dies auch schnell ausschloß. Ich vermutete eine skandinavische Sprache, bis der vermeintliche Thailandkenner über Flugpreise von Johannesburg nach Bangkok sprach, sodass ich zum Schluss kam, dass man aus Südafrika kommend afrikaans sprach.

An der Haltestelle nahe der Khao San Straße wurde das Flußboot schlagartig leerer und auch die beiden südafrikanischen Biertrinker hinter mir stiegen aus. So konnte ich mir mehr auf die Ausblicke vom Boot konzentrieren.

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Irgendwann wurde eine Brückenbaustelle erreicht.

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Dann beobachtete ich eine Bahn, die den Fluss querte.

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Und schließlich nahm die Tempeldichte in Flußnähe zu.

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Ziemlich genau eine Stunde nach Abfahrt am Pier neben dem Royal Orchid Sheraton erreichte ich die Endhaltestelle der Fähre in Nonthaburi. Ich erkundete die direkte Umgebung.

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Mir drückte allerdings die Blase, sodass ich eine Toilette suchte. Ich fand tatsächlich eine öffentliche Toilette, deren Zugang allerdings durch ein Drehkreuz gesichert war, welches den Einwurf eines 5THB-Stückes erforderte. Nachdem ich keines dabei hatte, versuchte ich einen 20THB-Schein am kleinen Markt neben dem Pier zu tauschen, was jedoch zu meiner Verwunderung die Ansprache mehrerer Händler erforderte.
 

Nitus

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04.04.2013
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Tag 14 2/2 - Zurück zum Hotel für abendliche Blicke auf den Chao Phraya

Da es doch wieder ziemlich heiß war, kaufte ich mir eine Flasche Wasser und entschied, mit der nächsten Fähre wieder zurück zu fahren. Der Plan war auch eigentlich nicht, Nonthaburi zu erkunden, sondern einfach auf dem Fluss unterwegs zu sein. Die nächste Abfahrt war für 16:20 geplant, aber auch zehn Minuten zuvor stand das Fluss-Express-Boot schon für den Zustieg bereit.

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Ich tat es den Einheimischen gleich und wählte einen Platz auf der Schattenseite, was in Summe später für etwas Schlagseite sorgen sollte.

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Dazu stellte ich fest, dass es sich hier um ein deutlich moderneres Boot handelte als auf der Hinfahrt. Pünktlich wurde abgelegt und ich genoss wieder die vorbei ziehenden Landschaften.

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Mir fiel das Kraftwerk Bangkok Nord auf.

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Hinter der nächsten Brücke gab es einen schönen Tempel.

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Wenig später passierte das Boot wieder die Nationalversammlung.

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Die Gebäude hier waren abwechslungsreich.

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Wenig später konnte ich wieder auf Wat Arun blicken.

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Und kurz darauf auf den Grand Palace

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Je näher wir dem Zentrum und der Skyline kamen, desto mehr wurde (Quer-)Verkehr.

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Und fast eine Stunde nach der Abfahrt in Nonthaburi war das nicht wirklich schöne Gebäude des Royal Orchid Sheraton Bangkok wieder in Sicht.

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Zurück auf dem Hotelzimmer machte ich mich frisch und traf pünktlich zur Happy Hour in der Lounge ein, von wo ich einen tollen Blick auf das Icon Siam und die dortigen noch andauernden Songkran-Feierlichkeiten hatte.

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+1 traf wenig später ein und wir maximierten gemeinsam das Loungeangebot. Nachdem ich mich am Vortag bereits mit einem großzügigen Trinkgeld beim Personal bedankt hatte, wurden wir heute kurz vor Ende des zweistündigen Angebotes sehr gut versorgt.

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scherrar

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30.05.2010
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Mir fällt auf, dass Du auch mit großem Gepäck regelmäßig den Airport Rail Link nimmst und anschließend dann notgedrungen doch ins Taxi umsteigst, um ins Hotel zu kommen. Das habe ich bislang vermieden. Zeitersparnis zur Rushhour oder was ist der Grund? Lohnt sich das tatsächlich?
 

Nitus

Erfahrenes Mitglied
04.04.2013
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Mir fällt auf, dass Du auch mit großem Gepäck regelmäßig den Airport Rail Link nimmst und anschließend dann notgedrungen doch ins Taxi umsteigst, um ins Hotel zu kommen. Das habe ich bislang vermieden. Zeitersparnis zur Rushhour oder was ist der Grund? Lohnt sich das tatsächlich?

Gute Frage! Zeitlich dürfte in vielen Fällen kein großer Unterschied zwischen Airport Rail Link und Taxi / Grab bestehen, aber es gibt einen deutlichen Preisunterschied. Mein letztes Grab vom aloft zum Flughafen hatte mich ca. 700 THB gekostet. Der ARL kostet 45 THB pro Person. Selbst zu zweit ist das meist noch deutlich günstiger, auch wenn man noch ein Taxi oder die BTS für die letzte Meile benötigt.

Hinzu kommt, dass ich mich im ARL ehrlich gesagt wohler fühler, als im Stop&Go-Verkehr in einem thailändischen Taxi oder teilweise noch kleineren Privat-PKW, die manche Grab-Fahrer verwenden.

Mit viel schwerem Gepäck sieht das natürlich anders aus. Daher nutzen wir nach Anreise aus und für die Abreise nach Deutschland unseren Stammfahrer mit seinem sehr bequemen Minivan. Davon ab gebe ich jedoch dem ARL meist den Vorzug.

Für die morgen anstehende Rückreise aus Phuket planen wir auch vom BKK wieder den ARL und anschließend die BTS zu nehmen.