Thailand Episode Nr. 30 oder ich brauche mehr Marken!

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Nitus

Erfahrenes Mitglied
04.04.2013
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Tag 22 - Essen, Faulenzen und Essen

Heute war es zwar etwas schwieriger, angenehme Plätze im Außenbereich zu finden, aber glücklicherweise wurde kurz nach unserer Ankunft ein Tisch in der vordersten Reihe mit Blick auf den Garten der Anlage frei.

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Heute sollte es mal wieder ein Egg Benedict sein, das hier zusätzlich Spinat enthielt, was ich gar nicht schlecht fand.

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Später genoss ich wieder den Pool an unserem Zimmer. Als dann gegen Mittag der letzte Schatten verschwand und der Pool in der prallen Sonne lag, zog ich mich auf die Terrasse zurück und schrieb am Reisebericht.

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Waren vormittags noch alle Liegen am Strand belegt, so konnten wir am Nachmittag halbwegs schattige Plätze in erster Reihe erhalten.

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+1 hatte herausgefunden, dass es im Panasia-Restaurant, in welchem wir am Vorabend die tolle Aussicht beim kostenlosen "Management Cocktail" genossen hatten, täglich eine Happy Hour mit "Buy 1 Get 1 Free" geben würde. Da uns die Aussicht wirklich gefallen hatte, trafen wir erneut dort ein. Die gereichte Karte bot auf jeden Fall deutlich mehr Cocktails als die Karte zum kostenlosen "Management Cocktail".

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Während wir auf unsere Getränke warteten, genossen wir wieder die wirklich schöne Aussicht.

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Wir hatten uns Beide für die "Clarify Pina", eine klare Pina Colada entschieden, die wirklich gut schmeckte.

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Bevor wir dann zum Abendessen aufbrachen, sollte es noch eine zweite Runde sein, bei der ich mich für einen "Midori Sour" und +1 für einen "Paloma" entschieden hatte.

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Zum Abendessen hatten wir uns für das Khrua Nong in Takua Pa entschieden, wo wir schon mehrfach sehr gut und günstig gegessen hatten.

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Das Restaurant war schon gut gefüllt und zahlreiche Tische schienen für eine sehr große Gruppe vorbereitet zu sein. Wir konnten den letzten freien 4er-Tisch erhalten. Als Erstes erreichte uns mein Lieblingsgericht dieses Restaurants, Schweinefleischstücke, die mit Sojasauce und einer Teighülle frittiert worden waren.

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Es folgten frittierte Fischstücke mit Knoblauch und Thai-Basilikum sowie Muschen in ähnlicher Zubereitsart.

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Schließlich sollte es noch "Hoh Mok Talay", eine Art gestocktes Curry mit Meeresfrüchten, sein.

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Wir hatten gutes Timing bewiesen, denn kurz nach uns traf eine tatsächlich große thailändische Reisegruppe ein, die mehrere große Tische belegten. Aus der Küche wurden im Akkord zahllose Gerichte in Richtung der Reisegruppe geliefert, wobei die zwei Reiseführer der Gruppe beim Servieren mithalfen.

Das Essen war gut und wieder überraschend preisgünstig. Dazu waren die Portionen hier deutlich angenehmer als die Riesenportionen, die wir am Vortag im Krua Khonkhon erhalten hatten.

Auf dem Rückweg zum Hotel hielten wir noch an einer Filiale von "24 SuperCheap", wobei es sich um eine lokale Supermarkt- / Minimarktkette handelt, deren Filialen deutlich größer als die von 7Eleven sind und die auch frisches Gemüse und Fleisch anbieten.

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Für uns sollte es aber nur ein gekühlter Schlummertrunk sein, den wir im Hotel zu uns nehmen wollten.

Darüber hinaus konnte +1 nicht widerstehen, bei der älteren Verkäuferin von thailändischen Desserts vor dem Supermarkt noch etwas zu kaufen.

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Zurück auf dem Zimmer hatte der Turn-Down-Service nicht nur frische Handtücher gebracht, die Vorhänge geschlossen und die Bettdecken aufgeklappt, sondern auch eine nette Handtuchfigur mit einem Gruß und einem Schlafduft auf dem Bett hinterlassen.

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Nitus

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04.04.2013
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Tag 23 1/2 - Von Khao Lak über Phuket zurück nach Bangkok

Nachdem heute die Rückreise nach Bangkok anstand, klingelte der Wecker unangenehm früh. Gegen 7:15 erreichten wir das Frühstücksrestaurant des Marriott Khao Lak, das zu dieser Zeit zumindest im Außenbereich fast komplett freie Platzwahl bot.

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Die Saftspender waren so früh noch prall gefüllt.

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Auch das Essen sah teilweise noch ziemlich unberührt aus.

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Auch wenn die Brühe des "Moo Hong", also dem mit vielen Gewürzen nach südthailändischer Art geschmorten Schweinebauch, für meinen Geschmack viel zu dünnflüssig und klar war, sollte es natürlich etwas von diesem eigentlich hervorragenden Gericht sein. Allerdings vermisste ich gedämpften Jasminreis, denn der Platz vor dem entsprechenden Schild war noch leer. Ich fragte nach und erhielt die Info, dass der Reis gleich kommen würde, was sich wenige Momente später dann auch bewahrheiten sollte.

Während wir dann auf der Terrasse so früh nur so halb hungrig unser Essen vertilgten, kamen gleich mehrere Mitarbeiter auf uns zu, um uns zu erklären, dass wir ja abreisen würden, und man sich von uns verabschieden wollte. Dabei überreichten sie uns einen Teller mit einem Pancake, der in meinen Augen etwas kindlich ausdekoriert war.

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So lieb es vielleicht gemeint war, so cringe fanden wir die Aktion. Wir versuchten halbwegs begeistert zu wirken und probierten anschließend auch den Pfannkuchen, der uns aber nicht wirklich überzeugen konnte. Wir hielten fest, dass das Marriott Khao Lak wohl wirklich eher ein Resort für Familien mit (kleinen) Kindern (oder riesige Hochzeitsgesellschaften) zu sein schien.

Zurück auf dem Zimmer machten wir uns frisch und packten unsere Koffer. Anschließend ließen wir uns und unser Gepäck mit einem Golfwagen abholen, um an der Lobby zügig auschecken zu können. Anschließend lenkte ich uns Richtung Phuket, wobei wir die Fahrt noch für ein Auftanken unseres Mietwagens unterbrachen.

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Die ca. 42,50 THB/Liter für "Gasohol 91" waren für lokale Verhältnisse dank des Iran-Konfliktes extrem hoch, aber mit umgerechnet 1,13 €/Liter für die heimischen Preise doch noch ziemlich bezahlbar.

Kurz vor unserer Ankunft am Flughafen Phuket kündigte +1 diese, wie vorab von Sixt gewünscht, per Telefon an. So konnten wir am Mietwagenparkplatz direkt gegenüber des Terminals für Inlandsflüge unseren Mietwagen ohne Wartezeit abgeben. Die Rückgabe dauerte nur wenige Augenblicke, was ich bisher in Thailand auch nie anders erlebt hatte. So konnten wir gegen 10:20 uns ins Terminalgebäude begeben.

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Der Business-Class-Schalter von Thai Airways war von einer größeren Gruppe belegt, sodass man uns aus der Business Class Warteschlange (dank *A Gold) an einen gerade frei gewordenen Eco-Schalter lotste und die wartenden Eco-Paxe um Geduld bat.

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Auch diesmal sollte es von Erfolg gekrönt sein, freundlich nach Plätzen in den Notausgangsreihen zu fragen. Mit entsprechenden Bordkarten machten wir uns dann auf zur Sicherheitskontrolle, die wir ohne nennenswerte Wartezeit passieren konnten.

Auch wenn wir die Thai Airways Lounge in Phuket nicht sonderlich mögen, da diese eher ein dunkles Loch mit ungemütlicher Bestuhlung ist, waren wir ob des sehr großzügigen Zeitpuffers bis zu unserem Boarding und Abflug doch neugierig, wie das aktuelle Angebot hier aussehen würde.

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Tatsächlich war das Speisenangebot wirklich eher enttäuschend, wenngleich es noch gedämpfte Dim Sum und ein warmes Gericht gab.

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So wechselten wir keine halbe Stunde später dank Amex PriorityPass zur gegenüberliegenden Coral Lounge, die nicht nur deutlich heller ist, sowie Aussichten auf das Vorfeld und die Startbahn als auch eine umfangreiche Essens- und Alkoholauswahl bietet.

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Das Plane Spotting von hier machte schon Spaß.

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Auch wenn die Lounge besser besucht war als die TG-Lounge, verteilten sich die Gäste hier ganz gut.

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Leider befand sich zwischen Außenfenster und Lounge noch ein Durchgang für ankommende und abfliegende Gäste an den äußersten Fluggastbrücken, sodass der Ausblick auf eines der größten aktuell hier operierenden Flugzeuge, eine EK 777, etwas getrübt war.

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Die Landung unseres A320 mit der Registrierung HS-TXD, der leicht verspätet aus Bangkok kommend uns wenig später dorthin bringen sollten, verfolgten wir zwar, konnten davon aber keine brauchbaren Fotos schießen. Wenigstens bekam ich den Airbus auf seinem Weg vom Ende der Startbahn zur Parkposition ordentlich vor die Linse.

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Auch wenn die Ankunft unserer Maschine verspätet erfolgte, begaben wir uns pünktlich zum Boardinggate, da wir es aus Phuket durchaus kannten, dass hier das Boarding trotzdem ziemlich zeitig startet.

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Am Gate waren Schilder für drei Warteschlangen aufgestellt. Gemäß Bordkarte hatten wir uns als *A-Gold in die Schlange der Gruppe 1 einsortiert. Kurz vor dem eigentlichen Boardingbeginn konnten wir dann Zeuge werden, wie zwei ältere englischsprachige weiße Herren, die bis dato gesessen hatten, sich relativ weit vorne in der Schlange der Gruppe 3 vordrängelten. Der Herr, vor dem und dessen weiblicher Begleitung sie sich in die Schlange gequetscht hatten, intervenierte und erklärte, dass sie sich doch bitte hinten anstellen mögen. Sehr arrogant zückte einer der beiden Vordrängler einen Ausweis, um damit die Rechtmäßigkeit des Vordrängelns zu legitimieren. Offenbar war er der Meinung, dass er aufgrund seines Alters sich in der Schlange vordrängeln dürfte, was der Herr hinter ihm nicht so wirklich einsah.

Wenig später startete dann auch das Priority Boarding und wir konnten zusammen mit den anderen Paxen der Boarding Gruppe 1 die Bordkartenkontrolle passieren. Direkt hinter uns sah ich dann die beiden älteren Herren, die sich nun aus der Warteschlange der Gruppe 3 weiter vorgedrängelt hatten. Ich hörte, wie sie sich hinter mir über den Herren echauffierten, der ihr Vordrängeln freundlich thematisiert hatte. Man lästerte ziemlich fies über ihn und noch mehr über seine unbeteiligte weibliche Begleitung. Ich überlegte kurz, mich einzumischen, entschied aber, dass es wahrscheinlich wenig Sinn hätte.

Wie üblich mussten wir noch zwischen Gate und Fluggastbrücke warten, bis irgendwann das Boarding final freigegeben wurde. Seitlich von uns warteten dann einige CIQ-Paxe, die sich ebenfalls vordrängeln wollten. Ein Mitarbeiter fragte diese jedoch, ob sie Business-Class-Passagiere seien, was sie verneinten und somit uns vorlassen mussten.

Wenige Minuten vor der ursprünglich geplanten Abflugzeit hatten wir dann unsere Plätze in der Notausgangsreihe eingenommen.

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Das Pushback erfolgte ca. 15 Minuten nach der eigentlich vorgesehenen Abflugzeit.

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Wir rollten zum östlichen Ende der Startbahn, um anschließend in westlicher Richtung über der Andamansee zu starten. Dabei dürfte ich wohl auf das Le Méridien Mai Khao geblickt haben, wenngleich ich das so schnell und aus der Entfernung nicht wirklich erkannt hatte.

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Gute zehn Minuten später wurde ein Snack serviert, der heute aus einem süßen Brot mit einer Creme bestand.

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Trotz des leicht verspäteten Starts erfolgte die Landung sehr pünktlich.

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Dazu hatte ich diesmal einen tollen Blick auf die zahllosen von Thai Airways am Flughafen Suvarnabhumi geparkten Flugzeuge.

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Nachdem als Folgeflug für unsere Maschine ein Inlandsflug nach Ubon Ratchathani vorgesehen war, dockten wir an einer Fluggastbrücke im Bereich für Inlandsflüge an und konnten so mal ohne eine Busfahrt den Ankunftsbereich des Flughafens BKK erreichen.

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So konnten wir die Gepäckausgabe wenige Minuten später erreichen, wo wir entgegen der Anzeige noch etwas auf unser Gepäck, dass dennoch unter den ersten ausgeladenen Gepäckstücken war, warten mussten.

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Mit nur je einem Koffer sollte das Verkehrsmittel der Wahl Richtung Innenstadt der ARL (Airport Rail Link) sein, welchen wir wenige Minuten nach Entgegennahme unserer Koffer erreichen sollten. Zu unserem Glück traf nur wenige Momente nach unserer Ankunft am Gleis ein Zug ein.

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Nitus

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Tag 23 2/2 - Zurück in Bangkok

Nicht nur, dass wir auf den ARL nicht wirklich warten mussten, wir konnten auch die gesamte Dauer der Fahrt (ca. 30 Minuten) bis zur Endhaltestelle Phaya Thai sitzen. In Phaya Thai wechselten wir dann zur BTS Sukhumvit Linie. Für die drei Stationen bis zur Haltestelle Chitlom mussten wir zwar stehen, aber war die BTS glücklicherweise nicht so voll, dass wir Beide mit unseren großen Koffern problemlos mitfahren konnten.

In Chitlom spazierten wir den kurzen bekannten Weg zum Renaissance Ratchaprasong, in welchem wir diese Thailandreise begonnen hatten. An der Rezeption wurden wir freundlichst begrüßt und erhielten wieder eine "Studio Suite", was eigentlich ein Corner Room war, welcher bereits zwei Tage vor Anreise in der Bonvoy-App sichtbar war. Diesmal lag das erhaltene Zimmer etwas höher und auf der gegenüberliegenden Seite des Gebäudes verglichen mit dem letzten Aufenthalt hier.

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Wir prüften den Ausblick und konnten auf zahlreiche andere Hotels und deren Pools blicken.

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Auch erkannte ich zwischen den ganzen hohen Gebäuden das Muse Hotel, in welches direkt nach dem letzten Aufenthalt im Renaissance für eine Nacht gewechselt war.

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Neben unseren beiden Koffern, die uns beim Eintreffen in der Hotellobby abgenommen wurden, erhielten wir kurz nach unserem Eintreffen auf dem Zimmer noch einen vorab von +1 im Hotel deponierten Koffer sowie diverse Sache, die +1 während unserer Phuket-Reise ins Hotel hatte liefern lassen. Während +1 Sachen aus-, um- und einpackte, gönnte ich mir eine kurze Erfrischung im Hotelpool.

Pünktlich zur Happy Hour trafen wir dann in der Hotellounge ein.

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Heute gab es u.a. Schweinefleisch auf Spießchen, Frühlingsrollen und einen Lachssalat.

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Wir maximierten die Happy Hour ganz gut, bis wir diese irgendwann als letzte Gäste des Tages verlassen sollten.

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Vorher hielten wir jedoch noch die Aussicht auf das nächtliche Bangkok fest.

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Zurück auf dem Zimmer fanden wir das schon vom letzten Aufenthalt bekannte Welcome Gift vor, das aus vier Madeleines mit verschiedenen Überzügen bestand.

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Nitus

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Tag 24 1/2 - Massage, Flussfahrt & Skypark

Als ich kurz vor 9 Uhr die Vorhänge aufzog, begrüßte uns heute das erste Mal in diesem Urlaub ein bewölkter Himmel.

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Dieser sollte jedoch wenig später aufklaren. Dazu war es im Frühstücksrestaurant an diesem Samstagmorgen überraschend leer und ruhig.

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Am Lautesten war tatsälich eine Gruppe Geschäftsmänner schräg hinter uns, deren Unterhaltung wir ungewollt Zeuge wurden. Offenbar versuchte eine indische Firma Ladeeintrichtungen für E-Autos oder E-Roller an einen thailändischen Betreiber zu verkaufen. Man verhandelte allerdings noch über die Termine für die wechselseitigen Werks- bzw. Laborbesuche, wobei ich mich sehr wunderte, dass man Geschäftsanbahnungen für andere Personen gut hörbar im öffentlichen Raum führte.

So richtig störten uns die Verhandlungen aber nicht, zumal das Frühstücksbüffet heute wirklich entspannt war.

Eine knappe Stunde später war ich dann alleine auf dem Weg zu meiner ersten Thai-Massage diesen Urlaub. Nach dem bekannten kurzen Fußweg vom Renaissance zur BTS-Haltestelle Chitlom fuhr ich eine Station bis "Siam", wo ich von der Sukhumvit- auf die Silom-Linie umstieg, wenngleich ich auf den nächsten Zug der Letzteren etwas warten musste.

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An der Haltestelle "Saint Louis" verließ ich die Silom-Linie, blickte kurz auf das W, wo ich knappe zwei Wochen zuvor und auch während der letzten Thailandreise übernachtet hatte, und spazierte die North Sathorn Road ein Stück hinunter, auf die es kurz zuvor geregnet haben dürfte. So erreichte ich wenig später die Filiale von Health Land hier in Sathorn.

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+1 hatte für mich für 11 Uhr einen Termin für eine zweistündige traditionelle Thai-Massage vereinbart. Dies konnte man an der Rezeption bestätigen, sodass ich hier die 700 THB für die Massage zahlte. Ich sollte noch kurz Platz nehmen. Wenig später traf eine sehr kleine aber auch etwas kräftige Dame ein, die meinen Namen aufrief. Sie führte mich zu einer Sitzbank, wo sie mir Schlappen reichte und um meine Sandalen bat.

Eigentlich hätte es wohl mit dem Fahrstuhl vom Erdgeschoss in eine höhere Etage gehen sollen, aber verharrte der Lift offenbar in der 6. Etage. Jeder Versuch einer anderen Mitarbeiterin, die saubere Tücher und Bezüge transportieren wollte, den Fahrstuhl zu rufen, schlugen fehl. Ich sollte noch etwas warten. Nachdem man den Fahrstuhl aber partout nicht ins Erdgeschoss bekam, führte mich meine Masseurin irgendwann in einen freien Raum im Erdgeschoss.

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Nachdem ich traditionelle Massagekleidung überreicht bekommen hatte, wurde ich kurz alleine gelassen. Nachdem ich meine Hose und mein Polo-Short abgelegt hatte und in die weite Hose und das Hemd geschlüpft war, kam die Dame zurück, um die Matten zusammen zu schieben, damit ich quer liegend genügend Platz hätte. Anschließend begann sie mit der Massage.

Traditionelle Thai-Massage ist ja nicht komplett entspannend, sondern durchaus ein wenig schmerzhaft. Ich hatte erst etwas Sorge, dass die wirklich sehr kleine Dame, an meinem großen und voluminösen Körper verzweifeln könnte, aber hatte ich unterschätzt, wie sie teilweise ihr gesamtes Körpergewicht nutzte, um mich komplett durchzukneten. Irgendwann wunderte ich mich auf dem Bauch liegend über den Druck auf meinen Waden und schaute auf, nur um zu sehen, wie sie aufrecht barfuß mit ihrem gesamten Körpergewicht auf meinen Waden spazierte. Ich hätte gerne ein Foto davon gehabt, wenngleich es ehrlicherweise etwas schmerzte, sich aber im Nachgang als sehr wohltuend herausstellen sollte.

Dazu schien sie dankbar, dass ich etwas thailändisch sprechen konnte, denn beherrschte sie offenbar kein Englisch. Lachen musste sie immer, wenn sie die Grenzen meiner Beweglichkeit erreicht hatte. Wohlwissend, dass ich aufgrund meines Übergewichts und zu wenig sportlicher Aktivität eher steif und unbeweglich bin, war sie darüber wohl durchaus überrascht.

Auch wenn oder vielleicht gerade weil die Massage teilweise etwas geschmerzt hatte, fühlte ich mich nach den zwei Stunden, die schneller vergangen waren als erwartet, bestens. Nachdem ich dann zurück in meine Kleidung gewechselt war, bekam ich zurück im öffentlichen Bereich meine Sandalen zurück sowie einen Becher Tee. Ich bedankte mich mit einem großzügigen Trinkgeld für den maximalen Körpereinsatz meiner Masseurin, welcher wirklich gut getan hatte.

Ich spazierte zurück zur BTS-Haltestelle "Saint Louis", um die zwei Haltestellen bis "Saphan Thaksin" zu fahren, von wo ich den kurzen Weg zum Pier am Chao Phraya Fluss nahm. Es war gar nicht so leicht herauszufinden, wo hier welche Bootslinie abfuhr. Irdenwann hatte ich die richtige Warteschlange für den "Chao Phraya River Express" erreicht und wartete auf das nächste Boot.

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Es sollte allerdings eine gute Viertelstunde dauern, bis das nächste River-Express-Boot eintreffen sollte. Dafür war das Boot angenehm leer.

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So konnte ich einen Platz relativ weit vorne ergattern.

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Die nächste Haltestelle war das noch halbwegs neue Einkaufszentrum Icon Siam.

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Von dort konnte man auf das Millenium Hilton blicken, das ich ja immernoch mal besuchen möchte, wenngleich wohl die Lounge aus der obersten Etage nach unten verlegt wurde.

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Da lobe ich mir doch das Royal Orchid Sheraton, das seine Lounge in der höchsten Etage mit bestem Flussblick betreibt, wo wir noch vor 1,5 Wochen genächtigt hatten und auf das ich jetzt blicken konnte.

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Fahrten auf dem Chao Phraya haben mich schon seit meiner ersten Thailandreise vor gut zwanzig Jahren fasziniert.

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Kurz vor Erreichen der Haltestelle "Memorial Bridge" stand ich auf und begab mich vorsichtig zum Heck des Bootes.

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Nachdem ich das Expressboot verlassen hatte, versuchte ich herauszufinden, welche der beiden hier befindlichen Brücken denn wohl die "Memorial Bridge" sein würde. Ich spazierte zur "Phra Phuttayotfa" Brücke, an deren Ende es ein großes Monument gab.

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Vor dem Betreten der eigentlichen Brücke nahm ich dann noch eine Plakette mit dem Brückennamen und dem vermutlichen Bau- oder Eröffnungsjahr wahr, welches als 2475 also 1932 unserer Zeitrechnung angegeben wurde.

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Von der Brücke konnte ich dann nicht nur auf den Bootsanleger sondern auch auf eine weitere Brücke blicken.

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Jene Nachbarbrücke, die "Phra Pokklao" Brücke, die ich ebenfalls noch besuchen sollte, war dazu auch Heimat eines "Sky Parks".

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Erst ging ich jedoch zurück zum Brückenende, von dem ich gekommen war, um das an dessen Fuß befindliche Denkmal für König Rama I zu besuchen.

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Anschließend suchte ich den Eingang zu jenem Chao Phraya Skypark, der sich zwischen den Fahrbahnen der unterschiedlichen Richtungen auf der "Phra Pokklao" Brücke befinden sollte. Tatsächlich führte der Weg durch einen etwas abgelegenen Park. Dort nahm ich dann erwartungsvoll ein paar Stufen.

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Es hätte auch einen Fahrstuhl gegeben.

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Bei prallem Sonnenschein war der Skypark nicht besonders gut besucht. Dennoch war sowohl die Lage zwischen den Fahrbahnen als auch die Gestaltung mit zwei Fußwegen die sich vertikal mehrfach kreuzten und üppig bepflanzt waren, wirklich außergewöhnlich.

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Das Highlight war jedoch der Ausblick über den Chao Phraya auf Teile der Skyline Bangkoks.

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Auch wenn der Schweiß lief und die Sonne brannte, war ich von der Location begeistert und spazierte entsprechend bis zum anderen Ufer.

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Dazu konnte man von hier auch schön auf die zuvor erwähnte fast einhundertjährige benachbarte Brücke blicken.

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Ich hielt die Aussicht auch nochmal vom südlichen Ufer fest.

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In der Ferne konnte ich Wat Arun erkennen.

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Ich machte noch ein Foto, bevor ich den Rückweg zum Nordufer antrat.

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Dazu fiel mir hier ein chinesischer Tempel auf.

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Neben den tollen Aussichten fühlte sich dieser Ort auch vielleicht deswegen besonders an, da ich hier fast alleine war. Aber welcher Thailänder würde auch bei irgendwas um die 35°C und kräftigstem Sonnenschein draußen unterwegs sein, wenn er es nicht müsste?

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Gärtner waren hier fast die einzigen anderen Menschen, die man antreffen konnte, und die hier die üppige Vegetation pflegten.

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Tag 24 2/2 - Ong Ang Canal, Essen wie am ersten Tag & erneute Lounge-Maximierung

Auch auf dem Rückweg zum Nordufer blickte ich nochmal auf den Chao Phraya und die Skyline.

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In der Ferne erkannte ich den All Seasons Place mit dem Conrad Bangkok als auch einige weitere vertraute Gebäude.

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Der weitere Rückweg führte mich teilweise durch ein schattiges Stückchen unterhalb des Weges, den ich hier auf der Brücke auf dem Hinweg gelaufen war. Und genau in diesem schattigen und sonst fast menschenleeren Stück traf ich auf einen jungen Mann, der merkwürdige Kampfsportposen einnahm, etwas aggresiv wirkte und offenbar mit sich selbst sprach. Ob er auf Drogen oder psychisch nicht ganz klar war, war für mich nicht wirklich feststellbar. Ich war auf jeden Fall froh, dass er keine Notiz von mir nahm, obwohl ich unweigerlich nah an ihm vorbei spazierte.

Zurück am Ufer spazierte ich die Chakkraphet Road in Richtung des Stoffviertels, welches ich bereits mit +1 besucht hatte. Tatsächlich gab es hier nicht nur viele indische und burmesische Migranten sondern auch viele Stoff- und Kleidungshändler.

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Von dort begab ich mich zum Ong Ang Canal, den ich mir bereits von zu Hause als Ausflugsziel ausgesucht hatte.

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Die verschiedenen Läden und Gastronomiebetriebe, die den Kanal beidseitig säumten, richteten sich größtenteils an internationale Touristen. Es wirkte wie vorgegaukelte Ursprünglichkeit, die jedoch bei Touristen offenbar ganz gut ankam. Ich hingegen verließ die Gegend Richtung Norden, wo ich noch auf etwas Streetart treffen sollte.

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Dort entdeckte ich dann auch eine etwas ausgefallene Brücke, die offenbar von der Siam Cement Public Company Limited gesponsort wurde.

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Von dieser hielt ich nochmal den Ausblick auf den Kanal fest.

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Auf der anderen Kanalseite schaute ich mir die Street Art noch etwas genauer an.

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Anschließend setzte ich meinen Spaziergang gen Norden fort, wo ich auf ein großes chinesisches Tor traf.

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Durch eine Großbaustelle bahnte ich mir als Nächstes den Weg zur MRT-Haltestelle "Sam Yot", wo ich auf die nächste U-Bahn für eine Fahrt nach "Si Lom" warten sollte.

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Nach Ankunft in Silom blickte ich auf die Silom-Straße, wo wir bei unserem letzten Aufenthalt das thailändische Neujahrsfest gefeiert hatten. Mittlerweile war hier wieder Normalität eingekehrt.

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Nachdem es schon Nachmittag war und ich seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatte, suchte ich im "Silom Edge" Einkaufszentrum das chinesische Restaurant auf, welches ich am ersten Tag dieser Reise bereits besucht hatte und welches mir insbesondere aufgrund der Xiao Long Bao gefallen hatte. Diesmal sollte es ein dreigängiges Menü sein. Zum Start gab es einen Pilzsalat mit Knoblauch.

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Der Hauptgang bestand aus einer Rindfleischnudelsuppe, bei der mir sowohl die noch bissfesten Nudeln als auch die weich geschmorten Rindfleischstücke sehr gefielen.

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Und schließlich traf mein Highlight am Tisch ein, vier super leckere Xiao Long Bao, jene Nudeltaschen, die mit Fleisch und Fleischbrühe gefüllt sind, und welche ich in Taiwan lieben gelernt hatte.

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Nach dem Essen kaufte ich noch etwas in der Nachbarschaft ein, bevor ich an einer nahegelegenen Bushaltestelle auf den nächsten Bus in Richtung Hotel warten sollte.

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Die Anzeige "กำลังถึง" für den Bus 15 / 4-2, die ich mit "ist im Begriff anzukommen" übersetzen würde, war im Endeffekt optimistischer als die Uhrzeitsymbole, die die S-Bahn München daheim verwendet, um eine bald eintreffende S-Bahn auf der Anzeige statt einer konkreten Minutenangabe anzukündigen. Es sollte noch sieben Minuten dauern, bis der Bus tatsächlich eintraf und ich einen freien Sitzplatz in diesem einnehmen konnte.

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Wenige Minuten bzw. Haltestellen später verließ ich den klimatisierten Bus dann auch schon wieder, um den restlichen Weg zum Renaissance Bangkok zu Fuß zurück zu legen.

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Zurück im Hotel machte ich mich frisch, um kurz vor 17:30 pünktlich zu Happy Hour in der Hotellounge einzutreffen, wo ich mich erstmal mit einem Wasser aber auch dem tollen Ausblick zufrieden gab.

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Tatsächlich war die Lounge so früh noch nicht sonderlich gut besucht.

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Während ich auf +1 wartete, der nach diversen Terminen noch unterwegs war, nahm ich eine recht junge Thailänderin wahr, die unweit von mir saß. Sie kommunizierte offenbar mit einer Freundin per Videocall, den sie auf Freisprechen geschaltet hatte. Jener Freundin wurden für mich und vermutlich auch zahlreichen anderen Lounge-Gäste alle Details des Speisen- und Getränkeangebots geschildert. Ein Highlight schien für sie der Fakt zu sein, hier kostenlos Cocktails trinken zu können, was ich ja durchaus etwas nachvollziehen kann. Ich überlegte, sie zu bitten, ihre Lautstärke und vor allem die ihres Handys zu reduzieren, entschied mich dann jedoch dafür, nicht dieser unangenehme deutsche Blockwart zu sein, und stoisch diese definitiv zu laute Unterhaltung zu ertragen. Dazu rätselte ich, wie eine Thailänderin im geschätzten Alter von irgendwas um die 20 alleine in die Lounge kam, wenngleich die Antwort darauf in Form eines männlichen Thailänders, den ich auf irgendwas jenseits der 60 geschätzt hätte, eine ganze Weile später eintraf.

Kurz darauf traf auch +1 ein, mit dem ich noch ein wenig das Lounge-Angebot maximieren sollte, wobei wir von unseren Stammplätzen erneut die Aussicht genossen.

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Zurück auf unserem Zimmer schrieb ich dann noch etwas am Reisebericht, wobei mir irgendwann auffiel, wie lange die letzte Zimmerrenovierung im Renaissance Ratchaprasong her sein dürfte, wenn es bis heute noch Anschlüsse für "S-Video" gab.

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