Dazu hat dass das ganze eine geringe Priorität hat und begrenzten Kapazitäten. Dazu wurden einige externe Projektteams rausgeworfen. Wenn Du da eine kleine Checkbox einbauen willst ist das technisch wahrscheinlich klein, nur die Entwickler werden Dir für diese Veränderung irgendwelche Mondpreise aufrufen.
Das Projekt dynamische Meilenwerte für die Flugprämien wurde primär intern durchgezogen und nicht durch ein externes Projektteam. Die Zielsetzung war dabei ganz klar (und das wurde auch offen kommuniziert) die Meilenwerte an die bezahlten Ticketpreise anzukoppeln und eben die hier so geschätzten Arbitrage-Möglichkeiten (auch "sweet spots" genannt) in nicht unerheblichem Umfang zu reduzieren.
Was das Thema Checkbox betrifft - nein, so einfach ist es nicht. Die Prämientickets haben mittlerweile ein vollautomatisiertes Fare Filing wie die regulär bezahlten Tarife, nur dass statt einer monetären Fare in dem Feld dann der Meilenwert steht. Diese Technik ist im Übrigen auch die Grundlage dafür, dass Punkte wie Miles&More-Award stornieren oder umbuchen auch online funktionieren, da man mit dieser einheitlichen Vorgehensweise dann eben auch die Meilentickets über den Amadeus Ticket Changer abwickeln kann.
Technisch gesehen gibt es für das Thema Flex Plus genau zwei Umsetzungsmöglichkeiten:
Option A) Du doppelst alle Fare Families als Flex Plus Award mit höheren Meilenwerten auf, hängst daran dann per ATPCO-YQ-Ausnahmefiling eine YQ-Exemption, hast aber dann 8 unterschiedliche Fare Families auf der Langstrecke in einer Reiseklasse.
Option B) Du ermöglichst die Zahlung der YQ per Dynamic Redemption und einer Umrechnung von EUR in Meilen - dies ist aber kein Industriestandard und erfordert auf Amadeus-Seite erst einmal eine Menge (teuren) Entwicklungsaufwand bereits im Backend.
Davon abgesehen hast Du neben dem Frontend und die aus Laiensicht erforderliche kleine Checkbox ja auch das Thema, dass dies nicht nur auf der .com unterstützt werden muss, sondern eben auch bei Lufthansa InTouch im Callcenter (in der grafischen Maske für Miles&More, als auch in oneres für manuell erforderliche Nacharbeit).
Aus meiner Sicht ist somit eigentlich nur Option A) realistisch gangbar, da die externen Kosten für Option B) wahrscheinlich jeden sinnvollen Rahmen sprengen. Da verzichtet LH lieber auf die Meileneinlösung der in Hinblick auf die YQ sensiblen Kunden, da es erheblich billiger ist die Meilen als Verbindlichkeit in der Bilanz stehen zu lassen.