Man kann auch einfach mal Eigeninitiative zeigen und die Suchmaschine seiner Wahl dazu befragen
hättest dein wissen auch einfach mit uns teilen können...aber naja, falls es wen noch interessiert:
Am
19. Mai 2026 hat US-Präsident Donald Trump die
Executive Order 14406 mit dem Titel
„Restoring Integrity to America’s Financial System“ unterzeichnet.
Diese Verordnung zielt direkt auf die Nutzung von
ITINs (Individual Taxpayer Identification Numbers) und ausländischen Ausweisdokumenten beim US-Banking ab. Das bedeutet einen massiven Kurswechsel für Personen, die ohne US-Wohnsitz oder US-Arbeitserlaubnis ein Konto in den USA eröffnen möchten.
Hier sind die wichtigsten Kernpunkte, die du jetzt wissen musst:
1. ITINs gelten jetzt offiziell als „Risikofaktor“
Bisher war die ITIN ein völlig normaler und oft genutzter Weg, um als Ausländer (z. B. für Investments, E-Commerce wie Amazon FBA oder Immobilien) legal ein US-Bankkonto zu eröffnen. Die neue Executive Order ändert die Risikobewertung fundamental:
- Die Nutzung einer ITIN zur Kontoeröffnung oder Kreditbeantragung wird für Banken als „Red Flag“ (Warnsignal) eingestuft, wenn der Antragsteller keinen nachgewiesenen, rechtmäßigen Einwanderungsstatus in den USA hat.
- Banken werden angewiesen, bei ITIN-Nutzung eine „Enhanced Due Diligence“ (erhöhte Sorgfaltspflicht) anzuwenden. Sie müssen also viel genauer hinsehen und zusätzliche Nachweise fordern.
2. Was genau wird von den Behörden gefordert?
Die Executive Order setzt den US-Finanzbehörden und Regulierern (wie dem Finanzministerium und der CFPB) strikte Fristen, um die Bankenregulierung (unter dem
Bank Secrecy Act) zu verschärfen:
- Nachweis des Aufenthaltsstatus: Innerhalb von 90 Tagen müssen Gesetzesänderungen vorgeschlagen werden, die es Banken ermöglichen (bzw. sie dazu drängen), im Rahmen der Identitätsprüfung den Einwanderungs- oder Visumsstatus der Kunden abzufragen und zu verifizieren.
- Kreditvergabe blockieren: Es wird argumentiert, dass Personen ohne dauerhafte US-Arbeitserlaubnis ein strukturelles Risiko für Kredite (Kreditkarten, Autofinanzierungen, Immobilien) darstellen, da das Risiko einer Abschiebung oder eines plötzlichen Einkommensverlusts besteht.
- Ausländische IDs im Visier: Auch die Akzeptanz von ausländischen Konsularausweisen (Consular ID Cards) zur Kontoeröffnung wird massiv eingeschränkt bzw. strenger überprüft.
3. Was bedeutet das für dich in der Praxis?
Wichtig: Die Executive Order verbietet das Bankkonto mit ITIN für Ausländer nicht per se oder sofort komplett, aber sie macht es den Banken operativ extrem schwer und unattraktiv, solche Konten weiterhin unkompliziert anzubieten.
Wenn du als Nicht-US-Bürger ohne Wohnsitz in den USA ein Konto eröffnen willst oder bereits eines hast, musst du dich auf Folgendes einstellen:
- Härtere Compliance bei Neueröffnungen: Fintechs (wie Wise, Mercury, Relay) und traditionelle Großbanken (wie Bank of America oder Chase), die bisher relativ offen für ITINs waren, werden ihre internen Richtlinien in den kommenden Wochen und Monaten (Mitte bis Ende 2026) massiv verschärfen. Rein digitale Eröffnungen aus dem Ausland könnten extrem selten oder unmöglich werden.
- Verzögerungen und Nachweise: Du wirst bei Kontoeröffnungen sehr wahrscheinlich detailliert nachweisen müssen, warum du das Konto brauchst, woher dein Geld kommt und wie dein genauer legaler Status in Bezug auf die USA ist (z. B. Nachweis über eine US-Firmengründung wie eine LLC, Verträge mit US-Kunden etc.).
- Konto-Audits: Es ist nicht ausgeschlossen, dass bestehende, reine ITIN-Konten von den Banken im Laufe des Jahres überprüft und zusätzliche Dokumente nachgefordert werden.
Fazit: Der Raum für das „einfache“ US-Konto nur mit ITIN wird durch diesen Erlass im Jahr 2026 drastisch kleiner. Wenn du ein Konto eröffnen möchtest, solltest du das idealerweise über eine saubere, geschäftliche Struktur (z. B. US-LLC mit einer korrekten
EIN / Firmen-Steuernummer) und mit lückenloser Dokumentation angehen, da reine Privatkonten für Non-Residents mit ITIN unter enormen Rechtfertigungsdruck geraten.