10. März 2019: Ethiopian 737 MAX crash

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01.06.2018
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OK, die publizierte Datenlage ist eher indirekt...
AC 23-13A sagt
This AC provides information on approval of continued operational flight with known cracks in the structure of small airplanes, regardless of certification basis.
was umgekehrt bedeutet, für large airplanes (Verkehrsflugzeuge) erlauben sie es ausdrücklich nicht.
Das ist ein Punkt in dem FAA und EASA grundsätzlich andere Positionen vertreten.

Wenn du einen Riss findest, ist das Flugzeug laut FAA bis zu einer Reparatur gegrounded.
Wir werden sehen, ob im Rahmen von Structures Health Monitoring da in Zukunft neue Policies gelten werden. Die Geschichte lehrt uns, dass es meist erst einen spektakulören Unfall braucht, bis sich Policies ändern. Der MD-11 Absturz wegen Rissen in der Pylonaufhängung mag da neue Denkanstöße liefern.
 

N140SC

Erfahrenes Mitglied
01.01.2024
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OK, die publizierte Datenlage ist eher indirekt...
AC 23-13A sagt

was umgekehrt bedeutet, für large airplanes (Verkehrsflugzeuge) erlauben sie es ausdrücklich nicht.
Das ist ein Punkt in dem FAA und EASA grundsätzlich andere Positionen vertreten.

Wenn du einen Riss findest, ist das Flugzeug laut FAA bis zu einer Reparatur gegrounded.
Wir werden sehen, ob im Rahmen von Structures Health Monitoring da in Zukunft neue Policies gelten werden. Die Geschichte lehrt uns, dass es meist erst einen spektakulören Unfall braucht, bis sich Policies ändern. Der MD-11 Absturz wegen Rissen in der Pylonaufhängung mag da neue Denkanstöße liefern.

Man muss sich von der Illusion verabschieden, dass realistische Inspektionsintervalle das zwischenzeitige Auftreten von Rissen vollständig verhindern können. Wenn Du z.B einen bestimmten Bereich alle 24 Monate mit Ultraschall-, Eindring-, oder ähnlichen Verfahren testen musst bleiben immer noch 23, in denen ein Mikroriss sich fröhlich ausbreiten und größer werden kann ohne dass dagegen das geringste zu tun ist. Eine Null-Toleranz-Schwelle aufzumachen ist im Airline-Umfeld schlicht weltfremd. Viel wichtiger sind Redundanz, fehlertoletante Auslegung des Designs und vor allem top Qualifikation der Prüfenden. Bei letzterem Punkt ist man nun Mal in Zuständigkeitsbereich der EASA deutlich weiter als in dem der FAA. Das gefällt denen natürlich nur begrenzt.
 

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01.06.2018
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Eine Null-Toleranz-Schwelle aufzumachen ist im Airline-Umfeld schlicht weltfremd.
Es ist sogar kontraproduktiv.
Wenn dein Flugzeug gegroundet ist sobald du einen Riss findest, dann suchst du halt lieber nur dann wenn es nicht schlimm ist, auch was zu finden...

Aus genau dem Grund hängt Structures Health Moditoring, also Rissfindung mit fest verbauten Sensoren, seit über 20 Jahren in der Schwebe. Keine Airline will plötzlich einen Alarm bekommen und das Flugzeug aus dem Betrieb nehmen. Dann lieber die Risse finden wenn sowieso ein längerer Werftaufenthalt geplant ist.

Wenn Du z.B einen bestimmten Bereich alle 24 Monate mit Ultraschall-, Eindring-, oder ähnlichen Verfahren testen musst bleiben immer noch 23, in denen ein Mikroriss sich fröhlich ausbreiten und größer werden kann ohne dass dagegen das geringste zu tun ist.
Und du weisst ja sogar aus theorethischen Untersuchungen, dass diese Risse da sind. Aber solange du sie noch nicht offizielll gefunden hast, ist dein Flugzeug lufttüchtig.
Spätestens seit wir das initial flkaw concept anwenden, also davon ausgehen, dass an jeder kritischen Stelle ein Microriss seit der Herstellung da sein kann, ist die FAA Policy lächerlich. Andere nennen es "bewährt".

In diesem Fall geht es um Risse an Reparaturen, da reden wir von einer Stelle von der wir wissen, dass 737 da seit je her irgendwann reissen und repariert werden müssen. (Was an sich nicht schlimm ist, wenn bekannt und durch ein Inspektionsprogramm abgedeckt, und auch bei anderen Mustern so existiert) Und jetzt stellen wir fest, dass auch diese Reparaturen relativ schnell wieder reissen, offenbar bevorzugt bei den Max mit ihren etwas höheren Lasten.
 

juliuscaesar

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01.06.2018
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Dem Konzern zufolge kann das Problem bei einigen Maschinen dazu führen, dass nach einem abgebrochenen Landeversuch die automatisierte vertikale Navigation bei weiteren Anläufen zunächst nicht zur Verfügung steht. Stattdessen könnten sie nur auf eine niedrigere Automatisierungsstufe zugreifen.
Scheinbar nicht weltbewegend
Nun gut, aus ähnlichen Gründen ist FZ981 abgestürzt. Piloten beim Durchstarten zu verwirren ist nicht trivial, da diese Flugphase kritisch bezüglich falschen Empfindungen und Desorientierung ist, wenn die Sicht nach draussen fehlt. Moderne Piloten verlassen sich da auf die Automatisierungssysteme, wissen ohne Flightdirector nicht mehr wie sie fliegen sollen...
 

juliuscaesar

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Nun gut, aus ähnlichen Gründen ist FZ981 abgestürzt. Piloten beim Durchstarten zu verwirren ist nicht trivial, da diese Flugphase kritisch bezüglich falschen Empfindungen und Desorientierung ist, wenn die Sicht nach draussen fehlt. Moderne Piloten verlassen sich da auf die Automatisierungssysteme, wissen ohne Flightdirector nicht mehr wie sie fliegen sollen...
Yes.
 

juliuscaesar

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Interessanter Artikel darüber, wie Fluggesellschaften einen Absturz in den Medien verarbeiten:

 

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01.06.2018
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Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig
es hat > 60 Jahre auch ohne funktioniert...
Auch nach dem Coronado-Absturz in der Schweiz, der ja bezüglich Tragik (Piloten wussten was kommt, konnten das Flugzeug nicht retten) vergleichbar, aber direkt vor der Haustür und damit wesentlich präsenter war.

Aber klar, heutzutage geht nichrs mehr ohne Prozessdokumente und Handbücher.
 

heinz963

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05.05.2014
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es hat > 60 Jahre auch ohne funktioniert...
Auch nach dem Coronado-Absturz in der Schweiz, der ja bezüglich Tragik (Piloten wussten was kommt, konnten das Flugzeug nicht retten) vergleichbar, aber direkt vor der Haustür und damit wesentlich präsenter war.

Aber klar, heutzutage geht nichrs mehr ohne Prozessdokumente und Handbücher.
Und das ist auch gut so.

Das Risiko, ohne klare Richtlinien irgendwas falsch zu machen, ist enorm. Gerade heute, wo jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird.
 

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Also bei uns sind sämtliche dieser Dokumente chronisch veraltert, die letzte Umorganisation und Umbenennung aller Beteilungen noch nicht berücksichtigt, e-mail und Telefonnummern diverser Focal points obsolet etc.
Und welche Worte aktuell politisch korrekt sind, oder schon wieder ganz, ganz böse, muss man tagesaktuell im Intranet nachgucken.
Die meisten dieser Handbücher verhindern nur, das bei einem Windstoß das Regal umfällt...

Mal abgesehen davon, dass ich den Gedanken für unvorhersehbare Ereignisse vorsorglich Handbücher zu schreiben ziemlich absurd finde.
 
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frogger321

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09.06.2010
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Unfassbar, dass von dem Teil soviele unterwegs sind und auch LH jetzt welche bestellt hat. Gruselig der Boeing Laden.
 

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Immerhin sollte der lange Rumpf das Flugzeug flugmechanisch eher stabiler machen... MCAS kann also vermutlich noch etwas entschäft werden.
Mal sehen, ob FR jetzt die Meinung ändert, überall abzubauen... Die 300 bestellten Flugzeuge werden sie ja wohl einsetzen wollen.
 
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01.06.2018
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Ich denke eher, sie haben den ohnehin notwendigen Abbau genutzt, um da Druck zu machen wo sie den meisten Profit verlieren...
Jetzt wo sie wieder aufbauen können, werden wir sie ganz schnell wiedersehen. Sie werden keine 300 Flugzeuge parken, nur weil ihnen irgendwelche Länder (in denen sie immer noch gutes Geld verdienen) nicht gefallen.

übergriffige Staat
Nun ja, es ist kein Grundrecht beliebig kostenlos Abgase ausstoßen zu dürfen... Es ist nur gerecht, wenn tatsächlich existierende Folgekosten auch von denen getragen werden, die sie verursachen. Irgendwer wird z.B. dafür bezahlen müssen unsere Deiche zu erhöhen oder unsere Flüsse umzugestalten.
 
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Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
Es geht darum, dass ein zu fetter Staat die Abgaben erhöht, da wo er dachte, es ist unbegrenzt was zu holen. Weltenrettung ist nur das Etikett. Passt immer und kostet ihn nichts. Interessanterweise gibt es bei der Bahn auch gerade sowas, wo der Staat seine Tochter Infrago die "Trassenpreise" (Schienenmaut) schlagartig erhöhen lässt. Der Staat muss bei sich sparen, nicht die Mobilität abwürgen.
 

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01.06.2018
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wo der Staat seine Tochter Infrago die "Trassenpreise" (Schienenmaut) schlagartig erhöhen lässt.
Ist natürlich ein schlechtes Beispiel, nicht nur weil die Trassen dereinst mal mit 100% Steuergeld gebaut wurden, sondern weil das natürlich ein Geschäft mit nach Wirtschaftsgesichtspunken festgesetzen Preisen ist.

Der Staat muss bei sich sparen,
Da hast du natürlich insofern Recht, dass wenn er vor 100 Jahren gespart und die Trassen nie gebaut hätte, wir die Diskussion heute gar nicht hätten...

Es ist z.B. Fakt (Messwerte aus unterschiedlichsten Quellen, keine Modellrechnung) dass der Meeresspiegel steigt. Es ist Fakt, das wir viel Geld in Küstenschutz investieren werden müssen. Es ist ziemlich offensichtlich, das Flugzeugabgase einen Beitrga dazu leisten, warum sie also nicht (angemessen) für die Kosten heranziehen?
 

Aladin

Erfahrenes Mitglied
03.03.2020
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Chersonesus Cimbrica
Nun ja, es ist kein Grundrecht beliebig kostenlos Abgase ausstoßen zu dürfen... Es ist nur gerecht, wenn tatsächlich existierende Folgekosten auch von denen getragen werden, die sie verursachen. Irgendwer wird z.B. dafür bezahlen müssen unsere Deiche zu erhöhen oder unsere Flüsse umzugestalten.

Liebe Bedenkenträger, die das Weltklima durch Beschränkungen und künstliche Kosten im deutschen Luftverkehr retten wollen: Lasst diese Metapher in aller Ruhe auf Euch wirken:

Saufst – stirbst. Saufst ned – stirbst a. Also saufst.
 
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Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
Man baut ja sauberere, leisere Flugzeugtriebwerke. Aber weil die sparsamer sind und im Betrieb weniger kosten. Ein viel besserer, kaufmännischer Antrieb und unabhängig von Modeströmungen, wie Klimaschutz-Hysterie. Klimaschutz ist eine Art trojanisches Pferd, mit dem einem gerne ganz andere Dinge untergejubelt werden.

Die Menschheit wächst. Damit entsteht zusätzliche industrielle Aktivität. Wenn man irgendwas Nennenswertes ändern will, dann muss man das in den boomenden Massenmärkten machen und nicht bei ein paar woken Rentnern in Europa.
 
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thorfdbg

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14.10.2010
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Es geht darum, dass ein zu fetter Staat die Abgaben erhöht, da wo er dachte, es ist unbegrenzt was zu holen. Weltenrettung ist nur das Etikett. Passt immer und kostet ihn nichts. Interessanterweise gibt es bei der Bahn auch gerade sowas, wo der Staat seine Tochter Infrago die "Trassenpreise" (Schienenmaut) schlagartig erhöhen lässt. Der Staat muss bei sich sparen, nicht die Mobilität abwürgen.
Ähh. Es gibt nicht "der fette Staat". Die Ausgaben die "der Staat" macht, gehen ja in "die Bürger". Du machst da irgendwie eine scharfe Trennlinie zwischen "der Staat" und "der Rest der Bürger", aber den gibt's so überhaupt nicht. "Der Staat" - das sind wir alle, und nicht irgendein abstraktes geld-fressendes Monstrum. Natürlich kann man sagen "Bildung, Gesundheitsvorsorge, Infrastruktur.." das ist alles Stonk, das ist fett, das sollen die Leut' doch selbst finanzieren. Nur, ist das denn was Du so willst?

Wir sind hier sogar im richtigen Thread dafür. Warum ist denn das Mäxchen abgestürzt? Da hat jemand in den USA auf "schlanken Staat" gemacht, "oh, prima, wir brauchen kein Geld vom Steuerzahler für sichere Flugzeuge, lass das doch die Hersteller unter sich selbst ausmachen." Was dazu geführt hat dass *der* Hersteller (Boeing) sich selbst etwas zertifiziert hat, was nicht zertifikationsfähig gewesen wäre, wäre das ein vernünftig funktionierendes System gewesen wäre. Lohnt es sich, zur Kontrolle von Technologie, da etwas Geld "vom Staat" auszugeben, damit die Bürger (die das finanzieren) sicherere Reisen können? Ich denke schon - wenn ich in ein Flugzeug einsteige, will ich sicher sein, dass das von unabhängiger Seite einmal angeguckt wurde, und nicht von dem gleichen Verein, der das Zeug so konstruiert hat.
 
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