Meine Assistentin hat vor ein paar Wochen ein paar unnötige Zusatzkarten gekündigt, bevor die unnötigerweise verlängert werden. Mit dabei war auch eine dienstliche Zusatzkarte für meine Frau aus der Zeit als mein Firmenauto noch ein Verbrenner war (als Tankstellen-Backup-Zahlungsmittel, ist seit E nicht mehr nötig).
Als die Karte beantragt wurde, waren wir noch nicht verheiratet. Irgendwann später dann schon und die Karte wurde auch ausgetauscht, nicht ohne Pannen:
Nach der Panne mit den nicht verlängerten Priority Pässen habe ich Amex ausdrücklich nochmal die aktuelle Anschrift mitgeteilt. Und auch nochmal die Namensänderung.
Die Reaktion kam prompt:
- letzte Woche: wir haben die aktuelle Anschrift als alleinige Anschrift hinterlegt
- ebenfalls letzte Woche: wir haben die Namensänderung hinterlegt
- gerade eben: herzlichen Glückwunsch! Ihre Ersatzkarte mit neuem Namen ist unterwegs. Wir schicken Sie an: PLZ der alten Anschrift
Da kann man ja wirklich nur noch staunen über so viel Professionalität
Jetzt bei der Kündigung ist ihnen aufgefallen, dass die Karte auf einen anderen Nachnamen geprägt ist als damals bei der Beantragung. Also wurde meine Frau aufgefordert, erneut eine Heiratsurkunde vorzulegen. Da kamen mehrere Anfragen, alle an die E-Mail-Adresse und mit der Kartennummer, die wir gekündigt hatten (goldene Zusatzkarte für geschäftliche Ausgaben).
Wir haben die Aufforderung ausgesessen (sollen sie die Karte doch sperren, sie ist ja eh gekündigt). Doofe Idee. Die Info, dass die Karte jetzt gesperrt sei, erreichte uns im Urlaub - und dieses Mal dann auch am die Mail-Adresse und mit der Kartennummer der privaten Zusatzkarte, die haben sie uns auch gesperrt.
Also angerufen. Mir als Hauptkarteninhaber wurde jegliche Auskunft verweigert, warum die Karte gesperrt sei, meine Frau solle anrufen. Hat sie auch getan, dann sollte sie nochmal ihre Adresse bestätigen, danach war die Karte wieder freigeschaltet.
Und warum die Adresse bestätigen? Na klar, weil uns Amex die gekündigte goldene Zusatzkarte nochmal neu ausgestellt hat.
In der Zwischenzeit hat mich eine social Media Agentur angeschrieben, weil sie auf einen alten Blogeintrag auf meiner privaten Webseite gestoßen sind. Er beginnt damit, dass die Amex damals von sehr vielen Reisebloggern in den Himmel gelobt wurde und ich darum mal komplett ohne Provisions-Hintergedanken neutral berichte, was ich davon halte. Und ich hab die Akzeptanz als naja, den Gesamteindruck als nicht-premium, die Hotline als freundlich aber unbrauchbar beschrieben und mit dem Fazit geschlossen, dass (für mich) die Karte vor allem Dingen durch die Versicherungsleistungen gut ist, weil die ohne Karteneinsatz wirklich stressfrei funktionieren.
Und weil das ja so ein sehr witzig formulierter Beitrag sei, wollten sie mir anbieten, dass ich das ja mit einem Provisionslink verbinden könnte. Genau mein Humor.