Du meinst den ICE-T, oder? Aber der steht doch auch als siebenteilige Konfiguration kurz oder lang auf dem Abstellgleis.
ICE 4 und ICE L werden - soweit ich das verstanden habe - als viel zu lange, starre Einheiten beschafft, die nur auf wenigen Strecken rentabel gefahren werden können. Vielleicht ist das aber auch die Strategie der DB Fernverkehr
Ja, das wird mittlerweile als Problem gesehen. Der Trend geht wieder weg von "starren" Kompositionen hin zu Zugeinheiten, bei denen man auch mal einen Personenwagen oder Velowagen ab- resp. anhängen kann. Ich gehe davon aus, dass zukünftige Beschaffungen aus "flexibleren" Kompositionen bestehen. Die "starren" Kompositionen hatten ja (auch) das Ziel, das man Kosten spart, weil man nichts mehr rangieren muss.
Das ginge mit Sicherheit - nur, was soll es denn bringen? Der Halt kostet praktisch nichts, weder Zeit noch Geld, erschließt aber weitere Märkte. Die man in einem polyzentrischen Land wie Deutschland auch braucht.
Da wird knallhart gerechnet. Jede Weiche kostet so und so viel Wartung und sorgt für so und soviel Verschleiss, jeder Halt kostet Strom und Abnützung etc., - nach meiner Erfahrung werden die "soften" Faktoren bei dieser Rechnung kaum berücksichtigt. Denkbar, dass diese Halte politische Entscheide sind und für diese "Extrahalte" bezahlen, wissen tue ich es nicht.
Das Problem sehe ich eher hier. Je dichter das Netz, desto grösser das Problem. Denn ein Halt besteht ja nicht nur aus 2 Minuten Standzeit. Er bremst und fährt an und "bremst" so die Strecke für gute 10 Minuten aus, bis er wieder auf Tempo ist und er braucht dementsprechend länger, um von A nach B zu kommen. Darum wurden ja auch Lokomotiven ausgemustert, die zwar noch voll betriebsfähig waren, aber zu langsam anfahren. Je weniger Halte, desto höher die Kapazität. Dem könnte man durch intelligente Stellwerke etwas entgegenwirken, aber DB und Digitalisierung? Ich weiss nicht ...
