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Nun gut, aber wie weit will man das treiben? Da müsste ich ja, wenn man das zu Ende denkt, ggf. sämtliche Gehaltsabrechnungen meiner Karriere, sowie die gesamte Überweisungshistorie als Nachweis vorhalten, um den legalen Erwerb dieser Gelder nachzuweisen.Chase kann nicht beurteilen, ob das Geld was dort geparkt wurde, nicht aus Geldwäsche Aktivitäten stammt. Der Hausbank ist es vielleicht bisher einfach nicht aufgefallen, Chase ruft an… sie wird hellhörig, deine Bank prüft nun deine Umsätze von X Monaten und sagt entweder: „Passt alles oder nein, es gibt X und X an Unstimmigkeiten.“
Denn auch Betrüger parken Geld auf Tagesgeldkonten.
Ich denke, eine deutsche Bank sollte sich darauf verlassen können, dass die überweisende Bank die ursprüngliche Herkunft der Mittel in angemessener Weise geprüft hat. Alles andere läuft auf eine Misstrauenskultur hinaus, wo sich der Bürger einem ständigen Rechtfertigungsdruck ausgesetzt fühlt. Das ist doch eine Umkehr der Unschuldsvermutung.
Und selbst wenn Chase meint, in einem gegebenen Fall für eine Geldwäscheprüfung zuständig zu sein, dann sollte die doch beim Eingang der Mittel erfolgen und nicht bei der Verfügung. Bei einem Tagesgeldkonto gehe ich von täglicher Verfügungsmöglichkeit aus - alles andere kann im Einzelfall erhebliche Probleme machen, z.B. wenn ich deswegen einen Steuertermin versäume.