Chasing Waterfalls - eine etwas verrückte Reise

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chrini1

Erfahrenes Mitglied
26.03.2013
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HAM
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18.07.2026 Sao Paulo - Foz de Iguacu

Am Vortag war es mir noch gelungen, meinen Abendflug nach Foz auf den Vormittag umzubuchen. Bei LA geht das in Premium Eco für nur 100BRL Gebühr. Damit verbunden war dann ein Airportwechsel, so dass ich von CGH statt GRU flog - praktischer Weise auch nur 10 Minuten von meinter Unterkunft entfernt. Nach einem schnellen Check-In und typisch brasilianischer Siko (schlafende MA) ging es dann zuerst in die Amaar Lounge. Ich habe da keine Fotos gemacht. Sie war genauso wie der Airport brechend voll. Wie man es schafft hier auf dem kleinen Arenal ca. 26 Millionen Gäste im Jahr abzufertigen - bei nur einem noch sehr kurzen Runway ist mir schleierhaft. Immerhin wird ein neues Terminalgebäude gebaut.

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Es ging dann recht pünktlich los und Richtung Osten raus, danach folgte eine sehr merkwürdige Umfliegung eines Gebietes bevor wir Richtung IGU einschwenkten.

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LATAM Typisch gab es einen Snack und ein Getränk.

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Ca 30 Minuten nach dem Start meldete sich das Cockpit und erzählte, dass unklar sei, ob wir landen können, da es ca. 70km/h starke Scheerwinde gebe. Unser Alternate wurde mit Curitiba angegeben - da wollte ich definitiv nicht hin. Dann ca. 15 Minuten vor der Ankunft die Ansage, man hätte sich für einen Landeversuch mit einem speziellen Anflugmanöver entschieden und keiner sollte Angst haben, aber man würde sehr schnell sinken. Das tat man dann auch und die letzten 3000ft ging es rasant runter, bevor wir dann bei heftigem Seitenwind landen konnten, leider reichte die Piste dafür nur in voller Länge raus, so dass wir dann zum Gate geschleppt werden mussten. Aber immerhin, wir waren da.
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Aufgrund der hier laut Reddit herrschenden Uberknappheit bestellte ich mir noch hier ein Uber. Das brachte mich in ca. 30 Minuten zur Friendschip Bridge, die nach Paraguay rüber führt (Ciudad del Este). Von hier lief ich über die Brücke, nachdem ich erst auf der brasilianischen Seite ausstempelte um dann drüben wieder einzustempeln. Die Locals laufen einfach so rüber.

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War aber ganz easy. Land 102 auf der Liste.

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Die Ordnung von Brasilien war dahin, auf der anderen Seite des Flusses herrschte das Chaos. Hier ist ohnehin Shopping Land für die ganzen Brasilianer.

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Ob es hier überhaupt Originalware gab, da habe ich so meine Zweifel. Jedenfalls nicht auf der Straße..

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Die Schokolade war echt günstig ;-)

Direkt an der Grenze liegt dann das moderne Shopping Center. Vom Iphone bis zum TV gibt es hier alles.

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Zurück geht es zu Fuß über die Brücke.

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Ich nehme ein Uber zum Supermarkt, da es in meiner Unterkunft keine Verpflegung gibt. Die Bierauswahl ist interessant.

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Die Unterkunft ist sehr einfach, aber das wusste ich. Dafür liegt sie nur 400m neben dem Eingang zum Park und ich spare mir am Folgetag den langen Bustransfer und den Stau. Sauber ist es immerhin. Ambiente... Naja.

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Dafür gibt es super schnelles Internet mit über 300Mbit real. Ich trinke noch mein eiskaltes Bier und esse mein Abendessen in der Sonne.

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chrini1

Erfahrenes Mitglied
26.03.2013
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19.07.2026 Iguacu (Brasilien) & Puerto Iguacu

Ich habe ein Einlassticket für 9:00 aber ich bin schon um 8:30 Uhr am Eingang. Auf dem Weg dahin passiere ich den Heliport mit einer historischen 737-200.
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Ich darf auch schon früher rein. Es ist mir hier schon fast zu voll, aber die Warteschlange reicht bei kompletter Füllung für 2 Stunden, ich bin in 5 Minuten im Bus.

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Der bringt uns bis zum Hotel Cataract, von dort läuft man dann den ca. 1,5km langen Rundweg. Trotz der frühen Stunde ist schon schon gut gefüllt und laufend staut es sich auf dem Weg. Das war in VicFalls definitiv besser. Zuerst geht der Wegen oben entlang, bis man dann runter an den Fluss tritt.

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Besser als die Victoriafälle was die Sicht angeht. Aber die Menschenmassen schrecken ab. Zurück geht es mit dem Bus zum Eingang. Dann zu Fuß zum Airport. Unterwegs stelle ich mir die Frage, ob ich so eine Werbung noch hängen lassen würde?

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Am Airport holt mich eine Fahrerin von JNL Tourismo ab und bringt mich zur Grenzkontrolle auf der brasilianischen Seite der Grenze, die ca. 5km vor der Grenze liegt. Dort übergibt sie mich an Thomas, der mich in Argentinien weiterfahren wird. Ich komme um 13:30 Uhr in Puerto Iguacu an und kann mein Appartment direkt beziehen. Danach geht es raus auf die Straße, wo viele Argentinier schon feiern, denn heute ist ja WM Finale.

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Aber erst einmal eine Stärkung.

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Später schaue ich mir dann das WM Finale erst bei Siete Bocas an, dann später in einer Seitenstraße, wo man auch sitzen kann.

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Dazu trinkt man Fernet & Coke, das Nationalgetränk

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Es werden Erinnerungen wach - denn am 18.12.2022 war ich mit meinen Eltern auf dem Flug von SCL nach AEP, während des Argentinien-Spiels und durfte danach die Feierlichkeiten in BA erleben. Nun, dieses Mal soll es nicht so sein, aber die Argentinier feiern trotzdem mit Musik, Alkohol und Feuerwerk bis spät in die Nacht. Ich beschließe den Abend mit einem Eisbecher.

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f0zzyNUE

Erfahrenes Mitglied
08.03.2009
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4.766
Schade dass du nicht länger in Zimbabwe / VFA eingeplant hast - nicht für die Wasserfälle, aber den nahegelegenen Hwange Nationalpark - ein wahnsinnig schöner Park bei dem man sich 70 Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt fühlt. Das Main Camp und die dortigen Unterkünfte (Hütten) sind so als wärst du in den 50er oder 60er Jahren unterwegs. Hat richtig Charme. Einen Großteil des Parks kann man ohne 4WD abfahren - die Elefanten-Herden sind gigantisch und im Gegensatz zu Krüger-Park oder anderen bekannten Parks nur wenig befahren. Man hat in fast für sich allein - wenn man selbst fährt ...
 

chrini1

Erfahrenes Mitglied
26.03.2013
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HAM
Schade dass du nicht länger in Zimbabwe / VFA eingeplant hast - nicht für die Wasserfälle, aber den nahegelegenen Hwange Nationalpark - ein wahnsinnig schöner Park bei dem man sich 70 Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt fühlt. Das Main Camp und die dortigen Unterkünfte (Hütten) sind so als wärst du in den 50er oder 60er Jahren unterwegs. Hat richtig Charme. Einen Großteil des Parks kann man ohne 4WD abfahren - die Elefanten-Herden sind gigantisch und im Gegensatz zu Krüger-Park oder anderen bekannten Parks nur wenig befahren. Man hat in fast für sich allein - wenn man selbst fährt ...

Danke für deinen Input, den und Chobe werde ich mir zusammen mit meiner Frau noch einmal vornehmen.
 

f0zzyNUE

Erfahrenes Mitglied
08.03.2009
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Danke für deinen Input, den und Chobe werde ich mir zusammen mit meiner Frau noch einmal vornehmen.
Bin mal Kalahari - Moremi - Savuti - Chobe - Hwange gefahren (ab Johannesburg - dort sind die 4WD so viel billiger als in den safari hochburgen). bester zweiwöchiger Urlaub meines Lebens - trotz gewässertem Defender und daraus resultierendem Planwechsel von Zambia nach Zimbabwe.

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chrini1

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26.03.2013
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20.07.2026 Iguacu - Argentinien

Um 5 Uhr reißt mich ein kurzes Gewitter aus dem Schlaf. Noch etwas früh, aber ich muss ohnehin um 7:30 Uhr den Bus nehmen. Ich bin zu früh am Busbahnhof, aber der Bus ist auch zu früh und fährt schon um 7:15 Uhr ab. Als ich kurz vor 8 Uhr am Eingang ankomme, bin ich nicht alleine, es stehen schon diverse Personen vor allem aus großen Gruppen in der Schlange.

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Um 8 Uhr öffnet der Park und ich laufe direkt zum Ticketcounter für den Zug zur Teufelsschlucht. Ich sitze direkt vorne in Wagen 1 für den ersten Zug. Ein guter Start.
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In 20 Minuten bringt mich die Schmalspurbahn zur Teufelsschlucht.

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Ich beeile mich, auszusteigen und schnell alle anderen Personen zu überholen, damit ich den Bereich noch ohne andere Touristen besuchen kann. Und tatsächlich, ich kann mich frei bewegen.

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Die Stege sind eine Fehlkonstruktion. Die Waben sind ok, aber die Querprofile sind spiegelglatt. Also muss man die Schrittlänge anpassen.

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Vorne wird man mächtig geduscht. Dank Arcteryx Jacke und Hose bin ich gut versorgt, nass werde ich trotzdem.

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Auf dem Rückweg werde ich von diversen Gästen angsprochen, warum ich so nass sei. Nun, die meisten laufen hier im T-Shirt rum, die werden noch sehen, wie nass es dort ist. Am Bahnhof ist es sehr leer für die Abfahrt zurück, da läuft mir dann noch mal ein Nasenbär vor die Linse.

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Ich fahre bis zur Endstation auf dieser Linie - also bis Cataratas. Hier laufe ich dann erst den Upper Circuit und danach den Lower Circuit, bevor ich auf dem Green Trail den Rückweg antrete.

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Zurück am oberen Weg laufe ich an einem Cafe vorbei. Man isst hier im Käfig, damit man von den Nasenbären und Affen nicht behelligt wird

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Als ich wieder an der Bahnstation ankomme, sehe ich, dass mein frühes Ankommen Gold wert war. Es ist brechend voll. Mit bis zu 2 Stunden Wartezeit auf den Zug.

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Ich laufe also zurück zum Parkeingang

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Der Busfahrplan am Eingang ist eine nette Dekoration. Gelebt wird er nicht.

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Gegen 12:45 fahre ich zurück in die Stadt und gönne mir eine Pizza und ein kaltes Nitro Stout.

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Ich kehre ins Appartement zurück und ruhe mich aus. 15km Wanderung bei 27 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit machen schon müde. Später gehe ich noch in die Stadt und kaufe natürlich Fernet Branca und Cola für meinen Netflix Abend. Dabei fällt mir mal wieder eine interessante Beladung auf.

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chrini1

Erfahrenes Mitglied
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21.07.2026 Puerto Iguacu

Heute noch mal ein Chill-Tag. Morgens zum Aufstehen blitzt und donnert es heftig. So starte ich langsam in den Tag und mache mich erst einmal auf, mir ein Frühstückslokal zu suchen. Bei so einem Aufsteller muss ich doch mal rein.

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Drinnen bestelle ich mir denn einen Avotoast, Cafe Bonbon und natürlich ein Alfajores.

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Danach laufe ich einmal quer durch den Ort, um zum Jardin de Picoflores - also der Kolibris zu kommen. Ein kleiner, privater Garten mitten in der Stadt mit mehreren Dutzend frei herumfliegenden Kolibris (ohne Netz oder Käfig).

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Die Viecher sind mit einem Iphone 17 Pro immer noch schwer einzufangen.

Es gibt aber auch noch schöne Pflanzen hier.

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Danach habe ich Durst und gehe wieder zur Patagonia Brewery:

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Im Anschluss geht es runter an den Fluß und in Richtung des Dreiländerecks. Das Schiff auf dem Bild sollte zum Casino umgebaut werden, wurde aber vor Jahren beschlagnahmt und rostet nun dort vor sich hin.

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Bis hier ist es schön leer. Leider wurden an der Spitze dann gleich wieder drei Busladungen abgekippt, die ganze 10 Minuten Zeit hatten.

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Links Paraguay rechts Brasilien, im Vordergrund Argentinien.

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Von hier aus, laufe ich die 5km zurück in die Stadt und komme noch an diesem wunderschönen Restaurant vorbei:


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Ich kehre noch einmal in die Unterkunft zurück, gönne mir eine heiße Dusche. Um 18 Uhr fahre ich mit dem Uber zu einem Steakhouse. Hier gönne ich mir ein schönes 400g Rinderfilet schön rare, so wie es sein soll. Was für ein Genuß, dazu ein Glas Nicola Bonarda - zum stolzen Preis von 11 Euro.


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Nach dem Essen laufe ich die 2,5km zurück zur Unterkunft. Unterwegs gönne ich mir noch ein Eis. Gerade habe ich den Türcode eingegeben, da fängt es an zu schütten und zu blitze und donnern. Was für ein Timing. Da ich ohne Jacke unterwegs war (bei 27 Grad) wäre ich wohl sonst gut nass geworden.
 

Flying Lawyer

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09.03.2009
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Ich finde einen sehr netten Fahrer, der mich dann direkt zum Vortrekker Monument fährt. Dieses wurde 1905 errichtet und soll an die ersten weißen Siedler erinnern, die aus der Kapkolonie in die Gegend von Johannesburg vordrangen - natürlich nur aus der Sicht der Weißen.

Schöne Photos, lieben Dank. Erinnert mich daran, dass wir Jahre nicht mehr in Pretoria waren. Aus dem Kap zieht es niemanden wirklich in den Norden. Eher umgekehrt, wird erleben die Völkerwanderung aus Gauteng. Aus sehr guten Gründen.

Eines zu Deiner Endbemerkung: "natürlich nur aus der Sicht der Weißen". Stimmt nicht ganz. "Natürlich nur aus der Sicht der Afrikaaner", denn es ist ein Denkmal aus afrikaanischer Sicht. Die afrikaanischen Buren waren die, die von den eindringenden britischen Kolonialisten aus der Cape Colony "verdrängt" (die Buren sagen wohl richtiger "vertrieben") wurden. Und dann ins Hinterland zogen. Dort gab es natürlich auch Konflikte mit den (dort auch erst seit einiger Zeit) ansässigen Venda und Sesotho - aus Süden kamen die Voortrekker, aus Osten und Norden die Mateble, die wiederum von den Zulu aus Natal vertrieben worden waren.

Südafrikanische Geschichte ist sowas von komplex und wurde gerade nicht nur von den 50 Jahren Apartheid geprägt, sondern vor allem durch zwei weiße Volksgruppen, die sich spinnefeind waren und bis heute nicht mögen und viele afrikanische Völker, die sich auch bekriegt haben und das auch bis heute tun.
 
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Reaktionen: chrini1 und cas_de

chrini1

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26.03.2013
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22.07.2026 Puerto Igazu (IGR) - Buenos Aires (AEP)

Ich hatte mir über die Vermieterin ein Taxi vorbestellt, das auch pünktlich kurz vor 7 eintraf. In ca. 30 Minuten brachte er mich bei strömenden Regen und Gewitter zum Airport. Das war ein gutes Timing. Dieser kleine Ort bei dem heftigen Regen macht einfach keinen Spaß. Hier muss ich erst einmal meine Boardkarte holen, denn Aerolinas Argentinas hat auch im Jahr 2026 noch immer keine mobilen Boardkarten und das PDF auf dem Telefon wird nicht akzeptiert. An der Security ist nichts los, aber kontrolliert wird auch nicht wirklich. Dank Priority Pass wartet auch hier eine Lounge auf mich, wenn auch klein und laut - dank der zwei Familien mit ca. 12 Kindern hier.

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Die Kaffelösung ist auch kreativ, aber immerhin gut.

Pünktlich geht es zum Boarding. Ich stehe in der SkyPriority Schlange ganz vorne. Als es gerade losgehen soll, werde ich von hinten von einer Argentinieren beiseite gestoßen, die direkt an mir vorbei rennt und ihre Boardkarten hochhält. Das Gesicht, als man Ihr dann das Boarding verweigert und was von Gruppe 5 sagt - unbeschreiblich.

Ich habe hier die Premium Eco gebucht. Für ca. 30 USD Aufpreis war mir das den Komfort wert. Ich sitze auch alleine hier vorne.

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Wir sind recht pünktlich. Es kommt dann die Ansage, dass der Abflug recht turbulent wird, da wir starken Seitenwind haben und direkt eine Gewitterfront vor uns haben.

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Dem ist auch so und die ersten 20 Minuten sind eine Achterbahnfahrt. Aber immerhin wurden wir nicht vom Blitz getroffen. Dann gibt es einen Frühstücksservice, der naja sehr mager ausfällt:

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Zwieback, Obst und stichfester Erdbeerjoghurt mit künstlichem Aroma, der mich an meine Schulmilch aus der Grundschule erinnert. Widerlich. Das Personal hat auch Haare auf den Zähnen.

Nach knapp zwei Stunden setzen wir dann zur Landung auf den AEP an - ich sitze leider auf der Meeresseite, aber ein paar Blicke gibt es auch hier.

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Uber hat eine Wartezeit von 80 Minuten, also nehme ich für knapp 50 Eurocent den Bus 45 der direkt vor meinem Hotel hält. Bei Tag fühle ich mich sicher und dank Tap&Go gibt es das Problem mit den Subekarten nicht mehr. Unterwegs komme ich allerdings durch Gegenden, die ich sonst nicht betreten würde.

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Ich checke ins NH Buenos Aires Florida ein - dank guter Lage eine gute Wahl. Das Hotel ist recht alt, aber meine Suite (dank Titatnium) ist sehr modern, bis auf das alte Bad.

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Meine Begrüßung kommt dann auch kurzfristig per Zimmerservice.

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Ich laufe danach durch die Stadt, die mir ja aus vielen Reisen (privat/beruflich) sehr vertraut ist. Über die Jahre ist die Anzahl der Stromerzeuger in den Straßen zurückgegangen, aber die Anzahl der Obdachlosen hat massiv zugenommen. Die Locals sind immer noch sehr erfinderisch bei diversen Lastentransporten.

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In der Posada 1820 bestelle ich mir den Mittagstisch für knapp 11 EUR.

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Danach laufe ich noch etwas weiter und nach einer heißen Dusche im Hotel geht es dann auf ins Bar Hopping. Ich starte im Melia Collection Hotel. Es war enttäuschend, denn die angeblich so gut bewerteten Fatwashed Negronis gab es nicht. Also geht es nach einem Drink weiter in die Floreria Atlantica - hier bin ich eigentlich immer, wenn ich in der Stadt bin.

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chrini1

Erfahrenes Mitglied
26.03.2013
8.720
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23.07.2026 Buenos Aires

Aufgrund der Vielzahl meiner Aufenthalte habe ich eigentlich alles touristisch relevante gesehen. Dennoch nutzte ich meinen selbstgebauten AI Agent, der mir basierend auf dessen was ich schon gesehen habe und meiner Interessen ein paar Vorschläge macht. Und so kam El Zanjon de Granados heraus. Zunächst gibt es aber einen Avocadotoast.

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Es handelt sich um ein ca. 200m langes Tunnelsystem in San Telmo. Darüber entstand um 1830 ein herrschaftliches Haus für eine wohlhabende spanische Lederhändlerfamilie. Mit dem Ausbruch des Gelbfiebers 1871 flohen die reichen Bewohner in den Norden der Stadt, und das Anwesen wurde zum Conventillo – einer Mietskaserne, in der zahlreiche Einwandererfamilien auf engstem Raum lebten. Jahrzehnte später, 1985/86, kaufte ein Unternehmer das verfallene Gebäude, um dort ursprünglich ein Restaurant einzurichten. Bei den Renovierungsarbeiten stieß man zufällig auf die alten Tunnel und Gewölbe des verschwundenen Zanjón – ein archäologischer Zufallsfund, der über 20 Jahre lang systematisch ausgegraben wurde.

Die Führung selbst war wirklich gut – rund 150 Meter geht es durch das unterirdische Labyrinth, vorbei an Zisternen, freigelegten Kolonialfundamenten und Mauerresten aus vier Jahrhunderten Stadtgeschichte. Ein Ort, an dem sich Kolonialzeit noch erleben lässt.

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Als ich rauskomme ist die Sonne draußen und ich laufe zur Av 9 Julio, um dort in die U Bahn nach Palermo zu steigen. Hier ein paar Eindrücke der Gegend.

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Mit einem Umstieg geht es zur Plaza Italia

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Leider hat der Palacia del Agua schon wieder zu. Ein Altes Wassewerk, das sehr sehenswert sein soll. Aber noch nie kam ich hier rein. Es ist aktuell mal wieder wegen Bauarbeiten geschlossen.
Also gibt es ein Mittagessen und einen Drink

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Danach laufe ich noch ins Athena Grand Splendid. Ein altes Theater, das jetzt einen Buchladen beherbergt. Leider werden die Besuchermassen hier nicht gelenkt und entsprechend chaotisch ist es hier.
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Anschließend geht es ins Hotel zurück, ich hole den Rucksack, buche mein Busticket zum EZE Airport. Flug und Lounge folgen im nächsten Teil.