Zum Jubeln ist da nichts, und es jubeln auch nicht 130 Mio Menschen sondern es handelt sich eher um die große passive Masse, in Japan ist dieser Anteil kulturell bedingt noch deutlich größer als woanders. Geht mir ja in Deutschland nicht anders, wenn man - ohne in irgendwelchen Gruppen zu sein, die dann doch eher clandestin und nicht die breite Masse mobilisieren - erst im Nachhinein von irgendwelchen Sachen erfährt, die einem inhaltlich doch wichtig gewesen wären.
Nun… messbar und problematisch sind 2 verschiedene Dinge und in Kalifornien dürfte - im Vergleich zum Einleitungsgebiet vor Japan - nur der geringste Teil ankommen.
Das Problem konzentriert sich auf C14 (Kohlenstoff-14) und 3H (Tritium), das sind Elemente, die nur schwer zu filtern sind. Und es ist durchaus üblich, dass durch kerntechnische Anlagen weltweit radioaktiv belastetes Wasser in Gewässer eingeleitet wird. KKW sind zwar in der Energieerzeugung CO2-frei aber eben auch nicht emissionsfrei.
Heute hat die IAEA in Tokio ihren Abschlussbericht über die geplante Freisetzung der am Kraftwerksstandort Fukushima Daiichi aufbereiteten und in Tanks gelagerten tritiumhaltigen Wässer ins Meer vorgestellt. Die ausstehende Genehmigung der zuständigen Aufsichtsbehörde National Regulatory...
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Bitte beachten, dass man seitens der Verfahrensauswahl nur die Belastung der japanischen Bevölkerung (die lebt bekanntlich an Land) betrachtet hat und nicht die Gesamtbelastung der Umwelt oder auch von Nachbarländern, die natürlich deutlich mehr abbekommen als es ohne Einleitung der Fall wäre. Das ist lokal profitieren - Probleme sozialisieren im großen Maßstab. Japanischer Nationalismus in Reinkultur.
Was Tritium in Fukushima angeht, so darf TEPCO wie zuvor (!) bis zu 22 TBq pro Jahr ins Meer einleiten.
Man wird also für die derzeit auf dem Kraftwerksgelände vorhandenen 750 oder 860 TBq (wachsend) mindestens 35 - 40 Jahre lang einleiten müssen.
Es gibt übrigens inzwischen Forschungen bzgl. Tritium-Filtertechnik, das scheint mir alles aber noch recht weit von der Großanwendung entfernt…
Deuterium und Tritium sind Stoffe mit Zukunft, machen sich aber rar. Die schweren Isotope des Wasserstoffs finden nicht nur zahlreiche Anwendungen in der Wissenschaft, sondern könnten als Brennsto ...
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Ein Forscherteam der Kindai Universität Japan entwickelte ein Verfahren zur Reinigung von Tritium-verseuchtem Wasser.
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