Nein. 99% des LKW-Verkehrs weltweit wird durch Verbrenner erledigt. Und daran wird sich kurzfristig (mehrere Jahrzehnte) nix ändern.
Natürlich wird es dauern, bis man in Gesamtzahlen einen deutlichen Effekt sieht.
Eben darum ist das (auch von dir oft genug vorgebrachte) Argument, dass unsere Stromnetze kurzfristig keine 100% E-Mobilität verkraften, albern.
Logistik ist mehr als Kosten, sondern Zuverlässigkeit, Kapazität, Geschwindigkeit, Menge, etc. etc.; Kosten sind ein durchlaufender Posten
Kosten sind ein durchlaufender Posten. Ah oh.
Und an welcher Stelle genau haben Dich die aktuellen E-LkW stand heute nicht überzeugt? (Denn die Spediteure, die welche einsetzen, wissen ja offenbar nicht, was bei Ihnen nicht läuft)
Die Post/DHL Deutschland hat ihr BEV-Experiment aufgegeben
DHL hat das Experiment aufgegeben, selbst E-Fahrzeuge bauen zu wollen (und sieht auch keine Notwendigkeit mehr, es zu müssen).
Daraus abzuleiten, dass man das komplette Thema e-Mobilität aufgegeben habe (und zwischen den Zeilen durchklingen zu lassen, dass DHL wieder mehr auf dieselfahrzeuge setzte), auf sowas kannst du auch wieder nur du kommen.
Es zählen andere Faktoren. Erst wenn die positiven des BEV, die negativen des Verbrenners überwiegen, wird umgestiegen.
Die positiven des BEV sollen die negativen des Verbrenners überwiegen? Wie soll das gehen, jeder Vorteil der einen ist automatisch genau ein Nachteil der anderen Technologie.
Ich nehme an du meinst, die Vorteile des E sollen die Vorteile des Diesels überwiegen. Okay, der Elektro ist im unterhalt günstiger. Er ist sauberer (was bei manchen Transportkunden ein Werbeargument ist). Die Resonanz der Fahrer ist, dass sie sich sehr schnell daran gewöhnt haben und insbesondere die deutlich höhere Leistung am Berg hoch oder zum Beispiel beim "Überholen" von Hindernissen sehr zu schätzen wissen.
Der große Vorteil beim Diesel wäre das mehr an Reichweite und die Tatsache, dass man ihn an jeder beliebigen Tankstelle innerhalb von 10 Minuten wieder auffüllen kann. Wäre, wenn der Dieselfahrer sich nicht an Lenk- und Ruhezeiten halten müsste. Da er das aber tun muss, ist elektromobilität (und das ist nicht meine Meinung, sondern das Resümee verschiedener Speditionen) einschließlich dem notwendigen Aufladen völlig praxistauglich.
Also, was überwiegt nun?
Stichwort Zwei-Anhänger-Züge und Neuordnung des Fahrerlaubnisrechts.
Selbst wenn beides Morgen vor der Tür steht, welchen Einfluss hat das auf die heutige Entscheidung, ob man sich eine elektrische oder eine diesel-Zugmaschine kauft?
Mit Ausnahme des Motors sind die doch sowieso gleich, warum sollte man Angst haben dass man den Vollstromer mit einem anderen Führerschein fahren mus
Wie lange das zwei-Anhänger-Gespann ist, ist der Zugmaschine halbwegs egal. Wirklich relevant für die Reichweite wäre das Gesamtgewicht. Eine typische Diesel-Zugmaschine, die manche Steigung heute schon nur mit 60 km/h hochkommt, wird mit dem mehr an Gewicht aber noch schlechter klar kommen.
Mit dem Argument bei Elektro noch zögerlich zu sein ist in etwa genauso schlau wie "ich hole mir kein E-Auto, ich warte auf wasserstoff-efuel-brennstoffzelle"...