Elektromobilität (aus dem Tesla-Aktie-Thread)

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marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
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Ich habe zwei 25 Jahre alte Autos die beide gerade über den TÜV gekommen sind, beides keine alltäglichen Kutschen, aber das Teileproblem hat mich noch nicht erwischt.
Na ja, dann schau mal, was VW beim T5 abliefert. Für die Modelle bis 2009 gibt es haufenweise wichtige Teile (Dichtungen, Wasserpumpe usw.) nicht mehr bei VW. Die nachgebauten Teile haben eine unfassbar schlechte Qualität. Die Wasserpumpen sind z.T. schon nach 10.000km im Eimer.

Bei meinem Zoe kenne ich noch nicht einmal eine freie Werkstatt die etwas mit der Batterie machen würde (sollte die mal repariert werden müssen).
Da kommt aber immer mehr. Es gibt inzwischen einige freie Werkstätten, die sich auf Batterien spezialisiert haben.

Ein Verbrenner verbraucht auf längeren Autobahnfahrten mit 130 km/h Reisegeschwindigkeit weniger als im Stadtverkehr, der BEV hingegen deutlich mehr.
Gerade mit einem größeren Verbrenner liegt man bei konstant 130 weit über dem WLTP Durchschnitt. Im Zyklus wird halt nur 30s lang 130 gefahren. Natürlich ist auch der Zyklus politisch gewünscht - so kann man mit niedrigen Papierwerten die CO2 Emissionen frisieren.

Welches BEV fährst Du? Bei meinem EV6 machen sich längere Strecken im Winter nicht ganz so negativ bemerkbar – statt normalerweise um 400 Km habe ich jetzt gut 300/320 Km Reichweite. Unser 500e ist da schon unangenehmer, der hat statt realistischen 260 Km im Sommer aktuell um 160/170 Km Reichweite. Doof sind bei niedrigen Temperaturen (mit beiden) die kurzen Strecken, wenn man vorher länger heizt und dann nur ein paar Kilometer fährt...
Das deckt sich mit unseren Erfahrungen mit dem Q8 e-tron: Im Sommer schafft man auf der AB 400-450km, im Winter 300-350km. Wir fahren allerdings eher zügig, meine Frau meist 130-140 (-> 450km) ich eher 150-160 (-> 400km). Das Auto hat eine Wärmepumpe, aber leider bringt die nicht richtig viel.

Klimaanlage ist unkritisch. Laut einem ADAC-Test, den ich spontan gefunden habe, waren das 8km Reichweite pro Stunde. Bei einer auf 20 Grad eingestellten Klimaanlage und simulierten 35 Grad Außentemperatur, wobei bei der Außentemperatur dann aber auch der Verbrauch generell wieder geringer ist. Also bei eingestellten 22 Grad würde selbst im Stau in der knallen Sonne stehen wohl realistisch unter 5km Reichtweitenverlust pro Stunde sein.
Auch das kann ich bestätigen. Wir sind in Italien mit 130-140 bei 36° durch die Poebene gefahren, hatten aber am Ende immer noch 480km Reichweite.

Interessanterweise kostet mittlerer-starker Regen locker 10% Reichweite.
 
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Simineon

Erfahrenes Mitglied
23.03.2013
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FRA
Und wie genau hat man jetzt die weiter oben kolportierten 20.000 € erzielt?
Das frage ich mich auch …
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Im Jahr 2021 haben wir für einen 500e 6.000.- Euro von der BAFA sowie gut 3.000.- Euro Preisnachlass von Fiat erhalten. Den Wagen hätten wir nach einem halben Jahr als Gebrauchtwagen nach DK weiterverkaufen können, quasi zum Neupreis. Das wäre damals alle sechs Monate möglich gewesen...
… und du hast die 9.000 EUR einstecken können und hast davon ne tolle Urlaubsreise machen können ?

Denn das würde ich unter „einsacken“ verstehen.
 
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Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
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767
Das frage ich mich auch …
Beitrag automatisch zusammengeführt:


… und du hast die 9.000 EUR einstecken können und hast davon ne tolle Urlaubsreise machen können ?

Denn das würde ich unter „einsacken“ verstehen.
Nein du konntest 9000€ zzgl der MwSt. des Neupreises "einsacken", bei einem Auto das Brutto 119.000€ gekostet hat waren es dann 28000€.

Das Auto musste eben im Firmenvermögen gelandet sein und einen gewissen Zeitraum auf dich zugelassen sein, dann Verkauf in Ausland. Schau einfach wie viele eAutos damals ins EU Ausland verkauft wurden :cool:
 
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Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
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Und wie genau hat man jetzt die weiter oben kolportierten 20.000 € erzielt?
Indem du das Auto nach 6 Monaten ins EU Ausland verkauft hast und dir die MwSt. des gekauften Autos erstattet wurde.

Du kaufst ein Auto für Listenpreis 119000€ für dein Gewerbe, du bekommst die Förderung und 9000€ vom Staat und kannst 19000€ Ust. vom Finanzamt zurückholen, jetzt verkaufst du das Auto nach etwas über 6 Monaten in EU Ausland wo man dir immer noch den Listenpreis (oder gar mehr) zahlt (auch weil das Auto offiziell noch ein Neuwagen ist), du hast also 119000€ eingenommen während von deinem Konto nur 91000€. verschwunden sind.

Und nein das ist nicht nur ein theoretisches Märchen, das wurde genau so gemacht. Die Autos sind gerne in Skandinavien gelandet. Es gab sogar das Angebot Teslas zum Schnäppchen Preis zu leasen, Leasingzeitraum 6 Monate und max. 6000TKM, auch diese Fahrzeuge wurden als "Neuwagen" ins EU Ausland verkauft. Denn die Definition von "Neuwagen" ist jünger als 12 Monate und wenige Kilometer auf dem Zähler, und die MwSt behalten zu können musste das Fahrzeug mindestens 6 Monate in deinem Besitz sein, wer das Auto nach drei Monaten verkauft hat muss die MwSt. ans FA zurückzahlen. Ab einem Bruttolistenpreis von ca. 70000€ warst du dann bei den genannten ca. 20.000€

Das mit der MwSt. ist im übrigen nicht eAuto exklusiv, das geht auch mit jedem Verbrenner, nur haben die nach Zulassung einen deutlich stärkeren Preisverfall, daher klappt ds nur selten bzw. ist es nicht so attraktiv.
 
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Simineon

Erfahrenes Mitglied
23.03.2013
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Indem du das Auto nach 6 Monaten ins EU Ausland verkauft hast und dir die MwSt. des gekauften Autos erstattet wurde.

Du kaufst ein Auto für Listenpreis 119000€ für dein Gewerbe, du bekommst die Förderung und 9000€ vom Staat und kannst 19000€ Ust. vom Finanzamt zurückholen, jetzt verkaufst du das Auto nach etwas über 6 Monaten in EU Ausland wo man dir immer noch den Listenpreis (oder gar mehr) zahlt (auch weil das Auto offiziell noch ein Neuwagen ist), du hast also 119000€ eingenommen während von deinem Konto nur 91000€. verschwunden sind.

Und nein das ist nicht nur ein theoretisches Märchen, das wurde genau so gemacht. Die Autos sind gerne in Skandinavien gelandet. Es gab sogar das Angebot Teslas zum Schnäppchen Preis zu leasen, Leasingzeitraum 6 Monate und max. 6000TKM, auch diese Fahrzeuge wurden als "Neuwagen" ins EU Ausland verkauft. Denn die Definition von "Neuwagen" ist jünger als 12 Monate und wenige Kilometer auf dem Zähler, und die MwSt behalten zu können musste das Fahrzeug mindestens 6 Monate in deinem Besitz sein, wer das Auto nach drei Monaten verkauft hat muss die MwSt. ans FA zurückzahlen. Ab einem Bruttolistenpreis von ca. 70000€ warst du dann bei den genannten ca. 20.000€

Das mit der MwSt. ist im übrigen nicht eAuto exklusiv, das geht auch mit jedem Verbrenner, nur haben die nach Zulassung einen deutlich stärkeren Preisverfall, daher klappt ds nur selten bzw. ist es nicht so attraktiv.
Lass das mal kein Finanzamt sehen oder nen Steuerberater. Vollkommener Bullshit was du hier erzählst.

Das Auto wurde gerade nicht als Neuwagen angesehen, sondern als Gebrauchtwagen, denn auf einen Neuwagen wäre die Luxussteuer angefallen, nach 6 Monaten und min. 6000 km zählt das Auto gerade nicht mehr als Neuwagen.
Bei Verkauf des Fahrzeuges ins Ausland zahlst du die vereinnahmte MwSt. an das Finanzamt zurück, funktioniert also nicht so, wie du schreibst.

Hätte ich machen können…
Dann hättest du lediglich den Preisverfall ersetzt bekommen und wärst Null auf Null herausgekommen. Du hättest dann zwar 6 Monate ein Auto quasi „für umme“ gefahren, hättest aber keinerlei Gewinn (oder nur minimal) damit gemacht. Auch war die staatl. Förderung an ein Mindesthaltedatum geknüpft.

Halten wir also weiterhin fest: Es ist nicht möglich gewesen, hier mit Kauf und zügigem Verkauf nennenswert Geld „einzusacken“. Der Gewinn einiger spezialisierter Händler ist ausschliesslich über die Menge an Fahrzeugen gekommen. Pro Fahrzeug war da ein Gewinn von ca. 2k-3k möglich gewesen.

Genau das habe ich damals nämlich so gemacht und so meine erste Bekanntschaft mit BEV gemacht.
 

Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
10.001
767
Lass das mal kein Finanzamt sehen oder nen Steuerberater. Vollkommener Bullshit was du hier erzählst.

Das Auto wurde gerade nicht als Neuwagen angesehen, sondern als Gebrauchtwagen, denn auf einen Neuwagen wäre die Luxussteuer angefallen, nach 6 Monaten und min. 6000 km zählt das Auto gerade nicht mehr als Neuwagen.
Bei Verkauf des Fahrzeuges ins Ausland zahlst du die vereinnahmte MwSt. an das Finanzamt zurück, funktioniert also nicht so, wie du schreibst..
Erkundige dich bei deinem Steuerberater das hat genauso funktioniert, du bekommst bei jedem Export die MwSt. erstattet, und wenn die Haltedauer mindestens 6 Monate war dann ist das eben auch kein "Autohandel", sondern nur der Verkauf eines gebrauchten Fahrzeuges in Ausland und du konntest die Prämie behalten.

Überraschung, jeder Autohändler kann die Fahrzeuge, netto in Ausland verkaufen - da ist so gar nix illegales drin - die Steuer zahlt dann der Käufer in dem Land in dem er das Auto zulässt.

Teil des Tricks war ja das Auto je nach Betrachtungsweise einmal als Neuwagen und einmal als Gebrauchtwagen angesehen werden konnte und zwar völlig legal. Dieses Problem haben die Behörden im übrigen bemerkt und die Regeln entsprechend verändert.

Nicht alles was dir nicht bekannt ist ist Bullshit.

hier gibt es untere 3.1. ein schönes Schaubild das erklärt wann und warum das gebraucht Auto steuerfrei verkauft werden kann (zum Zeitpunkt der ersten eAuto Prämie war die Mindesthaltezeit eben 6 Monate)

Beim Verkauf eines "gebrauchten" Fahrzeuges hättest du die MwSt, anteilig zurückverweisen müssen, beim Verkauf eines "Neuwagens" eben nicht. Definition eines "Neuwagens" aus steuerlicher Sicht ist hier eben entscheidend gewesen und die Haltedauer von 6 Monaten für die Prämie.


und hier siehst du den Knackpunkt

2.c.
Ist der Punkt warum es ein Neufahrzeug per Definition sein muss.

Die "Luxussteuer" ist ja nicht das Problem des Verkäufers.
 
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Simineon

Erfahrenes Mitglied
23.03.2013
7.268
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FRA
Nicht alles was dir nicht bekannt ist ist Bullshit.
In diesem Fall ist es mir aber bekannt, da ich damals ja genau dieses Geschäft gemacht habe.

Die Luxussteuer in Dänemark war aber genau der Punkt, der aus dem Verkauf ein lohnenswertes Geschäft machte.

Wenn es so einfach wäre, mal schnell mit dem Verkauf eines Fahrzeugs 20.000 EUR Gewinn einzustreichen, warum macht das eigentlich keiner ?
 

jodost

Erfahrenes Mitglied
23.10.2011
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1.281
CGN
Nutzt jemand hier eine mobile Wallbox (11kw)? Bin gerade auf der Suche zusätzlich zur heimischen Box und ggf. hat hier ja jemand Erfahrungswerte mit einem Gerät?
Viele E-Fahrer schwören für unterwegs auf den Juice Booster.

Ich habe vor rund 4.5 Jahren einen gekauft. Und kurz danach noch ergänzt um eine 10m-Verlängerung und um einen Typ2-Stecker (so dass man den JB auch einfach als normales Ladekabel an einer Wallbox/Ladesäule nutzen kann - aber eben in der Kombination dann mit der m.W. einzig erlaubten Möglichkeit, das Kabel zu verlängern).

Technisch, Verarbeitung usw. ein gutes Produkt.

Kaufen würde ich ihn unter keinen Umständen nochmal:

- Die Anzahl der Drehstrom-Steckdosen unterwegs ist nahezu Null. In den viereinhalb Jahren hatten wir zwei Anwendungen, einmal an der Mosel auf einem befreundeten Weingut, einmal in einer Airbnb-Ferienwohnung (die Vermieterin hatte uns den Garagenstrom angeboten, aber die Verkabelung war mir nicht geheuer. Da sie Bauarbeiten im Einsatz hatte, gab es zufällig eine provisorische Drehstromsteckdose). In beiden Fällen war die Entfernung zum Auto aber so groß, dass der JB alleine ohne Verlängerung nichts gebracht hätte.

- als 230V-Ladekabel haben wir den ein halbes Dutzend mal benutzt. Das hätte es auch günstiger gegeben. (Und der Nutzen von 230V-Laden unterwegs ist eh überschaubar)

- das 15m-Typ2-Kabel habe ich ein halbes Dutzend mal genutzt. Ist aber dann aber auch nichts, was man melde eben für 1-2 Stunden Parkzeit machen will, dafür ist das öffentliche Laden allgemein zu problemlos geworden, als das man sich so einen Aufwand antun muss. (Und daheim an unserer öffentlichen Ladesäule mit der üblich hohen Quote an E-Auto-"Skeptikern", die die aus Dummheit zuparken, steht die Ladesäule leider so, dass es keine Ausweichparkplätze ohne Fahrbahn dazwischen gibt, die man mit 15m Kabel erreichen kann)

Dazu kommt, dass der JB selbst (altes Modell, das neue ist glaube ich kleiner) mit seinen sehr dicken Kabeln auch ohne das 10m-Kabel schon das Volumen eines Handgepäckkoffers braucht. Im Skoda hatten wir den noch immer dabei, im KIA hab ich ihn ausgemistet.

Der unterwegs-Nutzen ist sehr gering (und die Notwendigkeit alternativer Lademöglichkeiten n den letzten 4.5 Jahren ja auch stetig weniger geworden).


Ich nutze ihn eigentlich nur noch bei grossen Fernfahrten, zB zuletzt mit dem Messestand, Werbematerial, Klamotten etc. auf Dienstreise:

- Auto parkt dann zum Be- und Entladen vor der Tür (eigentlich weder Straße noch Parkmöglichkeit, darum nur eine Ausnahme zum Beladen)

- im Vorgarten habe ich mir einen Briefkasten hinbauen lassen mit einer Steckdose (rot und schuko) drin. Das sieht unauffällig aus, ist abschließbar wie der normale Briefkasten in unsere KESO 4000-Schliessanlage eingebunden, durch den Briefeinwurf kann man das Kabel für die Weihnachtsbeleuchtung führen (und so abgeschlossen eingesteckt lassen). Und während des Be- und Entladens kann ich dann die Zeit, die ich da stehe, noch den JB nutzen, damit ich auch wirklich mit 100% starte bzw nach der Rückkehr nicht komplett leer bin

- und wenn dann noch Platz im Auto ist, kommt der JB sicherheitshalber mit auf die Reise, schadet ja nicht.



Aber das auch nur, weil ich das Ding habe. Kaufen würde ich ihn nicht nochmal.
 
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Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
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767
Wenn es so einfach wäre, mal schnell mit dem Verkauf eines Fahrzeugs 20.000 EUR Gewinn einzustreichen, warum macht das eigentlich keiner ?
Das haben ja genug Menschen gemacht, aber es ist ähnlich wie mit Cum-Ex, du musst es erst mal wissen und dann noch genug Kapital haben um mitmachen zu können.

In Deutschland geben die Menschen im Schnitt keine 20.000€ für ihr Auto aus (privat und meistens finanziert) was meinst du wie viele Menschen sich dann ein Auto für 70.000€+++ kaufen können um damit ein Geschäft zu machen?
 

Simineon

Erfahrenes Mitglied
23.03.2013
7.268
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FRA
Das haben ja genug Menschen gemacht, aber es ist ähnlich wie mit Cum-Ex, du musst es erst mal wissen und dann noch genug Kapital haben um mitmachen zu können.

In Deutschland geben die Menschen im Schnitt keine 20.000€ für ihr Auto aus (privat und meistens finanziert) was meinst du wie viele Menschen sich dann ein Auto für 70.000€+++ kaufen können um damit ein Geschäft zu machen?
Na, aber als Firma wäre es doch toll.
Nach dem, was du sagst kannst du ja pro Fahrzeug 20.000 EUR einsacken, also Gewinn machen. Damit könntest du doch jeden Monat ein einziges Fahrzeug kaufen nach 6 Monaten verkaufen und damit locker 240.000 EUR Gewinn pro Jahr einstreichen. Und das mit minimalem Aufwand.

Ich geb dir gerne das Kapital für 10 Fahrzeuge, nehme auch nur ne 15% Verzinsung und 33% des Gewinnes, nach deiner Rechnung wären das ja dann 2,4 Mio Reingewinn, davon brauchst du mir auch nur 800.000 EUR abgeben.

…. oder stimmt dein Quatsch doch nicht ?
 

Turbo-Lenz

Reguläres Mitglied
31.12.2025
63
94
Also deswegen habe ich ja nach diesen ominösen 20.000 nachgefragt. Halte ich so wie hier geschildert auch für nicht realisierbar.

Ich selbst habe in den Anfangszeiten der Förderung erst mal E-Mobilität ohne Risiko ausprobiert: Wir sind ein Fiat 500 E Cabrio 7 Monate gefahren mit etwas über 6000 km und haben den dann nach Dänemark verkauft. Gewonnen haben wir dabei außer ein langes Wochenende in Kopenhagen und die Nutzung des Wagens ohne Wertverlust nichts. Was aber ja für mich persönlich völlig okay war. Aber natürlich nicht im Sinne der Erfindung der E Mobilitäts Förderung.
 
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Ed Size

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16.03.2009
10.001
767
Na, aber als Firma wäre es doch toll.
Nach dem, was du sagst kannst du ja pro Fahrzeug 20.000 EUR einsacken, also Gewinn machen. Damit könntest du doch jeden Monat ein einziges Fahrzeug kaufen nach 6 Monaten verkaufen und damit locker 240.000 EUR Gewinn pro Jahr einstreichen. Und das mit minimalem Aufwand.

Ich geb dir gerne das Kapital für 10 Fahrzeuge, nehme auch nur ne 15% Verzinsung und 33% des Gewinnes, nach deiner Rechnung wären das ja dann 2,4 Mio Reingewinn, davon brauchst du mir auch nur 800.000 EUR abgeben.

…. oder stimmt dein Quatsch doch nicht ?
Das geht ja nicht mehr, weil die Haltefrist bezgl. der Prämie auf 12 Monate verlängert wurde, damit kann man das Fahrzeug nicht mehr als Neuwagen in das EU Ausland verkaufen.

Mit Verbrennern (mit eAutos auch aber eben ohne die Prämie) geht das nach wie vor, nur wer kauft sich heutzutage im Ausland (vor allem in Skandinavien) noch Luxusfahrzeuge mit Verbrenner.

Die zwei entscheidenen Punkte, das Fahrzeug muss nach deutscher Definition (Finanzamt) ein Neuwagen sein <6000KM oder jünger 6 Monate (je nachdem was zuerst eintritt), und nach Definition des Auslands z.B. Finnland ein Gebrauchtwagen sein, dann behältst du die MwSt. und der Käufer zahlt keine Luxus Steuer.

Besprich das mit deinem Steuerberater und dann sehen wir weiter.
Also deswegen habe ich ja nach diesen ominösen 20.000 nachgefragt. Halte ich so wie hier geschildert auch für nicht realisierbar.

Ich selbst habe in den Anfangszeiten der Förderung erst mal E-Mobilität ohne Risiko ausprobiert: Wir sind ein Fiat 500 E Cabrio 7 Monate gefahren mit etwas über 6000 km und haben den dann nach Dänemark verkauft. Gewonnen haben wir dabei außer ein langes Wochenende in Kopenhagen und die Nutzung des Wagens ohne Wertverlust nichts. Was aber ja für mich persönlich völlig okay war. Aber natürlich nicht im Sinne der Erfindung der E Mobilitäts Förderung.
Weil du nicht die MwSt, behalten konntest, mit über 6000KM kein Neuwagen mehr, MwSt. nur noch anteilig zur Abschreibung. Wenn du das mit einem BMW iX gemacht hättest, und unter den 6000KM geblieben wärst dann wären da eben 20K++ zusammen gekommen.

Wer das nicht glaubt, einfach den Steuerberater fragen.
 

marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
5.456
6.839
Das funktioniert so nicht. An der MWSt. „verdient“ eine Firma überhaupt nichts. Sie wird beim Kauf bezahlt und dann als Vorsteuer wieder erstattet. +/- Null. Wird das Auto ins EU Ausland verkauft, muss sie, beim Verkauf an privat, im Zielland wieder bezahlt werden. Beim gewerblichen Verkauf (mit EU USt.ID) muss der Händler sie wieder aufschlagen und abführen. Das ist genau das gleiche, wie wenn der Hersteller das Auto direkt neu verkauft. Beim Verkauf in nicht EU Länder fällt Einfuhrumsatzsteuer an.
Gewinne konnte man tatsächlich durch die BaFa Förderung erzielen. Allerdings nicht mit einem 119.000€ Auto - dafür gab es nämlich keine Förderung. Das funktionierte nur mit günstigen Autos, wo die Förderung (mit dem Herstelleranteil) 25-30% des Listen NP betrug.
 

jodost

Erfahrenes Mitglied
23.10.2011
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CGN
Das haben ja genug Menschen gemacht, aber es ist ähnlich wie mit Cum-Ex, du musst es erst mal wissen und dann noch genug Kapital haben um mitmachen zu können.

Und genau wie bei CumEx (und zig anderen Sachen auch):

Wenn es irgendwo Förderungen, Erstattungen, Zuschüsse, ... gibt, gibt es auch immer "sympathische Menschen", die sich am Staat bereichern. Manchmal ist es legal (aber moralisch fragwürdig). Manchmal ist es nicht legal (aber möglich). Manchmal ist es auch illegal, aber die Betrüger und ihre politischen Helfer kommen davon.

Das ist aber kein Thema der E-Mobilität. Das gibt es überall. Cum-Ex führst Du selbst an, über zig andere Branchen (auch rund um Verbrenner-PKWs) gab es sowas und wird es weiter geben.

Bei manchen Sachen ist der Schaden zwar für uns als Bürger unvorstellbar hoch. Gemessen am Erfolg einer Maßnahme und am Aufwand, solches Ausnutzen zu verhindern oder zu ahnden, ist der Schaden aber zu vernachlässigen.

Und konkret zu dem Beispiel: Der größte Teil Deiner Rechnung hat nichts mit der E-Prämie zu tun, sondern entfällt auf die MwSt. Die kann der deutsche Unternehmer sich als Vorsteuer beim Kauf zurückholen. Und muss sie beim Verkauf berechnen/abführen. Verkauft der das Auto nun nach Dänemark, fällt überhaupt keine deutsche MwSt an. Wäre sie aber auch nicht, wenn der Unternehmer das Auto behalten wurde bis es kaputt ist. Und wäre sie auch nicht, wenn der Händler/Importeur/Hersteller das Auto direkt als Neuwagen nach Dänemark verkauft hätte. (Der einzige, der hier also beschissen wurde, ist der dänische Fiskus, weil irgend ein Norweger sich statt eines Neuwagens lieber einen steuerbegünstigten Gebrauchten gekauft hat).

Und die Eckdaten sind: Du brauchst ein Unternehmen (Vorsteuerabzug), wirtschaftlich gut genug aufgestellt um 100.000 in ein Auto zu investieren (oder ohne viel Bürokratie ein in der Laufzeit völlig ungewöhnliches Leasing/Finanzierung zu bekommen), nicht abhängig von sonstigen Förderungen (de-minimis-Obergrenze), musst den Gewinn natürlich in deiner Firma versteuern, und solltest Du es mehrmals machen, dann besteht immer noch ein Restrisiko, dass das irgendwann als professioneller Handel mit Autos eingestuft wird und Du m.W. dann die Förderung gar nicht hättest bekommen dürfen (also sie zurückgefordert werden könnte).

Klar gibt es Unternehmer, die das gemacht haben. Aber das dürfte eher die Ausnahme sein, die meisten Unternehmer, die mir so einfallen, auf die das o.g. zutrifft, haben für solche Tricksereien gar keinen Kopf/keine Muße, sich damit zu beschäftigen.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Ferien auf dem Bauernhof. (Und Landgasthöfe.)
Wer das nicht regelmäßig macht, für den halte ich einen Juice Booster o.ä. für übertrieben. Zumal bei Ferien ja auch ein Aufenthalt >1 Nacht wahrscheinlich ist - wenn es also wirklich keine echte Lademöglichkeit gäbe, würde 230V Lade-Ziegel zeitlich immer noch ausreichen
 
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marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
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Verkauft der das Auto nun nach Dänemark, fällt überhaupt keine deutsche MwSt an. Wäre sie aber auch nicht, wenn der Unternehmer das Auto behalten wurde bis es kaputt ist. Und wäre sie auch nicht, wenn der Händler/Importeur/Hersteller das Auto direkt als Neuwagen nach Dänemark verkauft hätte. (Der einzige, der hier also beschissen wurde, ist der dänische Fiskus, weil irgend ein Norweger sich statt eines Neuwagens lieber einen steuerbegünstigten Gebrauchten gekauft hat).
Selbst das funktioniert nicht. Eine deutsche Firma kann und darf nicht MWSt. frei nach Dänemark verkaufen. An Privatleute braucht sie eine dänische Steuernummer um die dänische MWSt. abzuführen. An Firmen wird das über die Zusammenfassende Meldung der EU überprüft.
Der Endkunde, der selbst ein FZG importiert muss bei der Zulassung nachweisen, dass die dänische MWSt. bezahlt wurde, sonst bekommt er keine Papiere.

An der MWSt. kann man nur mit kriminellen Methoden wie Umsatzsteuerkarussels verdienen. Dafür braucht es aber eine erhebliche kriminelle Energie und ein Netz aus Scheinfirmen in unterschiedlichen Ländern.
 
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jodost

Erfahrenes Mitglied
23.10.2011
4.253
1.281
CGN
Selbst das funktioniert nicht. Eine deutsche Firma kann und darf nicht MWSt. frei nach Dänemark verkaufen. An Privatleute braucht sie eine dänische Steuernummer um die dänische MWSt. abzuführen. An Firmen wird das über die Zusammenfassende Meldung der EU überprüft.

Wenn er an einen dänischen Händler verkauft, reicht dessen USt-ID für eine Umsatzsteuer-freie innergemeinschaftliche Lieferung.

(Und ich hatte das ... aber von den Regeln für dänische Autohändler habe ich keine Ahnung ... so verstanden, dass da auf Gebrauchtfahrzeuge keine MwSt anfällt)
 

Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
10.001
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Selbst das funktioniert nicht. Eine deutsche Firma kann und darf nicht MWSt. frei nach Dänemark verkaufen. An Privatleute braucht sie eine dänische Steuernummer um die dänische MWSt. abzuführen. An Firmen wird das über die Zusammenfassende Meldung der EU überprüft.
Der Endkunde, der selbst ein FZG importiert muss bei der Zulassung nachweisen, dass die dänische MWSt. bezahlt wurde, sonst bekommt er keine Papiere.

An der MWSt. kann man nur mit kriminellen Methoden wie Umsatzsteuerkarussels verdienen. Dafür braucht es aber eine erhebliche kriminelle Energie und ein Netz aus Scheinfirmen in unterschiedlichen Ländern.
Es geht dabei nicht um die dänische/skandinavische MwSt. es geht für die dortigen Käufer um die Luxussteuer.
 

marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
5.456
6.839
Wenn er an einen dänischen Händler verkauft, reicht dessen USt-ID für eine Umsatzsteuer-freie innergemeinschaftliche Lieferung.

(Und ich hatte das ... aber von den Regeln für dänische Autohändler habe ich keine Ahnung ... so verstanden, dass da auf Gebrauchtfahrzeuge keine MwSt anfällt)
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in Dänemark keine Ust auf Gebrauchtwagen gibt. Vielleicht beim Privatverkauf, aber das kommt ja hier nicht in Frage.

Wie auch immer, eine deutsche Firma kann sich hierbei nie die MWSt. in die Tasche stecken.

Ich habe selbst eine Firma in DE und wir machen mehr als 50% unseres Umsatzes im EU Ausland. Ich kenne die Regeln daher sehr gut.
 

deecee

Erfahrenes Mitglied
11.12.2018
3.107
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HAM, LBC
Dann hättest du lediglich den Preisverfall ersetzt bekommen und wärst Null auf Null herausgekommen. Du hättest dann zwar 6 Monate ein Auto quasi „für umme“ gefahren, hättest aber keinerlei Gewinn (oder nur minimal) damit gemacht. Auch war die staatl. Förderung an ein Mindesthaltedatum geknüpft.
Ich muss gestehen, dass ich Deinen Einwand nicht ganz nachvollziehen kann. Aus meiner Sicht erklärt sich das folgendermaßen: Im Jahre 2021 habe ich einen 500e Icon (volle Hütte) für 36 TEUR privat bei Fiat gekauft. Vom Hersteller erhielt ich einen Bonus von mehr als 3 TEUR, von der BAFA 6 TEUR als Rückzahlung nach Kauf. So hat mich der Wagen letztendlich knapp 27 TEUR gekostet. Falls ich das Auto ein halbes Jahr später an einen Käufer in Dänemark für 36 TEUR verkauft hätte (was damals realistisch war), wäre zumindest nach meiner Rechnung ein "Gewinn" von 9.000+ Euro entstanden – bezahlt vom deutschen Steuerzahler und Stellantis.

Die Mindest-Haltedauer von sechs Monaten (bei Kauf, Leasing länger) hatte ich in meinem Post bereits angegeben...
 
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