Vielleicht schwer vorstellbar, aber manche Menschen haben einen anderen Investment-Zeithorizont oder sogar ein anderes Risikoprofil als du.
Das Risikoprofil muss sich gar nicht mal unterscheiden, aber den Zeithorizont sehe ich als wesentlichen Faktor. Ich bin mit der klassischen Regel "Aktienqoute = 100 minus Lebensalter" eigentlich immer ganz gut gefahren, wobei mir bei der Aktienquote aber eine Anlage in ETF nicht sinnvoll erscheint, denn da kommt ja laut Renditedreieck langfristig nicht mehr als 7 bis 8% raus. Außerdem gibt es ETFs ja noch gar nicht so lange. Besser in Einzelaktien investieren und mit Stillhaltergeschäften die Rendite aufbessern. So kann man mit seinem Aktienanteil um die 12% p.a. erlösen.
Der Rest wird in anderen Assetklassen angelegt und dazu gehören neben Anleihen, Rohstoffen, Immobilien, etc. eben auch Festgelder. Es gibt ja auch Leute, bei denen in z.B. zwei, drei oder fünf Jahren ein Kredit fällig wird, den sie nicht verlängern, sondern gerne ablösen möchten. Das Geld haben sie vielleicht heute schon beisammen und für die stellt sich die Frage, wie sie diese Zeitspanne jetzt überbrücken sollen. Und eins ist klar: Ganz bestimmt nicht mit Aktien.
User Hotel hat einfach zu wenig Fantasie, um sich vorstellen zu können, wie viele verschiedene Anlegerprofile, vorallem hinsichtlich des Zeithorizonts, möglich sind. Wenn User über Festgeld diskutieren, heißt das ja nicht, dass kein Geld in Aktien angelegt haben. Ich nehme mal an, dass Hotel mit ETF Aktien-ETF gemeint hat, den ETFs sind ja keine Assetklasse, sondern nur eine Anlagekonstruktion. Aber schon allein, dass er ETF mit Aktien-ETF gleichsetzt, zeigt ja, dass er nur über ein sehr eingeschränktes Wissen über den Kapitalmarkt verfügt.