I don't feel like dancin' in Oslo.

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shauri

Erfahrenes Mitglied
11.05.2014
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zwischenreisenundwahnsinn.blogspot.com
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Prolog

Ursprünglich hatte ich im Herbst ja angekündigt, dass der nächste Reiseberricht eine Weile auf sich warten lassen wird, da wir dem diesjährigen Karneval wieder einmal mit einem Tanzworkshop entfliehen wollten. Wie Ihr unschwer am Titel und der Tatsache, dass ich hier schreibe, erkennen könnnt, ist dies jetzt doch nicht der Fall.
Kurz nach unserer Rückkehr aus dem Herbsturlaub wurde der Ticketverkauf zum Eurodance-Festival im Europapark eröffnet, zeitgleich sollten auch vergünstigte Hotelkontingente in den Europapark-Hotels für Festivalbesucher freigeschaltet werden, ein Buchungscode hierfür wurde ebenfalls veröffentlicht. Nachdem wir die Tickets erworben hatten, wollten wir uns um die Hotelbuchungen kümmern und fanden keinerlei buchbare Zimmer außer ein paar Suiten im günstigen Preissegment zwischen 2000 und 4000 € für eine Woche auf der Buchungsseite der Europapark-Ressorts vor. Zunächst dachten wir uns nichts böses, vielleicht hatte man die Hotelbuchung noch nicht freigeschaltet. Nachdem sich zwei Wochen lang nichts am Angebot geändert hatte, nahm der Gatte telefonisch Kontakt auf und erfuhr, dass die Hotels im Europapark bereits komplett im Vorfeld ausgebucht waren. Kann passieren, aber dann ist es doch etwas unglücklich von der Festival-Organisation, weiterhin vergünstigte Hotelkontingente zu bewerben. Bei uns herrschte jetzt erstmal Ratlosigkeit. Man hatte dem Gatten noch mitgeteilt, dass man eventuell noch ein weiteres Hotel öffnet und um Weihnachten herum weitere Kontingente freischaltet, also entschieden wir uns zunächst abzuwarten. Die Alternative, ein anderes Hotel in der Umgebung des Europaparks zu buchen, haben wir relativ schnell verworfen. Zum einen wollten wir keine tägliche Anfahrt zum Festival, zum anderen gehören Schwimmbad und Wellnessbereich sowie die Bars und Restaurants für uns zum Erlebnis dazu - man möchte dem von täglich sechs Stunden Tanzkursen geschundenen Körper schließlich auch mal ein wenig Erholung gönnen. Weihnachten rückte näher und bei den Hotels tat sich weiterhin nichts. Wir überlegten uns zwischenzeitlich, dass Oslo ein guter Plan B sein könnte.
Nachdem nach Weihnachten immer noch keine Hotelzimmer im Europapark zu haben waren, entschieden wir uns, Flüge nach Oslo zu buchen und die Festival-Tickets zu stornieren. Ein wenig schmerzte uns (abgesehen davon, dass wir eigentlich Lust auf eine Woche Tanzen gehabt hätten), dass bei den Tickets 25 % Stornierungsgebühr anfallen sollten. Ein Telefonat mit der Festival-Orga führte jedoch dazu, dass man sich entschied, uns den kompletten Ticketbetrag zu erstatten, da man ein Einsehen hatte, dass die Hotelbuchung sehr unglücklich gelaufen und noch dazu kommuniziert worden war.
Ohne finanzielle Einbußen ließ sich der ausgefallene Tanzworkshop mit der Aussicht auf einen Winterurlaub in Oslo dann doch ganz gut verschmerzen, und einen Songtitel für den Reisebericht gab es damit quasi noch gratis dazu. So einfach hätte ich ansonsten sicherlich keinen zu Oslo passenden Titel gefunden.

Wir freuen uns also jetzt auf eine Woche mit Schnee und kalten Temperaturen sowie gewohnt gutem und reichhaltigem Essen in Oslo. Wir haben jetzt noch zwei Tage Zeit, die Winterklamotten in unser wie immer nicht ganz leichtes Gepäck zu packen, bevor es für uns zum ersten Halt in Frankfurt geht. Ihr könnt Euch derweil schonmal mental auf eine Woche Reiseblog vorbereiten und Euch auf den ersten kulinarischen Höhepunkt in Frankfurt freuen: Vor der nordischen Küche wird es mal wieder japanisch.

Traudel und der Reiseelch sind natürlich wie immer auch dabei und freuen sich - genau wie wir - über Mitreisende!
 

globetrotter11

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07.10.2015
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CPT / DTM
… Da simmer dabei! Dat is prima! Viva Colonia!
Wir lieben das Leben, die Liebe und die Lust
Wir glauben an den Lieben Gott und ham uch immer Durscht (hey)

Passend zum heutigen Tage ;)
 
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Bayer59

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18.09.2013
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Auf der einen Seite nicht schön, wie das mit der Seminarbuchung gelaufen ist, auf der anderen Seite, sehr schöne Kompensation. Viel Spaß im hohen Norden und vielen Dank, das wir daran teilhaben dürfen. :)
 
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Travel_Lurch

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15.09.2009
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Ja, das mit Erstattung des kompletten Tickets war sehr fair. Es gibt also doch noch Menschen mit Rückgrat!
Ich wünsche guten Kurzurlaub in Oslo. Nachdem ich zuletzt im vorigen Jahrhundert da war, bin ich gespannt, was es da Neues gibt. Ich freue mich über kurzweilige Lektüre mit schönen Fotos - drücke Daumen, dass das Wetter mitspielt.
 
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Fee44

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22.04.2022
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Viel Spaß in Oslo. Ich werde derweil versuchen, euch am Rosenmontag würdig zu vertreten. Kölle Alaaf! 🥳
 

shauri

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11.05.2014
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Auf der einen Seite nicht schön, wie das mit der Seminarbuchung gelaufen ist, auf der anderen Seite, sehr schöne Kompensation. Viel Spaß im hohen Norden und vielen Dank, das wir daran teilhaben dürfen. :)
Ja, das mit den Hotels war unglücklich, wenn es sowieso keine Chance auf Zimmer mit Festival-Rabatt gibt, braucht man es auch nicht zu bewerben. Ansonsten muss man aber sagen, sowohl die Europapark-Ressort-Hotline als auch die Eurodance-Orga waren sehr hilfsbereit und letztendlich war die Erstattung des kompletten Tickets dann doch so versöhnlich, dass wir in den nächsten Jahren sicher wieder eine Worksop-Teilnahme dort planen werden.
Danke fürs Mitreisen!
Ja, das mit Erstattung des kompletten Tickets war sehr fair. Es gibt also doch noch Menschen mit Rückgrat!
Das dachten wir uns auch.
Ich wünsche guten Kurzurlaub in Oslo. Nachdem ich zuletzt im vorigen Jahrhundert da war, bin ich gespannt, was es da Neues gibt. Ich freue mich über kurzweilige Lektüre mit schönen Fotos - drücke Daumen, dass das Wetter mitspielt.
Danke, unser letzter Besuch (mal abgesehen vom Holmenkollen auf der Durchreise 2022 war vor etwa 20 Jahren, also auch nicht so weit vom vorigen Jahrhundert (oder gar Jahrtausend) entfernt.
Beim Wetter ist meine Einstellung "Hauptsache, Winter" und kalt soll es bleiben. Ob Sonne oder Scchneefall wird sich dann zeigen.
Viel Spaß in Oslo. Ich werde derweil versuchen, euch am Rosenmontag würdig zu vertreten. Kölle Alaaf! 🥳
Na dann brauchen wir uns ja keine Sorgen zu machen, dass wir flüchten, danke dafür! :cool:
 

shauri

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11.05.2014
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I don't feel like dancin' bei Iwase in Frankfurt
*** Warnung: Dieser Berichtsteil beinhaltet überproportional viele Essenfotos ***

Mit unserem wie üblich sehr "leichten" Wintergepäck machen Traudel, Reiseelch und wir beide uns auf den Weg nach Frankfurt, wo wir die Nacht im Mariott am Flughafen verbringen. Wir wollen - nachdem es bei den letzten beiden Besuchen in Frankfurt nicht passte - mal wieder die Gelegenheit nutzen, bei "Iwase" Japanisch essen zu gehen.

Nach sehr entspannter zweistündiger Fahrt erreichen wir gegen 16 Uhr den Flughafen und checken ins Hotel ein.

Wir machen uns kurz frisch und buchen über die RMV-App ein Tagesticket für 5 Personen, was tatsächlich die günstigste Variante für zwei Personen ist, in die Innenstadt und wieder zurück zum Flughafen zu gelangen.
Bei Iwase werden wir direkt mit einem Gruß aus der Küche empfangen: Japanischer Wurstsalat. Interessant.

Wir beginnen, uns auf unsere zugleich effiziente und begeisterungsfähige Art durch die Karte zu arbeiten. Als erstes gibt es ein wärmendes Miso-Süppchen.



Alle weiteren Gerichte wurden geteilt, sonst wäre es ja wirklich unmäßig.
Wir gehen direkt über zu "Okonomiyaki", einem japanischen Pfannkuchen aus Weißkohl mit Bonito-Flocken, auf den wir uns schon seit Tagen freuen.

Dazu eine kleine Portion Shishamo, gegrillter Capelin, der wie Sardinen im Ganzen gegessen werden kann.

Weiter geht es mit gegrillter Jakobsmuschel in (sehr knoblauchiger) Butter:

Um die warmen Gerichte abzurunden, gönnen wir uns noch ein paar Gyoza.

Da es hier neben dem Standard-Thunfisch auch fetten Thunfisch gibt, genehmigen wir uns natürlich auch hiervon eine Portion: zur besseren Würdigung als Sashimi.

Zum Nachtisch gibt es eine kleine Sushi-Auswahl aus Spicy Tuna, Makrele und Aal.

Auf süßen Nachtisch verzichten wir heute, stattdessen gibt es in der Hotelbar noch einen flüssigen Verdauungs-Nachtisch in Form von Negroni für mich und Cardinale (Negroni mit weißem statt rotem Martini) für den Gatten, gefolgt von ausreichender Bettschwere.
 

shauri

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11.05.2014
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I don't feel like dancin' auf dem Flug von Frankfurt nach Oslo
Nach einer relativ ruhigen Nacht (das ist nur meine Meinung, da ich mit Ohropax geschlafen habe, der Gatte beklagte sich über knallende Türen am frühen Morgen, dafür fand ich die Matratze ein wenig hart), machen wir uns kurz nach 8 Uhr gemütlich auf in Richtung Flughafen. Es ist ja zum Glück nicht weit.
Wie immer sind wir zügig durch Check-in und Sicherheitskontrolle und nach einem kurzen Abstecher in die Parfümerie erreichen wir gegen 9 Uhr zur besten Frühstückszeit die am heutigen Sonntag nicht allzu volle Panorama-Lounge.
Es gibt heute Kaiserschmarrn, Weißwurst und Brezeln, zum Nachtisch noch was Birchermüsli. Damit wären die meisten Alpen-Anrainerstaaten schon beim Frühstück abgearbeitet.

Der 6 Jahre alte A320-200 D-AIWK mit dem blumigen Namen "Weiden in der Oberpfalz" (von 2019 bis 2024 als "Fanhansa" unterwegs) spiegelt sich dekorativ am Gate. Ich hatte schon schlechtere Fotomöglichkeiten der jeweiligen Maschine.

Mehrfach wird durchgesagt, dass der Flug restlos überbucht ist, und man bittet die Leute mehrfach und eindringlich, große Handgepäckstücke einzuchecken, was viele tatsächlich brav auch machen. Wir sind mit unseren beiden handlichen Rucksäcken da nicht betroffen, dafür reizen wir ja das Aufgabegepäck immer fast aus. Den Vogel schießt allerdings eine Familie ab, die mit vier riesigen Taschen und Trolleys, plus Trolleys und Rucksäcken der Kinder ans Gate wandert. Das riesige Handgepäck wird drastisch dezimiert und auch als wir ein paar Leute dahinter boarden, ist die Mitarbeiterin am Gate immer noch fassungslos, wie sie mit der Gepäckmenge durch den Check-in gekommen sind. Bei uns vorne ist es heute sehr entspannt mit dem Gepäck, der Kamera-Rucksack muss wegen der Akkus und Powerbank laut neuen Bestimmungen sowieso unter den Vordersitz, der kleinere Rucksack wandert nebst Jacken ins Gepäckfach.
Nachdem alle angeschnallt sind,



kann es eigentlich losgehen, aber wir stehen dann erstmal noch ein halbes Stündchen am Gate herum, bevor es zur Startbahn geht.





Über eine soeben gelandete Ringelssocke (aka Strandtuch) der Condor hinweg geht es in einer Links-Rechts-Kobination Richtung Norden. Die Karnevalisten unter uns könnten jetzt "Wir haben oben gute Laune, unten gute Laune, links gute Laune, rechts gute Laune" anstimmen, aber das Publikum hier scheint nicht so richtig in Feierlaune.

Wir fliegen also einfach leise und ohne jegliche Karnevalsstimmung (deswegen verlassen wir ja auch das Land) Richtung Niedersachsen.



Zeitnah werden auch die handlichen Speisekarten verteilt.

Wir entscheiden uns beide für den Ziegenkäse mit roter Beete, letztere finde ich ein wenig zu säuerlich angemacht, dem Gatten schmeckt sie aber umso besser. Dafür trifft der Mandarinen-Käsekuchen dann eher meinen (offenbar feineren) Geschmackssinn, dem Gatten ist an dem Kuchen zu wenig Mandarine.

Draußen wird es inzwischen zunehmend winterlich über Norddeutschland, bevor die Wolkendecke undurchsichtig wird.

Ich nutze die Zeit und stricke dem Gatten eine Socke bis zur Landung in Oslo. Der Winter hält hier mit Schneefall, was die Wettervorhersage versprochen hat.

Das Fangirl in mir winkt freudig einer Icelandair-Maschine zu, bevor es zügig zu unserem Gate geht.

Lobend bleibt zu erwähnen, dass wir weder in Frankfurt noch in Oslo dieses Mal ein Busgate hatten. Auch die Crew war wieder ausgesprochen engagiert und freundlich, was sicherlich auch - wie so oft - an Traudels freundlichem Charakter liegt.
Wir füllen erstmal unsere Wasserflasche mit gutem norwegischem Leitungswasser und begeben uns dann - pünktlich zur Ankunft des Gepäcks - zum Gepäckband. Danach aktivieren wir den Oslo-Pass für drei Tage und nutzen diesen direkt, um mit der S-Bahn, die auch nur ein paar Minuten länger zum Hauptbahnhof braucht, als der Flughafenexpress, in die Stadt zu fahren. Traudel wartet geduldig auf den Zug, es ist sehr winterlich hier, aber die hat ja einen warmen Pulli an.

Beim Verlassen des Hauptbahnhofes kommt direkt das Clarion the Hub in Sicht, dass wir unter anderem wegen der Lage am Hauptbahnhof ausgewählt haben.

Die Lobby ist stylish und einladend, der Check-in sehr freundlich.

Einziger Wermutstropfen: Als wir Bademäntel ordern wollen, erfahren wir, dass der Spa-Bereich für 2 Wochen geschlossen ist. Immerhin bekommen wir die Bademäntel als Entschädigung umsonst.
Das Zimmer gefällt uns trotzdem.

Besonders dieses Detail an der Wand:

Traudel hat also mal wieder eine kleine Urlaubsliebe und einen Lieblingsplatz im Zimmer gefunden.

Die Aussicht ist auch nicht zu verachten, das Wetter ausbaufähig.

Wir packen jetzt erstmal ein bisschen aus.
 

shauri

Erfahrenes Mitglied
11.05.2014
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I don't feel like dancin' - erste Schritte in Oslo
Nachdem wir uns im Zimmer ein wenig häuslich eingerichtet haben, brauchen wir etwas Bewegung und erkunden ein bisschen die Umgebung. Wir laufen am Bahnhof vorbei und lassen die Altstadt heute erstmal links liegen, diese kennen wir ja noch von unserem letzten Besuch und heben sie uns für einen anderen Tag auf.
Vorm Bahnhof bewundern wir ein Denkmal, das offensichtlich daran erinnert, wie Thor 1940 bis 1945 die Nazis mit seinem Hammer besiegt hat. Zumindest ist das meine freie Interpretation aus Hammer, zerschlagenem Hakenkreuz und der Datierung auf der norwegischen Tafel.

Architektonisch ist die Gegend neben Bahnhof und Oper ziemlich neu und interessant.











Neben der ganzen modernen Architektur beeindruckt uns die Metzgerei mit gigantischen Mengen Dry Aged Beef. Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt davon.

Blick zum Munch Museum links im Bild.

Ein lustiger Kerl steht vorm Thon Hotel Opera:

Jetzt brauchen wir erstmal Fika im Espresso-House - das Mittagessen im Flugzeug war nicht wirklich üppig, und bis zum Abendessen ist es noch eine Weile hin. Willkommen im Norden.

Nach einem Blick ins alte Bahnhofsgebäude führt uns unser Weg direkt ins Hard Rock Café. Man weiß ja nie, wann dieses wieder für immer seine Tore schließt, wenn wir in der Nähe sind. Wäre ja nicht das erste Mal.

Vorm Bahnhof gibt es noch ein schnelles Foto von der Tigerstatue, die Oslo zum 1000jährigen Bestehen geschenkt bekommen hat. Oslo ist in Norwegen wohl auch als "Tigerstadt" bekannt.

Im Hotelzimmer fotografiere ich stolz meine Beute aus dem HRC. Hier gab es endlich mal gleich mehrere schicke Damenshirts. Ich bin für meine Verhältnisse leicht eskaliert. Auch der Gatte hat sich zwei undokumentierte Shirts gegönnt, jetzt hat er auch eines mit Norwegen-Flagge, passend zu den bereits vorhandenen mit Schweden- und Island-Flagge. In Tromsø war das Flaggendesign sehr zu seinem Leidwesen bereits ausverkauft (überflüssig zu erwähnen, dass es dort mal wieder gar keine Damenshirts gab).

Der Einfachheit halber haben wir (auch weil viele Restaurants hier Sonntagabend geschlossen haben) schon länger einen Tisch im Restaurant im 13. Stock des Hotels reserviert und genießen hier die Aussicht mit Schneegestöber bei einem durchaus leckeren Frydenlund Pilsener aus Oslo vom Fass.

Das restliche Restaurant-Erlebnis ist nicht so wahnsinnig überzeugend: Die geteilte Vorspeise mit Schneekrabbe ist sehr lecker, beinhaltet aber etwas wenig Krabbe.

Danach bekommen wir irritierenderweise Brötchen mit Butter, als hätte man diese vorher vergessen. Immerhin sind diese auch gut.

Der Burger überzeugt insbesondere mich leider gar nicht. Das Brioche ist zwar sehr gut, aber das Patty ist meiner Meinung nach qualitativ nicht so, wie ich es in einem solchen Restaurant erwartet und auch schon oft gegessen habe. Irritierend ist das Zwiebel-Bacon-Chutney, es schmeckt zwar ganz gut, aber die kleinen Speckwürfelchen darin wirken oft zäh und erwecken in Kombination mit dem Patty in meinem Mund eher den Eindruck von zähen Stückchen im Patty, als dass ein überzeugendes Bacon-Gefühl aufkommt. Der Gatte ist auch nicht so richtig überzeugt, ihn stört es aber weniger als mich.

Naja, kann passieren. Wir hatten schon so oft Glück mit Burgern, auch in Hotelrestaurants, wir sind heute auch zu müde, uns darüber aufzuregen. Wir genießen lieber noch ein bisschen die winterliche Aussicht vom Hotelzimmer und begeben uns dann zeitig ins Bett.
 

shauri

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11.05.2014
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I don't feel like dancin', also spazieren wir durch Oslo.
Wir beginnen den Tag unerwartet früh für meine Verhältnisse, der Wecker klingelt um 8 Uhr, da es nur bis 9:30 Frühstück gibt unter der Woche, und das muss ja ausgiebig genutzt werden.
Das Buffet ist einfach nur gigantisch und lässt keine Wünsche offen. Von einer warmen Theke mit Pancakes und Eierspeisen über auf mehreren Theken neben- und hintereinander angeordneten Wurst-, Käse- und Fischspezialitäten, Gemüse, Salate, unzählige Müsli- und Joghurtsorten bis hin zu einer kompletten Ecke nur mit Kuchen und Teilchen sowie unzähligen Brotsorten. Man muss hier auch erwähnen, dass es sich um das größte Hotel Norwegens handelt. Der nicht minder riesige Frühstücksraum ist in mehrere kleine, unterschiedlich eingerichtete Räume unterteilt, und so ist es trotz der Größe angenehm ruhig. Das Hotel scheint aber aktuell auch nicht allzu stark besucht zu sein.
Ich beginne den Tag mit einem "Urlaubsbrot Deluxe", das einen Stapel aus Frischkäse, Salat, Lachs mit Kapern und Senfsoße, Gurke und Avocado unter dem Spiegelei verbirgt und natürlich nur genau so lange so gut aussieht, bis ich den ersten Bissen davon abschneide und sich das Ganze in ein Schlachtfeld verwandelt.

Danach müssen natürlich die Pfannkuchen und die Müsli-Ecke getestet werden.

Auch der Gatte nimmt natürlich am Müsli-Contest Teil, während sein restliches Frühstück undokumentiert blieb.

Zum Abschluss gibt es natürlich noch einen gesunden, kleinen Nachtisch.

Die Kunst zwischen Frühstücksraum und Konferenz-Center ist ein wenig schwer verdaulich. Insgesamt ist das Hotel aber einfach sehr interessant gestaltet, und es gibt viel zu entdecken, alleine schon begonnen mit der Animation verschiederen Jahreszeiten rund um die Aufzüge in der Lobby.

Gut gestärkt machen wir uns jetzt auf zu einem kleinen Rundgang durch die Stadt. Zunächst begeben wir uns zur Domkirche und umrunden diese einmal.







Im Klostergarten gibt es verschiedene Kunsthandwerksgeschäfte und Restaurants, das meiste sieht aber geschlossen aus.

Von innen ist die Domkirche auch durchaus beeindruckend.







Die Fenster im Altarraum leuchten trotz des eher grauen Lichtes draußen sehr schön.



Wir passieren die Statue von Christian IV. und bummeln ein wenig durch die Fußgängerzone.



Im Schaufenster eines Herrenausstatters fällt mir dieser apart karierte Hund ins Auge.

Schräg gegenüber weckt ein Elch meine Aufmerksamkeit.

Dieser wohnt in einem riesigen Souveniershop. Ein "Achtung Elch"-Kissen wie die darunter ausgestellten wohnt natürlich schon seit unserem ersten Oslo-Besuch vor etwa 20 Jahren bei uns auf dem Sofa. Dennoch muss ich dem Elch natürlich einen Besuch abstatten.

Kollege Rentier darf auch aufs Bild. Insgesamt ist der Laden mit Nordlicht- und Rentier-Souveniers irgendwie nörlicher dekoriert, als die Lage von Oslo vermuten ließe.

Insgesamt ist der Laden aber sehr liebevoll dekoriert und sehenswert, auch wenn wir erstmal nichts kaufen. Wir sind ja noch eine Weile hier, und er ist ja direkt um die Ecke.


 

shauri

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11.05.2014
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Weiter geht es durch die Fußgängerzone in Richtung Schloss.






Das Parlament

Im Grand Hotel haben wir uns vor 20 Jahren mal drei Nächte gegönnt, für eine Woche war es uns dann doch ein wenig zu teuer.



Ein Foto vom Nationaltheater darf natürlich nicht fehlen.


Ein Teil der Universität

Wir erreichen das Schloss, dieses Mal ist es auch nicht so spiegelglatt wie "damals", als wir den Berg nicht hoch kamen, und wir können es einmal komplett aber unbebildert umrunden.

Eine Statue von Haakon dem VII. - der Statue nach zu urteilen könnte er auch "Der lange Haakon" genannt worden sein.

Wir laufen an einem interessanten Gebäude vorbei, können aber irgendwie nicht ergründen, was sich darin verbirgt und ob es irgend eine Bedeutung hat.

Die Konzerthalle ist es jedenfalls nicht, diese ist deutlich beschriftet.

Dahinter liegt das Nationalmuseum und das Nobel-Friedenscenter.



Wir spazieren weiter in den Stadtteil Aker Brygge, der vor 20 Jahren größtenteils noch im Bau/ Umbau war.

Die Mischung aus alten und modernen Gebäuden gefällt uns sehr gut, die Lage am Meer ist natürlich auch nicht zu verachten.
Auch der Bronze-Pelikan ist sehr prächtig.


Blick zur Festung

Immer wieder kommen wir auch an Kunst und Statuen vorbei.

Wir lassen uns einfach ein wenig durch das Vietel treiben und werfen auch bei einigen Restaurants einen Blick auf die Karte zwecks Abendgestaltung. Dieses hier gefällt uns aber eher architektonisch.

Die Architektur ist wirklich interessant hier.



Auch das Astrup Fearnly Museum sieht interessant aus.



Weiter Blick über den Oslo-Fjord

Was rundes, was langes und ein Anker im Skulpturenpark hinter dem Museum.


Das hier fand ich sehr niedlich.



Beim Anblick dieser unbekleideten, verschneiten Dame wird uns doch ein wenig frisch, und es wird Zeit für die tägliche Fika.

Praktischerweise befindet sich hier ein großes Espresso-House, es gibt Mudcake und Fastelavn-Cookie mit Mandeln und Kardamom.
 

shauri

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11.05.2014
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I don't feel like dancin' am restlichen Tag in "Downtown Oslo"
Nach der Fika entschließen wir uns zunächst, das Rathaus zu besichtigen. So hässlich es von außen aussieht, so sehenswert soll es von innen sein. Wir machen uns selbst ein Bild.


An der Außenwand wird an Fridjof Nansen erinnert.

Am Eingang des Rathauses muss man kurz durch eine Sicherheitskontrolle. Da wir nicht viel dabei haben, geht es aber schnell. Danach landen wir in einer sehr beeindruckenden Eingangshalle, die wir einmal umrunden.





Wir begeben uns über die Treppe nach oben, wo man einige weitere Räume besichtigen kann.

Im Munch-Saal kann man sich trauen lassen.

Aussicht über den Oslo-Fjord gibt es auch.

Wir bewegen uns weiter durch die wirklich toll gestalteten Räume.

Auch von der anderen Galerie sieht die riesige Eingangshalle beeindruckend aus.


Es folgen einige Räume mit wirklich faszinierenden Malereien. Es gab auch Beschreibungen, der Gatte hat sie alle gelesen, während ich von den bunten Bildern abgelenkt war. Also beschränke ich mich auf Fotos davon, die Erklärungen lassen sich mit Sicherheit bei Interesse auch irgendwo nachlesen.

Ich könnte mich stundenlang mit den Details beschäftigen.







Danach folgt der Ratssaal,

bevor es die Treppe wieder nach unten in die Eingangshalle geht.

Das Rathaus ist von innen wirklich ein faszinierendes Gebäude. Man sollte sich von dem brachialen Äußeren nicht abschrecken lassen und sich das Ganze von innen ansehen. Ist übrigens auch kostenlos.
Wir lauschen draußen noch dem Glockenspiel, das gerade zur vollen Stunde schlägt. Es ist aus unserer Sicht allerdings keine musikalische Offenbarung.
Mit Blick auf den Oslofjord machen wir uns so langsam am Wasser entlag zurück in Richtung unseres Hotels.

Die Colour Line macht sich derweil auf den Weg nach Kiel. Ganz schöner Pott.


Der Blick zurück nach Aker Brygge und zum Rathaus ist von hier aus auch nochmal ganz schön, das Wetter wird auch langsam etwas freundlicher.


Wir folgen dem Weg am Wasser entlang, vorbei am Kreuzfahrtterminal, das zum Glück über Winter eher selten angefahren wird. Ende der Woche soll mal eine AIDA vorbeikommen, das ist aber auch alles für diese Woche.
Von hier hat man auch noch einen ganz guten Blick auf die Festung, die wir vor 20 Jahren besichtigt haben. Sagt zumindest der Gatte, ich erinner mich nur sehr dunkel.
 
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shauri

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11.05.2014
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An einer Fischfabrik werden wir von einer Banjo-spielenden Giraffe begrüßt. Hat auch nicht jeder.

Neben an ist ein Restaurant mit Bar und Grafiti, wo im Sommer sicher der Bär steppt. Momentan sieht alles ziemlich geschlossen aus.

Hier haben sich im Schnee die Wege einer Krähe und einer Möwe gekreuzt.

Unser Blick geht nochmal zurück nach Aker Brygge.

Die Fähre Oslo - Kopenhagen wird gerade beladen.



So langsam nähern wir uns wieder der Oper und dem Munch Museum.





Davor liegt "She lies" eine Skulptur von Monica Bonvicini.

Unterhalb unseres Weges liegen jede Menge Saunaboote, hier wird auch reichlich ins eiskalte Meer zur Abkühlung eingestiegen. Ich bin nicht hart genug für sowas.

Das Dach der Oper ist leider winterbedingt gesperrt, sonst wären wir dort noch vorbeigelaufen.





Im Hotel angekommen zeigt die Uhr doch 11 km an. Meine Füße sind deutlich zu spüren.
Wir gönnen uns eine Pause bis zum Abendessen.
Wir wollen ins Restaurant "Robua", das nordnorwegische Küche in Erinnerung an unsere große Rundreise letzten Sommer anbbietet. Dieses Mal nehmen wir aber die Straßenbahn nach Aker Brygge, wir können ja mit dem Oslo Pass hier umsonst fahren.
Aker Brygge bei Nacht ist auch sehr schön anzusehen.

Im Restaurant werden wir in einer gemütlichen Nische platziert und bestellen zuerst einmal zwei Mack Pilsener aus Tromsø.



Als Vorspeise nimmt der Gatte das Skagen Toast mit sehr reichlich Krabbensalat und noch einer Portion sehr leckerem Räucherlachs. Eigentlich wäre das schon eine vollwertige Mahlzeit, aber es war ja kalt und wir sind schon viel gelaufen, also bleibt es natürlich nicht dabei.

Ich bestelle Rentier und Elch mit Kartoffelsalat als Vorspeise. Hätte man auch zu zweit essen können.

In Erinnerung an den Urlaub im Norden habe ich mich als Hauptgericht für den Stockfisch entschieden, der auch wirklich authentisch, wie wir ihn "oben" gegessen haben, ist.

Der Gatte hat den Skrei, eine Kabeljau-Art mit Kabeljau Leber und nebenbei noch drei riesigen Stücken Wurst aus Kabelja-Rogen, die in der Karte irgendwie an uns vorüber gegangen sind.

Kabeljau und die säuerlich eingelegte Leber sind hervorragend, der Rogen eher unspektakulär. Vor der Portionsgröße kapitulieren wir allerdings ausnahmsweise beide und schaffen es nicht aufzuessen. Zur Verdauung brauchen wir einen undokumentierten Aquavit vor dem Rückweg.
Da die Straßenbahn noch etwas auf sich warten lässt, vertreten wir uns noch ein wenig die Beine im abendlichen Aker Brygge.









Da wir keine Lust haben, 12 Minuten bei - 5 °C auf die Straßenbahn zu warten, laufen wir kurzerhand am Rathaus und Nobel-Museum vorbei bis zur nächsten Haltestelle. 4 Minuten Wartezeit erscheinen uns hier erträglich.





Im Hotel gibt es noch ein Brooklyn IPA und ein dunkles Frydelund Bayer als Absacker, während ich den Tag im Blog zusammenfasse. Die Uhr steht zum Ende des Abends bei 15,6 km Fußweg. Die Augen sind müde, die Beine sind schwer.
 

shauri

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11.05.2014
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I don't feel like dancin' in Grünerløkka
Nach einer erholsamen Nacht begeben wir uns wieder kurz nach Acht zum ausgiebigen Frühstück. Ich dokumentiere ein paar Highlights. Mein Urlaubsbrot kommt heute in der Roastbeef-Variante auf den Tisch.

Die Pfannkuchen sind hier im Übrigen ausgesprochen lecker.

Der Müsli-Contest findet unter erschwerten Bedingungen statt, die Schüsseln sind eher klein.



Ein kleines Müsli hat aber auch den Vorteil, dass man noch ein bisschen Platz für Nachtisch hat.

Gut gestärkt können wir jetzt wieder ein paar Stadtteile zu Fuß erkunden. Wir wollen an der Damstredet vorbei in den Stadtteil Grünerløkka und dann vorbei an der Universität und durch den botanischen Garten zurück.



In der Damstredet befinden sich noch einige bunte alte Holzhäuser. Sehr hübsch.





Vorbei an Pacman-Straßenmarkierungen, die zum "House of Nerds", einer Spielhalle, führen, spazieren wir jetzt durch den Nedre Foss Park.

Die oder der Akerselva ist sehr schön winterlich.



Schöne Häuser gibt es hier am Park auch.









Wir kommen an einem "Studentenwohnsilo" vorbei.

Wer unsere Reisen im Norden schon länger verfolgt, weiß sicherlich inzwischen auch, dass "Foss" Wasserfall heißt und Wasserfälle lassen wir uns ja bekanntlich nie entgehen. Dieser hier ist zwar nicht allzu spektakulär oder groß, dafür aber schön gefroren.



Mehr oder weniger schön eingerahmt wird der Nedrefoss von einer Industrieanlage, einem Graffiti und einer Fischaufstiegstreppe.



Aber schön vereist ist das alles trotzdem.





Weiter gehts durch Grünerløkka und ein paar weitere Straßen mit schönen alten Holzhäusern.











Der botanische Garten ist jahreszeitlich bedingt eher unspektakulär, aber schön zu durchlaufen.

Auf dem Rückweg zum Hotel geraten wir noch in eine Elchjagd.

Gleich daneben steht ein verspäteter Valentinstagsbaum.

Außerdem treffen wir hier auch wieder auf den/die Akerselva.

Architektonisch ist hier einiges bunt gemischt, alt und neu.

Nach einer Runde von gut sieben Kilometern erreichen wir wieder unser Hotel und gehen uns erstmal ein bisschen aufwärmen und legen die Füße hoch. Am späteren Nachmittag wollen wir nochmal los, dann auch mit der Kamera und nicht nur mit dem Handy. Laßt Euch überraschen!
 

Fee44

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22.04.2022
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"Die Karnevalisten unter uns könnten jetzt "Wir haben oben gute Laune, unten gute Laune, links gute Laune, rechts gute Laune" anstimmen, aber das Publikum hier scheint nicht so richtig in Feierlaune." 🥳

Das kann ich seit vorgestern auch mitsingen :ROFLMAO:
 
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SteffenS

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01.04.2011
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Danke für den schönen Bericht bisher. Ich würde euch zum Essen gerne noch "Indian Street Food & Co" hinter dem Munch Museum empfehlen. Toller Laden mit toller Karte.
 

shauri

Erfahrenes Mitglied
11.05.2014
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Das kann ich seit vorgestern auch mitsingen :ROFLMAO:
Herzlichen Glückwunsch? :ROFLMAO:

Danke für den schönen Bericht bisher. Ich würde euch zum Essen gerne noch "Indian Street Food & Co" hinter dem Munch Museum empfehlen. Toller Laden mit toller Karte.
Danke fürs Mitreisen und den Tip! Wenn uns in den nächsten Tagen nach Indisch ist, werden wir sicher mal vorbeischauen.
 

shauri

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11.05.2014
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I don't feel like dancin' in Bjørvika
Nach unserer Mittagsruhe (wir kommen jetzt wohl in das Alter...) machen wir uns zunächst auf in Richtung Oper und Munch-Museum. Auf dem Weg schauen wir auch mal in der Deichman-Bibliothek vorbei, in der sich die Nachmittagssonne gerade sehr schön spiegelt.

Wenn ich schon die Kamera dabei habe, kann ich auch mal die Lichtinstallation im Eingangsbereich fotografieren.

Wir spazieren weiter in Richtung Oper und erfreuen uns am schönen und mal etwas weniger wolkigen Nachmittagslicht.

Gegenüber steht auch ein interessantes Gebäude.

Bei dem Licht macht es natürlich Spaß, die schönen Gebäude zu fotografieren, auch wenn ich eher selten Architektur ablichte.


Blick zurück in Richtung Bahnhof:

Ironischerweise ist das Dach der Oper, dessen Aufgang einer Skipiste nachempfunden ist, wegen Winters gesperrt. Wir finden es irgendwie lustig, auch wenn wir gerne hochgelaufen wären.

Stattdessen widme ich mich ein bisschen der Bucht und der darin befindlichen Skulptur "she lies".

Das ist mal ein Kunstwerk, das mir gefällt. Sie soll Caspar David Friedrichs Gemälde "Das Eismeer" nachempfunden sein und einen Eisberg symbolisieren. Kein Wunder, dass mir sowas gefällt.

Im Hintergrund steht mal wieder die Fähre nach Kophenhagen.


Wir spazieren weiter Richtung Munch Museum.



Die Architektur ist hier sehr modern und vielseitig. Uns gefällt es hier.

Kunstbanausen, wie wir nunmal sind, lassen wir (gerade bei dem schönen Wetter und ob der Tatsache, dass wir heute noch etwas vorhaben) das Munchmuseum selbst quasi links liegen, begeben uns aber wenigstens einmal zwecks Aussicht ins Obergeschoß. Dafür benötigen wir nichtmals unseren Oslo-Pass, hier kommt man nämlich kostenlos hin.

Die Aussicht ist nicht übel.





Die schrägen Fenster sind schon ein bisschen herausfordernd.

Da der Nachmittag schon fortgeschritten ist und wir heute etwas später essen werden, ist es jetzt ersteinmal Zeit für die nachmittägliche Fika. Diese nehmen wir heute bei einem Bio-Bäcker in Bjørvika zu uns. Ich esse mal wieder eine sehr fluffige Zimtschnecke, der Gatte irgendwas extrem süßes mit Kokos und Pudding. Er sagt, er braucht das gegen die Kälte.

Gut gestärkt spazieren wir eine Runde durch das architektonisch interessante Bjørvika.







Munch im Sonnenuntergang.









Danach verlassen wir Bjørvika und machen uns auf den Weg zu unserem letzten Ziel für heute vor dem Abendessen. Wohin es geht, erfahrt ihr dann im nächsten Teil.
 
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shauri

Erfahrenes Mitglied
11.05.2014
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zwischenreisenundwahnsinn.blogspot.com
I don't feel like dancin' im Ekebergparken
Wir haben jetzt (dank Fika gut gestärkt) noch einen kleinen Fußweg zu bewältigen, bevor wir zum Highlight des Tages kommen.
Am Kreisel mit dem roten Zwerg, der stolz seinen riesigen Dildo präsentiert, nehmen wir die Treppen (hatten wir diesen Urlaub ja auch noch nicht) in Richtung Ekebergparken, einem Skulpturenpark.

Obwohl wir ja eher Kunstbanausen sind, gibt es hier etwas, was ich unbedingt sehen möchte. Vorher gibt es nochmal Aussicht über Oslo zu bestaunen. Die blaue Stunde gibt es gratis dazu.



Wir durchwandern einen winterlichen Wald, der Weg wird zunehmend glatter, und uns fällt auf, dass wir dummerweise die Spikes im Hotel vergessen haben.

Dummerweise wird der Weg auch noch zunehmend steiler, was eine tolle Kombination mit "zunehmend glatter" ist. Zum Glück sind am Wegrand Seile gespannt, die eigentlich der Absperrung dienen, aber an denen man sich auch wunderbar festhalten kann. Haben wir ja noch Übung von der letzten Norwegen-Tour.
Kurz darauf erreichen wir (erstaunlicherweise unversehrt) das heutige Objekt meiner fotografischen Begierde, den Nordic Pixel Forest, ein Kunstwerk von Pipilotti Rist. Inzwischen ist es auch ausreichend dunkel, dass die Installation ihre volle Wirkung entfaltet (deshalb wollten wir hier nämlich erst am späten Nachmittag hin). Wir sind begeistert und finden das Lichtspiel wunderschön, daher müsst Ihr jetzt mal wieder Unmengen an Fotos mit bunten Lichtern ertragen. Kennt man ja schon von den Nordlichtern, heute sind es eben mal "Nordic Pixel".

Die Lichter wechseln beständig die Farben, zusammen mit leiser Musik hat das Ganze etwas sehr mystisches.





Der Gatte setzt sich auf eine Bank und beobachtet, während ich Fotos mache und dabei versuche, nicht auszurutschen (was mir wider Erwarten auch gelingt).





Natürlich müssen alle Farben gewürdigt und auch mal die Perspektive gewechselt werden. Es ist wirklich traumhaft.









Farblich ist hier wirklich für jeden etwas dabei.









Am liebsten würde ich mich zum Fotografieren auf den Boden legen, aber dann würde ich auf dem teils spiegelglatten Boden wohl nie wieder hochkommen. Aber auch so kann man bliebig mit Farben und Perspektiven experimentieren.







Wie wäre es noch mit ein paar Nahaufnahmen der Lichter? Natürlich in wechselnden Farben...











... und nochmal die ganze Pracht. Ich entschuldige mich nicht dafür, dass ich begeistert bin.




 

Travel_Lurch

Erfahrenes Mitglied
15.09.2009
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Sehr tolle Kunstinstallation. Vielen Dank für ausführliches Bildmaterial!
Ist diese Installation nur temporär oder dauerhaft vorhanden?