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Kreditkartenakzeptanz

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Sehr interessant, das wusste ich noch gar nicht! Ich bin oft in genau dieser Situation - in Berlin im Hotel, kein Bargeld mehr, muss abends weiter raus und U-Bahn/S-Bahn ist mir zu gefährlich oder zu unbequem. Löse es meist so, dass ich ein Taxi nehme und bitte, auf dem Weg noch an einem Bankautomat zu halten, weil eben bei vielen doch das Gerät nicht funktioniert oder sie gar keines haben. Dadurch verlängert sich natürlich die Gesamtstrecke und oft ist der Aufpreis gar nicht so gering.
Da ich meinen Ausweis meist mitführe - nächstes Mal einfach trotzdem einsteigen, mich fahren lassen und am Ende erst nach Kartenzahlung fragen? Und wenn erwidert wird, das ginge nicht, einfach aussteigen und gehen?! :confused: Da sie ja eigentlich nicht mal fahren dürften, können sie mich wohl kaum aufhalten. Oder?

Würde ich glatt mal ausprobieren, wenn ich mir vorher über die Rechtslage ganz im Klaren bin.

Man soll die Polizei rufen wenn es dann nicht geht. Oder aussteigen. Er kann eh nichts machen...
 
Man soll die Polizei rufen wenn es dann nicht geht. Oder aussteigen. Er kann eh nichts machen...

Würde eher aussteigen und mit der Polizei nur "drohen". Die zu rufen wäre für mich eher ein Grund, sowas nicht zu versuchen, weil ich keine Lust auf den damit verbundenen (Zeit-)Aufwand hätte.

Aber danke für die Info, ich denke, das mache ich mal! Sicher setzen die darauf, dass nicht viele Fahrgäste davon wissen.
 
Na gut: Dann verlangt der Fahrer eben einen Vorschuss
Kann man ja auch mit Karte zahlen.

erklärt dem potentiellen Fahrgast dass sein Gerät kaputt sei und kann/muss die Beförderung dann verweigern.
Da werden dann halt mit dem Smartphone Fotos des betriebsbereiten, auf Fahrgäste (z.B. am Taxistand) wartenden Taxis gemacht, dessen Gerät kaputt ist - und was somit nicht legal befördern darf. Das ganze wurde ja auch schon rechtlich geklärt:

Die Annahme von bargeldloser Zahlung ist Pflicht | Taxi Verband Berlin, Brandenburg e.V.

Sehr interessant, das wusste ich noch gar nicht! Ich bin oft in genau dieser Situation - in Berlin im Hotel, kein Bargeld mehr, muss abends weiter raus und U-Bahn/S-Bahn ist mir zu gefährlich oder zu unbequem
Es gibt ja auch seriöse Anbieter, die sich daran halten. Oder Apps - ich glaube, z.B. mit mytaxi kann man mit hinterlegter Karte bezahlen.

Und wenn erwidert wird, das ginge nicht, einfach aussteigen und gehen?!
Nicht "einfach nur so". Insbesondere um "Missverständnissen" vorzubeugen, würde ich explizit erst einmal auf die Veordnung verweisen. Vermutlich dürfte sich dann nicht selten schon die "Kaputtheit" (Nichtfunktionieren) des Terminals als Missverständnis herausstellen.

;)

Im übrigen frage ich mich allerdings auch, ob die Pflicht zur Entgeltzahlung entfällt, nur weil tatsächlich das Taxi defekt ist. Ich halte es allerdings in diesem Falle nicht für zumutbar, auf Automatensuche zu gehen, oder für deren Benutzung noch ein Entgelt an die Bank zu zahlen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Taxi Fahrer, wenn er schwarz Arbeitet, wird sich ueberlegen die Polizei zu rufen.
Ich wenn Taxi Fahrer in BER waere, wuerde nur CC nehmen, einmal mehr Fahrgaste ( internationale und zufriedene) und evt. noch ein Trinkgeld oben drauf.

Ja. Für die Fahrer ist das aber insofern problematisch, als dass die häufig nebenher staatliche Leistungen beziehen, dass dann gekürzt wird und sie häufig auch nicht mal legal arbeiten, weil sie sich irgendwie mit wem anders die Lizenz "teilen".

Soll das nicht entschuldigen, ist aber nun mal so. Das Problem liegt in Berlin ja woanders.

http://www.stadtentwicklung.berlin....tersuchung_wirtschaftlichkeit_taxi_berlin.pdf



Semiprofessionelle Betriebe: Die Überprüfung ergab, dass gegenwärtig ca.80% der Berliner Taxibetriebe offenkundig jenseits der betriebswirtschaftlichenPlausibilität arbeiten. In den meisten Fällen ist hier von Verkürzung beiErlösen oder Sozialabgaben auszugehen. Solche semiprofessionellenBetriebe bilden nicht etwa eine Minderheit, sondern die übergroße Mehrheitdes Berliner Taxigewerbes. Unternehmen, die betriebswirtschaftlich plausibleAngaben machten, werden im Folgenden als professionelle Betriebebezeichnet.
 
Bin gerade für ein verlängertes Wochenende in Österreich (Graz):

Auf der Hinfahrt erstmal Enttäuschung: Snacks im Intercity (Betrieben durch Henry am Zug) nur bar bezahlbar.

Weiter ging es bei Spar, eine kleine Filiale*im Stadtzentrum. Zwei Laufbandkassen und vier Card-Only-SB-Kassen. Die waren recht gut, es reichten zwei Tastendrücke, Waage gab es keine. Aus irgendwelchen Gründen musste man die Kartenart eingeben, man hatte Auswahl zwischen Maestro/VPAY und dem "Rest" (Volles Programm). Das iPP480 bewarb auf dem Display NFC, Zahlung mit SEQR verlief problemlos. Die SB-Kassen wurden rege genutzt, die Kassenaufsicht erfolgte durch den Kassierer der einzigen geöffneten Laufbandkasse. Ich war nicht der einzige Kontaktloszahler dort.

Die Ticketautomaten der Graz Linien nehmen nur Münzen oder Karte (Maestro, VPAY, Visa, Mastercard), an Ingenico-Terminals mit NFC. Bei den ÖBB-Automaten kann man Verbundstickets mit allem bezahlen, was auch für ÖBB-Tickets genommen wird, also allem außer CUP.

An einer Museumskasse stand noch ein Ingenico 5310, ohne Kassenanbindung, aber trotzdem zum Kunden. Bei größeren Beträgen (über 20€) hat die Kassiererin ohne Frage das Gerät umgedreht, den Betrag eingegeben und das Gerät umgedreht, auch wenn dann vielleicht bar bezahlt wurde. Dort packte dann eine Frau eine Karte aus einer NFC-Schutzhülle aus, und siehe da, sie versucht sie zu tappen! Funktioniert leider beim 5310 nicht, wofür sich die Kassiererin natürlich entschuldigte.

In der Gastronomie habe ich einmal ein Terminal erlebt, das Signature forciert (Kellner nimmt Karte mit, Tip per Karte geht), und einmal eins, bei dem gefragt wurde, ob die Karte eine PIN will. Bei letzterem durfte man dann aufstehen, sollte aber auch selbst stecken. Trotz Tip-Feld auf der Rechnung konnte man nur bar Trinkgeld geben. Es lagen auch zwei mobile Terminals rum, die wurden aber nicht genutzt.

Der Burgberglift hat Automaten mit einem mir bisher völlig unbekannten Terminalmodell. Es hat auch NFC, aber trotz grün blinkendem Licht keinerlei Reaktion.
 
Warum sollte man? Der Staat hat sich nicht überall einzumischen.
Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass sich der Staat an den falschen Stellen zu stark und an anderen Stellen dafür zu wenig einbringt.

Wie auch immer, es gäbe für den Bereich Gastronomie Alternativen, die weniger belastend sind und daher einem strikten Gebot oder Verbot vorzugswürdig sind, besonders weil Gastwirt anders als Taxiunternehmer kein klassischer staatlich geschlossener Beruf ist.

Konkret denke ich an eine Fiskalkassenpflicht wie in Österreich, Polen oder Kroatien. Angeblich sind in Kroatien die Umsätze wie von Geisterhand um rund 20% gestiegen.
 
Grundsätzlich ist es bei vielen Menschen so, dass etwas Neues einen subjektiven Anreiz oder Mehrwert versprechen (und am besten auch bieten) muss, damit sich der Verbraucher darauf einlässt. Für die meisten Leute deckt die Girocard offenbar sämtliche Bedürfnisse...

Genau die Girocard ist das Problem. In Ländern, in denen die Debitkarten auch Visa und Mastercard sind, gibt es das nicht.
Da hast du überall Akzeptanz von Visa/MC und NFC ist etwas völlig normales. Ob ich dann per Debit oder Credit zahle, ist ja meine Sache und vollkommen egal.
 
Genau die Girocard ist das Problem. In Ländern, in denen die Debitkarten auch Visa und Mastercard sind, gibt es das nicht.
Da hast du überall Akzeptanz von Visa/MC und NFC ist etwas völlig normales. Ob ich dann per Debit oder Credit zahle, ist ja meine Sache und vollkommen egal.

Hätte ich zu meinem Gehaltskonto eine VISA/MC-Debit bräuchte ich gar keine Kreditkarte mehr.
 
Hätte ich zu meinem Gehaltskonto eine VISA/MC-Debit bräuchte ich gar keine Kreditkarte mehr.

In dieser Hinsicht scheint sich ja, wenn auch mit 10 Jahren Verspätung, in Deutschland langsam etwas zu entwickeln, seit auch Commerzbank und Deutsche Bank diese Karten anbieten und Mastercard sie aktiv als "EC-Karte" vermarktet. Wer weiß, wie hoch der Marktanteil der Girocard in 10 Jahren noch sein wird, wenn VR-Banken und Sparkassen aufgrund des demografischen Wandels weitere Kunden verloren haben.
 
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In dieser Hinsicht scheint sich ja, wenn auch mit 10 Jahren Verspätung, in Deutschland langsam etwas zu entwickeln, seit auch Commerzbank und Deutsche Bank diese Karten anbieten und Mastercard sie aktiv als "EC-Karte" vermarktet. Wer weiß, wie hoch der Marktanteil der Girocard in 10 Jahren noch sein wird, wenn VR-Banken und Sparkassen aufgrund des demografischen Wandels weitere Kunden verloren haben.
Die Sparkassen müssen sich was überlegen, um die Kunden zu behalten
 
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