Das bezweifle ich ja gar nicht. Aber hier wird ja so getan, als ob Betriebsvereinbarungen bei der Lufthansa eine Ewigkeitsgarantie besitzen wie nur ausgewählte Bestimmungen des Grundgesetzes. So wie Spohr angeblich kommuniziert hat, scheint er doch ein Insolvenzszenario mit ungewissem Ausgang für die Belegschaft einer Rettung durch den Staat gegenüberzustellen. So weit, so gut. Warum erwähnt er dann überhaupt im selben Atemzug, dass zentraler Mühlstein um den Hals der Lufthansa die üppigen Aufstockungen des Kurzarbeitergelds sind? Weil er glaubt und als als anerkannter Wohltäter, der seine Belegschaft bislang auf Kosten von Unternehmensgewinnen von jeglicher Zumutung verschont hat, die Belegschaft beruhigen will, dass der Staat nichts Besseres zu tun hat als die mit Staatsknete weiter zu finanzieren (und so die allgemeinen Regelungen des Kurzarbeitergelds ad absurdum zu führen)?
Du hast schon gewaltig viel Fantasie.
Du hast auch nicht den Begriff KUG-Leistung verstanden.
Nicht jeder macht zur Zeit Kurzarbeit 0. Einige A330, A350 und auch demnächst A380 Crews fliegen reine Cargo Flüge. 20 Flugzeuge hat man in der Luft, die dank Cargo gutes Geld verdienen.
Jetzt zu den Zuzahlungen aufs KUG. In jedem Betrieb der tarifiert ist, ist das geregelt. Dazu gehört auch die Lufthansa Group. Da kann man sich jetzt nicht rausreden, man kann es anpassen, und das wurde mit den Piloten gemacht.
Kapitäne erhalten weniger Zuzahlung als die FOs. Es wird rein aufs Gehalt geschaut und dann entschieden. Auch Abteilungsleiter werden weiterhin mit bis zu 90 % Netto ausbezahlt. Die liegen auch über der BBG.
Die Netto-Einbußen wären viel zu hoch. Nehmen wir mal an da ist ein junger FO, der gerade drei Jahre fliegt und knapp über der BBG liegt und für EW fliegt ( man kann auch LH oder OS einsetzten). Er verdient gut (7500 € Brutto) , finanziert sein Haus in der Umgebung MUC, FRA oder DUS, hat dadurch inklusive aller anderen Ausgaben wie Versicherungen und Darlehensrückzahlung für die Ausbildung, Kosten von 2.500 € monatlich.
Durch KUG würde er auf auf 2.200 € Netto fallen ( 60 %, SK1 , keine Kinder) und kann seine Kosten nicht mehr bedienen. Würdest du diesem Piloten ( kannst auch Controller aus der Verwaltung, Vertrieb, OPs ) die Zuzahlung verweigern ?
Ich meine es ist doch allgemein so, je mehr man verdient, desto höhere Ausgaben hat man auch. Wenn dann KUG kommt, hat man Probleme, auch die die weniger verdienen.
Also kann man froh sein, über jedes Unternehmen, dass aufstockt. Denn so können weiterhin Mieten und/oder Kredite bedient werden.
Wenn jetzt das neue KUG kommt, dann sparen die Unternehmen nochmal mehr Geld. Ist für die AN besser und die AG sparen noch mehr Lohnkosten, aber auch erst nach 7 Monaten.
Noch wird kein Steuergeld bei der LH verschwendet. Ein KfW Kredit ist kein Steuergeld. Es wird erst dann zum Problem, wenn LH nicht mehr zahlen kann und in die Insolvenz gehen muss.
Hast du etwa Bedenken, dass das passiert ?
Condor wird mehr Probleme haben, diesen Kredit jemals zurück zahlen zu können, wenn sich kein neuer Käufer findet.