Lufthansa - langsam wird es peinlich...

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jensbert

Erfahrenes Mitglied
05.05.2011
261
448
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Bei Diskussionen darüber, wie viel Lufthansa sparen muss, wie unrentabel das alles ist, wie schwer man es hat, verweise ich ja immer gerne darauf, dass sich bei Lufthansa, nachdem man die Daumenschrauben beim Personal und Kunden wieder mal zur Vermeidung des ansonsten offenbar unvermeidlichen Exitus eine Umdrehung enger gestellt hat, auf wundersame Weise stets neue Rekordgewinne realisieren:
Rekordgewinn? :unsure: 2024 minus 94 Mio. EUR, 2025 148 Mio. EUR, Q1 2025 minus 553 Mio. EUR, Q1 2026 minus 443 Mio. EUR....Adj. EBIT

Bitte nicht LHA mit LHG verwechseln.
 

schwerelos

Reguläres Mitglied
16.03.2026
83
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Rekordgewinn? :unsure: 2024 minus 94 Mio. EUR, 2025 148 Mio. EUR, Q1 2025 minus 553 Mio. EUR, Q1 2026 minus 443 Mio. EUR....Adj. EBIT

Bitte nicht LHA mit LHG verwechseln.
Und auch nicht vergessen, dass die europäischen Carrier massiv unter Druck geraten werden, sollte der Spuk im Iran nicht in den nächsten 4-5 Wochen vorbei sein. Die aktuellen Kerosinpreise sind in Anbetracht der Lage moderat.
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
13.981
12.112
und vielleicht die Golf-Airlines.
Das wird man mit gezielter Lobby- und Öffentlichkeits zu verhindern wissen.
Wenn die Gefahr besteht, das Kameltreiber hier deutsche Jobs gefährden wird die Volksseele kochen, und die CDU aus Angst vor der AfD ins selbe Horn blasen.

Ich denke in 10 Jahren wird die Fluglandschaft mit dem XLR eine andere sein, es weniger Zubringer- und mehr Direktflüge geben. Nur eben nicht vom nationalen Champion. Ich erwarte schon, dass es von den meisten kleinen Flughäfen dann ein paar Flüge mit verschiedensten Airlines zu deren Überseehub und Anbindung an deren Netz geben wird, so dass fast alle Ziele ohne Europäische Hubs gehen werden. Es genügt ja schon je ein Flug zu einem US Ostküstenhub und einem Golfhub, und du kommst fast überall hin. Zu sehr vielen Zielen auch wieder mit dem XLR ohne jeden Tag 300 Passagiere finden zu müssen.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
18.495
17.551
IAH & HAM
Es sind jedoch einige - je nach Standpunkt - kleinere oder größere "Aber" dabei.

a) Ob viele kleinere, als solche unrentable Strecken sich in der Summe nicht doch auf die Hubs auswirken werden (siehe auch @CarstenS), wird man sehen.

Die Frage ist doch wie das kompensiert wird. Und wenn man anstatt Passagiere von Bremen ueber Frankfurt nach Glasgow zu fliegen, Gaeste von Austin uber Frankfurt nach Paris bringt, dann mag sas finaziell für LH attraktiver sein.

b) Die LH ist dann eine Airline von vielen, kein "National Carrier" mit Verantwortung für das Land mehr und den nächsten Bailout - da denke ich als Steuerzahler so wie die pakistanischen Paxe - dürfen dann gerne die Bundesländer Hessen und Bayern stemmen.

Lufthansa beschaeftigt in Deutchland 68,000 Menschen und ist damit einer der groessten Arbeitgeber. Das ist politisch viel wichtioger als die Strecke BRE-FRA

c) Wenn die Hanse vom Habitus nur noch eine internationale Airline von vielen ist, die zufällig ihre Hubs in Deutschland hat, werden ihre (Quasi)-Monopolstellung und die lobbyistischen Winkelzüge, mit der potentieller Wettbewerb ausgebremst wird, noch unerträglicher und skandalöser, als sie dies ohnehin schon sind.

Warum?
 
Zuletzt bearbeitet:

ZRH_47°27′30″N_8°32′

Erfahrenes Mitglied
07.10.2021
1.076
1.616
ZRH
Die Frage ist doch wie das kompensiert wird. Und wenn man anstatt Passagiere von Bremen ueber Frankfurt nach Glasgow zu fliegen, Gaeste von Austin uber Frankfurt nach Paris bringt, dann mag sas finaziell für LH attraktiver sein.
Genau das! (I totally second this...) Das verstehen viele (Betroffene) der Streichungen der unrentablen Strecken nicht. Sie gehen (subjektiv) von einem Versorgungsanspruch aus... Natürlich macht das für die LH Group absolut Sinn zu schauen, wo es kommerziell am attraktivsten ist. Und wenn das eben Ausland-FRA/MUC/ZRH/VIE/BRU/FCO-Ausland ist... dann ist das eben die (kommerziell) am meisten sinnvolle Entscheidung!
 

mbraun

Erfahrenes Mitglied
09.07.2011
2.700
4.097
Die Frage ist doch wie das kompensiert wird. Und wenn man anstatt Passagiere von Bremen ueber Frankfurt nach Glasgow zu fliegen, Gaeste von Austin uber Frankfurt nach Paris bringt, dann mag sas finaziell für LH attraktiver sein.
Ich bin gespannt - die Wettbewerbssituation ist da natürlich auch eine andere als als Quasi-Monopolist von Bremen aus. Ich bin nicht sicher, ob LH sich da nicht ein Ei legt...
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Du fändest es also sinvoll, auch das, was sich nicht lohnt, weiter zu bedienen?
Auf wessen Kosten? Dass die Aktionäre zu fickrig sind und ihr lieber ihr Kapital abziehen, als so etwas mitzumachen, nehme ich als gesetzt an.
Also zahlen Lufthansas Arbeitnehmer die Zeche? [Australischer Dialekt an]not foohkiinn leiklej![/Australischer Dialekt aus]
Ich hab's: Der Kunde!!! Der zahlt sicher aus der Güte seines Herzens den einen oder anderen Hunni extra, und die Routen, die sich nicht lohnen, mit durchzufüttern. [Pakistanischer Dialekt an]No problem!! We don't like two free drink (including free beer and wine) with KLM after all. Do you think we eat Kaesbrodje und Kuchen? Noooo! We pay Lufthansa! We pay money, more money, extra money. To cross-subsidize Münster, Leipzig and Friedrichshafen - no prroblem, no problen!!
"Wir müssen zumindest so viel besser sein", folgert Spohr, "wie wir teurer sein müssen."

Einige lesen daraus wohl: Wenn "wir" nicht mehr teurer sein müssen, müssen wir auch nicht besser sein...
 
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DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
18.495
17.551
IAH & HAM
Ich bin gespannt - die Wettbewerbssituation ist da natürlich auch eine andere als als Quasi-Monopolist von Bremen aus. Ich bin nicht sicher, ob LH sich da nicht ein Ei legt...

Lassen wir aber doch auch mal bitte die Kirche im Dorf. Bremen, selbst mit Umland, ist relativ gesehen ein Kaff. Lufthansa weiss ja ganz genau wieviele Leute von Bremen aus in die Welt fliegen, da ist eine Stadt mit 500,000 Einwohnern, die man mehrfach taeglich an die Wellen in FRA anbinden muss, nun einmal vermutlich weniger attraktiv, als eine Grosstadt in anderen Teilen Europas.

Und es ist ja auch nocht so, dass man 100% des Bremen Geschaefts verliert. Viele werden auch weitrhin entweder uber Muenchen fliegen, oder per Bahn nach Frankfurt anreisen
 

Toter-Greifvogel

Erfahrenes Mitglied
25.04.2024
2.695
2.968
Lassen wir aber doch auch mal bitte die Kirche im Dorf. Bremen, selbst mit Umland, ist relativ gesehen ein Kaff. Lufthansa weiss ja ganz genau wieviele Leute von Bremen aus in die Welt fliegen, da ist eine Stadt mit 500,000 Einwohnern, die man mehrfach taeglich an die Wellen in FRA anbinden muss, nun einmal vermutlich weniger attraktiv, als eine Grosstadt in anderen Teilen Europas.

Und es ist ja auch nocht so, dass man 100% des Bremen Geschaefts verliert. Viele werden auch weitrhin entweder uber Muenchen fliegen, oder per Bahn nach Frankfurt anreisen
Da wäre ich mir nicht so sicher. Fra hat nun wahrlich genug Auswahl und preislich ist Carstens Bumbude nun wahrlich nicht weit vorn.
Bei Feeder mit Lh ist die Wahrscheinlichkeit einer durchgängigen Reise definitiv höher.
 

alinakl

Erfahrenes Mitglied
15.07.2016
6.219
3.488
Eines muss man Lufthansa ja lassen, die Antworten werden immer schneller aber auch das hilft wenig wenn der Inhalt mangelhaft ist:

Screenshot 2026-05-12 152133.jpg

Witzig ist wie die immer auf die SRUV verweisen, obwohl ich ja vorher klar hingewiesen habe, dass falls bis zum 23.05. kein Geld da ist, die nächste Klage kommen wird.

Aber soll mir recht sein wenn sich LH anstreng schaffen es alle neun Fälle vor Gericht, der zehnte steht dank 25 Minuten Umsteigezeit in FCO auch schon fest, die Chancen auf viele weitere sind ja schon gegeben.

LH hat mir vor ein paar Stunden wieder 45 Minuten Umstieg in FRA verkauft ....
 
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tarantula

Erfahrenes Mitglied
02.02.2011
2.630
2.984
Löhne
Und es ist ja auch nocht so, dass man 100% des Bremen Geschaefts verliert. Viele werden auch weitrhin entweder uber Muenchen fliegen, oder per Bahn nach Frankfurt anreisen
Oder sich nach Hamburg oder Hannover wagen und dort in den Flieger einsteigen. 😲

Die LH hat sicherlich berechnet, in welcher Anzahl Fluggäste verloren gehen.

Und wenn sich das Problem des Preises für Kerosin in den nächsten Monaten lösen sollte, dann wird wohl für die eine oder andere Verbindung noch einmal neu gerechnet.
 

Goofy

Erfahrenes Mitglied
09.05.2010
428
640
Ich denke, es wird neue Player geben, die die Passagiere in der deutschen Fläche abholen und dann bei sich umsteigen lassen, Turkish und vielleicht die Golf-Airlines. Und man wird von außen mehr mit A321XLR in die Fläche kommen, etwa ab der US-Ostküste. Vielleicht stricken sich andere Europäer auch noch irgendwelche Umsteigelösungen mit Billigairlines, so dass die auch eine Art informeller Zubringer werden, sagen wir nach Barcelona, Madrid oder London-Gatwick?
Turkish macht das doch jetzt bereits recht erfolgreich - und wer für einen Economy Flug LH bucht statt TK, dem ist wirklich nicht zu helfen oder da lassen die Meilen den Verstand pausieren - meistens deutlich günstiger, auch in der eco warmes Essen und auch Wein und Bier im Vergleich zu 0,3 l Billigwasser und 10 gr Schoggi - und dann kann man von IST inzwischen fast überall in Richtung Osten und Süden gut hinkommen.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Das ist eben die Crux des Privatisierens.
Volkswirtschaftlich lohnt sich fast jede Zubringerstrecke, nur halt nicht für die Airline allein.
Wenn das Leben in Deutschland nur noch in München und Frankfurt existiert, werden die Preise dort unbezahlbar, der lokale Verkehr zum Dauerstau, die Löhne exorbitant, der Standort Deutschland noch viel weniger konkurrenzfähig.
Die Stärke von Deutschland lag mal in der Fläche, da wo es bezahlbares Bauland, staufreie Infrastruktur, Energie etc. gibt.


Genau, die Würstchen mit Kartoffelsalat und den Leberköse mit Bratkartoffeln habe ich mir früher immer in die Tasche gesteckt, mit den Brezln heute geht das viel schwerer...

Gerade das gute Essen für das es Sinn macht sich hinzusetzen verhindert das schnelle Abgreifen, und bringt eine ruhigere Atmosphäre in die Lounge.

Wenn die ganzen ehemaligen Abgreifer in Zukunft FR fliegen, wird das LH ganz bestimmt auch wieder nicht recht sein.


Daran zweifele ich seit vielen, vielen Jahren aus persönlicher Erfahrung. Ich weiss ja was meine letzte Firma dank Verträgen mit LH für die Businessflüge bezahlt hat, und was meine jetzige Firma "auf dem freien Markt" für die Economytickets zahlt. Da bekomme ich einen ganz anderen Eindruck, wer die Erlöse erwirtschaftet!
LH mag die Flieger voll haben, aber zu welchen Sonderkonditionen bitte? Wie viele Vollzahler mit frei verfügbaren Tickets hast du denn in der Business sitzen? Gerade in den Zubringerflügen, wie viele davon haben am Ende einen Preisnachlas dafür bekommen, nicht den Direktflug genommen zu haben?
In der Eco ist der Preisunterschied selten negativ, wenn man noch einen Zubringer vorschaltet, in der Business sehr oft.
So jedenfalls meine Erfahrung nach über Tausend Flügen in über 25 Jahren.
Das fand ich auch erschreckend, zu erfahren, was einige deutsche Konzerne für Schnäppchenpreise bei der LH zahlen - für die besteht oft kein Grund, sich nach Alternativen umzuschauen - aber dafür werden dann halt Privatpesonen oder kleine Firmen ausgenommen bzw. abgezockt - kein Wunder, wenn die dann auch mal woanders buchen.
 
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CarlD

Erfahrenes Mitglied
03.04.2022
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1.412
Ich denke, es wird neue Player geben, die die Passagiere in der deutschen Fläche abholen und dann bei sich umsteigen lassen, Turkish und vielleicht die Golf-Airlines.
Na ja, gar so einfach ist es auch nicht. TK ist ja schon vielerorts in der Fläche vertreten, aus LEJ ziehen sie aber gerade ab (Kerosinsparmaßnahme?).
Und die Gulf-Airlines? Gerade im Moment habe die evtl. andere Sorgen, aber man erinnere sich daran, wie sich LH sich mit Klauen und Füßen udn allen Tricks aus der lobbystischen Zauberkiste samt den hessisch-bayrischen Provinzkönigen bislang erfolgreich gegen Landerechte für Emirates in BER (oder vielleicht sogar STR) gesperrt hat.
 

N140SC

Erfahrenes Mitglied
01.01.2024
1.271
1.138
Gerade das gute Essen für das es Sinn macht sich hinzusetzen verhindert das schnelle Abgreifen, und bringt eine ruhigere Atmosphäre in die Lounge.

Genau weil es kein wirklich "gutes Essen" , sondern nur noch Systemgastronomie gibt wird ja so viel abgegriffen und besonders ruhig ist die Atmosphäre auch höchst selten.

Ich weiss ja was meine letzte Firma dank Verträgen mit LH für die Businessflüge bezahlt hat, und was meine jetzige Firma "auf dem freien Markt" für die Economytickets zahlt. Da bekomme ich einen ganz anderen Eindruck, wer die Erlöse erwirtschaftet!

Schonmal auf die Idee gekommen, dass die Economytickets "auf dem freien Markt" auch überbezahlt sein könnten? Economy Tickets richten sich in erster Linie an Bucher mit langem Vorlauf, also genau das, was bei Geschäftsreisen praktisch nie vorkommt.
 

mbraun

Erfahrenes Mitglied
09.07.2011
2.700
4.097
Na ja, gar so einfach ist es auch nicht. TK ist ja schon vielerorts in der Fläche vertreten, aus LEJ ziehen sie aber gerade ab (Kerosinsparmaßnahme?).
Und die Gulf-Airlines? Gerade im Moment habe die evtl. andere Sorgen, aber man erinnere sich daran, wie sich LH sich mit Klauen und Füßen udn allen Tricks aus der lobbystischen Zauberkiste samt den hessisch-bayrischen Provinzkönigen bislang erfolgreich gegen Landerechte für Emirates in BER (oder vielleicht sogar STR) gesperrt hat.
BRE wird ja frei ;-)
 

CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
4.209
6.084
Na ja, gar so einfach ist es auch nicht. TK ist ja schon vielerorts in der Fläche vertreten, aus LEJ ziehen sie aber gerade ab (Kerosinsparmaßnahme?).
Und die Gulf-Airlines? Gerade im Moment habe die evtl. andere Sorgen, aber man erinnere sich daran, wie sich LH sich mit Klauen und Füßen udn allen Tricks aus der lobbystischen Zauberkiste samt den hessisch-bayrischen Provinzkönigen bislang erfolgreich gegen Landerechte für Emirates in BER (oder vielleicht sogar STR) gesperrt hat.
Nachdem die UAE beschlossen haben, im Zuge der dortigen Krise und beschränkten Kapazität der Flughäfen alle fremden Airlines vorübergehend in DXB die Landerechte zu entziehen um den Flugplan der eigenen Airlines zu sichern, sollte man etwas vorsichtig sein EK und Co als selbstlos und nur an dem Wohl der anderen interessiert zu sein.
 

internaut

Erfahrenes Mitglied
05.04.2010
2.815
1.069
Die Frage ist doch wie das kompensiert wird. Und wenn man anstatt Passagiere von Bremen ueber Frankfurt nach Glasgow zu fliegen, Gaeste von Austin uber Frankfurt nach Paris bringt, dann mag sas finaziell für LH attraktiver sein.
Eigentlich nicht, da man für den Flug Glasgow-Bremen sicher mehr kassieren kann als für nen Flug nach Paris, der zB mit einem AF Direktflug konkurriert oder mit schnelleren Verbindungen via LON oder AMS.

Ein Problem ist aber sicherlich, dass LH es nicht versteht oder wagt, Umsteigeflüge via FRA/MUC zu deutschen Sekundärairports höher zu bepreisen als Direktflüge nach FRA. Gerade dadurch rentieren sich die Umsteiger ja nicht. Expressrail kostet die LH vielleicht 40 Euro je Strecke, das alleine kosten die Gebühren für den Anschlussflug zusätzlich. Also, um da überhaupt was mit den Anschlussflügen zu verdienen, müsste man eigentlich immer mindestens 100 Euro mehr verlangen als nur Frankfurt. Man kann ja zB die Umsteigeflüge höher bepreisen als die Expressrail-Verbindungen - dafür wäre sicherlich Verständnis da - aber selbst bei Meilentickets kosten die Expressrail "Flüge" genau die gleichen Gebühren wie die echten Flüge. Also mit ein bisschen BWL-Kenntnissen könnte die LH Group solche Segmente wie BRE-FRA auch profitabler machen, auch wenn man das Günstigklientel dann vielleicht auf die Expressrail Züge verlagert.
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
13.981
12.112
Schonmal auf die Idee gekommen, dass die Economytickets "auf dem freien Markt" auch überbezahlt sein könnten? Economy Tickets richten sich in erster Linie an Bucher mit langem Vorlauf, also genau das, was bei Geschäftsreisen praktisch nie vorkommt.
Also bei mir (war) die Kabinenklasse von der Reisezeit abhängig, nicht vom Buchungszeitraum.
Ich buche Economy- und Business-Tickets mit identischem Vorlauf. Seit 25 Jahren.

Die Aufenthaltsdauer macht eher was aus, Business Class Flüge werden richtig teuer, wenn man kürzer als 5 Tage vor Ort bleibt, weitgehend unabhängig vom Buchungszeitpunkt (30-3 Wochen vorher, erst ganz zum Schluß wird es richtig teuer). Bei Economy hat das kaum Einfluß. Auch bei nur 3 Tage kurzen Reisen kannst du 4-6 Wochen vorher auf der Langstrecke noch oft echte Schnäppchen finden (z.B. über den Teich für unter €400), bei Business bist du schon ein halbes Jahr vorher meist lächerlich bepreist. Kurz-/Mittelstrecke ist Eco deutlich teurer, da bist du schnell jenseits der €600.
Aber OK, wenn LH das sinnvoll findet, dann fliege ich halt für €680 nach MAD (ohne Essen) oder für €1080 nach TLS (in Zukunft ja nicht mehr, Flugplan geändert) und für €379 nach EWR oder für €402 nach PHL (mit zwei Mahlzeiten). Übers Jahr komme ich damit auf vernünftige Durchschnittsptreise und mit meinem Budget locker hin. Nur lässt LH halt mehrere Zehntausend Euro liegen, wenn sie mir > €6000 für über den Teich Business anbieten. Bei einem realistischen Preis (mit deutlicher Gewinnspanne) hätte ich immer sofort gebucht. So buche ich halt die Eco Schnäppchen, wenn es LH und ihre Aktionäre glücklicher macht.
 
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joubin81

Erfahrenes Mitglied
07.09.2016
3.515
2.783
Eines muss man Lufthansa ja lassen, die Antworten werden immer schneller aber auch das hilft wenig wenn der Inhalt mangelhaft ist:

Anhang anzeigen 338061

Witzig ist wie die immer auf die SRUV verweisen, obwohl ich ja vorher klar hingewiesen habe, dass falls bis zum 23.05. kein Geld da ist, die nächste Klage kommen wird.

Aber soll mir recht sein wenn sich LH anstreng schaffen es alle neun Fälle vor Gericht, der zehnte steht dank 25 Minuten Umsteigezeit in FCO auch schon fest, die Chancen auf viele weitere sind ja schon gegeben.

LH hat mir vor ein paar Stunden wieder 45 Minuten Umstieg in FRA verkauft ....
Wie hast du denn 25 min in FCO gebucht?
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
18.495
17.551
IAH & HAM
Eigentlich nicht, da man für den Flug Glasgow-Bremen sicher mehr kassieren kann als für nen Flug nach Paris, der zB mit einem AF Direktflug konkurriert oder mit schnelleren Verbindungen via LON oder AMS.

Es gibt keinen AF Direktflug von Austin nach Paris. Und ob Umsteigen in LHR schneller ist sei dahingestellt.

Ein Problem ist aber sicherlich, dass LH es nicht versteht oder wagt, Umsteigeflüge via FRA/MUC zu deutschen Sekundärairports höher zu bepreisen als Direktflüge nach FRA.

Man kann LH viel nachsagen, aber nicht, dass sie Pricing nicht verstehen.

Gerade dadurch rentieren sich die Umsteiger ja nicht. Expressrail kostet die LH vielleicht 40 Euro je Strecke, das alleine kosten die Gebühren für den Anschlussflug zusätzlich. Also, um da überhaupt was mit den Anschlussflügen zu verdienen, müsste man eigentlich immer mindestens 100 Euro mehr verlangen als nur Frankfurt.

Wenn das Leben immer nur so simpel waere wie es sich klein Erna vorstellt.

Man kann ja zB die Umsteigeflüge höher bepreisen als die Expressrail-Verbindungen - dafür wäre sicherlich Verständnis da - aber selbst bei Meilentickets kosten die Expressrail "Flüge" genau die gleichen Gebühren wie die echten Flüge. Also mit ein bisschen BWL-Kenntnissen könnte die LH Group solche Segmente wie BRE-FRA auch profitabler machen, auch wenn man das Günstigklientel dann vielleicht auf die Expressrail Züge verlagert.

Expertenalarm.....
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
27.397
13.258
irdisch
Man kann LH viel nachsagen, aber nicht, dass sie Pricing nicht verstehen.

Dem würde ich aber widersprechen. Sie halten alle Geschäftsreisenden für zwanghafte Business Class Käufer, was schon lange nicht mehr stimmt. Das man mal das eine und mal das ändere wählt, begreifen sie nicht. Dann kassieren sie von einem vierstellig und neben einem füllen sie es mit Rabattkunden auf, weil sie es so nicht voll kriegen. Da ist eher eine große Reform fällig. Große Firmen zahlen Eco und kriegen dafür C-Tickets im Paket mit Vorrang, auch da stimmt das, was dem Einzelreisenden abgeknöpft wird, nicht mehr. Der einzelne Geschäftsreisende achtet auf seine Kosten. Der spart, wenn er keinen Gegenwert für den Aufpreis findet. Gefühltes "Prestige" ist da eher unwichtig, das scheint aber in der LH-Annahme noch eine große Rolle zu spielen. Außerdem kennen die Leute heute andere Airlines und deren Produkte. Da kommt ein neuer Druck her, da nicht mehr automatisch beim Platzhirsch gebucht wird.
 
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SF340

Erfahrenes Mitglied
16.12.2023
825
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Dem würde ich aber widersprechen. Sie halten alle Geschäftsreisenden für zwanghafte Business Class Käufer, was schon lange nicht mehr stimmt. Das man mal das eine und mal das ändere wählt, begreifen sie nicht. Dann kassieren sie von einem vierstellig und neben einem füllen sie es mit Rabattkunden auf, weil sie es so nicht voll kriegen. Da ist eher eine große Reform fällig. Große Firmen zahlen Eco und kriegen dafür C-Tickets im Paket mit Vorrang, auch da stimmt das, was dem Einzelreisenden abgeknöpft wird, nicht mehr. Der einzelne Geschäftsreisende achtet auf seine Kosten. Der spart, wenn er keinen Gegenwert für den Aufpreis findet. Gefühltes "Prestige" ist da eher unwichtig, das scheint aber in der LH-Annahme noch eine große Rolle zu spielen. Außerdem kennen die Leute heute andere Airlines und deren Produkte. Da kommt ein neuer Druck her, da nicht mehr automatisch beim Platzhirsch gebucht wird.
Gernau deswegen erklären sie auch regelmässig die Preco zur profitabelsten Klasse (pro Qudratmeter) und vergrössern diese kontinuierlich mit den neu zulaufenden Maschinen...
 

CarlD

Erfahrenes Mitglied
03.04.2022
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1.412
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300x250
Premium Economy kann ich persönlich ja gar nicht leiden. Teuer und nicht wirklich komfortabel. Dann entweder billig (Eco) oder komfortabel (Langstrecken C) bitte.
Meinst Du das generell, oder im Bezug auf LH? Die Premium Comfort, die ich bei KL üblicherweise auf Langstrecke fliege, halte ich für ein relativ gutes Produkt und extrem überteuert war sie gegenüber der Eco auf meinen Buchungen eigentlich auch nie.