Elektromobilität (aus dem Tesla-Aktie-Thread)

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Turbo-Lenz

Neues Mitglied
31.12.2025
11
7
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Nein, nicht zwingend. Aber der ID3 scheint mir das beste Gesamtpaket zu bieten. Alles von Stellantis ist wegen der Software raus, Tesla wegen des CEOs, Hyundai ist mir aufgrund ihrer Europa-ICCU-Probleme negativ aufgefallen, zudem hat der Ioniq 5 eine hohe Versicherungs-Typenklasse, ein KIA EV3 ist sogar noch größer als der ID3 (zwar nur minimal, aber eigentlich ist mir der ID3 schon zu groß...) und Honda e bzw. Renault 5 sind von der Größe her sehr attraktiv, kosten aber nahezu identisch zum ID3. Und dann habe ich lieber einen ID3 als einen Honda e / Renault 5 in der Garage stehen.

Habe ich etwas vergessen?
Wie der Zufall es so will, nach dem ungewohnt vielen Schnee in Norddeutschland, bat mich die Nachbarin, ihr dabei zu helfen, ihren im Schnee steckengebliebenen ID 4, der wird sicherlich sehr ähnlich zum ID 3 sein, herauszuruckeln. Was mir dabei auffiel:

Fensterheber-Schalter gibt es nur für vorne. Wenn man hinten bedienen möchte, muss man das über einen Umschalter tun. Wow, 20 ct gespart. Klasse, VW!

Jedes vernünftige Auto in der jüngeren Vergangenheit hat den Automatikhebel entweder in der Mittelkonsole oder am Lenkrad. Dieses Auto hat einen Drehregler am Lenkrad, den man intuitiv immer in die falsche Richtung dreht, wenn man D, N oder R haben möchte. Warum etwas über viele Jahre gewohnt gutes ändern?

Man kann das ESP nicht abschalten. Gar nicht, nicht einmal halb! Das hat zur Folge, dass man nicht mit etwas durchdrehenden Reifen sich aus dem Schnee befreien kann. Denn die Räder werden sofort gebremst, noch bevor sie durchdrehen. Es gibt auch keinen Gelände Modus oder Ähnliches. Und wie ich lernen musste, hat der ID 4 Hinterradantrieb. So wie früher, als man sich noch 3 Säcke Kartoffeln in den Kofferraum gelegt hat, um die Traktion zu verbessern.

Es gibt keinen Abschlepp- oder Waschanlagen Modus. Schaltet man die Automatik auf N und schleppt dann mittels Abschleppstange, wird sofort selbstsändig in P geschaltet. D.h. das ganze Auto blockiert und lässt sich nicht mal 2 m schleppen.

Wie man hört, hat VW mit den ersten IDs noch Elektromobilität geübt. Aber warum ist man von der guten, alten, bewährten Bedienung bloß so abgewichen?
Damals war doch schon absehbar, dass es eine gewisse Skepsis gegenüber Elektroautos gibt. Warum potentielle Kunden so dermaßen abstoßen. Sind die Lufthansa IT Praktikanten alle zu VW gegangen?
 

marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
4.967
6.136
Fensterheber-Schalter gibt es nur für vorne. Wenn man hinten bedienen möchte, muss man das über einen Umschalter tun. Wow, 20 ct gespart. Klasse, VW!
Typische Fehlentwicklung, keine Frage.

Warum etwas über viele Jahre gewohnt gutes ändern?
Weil man keinen Mitteltunnel mehr braucht und so mehr Platz hat.

Und wie ich lernen musste, hat der ID 4 Hinterradantrieb.
Das hat eigentlich nur Vorteile:
- Bessere Traktion beim Beschleunigen
- Kleinerer Wendekreis
- Handlicher

Wahlweise gibt es ja (beim ID4 und ID7) Allradantrieb.
 
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Turbo-Lenz

Neues Mitglied
31.12.2025
11
7
Typische Fehlentwicklung, keine Frage.


Weil man keinen Mitteltunnel mehr braucht und so mehr Platz hat.


Das hat eigentlich nur Vorteile:
- Bessere Traktion beim Beschleunigen
- Kleinerer Wendekreis
- Handlicher

Wahlweise gibt es ja (beim ID4 und ID7) Allradantrieb.
Automatikhebel am Lenkrad ist doch wunderbar. Aber warum ein Drehmechanismus, an den man sich erst gewöhnen muss?
Und zum Thema Traktion (im Schnee) hatte ich ja geschrieben. was nützt ein Allradantrieb, wenn man auf einen vereisten Hang möchte und das ESP gnadenlos abregelt?

Dass der ID 7 eine deutlich fortgeschrittene Entwicklung ist, geschenkt.
Aber hier ging es ja dem Kollegen um die Bewertung der ID 3/4 BEV. Und bei denen hat man das Gefühl, dass die mit äußerst heißer Nadel zusammen gedengelt worden sind und unbedingt irgendwelche aus VW Sicht fancy Features haben sollen, die in der Praxis abschreckend sind. Stichwort unbeleuchteter Lautstärke-Slider.
 

jodost

Erfahrenes Mitglied
23.10.2011
4.148
1.110
CGN
Ich fürchte, die 35kWh wird er bei konstant (!)180 sogar noch überschreiten.

Praxismessung: Bei meinen letzten großen Fernfahrten, 1* nach Berlin und 1* nach Bayern bin ich mit Tempomat 160 gefahren, sobald der Verkehr es hergab auch lange Strecken im Sport-Modus >>200 km/h.

Verbrauch (Lademenge) bei jeweils rund 1200 km waren in beiden Fällen 29 kWh/100 km.
 
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marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
4.967
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Praxismessung: Bei meinen letzten großen Fernfahrten, 1* nach Berlin und 1* nach Bayern bin ich mit Tempomat 160 gefahren, sobald der Verkehr es hergab auch lange Strecken im Sport-Modus >>200 km/h.

Verbrauch (Lademenge) bei jeweils rund 1200 km waren in beiden Fällen 29 kWh/100 km.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß zwischen 160 und 180 verbrauchsmässig Welten liegen.

Ich kenne das auch von langen Fahrten, durch Verkehr und Baustellen kommen am Ende vielleicht 120km/h raus (wenn überhaupt) auch wenn man 200 fährt, wenn alles frei ist. Mit 80 in einer Baustelle braucht man dann halt unter 15kWh.
 

jodost

Erfahrenes Mitglied
23.10.2011
4.148
1.110
CGN
Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß zwischen 160 und 180 verbrauchsmässig Welten liegen
Absolut. Ich wollte damit auch nur sagen, dass selbst in den Etappen, in denen ich nicht 'bewusst selbst gefahren" bin, sondern "nur gelenkt und den Tempomat den Rest machen lassen" habe, ich mit (sofern machbar) 160 km/h unterwegs war.

Ich würde sogar behaupten, rein von der Reisegeschwindigkeit (Pausenlängen und "Ladestrategie" sowie Staus aussen vor gelassen) dürfte bei den Fahrten nicht viel mehr rauszuholen gewesen sein. Darum halte ich 30 kWh/100 km bei sehr schnell gefahren Fernreisen für einen realistischen Maximalverbrauch (im Sommer)
 
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MANAL

Erfahrenes Mitglied
29.05.2010
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Dahoam
Man kann das ESP nicht abschalten. Gar nicht, nicht einmal halb! Das hat zur Folge, dass man nicht mit etwas durchdrehenden Reifen sich aus dem Schnee befreien kann. Denn die Räder werden sofort gebremst, noch bevor sie durchdrehen.

Ich hab ja schon von einigen VW-Sünden bei ihren Erstlings-E-Autos gehört, aber dass man das ESP nicht abschalten kann höre ich zum ersten Mal. Oft habe ich bei meinen Autos das nicht nutzen müssen, aber es gibt Momente in Schnee oder auf einer Schotterstraße mit Steigung wo man mit ESP einfach nicht mehr loskommt. Völlig unverständlich dass das nicht geht. Oder ist das irgendwo in den Untiefen der unsäglichen Touch-Bedienung untergegangen?

Es gibt keinen Abschlepp- oder Waschanlagen Modus. Schaltet man die Automatik auf N und schleppt dann mittels Abschleppstange, wird sofort selbstsändig in P geschaltet. D.h. das ganze Auto blockiert und lässt sich nicht mal 2 m schleppen.

Ist da nicht ein allgemeines Problem von allen E-Autos? Da hat ja keines mehr eine echte Kupplung und darf abgeschleppt werden?

Wie man hört, hat VW mit den ersten IDs noch Elektromobilität geübt. Aber warum ist man von der guten, alten, bewährten Bedienung bloß so abgewichen?

Bei der ersten Generation haben sie sich wirklich nicht mit Ruhm bekleckert. Was ich nicht verstehe ist, warum man mit einer völlig neuen Technologie auch noch alles bewährte neu (und schlechter) erfinden musste...
Aber bereits mit dem ersten Facelift um 2023/24 wurden beim ID3 und ID4 diverese Sachen wieder richtiger gemacht. Der Fahrstufenschalter ist jetzt ein Lenkstockhebel. Auch wurden einige Touchlösungen abgeändert und die Software die jetzt drauf ist ist tatsächlich brauchbar. Diese unbeleuchteten Touch-Slider unter dem großen Display sind jetzt auch beleuchtet (wer ist da auf die Idee gekommen die nicht zu beleuchten?).
Dass man sich besinnt hat zeigt ja der ID7, der ist wirklich ein gelungenes Fahrzeug.
Parallel dazu hat Skoda die gleiche Technik mit deutlich bessere Bedienung im Enyaq und Elroq hinbekommen.
 

jodost

Erfahrenes Mitglied
23.10.2011
4.148
1.110
CGN
Völlig unverständlich dass das nicht geht. Oder ist das irgendwo in den Untiefen der unsäglichen Touch-Bedienung untergegangen
Die Frage hat mich (nach drei Jahren Enyaq) neugierig gemacht und ich habe perplexity recherchieren lassen:

VW ID.3
Über das Menü „Fahrzeug → Bremsen“ kannst du lediglich Dinge wie Auto‑Hold und Wegrollsicherung abschalten; eine offizielle Option „ESP/ESC aus“ gibt es dort nicht, auch nicht mit aktueller ID‑Software.�
In der Community wird ein „Drift‑Modus“ beschrieben, bei dem die Sicherung für das ESC/ESP gezogen wird (z.B. F13/F15 im Sicherungskasten vorne); damit ist die Stabilitätsregelung wirklich aus, aber das erzeugt Fehlermeldungen, kann andere Systeme beeinflussen und ist im öffentlichen Straßenverkehr nicht zulässig.���
Skoda Enyaq
Im Bordmenü gibt es ebenfalls keine reguläre Möglichkeit, ESP/ASR komplett zu deaktivieren; viele Fahrer suchen das explizit für Berg/Schnee, finden aber nur eingeschränkte Traktions‑Einstellungen und keine echte Abschaltfunktion.��
Auch hier berichten Nutzer lediglich von der Option, die passende Sicherung im Motorraum zu ziehen, wodurch die Stabilitätskontrolle samt zugehörigen Funktionen deaktiviert wird – mit denselben Risiken: Warnlampen, möglicher Einfluss auf ABS, keine HU‑Tauglichkeit und rechtlich problematisch, wenn so im Straßenverkehr gefahren wird.��
(..)
Gründe für fehlende Abschaltoption
Bei Elektroautos wie dem ID.3 oder Enyaq steht sofort volles Drehmoment bereit, was ohne ESP zu starkem Durchdrehen auf Schnee oder Eis führt; das System reduziert stattdessen sanft die Leistung und verhindert Stillstand oder Kontrollverlust.���


Ich habe zwar noch nie in meinem Leben die Notwendigkeit (oderdas Bedürfnis) gehabt, ESP auszuschalten. Auch bei. Enyaq ist mir das Fehlen einer entsprechenden Funktion nie aufgefallen.

Aber auf den ersten Blick komisch finde ich das schon.
 
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Überflieger1977

Erfahrenes Mitglied
19.02.2016
3.581
2.957
Frankfurt am Main und Köln
Automatikhebel am Lenkrad ist doch wunderbar. Aber warum ein Drehmechanismus, an den man sich erst gewöhnen muss?
Und zum Thema Traktion (im Schnee) hatte ich ja geschrieben. was nützt ein Allradantrieb, wenn man auf einen vereisten Hang möchte und das ESP gnadenlos abregelt?

Dass der ID 7 eine deutlich fortgeschrittene Entwicklung ist, geschenkt.
Aber hier ging es ja dem Kollegen um die Bewertung der ID 3/4 BEV. Und bei denen hat man das Gefühl, dass die mit äußerst heißer Nadel zusammen gedengelt worden sind und unbedingt irgendwelche aus VW Sicht fancy Features haben sollen, die in der Praxis abschreckend sind. Stichwort unbeleuchteter Lautstärke-Slider.
Also der Drehmechanismus ist doch easy und ich finde ihn auch intuitiv. Einmal bei Fahrzeugübergabe erklärt bekommen. Nie Probleme gehabt. Man kann sich auch anstellen. Fahr nun ein Jahr ID.7 ohne Probleme. Auch klasse Verbrauch im Winter bei Autobahn 160/170 unter 25kwh
 

vapianojunkie

Erfahrenes Mitglied
15.01.2014
1.184
719
MUC
Ist da nicht ein allgemeines Problem von allen E-Autos? Da hat ja keines mehr eine echte Kupplung und darf abgeschleppt werden?
Also bei BMW i4 und i5 funktioniert N wie beim Verbrenner - jedenfalls rollt das Auto problemlos durch die Waschanlage. Der i4 lies sich auch problemlos auf den Abschlepper ziehen.

Edith sagt: Laut Bedienungsanleitung darf das Auto über kurze Strecken mit max. 10 km/h gerollt werden. Abschleppen auf den eigenen Rädern ist nicht erlaubt.
 
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