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Die deutsche Wirtschaft steht ganz gut da, was angesichts der letzten 5 Jahre ein kleines Wunder ist, das populare Gejammer der Deutschen findet wie meistens in einer gefühlten Parallelwelt statt und die Ausgabenprogramme des Staates werden die Wirtschaft ankurbeln, die seltsame Politik der USA wird uns als seriösen Standort relativ zu den USA auch attraktiver für Kapital machen. Der Strukturwandel, der durch Nullzinsen und dann Coronaprogramme des Staates lange verschleppt wurde, wird auch gerade nachgeholt und viele Unternehmen, die schon längst vom Markt hätten verschwinden müssen, werden gerade bereinigt, das ist aus Bankensicht aber schon Vergangenheit. All das ist bei deutschen Bankenaktien eingepreist. Deren Wohl und Wehe läuft der deutschen Konjunktur immer voraus, da ihr Geschäft sehr auf Deutschland konzentriert ist und Anleger preisen die Konjunktur der Zukunft ein, nicht der Vergangenheit.
Die höheren Zinsen machen das Bankgeschäft indes eher schwieriger. Sie haben noch die niedrig verzinsten Kredite der früheren Jahre in den Büchern. Und Geschäftsmodelle wie der Revolver, die Kapital gratis zur Verfügung stellen als Teil des normalen Vertragsverhältnisses, sind besonders schwierig. Das haben wir hier auch schon durchgesprochen als die Zinswende kam, im Grunde kam seitdem alles wie erwartet, die Marktbedingungen haben sich sukzessive aus Verbrauchersicht eingetrübt. Interessant wird der Umgang mit der Novellierung der Verbraucherkreditrichtlinie auf Jahresende sein.
Möglicherweise will die Bank nochmal frontloading betreiben, bestehende Kreditrahmen sind davon nämlich nicht betroffen, also ergäbe es Sinn das Portfolio erstmal zu pflegen und manchen Kreditrahmen vorher nochmal zu erhöhen. Die Novelle kam erst Ende 2025 raus, so dass ein erneuter Strategieschwenk der Bank darauf basierend durchaus sinnvoll wäre.