Die schwarze Barclaycard Visa

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knauserix

Erfahrenes Mitglied
25.02.2024
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Strike Kostendisziiplin sagt überhaupt nicht aus, dass das Angebot schlecht wäre. Im Gegenteil; es kann bedeuten, dass der Anbieter gute Angebote machen kann, weil er unnötige Kosten vermeidet.

kann durchaus, muss aber nicht. und schlechtere Konditionen für den Kunden ergeben halt höhere Erträge für den Anbieter.
 

knauserix

Erfahrenes Mitglied
25.02.2024
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aeh, Kosten sind Ausgaben, schlechtere Kundenkonditionen sind aber hoehere Einnahmen, das ist die genau andere Seite (auch wenns unterm Strich auf dasselbe hinauslaeuft)!

Kosten sind natürlich Ausgaben. Und Kostendisziplin bei einem Unternehmen ist natürlich etwas Internes, wodurch höhere Erträge (damit gemeint: nicht Einnahmen/Erlöse) erreicht werden können.

Der zweite Satz hat sich auch eher bezogen auf die hier vielfach berichteten Versuche von BAWAG, die teurere Variante der KK an d. Mann/Frau zu bringen bzw. die Erwartungen, die in den Konditions-Verzeichnissen der easybank enthaltenen Preise (bzgl. Österreich) würden auch in D bald gelten.

Hier übrigens die Kursentwicklung der BAWAG im letzten Jahr. Kostendisziplin (und ggf. auch höhere Erlöse) scheinen Wirkung zu zeigen:
 

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geos

Erfahrenes Mitglied
23.02.2013
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äh, an Hand einer solchen schlichten Kursentwicklung der letzten 12 Monate ohne irgendwelche weiteren Informationen oder gesamtwirtschaftlichem Kontext irgend eine Aussage zur Geschäftspolitik des Unternehmens und speziell zu dessen Kostendisziplin zu treffen, ist schon gewagt :)
 
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knauserix

Erfahrenes Mitglied
25.02.2024
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äh, an Hand einer solchen schlichten Kursentwicklung der letzten 12 Monate ohne irgendwelche weiteren Informationen oder gesamtwirtschaftlichem Kontext irgend eine Aussage zur Geschäftspolitik des Unternehmens und speziell zu dessen Kostendisziplin zu treffen, ist schon gewagt :)

... habe ja auch geschrieben: "scheinen Wirkung zu zeigen".
 

geos

Erfahrenes Mitglied
23.02.2013
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Eben das kann man aus dieser Kursentwicklung ohne weitere Informationen nicht seriös herauslesen, nicht mal den Anschein. Das war ja gerade mein Punkt.
Um es zu verdeutlichen: man könnte genau, d.h. genauso wenig folgende Aussagen daraus ablesen:
"Die österreichische Wirtschaft scheint ja stabil gewesen zu sein mit leichtem Wachstum."
"Bankaktien scheinen ja durchaus nachgefragt gewesen zu sein."
"Das Portfolio der BAWAG scheint bei den Verbrauchern ja gut angekommen zu sein".
"Die Einstellung neuer Mitarbeiter im Kundenservice scheint ja schon Wirkung zu zeigen."
"Die Halbierung der Mitarbeiterzahl im Kundenservice scheint ja Wirkung zu zeigen."
"Die KI-Initiative des Vorstands scheint ja Wirkung zu zeigen."
"Der Zukauf weiterer Geschäfte, z.B. in Deutschland, scheint ja bei den Aktionären gut anzukommen".
"Die Zinswetten auf den japanischen Yen der BAWAG scheinen ja Wirkung zu zeigen."
usw. usf.

Um es kurz zu machen: ohne weitere Informationen kann man aus solch einer Kursentwicklung überhaupt keine Einflüsse einzelner Entscheidungen, Programme oder Maßnahmen ablesen (und selbst mit sehr viel mehr Informationen ist es nicht trivial, die Ursachen zu bewerten).
 

Kartenstecker

Erfahrenes Mitglied
05.12.2022
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Die deutsche Wirtschaft steht ganz gut da, was angesichts der letzten 5 Jahre ein kleines Wunder ist, das populare Gejammer der Deutschen findet wie meistens in einer gefühlten Parallelwelt statt und die Ausgabenprogramme des Staates werden die Wirtschaft ankurbeln, die seltsame Politik der USA wird uns als seriösen Standort relativ zu den USA auch attraktiver für Kapital machen. Der Strukturwandel, der durch Nullzinsen und dann Coronaprogramme des Staates lange verschleppt wurde, wird auch gerade nachgeholt und viele Unternehmen, die schon längst vom Markt hätten verschwinden müssen, werden gerade bereinigt, das ist aus Bankensicht aber schon Vergangenheit. All das ist bei deutschen Bankenaktien eingepreist. Deren Wohl und Wehe läuft der deutschen Konjunktur immer voraus, da ihr Geschäft sehr auf Deutschland konzentriert ist und Anleger preisen die Konjunktur der Zukunft ein, nicht der Vergangenheit.

Die höheren Zinsen machen das Bankgeschäft indes eher schwieriger. Sie haben noch die niedrig verzinsten Kredite der früheren Jahre in den Büchern. Und Geschäftsmodelle wie der Revolver, die Kapital gratis zur Verfügung stellen als Teil des normalen Vertragsverhältnisses, sind besonders schwierig. Das haben wir hier auch schon durchgesprochen als die Zinswende kam, im Grunde kam seitdem alles wie erwartet, die Marktbedingungen haben sich sukzessive aus Verbrauchersicht eingetrübt. Interessant wird der Umgang mit der Novellierung der Verbraucherkreditrichtlinie auf Jahresende sein.

Möglicherweise will die Bank nochmal frontloading betreiben, bestehende Kreditrahmen sind davon nämlich nicht betroffen, also ergäbe es Sinn das Portfolio erstmal zu pflegen und manchen Kreditrahmen vorher nochmal zu erhöhen. Die Novelle kam erst Ende 2025 raus, so dass ein erneuter Strategieschwenk der Bank darauf basierend durchaus sinnvoll wäre.
 
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