Elektromobilität (aus dem Tesla-Aktie-Thread)

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MANAL

Erfahrenes Mitglied
29.05.2010
15.417
11.700
Dahoam
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Von wichtigen Neubauprojekten wie die Anbindung des Brenner Basistunnels mal ganz zu schweigen. Sogar die Italiener haben die auf ihrer Seite schon fertig. In DE diskutiert man noch - es gibt noch nicht mal Planfeststellungsverfahren.
Natürlich, baut man die Trasse doch genau in C$U-Landkreise rein. Da war Nichtstun und Aussitzen das einzige was man jahrelang machen konnte.

Wenn man wie in der Schweiz seit Jahrzehnten die Bahn unterstützt und gefördert hätte und konsequent den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene verlagert, dann wäre das alles kein Problem. Aber erfolgreiches jahrzehntelanges zerstören der Bahninfrastruktur fällt uns halt jetzt auf die Füße. Jetzt ist auch die Substanz kaputt gefahren.
 

SleepOverGreenland

Megaposter
09.03.2009
22.620
15.298
FRA/QKL
In der NZZ, gestern auf Seite 60 ist ein Fantasiebericht über eine Fahrt mit einem E-LKW.
- 5 Ladestopp's, immer eine freie Säule
- mit 90 kmh den Berg rauf
- geringer Verbrauch. 30 Tonnen, 90 kWh
- Ladestopps passen perfekt zu den Ruhezeiten, nach genau 4 einhalb Stunden kommt eine freie Ladesäule
- an der Ladesäule kann man auch die Nacht verbringen, braucht keinen Parkplatz
- usw.
Interessant, dem Focus Nonsense zur E-Mobilität wird hier teilweise geglaubt bzw. oft als Referenz für das angebliche Scheitern der E-Mobilität referenziert. Wenn aber die seriöse NZZ die Deutschland gerne und berechtigt den Spiegel vorhält einen solchen Bericht schreibt ist es ein Fantasiebericht. :rolleyes:
 

Vollzeiturlauber

Erfahrenes Mitglied
27.11.2012
11.796
4.245
Nord Europa
Interessant, dem Focus Nonsense zur E-Mobilität wird hier teilweise geglaubt bzw. oft als Referenz für das angebliche Scheitern der E-Mobilität referenziert. Wenn aber die seriöse NZZ die Deutschland gerne und berechtigt den Spiegel vorhält einen solchen Bericht schreibt ist es ein Fantasiebericht. :rolleyes:
Die vorhergehende Sau wurde auch beerdigt
Mehr als ein Drittel des CO2-Ausstoßes durch den Schwerlastverkehr ließen sich mit Elektro-Lkws vermeiden, wenn die Laster ihren Strom aus Oberleitungen beziehen. Das haben Öko-Institut und Fraunhofer IAO ermittelt. Und auch einen Vorschlag gemacht, wie sich die Strommasten entlang der Autobahnen finanzieren lassen.
Und niemand ist zuständig das wieder abzubauen.
 

Vollzeiturlauber

Erfahrenes Mitglied
27.11.2012
11.796
4.245
Nord Europa

odie

Erfahrenes Mitglied
30.05.2015
9.266
6.039
Z´Sdugärd
In der NZZ, gestern auf Seite 60 ist ein Fantasiebericht über eine Fahrt mit einem E-LKW.
- 5 Ladestopp's, immer eine freie Säule
- mit 90 kmh den Berg rauf
- geringer Verbrauch. 30 Tonnen, 90 kWh
- Ladestopps passen perfekt zu den Ruhezeiten, nach genau 4 einhalb Stunden kommt eine freie Ladesäule
- an der Ladesäule kann man auch die Nacht verbringen, braucht keinen Parkplatz
- usw.
Ähhh ja? Im Nahverkehr gibts nix besseres. Ideal noch Container. Geladen wird am Ende des Tages an der heimischen PV Anlage. Billiger KANNST du nicht LKW fahren.
 

marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
5.349
6.692
Waren die schon oder kommen die noch?
Die werden in der Breite nicht mehr kommen. Batterie LKW haben sie schlicht überflüssig gemacht.
Wasserstoff (Brennstoffzelle) ist zu teuer, der Primärenergiebedarf ist viel zu groß und ein Tankstellennetz gibt es auch nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

derhajo

Erfahrenes Mitglied
02.01.2011
1.260
127
SHE
Von wichtigen Neubauprojekten wie die Anbindung des Brenner Basistunnels mal ganz zu schweigen. Sogar die Italiener haben die auf ihrer Seite schon fertig. In DE diskutiert man noch - es gibt noch nicht mal Planfeststellungsverfahren.

Aber aber, bitte nicht so negativ. Nachdem man sich 2022 auf den Streckenverlauf festgelegt hat, soll sich bereits dieses Jahr der Bundestag damit befassen. Dann kann weiter geplant werden, anschließend gebaut und irgendwann, aber nicht vor 2040, ist man dann fertig. Ob der Bau von Infrastruktur für E-LKW da schneller geht? 😂

 

Frank N. Stein

Erfahrenes Mitglied
04.04.2020
9.720
15.812
der Ewigkeit
Geht doch nichts über eine ausgereifte, verlässliche Technologie und
damit verbundener Kundenzufriedenheit und Loyalität zum Produkt.
Der sinkende Stern muss nun bei den eh schon homöopathischen EQA und EQB - Verkäufen
jetzt auch noch weltweit die Batterien austauschen.
Die Steckerwägelchen brennen einfach so ab..........
Läuft!

So schafft man Ersatzbedarf
 
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ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
6.090
4.700

Da waren sie wieder, die drei Probleme:​

Zitat:​

"435 PS und Allrad für alle, die mit Kai Wegner und Nabu leben müssen

You are the carbon they want to reduce: Nissans Rennsemmel zeigt im Gebirgstest, wie man auch schlimmste Berliner Verhältnisse überleben kann.

Mit Frontantrieb sieht jede Kurve wie ein Unfall aus, sagte einmal Walter Röhrl, aber zum Glück saß er lange Zeit seines Daseins in einem Audi Quattro. Seit 1980 baut man in meiner Heimatstadt Allradantriebe in Serienfahrzeuge ein, und so wichtig ein starker Motor sein mag: Mindestens genauso wichtig ist die mechanische Kraftübertragung über ein Differenzial, das die Kraft gleichmäßig immer an jene Räder verteilt, die sie gerade brauchen. Nach 46 Jahren Industriekunst ist dieses mechanische Wunderwerk so etwas wie die Vacheron & Constantin unter den billigen Rolexkopien anderer Hersteller, sagen wir hier und verweisen auf endlose Motorsportsiege auf allen Rennpisten. Mit Quattro und hochentwickeltem Torsen-Differential sieht jede Kurve wie ein Himmelreich aus.
[IMG alt="Don Alphonso
Nissan"]https://images.welt.de/698603bea986...ed65d092eb9be7/coriginal-w1200/nis2-jpg[/IMG]
Quelle: Don Alphonso
Bei E-Autos ist bekanntlich alles anders: Sie sind schwer und haben die Fahrdynamik eines 12er-Packs Passata in Pomodoro. Ihre Reichweitenangaben sind so ehrlich wie Habecks Gutachten zu Northvolt. Sie sollen nur Parteisekretäre durch den Stau zu ihren Mätressen bringen und kommen oft aus Ländern, deren Autotradition genauso alt wie ihre Schuhplattl-Kompetenz ist. Nach einigen mehr oder weniger schlimmen Reinfällen habe ich mir daher nun ein Auto mit Tradition kommen lassen: Nissan baut unter verschiedenen Namen seit 1911 Automobile und hat seit dem Datsun 240Z von 1969 bewiesen, dass sie auch Fahrzeuge bauen können, die fast so schnell fahren, wie sie bei uns wegrosten. Wie es sich für einen guten Sportwagenhersteller gehört, sind sie immer wieder mal in einer schweren Krise, und momentan verkaufen sie in Deutschland sehr, sehr wenige Einheiten von ihrem E-Flaggschiff: dem Nissan Ariya. Und noch seltener den Ariya Nismo e-4orce. Das ist der hier.
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Nissan"]https://images.welt.de/698603bea986...26267613d614ec/coriginal-w1200/nis4-jpg[/IMG]
Quelle: Don Alphonso
Nismo steht für die Rennabteilung, die der Welt so schöne Dinge wie den gerade ausgelaufenen GT-R geschenkt hat. Der Ariya Nismo soll hier ein wenig die Tradition erhalten. Mit zwei Motoren vorn und hinten bringt er satte 435 PS über vier Räder auf die Straße, und das bedeutet, dass der Wagen natürlich kein herkömmliches Differential besitzt. Nissan kopiert nicht eine mechanische Lösung, sondern verlässt sich auf Sensoren, die nach Werksangaben rund 10.000 Mal pro Sekunde die Haftung der Reifen überprüfen. Ein Computer schickt dann entsprechend die Kraft zu den Rädern und sorgt, so sagt es Nissan, stets für die perfekte Verteilung. Rein mechanisch gibt es an der Radaufhängung nichts zu bemängeln: die ordentlich dimensionierten Schwingen in soliden Lagern sehen so aus, als ob sie mit den 2,3 Tonnen gut zurechtkommen.
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Nissan"]https://images.welt.de/698603bea986...2a44e3d619c900/coriginal-w1200/nis3-jpg[/IMG]
Quelle: Don Alphonso
Ich sag’s gleich: Wenn Sie die für mich typische, sarkastische Kritik über ein E-Auto lesen wollen, müssen Sie sich noch viele Absätze gedulden. Denn im Vergleich zu Chinesen, Koreanern und manchen Europäern macht der Nismo vieles richtig. Trotz der komplexen und etwas zerklüfteten Karosserie stimmen die Formgebung und Spaltmaße durchgängig. Und zwar auch an den Stellen, wo Metall auf Kunststoff und Plexiglas trifft.
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Nissan"]https://images.welt.de/698603bea986...7d949216e17650/coriginal-w1200/nis6-jpg[/IMG]
Quelle: Don Alphonso
In der Regel gibt es bei den meisten Autos am Heck unvermeidliche Stellen, die wegen der Metallformung schwierig sind. Dort sieht man, wie die Bleche zusammengefügt wurden, und der Nismo gibt sich bei den Schweißpunkten, den Blechkanten und bei der Lackierung keine Blöße.
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Nissan"]https://images.welt.de/698603bea986...16096b2d5ac6fa/coriginal-w1200/nis7-jpg[/IMG]
Quelle: Don Alphonso
Nachdem dies das 21. Jahrhundert ist, verfällt auch Nissan leider auf die Sitte, die Kotflügel aus Plastik zu formen. Da erlebt man oft wirklich unschöne Dinge mit Kratzern und fragwürdiger Haltbarkeit. Beim Nismo habe ich kraftvoll daran herumgezogen. Sie sind stabiler als das meiste, elende Gewackel der Machart „Wahlversprechen der CDU nach der Wahl“, das ich bei anderen Herstellern im letzten Jahr in die Hand nehmen musste.
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Nissan"]https://images.welt.de/698603bea986...0a905dbade0ab8/coriginal-w1200/nis5-jpg[/IMG]
Quelle: Don Alphonso
Über das Äußere kann man streiten, aber das Innere passt. Man nimmt Platz und fühlt sich sportlich wohl. Das Lenkrad ist griffig und dort, wo es sein muss, und dahinter sind Instrumente, die man gut und schnell ablesen kann. Wo andere ein Gadget nach dem nächsten in vielen Ebenen unterbringen, liefert der Nismo das, was man braucht. Blicke ins Handbuch sind überflüssig.
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Nissan"]https://images.welt.de/698603bea986...12eafa5c361275/coriginal-w1200/nis9-jpg[/IMG]
Quelle: Don Alphonso
Was mir wirklich gefällt, ist die Alltagstauglichkeit. In die tiefen Ablagen in den Türen passen auch große Thermoskannen, deren Mitnahme bei E-Autos in den vier Hauptgefahrenzeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter bekanntlich nie verkehrt ist. In die Zwischenkonsole passen Saftbehälter, und sie sind immer griffbereit. Es gibt viele Knöpfe, allesamt physisch, mit gutem Druckpunkt, und sie lassen sich auch mit Handschuhen bedienen. Das alles sind so gute, alte Werte, die man bei anderen so vermisst wie, beispielsweise, einen Dachlatten-Börner angesichts der heutigen Jusos.
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Nissan"]https://images.welt.de/698603bea986...62f485a7adb57/coriginal-w1200/nis11-jpg[/IMG]
Quelle: Don Alphonso
Die im wirklich schönen Rauhleder versenkten Bildschirme sind klein. Ich finde das fantastisch, denn ich will fahren und nicht Bildschirme anschauen. Weil sie klein sind, ist auch der Funktionsumfang auf das Nötige reduziert. Deshalb hat der Wagen auch die ganze Zeit nicht mit Betteln nach Updates oder anderen Belästigungen genervt. Noch nicht mal der Geschwindigkeitswarner ist sonderlich störend, sprich, man sitzt also nicht in einer Frau Hasselmann mit vier Rädern. Und, nach einigen China-Autos erfreulich: Die Tempolimiterkennung funktioniert genauso wie die Sprachsteuerung der Navigation.
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Nissan"]https://images.welt.de/698603bea986...bd0f16a785d4a/coriginal-w1200/nis10-jpg[/IMG]
Quelle: Don Alphonso
Wenn man eine Temperatur einstellt, wird es auch im Winter schnell warm, und wenn man die Lüftung einschaltet, verschwindet der Scheibenbeschlag. Klingt banal, ist es aber bei E-Autos speziell aus Fernost oft nicht. Die Sitze mit dem schwarz-roten Lochmuster sind sportlich genug für mich und bequem genug für meine Frau Mama. Alles macht einen hochwertigen, gediegenen Eindruck ohne Schwächen. Die verschiedenen Flächen sind gut aufeinander abgestimmt. Sitzt man erst mal drin, ist der Nismo auf eine zurückhaltende Art gelungen und gefällig verarbeitet. Platz ist vorn und hinten im Übermaß vorhanden, und das, obwohl Nissan den Radstand mit 2,77 Meter für 4,65 Meter Länge erfreulich kurz gehalten hat.
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Nissan"]https://images.welt.de/698603bea986...d0f4b8d9850ec/coriginal-w1200/nis12-jpg[/IMG]
Quelle: Don Alphonso
Im Stand kann der Nismo also gefallen. Aber 435 PS und Allrad schreien natürlich nach einem gnadenlosen Test in miserabler Witterung, und deshalb bin ich gezielt in die nächste Schneeapokalypse hineingefahren. In Deutschland war es noch trocken: Bei 209 km/h ist Schluss, dabei liegt der Wagen aber ruhig und mit angenehmer Lenkung auf der Straße. Die Federung könnte sicher mehr vertragen. Bei der Beschleunigung stellt man erfreut fest, dass sich der Wagen sehr harmonisch in den Asphalt krallt: Kein befürchtetes Absacken hinten, keine leichte Vorderachse, der Wagen nimmt ruhig und sicher Fahrt auf. Bis 180 geht es flott, in der schnellsten Nismo-Stufe sogar sehr flott mit einem künstlichen Turbinenjaulen, darüber hinaus wird es etwas zäh: Die große Stirnfläche und das hohe Gewicht fordern ihren Tribut, sodass sich das Erlebnis nicht wirklich nach den 435 PS eines Ferrari 360 Stradale anfühlt. Es ist kein Sportauto, sondern ein relativ schneller, bequemer und trotzdem sportlich straffer Reisewagen. Bis er auf Schnee trifft.
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Nissan"]https://images.welt.de/698603bea986...cc8aa55ec5d7b/coriginal-w1200/nis15-jpg[/IMG]
Quelle: Don Alphonso
Ich habe wie immer auch getestet, ob man damit ein Rad nach dem Kauf transportieren kann, und meines stand in Völs am Schlern ganz weit oben. Der Verkäufer hatte angesichts der Neuschneemassen Zweifel, ob ich es über die Rampen hinauf überhaupt schaffen würde. Aber die Reifen von Continental auf den mächtigen Felgen haben stets gegriffen, und die Motoren hatten nicht das geringste Problem, den Wagen hoch in die Wolken zu bringen. Die Kurven wurden durch die starken Scheinwerfer im Rallyestil ausgeleuchtet, und für die vorhergesagten Risiken war die Anfahrt enttäuschend abenteuerfrei. Denn der Ariya hat einen Snow-Modus. Und das ist ein Allrad wie beim alten Quattro, der die Kraft möglichst gleichmäßig auf alle Räder verteilt. Andere lassen nur den Heckantrieb laufen und schalten ab und zu den vorderen Motor zu, was zu einem unruhigen Fahrverhalten mit nachlassendem Übersteuern führt. Snow beim Ariya bedeutet: Beißt sich in jeden Belag wie ein Quattro und hat moderate Gasannahme wie ein Verbrenner. Und, glauben Sie mir: Kein Sterblicher braucht auf Eis ständig maximale Kraft und Drehmoment, wie sonst bei E-Motoren.
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Quelle: Don Alphonso
Ich bin nicht nur oben angekommen, es hat hinten auch alles reingepasst. Der Kofferraum ist groß, gut zu beladen, verfügt über Seitenfächer und zwei Ladekabel, mit denen man zur Not auch normale Steckdosen anzapfen kann. Ein paar Rennräder passen unzerlegt leicht hinein, und wer einen Schlafsack mitnimmt, könnte zur Not mit umgelegter Rückbank darin auch schlafen oder sogar beischlafen. Kurz, alles, was das Männerherz begehrt und braucht, wenn die Hüttengaudi zu alkoholisch wurde.
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Quelle: Don Alphonso
Ungeachtet dessen ist der Wagen äußerlich aber nicht so groß, dass man im Stadtgewimmel Probleme hätte. Der Wendekreis ist recht klein, der Wagen ist übersichtlich, die Kameras geben beim Parken Hilfe. Die engen Tiefgaragen in Bozen meistert der Wagen ebenso problemlos wie die Gassen von Meran. Natürlich ist der Ariya kein Kleinwagen, aber er bietet einen großzügigen Innenraum bei vertretbar kompakten Außenmaßen. Bei vielen anderen Sport-SUVs hat man den Eindruck, dass die Größe den Designern vor lauter Klimaneutralität egal wurde und sie ohnehin mit einer Dreifach-Garage rechnen. Im Alltag kann man den Ariya dagegen in Italien in normalen Lücken problemlos parken und ihn noch verlassen, selbst wenn man aussieht wie Claud ... äh ... wenn man über 40 Kilo wiegt.
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Quelle: Don Alphonso
Zurück geht es über den Jaufenpass nach Sterzing. Mit dem Jaufenpass im Winter ist es so eine Sache: Der Asphalt ist ziemlich räudig, der Winterdienst kommt nur ab und zu, und wer ein Hirn hat, meidet ihn und fährt über Bozen zum Brenner. Aber 1. bin ich Journalist und brauche daher kein Hirn, und 2. bedeutet das, dass praktisch keiner unterwegs ist – vor allem kein Wohnmobil oder sonstige Abartigkeiten auf Rädern, die man auch mal nach Ungarn zum Verurteilen schicken sollte. Aber diesmal sind sie weg! Hurra! Man kann an solchen Schneetagen trotz der Witterung an die StVZO mit italienischer Gelassenheit herangehen. Und, wie schon erwartet: Auch in den engen Kurven liegt der Nismo schön auf der Straße. Schnelle Lastwechsel nehmen die Federn für ein 2,3-Tonnen-Gefährt gelassen hin, und die Lenkung lässt einen über die Beschaffenheit der Straße nie im Unklaren. Man fühlt die Kräfte recht ordentlich, und der Wagen geht leicht dorthin, wo man ihn haben will.
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Quelle: Don Alphonso
Für Verbrennerfreunde ist das nichts Neues, aber viele E-Autos fühlen sich einfach so tot an, wie 24 Stunden „Tagesschau“ am Stück. Der Nismo dagegen hat die nötige Dosis Rustikalität und Kraft, ohne im Grenzbereich dann ein bestialischer Mörder zu werden: Übertreibt man es etwas auf glatter Fahrbahn und bringt man die Fuhre absichtlich ins Rutschen, kann man den Wagen trotzdem leicht einfangen. Der Grenzbereich ist relativ weit und kündigt sich früh an. Was beim Snow-Modus wirklich toll ist: Auch wenn zwei Räder auf Eis und zwei auf Asphalt stehen, zieht der Wagen völlig gerade und ohne Durchdrehen an. Insofern bin ich schnell hinauf auf 2100 Meter – schnell, auf rutschigem Grund viel schneller, als man glauben möchte, aber für die Verhältnisse vergleichsweise langweilig. Als Freund des Torsen-Differentials tut es weh, das zugeben zu müssen: Die elektronische Variante der mechanischen Kunst ist schon sehr gut. Damit kommen auch schlechte Fahrer oder sogar Berliner sicher auf den Berg.
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Nissan"]https://images.welt.de/698603bea986...93f56c4a501550/coriginal-w1200/nis8-jpg[/IMG]
Quelle: Don Alphonso
Was auch noch zu beklagen ist: die Schmutzanfälligkeit der Türunterkante. Man merkt das erst, wenn man durch den Schnee gepflügt ist, dann aber umso deutlicher: Die Vorderräder schleudern jede Menge kalten Matsch nach oben, und der sammelt sich unter einer rustikal befestigten Gummilippe. Irgendwann wird es langweilig, ein Auto nur zu loben: Schürzen hinter den Radläufen wären eine gute Sache, wenn man nicht alle paar Kilometer den Schmodder wegkratzen will. Sodann geht es hinunter ins Tal.
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Nissan"]https://images.welt.de/698603bea986...047ce1bcf9e7c/coriginal-w1200/nis25-jpg[/IMG]
Quelle: Don Alphonso
Nordseite, Schatten, Eis, enge Kurven, hohes Gefälle: Nicht gerade die ideale Umgebung für ein derartiges Schwergewicht, zumal es bergab nicht mehr auf die Kraft der Motoren ankommt. Natürlich schiebt der Ariya auch über die Vorderräder, und man merkt deutlich, dass man nicht in einem leichten Sportwagen sitzt. Aber die Lenkung bleibt präzise, das Fahrverhalten ist im gutmütigen Bereich, und der relativ kurze Radstand macht auch Innenseiten von Serpentinen leicht beherrschbar. Die Bremsen könnten einen etwas deutlicheren Druckpunkt haben und besitzen nicht die gnadenlose Kraft von Brembos auf Keramikscheiben. Sie sind Großserie, aber gut abgestimmt und für diese Zwecke völlig ausreichend. Die Arbeitsbelastung hält sich auch bergab in engen Grenzen.
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Nissan"]https://images.welt.de/698603bea986...3e8314be887b6/coriginal-w1200/nis23-jpg[/IMG]
Quelle: Don Alphonso
Der sehr gute und brachiale Hyundai Ioniq 5N hat zwar gut 200 PS mehr, aber die braucht man praktisch nicht. Er hat auf der anderen Seite ein paar Macken mehr, benimmt sich weniger alltagstauglich, und ist nicht so ausgewogen, weshalb ich sagen würde: Insgesamt habe ich mich im Nissan Ariya etwas wohler gefühlt, und nach dem Abarth 500 ist es das beste E-Auto, das ich im Fahrbetrieb kenne. Es ist hochwertig und gut abgestimmt. Es hat beim Fahren keine negativen Eigenschaften, nervt nicht mit elektronischem Klimbim und hat die Nachteile wie das hohe Gewicht gut im Griff. Vielleicht ist es für 435 PS ein wenig langweilig, aber ich habe mich darin immer und auf allen Wegen sehr wohl und sehr sicher gefühlt. Meine Mutter war begeistert, und das passiert bei verkappten Rennautos nicht oft.
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Nissan"]https://images.welt.de/698603bea986...4360efa54d163/coriginal-w1200/nis22-jpg[/IMG]
Quelle: Don Alphonso
Jetzt werden Sie sich denken: Na ja, wenn das alles fein ist, dann hat der Don ein passendes E-Auto gefunden, soll er es kaufen und glücklich damit werden. Leider: nein. Aus drei Gründen. Erstens – so gut der Nismo für ein E-Auto sein mag – es geht viel besser. Im Vergleich zum ebenfalls praktischen und blitzschnellen Audi RS3 mit Verbrenner, den es auch ab 65.000 Euro gibt, ist der Nismo eher lahm und träge. Er mag für einen 2,3-Tonner eloquent sein, aber an die 1,7-Tonner-Klasse kommt er nicht heran. Die Federung beim Audi ist besser und sportlicher abgestimmt, die Verbindung zur Straße ist besser, das Fahrgefühl ist vollmechanisch, und man verschmilzt mit dem Wagen. Zweitens, da ist die Sache mit dem Akku. Was mir beim Nismo gefallen hat, ist die Ehrlichkeit, mit der Nissan den Verbrauch mit 24,5 kWh angegeben hat – wie wir wissen, lügen da viele. Tatsächlich ist der Realverbrauch auf längeren Strecken nicht entsetzlich viel schlechter.
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Nissan"]https://images.welt.de/698603bea986...bb24b4b2616c8/coriginal-w1200/nis30-jpg[/IMG]
Quelle: Don Alphonso
Aber im Winter, auf Kurzstrecken, ist der Verbrauch auch bei Eco-Einstellung teilweise obszön wie die Epstein-Files, wobei man ehrlich sagen muss, dass auch viele andere drastisch saufen. Auf Langstrecke bei -3 Grad und konstant 118 auf der Autobahn vergurgelte der Nismo 30 kWh. Im Bereich zwischen 80 und 10 Prozent Akku kommt man im Winter bei dezenter Fahrweise 230 Kilometer weit. Wenn man die 209 ausfährt, die der Nismo hergibt, schrumpft die Reichweite auf etwas über 100 Kilometer. Auch andere haben diese Probleme, und immerhin hat der Nismo mit 87 kWh einen relativ großen Akku. Aber, drittens:
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Nissan"]https://images.welt.de/698603bea986...3d9e3c636129c/coriginal-w1200/nis26-jpg[/IMG]
Quelle: Don Alphonso
Die maximale Ladeleistung liegt bei 130 kW. Im Sommer. Das Beste, was ich im Winter gesehen habe, waren 75 kW. Ich mag den Nismo und neige dann dazu, den Fehler bei mir und der falsch bedienten Technik zu suchen. Aber mein Nebenmann an der 300-kW-Säule kam auf 245 kW, und in den einschlägigen Foren haben auch andere meine Erfahrung machen müssen. Egal, wie schnell man den Berg hinauf fährt: Wenn man danach für 70 Prozent Akku 50 Minuten an der Säule warten muss, sinkt der reale Schnitt in etwa auf den eines VW-Käfers. Sofern die Ladesäule überhaupt will.
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Nissan"]https://images.welt.de/698603bea986...12f033fbb4c70/coriginal-w1200/nis29-jpg[/IMG]
Quelle: Don Alphonso
Bei mir wollten sehr viele Ladesäulen oben am Brenner gar nicht, und das, obwohl Ionity normalerweise immer funktioniert. Ich habe etliche nacheinander ausprobiert, und stets schaltete sich das Auto vor dem Verbindungsaufbau ab und gab dann das Ladekabel nicht mehr her. Kein Spaß im Schneesturm, wenn man nur noch 9 Prozent Akku hat und über Völs am Schlern nach Bozen muss. Ich habe es mit allen Tricks an zwei Tagen nacheinander versucht: Es ging nicht. Am Brenner gibt es zum Glück teure Alternativen, bei denen man mit Scheckkarte 50 Euro bezahlt, damit man 250 Kilometer weiter kommt. Aber wenn so etwas in schlechter ausgebauten Regionen passiert, bleibt ein gewisses Risiko.
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Nissan"]https://images.welt.de/698603bea986...f1bda0ee42a86/coriginal-w1200/nis28-jpg[/IMG]
Quelle: Don Alphonso
Schauen Sie, wenn ich mit meiner 22 Jahre alten Schleuder mit 3,5 Liter V6 diese Runde nach Meran mache, tanke ich einmal am Anfang aktuell für 116 Euro, fahre auf der Autobahn 130 und habe daheim immer noch Sprit für 70 km im Tank. Die Laderei hat mich mit Fehlversuchen diesmal fünf Stunden gekostet und 140 Euro.

Ich will hier gar nicht im Detail über meine desolate Gefühlslage nach den Fehlversuchen im Schneesturm sprechen, aber auf dem Weg nach Völs habe ich mir gesagt: Ich habe ein gut fahrendes E-Auto gefunden, ich kann es über 10.000 Zeichen rundherum loben, damit habe ich meinen Beitrag zum Brüsseler Klimascam für dieses Dasein erfüllt. Nun teste ich nur noch Benziner, Diesel, Powerboote, Rennräder, Kohlebagger, Trüffel, 155-mm-Kanonen und Mittelstreckenraketen. Alles, was rundherum Spaß macht.
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Nissan"]https://images.welt.de/698603bea986...412ac52421a9d/coriginal-w1200/nis31-jpg[/IMG]
Quelle: Don Alphonso
Wirklich, besser als der Nismo war nur der Abarth, und ich kann ihn im Alltag als gutes Fahrzeug vom Einkaufen mit der Frau Mama bis zum Kurvenkratzen empfehlen. Es ist ein ordentlicher, sehr gut abgestimmter Allrounder, der vieles sehr gut und richtig macht. Grandioser Allradantrieb, viel Kraft, für die Größe angenehme Dynamik, durchdachte Details, schöner Innenraum, hohe Qualität. Es gibt etliche Autos in der Preisklasse von 63.900 Euro, die deutlich weniger Sachverstand bieten. Aber mit E-Antrieb sieht jede Ladesäule wie ein Unfall aus. Und bei mir geht es langsam in Richtung letztes Lebensdrittel.
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Nissan"]https://images.welt.de/698603bea986...47174b612837e/coriginal-w1200/nis32-jpg[/IMG]
Quelle: Don Alphonso

Meine Zeit läuft ab, und 50 Minuten beim Laden sind einfach zu viel. Sage ich, weil das nächste Testauto der neue, supermoderne Fiat 500 mit Flüssigakku und Kolbenwärmepumpe ist.
 

ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
6.090
4.700
 

odie

Erfahrenes Mitglied
30.05.2015
9.266
6.039
Z´Sdugärd
Hat er recht.

Aber auch hier: Bei mir ist es grad schön warm und ich geh gleich Auto waschen. Korrekte Aussage, die aber mit dem Kontext NIX zu tun hat. Stell dir vor, auch bei Verbrennern gibts Club Karten wo man Sprit billiger bekommt gegen Abo, bei Tanken wird der Preis in D auch 12 mal am Tag geändert obwohl die Suppe in der tanke die ganze Woche die selbe ist.

Was hat eine Technologie mit der Abzocke der Betreiber zu tun?
 
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jodost

Erfahrenes Mitglied
23.10.2011
4.226
1.232
CGN
Was hat eine Technologie mit der Abzocke der Betreiber zu tun?
nichts und doch alles.

Wenn ich jemanden erkläre wie das mit dem Ladekarten funktioniert, Blockiergebühr, unverschämt hohe DC-Preise, "aber kann ich nicht einfach mit Kreditkarte...? Doch kannst Du, aber dann wirds richtig teuer", ... dann ist das Ergebnis ein Kopfschütteln statt Interesse an der Technologie.
 
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marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
5.349
6.692
nichts und doch alles.

Wenn ich jemanden erkläre wie das mit dem Ladekarten funktioniert, Blockiergebühr, unverschämt hohe DC-Preise, "aber kann ich nicht einfach mit Kreditkarte...? Doch kannst Du, aber dann wirds richtig teuer", ... dann ist das Ergebnis ein Kopfschütteln statt Interesse an der Technologie.
... wobei jemand, der direkt an der AB fossile Kraftstoffe tankt genauso betuppt wird.
 

odie

Erfahrenes Mitglied
30.05.2015
9.266
6.039
Z´Sdugärd
nichts und doch alles.

Wenn ich jemanden erkläre wie das mit dem Ladekarten funktioniert, Blockiergebühr, unverschämt hohe DC-Preise, "aber kann ich nicht einfach mit Kreditkarte...? Doch kannst Du, aber dann wirds richtig teuer", ... dann ist das Ergebnis ein Kopfschütteln statt Interesse an der Technologie.
Sicherlich ist das Nepp allen erster Güte. Hier MUSS der Gesetzgeber auch eingreifen. Aber im Ernst...Wie möchtest du jemandem erklären, das die Preise an der Tanke sich 12 mal am Tag ändert? Und das ganze von der Zentrale ausgewürfelt wird? Auch Nepp vom feinsten.
 
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marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
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Am Mercedes-Tor hört man nur verzweifeltes Verbrenner-Flehen

Wann ist nochmal genau die Wahl in THE LÄND?

...und auch hier: weg mit den Grünen aus politischer Verantwortung...

Läuft!
Und dann geht es Mercedes auf einmal wieder gut? Dann werden wieder mehr Autos in den USA und China verkauft? Und was hat die grüne Landesregierung in BW damit zu tun?

Mercedes hat dutzende Modelle mit Verbrennern - die kauft aber auch kaum noch einer. Es wurden KEINE Verbrenner durch E Autos ersetzt.

Glaubst Du eigentlich selbst, was Du da schreibst?

Auch bei Mercedes hat man, voller Arroganz, völlig falsche Entscheidungen getroffen: Man wollte sich nur noch auf Autos > 100.000€ konzentrieren. Blöde nur, wenn sich die jetzt nicht mehr verkaufen.

Der durchaus anziehende Markt für E Autos geht, auf Grund falscher Modellpolitik und veralteter Autos, ebenfalls an Mercedes vorbei.
 
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Rantala

Erfahrenes Mitglied
19.12.2016
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734
Glaubst Du eigentlich selbst, was Du da schreibst?

Leute, nach mittlerweile fast 500 Seiten müsste dieser User doch als dümmlichster Troll des Forums bekannt sein.
Seine Stärken liegen im "Witz des Tages" Thread.
Alle anderen Ergüsse von Ihm sollte ein Mensch mit IQ über Raumtemperatur eigentlich schnell dorthin verordnen wo sie hingehören: An den Stammtisch.
 

Frank N. Stein

Erfahrenes Mitglied
04.04.2020
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der Ewigkeit
Und was hat die grüne Landesregierung in BW damit zu tun?

Wo habe ich explizit was von grüner Landesregierung geschrieben?
Meine rhetorische Frage war, wann die nächste Wahl ansteht und dass die Mehrheit der Wähler den
grünen Dilettantismus leid sind und überall abwählen. Der Fakt ist unstrittig.
So nun auch als Nächstes am 08.03.26


Glaubst Du eigentlich selbst, was Du da schreibst?

Über Suggestivfrage-Stöckchen mögen Andere springen.
Was 23k MA beim sinkenden Stern glauben, steht mehr als deutlich im Artikel und auch die
wissen ganz genau, welchen minderbemittelten Politik-Leichtmatrosen sie den Status Quo zu verdanken haben.
Zudem sollte der Fakt, dass Landtagswahlen einen bundespolitischen Trend widerspiegeln nun auch nicht so ganz neu sein.


 
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