Lufthansa - langsam wird es peinlich...

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qualifyler

Erfahrenes Mitglied
16.01.2022
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Und das nicht nur bei uns:
Vor ein paar Wochen in LHR in der Security-Check Fastlane, plötzlich steht alles still, das Förderband steht still, keiner darf mehr durch den Scanner, keine Info!
Nach ein paar Minuten wollte ich wissen was los ist und fragte mal. Erklärung: Ein Weste ist aus einer Kiste gefallen und liegt nun auf den Rollen zwischen 2 Kisten. Ich schaute und ja da da lag sie. Darauf meinte ich, warum nimmt sie niemand runter? Das geht nicht, war die Antwort. Dann kam ein Herr im Anzug und mit Krawatte, ging zum Förderband, nahm die Weste weg und weiter ging es.

Das ist natürlich eine Aufgabe, die nur bestimmt geschulte Personen durchführen können. 😫
Was soll man da noch sagen??
In GB ist die allgemeine Hilflosigkeit und der fehlende Pragmatismus aber auch besonders schlimm. Viel schlimmer als am Kontinent.
 

somkiat

Erfahrenes Mitglied
30.05.2013
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Gummersbach
Juser , analog derselbe Stuß wie Datenschutzerwägungen , die das Wirken ortsfremder Clanverbrecher dem Zugriff kompetenter Uniformierter entziehen . Sofern sich noch Benzin in einem dieser Aeroplane befand , kann dieser irgendwohin rollen wo wiederum eine Leiter steht und demzufolge jeder aussteigen kann . Hier wurden komplizierte Theorien erwähnt , die dieses verhindern , aber leider sitzen dann hunderte trotz stillgelegten Flugfeldes stundenlang in der Eco und kriegen kein Bier . Es werden auch wegen 15 seltenen Fledermoisen Autobahnen nicht gebaut . Man könnte weiter ausgreifend auch sagen , daß es dieser Denkmodelle wegen hier allgemein abwärts geht .
 
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westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
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Schön Feierabend machen ...
Hoffentlich braucht von diesen Kaspern im eigenen Havariefall (Katastrophenfall) nie einer mal die Freiwillige Feuerwehr oder das THW. Die Arbeiten nicht nach Stechuhr und stellen ihre Tätigkeit ein. Hochachtung.
Diesen Vergleich finde ich wiederum nen bisschen schwierig, gerade weil bei diesen Organisationen normalerweise im Hintergrund parallel daran gearbeitet wird, die Menschen abzulösen sobald es sich abzeichnet, dass eine Lage länger anhalten wird.

Während die normalen Gepäck-Menschen, Brückenfahrer und Busfahrer vermutlich schon im Normalbetrieb ausgepresst werden wie Zitronen da die Personaldecke hauchdünn ist.

Nen Vergleich mit Konzernen im DB Universum (Fernverkehr, Regio ...) wäre vermutlich zielführender.
 

DerSenator

Erfahrenes Mitglied
08.01.2017
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MUC/INN
Während die normalen Gepäck-Menschen, Brückenfahrer und Busfahrer vermutlich schon im Normalbetrieb ausgepresst werden wie Zitronen da die Personaldecke hauchdünn ist.
Die Gepäckmenschen sind idR ohne ansatzweise hohen Bildungsabschluss und (sehr oft) vorbestraft. Die Arbeit ist körperlich sicher hart, aber nicht weniger anstrengend, als Packerl ausfahren. Busfahrer haben sicher einen wesentlich entspannteren Job als mit wirklichem Nachtdienst und Verkehr bei der MVG und die Brückenfahrer sind idR alles altgediente FMGler, die zB kein Gepäck mehr verladen können. Die hatten früher schon immer den besten Job, weil sie nur rumfahren, Brücken bedienen und sonst schön Münchnerisch rumgranteln.

Das jedenfalls meine Erfahrung mit zwei Jahren als Ramp Agent bei Aeroground.
 
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MFox

Erfahrenes Mitglied
10.06.2016
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Ich habe einen guten Freund der Mittelständler Busunternehmer ist. Wenn der mitten unter der Woche spätabends/nachts einen Anruf von DB InfraGo bekommt, dass die einen Busnotverkehr kurzfristig auf die Beine stellen müssen, staune ich immer wieder wie viele von seinen Fahrern er kurzfristig dafür aus deren Freizeit mobilisiert bekommt.

Natürlich gehts da nur um das Fahrpersonal mit entsprechender freier Kapazität bei der Lenk-/Ruhezeit, dass sind zu den Uhrzeiten in dem Betrieb meist maximal 4-5 Leute überhaupt in Frage kommen - von denen er immer mindestens 2-3 findet, die sich bereiterklären bei Wind und Wetter nachts von der heimischen Couch sich nochmal hinters Steuer setzen. Zum einen kriegen die natürlich dafür drei Cent mehr aber man kann auch feststellen dass es da irgendwie einen heroischen Bias gibt, zu sorgen das Menschen doch noch kurzfristig nach Hause kommen. Die Leute freuen sich helfen zu können und gebraucht zu werden.

Arbeitsplatzangebote als Busfahrer (mittlerweile auch recht attraktive) gibts übrigens wie Sand am Meer, am "Druck" kanns also nicht liegen.

Insofern ist es mir rätselhaft, wie bei einem so großen Betrieb wie der FMG da nicht kurzfristig Kapazitäten gefunden werden konnten. Mir scheints eher das es da in der Flughafen Leitstelle gehapert hat. Vielleicht war auch keiner mehr erreichbar der irgendwas zu entscheiden hat (was auch desaströs wäre). Und wenn dann halt am nächsten Tag 2-3 Schichten aufgrund des Personaleinsatzes in der Nacht ausfallen und irgendwie im laufenden Betrieb anders kompensiert werden müssen, am Tage immer noch einfacher als mitten in der Nacht hunderte von Passagieren in eingesperrten Flugzeugen hocken zu lassen...
 

globetrotter11

Erfahrenes Mitglied
07.10.2015
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14.043
CPT / DTM
Oder die Busfahrer waren zum (vergeblichen) Räumeinsatz abkommandiert worden, da ja wenige Flüge abgefertigt wurden.....

Ein Flughafen ist ein Dienstleister.

Dienstleister ist eine Zusammenfassung von zwei Tugenden. Dienen und leisten. Beides offenbar nicht mehr vorhanden.

Ganz zu schweigen von dem offensichtlichen Mangel an Cochones, auch mal eine notwendige Entscheidung zu treffen.
 

fhanfi

Erfahrenes Mitglied
20.03.2013
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Tolle Tips hier....
Sind die x Stunden eigentlich als Salamitaktik entstanden oder war irgendwann klar, dass 4+x Stunden nichts mehr geht?
 
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ngronau

Erfahrenes Mitglied
04.11.2011
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BER
Ich verstehe gar nicht, dass Ihr als Armchair Consultants die Genialität dieser Lösung nicht begreift. Ein 37-köpfiges Beraterteam hat nachgewiesen, dass die vielen Hotelübernachtungen, die Lufthansa ihren Kunden bezahlen muss, einfach zu teuer sind. Daher - dem Konzept der DB mit dem Hotelzug folgend - werden jetzt nach und nach Hotelflugzeuge ausgewiesen. Die Strecke MUC-CPH hat man zur Teststrecke gemacht und es hat ja auch beinahe geklappt. Carsten Spohr ist zufrieden und das ist die Hauptsache.

(Ironie aus).
 

djohannw

Erfahrenes Mitglied
11.10.2009
2.009
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Hatte etwas ähnliches, ewig warten, nur kein Schnee....nach 3h hab ich denen gesagt, entweder die machen binnen der nächsten Stunde die Tür auf oder ich mach das....nach 30 min war dann auf....
Exakt das wäre meine Reaktion gewesen. Und ich hätte die Türe auch exakt an der genannten Uhrzeit geöffnet. Stichwort Nothilfe (§32 StGB) und so.

Viele Grüße - Dirk
 
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Bavarian_flyer

Aktives Mitglied
29.07.2021
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110 anrufen und erklären:
"Ich werde gegen meinen Willen festgehalten und möchte Anzeige erstatten" ...
Das ist das einzig richtige und zwar im 15 Minutentakt, wenn nichts passiert.
Wäre interessant, was Fachanwälte zu dem Thema sagen. Der Sachverhalt sollte nicht einfach wieder in Vergessenheit geraten ohne wirkliche Konsequenzen für Lufthansa und FMG.
 

Airsicknessbag

Megaposter
11.01.2010
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Eigentlich liest sich das nicht so, dass man irgendwann gesagt hat "so, Feierabend, ab jetzt wird übernachtet, mal gucken, wann morgen früh wieder gearbeitet wird". Sondern eher so, dass man erst ernsthaft versucht hat, noch abzufliegen, das ging dann scheibchenweise nicht mehr, und dann ging man ebenso scheibchenweise davon aus, dass "jetzt, bestimmt, gleich, es kann sich nur noch um ein Viertel- oder maximal ein halbes Stündchen handeln, bitte haben sie noch ein klein wenig Geduld, es lohnt sich" die Situation binnen kurzer Zeit aufgelöst wird. Wurde sie dann halt leider nicht, nur das sieht man erst jetzt im Rückblick.

Und wenn es dann keinen wirklichen Notfall gibt, sei es es physisch (dringende Medikamente nicht erreichbar, Dehydratisierung...) oder psychisch (Klaustrophobie, Panikattacke...), ist das auch kein Fall für Einsatzkräfte.

Dass wohl Fehler gemacht wurden, sowohl bei der Planung (-> zu wenig Personal [ein Busfahrer?!?!??] für die Wetterverhältnisse) als auch bei der Entscheidung (-> beim Losrollen davon auszugehen, dass man noch abfliegen kann, war wohl zu optimistisch), liegt natürlich nahe - aber ein Drama ist es nicht. Sehr unangenehm für die Beteiligten und angesichts der Vermeidbarkeit auch sehr ärgerlich. Aber das war es dann auch. Weder strafrechtlich noch mit "ich rutsch dann mal weg" ist hier etwas zu holen.
 

Papua

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31.12.2025
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Eigentlich liest sich das nicht so, dass man irgendwann gesagt hat "so, Feierabend, ab jetzt wird übernachtet, mal gucken, wann morgen früh wieder gearbeitet wird". Sondern eher so, dass man erst ernsthaft versucht hat, noch abzufliegen, das ging dann scheibchenweise nicht mehr, und dann ging man ebenso scheibchenweise davon aus, dass "jetzt, bestimmt, gleich, es kann sich nur noch um ein Viertel- oder maximal ein halbes Stündchen handeln, bitte haben sie noch ein klein wenig Geduld, es lohnt sich" die Situation binnen kurzer Zeit aufgelöst wird. Wurde sie dann halt leider nicht, nur das sieht man erst jetzt im Rückblick.
Das bietet keinerlei Erklärung für „tja jetzt sind halt alle heim gegangen, kann man auch Nix machen“.
 

taenkas

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26.08.2013
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Eigentlich liest sich das nicht so, dass man irgendwann gesagt hat "so, Feierabend, ab jetzt wird übernachtet, mal gucken, wann morgen früh wieder gearbeitet wird". Sondern eher so, dass man erst ernsthaft versucht hat, noch abzufliegen, das ging dann scheibchenweise nicht mehr, und dann ging man ebenso scheibchenweise davon aus, dass "jetzt, bestimmt, gleich, es kann sich nur noch um ein Viertel- oder maximal ein halbes Stündchen handeln, bitte haben sie noch ein klein wenig Geduld, es lohnt sich" die Situation binnen kurzer Zeit aufgelöst wird. Wurde sie dann halt leider nicht, nur das sieht man erst jetzt im Rückblick.

Und wenn es dann keinen wirklichen Notfall gibt, sei es es physisch (dringende Medikamente nicht erreichbar, Dehydratisierung...) oder psychisch (Klaustrophobie, Panikattacke...), ist das auch kein Fall für Einsatzkräfte.

Dass wohl Fehler gemacht wurden, sowohl bei der Planung (-> zu wenig Personal [ein Busfahrer?!?!??] für die Wetterverhältnisse) als auch bei der Entscheidung (-> beim Losrollen davon auszugehen, dass man noch abfliegen kann, war wohl zu optimistisch), liegt natürlich nahe - aber ein Drama ist es nicht. Sehr unangenehm für die Beteiligten und angesichts der Vermeidbarkeit auch sehr ärgerlich. Aber das war es dann auch. Weder strafrechtlich noch mit "ich rutsch dann mal weg" ist hier etwas zu holen.
Für mich liest es sich so, als wollte jeder alles richtig, aber niemand das Richtige machen.
 

djohannw

Erfahrenes Mitglied
11.10.2009
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Um beim peinlich zu bleiben - kennt jemand die Tarife, die man der B**d für eine derart offensichtlich abstruse Überschrift bezahlen muss? Da hat Lufthansa aber bestimmt mal wieder was in die Portokasse eingezahlt, dass die größte deutsche Boulevardzeitung einen verkleinerten Sitzabstand als "mehr Komfort" für die Fluggäste abfeiert...

Viele Grüße - Dirk
 

Airsicknessbag

Megaposter
11.01.2010
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Das bietet keinerlei Erklärung für „tja jetzt sind halt alle heim gegangen, kann man auch Nix machen“.

Ich finde Rampenkaspers Erklärung schlüssig und nachvollziehbar, dass man irgendwann davon ausging "übern Berg" zu sein uns deshalb nach Ausreizung aller Fristen endlich würde gehen können.

Für mich liest es sich so, als wollte jeder alles richtig, aber niemand das Richtige machen.

Wo ist Joe Patroni, wenn man ihn mal braucht 😁
 

Hwy93

Erfahrenes Mitglied
29.08.2011
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Ich finde Rampenkaspers Erklärung schlüssig und nachvollziehbar, dass man irgendwann davon ausging "übern Berg" zu sein uns deshalb nach Ausreizung aller Fristen endlich würde gehen können.
Man ist erst "übern Berg", wenn entweder alle Flüge in der Luft sind oder von denen, die es nicht mehr rausgeschafft haben, alle Passagiere zurück im Terminal. Und bis das nicht sichergestellt ist, kann man an einem Flughafen wie MUC nicht einfach das Licht ausmachen. Hier hat der Airport auf ganzer Linie versagt, da gibt es kein Schönreden.
 

abundzu

Erfahrenes Mitglied
24.10.2016
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FRA
Wenn man nicht wüsste das das wirklich vorgefallen ist, Realsatire.
Mich würde wirklich mal eine fundierte Stellungnahme eines Anwalts (kexbox🙏) interessieren, ob das eigentlich Freiheitsberaubung ist und welche Handlungsmöglichkeiten man eigentlich im Flugzeug in so einem Fall hat.
Das würde mich auch brennend interessieren.
 

jensbert

Aktives Mitglied
05.05.2011
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300x250
Mal eine ganz doofe, naive Frage. Statt für den Staatsanwalt, ist dies nicht ein Fall für das LBA? Können die Auflagen erlassen, damit so etwas nicht nochmal passiert.?
 
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