Lufthansa - langsam wird es peinlich...

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Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
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Man ist erst "übern Berg", wenn entweder alle Flüge in der Luft sind oder von denen, die es nicht mehr rausgeschafft haben, alle Passagiere zurück im Terminal. Und bis das nicht sichergestellt ist, kann man an einem Flughafen wie MUC nicht einfach das Licht ausmachen. Hier hat der Airport auf ganzer Linie versagt, da gibt es kein Schönreden.
Genau das war es vielleicht? Der ist abgerollt, "startet gleich", da hat die Station den schon aus dem Gedächtnis gelöscht. "Nicht mehr unsere Baustelle". Als die dann aber nicht abflogen, hatte die keiner vom Boden mehr auf dem Schirm als Kundschaft.
 

spotterking

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14.07.2012
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FRA
Vielleicht waren auch einfach Hotels voll. Und bevor jemand auf die Idee kommt sich auf LH Kosten mit dem Taxi irgendwohin zu einem Hotel karren zu lassen war es einfacher alle im Flieger zu lassen. Kommt keiner auf bloede Ideen.
 

Airsicknessbag

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11.01.2010
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Mal eine ganz doofe, naive Frage. Statt für den Staatsanwalt, ist dies nicht ein Fall für das LBA? Können die Auflagen erlassen, damit so etwas nicht nochmal passiert.?

Ich sehe hier kein straf- oder luftverkehrsrechtliches Fehlverhalten. Über irgendwelche Vertragsverletzungen könnte man sich unterhalten. Aber am Ende des Tages gilt: Es ist nichts passiert, gehen Sie weiter. (Was natürlich ein glücklicher Ausgang ist - wenn in einem der Flugzeuge jemand kollabiert wäre, sähe es anders aus.) Wir haben auch nun einmal keine "tarmac rule".
 

Papua

Reguläres Mitglied
31.12.2025
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Ich sehe hier kein straf- oder luftverkehrsrechtliches Fehlverhalten. Über irgendwelche Vertragsverletzungen könnte man sich unterhalten. Aber am Ende des Tages gilt: Es ist nichts passiert, gehen Sie weiter. (Was natürlich ein glücklicher Ausgang ist - wenn in einem der Flugzeuge jemand kollabiert wäre, sähe es anders aus.) Wir haben auch nun einmal keine "tarmac rule".
Zeit eine Tarmac Rule einzuführen
 

MFox

Erfahrenes Mitglied
10.06.2016
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Vielleicht waren auch einfach Hotels voll. Und bevor jemand auf die Idee kommt sich auf LH Kosten mit dem Taxi irgendwohin zu einem Hotel karren zu lassen war es einfacher alle im Flieger zu lassen. Kommt keiner auf bloede Ideen.
Das würde ja perfekt zur bekannten „Zurück-zur-Basis“-Strategie passen: Erst vier Stunden über den Atlantik schicken, kurz vor Neufundland einen nicht sicherheitsrelevanten Defekt feststellen und dann mit allen Pax wieder brav nach FRA/MUC/ZRH zurückdrehen. Klar, Hauptsache Heimatbasis. Da ist’s bekanntlich immer besser und vor allem schön einfach für die Airline. Techniker und Ersatzteile gibts ja keine in USA oder Kanada.
 

Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
Was immer es war, es kann vorkommen. Aber irgendeine hörbare Entschuldigung mit angemessener Entschädigung und Bedauern fände ich langsam schon gut. Es geht immerhin um zahlende Kunden und die zuverlässige Nutzbarkeit des Netzwerkkonzepts. Ihren Anspruch können sie ja so nicht erfüllt haben? Oder wird bei City nur auf Schmalspur entschädigt?
 
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rorschi

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09.03.2009
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ZRH / MUC
Ich sehe hier kein straf- oder luftverkehrsrechtliches Fehlverhalten. Über irgendwelche Vertragsverletzungen könnte man sich unterhalten. Aber am Ende des Tages gilt: Es ist nichts passiert, gehen Sie weiter. (Was natürlich ein glücklicher Ausgang ist - wenn in einem der Flugzeuge jemand kollabiert wäre, sähe es anders aus.) Wir haben auch nun einmal keine "tarmac rulrule"
Ja, aber was da in meinem nördlichen Nachbarland passiert ist, grenzt schon fast an Deutsche Verhältnisse. Dienst nach Vorschrift, keiner will Schuld sein, die ganze Energie wird in Ausreden und Begründungen investiert. Das ist auch das Erfolgsrezept, wieso DB, MVG und andere so gut sind wie sie sind.

Was ist eigentlich, wenn in MUC mal nach Mitternacht ein Flieger wegen einem Medical oder einem anderen Problem runter muss? Warten bis 05:30, bis sich jemand darum kümmern möchte?
 

DFW_SEN

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28.06.2009
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IAH & HAM
Es war aber eben kein Notfall und deswegen wurde vom Cockpit auch keiner draus gemacht. Egal wie unmöglich und blöd das alles ist, ist es kein Notfall.

Ich habe meinen Mitarbeitern immer “eingebläut”, dass nicht immer alles zu 100% vorab geregelt sein kann, egal wie sehr man Sceanrien plant. Und wenn so ein Fall eintritt, dann muss dieser angemessen adressiert werden, ohne dass man sich gegenseitig den schwarzen Peter zuspielt. Und das ist so ein Beispiel. Und da erwarte ich von einem Captain, der “ranghöchste Mitarbeiter vor Ort, der das Gehalt eines Managers erhält, dass er/sie einer der Situation angemessene Loesung findet. Und die Loesung ist nicht auf den nächsten Morgen zu warten.
 

Volume

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01.06.2018
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Wo ist Joe Patroni, wenn man ihn mal braucht 😁
Auf dem Idaho State Veterans Cemetery...

Mal eine ganz doofe, naive Frage. Statt für den Staatsanwalt, ist dies nicht ein Fall für das LBA? Können die Auflagen erlassen, damit so etwas nicht nochmal passiert.?
Gute Frage, mit sowas kann man eventuell seine Betriebsgenehmigung gefährten. Wenn man denn Behörden hat, die da nicht von der Politik ausgebremst werden.

Was würden sie denn machen, wenn plötzlich ein Flieger mit Notlage reinkommt und auf der Bahn strandet? Die Feuerwehr muss doch für sowas eigene Buskapazitäten haben.
Aber evtl. hat FJS selig auch da eine bajuvarische Sonderregelung erfunden, so wie das Schneeräumen durch Bauern aus der Nachbarschaft.
Insgesamt stehen für den Winterdienst rund 600 Frauen und Männer zur Verfügung, von denen rund 520 aus der Landwirtschaft und von Fuhrunternehmen in der Umgebung kommen und zum Teil auch eigene Fahrzeuge zur Verfügung stellen.

Dafür gibt es doch die berühmten Feldbetten im Terminal.
Dann braucht es aber auch lizenzierte Feldbettentransporteure und Feldbettaufstellberechtigte... Sonst klemmt sich noch jemand die Finger.

Es geht immerhin um zahlende Kunden und die zuverlässige Nutzbarkeit des Netzwerkkonzepts. Ihren Anspruch können sie ja so nicht erfüllt haben? Oder wird bei City nur auf Schmalspur entschädigt?
Entschädigen? Wie oft ist sowas in den letzen Jahren passiert? Na also, außergewöhnlicher Umstand. Und alles zumutbare hat man auch unternommen, man hat beim Flughafen angerufen, aber da hat keiner abgehoben.
Und Betreuung hat es durch die FAs gegeben, das ist sehr viel mehr Betreuung als man zu dieser Zeit im Terminal bekommt.
 

Poppy

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19.06.2021
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341
Wieso gibt es da eigentlich keinen Bereitschaftsdienst?
Und da erwarte ich von einem Captain, der “ranghöchste Mitarbeiter vor Ort, der das Gehalt eines Managers erhält, dass er/sie einer der Situation angemessene Loesung findet. Und die Loesung ist nicht auf den nächsten Morgen zu warten.
Was hätte man da deiner Meinung nach machen sollen? Denen sind doch auch die Hände gebunden, wenn die Infrastruktur im Terminal Feierabend hat und keiner weiß was die alles versucht haben. Wenn keine Gangway etc da ist, wie willst du die Passagiere aus dem Flieger bekommen? Über die Notrutsche?

Und bevor man den Laden dicht macht, muss man sich doch vergewissern ob da nicht noch irgendwo Passagiere gestrandet sind.
Da hat vollumfänglich der Flughafenbetreiber versagt.
 

Münsterländer

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16.12.2018
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MUC / FMO
Und da erwarte ich von einem Captain, der “ranghöchste Mitarbeiter vor Ort, der das Gehalt eines Managers erhält, dass er/sie einer der Situation angemessene Loesung findet. Und die Loesung ist nicht auf den nächsten Morgen zu warten.
Grundsätzlich stimme ich dir zu. Aber der Capitän hat Verantwortung für seine Maschine aber darüber hinaus eigentlich keine Berechtigungen. Hier sind einem leider auch als Flugzeuglenker die Hände gebunden.
 
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MANAL

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29.05.2010
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Dahoam
Das ganze ist sicher auch ein Resultat der ganzen Spar- und Outsourceing-Maßnahmen. Früher hat man in allen Bereichen Mitarbeiter gehabt die ewig im Betrieb waren und die sich in solchen Situation nichts geschissen hätten und in Eigeninitiative Probleme durch Anpacken mit den richtigen Kollegen gelöst. Solche Mitarbeiter waren früher alleine aufgrund ihrer Erfahrung und ihres Wissens unkündbar und damit hatten die sehr viele Freiheiten. Heutzutage werden aber viele Arbeiten an Subunternehmer vergeben um wieder Geld zu sparen und Mitarbeiter wie Zitronen auszupressen. Verständlich, dass von denen keiner bereit ist freiwillig Mehrarbeit zu leisten und die die es würden machen es nicht weil es eh nur Ärger bis zur Kündigung gibt weil man die Kompetenzbereiche anderer Subunternehmer oder anderer kleiner Fürstentümer überschritten hat. Zudem haben Subunternehmer häufig eh keinen Einblick oder Überblick in das große Ganze.

Man kann und muss sicher sparen. Aber man sollte halt überlegen wo die Grenzen sind und wo man keinerlei Reserven mehr hat und von der Substanz lebt.
 

Aviatar

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14.10.2017
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Einfach peinlich und desaströs wie LH das gehandhabt da. Da gibt es auch keine Entschuldigung, die das rechtfertig. LH hat wegen Kostensparmaßnahmen an dem Abend kläglich versagt.
Man hätte viel früher den Flug abblasen müssen und alle Passagiere zurück zum Terminal fahren müssen.
Bin mal gespannt, was da für Forderungen auf die LH zukommen.
 
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djohannw

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11.10.2009
2.009
609
Grundsätzlich stimme ich dir zu. Aber der Capitän hat Verantwortung für seine Maschine aber darüber hinaus eigentlich keine Berechtigungen. Hier sind einem leider auch als Flugzeuglenker die Hände gebunden.
"Munich Apron, this is LH2446 - declaring PAN PAN PAN. We have a fume event on board, several pax complain about nauseousness in growing numbers. Request to evacutate passengers and crew onto the tarmac." -> Problem gelöst in wenigen Minuten.

Viele Grüße - Dirk