Luftfahrt in Deutschland im Niedergang

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Luftikus

Megaposter
08.01.2010
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irdisch
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Wir bauen hier gerade neue Regionalflugzeugfabriken auf, gefördert. Und die Länder brauchen eigene Verbindungen. Zu den Drehkreuzen, nicht nur deutschen, und direkte Linien untereinander. Da kann man doch nicht tatenlos zugucken, wie alles wegbröckelt? Es muss nicht Luxus sein, aber es muss ein Basis-Angebot geben.
 

Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
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n gewissen Humor hast du jedenfalls
"kann man nicht tatenlos zugucken, wie alles wegbröckelt"

oh doch ... kann man
man kann sogar schon seit vielen Jahren tatenlos zugucken
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
27.665
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irdisch
Es gibt keine klare Linie, dass man Luftverkehr erhalten will. Die bräuchte man aber. Verlässlichkeit. Sonst kommt niemand von außen. Stattdessen treibt unsere Politik einseitig bei uns die Kosten und Gebühren hoch. Jetzt nicht noch weiter zu erhöhen, reicht nicht, um irgendjemanden anzulocken. Die Airlines benchmarken das Umsatzpotenzial in Europa und fliegen einfach woanders.
 

Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
2.737
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wir sind jetzt aber schon bei Taten, die ein gewisses Incentive schaffen sollen, die private Investoren dazu anreizen sollen, in D zu investieren, oder !?

nenn doch mal ein einziges solches Incentive, welches ein privater Investor haben soll, in D in Regionalairlines zu investieren?
was, außer Ärger, Nerventod und monetärer Verlust soll denn dabei herauskommen?!
 

Stern49

Erfahrenes Mitglied
03.06.2023
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Auf jeden Fall hat Tuifly anders als die Jammerhansa einen etwas realistischeren Blick auf den schwierigen deutschen Luftverkehrsmarkt und möchte in Deutschland keine Langstrecken mehr anbieten,da es einfach keinen geeigneten Standort dafür gibt.So ist es wohl.Helfen könnte da nur der A321XLR,den aber die Amateurexperten des Kranichs kategorisch ablehnen.Vielleicht nur aerodynamischer Altersstarrsinn.Aber leider mit negativen Folgen für Gesamtdeutschland.
 

Micha1976

Erfahrenes Mitglied
09.07.2012
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Das mit den Langstrecken ex Deutschland bei Tuifly ist aber schon lange her. Als man die Mitte der 1990er eingestellt hat hieß das Unternehmen noch Hapag-Lloyd Flug GmbH. Und die Überlegungen kurz vor der Pandemie gingen eh "nur" in Richtung von Charterverkehr für (eigene) Kreuzfahrten.
 
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Airsicknessbag

Megaposter
11.01.2010
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Da kann man doch nicht tatenlos zugucken, wie alles wegbröckelt?

Es gibt keine klare Linie, dass man Luftverkehr erhalten will. Die bräuchte man aber. Verlässlichkeit. Sonst kommt niemand von außen. Stattdessen treibt unsere Politik einseitig bei uns die Kosten und Gebühren hoch.

Fliegerei ist böse und Umwelt-Pfui. Es ist offizielle Linie des Gesetzgebers, dafür zu sorgen, dass weniger geflogen wird. Was jetzt passiert, ist das gewünschte Ergebnis der Anti-Luftfahrt-Politik. Das kann man ausdrücklich so in der Gesetzesbegründung nachlesen: "Mit dem Luftverkehrsteuergesetz soll auch der Flugverkehr in die Mobilitätsbesteuerung einbezogen werden, um Anreize für umweltgerechtes Verhalten zu setzen. Bei der Besteuerung sind ökologische Belange zu berücksichtigen."

Übersetzt: Die Leute sollen am Geldbeutel gepackt werden, um weniger zu fliegen und damit die Umwelt zu schonen.

Es wäre absurd, jetzt mit Subventionen dagegenzusteuern.
 

imfromgermany

Erfahrenes Mitglied
02.10.2017
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NUE
Fliegerei ist böse und Umwelt-Pfui. Es ist offizielle Linie des Gesetzgebers, dafür zu sorgen, dass weniger geflogen wird. Was jetzt passiert, ist das gewünschte Ergebnis der Anti-Luftfahrt-Politik. Das kann man ausdrücklich so in der Gesetzesbegründung nachlesen: "Mit dem Luftverkehrsteuergesetz soll auch der Flugverkehr in die Mobilitätsbesteuerung einbezogen werden, um Anreize für umweltgerechtes Verhalten zu setzen. Bei der Besteuerung sind ökologische Belange zu berücksichtigen."

Übersetzt: Die Leute sollen am Geldbeutel gepackt werden, um weniger zu fliegen und damit die Umwelt zu schonen.

Es wäre absurd, jetzt mit Subventionen dagegenzusteuern.
Traurig, dass sich die Union dagegen nicht auflehnen kann. Aber scheinbar hat der 12%-Junior-Partner noch immer zu viel Macht.
 

red_travels

Reisender
16.09.2016
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www.red-travels.com
Traurig, dass sich die Union dagegen nicht auflehnen kann. Aber scheinbar hat der 12%-Junior-Partner noch immer zu viel Macht.

gekränkter Merz-Wähler? Der Mist kommt doch aus Reihen der CDU, Kabinett Merkel II aus CDU/CSU & FDP.
Die Luftverkehrabgabe wurde im Juni 2010 vom Kabinett Merkel II im Sparpaket der Deutschen Bundesregierung 2010beschlossen, um zusätzliche Staatseinnahmenfür den deutschen Staat zu generieren und um die steuerliche Besserbehandlung des Luftverkehrs (alle anderen Verkehrsträgerzahlen Energiesteuer (früher: Mineralölsteuer)) zu verringern.
 

Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
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Traurig, dass sich die Union dagegen nicht auflehnen kann. Aber scheinbar hat der 12%-Junior-Partner noch immer zu viel Macht.
Woher kommt eigentlich die Mer das die Union bei solchen Entscheidungen immer Opfer ist/war? Helmut Kohl, Angela Merkel und jetzt Friedrich Merz, in den vergangenen 45 Jahre haben diese 33 Jahre regiert.

Egal wo dieses Land heute steht, es liegt massgeblich in der Verantwortung der Union. Egal ob marode Infrastruktur, mangelnde Digitalisierung oder Abhängigkeiten von fossilen Energieträgern, die Weichen wurden von der Union gestellt.

Es gibt vieles was im argen liegt, aber letztlich braucht man nicht zu jammern, wir haben diese Poliitk merhheitlich so gewollt, wie wir und ja auch mehrheitlich Friedrich Merz gewünscht haben und uns jetzt wieder was neues wünschen.

Nehmen wir doch Berlin mal exemplarisch für all diese Wünsche, Berlin brach alle Rekorde bei den Fluggastzahlen, die Logik ein grösserer Flughafen und alles wird noch besser, doch dem war nicht so. Berlin wird immer unattraktiver für Flugreisende, weil man sich keine Gedanken darüber gemacht hat was Gäste/Touristen eigentlich wollen, also haben wir heute weniger Ankünfte am BER als 2019.

Wer dann als Begründung irgendwelche Steuern anführt versteht die Situation nicht. FR ziehst sich doch aus Berlin nicht zurück weil der Flughafen "zu teuer" ist, sie ziehen sich zurück weil keiner mehr nach Berlin will. Klar helfen hohe Kosten nicht, aber wenn ein Ziel attraktiv ist spielen diese Kosten keine Rolle. Das man als Airline, vor allem wenn man auch Arbeitsplätze abbauen muss die Schuld bei der Politik sucht ist doch logisch, aber die Realität sagt Berlin ist unattraktiv deswegen kommt keiner mehr, auch wenn die Flüge morgen 20€ günstiger werden ändert das wenig.

Ändern wird sich das wenn das Gesamtpaket wieder für irgendwelche Zielgruppen passt. Und was für Berlin gilt gilt halt ähnlich für Deutschland.

Würde doch aktuell auch keiner sagen das der Tourismus in den USA wegen der hohen Flugpreise einbricht.
 

Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
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Absurd? Wir reden von Deutschland! Inkohärente Regulierung ist die Regel, nicht die Ausnahme. Hauptsache, wir regulieren viel.
Es wäre aber absurd mit Subventionen gegen die eigenen Ziele zu arbeiten. Weniger innerdeutscher Flugverkehr war und letztlich ist ausdrücklich politisch gewünscht - die Klimaziele sind eben nicht mal eben wegzuwischen, im Gegenteil sie haben erhebliche Relevanz im politischen handeln.
 
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schwerelos

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16.03.2026
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Es wäre aber absurd mit Subventionen gegen die eigenen Ziele zu arbeiten. Weniger innerdeutscher Flugverkehr war und letztlich ist ausdrücklich politisch gewünscht - die Klimaziele sind eben nicht mal eben wegzuwischen, im Gegenteil sie haben erhebliche Relevanz im politischen handeln.
Und trotzdem Tankrabatt und e-Auto Subvention zugleich...
 
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CarlD

Erfahrenes Mitglied
03.04.2022
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Die pure Verzweiflung vor dem medial orchestrierten Volkszorn, den miesen Umfragewerten, den kommenden Landtagswahlen...
Gestern bin ich im Hotel (sonst sehe ich kaum fern) eher zufällig beim ARD-Morgenmagazin gelandet und erlebte einen verbal herumrudernden Bundesverkehrsminister, der dieses Gießkannensystem wohl auslaufen lassen möchte, aber dummerweise noch nicht wusste, ob er "dürfen darf".
 

Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
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Es wäre aber absurd mit Subventionen gegen die eigenen Ziele zu arbeiten. Weniger innerdeutscher Flugverkehr war und letztlich ist ausdrücklich politisch gewünscht - die Klimaziele sind eben nicht mal eben wegzuwischen, im Gegenteil sie haben erhebliche Relevanz im politischen handeln.
na also
dann bekommt Deutschland doch lediglich denjenigen Niedergang, den es mehrheitlich selbst gewünscht hat
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Woher kommt eigentlich die Mer das die Union bei solchen Entscheidungen immer Opfer ist/war? Helmut Kohl, Angela Merkel und jetzt Friedrich Merz, in den vergangenen 45 Jahre haben diese 33 Jahre regiert.

Egal wo dieses Land heute steht, es liegt massgeblich in der Verantwortung der Union. Egal ob marode Infrastruktur, mangelnde Digitalisierung oder Abhängigkeiten von fossilen Energieträgern, die Weichen wurden von der Union gestellt.
alles korrekt, was du sagst
aber hast du da nicht einen wesentlichen Player vergessen?!

deine Aussage ist nicht falsch, sie hat nur eine gewisse Lücke
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
27.665
13.480
irdisch
Das ererbte Ampel-Erziehungsziel "Luftverkehr kaputt machen" ist verkehrt. Die Zeche zahlen die Länder und alle außerhalb der Drehkreuze. Die andere Idee, die "Melkkuh Luftfahrt" immer mehr abzukassieren, etwa bei Flugsicherungsgebühren mit nachträglichem Aufschlag für entgangene Bundeseinnahmen während der Corona-Zeit, hat die Kosten bei uns auch einseitig zu hoch gemacht und unseren Luftverkehr geschwächt. Beides zusammen beschleunigt die negative Entwicklung. Da werden bald Flughäfen pleite gehen oder einfach als Geisterflughäfen in der Landschaft rumstehen, obwohl es eigentlich Bedarf gäbe. Schlechte Standorterreichbarkeit hat dann immer weitere Schneeballeffekte bei Tourismus und Wirtschaft. Die anderen in der EU sind nicht so bescheuert.
 
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