Bahn-Sammelthread

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juliuscaesar

Megaposter
12.06.2014
25.779
23.939
FRA
Straßen, Brücken, Schienen - die Bereitstellung von guter Infrastruktur ist teuer. Die Deutsche Bahn braucht derzeit mehr als 20 Milliarden Euro jährlich, um den Verfall des Schienennetzes zu stoppen. Auch der Investitionsbedarf etwa bei Brücken für den Autoverkehr liegt im Milliardenbereich:

 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
27.812
13.643
irdisch
Das ist wie bei der Bahn. Profitabilität von Staatsbetrieben ist eine Illusion. Wie ein Theater spielt man sich das aber immer weiter vor. Vermutlich könnte man bei der Flugsicherung durch neue Technologien und Automatisierung sehr stark sparen, aber Gewinn wird sie eher nicht abwerfen.
 
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Luftikus

Megaposter
08.01.2010
27.812
13.643
irdisch
Der Staat muss direkt bei sich sparen. Einfachere Regeln machen Tempo, weniger Kosten und weniger Verwaltungsaufwand. Die alten Boomer kann man sowieso nicht alle ersetzen.
 

NikSeib

Erfahrenes Mitglied
29.11.2016
1.299
791
Welche Stellen müssen den über die Identität Auskunft geben wenn es einen Seggl am Bahnübergang zermatscht hat?
Seine Haftpflichtversicherung oder halt die Erben müssen ja für den Schaden aufkommen der angerichtet wurde.
Meine Versicherung kann das auch regeln aber warum die behelligen und nen höheren Tarif riskieren wenn man sich die Kohle vom Verursacher holen kann? geht ja immerhin um ein paar hundert Euro.
 

Karl Langflug

Erfahrenes Mitglied
22.05.2016
3.639
3.799
Die DB subventioniert mit ihrem Quasimonopol auf den lukrativen Strecken ihr Monopol auf den unrentablen Strecken..unpünktlich..unzuverlässig..teuer

Die Wettbewerber kommen, um auf den lukrativen Strecken Geld zu verdienen.

Die Fahrgäste auf den lukrativen Strecken profitieren von besseren Preisen.

Die Allgemeinheit wird mehr für den Betrieb der unrentablen Strecken beisteuern müssen.
Grundsätzlich ist das ja eine gute Kunde. Es könnten auch die Fahrpläne attraktiver werden und auf den "Konkurrenzstrecken" wird die DB darauf achten, dass sie dort top ist.

Ich gebe dir recht. Der Steuerzahler zahlt das doch jetzt schon, die DB wird ja durch den Steuerzahler am Leben erhalten, dementsprechend wenig begeistert ist er, wenn Gewinne auf Rennstrecken abgezügelt werden und der DB weniger bleibt, um die Sache querzusubventionieren. Denn das führt dazu, dass der Steuerzahler mehr reinbuttern muss, um sie zu erhalten oder man schliesst sie. Wenn das der Preis für den Wettbewerb ist, naja.

In Italien sind die Bahnpreise durch die Italo-Konkurrenz trotzdem nicht wirklich billig. Es könnte eben auch so kommen, dass sich das Ganze nach Jahren mit Kampfpreisen einspielt und tiefere Preise bei guter Qualität ein schöner Traum gewesen sind. Eisenbahnen haben hohe Fixkosten und sind kapitalintensiv. Dem kann sich auch Italo nicht entziehen.

Ich sähe Konkurrenz lieber bei der SNCF, damit dort endlich mal das Angebot grösser wird und Spontanreisen wieder möglich werden. In Frankreich isst man diesbezüglich aber viel härteres Brot. EU hin oder her.
 

lowwer

Erfahrenes Mitglied
12.11.2020
1.073
311
Wien
Beispiel bei meinen Test war bei uns in AT die Westbahn viel teurer als die ÖBB 1te Klasse.
Dafür ist der Regiojet CZ <-> AT <-> HU günstiger als die ÖBB.
 
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Vollzeiturlauber

Erfahrenes Mitglied
27.11.2012
11.935
4.412
Nord Europa
Der Steuerzahler zahlt das doch jetzt schon, die DB wird ja durch den Steuerzahler am Leben erhalten,

Deutschland gibt jährlich schätzungsweise knapp 16 Milliarden Euro für den Bau und Unterhalt von Schienen aus.

Deutschland gibt jährlich schätzungsweise knapp 40 Milliarden Euro für den Bau und Unterhalt von Straßen aus.
 
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HLX4U

Erfahrenes Mitglied
05.03.2012
3.747
2.742
Deutschland gibt jährlich schätzungsweise knapp 16 Milliarden Euro für den Bau und Unterhalt von Schienen aus.

Deutschland gibt jährlich schätzungsweise knapp 40 Milliarden Euro für den Bau und Unterhalt von Straßen aus.
Dieses Jahr sind wir schon bei 23 Milliarden als Investition ins Netz seitens des Bundes!
Die Länder und auch die Kommunen sind bei Neu- und Ausbauten ebenfalls mit im Boot. ( etwa 2 Milliarden je Jahr )

Dazu kommen 12-13 Milliarden für den bestellten Nahverkehr auf der Schiene.
Dazu 3 Milliarden für das Deutschlandticket.

Insgesamt gehen also pro Jahr über 40 Milliarden in das System Schiene.
 
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Karl Langflug

Erfahrenes Mitglied
22.05.2016
3.639
3.799
Deutschland gibt jährlich schätzungsweise knapp 16 Milliarden Euro für den Bau und Unterhalt von Schienen aus.

Deutschland gibt jährlich schätzungsweise knapp 40 Milliarden Euro für den Bau und Unterhalt von Straßen aus.
Das hat aber nichts mit der DB Personenverkehr oder wie die Sektion heisst, zu tun, sondern mit InfraGo. Der Steuerzahler alimentiert auch die Tickets und zwar kräftig, sonst wären die viel teurer. Eine flächenabdeckende Bahngesellschaft kann kaum Gewinne machen, da es ein sehr kapitalintensives Business ist (darum sind ja arriva und co. unter den Schirm grosser nationaler Bahngesellschaften gegangen) und die Ticketpreise im Regionalverkehr mit den Kommunen ausgehandelt werden. Zumindest ist das in der Schweiz so. Wenn ich mich recht entsinne, übernimmt hier der Steuerzahler je nach Verbund rund 1/3 der Ticketkosten, könnte aber auch mehr sein. Würde der Regionalverkehr "kostenneutrale" Ticketpreise haben, wären die Regionalzüge leer. Man hat aber keine Alternative. Will man die alle in Bussen von A nach B fahren oder gar nichts mehr anbieten? Also muss es der Steuerzahler finanzieren, wie auch die DB mit Quersubventionen.

Einzig auf gewissen Strecken im Fernverkehr lässt sich Gewinn abschröpfen, gewisse internationale Verbindungen, bei Nachtzügen hört es dann schon wieder auf. Und ich bin mir gar nicht so sicher, ob nicht auch einige Steuereuro dann auch noch bei Italo landen. Standortförderung, Fördergelder, Klimabatzen...
 
Zuletzt bearbeitet:

HLX4U

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05.03.2012
3.747
2.742
Hatte gestern bei DB FV übrigens einen für mich neuen Verspätungsgrund.

ICE kam mit überschaubarer Verspätung am Frankfurter Hbf an aus Amsterdam und sollte dann als Kurzläufer nach Köln fahren etwa 30min später.
Die Türen öffneten sich erst 5min vor der geplanten Abfahrt und weitere 10min später meldete sich der Fahrer: "Aufgrund der gesetzlich vorgeschriebenen Pause des Zugpersonals können wir erst in rund 10min abfahren". Ging dann mit +15 los.
Das ist wohl die direkte Aussage für "Verspätetes Personal aus anderer Fahrt".

Daneben wurde der ICE in der Zeit nicht gereinigt ( zumindest Müll wird normal in FRA entsorgt ) und die Toiletten stanken im ganzen Zug.
 
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haraldw

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20.03.2012
1.178
737
VIE
Beispiel bei meinen Test war bei uns in AT die Westbahn viel teurer als die ÖBB 1te Klasse.
Dafür ist der Regiojet CZ <-> AT <-> HU günstiger als die ÖBB.
Ich finde dass sich durch die Westbahn einiges geändert hat. Zum Beispiel war es bei der ÖBB früher nicht möglich online Tickets zu kaufen, auch wenn man schon im anfahrenden Zug saß.

Auch heute gibt es noch Verbesserungspotenzial, das vor allem durch den Vergleich sichtbar wird. Bei der ÖBB werden die Sitzplatzreservierungen nach 15 Minuten ausgeblendet, was immer wieder dazu führt, dass man sich später den Platz erdiskutieren muss. Nicht so bei der Westbahn.

Selbst die Schaffner der ÖBB sind über neue Zuggarnituren nicht glücklich, wenn der Türbereich deutlich kleiner/schmäler ist als bei der Westbahn und das Ein-/Aussteigen dadurch deutlich länger dauert und fraktionsgeladener passiert.
 

Weltenbummler42

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08.06.2010
3.867
1.503
noch TXL
Grundsätzlich ist das ja eine gute Kunde. Es könnten auch die Fahrpläne attraktiver werden und auf den "Konkurrenzstrecken" wird die DB darauf achten, dass sie dort top ist.

Ich gebe dir recht. Der Steuerzahler zahlt das doch jetzt schon, die DB wird ja durch den Steuerzahler am Leben erhalten, dementsprechend wenig begeistert ist er, wenn Gewinne auf Rennstrecken abgezügelt werden und der DB weniger bleibt, um die Sache querzusubventionieren. Denn das führt dazu, dass der Steuerzahler mehr reinbuttern muss, um sie zu erhalten oder man schliesst sie. Wenn das der Preis für den Wettbewerb ist, naja.
Sicherlich bringt der Wettbewerb Vorteile für den Verbraucher usw.
Aber da der Wettbewerb sich nur auf die profitablen Strecken bezieht ist der Preis dafür in der Fläche zu hoch.
Wie gesagt, entweder der Wettbewerber betreibt neben der profitablen Strecke auch eine unprofitable - vielleicht macht er sie sogar profitabel ;) - Wenn nicht ist es mehr als gerecht, wenn er von seinen Gewinnen, auch einen Anteil für das Betreiben von unprofitablen Strecken leistet.
Stellen wir uns das Szenario mal bei der Post vor, ich wohne irgendwo weit ab - und dann wird mir auch keine Post zugestellt?
Oder was ist im Gesundheitswesen mit einer seltenen Krankheit?
In all diesen Dienstleistungs -Bereichen, Wettbewerb ja, aber dieser Wettbewerb beschränkt sich dann nur auf die Rosinen.
Wer hier Gewinne macht, hat auch eine Verpflichtung für den Rest und sollte deshalb (s)einen Beitrag leisten.
Mann kann nicht nur Rosinen Rosinen rauspicken, mit den Gewinnen verschwinden - aber die anderen dann die Summe auslöffeln lassen
 
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juliuscaesar

Megaposter
12.06.2014
25.779
23.939
FRA
Gehen wir mal in die Fläche, mit FlixTrain:

Z.B. Erfurt -> Halle (Saale) bis zu fünf Mal am Tag ab 5,48 inkl. Sitzplatzreservierung.

Ist das Rosinenpicken oder Verbesserung für die Bevölkerung?

Beide Anbieter bezahlen für die Infrastruktur.

IMG_8822.jpeg
Der staatliche Quasimonopolist fährt die Strecke auch:
IMG_8823.jpeg
 
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Luftikus

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08.01.2010
27.812
13.643
irdisch
Wir brauchen eine Bahn in der Fläche, keine Rosinenstrecken. Die Bahn muss man politisch anders steuern, nicht aufgeben. Darauf läuft es hinaus, wenn nur noch Fernverkehr auf Rennstrecken meistbietend vergeben wird und der Rest wird eingestellt oder regionale Ländersache.
 

CarlD

Erfahrenes Mitglied
03.04.2022
1.131
1.798
Gehen wir mal in die Fläche, mit FlixTrain:

Z.B. Erfurt -> Halle (Saale) bis zu fünf Mal am Tag ab 5,48 inkl. Sitzplatzreservierung.

Ist das Rosinenpicken oder Verbesserung für die Bevölkerung?

Beide Anbieter bezahlen für die Infrastruktur.

Anhang anzeigen 343942
Der staatliche Quasimonopolist fährt die Strecke auch:
Anhang anzeigen 343943
Flixtrains fallen m.E. viel häufiger komplett aus als Bahnzüge und Verspätungen können beide gut. Ich halte überhaupt nichts davon, den Bahnverkehr in der Weise zu splitten, das ist eine völlig andere Geschichte als in der Luft.
 
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