B787-9 in FRA Bugrad weggeklappt

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Erfahrenes Mitglied
31.08.2013
12.401
12.058
LEJ
Gibt es im Cockpit keine rote Lampe für "Bugrad blockiert" oder eine grüne "Bugrad frei".
Es gibt doch sonst für alles ein Lämpchen......
Beitrag automatisch zusammengeführt:

15 Minuten ist noch im rechtlichen Rahmen für medizinische Erstversorgung bei Notfällen in Deutschland. Das ist auf dem Flughafen nicht anders als in Kappels-Dubbelsbach im tiefsten Hinterland. :p
Vielleicht schauen sie auf die Uhr und teilen ihre Zeit ein ;)
 
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westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
2.823
3.091
bitte wie lange???
Das juckt mich auch so nen bisschen. - Insbesondere, dass die BFU, zumindest im Zwischenbericht, nicht weiter darauf eingeht.
Fair enough: sie schreiben "an Bord". - Das kann also auch bedeuten, dass sie schon wesentlich früher am Luftfahrzeug waren, aber nicht an Bord konnten.

Interessant ist auch, dass sie die Rettungskräfte übers Hub Control Center angefordert haben. - Aber gut, ist halt die Frage ob die Verletzungen schon an Bord erkennbar waren.
 
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marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
5.677
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Das juckt mich auch so nen bisschen. - Insbesondere, dass die BFU, zumindest im Zwischenbericht, nicht weiter darauf eingeht.

Interessant ist auch, dass sie die Rettungskräfte übers Hub Control Center angefordert haben. - Aber gut, ist halt die Frage ob die Verletzungen schon an Bord erkennbar waren.
Das Problem ist halt, die Rettungskette richtig in Gang zu setzen.

Das Flugzeug war nach dem "Crash" stromlos. Funk usw. somit nicht direkt verfügbar.
Irgendwelche Schaltereien an Batterie oder gar APU wird in diesem Moment sicher niemand wagen.

Wählt man einfach die 112 auf dem Handy, landet man beim Notruf der Stadt Frankfurt.

Das Hub Control Center war da schon der logische Weg.

Bis zur Feststellung, dass es ernsthaft verletzte Crew Member gab (die waren ganz hinten in der Kabine bzw. aufs Vorfeld gefallen) sind sicherlich auch ein paar Minuten vergangen. Wahrscheinlich ging der Notruf erst 5-10min nach dem Unfall bei der Feuerwehr ein.
 

MANAL

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29.05.2010
15.640
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Dahoam
Bis zur Feststellung, dass es ernsthaft verletzte Crew Member gab (die waren ganz hinten in der Kabine bzw. aufs Vorfeld gefallen) sind sicherlich auch ein paar Minuten vergangen. Wahrscheinlich ging der Notruf erst 5-10min nach dem Unfall bei der Feuerwehr ein.
Man darf auch nicht vergessen, dass erstmal kein vernünftiger Zugang zur Kabine möglich ist. Die Türe hinten war jetzt auf einmal ein paar Meter höher und damit von der Treppe entfernt. Und wie weiter oben schon erwähnt muss man auch sichergehen, dass da nicht noch mehr zusammenbricht. Der CPT hat sich ja einen Überblick verschafft und wenn da jetzt keine akuten Notfälle sind sollte man erstmal Ruhe bewahren. Der CPT hat sich ja selber entschieden nicht zu evakuieren. Die Kabinencrew ist ja auch für Erste Hilfe ausgebildet und hat so eventuelle Notmaßnahmen durchführen können. Wichtiger war es sicher erstmal zu klären dass außen niemand unter dem Wrack eingeklemmt ist.
 

SleepOverGreenland

Megaposter
09.03.2009
22.909
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FRA/QKL
Soso...
In Hamburg liegt die Hilfsfrist für den Rettungsdienst zum Beispiel bei 8 Minuten.
Das ist schön für Hamburg, hilft aber auf dem Land nicht. 15 Minuten sind die Vorgabe, 30+ Minuten durchaus mal die Realität. Und Hubschraubereinsätze werden nach der Gesundheitsreform auch verunmöglicht, weil nicht mehr leistbar. Verrecken ist scheinbar günstiger für die Allgemeinheit, :rolleyes:

Ja, ich weiß, hier geht es um den Airport. Aber ganz allgemein finde ich das Problem für ein Land wie Deutschland erbärmlich. Warum soll es also auf dem Flughafen so viel besser sein, wie im Rest des Landes (mit Ausnahme von Hamburg). :rolleyes:
 
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Schoizi

Erfahrenes Mitglied
28.04.2016
316
964
54
Hamburg
Das ist schön für Hamburg, hilft aber auf dem Land nicht. 15 Minuten sind die Vorgabe, 30+ Minuten durchaus mal die Realität.

Die Realität bestreite ich gar nicht, da hast du recht.
Mir ging es um deine pauschalisierte Aussage zur Hilfsfrist in Deutschland, die so eben nicht richtig ist.

Ich kenne die Hilfsfrist für Hessen nicht, erst recht nicht für den FRA. 15 Minuten kommt mir sehr lange vor, wobei mir das Argument mit Zugangsmöglichkeit und Eigenschutz plausibel erscheint.
 
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fvpfn1

Erfahrenes Mitglied
06.02.2016
1.185
692
15 Minuten ist noch im rechtlichen Rahmen für medizinische Erstversorgung bei Notfällen in Deutschland. Das ist auf dem Flughafen nicht anders als in Kappels-Dubbelsbach im tiefsten Hinterland.
Tatsächlich ist das von Bundesland zu Bundesland etwas unterschiedlich geregelt. Mag sein, dass ich mich irre, aber läuft nicht genau deswegen grade eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht (Stichwort einheitliche Lebensverhältnisse?)
 

pemko

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03.03.2015
3.025
2.538
TXL
Tatsächlich ist das von Bundesland zu Bundesland etwas unterschiedlich geregelt. Mag sein, dass ich mich irre, aber läuft nicht genau deswegen grade eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht (Stichwort einheitliche Lebensverhältnisse?)
Das Stichwort müsste "gleichwertige Lebensverhältnisse" lauten (Art. 72 Abs. 2 GG).
Sie können/müssen nicht gleich/identisch sein, eine Ungleichheit ist dem Begriff "gleichwertig" immanent.
 
10.02.2012
6.324
4.075
15 Minuten ist noch im rechtlichen Rahmen für medizinische Erstversorgung bei Notfällen in Deutschland. Das ist auf dem Flughafen nicht anders als in Kappels-Dubbelsbach im tiefsten Hinterland. :p
die Aussage ist sowas von falsch:


es gibt nur 3 (drei!) Bundeslaender mit mehr als 10min (die uebrigens in Hessen gelten): Berlin mit 15(!), Sachsen-Anhalt mit 12 und teilweise NRW mit bis zu 14,5.
 
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fvpfn1

Erfahrenes Mitglied
06.02.2016
1.185
692
Das Stichwort müsste "gleichwertige Lebensverhältnisse" lauten (Art. 72 Abs. 2 GG).
Sie können/müssen nicht gleich/identisch sein, eine Ungleichheit ist dem Begriff "gleichwertig" immanent.
Stimmt. Es macht halt einen Unterschied, ob eine Hilfsfrist 9 oder 12 Minuten beträgt, ob sie vom Eintreten des Notfalls / dem Anruf bei der Leitstelle / Auslösen des Alarms bis zum Eintreffen am Notfallort ("anhalten vor dem Haus") oder Eintreffen beim Patienten gerechnet wird. Da nicht ganz klar ist, ob die 15 Minuten nach Eintreten des Ereignisses, nach Notruf oder nach Auslösen der Funkwecker gerechnet wurden, finde ich die Zeit hier schwer zu beurteilen.
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
14.403
12.657
Gibt es im Cockpit keine rote Lampe für "Bugrad blockiert" oder eine grüne "Bugrad frei".
Irgendwer hat da die Sparkassen-Entscheidung getroffen: Wir machen das mit den Fähnchen.

Das juckt mich auch so nen bisschen. - Insbesondere, dass die BFU, zumindest im Zwischenbericht, nicht weiter darauf eingeht.
Ist ja nicht komplett luftfahrtspezifisch, deshalb kann ich die BFU Zurückhaltung nachvollziehen.
Ich hoffe sie detaillieren im Abschlußbereicht noch etwas klarer, wann Rettungspersonal am Flugzeug eingestroffen ist, wann bei den Verletzten und warum verzögert.
Bei wirklich Schwerverletzen wären 15 Minuten auf einem Flughafen am Terminal inakzeptabel. Aber irgendwie typisch für Deutschland in 21. Jahrhundert. Was sagen nochmal die Votrschriften? OK, dann besteht kein Handlungsbedarf...

Stichwort einheitliche Lebensverhältnisse?
Es leben doch noch alle, also alles einheitlich gut...

Innerhalb des vorderen Frachtraumes des Luftfahrzeuges wurde eine Abtrennung zum Avionic Compartment unterhalb des Cockpits geöffnet. In der dort befindlichen Aufbewahrungskiste für die Verriegelungs-Stifte der Fahrwerke wurde der Verriegelungs-Stift für das Bugfahrwerk mit einer roten Fahne gefunden (Abb. 5).
Das gehört schon eher in den "langsam wird es peinlich" Thread...

Da steht ein Beobachter neben dem Bugfahrwerk und es hängt erkennbar kein rotes Fähnchen runter, trotzdem wird der Test weiter durchgeführt? Mann oh Mann...
Es kommt natürlich beim Dreamliner (wie bei vielen modernen Flugzeugen) dazu, dass sich kein Cockpitfenster mehr öffnen lässt, also nix mit einfachem "Ey Ali, steckt Stift?" "Alles Ok Cheffe, Iste gesteckt"
 

Micha1976

Erfahrenes Mitglied
09.07.2012
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5.491
Soso...
In Hamburg liegt die Hilfsfrist für den Rettungsdienst zum Beispiel bei 8 Minuten.
Das, was du ansprichst ist eine Ableitung aus Dienstvorschriften der Hamburger Feuerwehr. In den einschlägigen Hanburger Gesetzen und Verordnungen findest du wohl nur die wachsweiche Formulierung "bedarfsgerecht und angemessen".
 
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jodost

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23.10.2011
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CGN
ei wirklich Schwerverletzen wären 15 Minuten auf einem Flughafen am Terminal inakzeptabel. Aber irgendwie typisch für Deutschland in 21. Jahrhundert. Was sagen nochmal die Votrschriften? OK, dann besteht kein Handlungsbedarf...
im Bericht steht "nach etwa 15 Minuten". Klingt so, als es sei es nicht dokumentiert worden, könnten auch 12 oder 16 gewesen sein. Und "an Bord". Wann sie an der Einsatzstelle waren und wie lange sie warten mussten, bis sie sicher an Bord gehen durften, steht da nicht.

Kann natürlich sein, dass es viel zu lang war. Kann aber auch sein, dass sie nach 7 Minuten da waren, dann vier Minuten warten mussten bis sie in die Maschine rein durften. Weiß man nicht.

"Typisch deutsch" finde ich da eher, da direkt ein bewusstes halbes Organisationsversagen ("Vorschriften eingehalten? dann dürfen wir langsam sein") draus zu machen.
 
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monty81

Erfahrenes Mitglied
05.05.2017
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Stimmt. Es macht halt einen Unterschied, ob eine Hilfsfrist 9 oder 12 Minuten beträgt, ob sie vom Eintreten des Notfalls / dem Anruf bei der Leitstelle / Auslösen des Alarms bis zum Eintreffen am Notfallort ("anhalten vor dem Haus") oder Eintreffen beim Patienten gerechnet wird. Da nicht ganz klar ist, ob die 15 Minuten nach Eintreten des Ereignisses, nach Notruf oder nach Auslösen der Funkwecker gerechnet wurden, finde ich die Zeit hier schwer zu beurteilen.
Ab Eintreten des Notfalls würde ich mal ausschliessen, solange den niemand meldet.
In Sachsen sind es z.B. 12 Minuten inkl. Disposition- und Ausrückezeit. Gezählt wird ab "Vorliegen aller Informationen, die zur Disponierung erforderlich sind
(Ende Notrufabfrage)" bis "zu seinem Eintreffen am Einsatzort an einer öffentlichen Straße."

Für die Feuerwehr gelten auf einem Flughafen doch 3min ab Alarmierung, denke mal nicht, dass der Rettungsdienst dann 15 Minuten braucht. Hier wird es wohl einfach an Wartezeiten an der Einsatzstelle gelegen haben.
 

MANAL

Erfahrenes Mitglied
29.05.2010
15.640
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Dahoam
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Bei wirklich Schwerverletzen wären 15 Minuten auf einem Flughafen am Terminal inakzeptabel. Aber irgendwie typisch für Deutschland in 21. Jahrhundert. Was sagen nochmal die Votrschriften? OK, dann besteht kein Handlungsbedarf...
Schwerverletzt bedeutet nicht automatisch, dass sofortige Erste Hilfe notwendig ist. Es bedeutet lediglich dass es so schwerwiegend ist, dass man stationär ins Krankenhaus muss. Wäre ein sofortiges Eingreifen durch Sanitäter notwendig gewesen hätte man sicher seitens der Crewmitglieder an Bord entsprechend gehandelt.
 
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