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Gründe für den Personalmangel?

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Ich finde es auch etwas merkwürdig: Man echauffiert sich über "die Zustände", die zu einem Gutteil verursacht werden durch Fachkräftemangel, will sich dann aber selber rausnehmen aus dem System, indem man a) selber nichts produktives macht, sich nicht selber als Fach- (oder in unseren Sphären meinetwegen auch Führungs)kraft einbringt und b) auch noch rosinenpickenderweise ganz das Land verlassen will. Mit dem Ausmaß an Gemeinschaftssinn hat es eine Gesellschaft dann halt auch schwer.

Ach ja: Dann aber bitte auch nicht im Alter unter Heulen und Wehklagen wieder unter die Fittiche des deutschen Gesundheitssystems zurückkommen.

Ich hoffe du beziehst dich mit dem Kommentar ausschließlich auf Influencer und andere "Content Creator".
 
laut Deutsche im Ausland eV haben in den ersten 10 Monaten des Jahres 2026 bisher 288.000 Deutsche D verlassen, das ist ein historischer Spitzenwert

die Hauptgründe laut DiAeV sind:
- hohe Abgabenbelastung
- bessere Verdienst- und Karrieremöglichkeiten
- Bürokratie und Überegulierung
- Wohnungsnot
- mentaler Stress und Burnout schon mit sehr jungen Jahren (gemeint ist um die 30 plus/minus)
- kaum noch Aussicht auf sozialen Aufstieg und keine Einhaltung des Leistungsversprechens
- generell frustrierende Zustände in D
Ohne die Information wieviele Deutsche gleichzeitig nach Deutschland zurückkehren ist das ein nutzloser Datenpunkt. Die Welt wird mobiler.
 
Ohne die Information wieviele Deutsche gleichzeitig nach Deutschland zurückkehren ist das ein nutzloser Datenpunkt. Die Welt wird mobiler.
diese Datenpunkte liegen alle vor, man muss sich lediglich informieren wollen
man kann die knapp 300.000 deutschen Auswanderer in 2026 nach durchschnittlichem Alter, Bildungsgrad, Karriere- und Sozialstand sortieren lassen

und die Rückkehrer ebenso

und man wird "interessante" Muster finden
eben diejenigen Muster, die sowieso schon bekannt sind, die aber bestimmte Metiers in D weder hören und auch nicht wahrhaben wollen
 
Sind Daytrader, Content-Creatoren, Influencer, Medien- und Kommunikationsexperten, Think-Tank-Beschäftigte etc. (beliebig erweiterbar) Fachkräfte in diesem Sinne?

Ich frage NICHT für einen Freund

(alle wissen, wie es (nicht) geht; schaffen kann keiner ...

wenn sie nicht auf Staatskosten arbeiten und leben und auf einen rein privaten Nachfragemarkt treffen, ja klar
warum denn nicht?
dann sind sie Privatdienstleister wie viele andere Dienstleister auch
(bei Think Tank Beschäftigten ua, also den typischen NGOs, ist diese Bedingung allerdings meist nicht erfüllt, weil sie iaR tatsächlich auf der Payroll der Staates stehen)
Fuer die Beantwortung der Frage, ob jemand eine Fachkraft ist, springt die Reduzierung auf die Frage, von wem er/sie letztlich bezahlt wird vielleicht ein bisschen zu kurz. Sind die Lehrer, die sich um Deine Kinder kuemmern (so Du welche hast) keine Fachkraefte, nur weil sie vom Staat bezahlt werden? Oder auch die Ingeneure und Techniker in der Verteidigungsindustrie? Die arbeiten zwar in privaten Unternehmen, aber da sie Ihre Waren im wesentlichen nur an Staaten verkaufen koennen, werden sie indirekt letztlich auch mit Staatsgeld bezahlt. Man kann sicher darueber streiten, welche Taetigkeiten fuer die Gesellschaft und den Staat wichtig sind und deshalb von ihm bezahlt werden sollten, egal ob direkt oder indirekt, aber das hat sicher nichts mit der Definition zu tun, ob derjenige, der sie ausfuehrt, eine Fachkraft ist. Ansonsten habe ich ehrlich gesagt keine Ahnung was die offizielle Definition einer Fachkraft ist, aber zumindest ein Bauchgefuehl, dass in der genannten Liste ein paar "Berufe" sind, bei denen ich Zweifel haette (und das sind nicht unbedingt zuerst die Medien- und Kommunikationsexperten und Think-Tank-Beschäftigten).
 
diese Datenpunkte liegen alle vor, man muss sich lediglich informieren wollen
man kann die knapp 300.000 deutschen Auswanderer in 2026 nach durchschnittlichem Alter, Bildungsgrad, Karriere- und Sozialstand sortieren lassen

Kannst Du einen Link zu Deiner Quelle senden.

und die Rückkehrer ebenso

Zumindest in den vergangen Jahren lag die Anzahl der Rückkehrer jeweils etwas unter der Anzahl der Auswanderer, so dass die Netto-Auswanderung deutlich geringer ist, als die marktschreierische Zahl, die Du vortraegst.

und man wird "interessante" Muster finden

Zum Beispiel, dass junge Menchen auswandern, und aeltere zurueckkehren.

eben diejenigen Muster, die sowieso schon bekannt sind, die aber bestimmte Metiers in D weder hören und auch nicht wahrhaben wollen

Keine Ahnung wovon Du sprichst, aber niemand bezweifelt, dass gut ausgebildete, junge Deutsche auswandern. Genauso wie gut ausgebildete Franzosen, Amerikaner, Spanier, Italiener,.... Die Welt ist kleiner geworden, Karrieren globaler, Menschen sind eher willens ein Abenteuer einzugehen, nicht jeder ist nur ein Grossmaul, wie einige Teilnehmer hier.

Ich bin insgesamt 4 mal aus Deutschalnd ausgeandert, 4 mal nach Deutschland zurueckgekehrt, habe mein halbes Leben im Ausland verbracht. Ich tauche in Deiner Statistik also jeweils 4 mal auf. Mein halbes soziales Umfeld besteht aus Menschen, die auserhalb ihres Heimatslandes leben und arbeiten.
 
Ich finde es auch etwas merkwürdig: Man echauffiert sich über "die Zustände", die zu einem Gutteil verursacht werden durch Fachkräftemangel, will sich dann aber selber rausnehmen aus dem System, indem man a) selber nichts produktives macht, sich nicht selber als Fach- (oder in unseren Sphären meinetwegen auch Führungs)kraft einbringt und b) auch noch rosinenpickenderweise ganz das Land verlassen will. Mit dem Ausmaß an Gemeinschaftssinn hat es eine Gesellschaft dann halt auch schwer.

Ach ja: Dann aber bitte auch nicht im Alter unter Heulen und Wehklagen wieder unter die Fittiche des deutschen Gesundheitssystems zurückkommen.
Du sprichst aber nicht vom altbewährten Konzept des Volks als Schicksals Gemeinschaft? Hmmm. 🤔
 
ich lese da ein gewisses Suchen nach dem Perpetual Traveler und dem Digital Nomad heraus, oder liege ich da falsch?
Hi! Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, hier nichts mehr zu schreiben, weil man schnell Gegenwind bekommt, wenn man nicht mit dem Strom schwimmt oder die aktuelle Politik und Regierung kritisch hinterfragt. Vielleicht sind manche einfach zu naiv oder zu sehr in ihrer eigenen Blase gefangen, um überhaupt nachvollziehen zu können, warum Menschen Deutschland den Rücken kehren wollen. Da ist es natürlich einfacher, sie pauschal als ‚rechts‘ oder ‚faul‘ abzustempeln, als sich ernsthaft mit den Gründen auseinanderzusetzen

Aber dir antworte ich gerne:

Du liegst damit genau richtig. Es geht mir darum, aus dem klassischen „Hamsterrad“ auszubrechen und ortsunabhängig arbeiten und leben zu können. Ich muss dafür nicht zwingend komplett auswandern. Vielmehr geht es mir um Freiheit, Flexibilität und die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wo und wie ich mein Leben gestalten möchte.
 
nicht jeder ist nur ein Grossmaul, wie einige Teilnehmer hier.
Mein Gott, was ist eigentlich während deiner „internationalen“ Laufbahn schiefgelaufen, dass du es nötig hast, fremde Menschen im Internet persönlich anzugreifen? Du musst schon ziemlich verbittert sein, wenn du meinst, andere ständig abwerten zu müssen.

Oder fehlt dir einfach die Bestätigung von mir, dass DU es geschafft hast und ich nicht? Musst du deshalb ständig gegen mich sticheln, um dich selbst überlegen zu fühlen? Was für eine arme Wurst!
[automerge]1792411182[/automerge]
Weniger deine Inhalte sind spannend, denn deine Diskussions Muster. Hier sind wir also erneut an dem Punkt, du forderst von anderen Belege ein, setzt dich aber selbst regelmäßig darüber hinweg. Interessant, interessant. 🧐
Langsam glaube ich, dass der Mann überhaupt nicht im Ausland gearbeitet hat, so oft wie das wiederholt wird. Urlaub zählt nicht und mal irgendwie im Supermarkt oder auf dem Bau als Touri aushelfen, würde ich jetzt nicht als "Auslandserfahrung" abstempeln. :rolleyes:
 
Ansonsten habe ich ehrlich gesagt keine Ahnung was die offizielle Definition einer Fachkraft ist, aber zumindest ein Bauchgefuehl, dass in der genannten Liste ein paar "Berufe" sind, bei denen ich Zweifel haette (und das sind nicht unbedingt zuerst die Medien- und Kommunikationsexperten und Think-Tank-Beschäftigten).
https://www.gesetze-im-internet.de/aufenthg_2004/__18.html, wenn es um die Fachkräfteanwerbung aus dem Ausland geht.

Du liegst damit genau richtig. Es geht mir darum, aus dem klassischen „Hamsterrad“ auszubrechen und ortsunabhängig arbeiten und leben zu können. Ich muss dafür nicht zwingend komplett auswandern. Vielmehr geht es mir um Freiheit, Flexibilität und die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wo und wie ich mein Leben gestalten möchte.
Hau rein und berichte authentisch, damit besetzt Du eine Lücke.

Die vielen YouTube-Videos zum Thema verschweigen zu viele Schattenseiten. Hat Thailand nicht kürzlich die Zügel für Rentner und „Freelancer“ deutlich angezogen?

PKV als Kostenfaktor nicht vergessen, da lohnt der Leistungsvergleich für Behandlungen im Ausland.
Muss selbstverständlich keine deutsche PKV sein, das will Dir natürlich niemand vorschreiben.
[automerge]1792411335[/automerge]
Mein Gott, was ist eigentlich während deiner „internationalen“ Laufbahn schiefgelaufen, dass du es nötig hast, fremde Menschen im Internet persönlich anzugreifen? Du musst schon ziemlich verbittert sein, wenn du meinst, andere ständig abwerten zu müssen.

Was für eine arme Wurst!
Es bleibt unterhaltsam.
 
Mein Gott, was ist eigentlich während deiner „internationalen“ Laufbahn schiefgelaufen, dass du es nötig hast, fremde Menschen im Internet persönlich anzugreifen? Du musst schon ziemlich verbittert sein, wenn du meinst, andere ständig abwerten zu müssen.

Ich habe in dem Fall nicht von Dir speziell gespochen, hier tummelt sich ja eine ganze Gruppe von Teilnehmern, die alles in Deutschland scheisse finden und regelmaessig grossmuendig ankuendigen demnaechst erfolgreich imAusland durchzustarten.

Das sind oftmals die gleichen Teilnehmer, die die Brutto-Auswanderungszahlen reisserisch beklagen, ohne darauf einzugehen, wie es in die anderen Richting aussieht.

Insofern entschuldigung, wenn Du das als persönlichen Angriff verstanden hast
 
Hi! Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, hier nichts mehr zu schreiben, weil man schnell Gegenwind bekommt, wenn man nicht mit dem Strom schwimmt oder die aktuelle Politik und Regierung kritisch hinterfragt. Vielleicht sind manche einfach zu naiv oder zu sehr in ihrer eigenen Blase gefangen, um überhaupt nachvollziehen zu können, warum Menschen Deutschland den Rücken kehren wollen. Da ist es natürlich einfacher, sie pauschal als ‚rechts‘ oder ‚faul‘ abzustempeln, als sich ernsthaft mit den Gründen auseinanderzusetzen

Aber dir antworte ich gerne:

Du liegst damit genau richtig. Es geht mir darum, aus dem klassischen „Hamsterrad“ auszubrechen und ortsunabhängig arbeiten und leben zu können. Ich muss dafür nicht zwingend komplett auswandern. Vielmehr geht es mir um Freiheit, Flexibilität und die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wo und wie ich mein Leben gestalten möchte.
lies mal Jan Fleischauers "Du bist nicht allein"
vielleicht lindert das und du kannst ein paar Dinge daraus dazulernen

und du bist tatsächlich nicht allein
fast 300.000 Deutsche haben alleine in diesem Jahr 2026 diesen Schritt bereits vollzogen (davon alleine 121.000 im Juli 2026, ein absoluter Monatsrekordwert ever)
das Durchschnittsalter der Auszügler beträgt knapp 33 Jahre und 75% davon haben einen akademischen Abschluss
(Vergleich Gesamtbevölkerung: Durchschnittsalter knapp 50, Bildungsgrad: 28% akademisch)

in den Sozialwissenschaften ist allgemein anerkannt inzwischen von einem German Brain Drain and Capability Drain zu sprechen, der mittelfristig natürlich seine Folgen haben wird, der so eigentlich bisher nur aus anderen Ländern bekannt war, zum Beispiel lange Zeit aus Osteuropa
[automerge]1792432060[/automerge]
Kannst Du einen Link zu Deiner Quelle senden.
die stand im gequoteten Beitrag bereits dabei
 
und du bist tatsächlich nicht allein
fast 300.000 Deutsche haben alleine in diesem Jahr 2026 diesen Schritt bereits vollzogen (davon alleine 121.000 im Juli 2026, ein absoluter Monatsrekordwert ever)
das Durchschnittsalter der Auszügler beträgt knapp 33 Jahre und 75% davon haben einen akademischen Abschluss
(Vergleich Gesamtbevölkerung: Durchschnittsalter knapp 50, Bildungsgrad: 28% akademisch)

in den Sozialwissenschaften ist allgemein anerkannt inzwischen von einem German Brain Drain and Capability Drain zu sprechen, der mittelfristig natürlich seine Folgen haben wird, der so eigentlich bisher nur aus anderen Ländern bekannt war, zum Beispiel lange Zeit aus Osteuropa
Ich habe in dem Fall nicht von Dir speziell gespochen, hier tummelt sich ja eine ganze Gruppe von Teilnehmern, die alles in Deutschland scheisse finden und regelmaessig grossmuendig ankuendigen demnaechst erfolgreich imAusland durchzustarten.

Das sind oftmals die gleichen Teilnehmer, die die Brutto-Auswanderungszahlen reisserisch beklagen, ohne darauf einzugehen, wie es in die anderen Richting aussieht.

Insofern entschuldigung, wenn Du das als persönlichen Angriff verstanden hast
🤣🤣🤣🤣
 
Ich hoffe du beziehst dich mit dem Kommentar ausschließlich auf Influencer und andere "Content Creator".

Ich glaube der Ansatzpunkt für diese Unterdiskussion waren die Daytrader.

Du sprichst aber nicht vom altbewährten Konzept des Volks als Schicksals Gemeinschaft? Hmmm. 🤔

So schwülstig hätte ich es nicht ausgedrückt, aber, ja, eine Gesellschaft braucht auch ein gewisses Maß an Gemeinschaftssinn, Engagement, Altruismus und sich Einbringen, um den Laden am Laufen zu halten. Und nicht nur Leute, die sich gleich verpissen (am liebsten noch, nachdem sie eine von der Gemeinschaft der Steuerzahler finanzierte Ausbildung abgegriffen haben), wenn ihnen irgendwelche holzschnittartigen Parolen à la "Mehr Nutto vom Bretto" nicht mehr passen. Und, naja, dass wir ein Sozialstaat sind, steht nun einmal so im Grundgesetz, da kommt man nicht drumherum.
 
"Der Begriff der Schicksalsgemeinschaft hatte bereits einmal Konjunktur – im Dritten Reich. Die Propagandamaschine der Nationalsozialisten nutzte ihn, um die nationale Einheit zu beschwören, die territoriale Expansion zu rechtfertigen und die Opferbereitschaft der Bevölkerung zu erhöhen. Der Reichspropagandaminister Joseph Goebbels verkündete den Danziger Deutschen 1939: 'Ihr seid mit uns in einer großen Schicksalsgemeinschaft verbunden.' [...]
Wie Simon Strauß zu Recht bemerkt, wurde der Begriff der Schicksalsgemeinschaft jedoch keineswegs nur von Nationalsozialisten gebraucht. In der jüngeren Geschichte verwendete ihn auch Angela Merkel mit wechselndem Bezug: für das deutsche Volk, die Währungsunion, Europa und zuletzt die Welt. Vor dem Dritten Reich hatte der Austromarxist Otto Bauer in seinem Buch 'Die Nationalitätenfrage und die Sozialdemokratie' (1907) das Konzept der Schicksalsgemeinschaft gegen den 'Fetischismus des Nationalcharakters' ins Feld geführt. Für ihn bot der Begriff die Möglichkeit, eine nationale Identität zu begründen, die nicht auf der Idee einer Rasse beruht. Bauers Argumentation zeigt, dass der Begriff der Schicksalsgemeinschaft auch eine integrative Funktion erfüllen kann." (Grethlein, "Die Schicksalsgemeinschaft ist ein Ausdruck der Hilflosigkeit", FAZ vom 2.10.26.)

Insofern ist der Begriff für mich nicht "vergiftet", sondern inhaltlich durchaus neutral - entspricht aber einfach nicht meinem Sprachduktus.
 
Ich glaube der Ansatzpunkt für diese Unterdiskussion waren die Daytrader.



So schwülstig hätte ich es nicht ausgedrückt, aber, ja, eine Gesellschaft braucht auch ein gewisses Maß an Gemeinschaftssinn, Engagement, Altruismus und sich Einbringen, um den Laden am Laufen zu halten. Und nicht nur Leute, die sich gleich verpissen (am liebsten noch, nachdem sie eine von der Gemeinschaft der Steuerzahler finanzierte Ausbildung abgegriffen haben), wenn ihnen irgendwelche holzschnittartigen Parolen à la "Mehr Nutto vom Bretto" nicht mehr passen. Und, naja, dass wir ein Sozialstaat sind, steht nun einmal so im Grundgesetz, da kommt man nicht drumherum.
Komisch, dass diejenigen, die den Laden am Kacken halten, immer weniger davon profitieren (ich sage nur: Ehegattensplitting), während unsere „Nachkömmlinge“ weiterhin das „Rundum-sorglos-Paket“ für lau erhalten. Von immer weniger Netto vom Brutto möchte ich erst gar nicht sprechen.

Ja, wir sind ein Sozialstaat, aber dann bitte gerecht und nicht asozial! Derjenige, der malochen geht, muss IMMER mehr in der Tasche haben als derjenige, der sich um 7 Uhr noch einmal umdreht! Ich fühle mich einfach nicht gerecht behandelt, und das regt mich auf!

Aus welchem Grund bekommen Ukrainer Bürgergeld und schaffen es bis heute immer noch nicht, einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen?

Auf welcher Grundlage lassen sich Ukrainer auf unsere Kosten die Zähne schön machen, obwohl es keinen gesundheitlichen Grund dafür gibt, sondern es sich um „kosmetische“ Eingriffe handelt? Ich muss solche Extrawünsche aus eigener Tasche bezahlen, wenn ich keine Zusatzversicherung habe. Findest du das gerecht?
Warum sind die flix-Busse mit Ziel Kiew immer gut besetzt? Weil man zu Hause in der Heimat in der Hektik vergessen hat das Licht auszuschalten?

Und komm mir nicht mit „Einzelfällen“ – so etwas hat sich wunderbar herumgesprochen, wie alles andere auch. Ich helfe gerne, aber ich möchte nicht verarscht werden, wenn ich genau weiß, dass andere besser meine Unterstützung gebrauchen können.

Als meine Eltern in den 80er-Jahren (übrigens legal und angekündigt) nach Deutschland gekommen sind, mussten sie alle Dokumente von A bis Z vorlegen. Da wurde nichts vor der Grenze weggeschmissen. Mein Vater war keinen einzigen Tag arbeitslos in Deutschland und ist dankbar für alles, was man uns angeboten, aber nicht geschenkt hat.

Weißt du, im Leben muss auch mal etwas zurückkommen und nicht immer nur genommen werden!
 
Ich bin insgesamt 4 mal aus Deutschalnd ausgeandert, 4 mal nach Deutschland zurueckgekehrt, habe mein halbes Leben im Ausland verbracht. Ich tauche in Deiner Statistik also jeweils 4 mal auf. Mein halbes soziales Umfeld besteht aus Menschen, die auserhalb ihres Heimatslandes leben und arbeiten.

Auf der einen Seite scheinst du jeden, der aus Unzufriedenheit mindestens zeitweise im Ausland leben möchte, aufs schärfste zu verurteilen, wenn nicht gar zu verachten. Auf der anderen Seite scheint sich ein großer Teil deines Selbstverständnisses auf deine eigene Zeit im Ausland zu stützen.

Ich mein, auch du wirst bei deiner Auswanderung wohl ein berufliches/privates Ziel vor Augen gehabt haben welches du so in DE nicht verwirklichen kannst.
Wo genau kommt da die Unterscheidung her dass das bei dir eine ganz tolle Geschichte war aber bei jedem anderen ein mittelschwerer Verrat?
Oder bist du aus dem schönen Deutschland in die schlechten USA gezogen um dich selbst zu geißeln?
 
Auf der einen Seite scheinst du jeden, der aus Unzufriedenheit mindestens zeitweise im Ausland leben möchte, aufs schärfste zu verurteilen, wenn nicht gar zu verachten. Auf der anderen Seite scheint sich ein großer Teil deines Selbstverständnisses auf deine eigene Zeit im Ausland zu stützen.

Ich mein, auch du wirst bei deiner Auswanderung wohl ein berufliches/privates Ziel vor Augen gehabt haben welches du so in DE nicht verwirklichen kannst.
Wo genau kommt da die Unterscheidung her dass das bei dir eine ganz tolle Geschichte war aber bei jedem anderen ein mittelschwerer Verrat?
Oder bist du aus dem schönen Deutschland in die schlechten USA gezogen um dich selbst zu geißeln?
Ganz im Gegenteil. Ich finde es sinnvoll und nachvollziehbar wenn Menschen ihre eigne Entwicklung nicht nur auf ihr Heimatland beschraenken. Und ich bin davon überzeugt, dass man nicht nur selbst von einem Ortswchsel profitieren kann, sondern auch die neue und die alte Heimat. Deutschland wird ls Land staerker, wenn ihre Bevoelkerung global denken und agieren kann. Ein Grossteil meiner Freunde und Bekannte hat einen Teil ihres Lebens im Ausland verbracht, oder lebt dort noch immer.

Worueber ich mich lustig mache sind Leute, die damit “drohen” Deutschland zu verlassen, weil sie hier alles scheisse finden / sich so ungerecht behandelt fuehlen, aber dann am Ende niemals den Arsch hochbekommen. Das sind oftmals (nicht immer) Menschen die mit ihrer persoenlichen (finanziellen) Situation nicht zufrieden sind, und scheinbar glauben ihnen wuerden im Ausland gebratene Tauben in den Mund fliegen. Und dem ist nun mal nicht so. Auch im Ausland muss man Steuern bezahlen (und bekommt oftmals noch viel weniger zurueck und darf politisch noch nicht einmal mitbestimmen). Auch im Ausland muss man hart arbeiten, oftmals haerter ls bei uns, es wird einem nichts geschenkt. Auch im Ausland gibt es Kriminalität, Migrationsprobleme, alternde Bevoelkerungen und broeckelnde Infrastruktur (pick your poison). Auch im Ausland gibt es Ratten auf der Strasse Auch m Ausland wird man nicht von jedem willkommen geheissen und einem der Weg zum Erfolg planiert. Und damit ist dann die Ernuechterung / Frustration vorprogrammiert. Wer mit realistischen Erwartungen ins Ausland zieht, bereit ist hart zu arbeiten und sich durchzukaempfen, für den kann das eine tolle Erfahrung sein. Wer schon in Deutschland ueber das Hamsterrad jammert, der wird (sofern er den Arsch doch hochbekommt) meist sehr hart in der neuen Realitaet am Zielort landen. In sofern habe ich mehr Rspekt vor einem Syrer, der sich nach Deutschland durchgekaempft hat, unsere Sprache lernt, sich beruflich weiterbildet und einen Job findet, für seinen eigenen Lebensunterhalt sorgt und trotz aller widrigen Umstaende Teil unserer Gesellschaft wird, als vor jemanden der darueber jammert wie ungerecht und hart das Hamsterrad in Deutschland ist. Und bevor jemand diesen Teil kommentiert, mir ist vollkommen klar, dass das nicht auf alle Syrer die zu uns kommen zutrifft, aber zum Glueck auf viele.
 
Auf der einen Seite scheinst du jeden, der aus Unzufriedenheit mindestens zeitweise im Ausland leben möchte, aufs schärfste zu verurteilen, wenn nicht gar zu verachten. Auf der anderen Seite scheint sich ein großer Teil deines Selbstverständnisses auf deine eigene Zeit im Ausland zu stützen.

Jetzt bitte keinen tieferen Sinn in den Post des Users suchen. Letztendlich ist die Antwort ganz einfach: Er ist immer dahin wo es den meisten Bang for Buck gab. Das ließ ihn sowohl MAGAismus in Texas, Autokratie in Singapur oder Islamismus in Malaysia ertragen. Solange der Rubel rollt ist die Welt in Ordnung. Die Verhältnisse in Deutschland hingegen, die er hier in allen Threads über den grünen Klee lobt, hat er gleich mehrfach mit den Füßen abgewählt. Lediglich jetzt, wo als Privatier sein Einkommen dem für ihn persönlich günstigeren Kapitalertragssteuer unterliegt ist Deutschland plötzlich wieder ganz attraktiv.

Ganz simpel, nachvollziehbar und an sich nicht mal verwerflich. Jeder versucht im Leben das Beste für sich oder seine Familie herauszuholen. Aber nur der Texas Cowboy flexxt hier ständig rum tut so als ob seine Entscheidungen irgendeinen noblen Hintergrund hätten.
 
Jetzt bitte keinen tieferen Sinn in den Post des Users suchen. Letztendlich ist die Antwort ganz einfach: Er ist immer dahin wo es den meisten Bang for Buck gab.

Natuerlich spielen finanzielle Fragen bei der Entscheidung umzuziehen auch eine grosse Rolle. Waere ja merkwuerdig wenn nicht.

Das ließ ihn sowohl MAGAismus in Texas, Autokratie in Singapur oder Islamismus in Malaysia ertragen.

In Malysia ist eine Muslimische Regierung, keine Islamistische. Zumindest als ich dort gelebt habe, war aber die Korruption problematisch, und wie mit der Opposition umgegangen wurde. Die illiberale Demokratie in Singapur hatte durchaus seine Schattenseiten, insbesondere was die Presefreiheit angeht, aber es ist keine Autokratie und hatte auch viele positive Aspekte. Und MAGA war der Grund meine Greencard abzugeben und kein US Staatsbuerger zu werden.

Solange der Rubel rollt ist die Welt in Ordnung. Die Verhältnisse in Deutschland hingegen, die er hier in allen Threads über den grünen Klee lobt,

Bloss weil ich nicht alles in Deutschland scheisse finde, und hier gerne lebe, bedeutet es nicht, dass wir nicht auch Probleme haben.Nur weiss ich, scheinbar anders als viele Andere hier, dass es eigentlich in jedem Land Probleme gibt, Grosse und Kleine. Leider gibt es die perfekte Welt nur in de Phantasie.

hat er gleich mehrfach mit den Füßen abgewählt.

Und zurueckgekommen, hier Steuern gezahlt,... Was genau wirfst Du mir vor?

Lediglich jetzt, wo als Privatier sein Einkommen dem für ihn persönlich günstigeren Kapitalertragssteuer unterliegt ist Deutschland plötzlich wieder ganz attraktiv.

In den USA oder Griechenland, zwei andere Hauptwohnsitze die ich in Erwaegug gezogen habe, waere meine Steuerlast deutlich geringer. Auch jetzt weare es mit nur sehr geringen Aenderungen moeglich steurlich in Griechenland ansaessig zu sein.

Ganz simpel, nachvollziehbar und an sich nicht mal verwerflich.

Immerhin.

Jeder versucht im Leben das Beste für sich oder seine Familie herauszuholen. Aber nur der Texas Cowboy flexxt hier ständig rum tut so als ob seine Entscheidungen irgendeinen noblen Hintergrund hätten.

In keinster Weise. Ich gestalte mein Leben lediglich aktiv, beklage mich nicht staendig uber die Umstaende und fuehle mich permanent als Opfer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Komisch, dass diejenigen, die den Laden am Kacken halten, immer weniger davon profitieren (ich sage nur: Ehegattensplitting), während unsere „Nachkömmlinge“ weiterhin das „Rundum-sorglos-Paket“ für lau erhalten. Von immer weniger Netto vom Brutto möchte ich erst gar nicht sprechen.

Ja, wir sind ein Sozialstaat, aber dann bitte gerecht und nicht asozial! Derjenige, der malochen geht, muss IMMER mehr in der Tasche haben als derjenige, der sich um 7 Uhr noch einmal umdreht! Ich fühle mich einfach nicht gerecht behandelt, und das regt mich auf!

Aus welchem Grund bekommen Ukrainer Bürgergeld und schaffen es bis heute immer noch nicht, einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen?

Auf welcher Grundlage lassen sich Ukrainer auf unsere Kosten die Zähne schön machen, obwohl es keinen gesundheitlichen Grund dafür gibt, sondern es sich um „kosmetische“ Eingriffe handelt? Ich muss solche Extrawünsche aus eigener Tasche bezahlen, wenn ich keine Zusatzversicherung habe. Findest du das gerecht?
Warum sind die flix-Busse mit Ziel Kiew immer gut besetzt? Weil man zu Hause in der Heimat in der Hektik vergessen hat das Licht auszuschalten?

Und komm mir nicht mit „Einzelfällen“ – so etwas hat sich wunderbar herumgesprochen, wie alles andere auch. Ich helfe gerne, aber ich möchte nicht verarscht werden, wenn ich genau weiß, dass andere besser meine Unterstützung gebrauchen können.

Als meine Eltern in den 80er-Jahren (übrigens legal und angekündigt) nach Deutschland gekommen sind, mussten sie alle Dokumente von A bis Z vorlegen. Da wurde nichts vor der Grenze weggeschmissen. Mein Vater war keinen einzigen Tag arbeitslos in Deutschland und ist dankbar für alles, was man uns angeboten, aber nicht geschenkt hat.

Weißt du, im Leben muss auch mal etwas zurückkommen und nicht immer nur genommen werden!
die Jungen wollen gehen
die Alten wollen aufhören

D wird gleich von 2 Seiten in die Zange genommen (was für beide Altergruppen rein rationale Entscheidungen sind, und die auch nicht auch dem Nichts kommen)

und wie mehrfach im Strang erwähnt, für Ältere (wir sprechen von Jahrgängen 1966 plus/minus), die ihre Schäfchen im Trockenen haben, und die genug FyM im Rücken haben, ist Deutschland gar kein so schlechtes Pflaster, hier noch 20 oder 25 Jahre Ruhestand zu verleben, aber eben auch nur dann
 
Bloss weil ich nicht alles in Deutschland scheisse finde, und hier gerne lebe, bedeutet es nicht, dass wir nicht auch Probleme haben.Nur weiss ich, scheinbar anders als viele Andere hier, dass es eigentlich in jedem Land Probleme gibt, Grosse und Kleine. Leider gibt es die perfekte Welt nur in de Phantasie.
die allermeisten Kritiker vergleichen nicht D mit Malysia, oder D mit Thailand, oder D mit der Türkei

die allermeisten Kritiker vergleichen das Deutschland von 2026 mit dem Deutschland von 1986, oder 1996 oder dem von 2006

kannst du nicht verstehen, wirst du nicht verstehen, und vor allem willst du auch gar nicht verstehen
deine ganze Diskussionskultur hier besteht aus komplett absichtlichem mißverstehen-wollen anderer, damit du dann als der große Welten-Checker und als der große Babbo dastehen kannst
 
Bloss weil ich nicht alles in Deutschland scheisse finde, und hier gerne lebe, bedeutet es nicht, dass wir nicht auch Probleme haben.

Nein, du lebst eben nicht gerne in Deutschland, sonst sähe deine Biographie ganz anders aus. Was du gerne tust ist in anderen Ländern zu leben und Deutschland regelmäßig zu besuchen, aus dieser Perspektive des Deutschland-Touristen versuchst du nun Leuten zu erklären, die hier ihr ganzes Leben verbracht haben, was sie gut und was sie schlecht an Deutschland finden sollen und merkst nicht mal wie lächerlich und unglaubwürdig du dabei bist.

Aber um mal wieder die Kurve zum Threadthema zu bekommen: Immerhin bist du ein glaubwürdiger Zeuge dafür wie sehr Deutschland an Attraktivität verloren hat - gerade bei Besserverdienenden! Die eigenen Staatsbürger hauen ab. Ein Saldo von -96.000 letztes Jahr. Das war noch vor zehn Jahren ganz anders als die Fortzüge größtenteils durch Rückkehrer ausgeglichen wurden. Aber noch viel krasser ist eine andere Zahl: -56.000 gegenüber allen anderen EU-Ländern! 2015 gab es hier noch ein sattes Plus von über 400.000. Selbst gegenüber klassischen Auswanderländern wie Polen, Kroatien oder Bulgarien ist der Saldo mittlerweile negativ. Ein positives Migrationssaldo gibt's hingegen nur noch gegenüber Ländern wie der Ukraine, Syrien oder Afghanistan! Wer also meint Fachkräftemangel durch Migration lösen zu wollen, muss schon darauf hoffen, dass möglichst viele (Bürger)kriege ausbrechen. Gegenüber politisch stabilen Erste-Welt-Ländern geht die Rechnung nicht auf.
 
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