Ich glaube der Ansatzpunkt für diese Unterdiskussion waren die Daytrader.
So schwülstig hätte ich es nicht ausgedrückt, aber, ja, eine Gesellschaft braucht auch ein gewisses Maß an Gemeinschaftssinn, Engagement, Altruismus und sich Einbringen, um den Laden am Laufen zu halten. Und nicht nur Leute, die sich gleich verpissen (am liebsten noch, nachdem sie eine von der Gemeinschaft der Steuerzahler finanzierte Ausbildung abgegriffen haben), wenn ihnen irgendwelche holzschnittartigen Parolen à la "Mehr Nutto vom Bretto" nicht mehr passen. Und, naja, dass wir ein Sozialstaat sind, steht nun einmal so im Grundgesetz, da kommt man nicht drumherum.
Komisch, dass diejenigen, die den Laden am Kacken halten, immer weniger davon profitieren (ich sage nur: Ehegattensplitting), während unsere „Nachkömmlinge“ weiterhin das „Rundum-sorglos-Paket“ für lau erhalten. Von immer weniger Netto vom Brutto möchte ich erst gar nicht sprechen.
Ja, wir sind ein Sozialstaat, aber dann bitte gerecht und nicht asozial! Derjenige, der malochen geht, muss IMMER mehr in der Tasche haben als derjenige, der sich um 7 Uhr noch einmal umdreht! Ich fühle mich einfach nicht gerecht behandelt, und das regt mich auf!
Aus welchem Grund bekommen Ukrainer Bürgergeld und schaffen es bis heute immer noch nicht, einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen?
Auf welcher Grundlage lassen sich Ukrainer auf unsere Kosten die Zähne schön machen, obwohl es keinen gesundheitlichen Grund dafür gibt, sondern es sich um „kosmetische“ Eingriffe handelt? Ich muss solche Extrawünsche aus eigener Tasche bezahlen, wenn ich keine Zusatzversicherung habe. Findest du das gerecht?
Warum sind die flix-Busse mit Ziel Kiew immer gut besetzt? Weil man zu Hause in der Heimat in der Hektik vergessen hat das Licht auszuschalten?
Und komm mir nicht mit „Einzelfällen“ – so etwas hat sich wunderbar herumgesprochen, wie alles andere auch. Ich helfe gerne, aber ich möchte nicht verarscht werden, wenn ich genau weiß, dass andere besser meine Unterstützung gebrauchen können.
Als meine Eltern in den 80er-Jahren (übrigens legal und angekündigt) nach Deutschland gekommen sind, mussten sie alle Dokumente von A bis Z vorlegen. Da wurde nichts vor der Grenze weggeschmissen. Mein Vater war keinen einzigen Tag arbeitslos in Deutschland und ist dankbar für alles, was man uns angeboten, aber nicht geschenkt hat.
Weißt du, im Leben muss auch mal etwas zurückkommen und nicht immer nur genommen werden!