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Lufthansa - langsam wird es peinlich...

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Na ja, bei den Gehältern, die Carsten Spohr vermutlich zahlt, darf man sich über das Ergebnis nicht wundern. Da bleibt für vernünftiges Personal, vernünftige Reinigung und ein bisschen Qualitätskontrolle wahrscheinlich einfach nicht mehr viel übrig.
Sicher zahlt er ein zigfaches von dem, was am Bosporus oder Golf bezahlt wird. Ob mir Leistung, die durch Ausnutzung von Elend erfolgt (in Abu Dhabi dachte ich mal, der Putzinder wollte mit in die Kabine, so nah war er mit seinem Lappen am Kunden...) weiß ich auch nicht...

Aber ja, mangelnde Arbeitsqualität findest Du in Deutschland allenthalben, sowas wie Berufsethos gibt es nicht mehr. Kannste aber auch mit mehr Geld nicht lösen.
 
Sicher zahlt er ein zigfaches von dem, was am Bosporus oder Golf bezahlt wird. Ob mir Leistung, die durch Ausnutzung von Elend erfolgt (in Abu Dhabi dachte ich mal, der Putzinder wollte mit in die Kabine, so nah war er mit seinem Lappen am Kunden...) weiß ich auch nicht...

Aber ja, mangelnde Arbeitsqualität findest Du in Deutschland allenthalben, sowas wie Berufsethos gibt es nicht mehr. Kannste aber auch mit mehr Geld nicht lösen.
Da bin ich ganz deiner Meinung. Es geht mir auch nicht darum, möglichst billige Arbeitskräfte zu haben oder Arbeitsbedingungen zu rechtfertigen, die auf Ausbeutung beruhen. Aber zwischen fairer Bezahlung und einem vernünftigen Qualitätsanspruch sollte es schon einen Unterschied geben.

Und beim Thema Berufsethos gebe ich dir ebenfalls recht: Mehr Geld allein garantiert noch keine bessere Leistung. Allerdings darf man sich als Unternehmen auch nicht hinter diesem Argument verstecken, wenn man gleichzeitig Personal abbaut, Leistungen reduziert und am Ende die Kunden die Konsequenzen tragen lässt. Genau das kritisiere ich bei Lufthansa.
 
Das klingt erschreckend plausibel. Genau so funktioniert kaputtgespartes Qualitätsmanagement: Erst wird beim Personal gespart, dann leidet die Leistung, und am Ende sollen Kunden und verbliebene Mitarbeiter die Versäumnisse ausbaden. Hauptsache, die Kosten sinken und die Zahlen stimmen.
Und es wird nicht verwundern, dass 50'000 Franken (es wird behauptet, nur 32'000 hätten sie gebraucht) gesprochen wurden für eine Innovationswoche, die aber auch gar nichts mit Innovation zu tun hatte und deren Mehrwert mir bis heute schleierhaft ist. Das Geld wäre bei den Putzfrauen besser aufgehoben gewesen. Ich bin überzeugt, dass wir diesen "Mechanismus" auch bei der LH zu Hauf entdecken. Was sollen all diese Zeitgeistnutten-Spohr-, ääh Sparübungen, wenn andernorts sinnlos geklotzt wird.
 
Da bin ich ganz deiner Meinung. Es geht mir auch nicht darum, möglichst billige Arbeitskräfte zu haben oder Arbeitsbedingungen zu rechtfertigen, die auf Ausbeutung beruhen. Aber zwischen fairer Bezahlung und einem vernünftigen Qualitätsanspruch sollte es schon einen Unterschied geben.

Deine Argumentation ist auf Stammtischniveau.
Es gibt in Deutschland einen Tarifvertrag für Gebäudereinigung, der die Arbeitsbedingungen klar regelt.
Die Reinigungssituation hat also eher wenig mit den Arbeitsbedingungen zu tun sondern vielmehr damit, wie die Arbeit organisiert ist und wie viel Personal beschäftigt wird.
 
Deine Argumentation ist auf Stammtischniveau.
Es gibt in Deutschland einen Tarifvertrag für Gebäudereinigung, der die Arbeitsbedingungen klar regelt.
Die Reinigungssituation hat also eher wenig mit den Arbeitsbedingungen zu tun sondern vielmehr damit, wie die Arbeit organisiert ist und wie viel Personal beschäftigt wird.
Ja. Aber genau das Letztere unterläuft dann eben die geregelten Arbeitsbedingungen. In einer Teilzeitbranche, wo Angestellte oft nur 3-4 Stunden pro Woche in dieser Firma arbeiten (und oft mehrere Arbeitgeber haben) oder selbständig sind und Schwarzarbeit weit verbreitet ist.

Seit man die günstigste Firma wählen muss, ist die Qualität stark gesunken. Die haben einfach für jede Arbeit so und so viel Zeit. Überschreiten sie die Zeit, werden sie zusammengeschissen oder es geht auf ihre Rechnung. Ist es mal besonders schmutzig, reicht die Zeit nicht, die eh sehr eng getaktet ist. Die Schule müsste dann die Reinigungsfirma extra zusätzlich beauftragen, die dann extra für einen Spezialeinsatz kommt und das auch verrechnet. Wenn die Zimmer schmutzig sind, wird trotzdem die Schuld auf die Putzfrau geschoben. Also was tut sie? Sie sieht den Schmutz und es ist ihr egal oder sie putzt es halt auf eigene Rechnung? Der Druck auf sie ist jedenfalls hoch, lieber mache ich es, statt Probleme mit dem Chef zu bekommen, der mich entlassen könnte? - gerade bei finanziell schlecht gestellten Leuten ist diese Angst gross, selbst wenn man sie deswegen nicht entlassen darf. Und wer sind diese Putzfrauen? Bei der hauseigenen Firma waren das Leute, die schon seit Jahrzehnten hier lebten, die Sprache konnten und ihre Rechte kennen. Die Putzfrauen der Billigfirma sind oft erst kurz im Land, können in der Regel die Sprache nur schlecht oder gar nicht, kennen ihre Rechte nicht und sind daher leichte Opfer.

Angenommen - ohne es zu wissen -, in den Lounges ist das gleiche Prinzip. Jetzt schimpfen die Kunden der Lounge mit der Putzfrau. Diese wird aber, sagen wir, nur für 3 Einsätze in diesem Klo a 15 Minuten bezahlt. Der Druck auf sie, ausserhalb der bezahlten Arbeit zu putzen, also gratis zu arbeiten, ist gross. Und das schreibe ich als liberal denkender Mensch, der findet, der Staat solle sich heraushalten, dem steht der offene Arbeitsmarkt gegenüber, der halt Regulierungen nötig macht.
 
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Deine Argumentation ist auf Stammtischniveau.
Es gibt in Deutschland einen Tarifvertrag für Gebäudereinigung, der die Arbeitsbedingungen klar regelt.
Die Reinigungssituation hat also eher wenig mit den Arbeitsbedingungen zu tun sondern vielmehr damit, wie die Arbeit organisiert ist und wie viel Personal beschäftigt wird.
Wenn du meine Argumentation als Stammtischniveau bezeichnest, ändert das nichts daran, dass du mir im Grunde sogar recht gibst. Genau darum geht es doch: wie die Arbeit organisiert wird, wie viel Personal eingesetzt wird und welche Leistungen überhaupt noch vorgesehen sind. Ein Tarifvertrag auf dem Papier garantiert schließlich noch lange keine sauberen Toiletten oder einen vernünftigen Service. Wenn an Personal und Reinigungsintervallen gespart wird, darf man sich über das Ergebnis nicht wundern. Und genau diese Entwicklung kritisiere ich – nicht die Beschäftigten, die unter diesen Bedingungen arbeiten müssen.
 
Ja. Aber genau das Letztere unterläuft dann eben die geregelten Arbeitsbedingungen. In einer Teilzeitbranche, wo Angestellte oft nur 3-4 Stunden pro Woche in dieser Firma arbeiten (und oft mehrere Arbeitgeber haben) oder selbständig sind und Schwarzarbeit weit verbreitet ist.

Seit man die günstigste Firma wählen muss, ist die Qualität stark gesunken. Die haben einfach für jede Arbeit so und so viel Zeit. Überschreiten sie die Zeit, werden sie zusammengeschissen oder es geht auf ihre Rechnung. Ist es mal besonders schmutzig, reicht die Zeit nicht, die eh sehr eng getaktet ist. Die Schule müsste dann die Reinigungsfirma extra zusätzlich beauftragen, die dann extra für einen Spezialeinsatz kommt und das auch verrechnet. Wenn die Zimmer schmutzig sind, wird trotzdem die Schuld auf die Putzfrau geschoben. Also was tut sie? Sie sieht den Schmutz und es ist ihr egal oder sie putzt es halt auf eigene Rechnung? Der Druck auf sie ist jedenfalls hoch, lieber mache ich es, statt Probleme mit dem Chef zu bekommen, der mich entlassen könnte? - gerade bei finanziell schlecht gestellten Leuten ist diese Angst gross, selbst wenn man sie deswegen nicht entlassen darf. Und wer sind diese Putzfrauen? Bei der hauseigenen Firma waren das Leute, die schon seit Jahrzehnten hier lebten, die Sprache konnten und ihre Rechte kennen. Die Putzfrauen der Billigfirma sind oft erst kurz im Land, können in der Regel die Sprache nur schlecht oder gar nicht, kennen ihre Rechte nicht und sind daher leichte Opfer.

Angenommen - ohne es zu wissen -, in den Lounges ist das gleiche Prinzip. Jetzt schimpfen die Kunden der Lounge mit der Putzfrau. Diese wird aber, sagen wir, nur für 3 Einsätze in diesem Klo a 15 Minuten bezahlt. Der Druck auf sie, ausserhalb der bezahlten Arbeit zu putzen, also gratis zu arbeiten, ist gross. Und das schreibe ich als liberal denkender Mensch, der findet, der Staat solle sich heraushalten, dem steht der offene Arbeitsmarkt gegenüber, der halt Regulierungen nötig macht.
Also deine Schweiz Beispiele haben wenig mit einer tariflich geregelten Beschäftigung in Deutschland zu tun.
 
Also deine Schweiz Beispiele haben wenig mit einer tariflich geregelten Beschäftigung in Deutschland zu tun.
Doch, es geht exakt genau darum, dass diese tariflich geregelten Arbeitsbedingungen durch die geschilderte Praxis ausgehebelt werden (können) (auch in der Schweiz gibt es einen - bei uns heisst es - Gesamtarbeitsvertrag für die Reinigungsbranche.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Kennt eigentlich jemand den tieferen Sinn, warum LH noch vor dem Aufsetzen der verspäteten Maschine die Umbuchung fertig hat, dann aber doch einen Direkttransfer mit Minibus anbietet?

Letzteren konnte ich natürlich nicht nehmen, weil ja bereits via FRA umgebucht, mal sehen was heute noch passiert.
 
Für das Benehmen ihrer Gäste kann die LH aber wiederum wenig.
Jeder zieht die Gäste an, die er verdient...
Vielleich sollte LH mal das Marketing überdenken, und eine andere Klientel anziehen.

Und der erlauchte Kreis der SEN Statuskunden sollte doch noch aus gutem Hause sein und eine entsprechende gutbürgerliche Erziehung genossen haben, der unter anderen auch ein zivilisiertes Benehmen auf öffentlichen Toiletten beinhaltet.....
Naja... Viele davon lernen von Anfang an vor allem, dass sie etwas besseres sind, und das es für niedere Arbeiten Personal gibt...
Was in der Tat kein Problem der LH, sondern eher eines unserer selbsternannten Eliten ist.

Auch Reinigungspersonal sollte nicht den ganzen Tag das wegputzen müssen, was andere mutwillig verschmutzt haben.
Aber immerhin sollte es den ganzen Tag Reinigungspersonal geben!

Du siehst aber schon, wenn diese naive Denke auf die Realität trifft, bleibt die Toilette trotzdem ungereinigt. Buntschland eben. Schau dir mal Istanbul an. Da ist die Toilette immer top sauber, obwohl die dortige Klientel teilweise auch andere Hygiene Konzepte hat. Der Grund für die Sauberkeit: ein Mann kümmert sich 24/7. :yes:
Exakt. Bin mal in den 80ern mit dem Zug in Istanbul gewesen, 48 Stunden hin "operated by DB" und schon in Ljubljana sah der Zug aus wie Sau, in Istanbul ist er als Müllwagen eingefahren. Zurück operated by TCDD mit einer Putzfrau*In an Bord, der Zug ist in München im selben Zustand eingefahren in dem er IST verlassen hat.

Bei Lufthansa scheint man dieses Prinzip inzwischen perfektioniert zu haben: Der Service wird immer dünner, die Kundenerfahrung immer schlechter und die Ansprüche an die Passagiere offenbar immer höher.
Ich sehe eher immer mehr Kunden die es aufgegeben haben, noch irgendwas zu erwarten.
Klar, der Wunsch eines Passagiers nach einem Brötchen gilt heutztage als hoch, vor 20 Jahren hätte das noch als gering gegolten.

Vielleicht sollte man die Senatoren künftig bitten, ihre Gläser selbst zu spülen
Das muss man schon heute manchmal machen... Neue gibt es nämlich manchmal gerade keine, also muss man sich ein gebrauchtes von einem verlassenen aber seit Ewigkeiten nicht abgeräumten Tisch holen, und es schnell mal selbst im Bad spülen.

Man erlebt schon relativ oft servicefreie Lounges, wo man sich fragt wo das Personal gerade steckt und womit es eigentlich aktuell beschäftigt ist.

Wenn man sich die aktuelle Situation bei Lufthansa anschaut, scheint Sparen beim Servicepersonal jedenfalls deutlich höher im Kurs zu stehen als Kundenzufriedenheit.
Scheint doch kein Problem zu sein, die Flieger sind voll und an mangelndem Gewinn sind Spritpreise, der übergriffige Staat und die Gewerkschaften Schuld.

Es ist schon ein Coup den Telekom mit der Farbe gelandet hat. Besser geht Corporate Branding nicht.
Und das auch noch spottbillig durch Auswahl einer der 8 Standardfarben der EGA Karte ;)
LH hat das mit dem Gelb auch perfekt hinbekommen. Wo immer was Gelb am Flughafen war, wusste man bescheid. Ehemals...

Lufthansa_Infaulenzer-Collab-Scam
Safe, comfortable and such a seamless journey with Lufthansa
Vor allem seamless mit EW Feeder operated by Avion Express Malta und keine digitalen Tools die das können...

Aber ja, mangelnde Arbeitsqualität findest Du in Deutschland allenthalben, sowas wie Berufsethos gibt es nicht mehr.
Klar, wenn du beim billigsten Dienstleister unterbezahltes Personal anheuerst und das auch noch permanent beleidigst, ziehst du nicht gerade motivierte Menschen mit Berufsethos an... You get what you pay for.
Und wenn man in Deutschland mal einen fähigen und motivierten Mitarbeiter trifft, ist er meist kein Deutscher. Das letzte "LHG Personal" das wirklich toll war, waren zwei Türkinnen bei EW in CGN, die mein von der IT zerschossenes Ticket manuell wieder geradegezogen haben.
 
Kennt eigentlich jemand den tieferen Sinn, warum LH noch vor dem Aufsetzen der verspäteten Maschine die Umbuchung fertig hat, dann aber doch einen Direkttransfer mit Minibus anbietet?

Letzteren konnte ich natürlich nicht nehmen, weil ja bereits via FRA umgebucht, mal sehen was heute noch passiert.
damit du später EU261 bekommst -hatten wir doch schon oft hier: Robot bucht um, Airport will den Pax nocht mit nehmen, aber am Gate sagen die "nöööööö" - entweder man freut sich über 250-600€ (falls Zeit) oder man macht denen Druck - ich denke mit etwas freundlichem aber entschiedener Ansage "ich stehe hier, das Gate ist noch offen, wieso sollt eich nciht mitfliegen dürfen, sollte das klappen.

Ausnahme: Maschine voll und die haben schon die Warteliste freigegeben (oft LH Mitarbeiter)

Ausnahme: falls Gepäck eingescheckt wurde wird das nicht mit kommen.

Ärgerlich, aber dann wollen sie halt wirklich lieber die EU261 bezahlen (werden sich zunächst weigern), genau aus dem Grund hat die EU das eingeführt!

Hier sehe ich echt noch Verbesserungspotenzial bei Einsatz KI bei LH!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, aber der geht dich nix an...:no:
Kollege den Move habe ich schon vor 30 Jahren in der Schule angewendet wenn ich etwas nicht beantworten konnte, habe ich das Copyright drauf.

Ausnahme: falls Gepäck eingescheckt wurde wird das nicht mit kommen.
Das wäre vielleicht ein Grund, denn ich habe ja zwei große Gepäcstück eingecheckt, kann mir aber nicht ganz so recht vorstellen, dass das bei den ca. 10 Paxen die Richtung Minibus sind nur Handgepäckleute dabei waren.
 
LH war übrigens wieder fleißig, aus irgendeinem Grund ist aus LH 66 jetzt LH 116 und LH 2128, interessanter Weise genau diese Kombination hatte ich früher mal in der Buchung, wollte aber die 40 Minutenn in MUC nicht riskieren außerdem war der Zugteil ZWS-FRA lästig.
 
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damit du später EU261 bekommst
Das ist doch der einzige Grund, warum die Foristin überhaupt bucht. Und natürlich, um hier im Forum unverständliche posts abzusetzen (natürlich mit genauester - wenn auch unverständlicher - Beschreibung aller Buchungen, Umbuchungen, Stornierungen und Telefonate mit dem LH-Bot).
 
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