Naja wenn die Gesellschafter gemeinsam entscheiden, das eine Umfrage für die Zukunft entscheiden soll, dann haben die Gesellschafter doch ihren Job gemacht.
Wenn man sich in Stuttgart auf das Urteil der Berliner verlassen hätte, hätte man diese Entscheidung deiner Theorie nach auch akzeptieren müssen. Schliesslich wäre die Form der Entscheidungsfindung von den demokratisch gewählten Vertretern beschlossen worden.
Natürlich. Nichts anders sage ich. Es wäre regelkonform und juristisch ok. Aber eben nicht sehr demokratisch. Denn hinterher sagt man ja nicht: "WIR haben so entschieden" sondern "Die Bürger wollten es so". Und das stimmt eben nur zum Teil.
Was meinst du, was man unter Einhaltung demokratischer Spielregeln mit sogenannter "direkter Demokratie" alles drehen kann, wenn man nur die richtige Frage stellt und das Stimmvolk geschickt auswählt?
Moment, VW ist eine an der Börse gehandelte Aktiengesellschaft, der Flughafen München eine GmbH. Das sind zwei paar Schuhe. Und es gibt sehr wohl valide Gründe für eine Gesellschaft bei bestimmten Entscheidungen Einstimmigkeit zu verlangen und darauf haben sich die Gesellschafter im Vertrag offensichtlich geeinigt. Wenn nun ein Gesellschafter gegen eine Entscheidung ist, dann ist das ganz sicher nicht wettbewerbswidrig laut EU.
Das ist richtig. War ja auch nur ein Beispiel um zu zeigen, dass in einer echten Gesellschaft, die nicht 100% öffentliche Hand ist, so etwas nicht ok sein kann.
Das ist Quark. Die Münchner sind in der unmittelbaren Nähe des Flughafens, also nix von weit weg
Gleichfalls!

Also der Münchener ist nicht mehr und nicht weniger betroffen als irgend ein anderer in Deutschland. Auch in Berlin oder Dormund hört man den Fluglärm von MUC nicht, genau wie in München. Aber wie viele Münchener nutzen den MUC und wie große ist der Anteil an Umsteigern und Fracht-HUB?
Die echt Betroffenen sind die, die in den Lärmzonen wohnen. Und das sind keine Münchener. Wie deren Entscheidung ausfiele, tut für die Frage, ob das Demokratie war, nichts zur Sache.
Was glaube ich keiner von euch verstanden hat ist, dass ich nicht mit dem Ergebnis hadere (das ist mir völlig schnuppe und außerdem nur begrenzt haltbar). Mir geht es darum, dass hier gewählte Politiker eine scheindemokratische Politposse abziehen, und damit der Demokratie schaden. Ein schönes Beispiel dafür, dass direkte Demokratie in Deutschland nicht funktioniert (funktionieren soll). Da sollten wir mal von der Schweiz lernen, wie es wirklich geht.