Airport Berlin - Hauptstadtflughafen BER

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Chemist

Erfahrenes Mitglied
28.10.2017
4.873
8.222
BSL
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Genau, schnell und undemokratisch anpassen. Rechtsstaat und Demokratie sind echt hinderlich. Weg damit.
Ob man mit solchen Stilblüten der Demokratie einen Dienst erweist, wird sich (wahrscheinlich leider) bei den nächsten Wahlen zeigen.
 

geos

Erfahrenes Mitglied
23.02.2013
15.120
9.065
Der Fehler liegt nicht beim Kläger, sondern beim erfolgreich Verklagten. Wie gesagt: don't kill the messenger. Einfach bei schlechter Arbeit die Augen zuzumachen oder als Regierung zu hoffen, dass schon keiner was sagen würde, löst das Problem nicht.
 

Langstrecke

Erfahrenes Mitglied
31.08.2013
12.181
11.747
LEJ
Wo kein Kläger, da kein Richter. Die Umweltzeloten und Prinzipienreiter des NABU hätten sich die Klage doch schlichtweg sparen können.

Ergänzung: Das Handeln von Helmut Schmidt, der sich bei der Flutkatastrophe von 1962 selbst zum Oberkommandierenden beförderte, war auch rechtlich nicht gedeckt. Was maßt sich der Hamburger Innensenator an, über die Bundeswehr im Inlandseinsatz zu disponieren. Schwerer Verfassungsbruch und trotzdem richtig.
..und dazu noch mit den Amerikanern Kontakt aufzunehmen und um Luftunterstützung zu bitten, alles selbst entschieden.
Leider gibt es immer mehr Schwafler als Macher.
 
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CarlD

Erfahrenes Mitglied
03.04.2022
989
1.524
Der Fehler liegt nicht beim Kläger, sondern beim erfolgreich Verklagten. Wie gesagt: don't kill the messenger. Einfach bei schlechter Arbeit die Augen zuzumachen oder als Regierung zu hoffen, dass schon keiner was sagen würde, löst das Problem nicht.
Sorry, nein: Über die schlechte Arbeit kann und soll man gerne bei der Aufarbeitung reden. Wenn das Kind aber in den Brunnen gefallen ist, sollte man es in einer akuten Notlage erstmal wieder heraufholen, anstatt zu diskutieren, ob das dazu nötige und neben dem Brunnen liegende Seil der DIN-Norm entspricht oder - weil es in einem südostasiatischen Sweatshop geknüpft sein könnte - mit unabsehbaren sozialen Folgen das Lieferkettengesetz verletzt.
Und der NABU ist auch kein neutraler "Messenger", der hat sich die schlechte Botschaft selbst geschrieben.
 

FlugFanatiker

Erfahrenes Mitglied
18.11.2018
1.148
912
Das einzige, was gegen sowas hilft, sind von unten beheizbare Flächen auf allen kritischen Bereichen eines Flughafens, inklusive der Bahnen. Ist natürlich eine Kostenfrage.
 
Zuletzt bearbeitet:

geos

Erfahrenes Mitglied
23.02.2013
15.120
9.065
Der Berliner Senat war offenbar nicht fähig, diese Notlage vor Gericht ausreichend darzulegen. Ein Vergleich mit einer Jahrhundertflutkatastrophe scheint mir übrigens etwas überzogen, aber darum geht es letztlich nicht.
Ob jetzt Nabu klagt oder sonstwer, ist vollkommen unerheblich. Nabu hat nicht die Gesetze verabschiedet, das war der Gesetzgeber, u.a. diejenigen Parteien, deren Vertreter (einschl. Frau Lang) sich jetzt über das Urteil echauffieren.
Der Senat soll seine Arbeit so machen, dass sie auch vor Gericht Bestand hat und nicht innerhalb weniger Stunden kassiert wird. Dann mit dem Finger auf den Kläger zu zeigen, um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken, ist billig und durchsichtig.
 

CarlD

Erfahrenes Mitglied
03.04.2022
989
1.524
Dann mit dem Finger auf den Kläger zu zeigen, um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken, ist billig und durchsichtig.

Ich bin nicht der Berliner Senat und zeige mit dem Finger auf den Kläger, der selbstverständlich das Recht zur Klage hatte, aber im Sinne der Billig- und Verhältnismäßigkeit jederzeit von ihr hätte absehen können. Und Ricarda Lang, die das NABU-Verhalten mit Recht als "Bärendienst" für umweltpolitische Anliegen charakterisiert, ist erst recht nicht die Pressesprecherin des Berliner Senats - noch haben wir kein schwarz-grün... Dass nur der Senat den NABU kritisiert, um (vorgeblich) von der eigenen Unfähigkeit abzulenken, ist also schlichtweg falsch.

Allgemein glaube ich, dass die voneinander abweichenden Standpunkte inzwischen hinreichend klar geworden sein sollten.
 
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themrock

Erfahrenes Mitglied
30.11.2009
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813
Berlin
Und von mir abschliessend, man muss nicht immer Klagen, wenn das zu erwartende Urteil, negative Folgen für die betroffene Bevölkerung hat.
Ich könnte meine Nachbarn auch täglich verklagen, da sie gegen irgendwelche Gesetze verstossen ( Feuer machen, Musik etc.), tue es aber nicht, weil a) unsinnig b) aus Gründen der Vernunft.
Gibt doch so ein Schimpfwort, der Klagelhansel😏
 

FCL

Erfahrenes Mitglied
02.04.2020
4.658
4.452
Beim nächsten Fall von Nachtflugverbot Einhaltung... am besten sofort klagen...
 

CarlD

Erfahrenes Mitglied
03.04.2022
989
1.524
Sozusagen das Gegenstück zu der einen von unten klimatisierten Promenade in Katar. War schon ulkig da lang zu laufen, während kalte Luft ausströmte.
Man könnte ja mal bei Ottmar Hitzflugfeld, dem Erfinder der Rasenheizung, nachfragen, ob das technisch machbar wäre.
 

themrock

Erfahrenes Mitglied
30.11.2009
2.074
813
Berlin
Ich denke schon, dass das möglich wäre, wenn man es so organisiert, dass die Zeit vom Enteisen bis zum Abheben kurz genug ist.
Nee in Berlin waren es 2 Probleme.
a) das Vorfeld war so vereist, dass ein Arbeiten/Fahren wohl nicht möglich war.
b) der Eispanzer so dick war, dass normales einmaliges Enteisen nicht gereicht hätte, die mussten irgendwie noch Versiegeln, keine Ahnung was das bedeutet, Aufwand wohl über 1 Std. pro Maschine.
 

_aqua_sports_

Erfahrenes Mitglied
15.05.2017
670
543
Ich denke schon, dass das möglich wäre, wenn man es so organisiert, dass die Zeit vom Enteisen bis zum Abheben kurz genug ist.
Das setzt auch vorraus, dass genug Bahnen zur Verfügung stehen und gelingt auch dann nur bei wenig Verkehr.
Eine Bahn und ggf. noch auf Anflüge warten und noch 2,3 Abflüge vor einem? Da sind 15 Minuten schnell vorbei..
 

blublub

Erfahrenes Mitglied
19.10.2010
1.275
1.094
Ich bin ziemlich schockiert über die vielen Zustimmungen, die Geos erhält hier.

1. Ich glaube inzwischen wünscht sich der ein oder andere hier, dass die 90jährige Großmutter von Geos mit Oberschenkelhalsbruch liegen gelassen wird auf der Strasse, weil kein Krankenwagen mehr zur Verfügung steht und auch kein Krankenhaus mehr Patienten aufnimmt.
2. Aber ganz wichtig: wir haben uns an die geltenden Gesetze gehalten. Gerade in Deutschland ganz schwieriges Thema. Vor knapp 100 Jahren haben sich auch alle an die Gesetze gehalten. Vielleicht mal drüber nachdenken.
3. Gesetze sind nicht für jeden einzelnen Individualfall gemacht. Mehr als 99% können sie nicht abdecken. Und wenn die Krankenhäuser voll sind, dann kann ein Richter sich das einfach mal vor Ort angucken, dann erkennt er die Notlage selbst. Das muss kein Senat nachweisen. Reicht aus dem Fenster zu gucken. Und man kann den Fall auch ein paar Tage liegen lassen als Richter. Bei Vergewaltigung und Mord dauert der Prozessbeginn Wochen und Monate. Aber bei Salz! Da muss sofort entschieden werden. Vielleicht wächst ja im Frühling ein Grashalm weniger. Wer könnte das verantworten.
4. Der Rechtsstaat funktioniert genau nicht, wenn Lobbyisten vom Nabu erst ein Gesetz mitschreiben, dass die Umwelt schützt, um dann auf Einhaltung zu klagen. Es ist das Gegenteil passiert, von dem woran du glaubst, Geos.
5. Gefrorener Boden, darauf Regen ergibt Eis auf dem Boden. Da hat kein Hausbesitzer was mit zu tun. Naturgesetze lassen sich höchstens mit Fussbodenheizung austricksen.

so, ich fahr dann mal los, meiner 90jährigen Großmutter das Essen nachhause bringen, damit sie die Wohnung nicht verlassen muss und nicht auf den Pinsel fällt.
 

FlugFanatiker

Erfahrenes Mitglied
18.11.2018
1.148
912
QR79 scheint mit sich gerungen zu haben, ob BER vielleicht doch geht.

Witzigerweise war ich zufällig an Bord ebendieses Fluges! Der war, von Doha kommend, sage und schreibe (eigene Messung) 6:52 (!) Stunden in der Luft, bevor er schließlich in HAM (statt BER) aufsetzte.

Der Verlauf war kurios. Plötzlich sprang an den Screens an den Sitzen der Flug um von "DOH --> BER" auf "DOH --> HAM". Keine Durchsage, was zunehmend Unruhe in der Kabine auslöste, und auch die darauf angesprochenen Flugbegleiter wussten von nichts.

Etwa 25 Minuten später dann Durchsage vom Captain: Man werde nun 60 Minuten lang Kreise fliegen, und wenn dann eine Landung in Berlin weiterhin nicht möglich sein sollte nach Hamburg fliegen.

Nach der dortigen Landung dann die Durchsage, dass man Busse organisiert habe, die die Passagiere nach Berlin bringen werden. Zunächst hieß es, es werde einen Verpflegungsgutschein von 30,- Euro geben - tatsächlich waren es dann aber nur lausige 10,-!

Die (ziemlich chaotisch und sinnfrei organisierte) Fahrt mit insgesamt 5 Bussen zog sich endlos (auch weil die Fahrer eine gesetzlich vorgeschriebene Pause von 45 Minuten an einem Rasthof einlegen mussten), und schließlich trafen wir um 19:15 am BER ein (ursprünglich sollte der Flug dort bereits um 06:50 landen).
 

CarlD

Erfahrenes Mitglied
03.04.2022
989
1.524
Ich glaube inzwischen wünscht sich der ein oder andere hier, dass die 90jährige Großmutter von Geos mit Oberschenkelhalsbruch liegen gelassen wird auf der Strasse, weil kein Krankenwagen mehr zur Verfügung steht und auch kein Krankenhaus mehr Patienten aufnimmt.
Ich stimme mit @geos überhaupt nicht überein, habe das auch deutlich gesagt (und was ich vom NABU so halte), aber das geht wohl doch zu weit jetzt...

Eine der wirklichen Krankheiten unserer Zeit ist es, dass wir dazu neigen, sachliche und politische Differenzen ("links" wie "rechts") immer gleich in einer sehr populistischen Form zu personalisieren....
 

blublub

Erfahrenes Mitglied
19.10.2010
1.275
1.094
Ich glaub es ist klar, dass die Punkte alle überzogen dargestellt sind, um deutlich zu machen, was da Geos fordert: Grashalm wichtiger als Menschenleben. (Und auch das ist überzogen :) )
 

footballdreamer

Erfahrenes Mitglied
15.12.2011
979
2.914
TXL
Habe mich gestern umbuchen lassen und bin mit dem Zug nach Hannover gefahren und ab da geflogen. Das haben viele andere ebenso gemacht, im Zug waren einige die eigentlich ab dem BER geflogen wären.
 
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berlinet

Erfahrenes Mitglied
21.07.2015
5.436
3.194
Das setzt auch vorraus, dass genug Bahnen zur Verfügung stehen und gelingt auch dann nur bei wenig Verkehr.
Eine Bahn und ggf. noch auf Anflüge warten und noch 2,3 Abflüge vor einem? Da sind 15 Minuten schnell vorbei..
Ich denke schon, dass das möglich wäre, wenn man es so organisiert, dass die Zeit vom Enteisen bis zum Abheben kurz genug ist.
Und dann müssen die Piloten auch noch bereit sein, dieses Risiko einzugehen. Schließlich ist es auch ihr Leben. Ich unterhielt mich neulich zum Thema mit einem 380er Piloten mit vielen Jahren auf dem Buckel. Er meinte "ja, auf Kurzstrecke Petersburg, wenn die Luft knochentrocken war, enteisten wir manchmal nicht, weil der Schnee ja gleich wegflog. Ob ich das heute machen würde? Nein, ich bin keine 30 mehr, und man lernt dazu."
 

themrock

Erfahrenes Mitglied
30.11.2009
2.074
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Berlin
Wodurch der Eispanzer nun entstanden ist, ist doch vollkommen egal, Fakt ist, er war da und es musste etwas dagegen unternommen werden.
Und da war Salz die einzige Lösung.
Und Deine Antwort offenbart leider, woran es teilweise in Deutschland krankt, nämlich stur irgendwelche Gesetze des Durchdrückens durchzudrücken, ohne den Sinn dahinter zu hinterfragen und falls Notwendig schnell und undemokratisch anzupassen.
Vom Flughafen habe ich auch nicht gesprochen.
„falls Notwendig schnell und undemokratisch anzupassen.“ haha sehe ich gerade erst, das war natürlich eine Steilvorlage😎. Meinte natürlich undogmatisch🙈