06.03.25/07.03.25 HAM-FRA-PVG // SHA-JJN
Meine Frau bringt mich früh morgens zur S-Bahn mit der ich dann zum Airport fahre. Dort stehe ich dann erst einmal geschlagene 30 Minuten am Schalter (online Check-In war nciht möglich), die Dame von AHS fertigte am einzig offenen Gold/C/F Schalter gerade zwei türkische Y Gäste ab, die für Ihr Ziel kein Visum hatten. Als ich an der Reihe war, fragte sie mich nach dem Visum für China. Die folgende Diskussion endete damit, dass ich die Daten aus Expertflyer auf dem Handy zeigte, sie telefonierte noch mal mit dem Supervisor und dann bekam ich meine Boardkarten.
Nach einem kurzen Besuch der SEN Lounge und noch ein wenig dienstlicher Tätigkeit in derselben komme ich genau in dem Moment am Gate an, in dem Group 1 aufgerufen wird. Natürlich muss da so ein Businesskasper mit Gruppe 3 alles blockieren, geht vor und wir dann wieder weggeschickt, so bin ich fix an Bord, ärgere mich wieder darüber, dass die Crew das Crewgepäck in der C Overhead Bin hat. Stelle fest, dass ich meinen Sitznachbarn von einem Kongress kenne.
Wir landen pünktlich in FRA und kommen statt auf A40 auf A11 an, was den Weg zum FCT natürlich ehrheblich verkürzt.
Hier gibt es noch ein Jubiläums -Entlein und eines für di Gattin, bevor ich mir mein Mittagessen schmecken lasse.
Unter Carpaccio hatte ich mir was anderes als SPAM vorstellt.
Das Rinderfilet sah zwar köstlich aus, war aber leider vom Geschmack gar nichts Besonderes. Wirklich schade, dass hier die Qualität immer weiter zurückgeht.
Beim Dessert war das Sorbet perfekt, aber die Ente. Naja. Sieht hübsch aus, aber lecker? Nein, leider nicht.
Mit leichter Verspätung werden ein anderer Gast und ich abgeholt. Immerhin heute kein Mini-Van. Als wir am Gate ankommen, staut sich eine lange Schlange aus der Jetbridge raus - man hat heute nur eine angedockt. Der Fahrer macht und fix Platz und so nehme ich dann meinen Sitz ganz vorne ein.
Das ist mein dritter F Flug in diesem Jahr bei LH und wieder einmal denke ich, dass so manch andere C hier gut mithalten kann. Aber die Crew ist sehr freundlich, die F ist nicht voll und uns wird gesagt, dass genug Champagner da ist.
Das Essen war im Ganzen passabel, aber auch hier bieten manch andere Airlines in C/F deutlich mehr.
So stelle ich mich dann auf ein paar Stunden Schlaf ein. Leider haben wir unterwegs heftig Turbulenzen und gerade die 748 liegt ja nicht sehr ruhig in der Luft. Ich bekomme meine Augen also kaum zu. Und dann ruft auch schon die Crew zum Frühstück.
Das Frühstück ist dagegen ganz lecker.
Pünktlich drehen wir aus süd-östlicher Richtung auf PVG ein.
Dank Arrival Service, der mich durch die Diplomaten-Schlange bringt, bin ich fix drinnen, und suche mir den Weg zur Commuter Railway - dieser ist deutlich länger als zur Metro. Am Automaten ziehe ich mir dann die Karte für den Airport Express, der in SHA zum Terminal 2 fährt. Der Automat nimmt Cash und Weixin Pay.
Und nach einer weiteren Sicherheitskontrolle stehe ich dann auf dem recht neuen Bahnsteig (diese Verbindung fährt erst seit 2 Monaten)
Der Zug ist recht bequem und verfügt über gepolsterte Sitze mit Steckdosen sowie WiFi. Nach nur ca. 35 Minuten komme ich an der SHA Multimodal Station an und wechsle hier auf die Metro Linie 2, die mich zum Terminal 1 bringt.
Den Airport in SHA kenne ich noch nicht, aber man sieht ihm sein Alter an. Zunächst darf man einmal um eine Großbaustelle außen herum laufen, bevor man ins Terminalgebäude kommt.
Den knapp 2stündigen Flug nach JJN fliege ich mit Xiamen Air. Dank Sky Team Elite Plus habe ich auch hier Prio Services und darf den Schalter nutzen, statt der Automaten. Dazu gibts einen Gangplatz in der sehr eng bestuhlten 737. Das Terminalgebäude ist alt, stickig, laut und bietet WiFi nur, wenn man daran denkt, dass man sich den Voucher VOR der Sicherheitskontrolle holt..... (sofern man keine Mainland China Nummer hat).
Das Boarding geht zügig von Statten. Drinnen werde ich von der Crew mit Namen begräßt (!) und man reicht mir eine Flasche Wasser und Slipper (die bekommen wohl nur C und E+ Gäste).
Es gibt dann aber tatsächlich noch etwas zu essen und zu trinken.
Ca. 30 Minuten vor der Landung werden die Sonnenblenden herabgezogen und der SkyMarshal prüft, ob alles geschlossen ist. JJN ist ein Dual-Use Airport und in China hat man Angst, man könne etwas sehen. Wir bekommen ein Busgate - und auch hier sind bei den Bussen die Scheiben bis auf die Frontscheibe mit Guckloch mit Folie verschlossen.
Ich verlasse den Airport und laufe auf die andere Straßenseite, wo ich für eine Nacht das Xiamen Air Hotel gebucht habe. Ich bekomme ein Zimmer in der 17. Etage - mit perfektem Blick auf die Rollbahn und die Apron - samt dort abgestellter Militärtechnik ;-)
Hier muss ich jetzt erst einmal einen Plan schmieden, denn es kommt ja alles anders als geplant. Meine Vor-Ort Schulung in Manila wurde soeben abgesagt. Man bietet mir eine OnlineSchulung im gleichen Zeitraum. Dafür brauche ich natürlich stabiles Internet, was in China aufgrund der Zensur nicht gegeben ist. Als ändere ich meinen Plan und beschließe, den Flug JJN-MNL am Folgetag nicht anzutreten. Stattdessen buche ich eine Bahnfahrt nach Xiamen für den nächsten Morgen.
Da ich Hunger habe, laufe ich ca. 1 Kilometer bis zum nächsten Shopping Plaza, um mir ein Dinner zu suchen.
Ich werde fündig und kann mir dank Zeichensprache und Bestellung per WeChat Pay auch mein Essen aussuchen.
Auf dem Rückweg nehme ich einen anderen Weg zurück zum Hotel und schaue mir noch etwas die Gegend an.
