Umfragen und Studien zeigen, dass Catcalling (verbale sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum) eine sehr weit verbreitete Erfahrung für Frauen ist, insbesondere an Bahnhöfen und im Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV).
Hier sind die wichtigsten Ergebnisse aus Deutschland und Europa:
- Allgemeine Häufigkeit: Umfragen zufolge haben 90 bis 95 Prozent der Frauen in Deutschland schon einmal Catcalling erlebt.
- ÖPNV/Bahnhöfe als Hotspot: Nach der Straße ist der öffentliche Verkehr der zweitgrößte „Hotspot“ für unangemessene Verhaltensweisen gegenüber Frauen.
- Junge Frauen besonders betroffen: In München berichtete eine Studie (2025), dass jede vierte junge Frau bereits sexuelle Belästigung im ÖPNV erfahren hat.
- Angst und Meidungsverhalten: Aufgrund von Belästigungen meiden laut einer Münchner Studie drei von vier jungen Frauen (74,5 %) abends Bus und Bahn. Insgesamt fühlen sich 48 % der Frauen im ÖPNV nachts unsicher.
- Internationaler Kontext: Eine Studie der British Transport Police ergab, dass mehr als ein Drittel der Frauen sexuelle Belästigung beim Zug- oder U-Bahn-Pendeln erlebt haben.
Formen des Catcallings:
Dazu zählen hinterherrufen, anzügliche Blicke, pfeifen, anzügliche Sprüche oder körperliche Übergriffe. Studien zeigen, dass es sich oft um einschüchternde Erfahrungen handelt, die das subjektive Sicherheitsgefühl massiv beeinträchtigen.